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Interviews

Rainbow Sun Francks im SG-P -ExklusivInterview
11 / 2007

Stargate-Project bekam während der "Battlestar Atlantia", einer deutsche WolfEvents Convention im Januar 2006, die Chance, mit "Stargate Atlantis" Schauspieler Rainbow Sun Francks zu sprechen. Hier ist die deutche Übersetzung des englischen Interviews.

Interview geführt von: Claudia Wolff, Marion Klocke & René Kissien


Rainbow Sun Francks

Rainbow Sun Francks wurde am 03.12.1979 in Toronto, Kanada geboren.
Er ist der Sohn des bekannten Künstlers Don Francks. Seine Mutter gehört dem Stamm der Cree an, deshalb trägt er, ebenso wie seine Schwester, auch einen Cree-Namen.

Rainbow Sun Francks ist nicht nur Schauspieler, sondern auch Sänger und unter dem Künstlernamen 'Sny-Whip' Mitglied in der Rapgruppe "The Oddities". Er war auch schon als VJ tätig.

In "Stargate: Atlantis" spielte er Lt. Aiden Ford und gehörte während der ersten Staffel zum Maincast. Um den Handlungsbogen um seinen Charakter abzuschließen, kehrte er für einige Folgen in Staffel 2 zurück. Außerdem hatte er einen kurzen Cameo-Auftritt in der Staffel-5-Episode "Such- und Rettungsaktion".

Danach zählte er von der zweiten bis zur finalen fünften Staffel von "The Listener", einer in Toronto gedrehten Serie, zu deren Maincast.

Deutsch

Stargate-Project.de: Dein Name klingt indianisch. Wie ist Deine Beziehung zu den Native Americans?

Rainbow Sun Francks: Eine sehr gute Frage. Meine Familie lebte in einem Indianer-Reservat in Kanada. Meine Schwester bekam den Namen Cree Summer (Cree Sommer), nach dem Stamm der Cree, und ich bekam den Namen Rainbow Sun (Regenbogen Sonne). Es ist ein seltener Name. Das war einer der Gründe, warum ich diesen Namen bekam. Mein Vater erzählte mir auch, daß ein Regenbogen am Himmel war als er zu meiner Mutter ging, um mich das erste Mal auf den Arm zu nehmen. Ich bin mir nicht sicher, ob das wahr ist.


SG-P: Rainbow Sun klingt sehr positiv. Hatte Dein Name eine positive Wirkung auf Dich?

Rainbow: Sag Du es mir: Hat es seine positive Wirkung? ~ Ich denke schon, es gibt eine Menge positive Dinge, die mit diesem Namen zusammenhängen. Ich meine, als Schauspieler mußte ich meinen Namen nicht erst in etwas Merkwürdiges ändern, damit sich die Leute an mich erinnern; ich hatte schon diesen [Erinnerungswert]. Mein Vater hat ihn mir gegeben. Das ist also eine der [positiven] Sachen, und solange ich einen guten Eindruck hinterlasse, wirst Du mich nie vergessen, wenn Du mich mit meinem Namen Rainbow Sun getroffen hast. Natürlich als Kind ist es schon hart, aber sowie Du erwachsen bist, ist es sehr schön.


SG-P: Aber Regenbogen und Sonne klingt doch für jeden positiv, oder?

Rainbow: Ja, aber Du kannst keinen Regenbogen ohne Sonne haben, und der Regen ist schon dabei. Ja, mein Vater gab mir diesen Namen, weil er positiv klingt. Er nannte etwas Positives und hoffentlich erfüllte es sich. ~ Wenn ich ein Serienmörder und mein Name Rainbow wäre, wäre das schon irgendwie merkwürdig.


SG-P: Was denkst Du, wie die weiße Mehrheit in Amerika die “Indianer“ behandelt? RSF: Was ich denke? Ich denke sie behandeln sie überhaupt nicht. Ich weiß nicht, das ist eine wirklich schwere Frage. Wie sie die Natives behandeln? ~ Nun, geh in die U.S.A. oder nach Australien, jeder wird schlecht behandelt. Ich meine, alles ist ihnen genommen worden.

Rainbow: Eine Freundin von mir z.B. ist zu einem Achtel Cherokee, hat studiert und hat trotzdem riesige Probleme, auch nur irgendeinen Job zu bekommen. RSF: Okay, und das ist nur 1/8. Nun stell Dir vor, Du bist ein Vollblut. ~ Diese Frage ist wirklich schwer zu beantworten, ohne in große Schwierigkeiten zu geraten. Wie wird jeder behandelt? Ich denke, niemand auf dieser Welt behandelt andere Menschen mit dem nötigen Respekt, ohne Rücksicht auf die Rasse, ob man ein Native American ist oder sonst irgendetwas. Ich denke, wir müssen daran erst mal etwas ändern. Wenn wir das änderten, müßten wir uns um die speziellen Dinge keine Gedanken mehr machen. Es geht um nichts Spezielles, sondern jeder Mensch sollte sich um jeden Mitmenschen auf dieser Erde kümmern. Wir können zwar sagen, daß die Natives schlecht behandelt werden, aber wir können das genauso gut über die Leute sagen, die kein Essen oder sonst etwas haben. Damit sollten wir uns beschäftigen. Wir verschwenden mehr Nahrungsmittel als wir brauchen würden, um alle Menschen zu ernähren. Wir müssen nur lernen, jeden mehr zu lieben.


SG-P: Nun zu einem ganz anderen Thema. Kannst Du etwas über Deine neue Serie “This Place for Rent” (“Dieser Platz zu vermieten”) erzählen?

Rainbow: Die Serie ist über drei Kids, die gerade mit der Uni fertig sind und keine Ahnung haben, was sie nun aus ihrem Leben machen wollen. Einer von ihnen ist ein Autor, der bald sein Buch herausbringen soll. Als er das Haus verläßt, um sein Manuskript zu verkaufen, läßt er es fallen; auf sein Buch wird Kaffee gekleckert und die Seiten verteilen sich in alle Winde und seine ganze Arbeit ist futsch und er beschließt, sein Haus die nächsten 30 Tage nicht zu verlassen. Er verliert fast seine Freundin, seinLeben wird zur Hölle. Mein Charakter kommt von einer Uni in Kanada mit einem Abschluß in Wirtschaftswissenschaften und russischer Literatur. Kram, den ich nie und nimmer brauchen werde. Und er will Schauspieler werden, aber er ist wirklich schlecht darin, und so arbeitet er schließlich in einem Starbucks [Café] und macht nichts anderes als Kaffee zu verkaufen. Mein Rollenname ist Barnaby Sharp. Es ist die Geschichte von uns Dreien. Ja, er verkauft schließlich Kaffee und das ist ein allgemeines Problem, das ist das, was junge Leute durchmachen. Es ist eine Komödie mit einer dunklen Seite und es ist auch witzig. Es sind eben junge Leute im heutigen Nordamerika und dem heutigen Bildungssystem, das all diese Leute mit diesen Abschlüssen entlässt, die aber kein Talent haben, und wo nicht wirklich etwas hinter diesen Abschlüssen steckt. Sie bekommen zwar ein Stück Papier, auf dem der Abschluß steht, aber das bedeutet einen Sch***. [Die Serie] ist witzig, aber es wird auch cool sein. ~ Ich werde fragen, ob ich es auf Bit-Torrent [ins Netz] stellen kann, so daß jeder es bekommen kann.


SG-P: War dies Deine erste Reise nach Deutschland? Wenn ja, was war Dein erster Eindruck, außer dem kalten Wetter?

Rainbow: Es war meine erste Reise, ja. Nun ich bin aus Kanada, so daß es für mich nicht so kalt ist; ich bin aus Toronto. Mal sehen, mein erster Eindruck war wirklich witzig. Ich kam aus dem Flugzeug und durch die Paßkontrolle und zwei wirklich große, deutsche Typen stellten sich vor mich und meinten: „Was willst Du denn hier?“ Sie fragten mich, ob ich irgendwelche illegalen Waffen bei mir hätte und dies und jenes, und ich sagte Nein. Ich sagte, ich sei hier, um Leute kennenzulernen, und dann fragten sie mich, wo ich her sei, und ich sagte, ich käme aus Kanada. Mein erster Eindruck war ein Witz eines deutschen [Zoll-]Beamten; er fragte mich, ob ich Grizzlybärfelle in meiner Tasche hätte. Ich war mir nicht sicher, ob ich lachen sollte, also sagte ich Nein, habe ich nicht. Er lachte dennoch und ließ mich gehen. Das war ziemlich witzig, aber ich war sehr unsicher. Ich war überrascht von diesem merkwürdigen deutschen Humor der Flughafensicherheit.


SG-P: Ich denke, das ist das gleiche in Kanada oder den U.S.A., wenn Du gefragt wirst, ob Du Präsidenten umbringen willst, geistig gestört bist etc.. Wer würde da Ja sagen?

Rainbow: Ja, sicher tust Du das. Das wäre ein Spaß. Das war also mein erster Eindruck. Mein erster Eindruck von den Leuten, die ich hier treffen wollte, war wundervoll. Ich wurde mit sehr viel Wärme empfangen und sie [alle] sind super nett. Aber ich habe nichts gesehen; ich kam vom Flughafen ins Hotel und das ist alles, was ich gesehen habe. Gestern habe ich den ganzen Tag geschlafen und heute habe ich [zwischendurch] geschlafen. Du brauchst zwei bis drei Tage, um dich [an die Zeitzone] anzupassen. Auch jetzt [um 20.00 Uhr] ist es immer noch Morgen für mich, aber das ist okay. Ich wünschte, ich könnte Deutschland etwas mehr erkunden und mehr sehen. Einige von den anderen sind [gestern] nach Hannover gefahren, aber ich konnte nicht mit, da ich noch geschlafen habe. Ich hätte gerne einige der Großstädte besichtigt, aber das schaffe ich leider [zeitlich] nicht. Ich denke, das muß bis zu meinem nächsten Besuch warten, was okay ist.


SG-P: Vielen Dank für dieses Interview.

Rainbow: Gern geschehen!

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