Richard Dean Anderson äußert sich zu Amazons abgesetzter Stargate-Serie

Interessante Einblicke vom einstigen SG-1-Frontmann


20.09.2026 16:00 · Sci_Fi-Dave · Stargate

News Teaser - Jack O'Neill / Richard Dean Anderson 3

Richard Dean Anderson war nicht an der neuen Stargate-Serie beteiligt, spurlos vorbeigegangen ist das Projekt an dem beliebten US-Schauspieler aber dennoch nicht.

Schon einmal Ende Mai - nur kurz bevor Amazon MGM noch während der Pre-Production unvermittelt die Axt anlegte - hatte der einstige SG-1-Frontmann auf der Metz'Torii über die neue Serie gesprochen.

Am vergangenen Wochenende kam das Thema auf der Rose City Comic Con in Portland, Oregon nun wieder aufs Tableau, genauer während eines gemeinsamen Panels mit Tony Amendola und Ben Browder, das auf der Convention eine kleine Stargate SG-1-Reunion feierte.

Und obwohl Richard Dean Anderson, der Jack O'Neill in allen drei Stargate-Serien und Stargate Continuum mimte, verständlicherweise nur wenige Infos liefern konnte, so machte er im Panel doch ein paar spannende Aussagen die Serie und deren Absetzung betreffend. Unter anderem sagte er:

"Ich bin mit vielen Dingen in meinem Leben nicht in Kontakt geblieben, außer der anhaltenden Politik zu diesem Reboot, wie sie es nennen - zuerst mal schien es technisch gesehen kein Reboot zu sein, sondern benutzte vielmehr Michael Shanks' Charakter, Daniel, na ja wieder als Verbindungselement, das uns von unserer Serie, unserem Universum zur nächsten Generation geführt hätte."

(“I’ve stayed out of touch with many things in my life, but the politics going on over the reboot, they’re calling it - first of all, it technically didn’t seem like a reboot more than it was using Michael Shanks’ character, Daniel, well again, as the conduit that would take us from our show, from our universe to the next generation of it.”)

Nicht nur scheint Richard Dean Anderson die Entwicklung um die neue Stargate-Serie also zumindest am Rande verfolgt zu haben, er wusste auch um die tragende Cast-Beteiligung von Michael Shanks und womöglich sogar um das Setting in einem Paralleluniversum - je nachdem, wie viel man in "our universe" hineininterpretieren möchte.

Bereits in Metz hatte Richard Dean Anderson das Projekt als ein "anderes, neues Stargate" beschrieben, jetzt spricht er von der "nächsten Generation" und bestätigt noch dazu, dass es sich nicht um ein Reboot und vielmehr um eine Fortsetzung des bestehenden Canons gehandelt hätte, wie von Anfang an übrigens auch von den kreativen Verantwortlichen betont worden war.

Sehr interessant sind außerdem seine Ansichten darüber, warum die neue Stargate-Serie eigentlich abgesetzt wurde. Hierzu sagte er auf der Rose City Comic Con:

"Irgendetwas ging schief bei den Verhandlungen, oder der Entwicklung, oder bei der Frage, wer die Serie leiten, wer sie kontrollieren wird und so weiter und so fort. Da gibts ohnehin so viele Dinge, die ohne mein Wissen stattfinden. Ich kann nur raten, was passiert ist, aber ich glaube die Serie kam wegen all der Sachen nicht voran, auf die ich mich gerade vor einer Sekunde bezogen habe."

("Something has gone awry in the negotiations, or the development, or who’s going to run it, who’s going to control it, etc. etc. There’s so many things that take place behind my scene anyway. I can guess what has been happening, but I think it’s been forestalled because of all of those things I just referenced a second ago.")

Ob tatsächlich Differenzen hinter den Kulissen für das Stargate-Aus verantwortlich waren, ist freilich bisher nicht endgültig bestätigt, aber Wechsel und Sorgen in den Chefetagen der Amazon Creative Studios über den "broad appel" der neuen Serie kursierten in den Medien damals schon recht früh als Gründe für die Absetzung.

Schließlich sprach Richard Dean Anderson im Panel auch über die "Save Stargate"-Kampagne, deren Einsatz er anerkennt und für die er das Beste hofft. Er selber hält sich zur Zukunft des Projekts allerdings bedeckt und gibt sich leider eher unsicher und pessimistisch. Der Stargate-Veteran ließ in diesem Zusammenhang zudem durchblicken, dass er mit Michael Shanks hierüber in Kontakt stand und sich das Thema der neuen Serie "irgendwie erledigt zu haben scheint" ...

Sicher dürfte es auch gerade diese Frustration gewesen sein, die den Daniel Jackson-Darsteller dazu bewogen hat, seine Rolle in Martin Geros Stargate-Comeback überhaupt erst zu offenbaren, wie auf der Ascension 2 in Birmingham geschehen.

Quelle

Collider.com https://collider.com/prime-video-cancelled-stargate-reboot-plot-deails-richard-dean-anderson/

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