• Willkommen! Heute ist der 09. Dezember 2016

Episoden

Unter Verdacht
Suspicions


Weltpremiere: 06.08.2004 Premiere DE: 16.03.2005 Regie: Mario Azzopardi Drehbuch: Kerry Glover
SGP Bewertung:



Nachdem das Team um Major Sheppard sich vermehrt mit Wraith-Angriffen auseinandersetzen musste, keimt der Gedanke auf, einen Verräter in den eigenen Reihen zu haben.

Sicherheitschef Bates verdächtigt die Athonsianer, wodurch es zu Unstimmigkeiten zwischen den Völkern kommt, die erst durch die Entdeckung eines Peilsenders in Teylas Kette aufgelöst werden.

Durch eine List setzen sie nun dieses Werkzeug gegen seine Erschaffer ein und es gelingt ihnen schließlich einen Wraith leben gefangen zu nehmen, während die Athonsianer das frisch entdeckte Festland besiedeln.


Das Team um Major Sheppard kehrt unter Beschuss nach Atlantis zurück, wobei McKay von einer der Betäubungswaffen im Gesicht getroffen und außer Gefecht gesetzt wird.

Anschließend ist er, zu seinem eigenen Missfallen, paralysiert und nicht in der Lage verständlich zu sprechen. Während Rodney sich davon erholt, äußert Weir gegenüber Sheppard den Verdacht, einen Verräter in den eigenen Reihen zu haben, der Informationen über ihre Einsätze an die Wraith weitergibt. Immerhin traf das Team nun zum fünften Mal in neun Einsätzen auf die Wraith.

Um dem einen Riegel vorzuschieben beraten die Teammitglieder - ausgenommen Teyla - mit Sicherheitschef Bates über das weitere Vorgehen, dieser schlägt vor die Athonsianer vorerst zu isolieren, da sie – in seinen Augen – die verdächtigste Partei darstellen.

Trotz Sheppards Missfallen spricht auch Elizabeth, die alle Optionen bedenken muss, sich für ein solches Vorgehen aus, zudem möchte sie sich einen Eindruck über ihre Gäste verschaffen, indem sie mit allen Gespräche führt. Derweil muss Teyla feststellen, dass die neuen Sicherheitsmaßnahmen bereits in Kraft treten und sie nicht in den Gateraum darf, bevor sie jedoch in Streit mit dem Soldaten geraten kann, tritt Sheppard dazu. Er geht mit Teyla auf einen der Balkone, um ihr die Lage zu erklären, allerdings stößt ihr das Misstrauen gegenüber ihrem Volk sauer auf.

Dennoch sichert sie dem Major Kooperation der Athosianer zu, welche nun ihre Gespräche mit Weir und Bates führen, der überaus forsch zu Werke geht, woraus der Glaube der Athosianer resultiert, sie seien nicht mehr willkommen auf Atlantis. Bei einem Rat ihrerseits spricht Teyla sich unterdessen für Elizabeth Maßnahmen aus und schafft es ihr Volk vorerst zu beruhigen.

Unterdessen entdecken McKay und Zelenka bei ihren Forschungen an den Jumper, dass es möglich ist das Hangardach zu öffnen, was Sheppard und Ford sofort für einen Probeflug über den Planeten nutzen, wobei sie eine sehr große Landmasse entdecken. Bei den anschließenden Gesprächen über dessen Erkundung schlägt Bates vor, man könne die Athosianer dorthin umsiedeln, womit er bei Sheppard erneut Antipathie weckt. Doch die Athosianer wollen dies ebenfalls und erklären sich sogar freiwillig bereit, das Festland zu erforschen, da ihnen so eine Aufgabe bliebe, außerdem könne dies ihre Unschuld beweisen.

Teyla jedoch geht nicht mit ihrem Volk und wird von Haling verabschiedet, wobei sie sichtlich traurig ist, bei ihrer Abreise versucht Elizabeth sie aufzubauen, indem sie die Schwer und Tragweite einer solchen Entscheidung anführt.

Nun kann erneut ein Team durch das Gate geschickt werden, wo Wraith sie jedoch schnell angreifen, während Teyla mit Leutnant Ford nach Einheimischen sucht, die nach ihren Worten überaus scheu seien. Im folgenden Feuergefecht muss das Team ohne die beiden abziehen, was Bates weiteres Futter für seine Verdächtigungen gegen Teyla gibt, die beim Angriff abwesend war. Unterbrochen wird der aufkommende Streit durch eine Aktivierung des Tores, Teyla meldet sie stünden unter Beschuss und müssten sofort zurückkehren, da Ford ohnmächtig sei und sie ihre Position nicht halten könne. Daraus entsteht eine Diskussion, ob der Schild gesenkt werden solle, letztlich gibt Weir den Befehl und Teyla kehrt mit Ford zurück.

Bates sieht aber weiterhin die Schuldige in Teyla und geht sogar so weit, ihre persönlichen Sachen an McKay auszuhändigen, welcher sie auf merkwürdige Technologie hin prüfen soll.

Tatsächlich findet er einen Peilsender in der Kette, die Sheppard auf Athos fand und Teyla zurückgab, dieser Sender scheint speziell zum Aufspüren von Antikern entwickelt worden zu sein.

Nun da Teylas Unschuld bewiesen ist, fasst das Team den Plan eine Falle zu stellen und dabei einen Wraith lebendig gefangen zu nehmen. Dies erweist sich zwar als schwieriges Unterfangen, gelingt allerdings letztendlich.

Während die Athosianer sich auf dem Festland einrichten, nimmt Sheppard das Verhör ihres Gefangenen auf, der jedoch vorerst bloß den Tod aller Menschen vorhersagt.


In ihrer – mit Abstand – schwächsten Episode suchen die Mitglieder der Atlantis-Expedition einen Verräter in den eigenen Reihen und rüttelnd damit ordentlich am Status Quo.

Es bleibt nur die Frage, weshalb sämtliche Hirne der Besatzung auf Sparflamme zu köcheln scheinen.

 

Wieso ich einen derart frustrierten Ton anschlage? Für jeden, dem diese Frage über die Lippen kommen mag, habe ich die Bitte, sich noch einmal die Folge komplett anzusehen.

Kann mir nach diesem windschiefen Konstrukt ernsthaft noch jemand weiß machen wollen, diese Geschichte funktioniere?

Nachdem mich die vergangene Episode wirklich positiv stimmen konnte, suche ich bei dieser lieber nach meinem Beruhigungstee.

 

Wer schreibt denn so was?

Scheinbar kam jemand auf die famose Idee, dem gesamten Autorenteam Urlaub zu geben, bevor ein Script auf seinem Tisch lag – anders kann ich mir dieses schreiberische Desaster kaum erklären.

Dabei ist die Prämisse, wie in den meisten Fällen zuvor, keineswegs zu verachten: Es soll eine Geschichte über Misstrauen werden, über die schleichende Angst vor einem Verrat durch diejenigen, denen man ohne Zögern sein Leben anvertrauen würde. Unterschiede in den Kulturen und eine genereller Zweifel am Unbekannten glimmen als Themen auf, keines davon wird jedoch auch nur ansatzweise zu Ende erzählt.

Insbesondere die Dialoge sind meistens gestelzt, als versuche ein Dreizehnjähriger gerade sein eigenes Epos zu kreieren, beinahe in jeder Situation schwingt Teyla epische Reden, denen der Schwachsinn aus jeder Pore quillt. Warum kommt sie zu Elizabeth, übergeht wie ein zickiges Kind Sergeant Bates – statt ihm klar seine Grenzen aufzuzeigen – und hält dann einen Vertrag über die Pflichten eines Anführers? Sollte ihr Charakter nicht moralisch überlegen erscheinen? Das Gewissen der Gruppe sein, ein wenig wie Daniel Jackson in der Mutterserie?

Lieber wird eine bockige Teenagerin aus ihr gemacht, die sich nicht zwischen weinerlichem Kind und würdevoller Anführerin entscheiden kann. Hinzu addiert sich noch ihr seltsamer Ausraster im Gefecht mit den Wraith, der völlig aus dem Nicht zu kommen scheint. Selbstverständlich könnte man argumentieren, dass die Sorge um ihr Volk sie zu dieser Übersprungshandlung veranlasste, aber dann muss sie mir dies auch glaubhaft vermitteln. Über ihre Sorge wurde eben viel erzählt, sie wurde jedoch nie gezeigt.

Außerdem gab es da noch die tolle Kampfszene mit einem regelrechten Stöckchen. Ohne Worte!

Ernst nehme ich sie, auf absehbare Zeit, zumindest nicht mehr.

 

Redet!

Eine tolle Regel aus dem Mannschaftssport an dieser Stelle: Wer nicht redet, der verliert.

Bestes Beispiel hierfür ist die Besatzung von Atlantis, denn anstatt einmal offen mit den Menschen zu sprechen, deren Leben sie angeblich zu retten versuchen und die Gründe für ihre Maßnahmen transparent machen, speist man diese lieber brüsk ab – man versuche ja nur sie zu schützen. Das jeder halbwegs intelligente Schimpanse ihr Vorgehen durchaus verstehen könnte, vielleicht bereit wäre seine möglichste Hilfe zu leisten, ist der versammelten Armada an Genies nicht in den Sinn zu kommen. Selbst im Zuge der Geheimhaltung kann nicht argumentiert werden, weil ohnehin schon jeder in der Stadt von einem möglichen Verräter zu wissen scheint.

Aber nun greift eines der größten Probleme des Schreibens schlechthin, die Figuren reden nicht miteinander, sondern schaffen sich ihre Probleme vollkommen künstlich.

Warum sagt man den Athosianern nicht einfach offen, dass man auf Grund von Sicherheitsbedenken einige Fragen an sie habe? Weshalb macht man sich nicht die Mühe, das eigene Personal zu prüfen, wenn dies für einen Spannungsabbau sorgen könnte?

Sämtliche Probleme dieser Episode hätte ein simples Gespräch lösen können.

Und wenn es dann zu Dialogen kommt, sind diese meist reines Geschwafel, eine Dynamik zwischen den Figuren findet so gut wie nie statt. Dabei gibt es doch Möglichkeiten.

Natürlich ist es eine schöne Einführung der Betäubungswaffen der Wraith, dass McKay nach einem Kopftreffer nicht mehr sprechen kann. Eine solche implizite Einführung lässt die Welt stimmig erscheinen, stellt aber nur einen winzigen Silberstreif dar, weil alle folgenden Witze zwar nett funktionieren, der Charakterdynamik jedoch nichts Neues geben. Stattdessen hätten die Autoren ihre Zeit lieber für ein bisschen mehr Charakterzeichnung nutzen sollen.

 

Löblicher Sergeant, löblicher Käfer

Neben diesen kleinen Glanzlichtern stechen zwei Komponenten dieser Folge deutlich aus diesem schreiberischen Totalausfall hervor, nämlich der Abschlussdialog Sheppards mit dem gefangenen Wraith und die Auftritte von Dean Marshall als Sergeant Norman, pardon, Sergeant 'Ohne-Vornamen' Bates.

Besagter Bates macht als äußerst rationaler Sicherheitschef auf den ersten Blick eine überaus konventionelle Figur, keineswegs eine schlechte, bietet allerdings darüber hinaus einen interessanten Ansatz, die üblichen Heldengepflogenheiten nach einer Rechtfertigung abzuklopfen.

Er schafft es auf seine Art unangenehm-besserwisserisch zu erscheinen, aber dennoch die rational nachvollziehbaren Argumente einzubringen, durch ebendieses Verhalten erdet er die Charaktere und avanciert schnell zu einer greifbaren Figur.

Darüber hinaus bekommt der Zuschauer tatsächlich einen beeindruckenden Dialog präsentiert, welcher auf ein subtiles Zusammenspiel aus typischen para- sowie non-verbalen Indikatoren setzt.

Speziell die feinen Änderungen innerhalb der Mimik beider Gesprächspartner zeigt sich bemerkenswert, hinter der überlegenen Fassade des Wraith blitzt in so mancher Sekunde Frustration auf, beispielsweise durch die Tatsache, dass seine Beute direkt vor ihm steht, jedoch unerreichbar bleibt. Sheppard hingegen gibt sich betont locker, allerdings spannen seine Züge sich mit jeder vergangenen Sekunde, jedem gesprochenen Wort mehr an, bis sie etwas maskenhaftes erreichen.

Hier tauschen beide Figuren die Rollen - eine willkommene Abwechslung.

 


Lasst das in Zukunft. Bitte

Eine schnelle Zusammenfassung dieser Episode ergibt: Austauschbare Dialoge, einen Mangel an Charakterzeichnung in beinahe allen Aspekten, konstruierte Probleme, für die das Wort lächerlich erfunden wurde – habe ich da noch etwas vergessen? Ach ja, Teyla ist inzwischen eine Vierzehnjährige im Körper einer erwachsenen Frau, zumindest wenn man nach dem geht, wie die Autoren ihren Charakter zu interpretieren scheinen.

Selbst der funktionierende, an manchen Stellen etwas exzessive, Humor, eine plötzlich mitreißend geschriebener Abschluss und die Einführung einer vielversprechenden Figur retten diese Folge nicht vor dem Sturz in den Abgrund. Als eine der schlechtesten Stargate-Episoden überhaupt.

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