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Zurück auf die Erde
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Weltpremiere: 10.09.2004 Premiere DE: 13.04.2005 Regie: Holly Dale Drehbuch: Paul Mullie & Joseph Mallozzi
SGP Bewertung:



Auf einen Planeten, dessen Oberfläche von einem unnatürlich dichten Nebel bedeckt ist, gelingt es Dr. McKay eine Energiegenese in der Atmosphäre zu entdecken, welche es ihnen erlauben könnte, ein Wurmloch zur Erde zu erzeugen. Nachdem ihnen von Umbauarbeiten an der Prometheus berichtet wurde, die ihnen eine Rückkehr nach Atlantis gestatten, durchschreiten sie all das Gate.

Wieder daheim genießen sie ein wenig Zeit in einem normalen Leben, erkennen jedoch zunehmende Bruchlinie, welche letztlich Zweifel an der erlebten Realität wecken und es Sheppard sogar erlauben, seine Wirklichkeit zu manipulieren. Es stellt sich final heraus, dass der Nebel von einer körperlosen Rasse bewohnt wird, denen die Aktivierung des Stargates Schaden zufügt, deshalb schlossen sie das Team in eine illusionäre Welt ein.

Nachdem sie aber – allen voran John und Elizabeth – die fremden Wesen von ihren friedlichen Absichten überzeugen können, lassen diese sie unversehrt nach Atlantis zurückkehren.


Während sich das Stargate aus einen schier undurchdringlichen Nebel schält, streitet das Team darüber, weshalb sie den Planeten erkundet hätten, wenn doch sämtliche Bauwerke ohnehin am Gate stünden. Trotz Rodneys Beharren noch weitere Untersuchungen anstellen zu wollen, beschließt Sheppard nach Atlantis zurückzukehren und befiehlt Ford mit dem Anwählen zu beginnen. Als das Stargate nun aktiviert wird, gelingt es McKay doch noch eine interessante Entdeckung zu machen, nämlich die Genese gewaltiger Energiemengen in der Atmosphäre, welche durch das Gate ausgelöst würden. Zudem genügten diese anscheinend, um ein Wurmloch zur Erde öffnen zu können.

Um diesen Plan in die Tat umzusetzen, macht Rodney sich daran, einen speziellen Kristall aus dem Atlantis-DHD in das des Planeten zu überführen, da nur durch diesen eine Fixierung von acht Chevron möglich wird. Derweil spricht der Rest des Team darüber, was sie täten, gelänge es ihnen nach Hause zurückzukehren, allerdings will keiner von ihnen tatsächlich gehen, ohne die sichere Möglichkeit zur Rückkehr.

Nach Abschluss der Arbeiten stoßen Sheppard, Weir und Teyla zu McKay und Ford, die bereits auf dem Planeten warten, es gelingt ein Wurmloch zu etablieren und eine Funkverbindung aufzunehmen. Dabei wird ihnen erklärt, die Prometheus werde gerade von den Asgard für intergalaktische Reisen aufgerüstet, sodass es allen möglich ist, auf die Erde zu kommen, um einen Lagebericht abzugeben.

Bei der anschließenden Besprechung gibt General Hammond sich überaus wortkarg, bevor er allesamt in ihre alten Leben entlässt, wobei er noch ein kurzes Gespräch mit Sheppard im Fahrstuhl hat. Etwas an dieser Unterhaltung scheint den Major zu verunsichern.

Allerdings macht dieser sich vorerst daran Teyla die Vorzüge der Erde zu präsentieren, was diese in einem stundenlangen Einkaufsbummel auskostet, bei ihrer Rückkehr äußert John erneut ein seltsames Gefühl zu haben.

Unterdessen kehrt auch Elizabeth nach Hause zurück, wo ihre Lebensgefährte Simon sie erwartet, obwohl vorerst alles perfekt scheint, verspürt auch sie bei einem Kuss dieses merkwürdige Gefühl, welches bereits Sheppard erwähnte. Rodney entdeckt währenddessen, dass in der Zeit seiner Abwesenheit niemand versucht hat ihn zu erreichen – dies schreibt er einem Stromausfall zu.

Etwas später steht dann eine, auffallend anders gekleidete, Dr. Weir bei ihm vor der Tür und berichtet von einem Unfall auf der Prometheus, der ihnen eine Rückkehr in die Pegasus-Galaxie unmöglich mache. Trotz der pessimistischen Einschätzung General Hammond ist er jedoch bestrebt, eine Lösung für ihr Dilemma zu finden.

Gleichzeitig soll Ford nach Antarktika versetzt werden, als er dies Rodney erklären will, der plötzlich einen Laborkittel trägt, bügelt dieser ihn überaus schroff ab.

Mit Teyla kehrt John nach Hause zurück, das er – nach eigenen Worten – unverändert vorfinde, unterdessen häufen sich merkwürdige Vorfälle, wie das Auftauchen zweier toter Armeekameraden Sheppards oder zwei völlig unterschiedliche Versionen eines Streitgesprächs zwischen Rodney und Elizabeth. Alle realisieren schließlich, dass es sich um eine Illusion handelt, sie werden in ein Abbild des Gateraums des SGC zurückversetzt, wo ihnen eine Version Generals Hammonds offenbart, sie befänden sich in einer künstlich erschaffenen Realität.

Dieser gehe von dem Nebel aus, der vielmehr aus lebenden Wesen bestünde, welche durch die Aktivierung des Stargate getötet werden könnten und keine andere Wahl sahen, als das Team in dieser Art einzukerkern.

Nachdem es ihnen letztlich gelingt, die Wesen von ihren guten Absichten zu überzeugen, lassen diese sie ziehen und alle kehren nach Atlantis zurück.

 


Es wird nostalgisch in der Pegasus-Galaxie: Neben ruhigen Moment, punktet die neunte Episode mit einer guten Portion Fanservice, schafft es jedoch gleichzeitig, eine Balance mit der Erzählung zu finden.

 

Einen Schuss feuert das Ensemble in dieser Folge ab und er trifft genau ins Mark. Manchem mag die ruhige Erzählweise dieser Episode klar gegen den Strich gehen, mir hingegen gefiel sie großartig, nahm man sich doch Zeit für die Figuren und ihr Gefühlsleben.

Das beginnt dort, wo man normalerweise beginnen sollte und zwar am Anfang.

 

Bildsprache für ein Halleluja

In der Eröffnungseinstellung schwebt die Kamera über einem Meer aus undurchdringlichem Nebel, aus dem bloß noch der zentrale Ankerpunkt der Handlung ragt: Das Stargate.

Statt es als Mittel zum Zweck, als bloßen Ausgangspunkt der Geschichte zu etablieren, wird der mächtige Ring dieses Mal zum Dreh- und Angelpunkt von allem, denn er ist Nexus der Gefahr, einer Gefahr so unsichtbar wie die Protagonisten, im sie umgebenden Nebel.

Das Motiv des Verschleierns, welches Szene für Szene durchzieht, wird hier zur Perfektion getrieben, sieht der Zuschauer doch nicht die Charaktere, wohl aber die Gefahr zu jedem Zeitpunkt aufblitzen, obwohl sie zu keinem Zeitpunkt expliziert wird.

Es liegt an kleinen Details, dem brüsken Auftreten des sonst überaus väterlichen General Hammond, der viel zu plötzlichen Verkündung, man könne sie zurückbringen, einer Reihe von Tüten ohne Geld und einem Poster an der Wand.

Speziell an Sheppards Figur bemerkt man schnell die Bruchlinie, aus seiner Perspektive übernimmt der Zuschauer seine Gefühle, dabei ist es die übertrieben zuvorkommende Art Hammond, der zwar stets freundlich, nicht aber derart überschwänglich reagiert, wie bei der kurzen Kommunikation im Fahrstuhl. Außerdem besteht der erfahrene, gewissenhafte Militär auf keinerlei Überprüfungsmaßnahmen zum Schutze der Zivilbevölkerung und bietet sofort an, den Major überall hinzubringen, noch bevor dieser überhaupt seine Bitte aussprach. Die Kamera behält dabei durchgängig eine leicht untersichtige Perspektive bei, welche zum Gefühl beitragen, nicht das gesamte Bild einzusehen.

Eine Tatsache, die in der Szene nach Teylas Rückkehr vom Einkaufen beibehalten wird und noch etwas befeuert diese merkwürdige Anmutung, achtet beim nächsten Anschauen mal darauf, ob ihr jemals Geld den Besitzer wechseln seht und in welchen Kleidern Teyla schließlich steckt.

Hat das latente Gefühl, etwas müsse am falschen Platz sein, nun erst einmal vom Zuschauer Besitz ergriffen, nährt es sich zusehends durch die Schnitte, welche laufende Dialoge zu unterbrechen beginnen, um sie in einer verdrehten Konstellation weiterlaufen zu lassen.

 

Ruhe vor dem Sturm

Dennoch bleibt die Episode bis zu diesem Zeitpunkt ruhig, weder Kamerafahrten, noch Schnitte erscheinen hektisch, stattdessen weckt ihre zunehmende Regelmäßigkeit Beklemmung, als baue sich eine unsichtbare Spannung auf – unsichtbar, wie verborgen durch Nebel.

Dieses Element der Verschleierung findet sich vor allem in dem vagen Sprachgebrauch der Gastcharaktere, sprechen doch sämtliche Protagonisten in deutliche Formulierungen: So betitelt Weir ihr Verhalten gegenüber Simon als unfair und Rodney ist sich trotz dem Schaden an der Prometheus sicher eine Lösung zu finden. General Hammond hingegen spricht oft bloß über Möglichkeiten, er könne eben bloß eine Empfehlung vortragen, habe kaum Handhabe gegen eine Militarisierung Atlantis' und sehe McKays Plan als äußerst abwegig an.

Die Diskrepanz zwischen den Menschen der Erde und dem Team scheint immer weiter zu wachsen, zudem zeigen sie trotz all der Vorkommnisse bloß milde emotionale Regungen. Erscheint Simon nicht ein wenig zu entspannt dafür, dass seine Freundin einfach vor der Tür steht, die ihn für die Chance zurückließ, in eine andere Galaxie zu reisen? Ist nicht gerade der aufbrausende und notorisch schlecht gelaunte McKay plötzlich vollkommen rational in seiner Aufnahme von Neuigkeiten?

Hinzu kommt die Tatsache des schnellen Wechsels von Kleidung, welcher in einer logischen Folge der Szenen unmöglich ein kohärentes Bild ermöglicht, geht doch Rodney in einem Hemd den Gang hinauf, bloß um knapp sieben Sekunden später in einem blauen Shirt nebst Laborkittel in die andere Richtung Ford zu passieren. Noch dazu wo dieser zuvor gar nicht dort stand.

Kumuliert werden all diese Faktoren bei Sheppard, der beim Betreten seines scheinbaren Zuhauses nicht wehmütige Heimkehrensfreude, sondern heruntergespielte Verwunderung im Blick hat, zudem wechselt auch seine Sprache zu einer vagen Wortwahl. So stellt John fest, er habe tatsächlich eine Menge Zeug, wobei letzter Ausdruck mit einer gewissen Geringschätzigkeit konnotiert ist und der kurze Satz von einem Stocken nach dem anklingenden Ja unterbrochen wird.

All dieser Aufbau hin zu mehr Ruhe endet mit der Realisation des Zuschauers – zur gleichen Zeit wie die Charaktere – das es sich bei dem Durchlebten nicht um die Wirklichkeit handeln kann, exemplarisch erzeugt durch die Aufdeckung einer Inkonsistenz dieser Welt durch Elizabeth.

Ein ungewöhnlich gelassener Rodney spricht sie auf Simon an, von dem sie ihm jedoch niemals erzählt hat, auf die Konfrontation Weirs zu diesem Faktum gefriert ihr Gesprächspartner in einem unheimlichen Grinsen. Zur gleichen Zeit schießt John auf einen seiner – durch eine Manipulation dieser Realität – reanimierten Kameraden, dessen Tod er noch eine halbe Minute zuvor aufdeckte.

Dieser Schuss, dieser einzige Schuss zerreißt damit final auch die geschaffene Illusion und nimmt den Schleier der Ruhe vor der Situation.

 

Ein Blick

Nicht zuletzt machen die Darsteller einen wirklich guten Job. Flanigan gelingt es erneut, ein Mischung aus Schwermut und Leichtigkeit zu erzeugen, dies lässt sich exemplarisch an der Szene feststellen, in welcher seine gefallenen Freunde vor der Tür stehen – der Zuschauer weiß zu diesem Zeitpunkt noch nicht um sie.

Zu Beginn hat Sheppard sein spitzbübisches Lächeln auf den Lippen, nachdem er jedoch die Tür öffnet, geht dieses übergangslos in eine bildliche Fassungslosigkeit über, wofür die Blickrichtung ein konstitutives Element ist, denn bis zur Offenbarung ihres Todes, sieht John keinen der beiden direkt an, sondern stets an ihnen vorbei oder zu Boden.

In diesen Moment sieht man klar die andere Seite der Figur John Sheppard, erhascht einen Blick auf seine dunkle Vergangenheit, deren genaue Zusammenhänge für den Zuschauer nicht expliziert, allerdings durchaus mit Material unterfüttert werden. Den auf diese Art entstandenen negativ space muss der Zuschauer nun selbst interpretativ füllen, wodurch er John gleich noch emotional ein wenig näher kommt.

Besonders hervorstechend ist zudem seine starke Verhaftung in traditionellen Werte, ein Punkt der am Beispiel der Kameradschaft expliziert wird: Zwar gibt Sheppard mehrfach offen zu, er würde gern auf die Erde zurückkehren, hat dies jedoch niemals in Betracht gezogen, solange er seiner moralischen Verantwortung in der Pegasus-Galaxie nicht nachgekommen ist. Ausdruck findet dieser Faktor in seinem Dialog mit Elizabeth, in welchem der Major feststellt, man brauche ihn auf Atlantis, dennoch könne er verstehen, wenn Weir zurück wollte.

Die Aussage, er könne ihren Wunsch verstehen, eröffnet somit die Antithese zur empfundenen Pflicht, diese überdauert somit den reinen Wunsch, weshalb eine moralisch positiv Grundstimmung mit den Charakteren verknüpft werden kann.

Gleiches gilt selbstverständlich auch für Torri Higginson, sie nutzt ebenfalls die mimische Konzeption, spielt diese jedoch auf eine andere Weise aus. Anstatt mit ausweichenden Blicken und fehlendem Fokus zu spielen, ist sie hingegen in jedem Dialog klar auf ihren Gegenüber fixiert und sieht ihn direkt an. Dies sorgt für eine Intensivierung der Gespräche, sie nehmen durch die laufende Fixierung eine künstliche Anmutung auf, welche den Inhalt stärker formalisiert, einen Eigenschaft die anschließend für den Kontrast starker Emotionen Verwendung findet.

So schwingt in der Wortwahl Weirs gegenüber Simon eine latente Schuld mit, die durch den künstlich erscheinenden Ablauf zusätzlich betont wird.

 

Totale Effizienz

Die simple Handlung der Episode wird in beeindruckender Stringenz erzählt und eröffnet in vielen Punkten einen neuen Blickwinkel auf die bekannten Figuren, insbesondere das gekonnte Spiel mit dem negativ space nutzen die Autoren für wunderbare Charaktermomente.

Statt bloß auf der Stelle zu treten, machen sie nun einen tatsächlichen Entwicklungssprung, der dem Zuschauer eben nicht bloß erzählt, sondern auch gezeigt wird, gerade dieser durchaus sparsame Umgang mit Dialog trägt zu einem atmosphärisch-stimmigen Gesamtbild bei.

Dabei ist die eigentliche Erzählung keineswegs sensationell, natürlich gab es schon in mehr als einer Konstellation körperlose Lebewesen und künstliche Realitäten, allerdings ist dies eben auch nicht mehr, als der Aufhänger. Abgeleitet daraus lässt sich nun ebenfalls erklären, wieso diese Handlungselemente für einen guten Part der Folge in den Hintergrund treten, es ist eben ein Charakterstück, welches sich vor allem um eine Progression in der Zeichnung der Figuren bemüht.

Dieser Prozess wird dabei sinnvoll in die grundlegende Handlung eingebettet und erscheint somit nie gezwungen, sondern immer organisch und noch wichtiger logisch herbeigeführt.

Ordnete Tödliche Verteidigung nach seine persönlichen Moment dem großen Ganzen unter, dreht Zurück auf die Erde dieses Erzählkonzept nun gekonnt um.

Einziger Wermutstropfen ist eine erneut schwache Teyla, sie fällt zwar weniger störend auf, als dies noch in den vorherigen Episoden der Fall war, hinterlässt jedoch auch keinen bleibenden Eindruck, da sie sich eher zum Erkenntnismechanismus für Sheppard entwickelt. Man erfährt eben nichts eigenes über sie, womit zum wiederholten Male Potenzial verloren geht.

 


In der Spur

Damit haben wir den Endbahnhof erreicht, danken ihnen für ihre Geduld und wünsche allen Fahrgästen eine gute Weiterreise. Oder in anderen Worten, kommen wir zum Fazit: Die achte Episode besticht durch eine großartige Umsetzung der Charakterzeichnung mit stark interpretativen Einflüssen und durchweg guten Leistungen der Schauspieler – obwohl Rachel Lutrell gegenüber ihren Kollegen etwas abfällt.

Man könnte sich also an der simplen Grundgeschichte oder der sehr langsamen, ruhigen Inszenierung stören, verpasst dabei allerdings eine stimmungsvolle Episode, über die man auch nach dem Anschauen noch ein wenig nachdenken kann. Und das ist doch schon mal was!

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