Der Sarkophag

Need

Ausstrahlung erste Episode: 24.07.1998
Ausstrahlung erste Episode DE: 08.09.1999
Regie: David Warry-Smith
Drehbuch: Robert C. Cooper & Damian Kindler, Teleplay by: Robert C. Cooper
SGP Bewertung:
Fan Bewertung:



  • Zusammenfassung

    Daniel wird auf einem Planeten vom Sarkophag abhängig gemacht und vergisst dabei beinahe den Rest seines Teams, das in der Naquadah-Mine bis zur Erschöpfung arbeiten müssen. Er selbst merkt nicht, welche Auswirkungen der Sarkophag auf seinen Charakter macht.

  • Inhalt

    Das SG-1-Team befindet sich auf einem Planeten und beobachtet, wie Goa'uld einen Transport durch das Stargate durchführen. Teal'c erklärt, dass es sich dabei um Naquadah handelt, das höchste Gut der Goa'uld. Das Team bewegt sich weiter voran und erkennt eine Goa'uld-Basis und eine Mine. Als Daniel eine Frau sieht, entfernt er sich vom Team und folgt ihr. Das Team rückt nach. Als es erkennt, dass sich die Frau von einer Klippe in den Tod stürzen möchte, eilt Daniel zu Hilfe und rettet sie. Noch bevor das Team einschreiten kann, wird er von Jaffa festgesetzt und auch das Team wird von Jaffa umzingelt. Diese fordern, dass Daniel die Hände von der Prinzessin nimmt.

    Die Wachen führen das Team vor Pyrus den Gottestöter, der erfahren möchte, wer sie sind. Er wirft Daniel vor, seine Tochter angegriffen zu haben, doch Daniel leugnet und fordert sie auf, die Wahrheit zu sagen. Doch sie schweigt.

    Da er dem Team nicht abkauft, von keinem Goa'uld geschickt worden zu sein, schickt er das Team in die Minen. Dort werden die Erdlinge zum Arbeiten eingeteilt. Bei einer Unterhaltung präsentiert Carter O'Neill ihre Theorie. Pyrus sei kein Goa'uld. Da wäre zum einen seine untypische Stimme. Zum anderen hätte sie es auf irgendeine Weise gefühlt. Auch die Jaffa seien keine echten Jaffa. Seit sie den Goa'uld in sich gehabt hätte, würde sie so etwas wahrnehmen. Auch bei Teal'c würde sie das spüren.

    O'Neill meint scherzhaft, in der Gegenwart von Teal'c hätte jeder ein komisches Gefühl, doch Teal'c stimmt Carter zu. Der Herrscher auf diesem Planeten sei kein Goa'uld.

    Als es in der Mine zum Schichtwechsel kommt, ergreift das Team seine Chance und lehnt sich gegen die Wachen auf. Bei der Flucht geschieht allerdings ein Unglück und Daniel wird verschüttet. O'Neill schickt Teal'c und Carter weg, doch die Wachen setzen das Team fest.

    Kurz später sieht man Pyrus und seine Tochter und die Prinzessin erklärt ihrem Vater, sie müsste eines Tages die Entscheidungen treffen, die nun er trifft. Er erinnert sie dabei daran an die Bedeutung für Naquadah für ihr Volk und sie antwortet, dass sie sich dieser bewusst wäre. Doch er solle ihr Vertrauen schenken. Daraufhin tritt die Prinzessin an eine Kontrolltafel und ein Sarkophag kommt zum Vorschein, aus dem Daniel steigt. Er versteht zunächst nicht, was geschehen ist. Die Prinzessin stellt sich als Shyla vor und erklärt ihm, dass er verletzt worden wäre und er nun geheilt wäre, während seine Freunde wieder in den Minen arbeiten würden. Sie bittet ihn um Verzeihung, dass sie ihrem Vater nicht die Wahrheit über ihre erste Begegnung erzählt hätte, aber er würde nicht verstehen.

    Bei einem Spaziergang durch den Wald erklärt Shyla Daniel, dass ihr Vater weiterhin glaube, dass das Team sie ausbeuten und bestehlen wolle. Sie müssten ihn davon überzeugen, dass dem nicht soweit wäre. Im Verlauf des Gesprächs wird deutlich, dass Shyla Daniel zum Mann nehmen wolle, da ihre Mutter ihr einen außergewöhnlichen Mann vorhergesehen hätte.

    Kurz darauf erscheint Daniel in der Mine und trifft das Team. Er erklärt den anderen, was er in Erfahrung gebracht hat und O'Neill fordert, dass Daniel sie aus der Mine holt. Doch Daniel erklärt, dass dies dauern wird, weil er erst das Vertrauen von Pyrus erlangen müsse.

    Am Abend sitzt Daniel beim Essen mit Pyrus und Shyla zusammen. Pyrus erzählt, dass er den Goa'uld getötet hätte, der auf diesem Planeten geherrscht hätte. Dies sei 700 Jahre her. Der Sarkophag hätte ihn so lange am Leben erhalten, schlussfolgert Daniel, woraufhin ihm Shyla erklärt, nicht so alt zu sein wie Pyrus. Es hätte keinen Grund gegeben, ihr Leben zu verlängern.

    Daniel wird klar, dass die Bewohner des Planeten eine Show abziehen und das Naquadah durch das Stargate schicken, weil dies der Goa'uld immer getan hätte. So würden sie den Eindruck erwecken, dieser wäre weiterhin an der Macht. Pyrus hat genug davon, dass Daniel dieses Verhalten anprangert und als dieser fordert, dass seine Freunde freigelassen werden, befiehlt Pryus, das Team zu töten. Shyla besteht darauf, dass er gesagt habe, dass er versprochen hätte, sie lebenslang in der Mine arbeiten zu lassen, als Bestrafung für ihren Fluchtversuch.

    Daniel verhandelt anschließend weiter mit Shyla darum, dass das Team freigelassen wird. Sie drängt weiter auf Geduld und Daniel schließt daraus, dass sie nur mehr Zeit mit ihm verbringen wolle. Er verspricht ihr, zu bleiben und sie besser kennenzulernen, wenn das Team gehen dürfe, doch das einzige, was sie tut ist, ihn erneut in den Sarkophag zu schicken.

    Im SGC kommt eine Übertragung von Daniel an, der kurz mitteilt, dass es noch dauere, um die Situation diplomatisch zu lösen.

    Einige Tage später taucht Daniel wieder in der Mine auf und O'Neill ist stinksauer. Daniel redet wieder nur um den heißen Brei herum, fordert mehr Zeit ein und erklärt, dass er entdeckt hätte, welche großartige Wirkung der Sarkophag auf einen gesunden Menschen hat. Dem Team wird klar, wie stark sich Daniel verändert und kurz darauf rastet dieser aus und es wird klar, wie stark der Sarkophag seinen Charakter verändert.

    In einem Gespräch zwischen Daniel und Shyla wird noch deutlicher, wie stark er sich verändert hat und die beiden reden nicht nur über ihre Beziehung und ihre bevorstehende Hochzeit, sondern auch darüber, dass Shylas Vater nicht mehr so gut heilt, wie er es einst tat. Entsprechend gehe es ihm trotz des Sarkophags immer schlechter.

    In der Mine versuchen O'Neill, Carter und Teal'c zu überleben. Carter ist während einer Arbeitspause kurz weggedöst und schreckt auf, als O'Neill sie antippt. Sie schreit, dass sie den Sarkophag nicht benutzen würden und als sie vollends zu sich kommt, erklärt sie gegenüber O'Neill, dass sie fortwährend an Jolinar denken müsse, der ihr vermitteln wolle, wie gefährlich der Sarkophag wäre. Sie redet von Kalash und, dass dies von dem Sarkophag aufgezehrt würde. Sie fragt Teal'c, was das Wort bedeute und er löst auf, dass es sich dabei um die Seele handle.

    O'Neill verlangt daraufhin, mit Daniel sprechen zu dürfen. Er versucht Daniel zu erklären, was der Sarkophag anrichte. Daniel ist völlig überdreht und erklärt O'Neill, dass sie am nächsten Tag zur Erde zurückkehren würden. Er hätte Shyla gesagt, er würde sie heiraten und müsse vorher auf seinem Planeten noch einige Dinge erledigen. Dazu müsste das Team mit nach Hause kehren.

    Shyla wird unterdessen von ihrem Vater gewarnt, dass das SG-1-Team nicht sei, was es vorgebe zu sein. Er geht erneut in den Sarkophag und Shyla verabschiedet das Team am Stargate. Das Team geht und O'Neill erstattet auf dem Weg zur Dusche Hammond quasi im Vorbeigehen Bericht über das Vorgefallene. Die Untersuchung im SGC ergibt, dass die Endorphin-Werte Daniels enorm hoch wären. Carter weißt ihn darauf hin, dass Daniel Entzugserscheinungen habe und er sich völlig verändert hätte. Erneut rastet Daniel aus und verschwindet.

    Carter erstattet Hammond Bericht und prompt schlägt Daniel auf, der Hammond die Kündigung auf den Tisch knallt. Er bittet darum, nach P3R-636 zurückkehren zu dürfen und schon bricht er zusammen. Auf der Krankenstation hat Daniel Wahnvorstellungen und Entzugserscheinungen. Dr. Fraiser warnt, dass sich Daniels Zellen verändert hätten und Teal'c weiß, dass der Sarkophag das einzige wäre, was ihn retten könne. Man entscheidet sich jedoch dagegen, ihn zurückzubringen und seine Werte stabilisieren sich allmählich.

    Als Fraiser ein weiteres Mal nach ihm sieht, überwältigt er sie und prügelt eine Wache nieder. O'Neill löst Alarm aus und verfolgt Daniel. In einem Lagerraum kommt es zum Showdown zwischen O'Neill und Daniel. Letzterer ist sich sicher, dass man ihn umbringen wolle und faselt davon, dass er unbedingt zurück auf den Planeten müsse. Daniel hat einen Nervenzusammenbruch, O'Neill kann ihn jedoch davor bewahren, weiteren Schaden anzurichten oder gar jemanden zu töten.

    Tage später hat sich Daniel erholt. Als O'Neill, Carter und Teal'c mit Hammond über eine bevorstehende Mission sprechen, mischt sich Daniel ein. Nun klar bei verstand schlägt er vor, nach P3R-636 zurückzukehren, um die Leute aus der Mine zu befreien und Alternativen zu bieten. Carter unterstützt Daniel bei dem Vorschlag und erklärt, wie wichtig das Naquadah sein könne. Auch O'Neill unterstützt nach Carters Vorpreschen Daniels Vorschlag und bittet darum, Daniel wieder ins Team aufzunehmen.

    Das Team kehrt auf den Planeten zurück und Daniel geht zu Shyla, die nun den Tod ihres Vaters betrauert. Er glaubt daran, dass sie ihr Volk anführen kann, jedoch solle sie dabei auf den Sarkophag verzichten. Sie nimmt eine Stabwaffe und zerstört den Sarkophag.

  • Kritik

    Der Sarkophag ist eine der Episoden, bei denen man sich zunächst fragt, ob sie für die Handlung wirklich dringend benötigt werden. Dann muss man aber auch daran denken, dass die Folge in einer der frühen Staffeln der Serie angesiedelt ist, die noch stark an dem Planet-der-Woche-Konzept kleben. Unter diesem Aspekt betrachtet liefert die Folge dann doch deutlich mehr als sie zunächst erahnen lässt. 

    Oberflächlich betrachtet handelt die Folge davon, dass sich Daniel gegen das Team wendet. Viel Klischee schwingt hier natürlich ebenfalls mit, denn die Prinzessin hat sich in ihn verguckt und möchte ihn als Gatten an ihrer Seite wissen. Da wird es manch einem dann vielleicht doch etwas zu schnulzig. Das Team wird derweil für den Fluchtversuch, bei dem Daniel fast ums Leben kam, bestraft und in die Minen geschickt wird. Während sich das Team allmählich zu Tode schuftet, lebt Daniel ein traumhaftes Leben.

    Doch die Stargate-Episode Der Sarkophag bietet weitaus spannendere Aspekte als diese eher oberflächliche Geschichte. Eingebettet in das stetig wachsende Stargate-Universum bietet die Folge einen weiteren Einblick in das Leben eines Volkes, das unter der Herrschaft der Goa'uld leidet und wie dieses Volk mit dieser Schreckensherrschaft umging. So erfährt der Zuschauer zum einen, dass es jemand gewagt hat, sich gegen den herrschenden Goa'uld aufzulehnen und diesen zu töten. Zum anderen sieht das Publikum aber auch, wie das Volk gelernt hat, zu überleben: Es hat sich eine Strategie zu eigen gemacht, die von der Täuschung lebt. Indem alle Traditionen beibehalten wurden und Pyrus vorgibt, ein Goa'uld zu sein, können die Bewohner des Planeten relativ unbesorgt ihrem Alltag nachgehen. 

    Durch diese Offenbarung wird ein weiteres Mal gezeigt, welche Schrecken die Goa'uld in der Galaxis verbreiten und wie sehr die Völker unter ihnen leiden. Das Universum reichern solche "Details" erheblich an. 

    Doch damit nicht genug. Die Episode löst auch eine interessante Debatte zum Thema Sarkophag aus. Je häufiger Daniel den Sarkophag nutzt, desto egoistischer, selbstverliebter und abgedrehter wird er, teilweise sogar durch und durch böse. Es wird die Theorie in den Raum gestellt, dass das es ist, was die Goa'uld so böse macht. Nun kann diskutiert werden, ob die Goa'uld von Haus aus böse sind und der Sarkophag dies vielleicht nur verstärkt, oder ob die Goa'uld vielleicht Opfer ihrer eigenen Technologie wurden und der Sarkophag es ist, das sie zu den Monstern macht, die sie wurden. 

    Ja, philosophischer wird es dann auch nicht mehr in der Folge. Wobei man natürlich anmerken muss, dass Michael Shanks den vom Sarkophag abhängigen Daniel auch hier schon sehr gut spielte, wenngleich seine Leistung hier nicht ganz mit der in Episoden wie Besessen oder Das Rettungsboot mithalten kann.  

  • Fazit

    Der Sarkophag mag keine herausragende Episode sein. Dies ist vor allem der kitschigen und aufgezwungenen Romanze zwischen der Prinzessin und Daniel geschuldet. Doch ganz so schlecht wie ihr Ruf ist die Folge dann auch wieder nicht. Spannende Fragen, die den Sarkophag umgeben, lassen dann doch eine Weile grübeln.

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