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Interviews

Erick Avari im SG-P -ExklusivInterview
05 / 2012

Geboren in Indien, wanderte Erick Avari in die USA aus, um dort eine Schauspielkarriere anzustreben. Avari, der gerade erst seinen sechzigsten Geburtstag feierte, spielte in zahllosen Rollen in den verschiedensten Filmen mit, so neben Stargate zum Beispiel auch in Planet der Affen, Daredevil und vor Kurzem erst in Der Diktator.

Daneben ist er auch ein beliebter Seriendarsteller, der neben Alexis Cruz sogar der Einzige war, der sowohl im Stargate-Film als auch in der Serie die gleiche Rolle gespielt hat.

Wir hatten auf der FedCon 21 die Gelegenheit, mit ihm über seine Karriere zu reden, wie alles angefangen hat und über seine Erfahrungen mit Stargate. Dabei erlebten wir Erick Avari als sehr freundlichen und offenen Menschen, der sich gern mit den Fans über seine Arbeit und vieles mehr austauscht.

Interview geführt von: Mirko Stödter (Antiker)
Übersetzung: Nicole Sälzle (shadow-of-atlantis)
Bilder: Mirko Stödter (Antiker) & Jonas Pees (Quinn1210)


Erick Avari

Geboren wurde Erick Avari am 13.04.1952 in Darjeeling, Indien. Neben seinen zahlreichen Rollen in TV-Serien und Filmen hatte er auch die Chance, in vielen Theaterstücken mitzuwirken. Er durfte beispielsweise am "Joseph Papp Public Theatre" in New York, dem "Guthrie Theater" in Minneapolis, dem "Chicago’s Goodman Theater" und dem "Cleveland Playhouse" auftreten.
Weitere Bekanntheit erlangte er darüber hinaus mit der Rolle des Stammesanführers Kasuf in Roland Emmerichs "Stargate"-Kinofilm. Diese Rolle verkörperte auch mehrfach in der Serie "Stargate SG-1".

Deutsch

SGP: Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast, uns von Stargate-Project.de ein paar Fragen zu beantworten.

Erick Avari: Sicher doch, kein Problem.

SGP: Wie gefällt dir die FedCon bislang?

Erick: Die FedCon gefällt mir bislang sehr gut, fast wie Urlaub. Aber ich denke, heute beginnt die eigentliche Arbeit. Gestern war sehr entspannt, sehr locker, kaum mehr, als Leute zu treffen.

SGP: Gefällt dir dein Aufenthalt in Deutschland bis jetzt?

Erick: Ich kam gestern an, also hatte ich einen Tag, um mich einzufinden, den Jetlag hinter mich zu bringen. Es war sehr schön, sehr entspannt und das ist die erste Convention auf der ich bin, die so entspannt abläuft. Sehr angenehm.

SGP: Hast du schon immer als Schauspieler gearbeitet? Oder hattest du davor andere Jobs?

Erick: Ich hatte zuvor schon viele Jobs, um mich in Richtung Schauspielerei zu bewegen. Das ist es, womit ich anfing, aber wie ihr sicher wisst, ist es als Schauspieler ziemlich schwierig, sich finanziell über Wasser zu halten, vor allem am Anfang. Deshalb hatte ich auch schon zahlreiche verschiedene Jobs. Ich arbeitete als Babysitter, als Fahrlehrer, als Tennislehrer, als alles, als das ich arbeiten konnte, um etwas Geld zu verdienen. Aber die Schauspielerei ist es, was ich immer wollte.

SGP: Schauen wir mal 20 Jahre zurück. Als du deine Rolle beim „Stargate“-Film bekamst, hättest du damals schon gedacht, dass sich daraus ein solch großes Franchise entwickelt?

Erick: Als wir das Skript für „Stargate“ bekamen und als ich dann mal am Set war und sah, wie groß und episch das alles wirkte... Tatsächlich war es der dritte Drehtag, als wir Aufnahmen in der Wüste hatten, da sind James Spader und ich über die Dünen gewandert zu den Zelten und als wir sahen, was sie alles an Zelten aufgebaut hatten, nur um all die Statisten unterzubringen, die Kostümabteilung und den Make-up-Trailer und all das. Sie haben ganze Räume gebaut, es war gigantisch, wie eine riesige Stadt und sie haben diese Technik verwendet, die damals noch relativ neu war und bei Desert Storm im ersten Irak-Krieg eingesetzt wurde, womit man die Zelte quasi aufklappt und innerhalb von 30 Sekunden verankert und parat hat. Und als wir dastanden und uns das ansahen, drehte ich mich zu James und sagte: „Weißt du, James, ich war noch nie auf einem Set wie diesem. So groß.“ Und ganz ernst erwiderte er: „Erick, das war wohl noch niemand.“ Das war es in gewisser Weise auch, das uns zeigte, dass der „Stargate“-Film etwas Besonderes war, dass wir an etwas ganz Besonderem Teil haben durften. Aber dass sich daraus 4 Serien, zehn Staffeln, usw. ergeben, das hat damals wohl jedermanns Vorstellung gesprengt.



SGP: Hast du die Serien gesehen?

Erick: Ja, sicher. „SG-1“?

SGP: Ja, zum Beispiel. Aber auch „Atlantis“ und „Universe“.

Erick: Ja, aber mehr „SG-1“, die beiden anderen nicht so sehr. Und ich war ja auch in drei oder vier Episoden von „SG-1“ als Kasuf dabei, was ziemlich cool war, um so beide Seiten des Franchises kennenzulernen, daran mitzuwirken und sich so dort heimisch zu fühlen. Es ist ziemlich erstaunlich, dass ein Film von zwei, damals noch relativ unbekannten Filmemachern, zu etwas diesen Ausmaßes führen würde, mit diesem Erfolg – und das schon seit 20 Jahren. Und jetzt sind wir hier.

SGP: Du warst bereits in vielen verschiedenen Genres zu sehen und das sowohl in Film als auch im Fernsehen. Oftmals hattest du dabei nur Gastauftritte. Würdest du gerne mal eine Hauptrolle spielen, um einen Charakter zu entwickeln und auszubauen?

Erick: Ich hatte die Gelegenheit, eine Hauptrolle am Theater und bei kleineren Filmproduktionen zu spieln und das ist eine Art Luxus. Aber ich finde, es ist der Einzeiler-Part, der die größte Herausforderung darstellt, denn wenn man diese eine Zeile nicht auf die Reihe kriegt, macht man die ganze Szene kaputt. Wenn man den Charakter in diesen 10 oder 15 Sekunden, die man hat, nicht rüber bringt, dann ruiniert man das Stück. Wenn man jedoch eine größere Rolle hat, dann hat man alle Zeit der Welt, um die Sache entspannt anzugehen und die Szenen auszubauen, denn wenn man diese eine Szene nicht hinbekommt, macht das nichts aus; man spielt den Charakter ja in noch vielen weiteren Szenen. Das ist ein großer Vorteil davon, wenn man eine Hauptrolle spielt. Und ein anderer großer Vorteil ist, dass man jede Menge Unterstützung bekommt, während man in einer Nebenrolle eben dazu da ist, den Hauptdarsteller zu unterstützen. Persönlich bevorzuge ich Nebenrollen, denn diese Art zu Schauspielern basiert wesentlich mehr auf Reaktion. Es ist viel einfacher, mal den Ball zu werfen und zu sehen, wie der Gegenüber reagiert und dann kann man, je nachdem, wie diese Reaktion ausfällt, von dort aus weiter handeln, was natürlich weitaus spannender ist, als wenn man im Kopf bereits alles zig mal durchgegangen ist. Aber ob man jetzt eine Nebenrolle spielt oder eine Hauptrolle, das ist für mich nicht allzu sehr anders – bis auf die kleinen Unterschiede, die ich gerade angesprochen habe. Man hat noch immer dieselbe Verantwortung, spielt noch immer zu den gleichen Bedingungen, man macht noch immer so ziemlich dasselbe, wartet auf seinen Einsatz und sagt seine Zeilen. Aber tatsächlich drehte ich erst kürzlich einen Film ab - und ich bin da ganz ehrlich - ich mag es nicht vor der Kamera zu stehen. Ich bin lieber hinter der Kamera und mir gefällt das Regieführen. Gerade jetzt, da ich älter und weiser werde, führe ich lieber Regie und schreibe. Das gefällt mir besser.

SGP: Danke, das war es auch schon. Vielen Dank nochmal für deine Zeit!

Erick: Gerne, danke auch.

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