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Convention-Berichte

  • Von Saffier
  • Veröffentlicht am 26.10.2016

German Comic Con Berlin 2016

Am 15. und 16. Oktober 2016 zog es viele Serien-, Film-, und Comicfans nach Berlin. Denn an diesem Wochenende fand auf dem Messegelände die erste German Comic Con Berlin statt. Bereits im vergangenen Jahr veranstalteten die Organisatoren eine solche Con in Dortmund und nach dem großen Erfolg sollte es neben einer Wiederholung in diesem Jahr eine zusätzliche Convention in der Hauptstadt geben.

Bereits vor Einlass ließ sich erahnen, dass es voll werden würde. Zum einen durch die Info seitens der Veranstalter, dass sowohl Samstags- als auch Wochenendtickets im Vorfeld ausverkauft waren. Um 9 Uhr begann der Einlass für die VIP-Ticket Inhaber, während alle anderen erst zum offiziellen Beginn um 10 Uhr die zwei Hallen betreten durften. Dennoch waren die ersten Tages- und Wochenendticketinhaber bereits Vorort und warteten geduldig auf den Einlass. Wie sich bereits gegen 9.15 Uhr herausstellte, war das eine gute Idee, denn wer sich zu diesem Zeitpunkt anstellte hatte schon eine beachtliche Schlange an Menschen vor sich. Bei einem Konzert hätte es wohl, je nach Breite der Bühne, nicht mehr für einen Platz innerhalb der ersten 5-10 Reihen gereicht. Und der Strom an Menschen riss nicht ab. Eine halbe Stunde vor Einlass hatte sich bereits eine beachtliche Schlange gebildet die immer weiter wuchs. Man könnte sagen dieses Wochenende sollte zu zwei „Tagen des Schlange stehens“ werden. Denn dies war nicht die einzige Warteschlange die es auf der Convention zu bezwingen galt.

Endlich war es 10 Uhr und pünktlich wurden die Türen geöffnet. Zügig und ohne Probleme verlief der Einlass und die Menschen strömten ins Innere der Messe. Auf zwei Hallen erstreckte sich die Convention. In Halle 1 waren der Großteil der Händlerstände anzutreffen die wieder allerhand Merchandise Artikel anboten von Schmuck und T-Shirts bis hin zu Perücken und Kontaktlinsen die gerade für einige Cosplayer von Interesse gewesen sein könnten. Ebenfalls vertreten waren eine Reihe von (Comic-)Zeichnern, die ausgewählte Werke präsentieren und für kleines oder großes Geld auf Wunsch vor Ort persönliche Zeichnungen entwarfen. Speziell für Cosplay und Comicfans gab es Vorort noch eine eigene Bühne auf der ein vielseitiges Programm geboten wurde.

In Halle 2 befand sich, neben weiteren Händlerständen und Ausstellern, die Mainstage. Hier standen die eingeladenen Stars aus Film und Fernsehen Rede und Antwort. In einem Mix aus Interview und Fragen aus dem Publikum plauderten diese über Erlebnisse am Set, die Zusammenarbeit mit diversen Schauspielern, wo sie gerne einmal mitspielen würden und vieles mehr. Direkt um 10:30 Uhr betrat Sylvester McCoy, bekannt als der 7. Doctor aus „Doctor Who“ und Radagast der Braune in „Der Hobbit“, als erster die Bühne. Saß er zunächst noch gesittet auf dem Sofa und beantwortete die Fragen des Moderators, gab es für ihn kein Halten mehr als die Fragen aus dem Publikum eingeläutet wurden. Schwupps, hatte McCoy sich einen Weg gesucht um von der Bühne herunter zu kommen (hinter einem der Leinwände, was ihn später noch zu einigen Schattenspielchen einlud), nahm noch schnell das Mikro des Moderators entgegen und flitzte erstaunlich flink durch die Menge. Animierte das Publikum Fragen an ihn zu richten und drückte diesen direkt das Mikro in die Hand, um im Anschluss flugs wieder weiter umher zu laufen. Bei all den Fragen erfuhr man unter anderem, dass McCoy bereits beinahe bei „Der Herr der Ringe“ mit von der Partie gewesen wäre. Denn er gehörte zu den letzten zwei Darstellern, die für die Rolle des Bilbo Beutlin im Rennen waren. Am Ende ging diese Rolle bekanntlich an Ian Holm.

Und auch alle anderen Stars wussten so einiges interessantes zu erzählen. Darunter Billie Piper, Famke Janssen, James Marsters und viele mehr. An dieser Stelle wäre zu bemängeln, dass die Mainstage recht klein geraten ist. Es passten leider lange nicht all die Leute rein, die gerne eines der Panels gesehen hätten. Waren alle Stühle besetzt wurde niemand mehr reingelassen, denn die Gänge mussten als Fluchtwege im Notfall freigehalten werden. Hier hieß es also Schlange stehen und abwarten ob ein Platz frei wurde. Das Problem an der Sache war dabei sicherlich auch, dass dadurch einige Leute nach einem Panel sitzen geblieben sind, obwohl das nächste für sie nicht unbedingt von Interesse war, nur um bereits für das übernächste einen Sitzplatz sicher zu haben. Auch waren die Hintergrundgeräusche relativ laut, da die Mainstage lediglich mit Trennwänden vom Rest der Halle abgetrennt war. Ein separater Raum hierfür wäre sicherlich angenehmer gewesen.

Ebenfalls in der Halle waren die Autogrammtische nebeneinander aufgereiht. Stand für die Stars gerade kein Panel oder Photoshoot an und machten nicht gerade Pause oder führten ein Interview, dann konnte man sie dort an ihrem Platz antreffen, wo sie fleißig Autogramme gaben und auf allem unterschrieben, was man ihnen in die Hand drückte – natürlich sofern man dafür auch bezahlt hatte. Autogrammtickets konnte man dabei nicht vorab kaufen. Stattdessen hat man sich in die Schlange eingereiht – die je nach Bekanntheitsgrad des Stars oder der Uhrzeit mal länger oder mal kürzer war – und bezahlte direkt vor Ort bei dem nebendran sitzenden Mitarbeiter der Con. Anders als zum Beispiel bei der Hannover Comic Con war hier striktes Foto-Verbot. Somit waren auch keine spontanen Selfies mit dem Star erlaubt, die in Hannover zwar nicht ausdrücklich erlaubt, aber geduldet waren. Schön war zu sehen, dass sich die Stars auch Zeit für jeden einzelnen genommen haben. So gab es mal eine kleine Frage ihrerseits, ein Lob für die erstellte Collage die unterschrieben werden sollte oder ein sonstiges kurzes Gespräch. Nachteil an der Sache war natürlich, dass man dadurch je nach Anzahl der Wartenden dementsprechend lange in der Schlange stehen musste, um dran zu kommen. Aber wenn der Grund dafür ein kurzes Gespräch mit einem Schauspieler/einer Schauspielerin ist deren Filme oder Serien man unglaublich gerne anschaut, dann ist das – meiner persönlichen Meinung nach – gut zu verschmerzen, auch wenn es ärgerlich ist, wenn man gleich in mehrerer solcher Schlangen landen sollte und dementsprechend viel Zeit ausschließlich mit warten verbringt. In meinem Fall stand ich nur bei Billie Piper relativ lange in der Schlange. Bei allen anderen von denen ich mir ein Autogramm geholt habe, waren die Schlangen zu dem Zeitpunkt glücklicherweise relativ kurz. Gerade Fans von Christopher Lloyd mussten einiges an Geduld mitbringen um an ein Autogramm zu kommen. Dort stellte man sich auch schon mal an, obwohl dieser gerade gar nicht vor Ort war, nur um sicher zu gehen, dass man an dem Tag auch tatsächlich dran kam. Aber egal in welcher Schlange man gerade anstand. Es fand sich immerhin immer jemand zum quatschen, so dass man sich in der Zeit ganz gut unterhalten hat.

Ein weiteres Event bei dem man mit Schlange stehen beschäftigt war, waren die Photoshoots. Die ersten waren bereits – je nach Star – eine halbe bis ganze Stunde früher vor Ort, was zu einiger Verwirrung führte. Es war nicht ungewöhnlich, dass dort dadurch gleich drei oder vier Warteschlangen nebeneinander anzutreffen waren. Die Frage aller Fragen war nun: Wo muss ich mich denn jetzt anstellen, wenn ich zum Photoshoot von xy will? Aber zum Glück hatten die in der Schlange stehenden Gästen immer den Überblick und konnten einen häufig sagen wo man sich anstellen musste, wenn gerade keiner der Mitarbeiter anzutreffen war. Teilweise schlängelten sich die Warteschlangen quer durch die Halle, was ein wenig ungünstig für diejenigen war, die einfach nur durch die Halle schlendern wollten und sich immer wieder durch die Menschenmenge hindurch schieben mussten. An dem System sollte für die nächste Convention sicherlich noch ein wenig herumgeschraubt werden. Direkt vor Ort beim Fotografen ging dann aber alles seinen geregelten Ablauf und kaum zwei Minuten nachdem das Foto geknipst wurde und man sich gerade wieder seine Tasche geschnappt hat, die sicher verwahrt wurde, hatte man auch schon sein fertiges Foto in der Hand. Mit der digitalen Version, die man sich später auf einem USB-Stick kaufen konnte, soll es dagegen nicht so reibungslos gelaufen sein und es kam zu einigen Verzögerungen bei der Ausgabe.

Am entgegengesetzten Ende der Halle, wo es die regulären Photoshoots gab, hatte man auch noch zusätzlich die Möglichkeit zu sogenannten „Prop-Photoshoots“. Diese beinhalteten Fotos mit Christopher Lloyd im Delorean, Billie Piper und der Tardis, Sylvester McCoy und der Tardis Konsole oder einem Foto mit Groot aus Gardians of the Galaxy.

Und was natürlich noch erwähnt werden sollte: Cosplay soweit das Auge reicht. Ob nun Iron Man und andere Marvel Helden, Jack Sparrow, Doctoren, ein Weeping Angel oder diverse Charaktere aus dem Anime/Manga Bereich: irgendwer lief einem eigentlich immer über den Weg. Mir ist sogar eine SG-1 Uniform über den Weg gelaufen.

Abschließend lässt sich sagen: Es war voll – sehr voll! Für die Veranstalter aber sicherlich ein großer Erfolg. Laut deren Angaben hatten sie während des gesamten Wochenendes um die 30.000 Besucher. Dennoch sind an einigen Stellen sicherlich einige Kritikpunkte zu finden. Angefangen mit der Mainstage und den leicht ungeordneten Schlangen vor den Photoshoots. By the way: Schlange stehen musste man gerade als weibliche Person übrigens auch vor den Toiletten. Zu viel trinken war somit nicht allzu empfehlenswert, wenn man die Zeit sinnvoll nutzen wollte. Aber das nur mal so am Rande. Die eingeladenen Stars schienen soweit alle gut gelaunt gewesen zu sein und waren sich in der Regel für keine Frage zu schade (James Marsters forderte die Leute sogar auf ihn alles, aber auch wirklich alles zu fragen. Und sei es für ihn noch so peinlich. Allerdings versprach er nicht, auch auf jede Frage eine Antwort zu geben ;) ). Auch an den Autogrammtischen nahmen sie sich, wie schon erwähnt, Zeit für jeden Einzelnen und machten einen freundlichen und sympathischen Eindruck. Für jemanden der es gerne ruhig und übersichtlich mag ist diese Convention aber vermutlich nicht das richtige, denn man musste immer und überall mit stockendem Verkehr aufgrund der Menschenmassen rechnen. Dafür gab es allerhand zu bestaunen, zum Ausprobieren, Gewinnspiele an den verschiedensten Ständen und natürlich zu kaufen. Und auch für Autogrammjäger ist die German Comic Con eine wahre Fundgrube, sind doch eine Vielzahl an Gästen aus den verschiedensten Serien- und Filmproduktionen anwesend. Ein Datum für das nächste Jahr steht auch schon fest: Am 30.09. und 01.10.2017 geht die German Comic Con Berlin in die zweite Runde und wird sicherlich wieder mit einer Vielzahl von interessanten Gaststars locken.

German Comic Con 2016

02.12.2016 - 04.12.2016   |   Westfalenhalle Dortmund, Deutschland

Die German Comic Con war die erste auf deutschem Boden stattfindende Comic Con dieser Art. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes Signing Event. Das bedeutet, Autogrammstunden und Photo Shoots stehen im Mittelpunkt. Zudem darf man sich auf eine Menge toller Cosplays freuen und eine Flut an Händlern und Ausstellern.

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