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Interviews

Rainbow Sun Francks im SG-P -ExklusivInterview
9 / 2018

Teaser - Rainbow Sun Francks Interview 2018

Rainbow Sun Francks ist Stargate-Fans bestens bekannt als Lieutenant Aiden Ford in Stargate-Atlantis.

Der kanadische Schauspieler ist der Sohn des Schauspielers und Musikers Don Francks und der Schauspielerin und Tänzerin Lili Francks. Seine Schwester Cree Summer ist ebenfalls Schauspielerin und Sängerin.

Auf der Gatecon: The Invasion in Vancouver hatte Stargate-Project.de die Gelegenheit, Rainbow im Rahmen eines Interviews einige Fragen zu stellen. Hierfür an dieser Stelle noch einmal ein herzlicher Dank an ihn und die Crew der Gatecon, insbesondere Richard und Jane!

Interview & Übersetzung: Irena Strobach (Sam_Carter)

Deutsch

Stargate-Project.de: Du wirst dich vermutlich nicht mehr daran erinnern, aber vor knapp 13 Jahren hast du schon mal ein Interview für unsere deutsche Stargate-Fanpage gegeben…

Rainbow Sun Francks: In Deutschland? Ja, ich erinnere mich. War das in Hamburg? Nein, das war in…

Stargate-Project.de: …in Bad Salzdetfurth. Das war im Januar 2006. Du hast damals gesagt, dass du außer dem Convention-Hotel nicht viel von Deutschland gesehen hast. Hat sich daran inzwischen etwas geändert?

Rainbow Sun Francks: Ja, nach der Convention sind wir mit dem Zug nach Hamburg gefahren. Und ich war mal kurz in Berlin auf dem Weg zu einem Dreh in Österreich. Aber das war es dann auch. Ich konnte leider nicht noch mal dorthin. Aber im November kann ich das hoffentlich machen. Mal sehen, ob ich Zeit haben werde.

Stargate-Project.de: Du meinst, wenn du für die Cal Mah nach Leicester in England reist?

Rainbow Sun Francks: Ja, ja. Ich will noch ein wenig länger bleiben und ein wenig durch Europa reisen. Ich denke daran, nach Amsterdam zu fahren, und dann werden wir sehen, was wir von dort aus machen....

Stargate-Project.de: Das klingt gut. Viel Spaß dabei.

Zum Zeitpunkt deines ersten Interviews für Stargate-Project.de lief Stargate: Atlantis noch im Fernsehen und du hattest gerade deinen letzten Auftritt in Staffel 2. Wessen Entscheidung war es, dass du die Serie verlassen hast? Waren es die Produzenten oder hattest du neue Projekte?

Rainbow Sun Francks: Nein, das war nicht meine Entscheidung! Ich liebte meinen Job und war sehr, sehr glücklich dabei zu sein... Eines Tages wurde ich mit Rob in Brads Büro gerufen, Brad Wright und Rob Cooper, und sie sagten mir, dass sie meinen Vertrag beenden wollen, dass es zu Ende geht. Ich habe nie wirklich einen Grund oder so erfahren, was für mich ziemlich verwirrend war, weil ich noch sehr jung war. Ich hatte keine Ahnung, warum. Aber es ist okay, weißt du. Sieh dir an, was wir dafür bekommen haben: Wir haben Jason Momoa bekommen. Niemand hätte spielen können, was er gespielt hat.

Aber nein, es lag nicht an mir. Ich wäre geblieben. Ich liebe die Show. Ich liebe Sci-Fi. Es war meine Chance, im Weltraum zu sein. Das war unglaublich. Ich würde das für nichts aufgeben.

Stargate-Project.de: Wir konnten dich dann noch mal in einer kurzen Szene in der ersten Episode der 5. Staffel, in „Such- und Rettungsaktion" ("Search and Rescue“) wiedersehen: Aiden Ford erschien in einem Traum von Sheppard. Bist du dafür zum Set zurückgekehrt oder wurden vorhandene Aufnahmen verwendet?

Rainbow Sun Francks: Nein, nein, wir haben das dann erst gedreht. Ich war noch in Vancouver und Martin Gero - wir sind Freunde - er rief mich an und fragte: „He, arbeitest du jetzt gerade an irgendetwas?“ Ich sagte: "Nein, ich arbeite an nichts." Und er sagte: "Willst du zurückkommen und eine Art Cameo machen? Ich habe etwas für dich geschrieben. Und wenn du zurückkommen willst… Es ist es nur eine kleine kurze Szene mit dir und Joe." Und ich sagte: "Ok, cool." Ja, und so ging ich dann kurz darauf zurück ins Studio, habe alle wiedergesehen und wir drehten die Szene. Und es war großartig. Es war gut. Ich war noch der Gleiche und sah noch genauso aus (lacht), ich war nicht gealtert, also funktionierte es.

Stargate-Project.de: Vor ein paar Wochen fragte jemand auf Twitter: "Wäre Aiden Ford in der sechsten Staffel oder in einem eventuellen Atlantis-Film wieder aufgetaucht, wenn es weitergegangen wäre?"

Rainbow Sun Francks: … und Joseph Mallozzi hat gesagt: „NO!“

Stargate-Project.de: Nicht ganz, seine Antwort war: "Uncertainly“ (ungewiss). Was denkst du? Hattest du die Hoffnung, irgendwann zurückzukommen?

Rainbow Sun Francks: Ich hatte keine Hoffnung. Ich hatte für mich selbst damit abgeschlossen, denn es hätte nichts gebracht, Erwartungen zu nähren, nur um enttäuscht zu werden. Ich würde sagen, dass ich es eher als eine verpasste Gelegenheit für die Produktion und für die Serie angesehen habe. Ich meine, sie hatten da einen Charakter mit großer Stärke und er war auch ein bisschen wild, was sich im Fernsehen wirklich gut macht. Du hast jemanden, der sich jederzeit und in alle Richtungen entwickeln kann. Deswegen denke ich, dass es eine verpasste Gelegenheit war, ihn nicht zurückkommen zu lassen, vor allem, weil sie ja häufig seine Stärke und seine Soldatenqualitäten hätten brauchen können...

Ich stelle mir oft eine Szene vor, in der wir uns im Gateraum befinden, alles wird hell, das Gate öffnet sich und sie haben keine Ahnung warum oder wie. Und alle Soldaten stürmen herein, um zu sehen, wer kommt, und ich komme da ganz alleine durch und sage nur: "Hallo Leute, was gibt's? Ich habe euch aus der Ferne beobachtet und ich weiß, dass ihr Hilfe braucht." (lacht) Ich komme zurück und kenne die Antworten und weiß, wie man es macht.

Gleichzeitig weiß ich, dass es für sie schwer gewesen wäre, das so zu machen, weil Ford zu stark hätte sein können. Wenn er heilen kann und irgendwie Superkräfte hat, dann ist er vielleicht zu stark. Ich weiß es nicht... Aber ich dachte, es wäre schön gewesen, noch einmal zurückzukommen, auch wenn sie mich dann tatsächlich getötet und es nicht mehr offen gelassen hätten.

Stargate-Project.de: Nach all den Jahren bist du immer noch ein willkommener Gast auf Stargate-Conventions…

Rainbow Sun Francks: Ja! Wie schön ist das denn!

Stargate-Project.de: Diese Art von Conventions finden auch über 7 Jahre nach dem Ende von Stargate Universe noch immer in der ganzen Welt statt. Was macht Stargate deiner Meinung nach so beliebt?

Rainbow Sun Francks: Ich denke, es ist etwas ganz Besonderes, das die Menschen auf einer ganz speziellen Ebene verbindet. Ansichten werden ausgedrückt, Emotionen werden ausgedrückt und dann ist da der prophetische Wert einiger dieser Geschichten... Das hast du häufig im Sci-Fi-Genre. Bei Star Trek ist es das Gleiche. Stargate, Star Trek, Star Wars, alles in den Sternen (lacht). Und wir lieben diese Geschichten, weil wir uns mit dem identifizieren, was sein könnte, was wir erhoffen und weil die Geschichten auch zeigen, was wir im Kern sind. Und in den Werten, in den Lektionen, die wir durch sie lernen, sind sie zeitlos. Also ist es egal, dass es 7 Jahre her ist. Die Geschichte hat immer noch den gleichen Wert wie damals, als sie erstmals gesendet wurde.

Ich weiß für mich, wenn ich etwas wirklich liebe, wird es zu einem Klassiker in meinem Herzen. Und wenn es dort erst mal ein kleines Zuhause hat, kann man immer wieder dorthin zurückgehen und es ist wie ein Besuch bei einem alten Freund oder wie nach Hause zu kommen. Und ich denke, genauso ist es auch mit den Conventions. Der Grund, warum es sie immer noch gibt, ist, dass wir da so eine eigentümliche dysfunktionale Familie haben, die auf dieser Serie gegründet ist. Und das ist wirklich schön, weil Verrückte wie ich auf Leute treffen, die etwas von Typen wie mir wissen wollen. Ich weiß gar nicht warum. (lacht). Aber es ist wirklich schön. Wir sind alle in Kontakt und ich sehe Leute, die ich vor ein paar Jahren in Chicago gesehen habe, die ich sonst nur online sehen kann. Und es ist schon etwas Besonderes an dem persönlichen Kontakt und der Möglichkeit, solche Momente miteinander zu teilen. Ich denke, viele von uns suchen nach einem Weg, suchen nach solchen Beziehungen. In einer digitalen Welt wird das immer schwieriger. Und das sind wirklich besondere Momente, die wir gemeinsam teilen können… Also, 7 Jahre, 20 Jahre, es scheint weiterzugehen, und ich finde das gut.

Stargate-Project.de: Wir alle hoffen, dass es weitergeht, auch mit dem Stargate-Franchise. Hast du die neuesten Entwicklungen mit Stargate Command und Stargate Origins verfolgt?

Rainbow Sun Francks: Oh, ja, die neue digitale Serie.

Stargate-Project.de: Hast du sie gesehen?

Rainbow Sun Francks: Ich habe sie nicht gesehen. Nein, ich habe nicht wirklich mitbekommen, wo man es sehen konnte… dieser Streaming-Service. Da musste man sich anmelden, oder?

Ich denke, es ist schwierig, Leute dazu zu bringen, etwas zu sehen, das nur auf einem Streaming-Service für eine bestimmte Serie verfügbar ist, eine einzelne Show, die du kaufen musst oder was auch immer. Es ist seltsam. Ich habe nicht verstanden, warum ich es mir nicht einfach so ansehen konnte. Aber wie auch immer: ich bin gespannt auf alles, was das Franchise voranbringt. Mehr ist mehr. Und es ist etwas, das wir lieben, also bin ich dafür.

Stargate-Project.de: Wie ging es mit deiner Schauspielkarriere nach Stargate weiter?

Rainbow Sun Francks: Ich habe fortwährend gearbeitet. Ich hatte eine wirklich wunderbare Karriere und habe sie immer noch. Nach Stargate habe ich eine Sitcom gemacht, die wirklich Spaß machte: "This Space for Rent". Und dann bekam ich von der Sci-fi-Branche einen Anruf: Ich saß zu Hause, nicht allzu lange nachdem ich mit Stargate fertig war, und wurde gefragt, ob ich in der Stadt sei und gerne einen Cameo in "Aliens vs. Predator" machen würde. Ich sagte Ja und ging ans Set. Dort bekam ich einiges zu sehen, was ich liebe. Da war ein Wohnwagen mit etwa 20 Außerirdischen und dem ganzen Kram und ich blieb etwa 5 Minuten einfach nur da stehen. Sie sagten: "Dein Wagen ist da hinten." Und ich: "Gut. Ich gucke nur.“ Sie wollten mich für einen Tag. Am Ende war ich 9 Tage da und lernte alle kennen, all diese Leute, die die Special Effects und die Masken machen, und es machte super Spaß. Und letztendlich wurde ich von einem Predator in den Kopf geschossen, eines der coolsten Dinge ist, die ich je erlebt habe (lacht).

Und danach habe ich an einer Serie gearbeitet, die ich wirklich liebe, die ihr vielleicht in Deutschland auch kennt: "The Listener". Es war eine Art Polizeidrama, aber wir nennen es gerne "Soft-Core-Sci-Fi", weil es auch ein bisschen Sci-Fi ist. Der Held hat telepathische Fähigkeiten, doch es ist keine von diesen Serien über Übernatürliches; es ist einfach eine Polizeiserie. Das habe ich 5 Jahre lang gemacht bis die Serie vor ein paar Jahren zu Ende ging.

Und jetzt habe ich gerade die Arbeit an einer großen Serie für Netflix beendet, die nächstes Jahr rauskommen wird. Sie heißt "Umbrella Academy" und basiert auf einem Dark-House-Comic gleichen Namens. Sie hat eine großartige Besetzung Es wird eine wirklich tolle Serie.

Im Moment arbeite ich an einer HBO-Show namens "Jett" mit Carla Gugino als Hauptdarstellerin und dem wunderbaren Giancarlo Esposito, den ihr aus Breaking Bad kennt. Ich spiele einen seiner Killer, seine rechte Hand und seinen Bodyguard. Das kommt irgendwann im Februar/März 2019 raus.

Also, ich hatte Glück. Ich mache Filme, mache viel verschiedene Sachen. Ich hatte wirklich Glück. Und ich werde zweifellos weiter machen. Ich bin nicht sehr berühmt, ich bin nicht in der Öffentlichkeit, aber ich arbeite kontinuierlich. Wenn ihr es verfolgt, werdet ihr feststellen, dass ich auch künftig weitermache.

Stargate-Project.de: Wir werden es aufmerksam verfolgen. Viel Erfolg und vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast.

Rainbow Sun Francks: Auf jeden Fall. Ich danke dir.

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