Mohen Leo wird die neue Stargate-Serie als Visual FX Supervisor begleiten, wie Showrunner Martin Gero im Live-Chat mit GateWorld und Dial the Gate ankündigte.
Nachdem wir uns dem neuen Production-Designer Nathan Crowley bereits gewidmet haben, ist es nun an der Zeit, den Verantwortlichen für die visuellen Effekte des nächsten Kapitels im Stargate-Serienuniversum genauer vorzustellen!
In seiner Rolle als VFX Supervisor leitet Mohen Leo nicht nur die Visual FX-Abteilung, managt fristgerecht die Prozesse und stellt die nötigen Qualitätsstandards sicher, sondern er ist zugleich auch das Bindeglied zwischen seinem Künstler-Team und den Produzenten sowie Regisseuren. Damit wird er eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der kreativen Visionen für die neue Stargate-Serie spielen - und genau in diesem Bereich bringt er reichlich Erfahrung mit, wie ein Blick in seine Filmografie beweist.
Mohen Leo - kurz zur Person
Ganz ähnlich wie bei seinem Kollegen Nathan Crowley verbindet auch Mohen Leo wenige öffentlich über ihn bekannte Infos mit einem beachtlichen Resümee in Film, TV und sogar der Videospielbranche, das für sich spricht.
Der gebürtige Berliner studierte an der Technischen Universität Berlin zunächst Physik und Computerwissenschaft, bevor er eine kreative Laufbahn einschlug und 1996 einen Job als technischer Direktor und Effekteanimator bei Industrial Light & Magic ergatterte.
Es sollte der Startschuss für eine beeindruckende Karriere als Creative Director und Visual Effects Supervisor sein, während der er wiederholt vor allem an Star Wars mitarbeitete, aber auch viele andere Kino-Blockbuster bereicherte.
Heute lebt Mohen Leo in London.
Bisherige Referenzen & Würdigungen
Obwohl er ILM zwischenzeitlich mehrfach kurz verließ, zog es Mohen Leo doch immer wieder zurück zu seinem ersten Arbeitgeber, wo er schon als Berufseinsteiger an den ersten beiden Teilen der Star Wars-Prequel-Trilogie sowie Pearl Harbor und Der Sturm mitwirkte.
Nachdem er 2002 zu ESC Entertainment gewechselt war und dort an Matrix Reloaded und Matrix Revolutions gearbeitet hatte, kehrte er zwei Jahre später zu ILM zurück und betreute unter anderem den Kinofilm Poseidon als Associate VFX Supervisor, was ihm eine erste Effekte-Oscar-Nominierung und Würdigung durch die Visual Effects Society einbrachte.
2006 ging er abermals, um bei Digital Domain Effekte für Speed Racer und das Endzeit-Epos 2012 des Stargate-Regisseurs Roland Emmerich zu zaubern, wofür er erneut von der Visual Effects Society nominiert wurde.
Mohen Leo heuerte 2009 erneut bei Industrial Light & Magic an und arbeitete dort in verschiedenen Kapazitäten, insbesondere in den ILM-Ablegern in London und Singapur. Aktuell ist er Creative Director und VFX Supervisor bei ILMxLAB.
Weitere große Filme, an denen er im Laufe seiner Karriere mitwirkte, sind Transformers: Age of Extinction, Mission : Impossible - Ghost Protocol, Das Geisterschloss, Fluch der Karibik - Fremde Gezeiten, Der Marsianer sowie die MCU-Titel Iron Man 2 und Ant-Man.
Mit Rogue One: A Star Wars Story und Andor kam er schließlich nicht nur zum Star Wars-Universum zurück, er holte sich mit diesen Hits sogar eine weitere Oscar- sowie mehrere BAFTA- und andere Nominierungen für das Effekte-Team, holte einen Saturn Award nach Hause und gewann einen Emmy.
Für die VR-Videospielreihe Vader Immortal entwickelte Mohen Leo außerdem die Story und sammelte dabei zusätzliche Erfahrungen im Bereich Gaming.
Fazit
Die Schöpfer der neuen Stargate-Serie haben bei ihrem Chef für die visuellen Effekte offenbar ebenfalls ein gutes Händchen bewiesen:
Mohen Leo verfügt als versierter VFX Supervisor über langjährige Branchenerfahrung, zudem ist er bekannt für fantastischen und technisch anspruchsvollen, aber dennoch geerdeten, in der Realität verankerten Bildzauber.
Und ein weiteres Plus, das künftig auch Stargate zugutekommen dürfte: Dank seiner vielfältigen Filmografie und umfangreichen Arbeit an Star Wars ist Mohen Leo mit dem Sci-Fi-Genre bereits bestens vertraut.