Review: Missions Staffel 2 - Die Rückkehr zu(m) Mars

Phoenixlady   |   Ferne Welten   |   vom 12.12.2020

Missions Review Staffel 2 - Teaser Staffel 2 Bildnachweis:

(c) Pandastorm

Nach der vielversprechenden Missions Staffel 1 wird nun die Serie fortgesetzt. Schauen wir mal, was sie bringt.

Achtung! Enthält Spoiler zur Serie!

Handlung: Darum geht es in Missions Staffel 2

Die Staffel beginnt erstmal ungewöhnlich mit einem Jungen, der in einem Wald verschiedene Menschen aufsucht und von Ihnen Dinge erhält. Schnell wird klar, dass dies ein Ritual zum Übergang ins Erwachsenensein markiert. Bei einer seiner Stationen trifft er dann ausgerechnet auf Jeanne, die ihn ermahnt sich Mühe zu geben…

Als Bestandteil seines Rituals muss der Junge ein Reh für den „Zirkel“ erschießen. Allerdings wird auch schnell gezeigt, dass dies im Sinne eines Kreislaufs geschieht und nicht zur Ausbeutung. Während alldem bekommt Jeanne Visionen, die auf die Mars-Mission hinweisen und andeuten, dass sie nichts mehr davon weiß. Auf der Erde hat derweil Simon eine Vision von Jeanne, die ihm zeigt, dass sie noch leben muss. Als er zu William Meyer fährt, wird klar, dass alle damaligen Crewmitglieder eine solche Vision hatten.

Also beschließen sie auf den Mars zurückzukehren, um Jeanne zu zurückzuholen…


Kritik zu Missions Staffel 2

Missions Staffel 2 beginnt, wie für diese Serie üblich, mit einem Cut, deren erste Szenen man zunächst gar nicht einordnen kann. Somit braucht man etwasn um den groben Umriss zu verstehen. Allerdings wird am Ende der ersten Folge dann schnell klar, was los ist und worauf es hinausläuft.

Diese Staffel arbeitet auch wieder mit Rückblenden. Diese erscheinen immer wieder und erklären vor allem, wie es den Crewmitgliedern nach ihrer Rückreise ging und was sie getan haben.

Gelegentlich wirkt das etwas befremdlich, aber letztlich ergeben Dinge, die einem vorher unverständlich waren, dadurch plötzlich einen Sinn. Insgesamt sehe ich das als eine Stärke der Serie, da Handlungen (wie auch in Staffel 1), deren Sinn sich dem Zuschauer zunächst nicht erschließen, durch spätere Enthüllungen doch durchaus logisch und sinnvoll wirken. So hat man immer wieder einen „A-Ha-Effekt“. Und man überlegt, ob man die Serie mit dem gesammelten Wissen gleich nochmal ansehen soll…

Die Charaktere sind weiterhin kantig, aber glaubhaft und bleiben ihrem Stil und ihrem Verhalten aus Missions Staffel 1 erstmal komplett treu. Man kann ihren Handlungen folgen und auch sehr gut nachvollziehen.

Die Handlung wird jedoch zunehmend mysteriöser, was sich schon spätestens am Ende der 1. Staffel angedeutet hatte. So wird es zunehmend schwerer, mit ihr mitzuhalten und sie zu verstehen, aber gerade durch die zuvor erklärten „A-Ha-Effekte“ verschließt sich einem die Geschichte nicht völlig. Man kann ihr weiterhin folgen, sowie sich vorstellen, dass weitere Handlungen mehr Aufschluss bringen werden.

Hierbei werden auch immer wieder die großen Fragen aufgeworfen:

  • Wer hat das alles erschaffen?
  • Hat alles einen Sinn?
  • Ist es die Menschheit wert gerettet zu werden?
  • Welcher Preis ist das Überleben wert?

Dies führt zum Aufbau von Spannung, sowie dazu, unbedingt weiter sehen zu wollen, wohin das ganze führt. Auch regt es sehr zum Nachdenken an.

Das neue Element eines künstlich erschaffenen Menschen und damit einer neuen Spezies und wie diese mit den Menschen interagiert und diese einschätzt, ist noch ein weiteres, spannendes und sehr interessantes Element der Serie.

Fazit zu Missions Staffel 2

Die 2. Staffel folgt dem Stil der ersten, beschäftigt sich aber noch mehr mit Mysterien sowie den großen Fragen der Menschheit und des Universums, verliert dabei aber keineswegs die Charaktere und die Story aus dem Blick. Es dauert wieder etwas sich in die Serie hineinzufinden, wer jedoch Sci Fi-Serien mag, die zum Nachdenken anregen und nicht alles erklären, sondern auch mal Fragen offen lassen, wird hier bestens unterhalten werden.

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