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Interviews

Robert Duncan im SG-P -ExklusivInterview
04 / 2014

Wer erinnert sich nicht an ihn? Den Goa'uld Seth. Er erschien nur in einer einzigen Folge, doch trotzdem ist er vielen im Gedächtnis geblieben. Der Schauspieler hinter dem Charakter ist Robert Duncan. Dieser verkörperte zuvor ebenfalls Daniel Jacksons Vater Melburn in der Folge "The Gamekeeper".

Außerdem ist er im Bereich der Animationsfilme tätig und konzentriert sich derzeit auf animierte Projekte.

An der Chevron 8.1 nahm sich Robert Duncan Zeit, uns von Stargate-Project.de einige Fragen zu beantworten.

Interview geführt von: Yvonne Sälzle (RodneysGirl)
Übersetzung von: Nicole Sälzle (shadow-of-atlantis)
Event-Fotos: Yvonne Sälzle (RodneysGirl) & Nicole Sälzle (shadow-of-atlantis)


Robert Duncan

Robert Duncan wurde in Buffalo, New York, USA geboren, wuchs allerdings in Kanada auf.
Aufgrund einer Empfehlung besuchte er eine Schauspielschule in New York City, wo er Unterricht bekam.
Als Zweitbesetzung für John Malkovich spielte er erfolgreich in der Aufführung von „Burn This“. Daraufhin reiste er wegen zahlreicher Aufträge durch ganz Nordamerika und gewann für seine Performance in „Judevine“ einen Los Angeles Critics Best Actor Award.

Neben der Bühnenarbeit hatte er auch einige wenige Auftritte in Film und Fernsehen, darunter in "Viper" und "Dead Man’s Gun".
In "Stargate SG-1" spielte er sowohl den Goa'uld Seth als auch den Charakter Melburn Jackson.

Deutsch

Stargate-Project.de: Wie geht es dir und wie gefällt dir die Convention?

Robert Duncan: Es ist cool. Das ist die allererste Convention, auf der ich bin und sie ist wirklich cool. Es ist cool, sie ist gut organisiert und die Fans hier bilden eine sehr starke Basis. Ihnen bedeutet die Serie sehr viel und dennoch haben sie auch Humor, bedenkt man, dass einige Dinge, die ich gesagt habe, nicht ganz so ideal waren. Es ist wirklich sehr cool hier.


SG-P: Also würdest du auch weitere Conventions besuchen?

Robert: Oh ja, definitiv. Ich denke, ohne die Fans gäbe es keine Serie und auf diesem Weg kann man sich unterhalten, was wirklich genial ist. Wobei es natürlich schön wäre, wenn die Serie zurückkehrt.


SG-P: Du warst vor so vielen Jahren bei „Stargate“ dabei und jetzt bist du hier auf dieser Convention. Wie ist das für dich?

Robert: Es kam tatsächlich etwas überraschend, denn [meine Zeit bei “Stargate”] fühlt sich an, als wäre sie in einem anderen Leben gewesen. Aber es macht sehr viel Spaß. Ich erinnere mich wieder an einige sehr schöne Dinge und die anderen Schauspieler zu treffen ist einfach toll. Eine andere Sache ist, dass ich damals in Vancouver war, um zu drehen – ich bin Kanadier, lebe jetzt aber in den USA. Daher kehren auch viele Erinnerungen an meine Zeit in Vancouver zurück, was natürlich gut ist. Zugleich tauche ich wieder ein wenig in die Mythologie ein. Es ist also eine durchaus positive Erfahrung.


SG-P: Wusstest du schon vor deinen Auftritten von “Stargate”? Oder hast du viel Recherche betrieben?

Robert: Ich wusste von der Serie, aber ich war kein großer Fan dahingehend, dass ich es regelmäßig geschaut hätte. Aber ich kannte es und ja, wenn man eine Rolle bekommt, dann betreibt man natürlich auch Recherche in Richtung „Wo ist mein Charakter angesiedelt?“ und all diese Begriffe wie Goa’uld. Was ist ein Goa’Uld? Ich musste für meinen Charakter einiges lernen, wie zum Beispiel die Situation in der er sich [in der Serie] befindet. In diesem Fall war ich ein sehr böser Charakter. Eine böse Energie. Ich musste das also verstehen, um die Rolle zu spielen.


SG-P: Was hat dir daran gefallen, Seth zu spielen und was hat dir daran gefallen, Melburn Jackson zu spielen?

Robert: Melburn war ein simpler Part und es war genial diese Art Hippy mit seinem engen, gefärbten T-Shirt und der Brille zu spielen. Ich wollte anfangs die Brille nicht tragen, weil ich sehr eitel bin, aber als ich das Ergebnis dann sah, dachte ich: „Das schaut wirklich cool aus. Ich sehe echt aus wie sein [Daniel Jacksons] Vater aus den 60ern“. Es war toll, diese Rolle zu spielen, eine kleine, aber tolle Rolle.

Jemanden wie Seth zu spielen ist manchmal spannender, weil die bösen Jungs oftmals sehr viel Spaß machen zu spielen. Ständig wütend zu sein, sehr mächtig zu sein. Seth hat mir etwas mehr Spaß gemacht – und mehr mit der Science Fiction zu tun zu haben, das Schießen, Töten und erschossen zu werden. Es war ein Stuntman vor Ort, den man dann gegen die Wand schleuderte, als Seth getötet wurde und sie bauten diese Art erhöhte Plattform mit einer Falltür und ich lag auf dieser, als ich erschossen und in den Boden gedrückt wurde. Man griff auf diesen typischen, altbewährten Special Effect zurück. Es war so cool mit all diesen Elementen zu arbeiten und natürlich auch mit Richard Dean Anderson zu arbeiten. Ich konnte mit dem ganzen Cast ein wenig zusammenarbeiten. Schließlich bringe ich sie ins Spiel, will sie alle töten. Leider gewinnen sie, aber so läuft es nun mal immer.


SG-P: Wärst du also gerne öfter dabei gewesen?

Robert: Oh ja, natürlich. Jeder Schauspieler möchte mehr Auftritte.


SG-P: Haben sie dir vorher von den glühenden Augen und der dunklen Stimme erzählt?

Robert: Ich wusste von der Stimme und eigentlich, als wir drehten, versuchte ich, meine Stimme tiefer zu machen, als sie eigentlich ist, so dass sie ihren kleinen Trick nicht anwenden müssten. Aber sie haben es dennoch getan. Und was die Augen anging, so hatten sie es mir beim Dreh der Szene gesagt – das war, als ich es erfahren hatte. Sie sagten mir, ich müsse sehr ruhig stehen bleiben, damit die CGI-Leute den Effekt anwenden könnten. Wenn ich mich zu sehr bewegt hätte, wäre es ihnen nicht möglich gewesen, die glühenden Augen einzufügen. Ich fragte damals: „Ihr tut also was?” Und sie sagten mir: "Ja, wenn die Goa’uld wütend werden, dann glühen ihre Augen.” Ich meinte dann nur: „Okay, okay, ich hab’s verstanden.”


SG-P: Gibt es einen besonderen Moment vom “Stargate”-Dreh, den du gerne mit uns teilen möchtest?

Robert: Die Kamera war auf sie [die SG-1-Hauptdarsteller] gerichtet, dann auf mich. Und immer, wenn sie Close-up-Aufnahmen von mir machten und ich gegenüber Richard Dean Anderson und den anderen wütend sein sollte, dann zog Richard Dean Anderson Grimassen und versuchte, mich zum Lachen zu bringen. Und es ist eben so, dass er der Chef ist und man natürlich nicht weiß, soll man nun lachen oder nicht. Also haben wir so weitergemacht und ich sollte wütend sein. Ich war deshalb tatsächlich wütend, also war es eigentlich gut. Aber ja, es war sehr schön mit diesen Leuten zusammenzuarbeiten. Sie sind sehr cool.


SG-P: Wenn es ein echtes “Stargate” gäbe, wo würdest du hinreisen wollen?

Robert: Paris. Nein. In Irgendeine andere Dimension, die wir bislang so noch nicht erlebt haben. Das ist ein Thema, das heutzutage mehr und mehr aufkommt, weil [die Forschung] vermehrt über Wissenschaft im Zusammenhang mit alternativen Realitäten wie der vierten Dimension philosophiert. Wissenschaftler versuchen all dies nun zu beweisen. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten, die wir [bislang] nicht sehen können, die ich nicht sehen kann. Das Stargate in der Serie war seiner Zeit weit voraus. Jetzt versuchen Technologie und Wissenschaft das zum Laufen zu bringen [,was wir in der Serie sahen]. Wer weiß, was passiert. Ich weiß es nicht. Es handelt sich um Dinge, die wir uns nicht vorstellen können. Es geht darum, was sich die Menschen immer vorstellen, über Leute, die auf die Erde kommen: „Okay, lasst uns etwas anderes machen. Bringt uns irgendwo hin.“


SG-P: Was gefällt dir an der Science Fiction im Allgemeinen?

Robert: Diese Serie ist großartig, weil sie die Mythologie zu nutzen weiß und so schafft man eine Basis aus dem Erzählen einer mythologischen Geschichte mit einem modernen Twist in Richtung Wissenschaft und Technologie. Das ist es, was mir an der Science Fiction gefällt. Realismus kann manchmal etwas langweilig sein oder wir haben es bereits schon mal gesehen. Aber die Science Fiction bietet so viele kreative Möglichkeiten. Es gefällt mir, dass man sich über die gewöhnlichen Möglichkeiten hinauswagen und seine Vorstellungskraft einsetzen kann.


SG-P: Welches sind deine aktuellen und kommenden Projekte?

Robert: Ich arbeite an einem Theaterstück in Los Angeles. Es ist ein neues Stück und sobald ich zurück bin, beginnen wir mit den Proben. Ich habe ebenso einen Pilotfilm für eine Animationsserie für Kinder entwickelt, der Kindern zeigt, wie man chinesische Zeichen schreibt. Damit haben wir in verschiedenen Ländern einige Preise gewonnen und ich konnte viel mit Leuten aus großen chinesischen Unternehmen zusammenarbeiten. Aktuell bin ich der kreative Produzent für einen Animationsfilm in einer chinesischen Firma. Ich arbeite sehr viel im Bereich Animation und diese Unternehmen sind auf der Suche nach Kreativen aus den USA, wie Autoren, Designern, etc., und in diesem Bereich arbeite ich derzeit sehr viel.

Ich unterrichte ebenso am California Institute of the Arts, das von Walt Disney gegründet wurde. Hier unterrichte ich im Bereich Animation, unterrichte Schauspiel. Das ist also ein anderer Teil meiner Welt, die Animation. Ich arbeite also an einigen verschiedenen Dingen.


SG-P: Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast.

Robert: Gerne, vielen Dank.

Englisch

Stargate-Project.de: How are you today and what do you think about the convention?
 

Robert Duncan: It is cool. It is the very first one I have ever done and it is really cool and it is very cool, very organized and the fans are very strong fans, they are very serious about the show. Yet they have a sense of humor because I am not perfect about some of the things I have said. It is very, very cool.


SG-P: So would you like to do more conventions?

Robert: Oh yes definitively. I mean without the fans there is no show and so we are able to communicate with them is very, very cool. It would be nice if the show came back.


SG-P: What is it like for you… You were on the show many years ago and now you do this convention. What does it feel like for you?

Robert: It is kind of a surprise, because it is like another lifetime. But it has been also fun. It brought me back to very good feelings and meeting the other actors and another part is, that I was in Vancouver for the show, because I am Canadian, but now I live in the US. So it brought back my time in Vancouver which was very good. And it maybe kind of refreshed some of the elements of the mythology. So it is a very positive feeling.


SG-P: Did you know about “Stargate” before you got the role? Did you research on the show?

Robert: I knew about it but I wasn’t a huge fan like I didn’t watch a lot of it. But I knew about it and yes when you get the role you begin to research like where is my character and what are these terms. Like Goa’uld. What is a Goa’uld. I had to learn what I need to know for my character, like what is its position. In this case I am a very bad person. A bad energy. So I needed to understand that to do the part.


SG-P: What did you like about playing Seth and what did you like about Melburn Jackson?

Robert: Melburn was a very easy role and it was kind of cool to do a kind of hippie and have a tight dyed t-shirt and glasses. I didn’t want to wear the glasses because I am very vain but when I saw it I thought, that looks very cool. I do look like his father from the 1960s. It was cool to do it. Very nice little part.

But playing somebody like Seth is sometimes more interesting because the bad guys are kind of fun to play. Kind of angry all the time, very powerful. Seth was a little more fun for me and just working a little bit with the science fiction like the shooting and killing and being killed. There was a stunt man who had to get thrown against the cave walls when I was killed and then they built a raised platform with a trap door and I am laying on it and I am shot into the ground and so doing this little old fashioned special effects. So it was cool working with all those different elements and those things and working with RDA. I got to work a little with all of them. I bring them all in and want to kill them. Unfortunately they win but that is the way it goes.


SG-P: So would you have liked to have more appearances on that show?

Robert: Oh yes, of course. Every actor wants to have more appearances.


SG-P: Did they tell you before that you would have the glowing eyes and the low voice?

Robert: The voice I knew and actually when I was working on the show I kept trying to make my voice really low, so they wouldn’t do that and keep my voice. But they didn’t do that and did their tweak. And the eyes they told me when we were shooting the scene itself – that’s when I learned - because it had to be very still so that the CG guy could add the effect. Because if I was moving too much they wouldn’t be able to do it. So I was like: You gonna do what? And they were like: Yes, when the Goa’uld gets very angry, his eyes glow. – Okay, okay, I got it.


SG-P: Do you have a very memorable moment from shooting your episodes of “Stargate” that you would like to share with us?

Robert: When the camera shoots them and then they are shooting me and then they do the close-up and I am kind of being angry at RDA and everybody. But he kept making faces and make me laugh and you know he is the boss so you are not sure what to do. So we kept doing it over and I was supposed to be angry. But it was making me angry, so actually it was okay. But yes they were just cool, cool people to work with.


SG-P: If there was a real Stargate, where should it take you to?

Robert: Paris. No. Any other dimension that we haven’t experienced at all. It is a subject that is coming up more and more now because they keep talking about the science of alternate reality of fourth dimension. Scientists are really trying to prove all of this now. So it opens up the whole idea that we can’t see, what I can’t see. The Stargate in that story was ahead of its time. So now the technology and scientists try to make it work. Who knows. But I don’t know. It is one of those places we can’t imagine. I’ll go. That is what people always talk about, people coming down to Earth and go like “Oh good, let’s do something different. Take us somewhere.”


SG-P: What do you like about science fiction in general?

Robert: This show is great because they are using mythology and so the basis of mythological storytelling with a modern spin of science and technology. That is what I like about science fiction. Sometimes realism gets a little boring or we have already seen it. But science fiction has so many creative possibilities. That is what I like that you can stretch the usual and use your imagination.


SG-P: And which are your current and upcoming projects?

Robert: I am working on a play in Los Angeles. It is a new play. We start rehearsals when I come back. I have also created a pilot for a children’s animation tv show that teaches the written Chinese characters and we won many awards in different countries so from that I met some people in China from very big companies. And right now I am the creative producer for a feature animated film in a Chinese company. I work a lot in animation as well and they want some talent from the US like writers and designers and I do a lot of that right now.

And I also teach at the California Institute of the Arts which was started by Walt Disney and teach in the animation department, teach acting. So this is another part of my world, the animation. So I got a lot of different things going on.


SG-P: Thanks for taking time.

Robert: Thank you, my pleasure.

 

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