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Convention-Berichte

Teaser - Convention Bericht- Comic Con Germany Stuttgart 2019
  • Von RodneysGirl
  • Veröffentlicht am 07.07.2019

Comic Con Germany 2019

Seit 2016 treffen sich einmal im Jahr Film-, Serien- und Comicbegeisterte auf der Comic Con Germany in der Messe in Stuttgart. Am 29. & 30. Juni 2019 war es wieder soweit, bereits zum vierten Mal lud der Veranstalter zur Comic Con Germany ein und wieder sind zahlreiche Fans aufgeschlagen.

Bereits vorab merkte man, dass dieses Jahr ein wenig anders werden sollte. Jedes Jahr werden Anpassungen vorgenommen, der Aufbau etwas geändert, um den Ablauf zu verbessern, oder Platz für große Props zu schaffen. Im Vorlauf zur Convention wurden online die Rufe nach mehr Gästen laut. Sicherlich nichts ungewöhnliches in der Conventionszene, doch tatsächlich ist die Gästeliste im Vergleich zum letzten Jahr geschrumpft. Zusätzlich fiel auch eine Halle weg, die im letzten Jahr noch hauptsächlich für einige lebensgroße Star Wars Props und die Hauptbühne genutzt wurde. Stattdessen kam die Ankündigung eines Mittelaltermarkts im Park, auf die die Reaktionen sehr unterschiedlich ausfielen.

Die Halle 1 war vollgestopft mit unzähligen Händlerständen, Künstlern und Autoren. Natürlich dürfen die Stände von EMP, Panini und Cross Cult nicht fehlen. Aber daneben machten das Event auch wieder die vielen kleinen Händler und Fanstände aus. Man konnte sich lange damit beschäfigen, die Waren zu durchforsten und das ein oder andere Schnäppchen zu machen. Wenn man die Halle ganz durchquert hatte, fand man zahlreiche Photopoints, die schon im Voraus angekündigt worden waren. Gleichzeitig fand man aber auch die Autogrammtische und die Photoarea in dem Bereich. Die Cosplay- und Prop-Stände teilten sich dafür auf. Teilweise waren diese wie gewohnt unten zu finden und verteilten sich am Rand, teilweise waren diese auf den Balkonen oben. Eine Etage höher war auch die immense Lego-Ausstellung zu finden, die gefühlt größer ausgefallen ist, als die letzten Jahre. Wer hier aufpasste, entdeckte auch das ein oder andere Stargate-Modell ;-)

Und wo war nun die Hauptbühne für die Panels mit den Schauspielern? Diese fanden im Atrium statt, wo in den letzten Jahren eher die kleineren Gäste ihre Talks abhielten. Eine große Bühne fehlte in diesem Jahr.

Talk Richard Dean Anderson (Sonntag)

Mit sichtlich guter Laune kam Richard Dean Anderson auf die Bühne. Er gönnte dem Moderator auch mal eine kleine Pause und organisierte sich geschwind selbst und stellte sich den Fragen aus dem Publikum. Es gab eine gute Mischung aus Fragen zu MacGyver und Stargate. Und auch wenn Richard nicht immer 100% die gestellte Frage beantwortete, sondern auch mal etwas vom Thema abkam, so erzählte er einige interessante und witzige Geschichten.

Er wurde gefragt, ob er als Hauptdarsteller bei einer der beiden Serien gewollt hatte, dass ein Script oder überhaupt eine Idee geändert wird, weil er sich überhaupt nicht damit anfreunden konnte. Vor allem bei MacGyver hatte er diesbezüglich aber sowieso nur wenig Chancen, da er scripttechnisch keinen Einfluss hatte, aber abgesehen von Kleinigkeiten gab es keine Episode, gegen die er hätte Einspruch einheben wollen. Bei Stargate hätte er als Executive Producer schon bessere Chancen gehabt, allerdings hatte er nie Anlass dazu gesehen.

Zur Sprache kam auch, wie unterschiedlich die beiden Charaktere waren. Schließlich hasst MacGyver Waffen und ist ein recht kluger Kopf, während Anderson meinte, dass sich O'Neill mit seiner P-90 wohl fühlte und kein ganz so helles Licht war. Ob er lieber mit MacGyver oder mit O'Neill auf einer einsamen Insel festsitzen wollen würde, hing für ihn somit auch davon ab, ob er plante zu entkommen, oder nicht... mit O'Neill würde er jedenfalls eine gute Zeit auf der Insel verbringen können, mit MacGyver wäre die Chance zu entkommen größer.

Natürlich blieben die aktuell typischen Stargate-Fragen nicht aus. Falls es irgendwann wieder eine Stargate-Serie geben sollte, wäre Richard Dean Anderson bereit, darin zu erscheinen? Er schloss einen Auftritt nicht aus, auch wenn natürlich erst einmal eine neue Serie oder ein Film angekündigt werden müsste. Schade wäre es für ihn nur in sofern, dass er lieber mitten im Geschehen war, als nur im SGC zu sitzen und Anweisungen zu geben. Weiterhin wurde die on-screen-Beziehung zwischen O'Neill und Carter angesprochen, die ja bis zum Schluss nicht geklärt wurde und Richard meinte, dass es am Ende offen war, man aber vielleicht ja doch mal noch die Möglichkeit hätte, die Frage ein für alle mal zu klären.

Weitere Panels

Neben Richard Dean Andersons Panel konnten wir auch zum Marvel-Universum und Star Trek nicht Nein sagen. Karen Gillan, welche die meisten als Nebula aus Avengers oder als Amy Pond aus Doctor Who kennen, überzeugte mit ihrer offenen, freundlichen und lockeren Art und spätestens ab dem Moment, als sie Total Eclipse of the Heart in 'Britney Spears'-Stimme sang, hatte sie vermutlich noch den letzten im Publikum von sich begeistert.

Gillan erzählte, dass es für sie großartig war, mit Robert Downey Jr. zusammen vor der Kamera zu stehen. Sie war bereits vorher ein Fan von ihm und es freute sie, dass sie soviele Szenen mit ihm erhielt. Natürlich meinte sie auch, dass sie so noch einiges von ihm lernen konnte. Sie verriet, dass ihre Szenen an Bord des Raumschiffs hauptsächlich improvisiert waren und ihr das Finger Football mit Robert Downey Jr. extrem viel Spaß bereitet hatte.

Außerdem erinnerte sie sich an ihren ersten Auftritt in Doctor Who. Das war für die Episode The Fires of Pompeii, in der sie eine kleine Nebenrolle hatte. Damals hatte sie noch davon geschwärmt, wie toll es wäre, in Catherine Tates Haut zu stecken und an der Seite des Doctors 'Abenteuer' zu erleben. Dass sie nur wenige Jahre später tatsächlich als Companion vor der Kamera stehen würde, hätte sie sich zu dem Zeitpunkt nicht ausmalen können. Ihr liebster Doctor ist natürlich Nummer 11, aber sie gab zu, dass auch David Tennant und Peter Capaldi gute Doktoren waren.

Das Star Trek-Panel zum Ende des Tages trieb dem Publikum Tränen in die Augen... vor Lachen. Brent Spiner und Jonathan Frakes kamen ganz gut ohne Fragen aus und wussten die Besucher definitiv zu unterhalten. Das Zusammenspiel der beiden war perfekt und sie wechselten sich mit Anekdoten und gegenseitigem 'Auf die Schippe nehmen' ab. Und als dann die ersten Fragen gestellt werden konnten, ging es genauso lustig weiter. Dafür, dass die beiden einige Zeit - natürlich sehr zur Freude der Fans - herumkasperten - blieben sie noch ein wenig länger auf der Bühne und zögerten so das Panel-Ende ein wenig hinaus...

Fazit

Conventiongängern ist klar, dass jeder Veranstalter seine Comic Con ein wenig anders gewichtet, um sich von der Konkurrenz abzuheben. In Stuttgart wird nun deutlich, dass man den Titel stärker gewichtet, als den offensichtlichen Trend. Während man im Bereich Comic mehr bietet, als manch anderer Veranstalter, sich sehr viele Cosplayer in der Stuttgarter Messe tummeln und man mehr Photopoints ankündigt, als man sich als Besucher merken kann, schrumpft die Anzahl der Schauspieler. Dabei sprechen wir nicht von der Qualität, sondern rein von der Quantität. Durch das Einsparen der großen Hauptbühne und das Wegfallen der großen Props in diesem Jahr, konnte man sich so immerhin eine Halle sparen.

Der Mittelaltermarkt war zu klein, um wirklich ins Gewicht zu fallen und Leute nach draußen zu locken. Entweder sollte hier im nächsten Jahr mehr geboten oder wieder darauf verzichtet werden.

Wer kommt, um sich unter die Kostümierten zu mischen, an den Merchandise-Ständen Geld liegen zu lassen oder mit Künstlern und Autoren ins Gespräch zu kommen, ist hier richtig. Wer lieber wegen möglichst vielen und differenzierten Gästen auf Conventions geht, hält vermutlich nach Alternativen Ausschau. Was sich am Ende durchsetzen wird, oder ob beide Formen der Comic Cons parallel bestehen können, bleibt noch abzuwarten. Der Hype um die Comic Cons scheint jedenfalls abzuflauen, denn mit 30 % weniger Besuchern als in den ersten beiden Jahren der Comic Con Germany muss sich der Veranstalter überlegen, welche Gründe dahinter stecken und wie gegengesteuert werden kann.

Comic Con Germany 2019

29.06.2019 - 30.06.2019   |   Messe Stuttgart, DE

Die Comic Con Germany 2019 soll ihre Vorgänger noch einmal  übertreffen: FedCon- und RingCon-Veranstalter Dirk Bartholomä plant für  das Nachfolge-Event noch mehr Angebote für Serien- und Filmfans,  Cosplayer und Comicliebhaber.

Besucher können sich nach dem Erfolg  der Debütveranstaltung vom Juni 2016 schon jetzt auf zwei  stimmungsvolle Tage voller Stargäste aus diversen Franchises,  Merchandise, Walking Acts, Prop-Ausstellungen und vielem mehr freuen!

Auch  Sci Fi- und vor allem Stargate-Fans sollten das Event im Con-Kalender  vermerken, denn sicher findet sich der ein oder andere Gast in Stuttgart  ein!

Aktuelles

Stargate-Kampagne

Hier findest du aktuelle Informationen zu Mallozzis-Kampagne. Wenn auch du mehr Stargate-Episoden möchtest, mach mit!

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