Die Stargate-Convention Ascension 2 lockte Hunderte Gater nach Birmingham, wo sich zwei Tage lange alles um Panel, Fan Meets, Autogramme und Fotos drehte. Richard Dean Anderson, Michael Shanks, Corin Nemec, Teryl Rothery, Lexa Doig, Alex Zahara und Dan Payne standen auf der Gästeliste. Anna-Louise Plowman folgte sozusagen als Last-Minute-Ankündigung, nachdem Amanda Tapping und Rainbow Sun Francks absagen mussten.
Opening Ceremony, Photo Sessions & mehr
Wer sich ein Gold Ticket gönnte, konnte bereits am Freitagabend an einem Meet & Greet in großer Runde teilnehmen, das direkt im Anschluss an die Opening Ceremony stattfand. Wer die Opening Ceremony sausen ließ und kein Gold Ticket hatte, konnte einen gemütlichen Abend verbringen, denn dann ging das Programm erst am nächsten Morgen los.
In der Früh standen zunächst die Photo Sessions auf dem Programm, wobei in diesem Jahr trotz der Absage von Amanda Tapping unglaublich viele Gruppenfoto-Kombinationen angeboten wurden. Der Nachmittag war dann den Autogrammstunden und Panels gewidmet, wobei ich hier nach wie vor der Meinung bin, dass dieses Konzept eine Katastrophe ist. Wer Autogramme mitnehmen möchte, verpasst einen erheblichen Teil der Panels, wer die Panels sehen möchte, muss die Autogramme bleiben lassen. Wir verpassten am Sonntag so etwa den größten Teil des Panels mit Lexa Doig und Teryl Rothery und hätten auch das Panel mit Richard Dean Anderson und Michael Shanks verpasst, hätten wir auch noch unsere Gratis-Autogramme von Alex Zahara und Dan Payne geholt.
Die ersten Stargate-Panels des Wochenendes
Am Samstagnachmittag standen jedenfalls direkt an Anna-Louise Plowman, deren Panel wir leider verpassten, zunächst Alex Zahara und Dan Payne auf der Bühne und wussten das Publikum bestens zu unterhalten. Beide spielten eine ganze Reihe von Charakteren im Stargate-Universum und können somit aus den unterschiedlichsten Situationen schildern, wie es ist, an einer solchen Serie beteiligt zu sein. Aber auch von ihren anderweitigen Schauspielerfahrungen wussten sie zu berichten, wobei wieder einmal deutlich wurde, wie wenig Glamour das Schauspielbusiness tatsächlich ist und wie viel Arbeit hinter so manch einer Szene steckt. Auch unangenehme Erfahrungen gilt es hinter sich zu bringen, wie etwa das Abformen des eigenen Kopfes mit Silikon oder ähnlichem Material – hierbei wusste Alex Zahara jedoch zu berichten, dass sein Kopf in einem Workshop immerhin satte 37 Mal steht, denn er hätte so eine generische Kopfform, dass man ihn einfach hervorragend als Anschauungsobjekt nutzen könne.
Viel über die Filmbranche hatte auch Corin Nemec zu erzählen, unter anderem von seiner neuen Horror-Comedy, die zugleich sein Film-Regie-Debüt darstellt und von einer sagenumwobenen, mordenden Kreatur mit Hühnerkopf handelt, die einem Dokumentarfilm-Team plötzlich gefährlich wird – denn es gibt sie doch. Teil dieses Dokumentarfilm-Teams wird auch der von Corin Nemec selbst gespielte Charakter sein.
Michael Shanks bestätigt Daniel-Jackson-Pläne für neue Serie
Im Panel von Michael Shanks und Lexa Doig platzte schließlich eine echte Stargate-Bombe. Michael Shanks erklärte, weshalb er die #SaveStargate-Kampagne dermaßen unterstützt, wie er es tut, denn er sei für diese Serie eingeplant gewesen. Daniel Jackson wäre also zurückgekehrt und er wäre eigentlich zur Ascension nach England gezogen, um dort die nächsten Monate die neue Stargate-Serie zu drehen.
Aus seinen Schilderungen ging deutlich hervor, dass er nicht nur Teil des Casts gewesen wäre, sondern massiv in die Entwicklung einbezogen wurde. Mehrfach sprach er davon, dass diese Serie Martin Geros und sein Projekt gewesen wären und dass sie beide den Fans die Serie geboten hätten, die das Fandom verdient hätte. Was Lexa Doig von der Sache hielt, die sich Amazon leistete? Man solle sie besser nicht darauf ansprechen, sie hätte nichts Nettes zu sagen. Sie bestätigte allerdings, dass sie nicht in der neuen Serie aufgetaucht wäre (weshalb sie auch keine NDA unterzeichnet hätte und lieber die ihres Gatten gebrochen hätte, weil sie selbst keine zum Brechen hatte).
Zum Lachen brachten die beiden die Stargate-Fans dann mit der Geschichte davon, wie Michael eine Eule überfahren hatte und seine Familie ihn mit einem Plastikskelett aufzog, sowie ihren anderen Schlagabtauschen.
Richard, Teryl und die Gedächtnislücken
Keine NDA gebrochen hat RDA, denn Richard Dean Anderson bewies im gemeinsamen Panel mit Teryl Rothery einmal mehr, dass er sich einfach nicht an Details … oder sonst etwas … aus seinen Tagen bei Stargate erinnert. So war es meist Teryl, die ihm auf die Sprünge half oder die Stargate-Fragen beantwortete. Als sie die Geschichte davon erzählte, wie sie als Heimdall einen Anzug mit Asgard-Aufdruck trug, Markierungen auf ihren Brüsten für die Augen inklusive, während ihr Gesicht völlig ausgeblendet war. Richard Dean Anderson sei am Set plötzlich auf sie zugekommen, hätte ihr Brust getätschelt und gemeint, dass es ja ein feiner, kleiner Asgard sei. Ups!
Teryl hatte ihrerseits aber auch einen Aussetzer. Danach gefragt, wie es gewesen sei, mit dem inzwischen verstorbenen Tim Curry zu drehen, wunderte sie sich nur, bei welchem Projekt sie dabei gewesen sei. Ein Fan recherchierte dann prompt bei IMDB und konfrontierte sie damit, in der Serie Alice dabei gewesen zu sein – wie Teryl anmerkte, hätte sie Tim Curry beim Dreh aber nie getroffen, sie könne die Frage daher nicht beantworten. Immerhin fiel ihr jedoch ein, dass sie tatsächlich bei dem Projekt dabei gewesen war.
Der Ascension 2-Sonntag
Der Sonntag dieser britischen Stargate-Convention folgte in etwa dem Schema des Samstags, allerdings teilweise mit leicht veränderten Panel-Konstallationen. So durfte sich dieses Mal statt Teryl Rothery Michael Shanks mit Richard Dean Andersons Gedächtnislücken herumschlagen und sich fragen, weshalb gar keine Stargate-Fragen mehr gestellt werden (die Antwort von Richard: „Weil ich auf der Bühne sitze.“), während die zwei Doktoren ein gemeinsames Panel bestritten, das wir leider aufgrund der Autogramme fast vollständig verpassten.
Corin Nemec sprach in seinem Panel unter anderem darüber, dass er immer wieder belächelt werde, weil er sich auf B-Movies einlasse, doch wenigstens sei dies Arbeit und er verdiene Geld, während andere Schauspieler drei Jahre lang keinen einzigen Film drehen, statt sich darauf einzulassen. Wer konstant Filme und Serien drehen könne, könne sich glücklich schätzen.
Anna-Louise Plowman, die in Stargate SG-1 als Sarah Gardener / Osiris in Erscheinung trat, wurde während ihres Panels gefragt, ob sie schon mal in Ägypten war oder vorhatte, dorthin zu reisen, vielleicht sogar inspiriert von Stargate. Sie schilderte daraufhin, dass sie bereits in Ägypten war und dort an einem Film mitwirkte, der leider nie fertiggestellt wurde.
Die Dreharbeiten seien unglaublich spannend gewesen und sie hätte außerdem die Gelegenheit gehabt, so manch eine Stätte zu besuchen und sich einen Eindruck davon zu verschaffen, was wahnsinnig aufregend und eindrucksvoll gewesen sei. Für besagten Film hätte sie gemeinsam mit dem inzwischen verstorbenen Julian Sands, der ebenfalls in Stargate mitspielte, und The 100- und Lost-Star Henry Ian Cusick vor der Kamera gestanden. Kurioserweise sei der Film nicht einmal auf IMDB aufgeführt, obwohl dort praktisch alles aufgelistet werde, ganz gleich, ob es fertiggestellt wird oder nicht.
Closing Ceremony
Wie jedes Event musste auch die Ascension 2 irgendwann enden und am Sonntagabend war es schließlich soweit. Während der Closing Ceremony richteten sich die Stargate-Stars noch einmal an die Fans, dankten ihnen und verabschiedeten sich fürs Erste, wobei hier Michael Shanks noch einmal eine zentrale Rolle einnahm und erklärte, dass er gerne geblieben wäre, um die neue Serie zu drehen. Die Fans seien das Wichtigste, wenn man Stargate am Leben halten bzw. mit einer neuen Serie zurückbringen wolle und womöglich würden das die entsprechenden Leute auch eines Tages begreifen.
Ob die #SaveStargate-Kampagne von Erfolg wäre und die Martin-Gero-Serie zurückbringt, das weiß natürlich auch Michael Shanks nicht, doch er gab sich einigermaßen optimistisch: "Irgendwann werden sie einknicken".