Review: See - Reich der Blinden

RodneysGirl   |   Ferne Welten   |   vom 07.01.2024

See - Jason Momoa - News - Teaser Bildnachweis:

(c) Apple

See - Reich der Blinden ist eine Apple TV+ Original Serie, von der die meisten Fans von Jason Momoa sicherlich schon gehört haben. Die Serie umfasst insgesamt drei Staffeln. Die Erstausstrahlung erfolgte 2019. 2021 ging es mit der zweiten Staffel, 2022 mit der dritten Staffel weiter.

Inhalt

Aufgrund eines verheerenden Ausbruchs eines Virus im 21. Jahrhundert, wurde die Bevölkerung der Erde extrem dezimiert. Die Überlebenden haben die Fähigkeit zu Sehen verloren. Diese Fähigkeit existiert nur noch als Mythos und die Menschen haben gelernt, allein mit Hilfe ihrer anderen Sinne zu überleben. Tatsächlich gelten Personen mit funktionierenden Augen bei vielen als Hexen oder Unglücksbringer und müssen um ihr Leben fürchten.

Doch die Fähigkeit zu Sehen, scheint zurückzukehren. Baba Voss ist Anführer des Stammes der Alkenny und als eine schwangere Frau Zuflucht sucht, verliebt er sich in sie. Maghra bringt Zwillinge zur Welt, Haniwa und Kofun, die Baba aufzieht, als wären es seine eigenen. Doch beide Kinder verfügen über die Fähigkeit zu sehen.

Baba Voss setzt alles daran, dass Haniwa und Kofun sicher sind, doch reicht das? Und welchen Plan verfolgt der leibliche Vater der Kinder, Jerlamarel? Es beginnt eine tödliche Jagd auf die Kinder von Jerlamarel und ein Wettstreit darum, ob die Menschen mit der Fähigkeit zu sehen, wieder an Wissen und Macht gelangen, oder weiterhin die Blinden die Welt beherrschen.

Kritik

Sicherlich fragen sich viele, ob eine Serie, die darauf basiert, dass die Menschheit blind ist, tatsächlich funktionieren kann. Die Frage können wir nicht eindeutig beantworten. 

Natürlich haben sich die Serienmacher ausführlich Gedanken dazu gemacht, wie das Leben für die Bevölkerung dieser fiktiven Zukunft funktionieren kann. Es ist aus Zuschauersicht auch interessant, mehr über das Leben zu erfahren und wie sich die Menschen arrangiert und organisiert haben. Außerdem gibt es in der Welt Menschen, die besonders gut Hören (Ayura) oder Riechen (Sniffler) können. Auch Weissager gibt es unter der Bevölkerung. 

Gleichzeitig muss man sich auf die Prämisse, dass alle blind sind, und genauso den Fantasy-Aspekt der Serie einlassen. Im Verlauf der Serie gibt es durchaus immer wieder Momente, die man hinterfragt. So manche Interaktionen, Reisen oder Kämpfe wirken dann doch zu selbstsicher und flüssig.

Die Kämpfe und die Welt in See - Reich der Blinden sind recht blutig. Wer also damit ein Problem hat, sollte die Serie nicht unbedingt anschauen. So hat Jason Momoas Charakter Baba Voss beispielsweise einen Kampfstil, bei dem er die Waffe am Gegner belässt oder den Gegner oft mit Hebeln kontrolliert und dann tötet. Dadurch, dass nicht gezielt tödliche Hiebe gesetzt werden können, sind Kämpfe meistens recht wild und brutal.

Aber natürlich bietet die Serie mehr. Die Handlung ist anfangs recht geradlinig, doch nach und nach werden mehr und mehr Aspekte und Charaktere näher beleuchtet. Dadurch wird die Welt komplexer und spannender. Für die Hauptcharaktere nimmt man sich auch genug Zeit, sodass man deren Beweggründe und Entscheidungen als Zuschauer gut nachvollziehen kann. Man sieht ebenfalls Charaktere, die man liebt zu hassen. Das mag aber vielleicht auch an schauspielerischen Entscheidungen liegen, die Charaktere zu übertrieben wirken lassen.

Stargate-Faktor

Beginnen wir mit dem offensichtlichsten Faktor: die Hauptfigur Baba Voss wird von Jason Momoa verkörpert. Somit ist er über alle drei Staffeln der Serie zu sehen und hat auch entsprechend viel Screentime. Momoa kann in der Serie überzeugen und den Charakter gut herausarbeiten. Außerdem kann er seine Stärken wieder nutzen: einen starken und brutalen Kämpfer zu spielen. Hier nicht ganz so schweigsam wie in Stargate: Atlantis als Ronon Dex.

Es kommt aber auch zu einer kleinen Stargate: Atlantis Reunion. Denn ab Staffel 2 sehen wir Joe Flanigan in insgesamt fünf Episoden als Militär. Er hat keine so actiongeladene Rolle wie sein früherer Co-Star, allerdings hat er als Militär durchaus eine Schlüsselrolle für die Serie. Neben Flanigan sieht man dann noch in insgesamt 12 Episoden David Hewlett als Tormada. Wieder einmal kann er als Wissenschaftler überzeugen, dieses Mal will er seine Fähigkeiten allerdings für das Böse verwenden.

Fazit

Über insgesamt 24 Episoden, die eine recht runde Geschichte erzählen, fiebert man als Zuschauer durchaus mit und will mehr von der Welt sehen. Dennoch gibt es auch Kritikpunkte. 

Alles in allem ist die Serie aber durchaus sehenswert und man merkt, dass die Serienschöpfer viele Gedanken und viel Energie in das Projekt gesteckt haben. 

Bildergalerie


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