Die Tok`ra, Teil 1

Tok`ra, Part 1

Ausstrahlung erste Episode: 02.10.1998
Ausstrahlung erste Episode DE: 20.10.1999
Regie: Brad Turner
Drehbuch: Jonathan Glassner
SGP Bewertung:
Fan Bewertung:



  • Zusammenfassung

    SG-1 gelingt es, die Tok'ra ausfindig zu machen, eine Widerstandbewegung gegen die Goa'uld. Carter drängt darauf, mit ihnen in Kontakt zu treten, in der Hoffnung, neue Verbündete im Kampf gegen die Systemlords zu finden. Was sie nicht weiß, als sie zu dieser längeren Mission aufbricht: Der Zustand ihres Vaters hat sich verschlechtert und er droht, dem Krebsleiden zu erliegen. 

  • Inhalt

    In unterirdischen Tunneln erfolgt ein Angriff. Ein Mann richtet sich an Jolinar. Sie soll das Stargate aktivieren. Dann fliehen die Menschen aus diesen Tunneln. Das ganze sieht nach einem Traum aus.

    Plötzlich erwacht Carter im SGC, Hammond ist zugegen und Carter trägt Sensoren am Kopf. Sie muss die Sequenz geträumt haben und berichtet, dass sie eine Entdeckung gemacht habe.

    Kurz darauf fragt O'Neill nach einem Briefing, ob sich Carter sicher sei, dass es sich nicht nur um einen Traum gehandelt habe. Sie bestätigt und Teal'c erklärt, dass es möglich sei, dass Erinnerungen von Jolinar in Carter überdauert hätten. Carter erklärt, dass die Tok'ra in Gefahr gewesen seien und sie hätte die Koordinaten gesehen. Sie sei sich außerdem sicher, dass die Tok'ra keine Gefahr wären. Teal'c erklärt daraufhin, dass die Tok'ra tatsächlich verfolgt werden, weil sie die Systemlords zum Fall bringen wollen. Hammond erklärt sich daraufhin bereit, das Team an die von Carter gesehenen Koordinaten zu senden und wartet noch auf die Zustimmung von O'Neill, der sich schließlich einverstanden erklärt.

    Das Team macht sich fertig, doch bevor es los geht, meldet sich Carter nochmals kurz ab, um sich bei ihrem Vater zu melden. Das Telefonat läuft allerdings nicht ganz so wie erwartet, denn erneut blockt General Carter ab, wo Sam nur wissen möchte, wie es ihm geht. Immerhin stehe sie vor einer etwas längeren Reise. Nach dem Telefonat mit Jacob kommt es zum Gespräch mit Hammond, der sich bereit erklärt, SG-1 ein Ersatzmitglied zuzuweisen, doch Carter erklärt, dass sie auf dieser Mission nicht ersetzbar sei – aufgrund der Informationen von Jolinar. Nach einer kurzen Aussprache zwischen Carter und Hammond bricht SG-1 mit Carter auf.

    Auf dem Zielplaneten angekommen, steht das Team in einer Wüste und das Team erforscht die Gegend. Teal'c merkt an, dass die Tok'ra gut darin wären, ihre Spuren zu verwischen. Kurz darauf tauchen wie aus dem Nichts mehrere Personen auf. Einer von den Personen erklärt, dass man keine feindlichen Absichten habe, aber sich verteidigen werde, wenn es nötig sei. O'Neill merkt an, dass dieser Spruch auch hätte von ihm sein können. Schon spricht einer Teal'c auf seine Loyalität zu Apophis an und Teal'c verteidigt sich, er stünde nun im Dienste der Tau'ri im Kampf gegen Apophis. Daniel fügt an, dass sie auch gegen alle anderen Goa'uld kämpfen würden und Carter warnt, dass die Personen, von denen sie umgeben seien, Goa'uld wären. Daraufhin wird deren Anführer wütend. Sie seien keine Goa'uld und wollten nicht als solche bezeichnet werden.

    Im SGC erhält Hammond einen Anruf von Jacob Carter. Etwas Schlimmes scheint geschehen zu sein und Hammond erklärt, dass er sofort komme.

    Auf dem Planeten stellt Carter fest, dass eine der Personen Martouf heiße. Dieser sagt, dass er Carter nicht kenne und sie merkt an, dass sie einen Freund von Martouf kenne, Jolinar von Malkshur. Dieser sei für sie gestorben und deswegen seien sie hier, um Kontakt mit den Tok'ra aufzunehmen.

    Die Tok'ra sind skeptisch und Teal'c schlägt vor, dass man sich verbünden könnte, sollten sie die Tok'ra, von denen er so viel gehört habe. Carter fügt an, dass sie von Jolinar viel gelernt habe und entsprechend auch diese Ansicht vertrete.

    Der Anführer der Tok'ra-Gruppe fordert SG-1 auf, die Waffen niederzulegen, dann würde er das Team zu ihrem Anführer bringen. Nach einer kurzen Diskussion legt das Team die Waffen nieder, sehr zum Missfallen von O'Neill. Mit einem Ringtransporter bringen die Tok'ra das Team in unterirdische Tunnel. Carter erkennt die Tunnel aus ihrer Vision und Teal'c erklärt, dass man höre, dass die Tok'ra angeblich die Tunnel wachsen lassen, wenn sie auf einem neuen Planeten ankommen.

    Auf der Erde kommt Hammond im Krankenhaus an, wo er Jacob Carter besucht. Dessen Zustand hat sich immens verschlechtert. Der Krebs hätte gestreut und Hammond schlägt vor, dass man Carter zurückbeordere. Jacob ist allerdings dagegen, denn er wolle nicht, dass sie ihn sterben sehe. Jacob bittet Hammond schließlich darum, ihm zu verraten, was seine Tochter eigentlich mache, doch der lehnt ab.

    Auf dem Planeten trifft SG-1 auf Garshaw von Belote, die Teal'c als die meistgesuchte Goa'uld identifiziert. Sie fragt das Team, ob sie zu denjenigen gehören, die Ra besiegt hätten und O'Neill bestätigt. Garshaw merkt an, dass sie dann auch Tok'ra seien – also Widerstand gegen Ra.

    Das Thema kommt auf, dass Jolinar auf Carter übergegangen und anschließend gestorben sei. Carter erklärt, dass es für Jolinar wohl eine Notsituation gewesen sei, doch die Tok'ra sind skeptisch und fragen sich, ob es nicht sein könne, ob Carter Jolinar getötet habe.

    Es kommt schließlich zu einem verbalen Konflikt, denn O'Neill misstraut den Tok'ra auch weiterhin, denn man sei bislang nur verhört worden, seit man hier sei. Die Tok'ra hätten schließlich tiefe Stimmen und leuchtende Augen und hätten wohl auch Symbionten in sich.

    Garshaw erklärt, dass die Tok'ra ihre Wirte nicht zwingen würden. Sie würden ausschließlich Freiwillige als Wirte nehmen, doch das Team hat Fragen, etwa, weshalb sich ein Mensch darauf einlassen sollte. Da meldet sich Yosuuf, die Wirtin von Garshaw zu Wort, die erklärt, dass sie schließlich das Wissen des Symbionten erhalte, die gesundheitlichen Vorteile und mehr. Die Symbiose würde den Wirt nicht unterdrücken und dessen Seele nicht zerstören.

    Yosuuf nimmt das Team mit in einen Raum, wo eine alte Frau liegt. Es handle sich um Selmak, einen angesehenen Tok'ra, dessen Wirtin, Saroosh, im Sterben liegt. Sie sei 203 Erdenjahre alt, doch nun würden der Wirt und der Symbiont sterben, obwohl der Symbiont durchaus noch länger leben könnte.

    Im Gespräch mit Yosuuf und Martouf erfährt das SG-1-Team, dass die Tok'ra auf den Sarkophag verzichten und deshalb nicht so alt werden, wie die Goa'uld. Martouf erklärt, dass sie befürchten, der Sarkophag könnte das Gute aus ihren Herzen löschen und Daniel bestätigt das, immerhin hat er selbst schon Erfahrung damit gemacht. Da die Tok'ra ihre Wirte nicht zwingen, Wirt zu werden, gehen ihnen auch irgendwann die Optionen aus und werden immer weniger, statt mehr.

    Die Tok'ra bieten an, dass jemand aus dem Team zum Wirt für Selmak wird, doch das Team lehnt ab. Carter nimmt die Sache sichtlich mit und sie verschwindet noch vor den anderen.

    Als die anderen aufholen, wirkt Garshaw von Belote irritiert und gereizt. Sie versteht nicht, weshalb man eine Allianz bilden wolle, wenn man keine Wirte stellen wolle. Sie könne sich nicht vorstellen, dass die Menschen nicht fortschrittlich genug wären, um wirklich etwas anbieten zu können. Das Team interveniert und Teal'c merkt an, dass zwei von ihnen immerhin zwei Goa'uld-Mutterschiffe ausgeschaltet hätten. Das macht die Situation nicht besser, denn die Tok'ra hätten Leute auf den Schiffen gehabt. Zu diesem Zeitpunkt schaltet sich erneut Yosuuf ein, die deutlich ruhiger reagiert. Sie schlägt vor, dass sie mit dem Rat der Tok'ra spricht.

    Martouf schlägt unterdessen vor, dass Carter mit ihm an die Oberfläche geht, damit sie reden können. Es kommt erneut zu einer Diskussion eskaliert erneut, doch Martouf besteht darauf, dass er nur mit Carter sprechen wolle, denn es ginge um Jolinar und das Gespräch sei privat.

    An der Oberfläche erklärt Martouf, dass Jolinar nicht männlich sondern weiblich gewesen sei. Das sei zwar nicht ganz korrekt, denn Symbionten hätten kein Geschlecht, doch Jolinar hätte immer einen weiblichen Wirt gehabt.

    Im weiteren Verlauf des Gesprächs kommt heraus, dass Jolinars Wirtin eine Beziehung mit Martouf gehabt hätte – und Jolinar mit Lantash, dem Symbionten von Martouf. Beinahe 100 Jahre seien sie Gefährten gewesen. Carter fragt, wie Jolinar – oder Rosha, die Wirtin – gewesen seien und Martouf schwärmt von ihr, bis er sagt, dass sie Carter sehr ähnlich gewesen sei und Carter deshalb eine würdige Wirtin für Selmak wäre. Carter kommt mit dem Gedanken allerdings nicht klar. Sie hätte noch mit den Erinnerungen von Jolinar zu kämpfen, da käme sie nicht mit dem Gedanken klar, wieder einen Symbionten in sich zu haben.

    Während ihres sehr privaten und emotionsgeladenen Gesprächs platzt Daniel mit einigen Tok'ra wachen in die Unterhaltung. Sie hätten eine Audienz beim Rat erhalten und O'Neill meinte, sie würde sicherlich gerne dabei sein wollen. Auf dem Weg zum Rat nimmt O'Neill eine Abzweigung und geht einem der Tok'ra nach. Er findet ihn in einer Kammer, wo dieser eine Kugel aus einer Schatulle nimmt. Nach einem kurzen Gespräch mit dem Tok'ra – Cordesh – schließt O'Neill zu den anderen auf.

    Der Rat tritt zusammen und zeigt sich zunächst wenig begeistert von einer Allianz. Das Team verhandelt und dann platzt Martouf rein. Im Schlepptau hat er das SG-3-Team. Garshaw ist erzürnt und will wissen, was der eigentliche Plan der Menschen ist. SG-3 erklärt, dass das Team geschickt wurde, um Carter abzuholen, da ihr Vater im Sterben liege. Die Tok'ra zeigen jedoch wenig Einsicht oder Mitgefühl. Die Menschen seien ein Risiko, deshalb würde man sie festhalten, bis man beschließe, an einem anderen Ort zu siedeln. O'Neill besteht darauf, zumindest Carter gehen zu lassen, doch die stelle das größte Risiko dar, so die Tok'ra.

  • Kritik

    Die Invasion zeigte ja bereits, dass Stargate Mehrteiler kann. Entsprechend konnte man dem Zweiteiler Die Tok’ra gespannt entgegenblicken, wenngleich der Titel einiges vorwegzunehmen scheint. Lässt die Invasion noch dahingehend Spielraum, wie sich diese Invasion ausgestaltet und was im Rahmen dieser Invasion geschieht, scheint sich durch die vorangegangene Episode, in der Carter einen Tok’ra in sich trug, die Richtung schon deutlich vorgegeben zu sein.

    Da die Tok’ra bereits zu Beginn von Stargate SG-1 Staffel 2 genannt wurden, zeigt sich hier ein weiteres Mal, dass die Serie aus weit mehr als nur Planeten der Woche-Episoden besteht – in der zweiten Season sogar deutlicher als noch zuvor. Dennoch – und so bedeutend der Zweiteiler für den weiteren Verlauf der Serie ist – sind einige Momente durchaus vorhersehbar.

    Wie schon die Folge Freund oder Feind konzentriert sich Die Tok’ra insbesondere im ersten Teil auf Sam Carter, die ja hier zumindest in gewisser Weise auf ihre Erfahrung setzen kann. Dass insbesondere zu Beginn der Kontaktaufnahme vor allem O’Neill zur Vorsicht rät und zu jedem Argument ein Gegenargument hat, ist vorprogrammiert. Da Carter auf Daniels und Teal’cs Unterstützung setzen kann und das Team in dieser Situation ohnehin nicht viele Optionen hat, gibt sich O’Neill geschlagen.

    Auch die Gespräche zwischen SG-1 und den Tok’ra stellen keine große Überraschung dar. Viel überraschender ist zunächst, dass die Probleme zwischen Carter und ihrem Vater nochmal aufs Tablett gebracht werden. Jacob Carter lernten wir vor wenigen Folgen kennen und erfuhren auch, dass Hammond diesen sehr gut kennt. Entsprechend zeigt sich Hammond in dieser Folge vor allem von seiner menschlichen Seite, als er mit Sam Carter über diese Privatangelegenheit spricht, statt nur den Vorgesetzten zu geben.

    Außerdem kann man diese Folge in Sachen Weltenbau genießen. Mit den Tok’ra, so wird recht schnell klar, baut Stargate seine Mythologie weiter aus und geht bei den Goa’uld – dem bisherigen Trend in Staffel 2 treu bleibend – mehr in die Tiefe. Längst geht es nicht mehr darum, dass sich die Menschen auf der Erde gegen die übermächtigen Goa’uld. Es zeigt sich nun deutlicher, welch eine Gefahr die Goa’uld für die gesamte Galaxis sind und wie die Abläufe auf Seiten der Goa’uld funktionieren und sich die Bewohner der Galaxis gegen diese erbarmungslosen Herrscher zur Wehr setzen. Plötzlich ist aufgrund der Tok’ra nicht mehr nur die Rede von einem Widerstand, sondern auch von verdeckten Operationen, mit denen man sich erhofft, die Macht der Goa’uld zu untergraben.

    Auch die Herausarbeitung der Unterschiede zwischen Goa’uld und Tok’ra und die Nennung des Sarkophags, dessen Auswirkungen zum Beispiel Daniel am eigenen Leib erfuhr, ist in dieser Folge sehr schön zu sehen, was ein weiteres Puzzle-Teil im Gesamtbild der Bedeutung dieser Episode für das gesamte Stargate-Universum veranschaulicht.

  • Fazit

    Die Tok'ra Teil 1 trägt massiv zur Expansion der Mythologie und zum Weltenbau bei, da hier viel Hintergrundwissen zu den Tok'ra und den Goa'uld geliefert wird. Allerdings ist die Folge für sich genommen noch nicht der ganz große Wurf. Man muss sie dazu schon im Kontext mit der zweiten Episode betrachten.

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