Outsiders: In the Spotlight - Dr. Kavanagh

RodneysGirl   |   Stargate   |   vom 18.04.2021

Teaser - Artikel - In the Spotlight / Outsiders - Kavanagh / Ben Cotton

- Überblick -

Als Mitglied der ursprünglichen Atlantis-Expedition verschlägt es Dr. Kavanagh in die Pegasus-Galaxie. Und nachdem er für dieses Team ausgewählt wurde, ist klar, dass er ein fähiger Wissenschaftler ist, der sich seinen Platz im Expeditionsteam verdient haben muss. Schon kurz nach der Ankunft in der verlorenen Stadt der Antiker, als das Expeditionsteam beginnt, die Galaxie zu erforschen, ist unter anderem Kavanaghs Unterstützung gefragt. Nachdem ein Triebwerk des Puddle Jumpers beschädigt wurde, steckt das Raumschiff im Sternentor fest und schafft es nicht zurück nach Atlantis. Ein Team aus Wissenschaftlern, dem Kavanagh angehört, arbeitet auf Atlantis an verschiedenen Lösungen.

Als der Angriff der Wraith bevor steht und alle Expeditionsmitglieder eine Videonachricht für die Erde aufnehmen können, kontaktiert Kavanagh nicht etwa seine Familie oder Freunde, sondern erstattet Bericht, welche Fehlentscheidungen in der Zeit auf Atlantis getroffen wurden.

Kavanagh lässt sich schließlich auf die Daedalus versetzen. Dadurch gerät er jedoch unter Verdacht, eine Bombe auf Atlantis stationiert zu haben. Tatsächlich wird sogar der Satedaner Ronon Dex zu ihm geschickt, um ihn zu einem Geständnis zu zwingen. Doch Kavanagh fällt in Ohnmacht und es stellt sich heraus, dass er nichts mit dem Vorfall zu tun hatte. Nach einer kurzen Phase, in der er auf der Mittelstation arbeitet, kehrt er auf die Daedalus zurück. 

- Charakter -

Kavanagh schafft es bereits bei seinem ersten Auftritt nach recht kurzer Zeit unsympathisch aufzutreten. Seine arrogante und eher herablassende Art lässt ihn unter den Zuschauern nicht gerade zum Liebling werden. Genauso wenig unter seinen Kollegen auf Atlantis. Wie er selbst sagt, findet er keinen Anschluss auf Atlantis, weshalb er sich auch versetzen lässt.

Gleichzeitig steht aber fest, dass Kavanagh durchaus jemand ist, der Probleme lösen kann, dabei aber wenig auf das Wohlergehen anderer Rücksicht nimmt. Denn er schreibt die Insassen des Jumpers schnell ab und richtet seinen Fokus lieber darauf, Schaden an Atlantis zu verhindern. Wenn man in die Perspektive wechselt, ob es wirklich tragbar wäre, die verlorene Stadt der Antiker zu riskieren, oder die Insassen des Puddle Jumpers, mögen einige früher oder später zu dem Ergebnis kommen, dass Atlantis höhere Priorität hat. Doch aus den Augen der Zuschauer stellt er sich erst einmal gegen die Hauptcharaktere und setzt keinerlei Vertrauen in diese. Etwas, das beim Schauen der Episode einen sehr bitteren Geschmack hinterlässt.

Mit seiner Entscheidung in Nachrichten aus der Pegasus Galaxie über Fehlentscheidungen der Führungsriege zu berichten, schießt er sich bei den Zuschauern schließlich komplett ins Aus. Kavanagh möchte im Grunde, dass die Leitung der Expedition ersetzt wird und sich der Leiter der Stadt komplett an das Handbuch hält. Kavanagh ist regeltreu und scheut sich nicht davor, andere auf ihre Fehler hinzuweisen. Gleichzeitig kann er selber mit Kritik aber offenbar schlecht umgehen – da er sich in der Episode 38 Minuten prompt bei Weir beschwert, dass sie ihn vor versammelter Mannschaft bloß gestellt hätte. 

- Mehrwert im Storytelling -

Jeder von uns weiß, dass es im „echten Leben“ kaum möglich ist, mit allen Leuten in seinem Umfeld auszukommen und immer einer Meinung zu sein. Somit gehört dieser Aspekt auch in eine Serie wie Stargate. Auch wenn wir als Außenstehende immer großes Vertrauen in unsere Helden haben, hilft es durchaus, einmal die Perspektive zu wechseln.

Genau hier kommt Kavanagh ins Spiel. Er ist als Wissenschaftler der Atlantis-Expedition ein kluger Kopf, der sich aber von der Art und Denkweise deutlich von unseren Hauptcharakteren abhebt. Und vor allem im wissenschaftlichen Line-Up bekommt man dadurch eine schöne Bandbreite an Charakteren. Unser Protagonist aus diesen Reihen, Dr. Rodney McKay, zeigte in Stargate SG-1 deutlich, dass er das Potenzial hat, genauso ein verhasster Charakter zu sein, wie Kavanagh. Durch die enorme Screentime, kann McKay aber eine schöne Charakterentwicklung durchleben. Außerdem stellt man ihm zu Beginn der Serie mit Peter Grodin und Radek Zelenka gleich zwei „gute“ Charaktere zur Seite, um das Team aufzulockern und eine gute Dynamik einzubauen. Da ist es nur ausgewogen, wenn noch ein Charakter in die Runde geworfen wird, der zwar aus einer bestimmten Sicht nachvollziehbar handelt, aber eher unbequeme Schlussfolgerungen zieht und egoistisch auftritt.

Somit dient Kavanagh quasi zwei Zwecken; zum einen brauchen Fans einen Charakter, den man hassen kann – klingt böse, aber ist so -, zum anderen bringt Kavanagh diskussionswürdige Momente auf, die Fans kritisch diskutieren und für sich selbst hinterfragen können.

- Behind the Scenes -

Gespielt wird Kavanagh von Ben Cotton, der seit 1999 regelmäßig mit Gastauftritten in Film und Fernsehen zu sehen ist. Vor beziehungsweise während seiner sechs Gastauftritte in Stargate: Atlantis von 2004 bis 2009 war er unter anderem in kleinen Rollen in First Wave – Die Prophezeiung, Immortal – Der Unsterbliche, Smallville, Dark Angel, 4400 – Die Rückkehrer, Psych, Bionic Woman und Blood Ties – Biss aufs Blut zu sehen.

Tatsächlich gab es gerade seit seinen Auftritten in Stargate: Atlantis eine recht positive Entwicklung in seiner Filmografie. Statt nur in einzelnen Episoden aufzutreten, konnte sich Cotton schließlich neben einer Vielzahl von einmaligen Auftritten auch häufiger wiederkehrende Rollen sichern. So sehen wir ihn unter anderem in Harper's Island, Riese: Kingdom Falling, Hellcats, Alcatraz, The Killing, Once Upon a Time in Wonderland, Arctic Air, Mars, Zoo, The Man in the High Castle und ganz neu ist er auch als Singer Combes in The Astronauts dabei.

In Stargate: Atlantis hat Ben Cotton schon bewiesen, dass er überzeugend in die Rolle eines Hasscharakters schlüpfen kann. Doch darf Cotton auch andere Facetten zur Schau stellen. Während er beispielsweise in The Man in the High Castle einen widerwärtigen Charakter verkörpert, zeigt er sich in seinen kurzen Sequenzen als Analyst in Zoo wieder als sehr regelkonform. In Battlestar Galactica: Blood & Chrome bekommt er als Coker Fasjovik genug Screentime, um eine angenehme Charakterentwicklung zu zeigen. In Mars hat er die unsympathischen Charakterzüge, die er oftmals ausleben darf, dann komplett abgelegt und überzeugt die Zuschauer als Kommandant Ben Sawyer.

Für uns zeigt Ben Cotton somit deutlich, dass er ein großes Repertoire an Schauspielfähigkeiten aufweist und damit hat er auch Kavanagh zu einem Charakter gemacht, der das Stargate-Universum trotz seiner Art bereichert hat.

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