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Artikel

Bildnachweis: (c) Lucasfilm Ltd.
  • Von RodneysGirl
  • Ferne Welten
  • Veröffentlicht am 12.12.2017

Star Wars – Episode 8: Die letzten Jedi
Ein Jedi oder doch mehrere?

Vor fast genau zwei Jahren hat uns Star Wars – Episode 7: Das Erwachen der Macht in eine neue Ära von Star Wars-Filmen geführt; neue Charaktere wurden etabliert, der Verbleib von bereits bekannten Charakteren geklärt. Eine gute Basis für neue Geschichten im großen Star Wars-Universum.

Nun liegt es an Episode 8, die Geschichte fortzuführen und Antworten auf so manche offene Frage des Vorgängers zu geben.


Worum geht es?

Trotz der Vernichtung der Starkiller-Basis herrscht die Erste Ordnung noch immer über die Galaxie. Aufstände werden niedergeschlagen. Doch General Leia Organas Widerstand ist noch auf der Flucht. Während ihnen die Erste Ordnung auf den Fersen ist, suchen sie nach einem neuen Standort für ihre Operationsbasis. Innerhalb der Ersten Ordnung wird der Kampf um die Gunst Snokes deutlich. Sowohl dessen Schüler, Kylo Ren, als auch General Hux versuchen ihr Ansehen zu steigern und so jeweils den anderen zu übertrumpfen.

Derweil befinden sich Rey und Chewbacca auf Ahch-To. Rey bittet Luke Skywalker um Hilfe im Kampf gegen Snoke, Kylo Ren und die Erste Ordnung. Außerdem soll er ihr den Umgang mit der Macht beibringen. Doch ist Luke bereit für eine neue Schülerin?


Review

Mit jeder neuen Episode der Star Wars-Reihe sind natürlich die Erwartungen der Zuschauer hoch. Die Messlatte liegt durch die bisherigen Episoden sehr weit oben. Für viele Fans ist die fünfte Episode Das Imperium schlägt zurück der beste Film der Reihe. Da hat es Episode 8 nicht leicht, vor allem, da der Film schon im Voraus hoch gelobt und Regisseur Rian Johnson für seine Arbeit schon mit einer komplett neuen Trilogie belohnt wurde.

Mit der Ankündigung der Filmlänge von insgesamt 152 Minuten wurde klar, dass dies der längste Star Wars-Film wird. Damit keimte auch die Hoffnung auf, dass alle Charaktere genug Screentime erhalten würden, um angemessen ausgearbeitet und weiterentwickelt zu werden und gleichzeitig die Handlung nicht zu kurz kommt.

In der ersten Szene fackelt man auch nicht lange und steigt direkt mit Action und Spannung, sowie einer Portion Humor ein. Der Kritik, dass man mit der Ausgangssituation früheren Episoden ähnelt, wird sich der Film erneut gegenübersehen. Davon kann er sich im späteren Verlauf jedoch lossagen und schlägt einen neuen Weg ein. Das Erzähltempo unterscheidet sich deutlich vom Vorgänger. Johnson setzt bei Episode 8 stärker auf Charakterszenen, die nicht primär darauf ausgerichtet sind, die Handlung selbst voranzubringen.

Der Fokus des Films liegt auf Rey, Luke und Kylo, aber auch auf Poe, Leia und Finn. Jeder Charakter entwickelt sich in eine bestimmte Richtung, wobei man sich vor allem bei den ersten drei lange Zeit nimmt, die Entwicklung konkret werden zu lassen. Stattdessen fiebert der Zuschauer lange mit, welcher Charakter sich inwieweit von der hellen bzw. der dunklen Seite der Macht beeinflussen lässt. Ist alles, wie es scheint? Oder spielt jemand ein doppeltes Spiel?

Bei den drei Personen des Widerstands dürfte es Fans vor allem freuen, dass General Leia Organa in mehreren Szenen zu sehen ist. Sie bereichert den Film und dient – wie zuletzt Han Solo – als Wegweiser im Star Wars-Universum. Die Entwicklung von Poe und Finn ist nicht ganz so ausgeprägt, dafür dürfen sich die zwei bei Actionszenen verausgaben.

Positiv anzumerken ist, dass man sich erneut Gedanken um neue Schauplätze, Spezies und Technologien wie Raumschiffstypen gemacht hat. Diese sind gut ausgearbeitet und fügen sich in die bestehende Welt gut ein. Der Planet Crait bietet beispielsweise einen interessanten neuen Schauplatz, während man mit den süßen Porgs bereits vor Filmstart heftige Diskussionen auslöste. Werden die Porgs etwa die neuen Ewoks?

Auch die Kampfszenen – vor allem die Raumschiffsschlachten – sind schön umgesetzt und überzeugen mit geschickter Kameraführung und beeindruckenden Effekten. An anderen Stellen wirkt das CGI dann leider etwas überzeichnet und beraubt einem des sonst recht konstanten Realismus der gezeigten Szenen.


Fazit

Länger ist nicht gleich besser. Mit der Länge hat Episode 8 unserer Meinung nach eindeutig zu kämpfen. Die Grundlagen für eine gute Story sind alle da, hier wäre es schön gewesen, diese zielstrebiger und vor allem konsequenter durchzuziehen. Stattdessen scheint man sich um konkrete Aussagen in dem Film herumzuwinden.

Neben dem ein oder anderen „Oha!“-Moment, finden sich erneut Szenen im Film, die den Kinobesucher wiederum fragend zurück lassen. Aber für all diese offenen Fragen kommt ja noch der dritte Teil der Trilogie! In diesem werden dann hoffentlich die nötigen Antworten gegeben.

Doch trotz aller Kritik, handelt es sich bei Episode 8 um einen soliden Film, den man als Fan durchaus im Kino gesehen haben sollte. Visuell überzeugt er auf der großen Leinwand und lässt den Zuschauer mit seinen Lieblingscharakteren mitfiebern. Werden die richtigen Entscheidungen getroffen? Oder entwickelt sich der Charakter in eine neue Richtung?

Zuletzt sei gesagt, dass die Diskussionen über den Titel vor Kinostart durchaus ihre Daseinsberechtigung hatten. Um die Frage, ob es sich um einen oder mehrere letzte Jedi handelt, zu beantworten, sollte sich jeder Fan selbst mit auf die Reise begeben!

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