Am Donnerstagabend konnten Fans, die weiterhin auf dem Laufenden zum Serien-Aus der neuen Stargate-Serie bleiben möchten, in einen Livestream mit David Read von Dial the Gate, Darren Sumner von GateWorld.net und Jenny Stiven rein schauen. Jenny Stiven arbeitet seit Jahren im Marketing und unter anderem mit einigen der ganz großen Filmfirmen zusammen, sodass sie eine Einschätzung zur aktuellen Lage geben kann und was Fans jetzt tun können.
Das gesamte Video in englischer Sprache könnt ihr auf YouTube ansehen. Wir fassen ein paar der interessanten Informationen für euch zusammen.
Thematisiert wird neben dem ursprünglichen Artikel von Variety auch der Artikel von Deadline, in dem mitgeteilt wird, dass die von Martin Gero entwickelte Stargate-Serie nicht mehr zur Programm-Strategie von Amazon passt. Man ist sich also einig, dass die Serie wohl lange Zeit auf Kurs war, aber nun wohl etwas vorgefallen ist, dass dies nicht mehr der Fall ist.
Wichtig zu wissen ist auch, dass die Marke Stargate nicht einfach von jemand anderem gekauft werden kann. Diese gehört vollständig Amazon. Somit könnte Martin Gero das Serienprojekt nicht einfach an ein anderes Studio herantragen und es dort produzieren. Die einzige Möglichkeit, die bestehen würde, ist, dass eine Lizenz vergeben wird, doch Stargate hat wohl international gesehen sehr komplizierte Verträge, sodass es aktuell bei Amazon bleiben wird und es sehr unwahrscheinlich ist, dass eine Lizenz vergeben wird.
Weiterhin ist interessant, dass erst vor kurzem drei animierte KI-Produktionen grünes Licht erhalten haben. Somit könnte es sein, dass Amazon derzeit die Idee verfolgt, mit KI-Produktionen schnelles Geld zu machen, da diese nicht so aufwendig und günstiger sind als Serienproduktionen.
Stiven gibt sich aber auch vorsichtig optimistisch, denn Amazon gehört zu den Unternehmen, die durchaus noch zuhören. Das heißt, wenn Fans nun aktiv werden und ihre Unterstützung zeigen, könnte dies durchaus positive Auswirkungen haben. Die drei diskutieren darüber, dass Fans sich nun abstimmen sollten, um sich auf möglichst wenige Aktionen, zu konzentrieren. Es sollte auch eine einzige Petition verwendet werden, bei der möglichst viele unterschreiben. Mindestens 50.000 Unterschriften sollte eine Petition haben, um Aufmerksamkeit zu erregen; so die Einschätzung von Stiven. 100.000 Unterschriften wären großartig.
Briefe und E-Mails sollten besser an Peter Friedlander gerichtet werden, dem Chef von Blair Fetter, welcher für die Absetzung der Stargate-Serie verantwortlich ist. Auch andere Aktionen wie das Senden von Tempoboxen oder Fruit Loops könnten hilfreich sein und wenn auch nur, wenn die Presse oder Influencer darauf aufmerksam werden und darüber berichten.
Ebenfalls sollten Stargate-Fans versuchen Leute zu motivieren mitzumachen, die bislang nicht zur Stargate-Community gehören. Einfach um Amazon zu zeigen, dass auch Leute erreicht werden, die auch bei einer neuen Stargate-Serie einschalten könnten. Auch Videoformate, Podcasts oder Influencer zu erreichen, die die Nachricht verbreiten und die Fan-Aktionen unterstützen würden, um Reichweite zu bekommen.