Freund oder Feind?

In the Line of Duty

Ausstrahlung erste Episode: 03.07.1998
Ausstrahlung erste Episode DE: 18.08.1999
Regie: Martin Wood
Drehbuch: Robert C. Cooper
SGP Bewertung:
Fan Bewertung:



  • Zusammenfassung

    Bei der Rettung der Einwohner eines Dorfes, wird Carter von einem  Goa'uld-Symbionten in Besitz genommen. Während im SGC Fragen zum  weiteren Vorgehen besprochen werden und O'Neill den Goa'uld verhört,  wird klar, dass nichts ist, wie es scheint. Auch unter den Geretteten  tut sich eine böse Überraschng auf.

  • Inhalt

    Ein Dorf wird von den Goa'uld angegriffen. Das SG-1-Team hilft bei der Evakuierung. Fast alle Dorfbewohner sind evakuiert. Carter versucht noch einen Mann zu retten. Dieser stirbt, aber bevor er stirbt, greift er nach ihr, während sie Wiederbelebungsmaßnahmen durchführt. Danach glühen ihre Augen.

    Bei der Missionsbesprechung diskutiert das Team mit Hammond darüber, was geschehen war. Es scheint nicht viel Sinn zu ergeben, dass die Goa'uld wie aus dem Nichts und ohne ersichtlichen Grund angriffen. Teal'c erklärt jedoch, dass er durchaus davon wisse, dass die Goa'uld auch nur zum Spaß Völker auslöschen würden. Die anderen befürchten, dass Apophis oder ein anderer Goa'uld von der Gegenwart der Erdlinge gewusst hätte und deshalb angegriffen habe.

    Carter nimmt an, dass Teal'c vielleicht nur die Gründe nicht gekannt habe. Er sei schließlich nur ein Jaffa gewesen, die Goa'uld hätten ihm nicht sagen müssen, weshalb sie ein Volk auslöschten. Carter fängt sich einen bösen Blick von Teal'c ein und legt dar, dass sie es nicht böse gemeint hätte.

    Nach der Besprechung schickt O'Neill Carter zu Fraiser. Sie sei noch nicht dort gewesen. Sie erklärt, sie wollte direkt nach dem Briefing zur Untersuchung gehen und prompt ist sie auch dort. Fraiser stellt fest, dass sie eine Entzündung im Hals hat und nimmt einen Abstrich. Die beiden reden noch kurz miteinander über Cassandra und Fraiser lädt sie ein, am nächsten Tag mit ins Krankenhaus zu kommen, wohin sie Cassandra mitnehmen würde.

    Dort taucht Carter gerade auf, als Fraiser einen der verletzten Nasianer untersucht. Der Mann, so stellt sie fest, müsste eigentlich tot sein. 80 Prozent seiner Haut seien verbrannt. Carter und Fraiser verlassen den Raum und der Naianer beginnt zu glühen. Anschließend schaut Carter bei Cassandra vorbei, die merkwürdig auf sie reagiert un ddie Flucht ergreift. Kurz darauf beginnen Carters Augen zu glühen – erneut.

    Im SGC haben O'Neill und Hammond eine Besprechung wegen der Umsiedlung der Nasianer als ein Anruf aus dem Krankenhaus eingeht. O'Neill solle sofort kommen. Dort angekommen, erklärt Fraiser, dass Cassandra nur mit O'Neill sprechen wolle. Sie sitzt völlig verstört im Zimmer und will zunächst nicht sprechen. Er beginnt mit ihr ein Gespräch und Cassandra sagt, dass Sam ihr gesagt habe, dass sie sie töten werde, sollte sie etwas darüber sagen. O'Neill redet auf sie ein und sie sagt, dass Sam ihr nun durchaus weh tun würde. Sie sei eine Goa'uld.

    Im SGC ist Carter in Einsatzausrüstung unterwegs und fragt, wo O'Neill ist. Man sollte schließlich in fünf Minuten zum Einsatz unterwegs sein. Teal'c und Daniel erklären, man würde sich im Gateraum treffen und begeben sich allmählich dorthin. Dort trifft Carter auch auf O'Neill, der ihr ein Betäubungsmittel verabreicht. Daraufhin gibt sich der Goa'uld zu erkennen – das Betäubungsmittel schlägt nicht an. Sie fordert, gehen zu dürfen und droht damit, eine Handgranate fallen zu lassen. O'Neill hält sie hin und das Betäubungsmittel wirkt. Carter wird bewusstlos und O'Neill entschärft die Granate.

    Später gibt es eine Besprechung mit Fraiser. Die vermutet, dass Cassandra den Goa'uld spüren konnte, weil sie noch Spuren von Naquadah im Blut hat. Fraiser legt auch dar, dass sie bis auf die Rötung im Hals nichts an Carter bemerkt hätte. Hammond fragt, ob es möglich wäre, dass der Goa'uld durch den Mund eindringen könnte. Es wird gemutmaßt, was der Goa'uld plant und was das für künftige Missionen bedeutet.

    O'Neill wird damit beauftragt, das Verhör durchzuführen, setzt sich aber dafür ein, dass der Goa'uld aus Carter entfernt wird und Maybourne und Co. Nichts davon erfahren. Im Krankenhaus soll der schwerverletzte Nasianer untersucht werden, doch der greift den Arzt an. Daniel sucht unterdessen das Gespräch mit einer Nasianerin, die gerettet wurde.

    Teal'c und O'Neill sprechen darüber, was mit Carter geschieht. Teal'c gibt ihm Tipps, wie das Verhör durchgeführt werden sollte. Er solle an das Ego des Goa'uld appellieren und es angreifen. Die Goa'uld seien arrogant und der Goa'uld würde dadurch womöglich Informationen preisgeben, um erneut stärker und intelligenter als der Feind zu wirken.

    Daraufhin begibt sich O'Neill zu der Zelle, in der Carter festgehalten wird. Der Goa'uld in Carter sagt, dass man ihn gehen lassen sollte und, dass die Menschheit keine Ahnung hätte. Dann schweigt er.

    Daniel spricht derweil mit der Frau und erklärt, dass man herausgefunden habe, dass ihr Mann womöglich mit einem Goa'uld infiziert war. Er will wissen, ob er sich irgendwie merkwürdig verhalten hätte. Sie sagt, dass sie eine Verletzung an seinem Hals festgestellt habe, dass dies aber Monate her wäre.

    Inzwischen befreit sich der verletzte Nasianer und legt den Arzt an seine Stelle.

    Unterdessen bricht der Goa'uld in Carter sein Schweigen. Er möchte weiterhin die Erde verlassen und verspricht, Carter zurückzuschicken, sobald er einen anderen Wirt gefunden hat. O'Neill wird neugierig und fragt, ob das denn überhaupt möglich sei, einen Wirt zu verlassen, ohne, dass dieser stirbt. Der Goa'uld sagt, dass es möglich sei und er alles tun werde, damit dies funktioniere. Versprechen könne er nichts und auch er selbst könnte dabei sterben, aber das würde er riskieren.

    O'Neill sagt, dass das bei dem Nasianer auch nicht funktioniert habe. Der Goa'uld sagt, dass der Nasianer bereits tot war. Die Verletzungen hätte er nicht heilen können. Das Gespräch läuft in eine Richtung, in der O'Neill klar macht, dass er den Goa'uld nicht gehen lassen werde und Carter kommt kurz zum Vorschein. Sie ist verzweifelt und erklärt, dass der Goa'uld die Wahrheit spreche.

    Während der verletzte Nasianer als Arzt durch das Krankenhaus streift, spricht Teal'c mit dem gefangenen Goa'uld. Der Goa'uld gibt sich als Tok'ra zu erkennen, er sei Jolinar von Malkshur und es gäbe mehr wie ihn, die versuchen, sich gegen die Pharaonen durchzusetzen.

    Im Krankenhaus stellt Fraiser fest, dass Dr. Jacobs verschwunden ist und findet ihn unter den Bandagen des schwerverwundeten Nasianer. In dem Wissen um den verschwundenen Nasianer konfrontieren O'Neill und Teal'c Jolinar mit dessen Existenz. Er ist sich sicher, dass es sich hierbei um Ash'rak handelt, einen erstklassigen Jäger und Killer, der die Befehle von ganz oben ausführt. Der Ash'rak sei damit beauftragt, ihn zu töten.

    Teal'c gibt Hammond und dem restlichen SG-1-Team eine kurze Zusammenfassung zu Jolinars Vergangenheit. Dieser hätte sich einst gegen Apophis gewendet, sei aber überwältigt worden. Die Tok'ra sei ein Bündnis gegen die Pharaonen, die sich verpflichtet hätte, diese zu stürzen.

    Am Ende des Briefings stellen alle Anwesenden fest, dass es auf der Erde einen Goa'uld gebe, der Carter töten wolle und man nicht wisse, wie dieser aussehe.

    Als Daniel Jolinar danach fragt, ob dieser den Ash'rak beschreiben könnte, sagt dieser, dass er ihn erst erkenne, wenn er ihm gegenüberstehe. Daniel sagt, dass der Ash'rak nie ins SGC käme, aber Jolinar weiß, dass dem nicht so ist und mahnt Daniel an, nicht so dumm zu sein. Daniel kontert, dass man schon etwas mehr bräuchte, um Jolinar Glauben zu schenken und nicht nur – womöglich leere – Versprechen. Jolinar erklärt ihm, dass er ihm helfen könne, Sha're zurückzubringen und Daniel bespricht dies mit O'Neill und Teal'c. Letzterer ist inzwischen fest davon überzeugt, dass Jolinar die Wahrheit spricht und auch Daniel glaubt Jolinar. Die Lebenseinstellung Jolinars sei eine völlig andere als die Goa'uld, die das Team bislang kennenlernte. So würden sie sich Menschen suchen, die im Sterben liegen und mit diesen in Ko-Existenz leben. Davon würden beide Seiten profitieren.

    Der Ash'rak bahnt sich unterdessen seinen Weg ins SGC. Er gibt sich inzwischen als Soldat aus, der die Nasianer ins SGC begleitet. Während das Stargate aktiviert wird, um die ersten Nasianer in ihre neue Heimat zu bringen, geht im Kontrollraum ein Anruf ein. Der Fahrer der Nasianer habe eben erst das Bewusstsein wieder erlangt und behaupte, sich nicht daran zu erinnern, ans SGC gefahren zu sein.

    Das Team begibt sich zu Carter. Die hat inzwischen Besuch von dem Ash'rak. Als O'Neill und Teal'c ankommen, ist sie bewusstlos und die Wachen sind tot. Der Ash'rak flieht und begibt sich in den Gateraum. Dort bricht die Verbindung gerade ab und Daniel zieht den Schluss, dass der Soldat der Ash'rak ist, denn er sah ihn bereits zuvor als Arzt im Krankenhaus. Der Ash'rak nimmt Daniel als Geisel und droht, ihn zu töten, sollte er nicht durch das Gate gehen können. Teal'c stürmt in den Gateraum und schießt mit der Zat auf Daniel und den Ash'rak, der Ash'rak lässt Daniel los und Teal'c schießt ein zweites Mal auf den Ash'rak und tötet ihn damit.

    Auf der Krankenstation kämpft Fraiser um Carters Leben und als Carter aufwacht erklärt sie traurig und den Tränen nahe, dass der Goa'uld sie gerettet habe. Er hätte sich geopfert, damit sie leben könnte.

    Die Folge endet damit, dass Sam total traurig ist und es dem Team nicht gelingt, sie aufzumuntern. Deshalb schicken sie Cassandra vorbei, auf die Carter erstmals reagiert.

  • Kritik

    Kaum ist die Invasion von Apophis vereitelt, sehen sich SG-1 und das SGC einer neuen Bedrohung gegenüber. Ein Goa'uld hat von Carter Besitz ergriffen. Wir wissen, wie das ausgeht. Passenderweise ebenfalls in der zweiten Folge der ersten Staffel sahen wir Kawalsky gegen den Parasiten kämpfen - und verlieren. Doch sehr zur Freude der Zuschauer ist die Nummer der Episode, in der ein Goa'uld in ein Stargate Command-Mitglied eindringt, die einzige Parallele zu Der Feind in seinem Körper. 

    Aufgrund der damals gemachten Erfahrungen wird Carter prompt weggesperrt, als bekannt wird, dass sie von einem Goa'uld "befallen" wurde. Zwar überlegt das Team, wie man den Goa'uld entfernen kann, doch schnell wird auch klar: Man sollte es zumindest nicht unversucht lassen, zu erfahren, was dieser überhaupt will. 

    Etwas unnötig erscheint es, dass jedes Team-Mitglied mal versucht, mit dem Goa'uld zu sprechen. Zwar erfahren O'Neill, Teal'c und Daniel jeweils andere Details, die sich zu einem großen Bild zusammensetzen, doch das hätte man auch eleganter lösen können, als mit einem "Jeder muss mal Carter sehen, bevor sie vielleicht das Zeitliche segnet". 

    An anderer Stelle wird schnell klar, dass nicht alle Geretteten die sind, die sie vorgeben zu sein. Doch es gelingt der Episode, die Auflösung des Rätsel möglichst lange hinauszuzögern und den Zuschauer nicht wissen zu lassen, was da genau passiert. 

    Dass es an zwei Fronten ein Rätsel zu lösen gibt, dessen Lösung sich zumindest beim ersten Schauen der Folge nicht umgehend erschließt, macht die Episode unglaublich spannend. Als Zuschauer hat man die verschiedenen Puzzle-Teile, doch sie setzen sich erst am Ende zusammen - womöglich sogar erst in dem Moment, als sich Jolinar für Carter opfert und somit den letzten Zweifel an seinen Aussagen ausräumt. 

    Gleichzeitig wird damit der Einstieg in ein noch größeres Universum geschaffen. Erstmals scheint es als gäbe es abgesehen von unterjochten Menschen und dem kleinen Widerstand durch Bra'tac und seine Leute einen Gegner, der es mit den Goa'uld aufnimmt. Dadurch werden den Zuschauern viele neue und spannende Möglichkeiten in Aussicht gestellt. Und ebenso die Aussicht darauf, dass die Frage aus dem deutschen Episodentitel öfter gestellt wird: Freund oder Feind?

  • Fazit

    Mit Freund oder Feind? liefert Stargate SG-1 Staffel 2 die nächste beeindruckende Episode ab. Entsprechend stark beginnt die neue Season und legt die Messlatte hoch. Hier zeigt sich: Die Serie hat endlich ihren Rhythmus gefunden.

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