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Artikel

Bildnachweis: (c) Concorde Home Entertainment
  • Von shadow-of-atlantis
  • Ferne Welten
  • Veröffentlicht am 10.04.2016

Review: The Shannara Chronicles Staffel 1
Fantasy und Post-Apokalypse

Wovon handelt The Shannara Chronicles?

Die Serie The Shannara Chronicles ist eine Fantasy-Serie basierend auf den Romanen von Terry Brooks. Sie spielt in einer weit entfernten Zukunft unserer Erde, wo neben Menschen auch Elfen, Gnome, Trolle und ähnliche Kreaturen existieren.

Hauptsächlich dreht sich die Serie aber zunächst um das Elfenreich, wo sich Prinzessin Amberle den Titel einer Erwählten erkämpft. Das bedeutet, sie wird mit weiteren jungen Elfen auf ein Jahr verpflichtet, sich um den Ellcrys zu kümmern. Der Ellcrys ist ein Baum, der der Legende nach das Einzige ist, das die Dämonen im Zaum hält. Fallen die Blätter des Ellcrys kehren die Dämonen, angeführt vom Dagda Mor, in die Welt zurück und ein Krieg entbrennt.

Der Zuschauer lernt sogleich aber auch Wil kennen, der sich nach dem Tod seiner Mutter auf den Weg macht, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Doch die drei Elfensteine, die ihm seine Mutter gab, sorgen für allerhand Ärger und so trifft er zum einen auf Eretria, zum anderen auf den Druiden Allanon, der ihm offenbart, dass Wil ein mächtiger Magier ist und ein Nachfahre der berühmten Shannara.

Bald darauf finden sich Wil, Eretria und Amberle in der Situation wieder, den Ellcrys retten zu müssen, der nach und nach stirbt, womit die Bedrohung durch die Dämonen wieder in beängstigende Nähe rückt.

Kritik: The Shannara Chronicles Staffel 1

The Shannara Chronicles will vor allem eines – unterhalten. Das ist in sofern auch kein Problem, denn ein langweiliges Wochenende kann durch die Serie durchaus unterhaltsam werden. Für eine erste Staffel gelingt der „Unterhaltungsfaktor“ gut.

Und dennoch...

Irgendetwas fehlt. Das liegt wahrscheinlich vor allem darin begründet, dass sich The Shannara Chronicles darum bemüht, Fantasy-Hits wie Der Herr der Ringe und Game of Thrones nachzueifern, dabei aber kläglich scheitert.

Das erkennt man daran, wie viele Nebenschauplätze eröffnet werden, ohne kaum einen davon ordentlich herauszuarbeiten. So wirkt es fast, als wolle man mindestens so viele Intrigen spinnen wie bei Game of Thrones, ohne überhaupt den Cast-Umfang zu haben, über den die Konkurrenz verfügt.

Vieles wirkt dadurch nicht nur blass und schlecht herausgearbeitet sondern auch äußerst ineffektiv, denn es scheint ohnehin keine Auswirkungen für die Protagonisten zu haben.

Und wo wir schon bei den Protagonisten sind...

Die drei Hauptdarsteller Austin Butler, Poppy Drayton und Ivana Baquero scheinen manchmal genauso verloren wie die Drehbuchschreiber. Vermutlich liegt dies auch am Drehbuch, denn gerade bei Butler und Baquero sieht man die Bemühungen, das Beste aus ihrer Rolle herausholen zu wollen, während Drayton gelegentlich zu verzweifelt versucht, die Zerrissenheit zu vermitteln, mit der ihr Charakter zu kämpfen hat.

Hier sind es vor allem die erfahrenen Darsteller Jonathan Rhys Davies und Manu Bennett, die The Shannara Chronicles mit ihrer exzellenten Darstellung in dieser Hinsicht retten, denn selbst mit dem Wenigen, das ihnen an die Hand gegeben wird, wissen sie ihren Charakteren Leben einzuhauchen.

Am Ende der ersten Staffel bleibt allerdings hauptsächlich das Gefühl, dass etwas fehlt. Etwas, das die Geschichte rund macht. Etwas, das dem Zuschauer diese Welt wirklich nahebringt und sie erlebnisreich macht.

Das mag mit einer Endschlacht zu tun haben, bei der man eher das Gefühl hat, 20 Dämonen treffen auf 20 Leute der guten Jungs. Das mag mit den Herausforderungen zu tun haben, die die jungen Hauptcharaktere nahezu unbeschadet überstehen. Das mag daran liegen, dass einem die Charaktere dennoch irgendwie fern sind – denn wenngleich ein Infodump alles andere als wünschenswert ist – weiß man letztlich kaum etwas über sie.

Statt dem obligatorischen Liebesdreieck, das irgendwie aufgezwungen wirkt, hätte man stattdessen lieber darauf gesetzt, die Hintergründe besser herauszuarbeiten, sodass auch Zuschauer, die die Romane nicht gelesen haben, wissen, woran sie sind und weshalb die Welt Hunderte von Jahre nach unserer Zivilisation von Dämonen, Elfen, Orks und Trollen bevölkert wird.

Sicherlich ist es gerade für eine erste Staffel wichtig, dass Basisarbeit geleistet wird und Fragen offen gelassen werden, die in späteren Episoden und Staffeln nach und nach weiter ergründet und beantwortet werden. Am Ende der 1. Staffel von The Shannara Chronicles erhält man allerdings eher den Eindruck, es gibt viele offene Fragen, die die Verantwortlichen gar nicht beantworten wollen, weil sie sie sich selbst schon längst beantwortet haben. Nur sollte jeder Schreiberling ab einem gewissen Punkt auch den Zuschauer erfahren lassen, was in seinem Kopf vorgeht...

Fazit

The Shannara Chronicles bietet gute Unterhaltung, hat aber auch mit deutlich sichtbaren Schwächen zu kämpfen. Noch ist nicht aller Tage Abend. Es bleibt also zu hoffen, dass in der zweiten Staffel eben jene Schwächen ausgemerzt werden und The Shannara Chronicles das wird, zu dem es tatsächlich das Potenzial für hat.

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