Cobra Kai - Ein Blick auf vier Staffeln Karate

RodneysGirl   |   Ferne Welten   |   vom 07.01.2022

Teaser - Artikel - Cobra Kai Staffel 4 Netflix Bildnachweis:

(c) 2020 Netflix

Im Jahr 1984 begann für Daniel LaRusso das Training zum Karate Kid. Der Film zeigte traditionsreichen Kampfsport und überzeugte über die vergangenen Jahre viele Zuschauer. Zwar konnten die Sequels nicht an den Erfolg des ersten Karate Kid anknüpfen, doch ist es nun wieder gelungen, dem Franchise frischen Atem einzuhauchen. 

Ab 2018 können wir nun dank der Serie Cobra Kai auf Netflix verfolgen, wie es um Daniel LaRusso (Ralph Macchio), Johnny Lawrence (William Zabka), John Kreese (Martin Kove) und viele weitere bekannte Charaktere aus den Originalfilmen steht. Doch Cobra Kai bietet mehr als das und zeigt eine neue Generation Karatekas. 

Inhalt 

Johnny Lawrence, der das All Valley Turnier 1984 gegen Daniel LaRusso verloren hat, versucht sich nach einigen Fehlentscheidungen und Tiefschlägen in seinem Leben wieder aufzurappeln. Das will er tun, indem er seine Energie in ein Karate Dojo steckt und nun selbst unterrichtet. Cobra Kai soll zurückkehren. 

Dem entgegen hat sich Daniel LaRussos Leben komplett anders entwickelt. Er ist ein erfolgreicher Geschäftsmann und führt mit seiner Frau und zwei Kindern ein gutes Leben. Aber auch ihn hat das Karate nie ganz losgelassen. Als er entdeckt, dass Cobra Kai zurückkehrt, verheißt das in seinen Augen nichts Gutes. Um die Lehren von Cobra Kai in Schach zu halten, eröffnet er Miyagi-Do und will den Jugendlichen in der Stadt eine andere Art von Karate näher bringen. 

Damit entstehen in den Gruppen der Jugendlichen allerdings große Spannungen und Ärger ist vorprogrammiert. Persönlichkeiten ändern sich durch das Training, Freundschaften zerbrechen und neue Beziehungen entstehen. Und auch die Vergangenheit ruht nicht. Alles zusammen führt das zu immer weiteren Konflikten, in denen natürlich eine ordentliche Zahl Karate-Techniken zum Einsatz kommen, die weitere Konsequenzen nach sich ziehen. 

Kritik 

Cobra Kai bringt neben den bereits bekannten Charakteren eine ganze Riege an neuen Karatekas ins Spiel. Man stellt den Cast somit relativ breit und vielfältig auf. Dadurch besteht die Gefahr, dass einzelne Charaktere nicht genug Screentime erhalten und damit eher eindimensional wirken. Tatsächlich schafft es die Serie aber, sowohl Daniel LaRusso und Johnny Lawrence gebührend zu zeigen und parallel auch neue Charaktere herauszuarbeiten und in das Franchise zu integrieren. 

Gerade die Entwicklung und Darstellung der Charaktere ist eine große Stärke der Serie. Während in den Karate Kid-Filmen mit eindeutig guten und bösen Charakteren gearbeitet wurde, bringt man in Cobra Kai in allen Charakteren verschiedene Facetten zum Vorschein. Im Verlauf der bisherigen vier Staffeln kommt es öfters vor, dass man als Zuschauer hin und her gerissen ist, zu welchem Charakter man nun hält. Den Serienmacher gelingt es unter anderem, dass die Rollen auch einmal getauscht werden und Zuschauer eher zu Johnny Lawrence, als zu Daniel LaRusso halten. Etwas, was man sich aus Filmsicht nicht hätte vorstellen können. Und sogar John Kreese bekommt eine Vergangenheit, die sein Verhalten zumindest erklärt. 

Einen großen Teil macht auch die Jugend aus. Miguel Diaz (Xolo Maridueña) ist einer der Hauptcharaktere und ist neu in der Stadt. Er lernt Johnny Lawrence kennen, der ihm schließlich Karate-Unterricht gibt. Dadurch kann sich Miguel an seiner Schule schließlich etwas Respekt verschaffen und neue Freunde finden. Allerdings führt das auch dazu, dass sich verschiedene Cliquen bilden; die einen Schüler stehen hinter Cobra Kai, die anderen möchten mit Karate nichts zu tun haben und wieder andere entdecken Miyagi-Do für sich. Über die vier Staffeln hinweg mischen sich die Gruppen unter einander immer wieder oder es bilden sich neue Grüppchen. Damit ergibt sich eine großartige Dynamik, die sich auch immer wieder ändert. 

Ab und an passiert es aber doch, dass man zu viel Zeit für Dramen der Teenager aufbringt oder bestimmte Konflikte und Diskussionen zu oft durchgekaut werden. Es ist ja gut, wenn Fehden nicht mit einem Fingerschnippen verschwinden, doch manches Hin und Her wird mit der Zeit etwas ermüdend. Und während wir wissen, dass die Jugendlichen sicherlich noch so manches Problem mit sich oder mit anderen ausmachen werden, hoffen wir, dass sich nun die Charaktere über bestimmte Streitpunkte hinaus entwickeln und nach vier Staffeln bestimmte Punkte hinter sich lassen können. Andernfalls passiert es, dass man zu lange auf einer Stelle tritt.

Stargate-Faktor 

Für die Serie Cobra Kai standen auch zwei Schauspieler vor der Kamera, die wir aus Stargate kennen. Bereits in Karate Kid II – Entscheidung in Okinawa war Tamlyn Tomita als Kumiko mit von der Partie und kam Daniel LaRusso näher. In der dritten Staffel Cobra Kai kehrt sie in der bekannten Rolle zurück. In insgesamt drei Episoden erfährt man etwas mehr darüber, wie es dem Charakter in den letzten Jahren ergangen ist. In Stargate kennen wir sie als Shen Xiaoyi. Xiaoyi gehört dem IOA an und setzt sich für die Interessen ihres Heimatlandes China ein. Sie trat in insgesamt vier Stargate Episoden auf.

Ein Auftritt, der manchem vielleicht entgangen sein könnte, ist der von Salome Azizi. Azizi sehen wir als Partnerin von Terry Silver in der vierten Staffel Cobra Kai. Dies allerdings in nur einer Folge. In Stargate Origins sehen wir Azizi als prunkvolle Goa'uld Aset

Fazit 

Cobra Kai ist auf jeden Fall eine würdige Fortsetzung der Kultfilme. Man verbindet altes mit neuem und zeigt vor allem Charaktere, die sich in einer Grauzone bewegen und nicht schwarz oder weiß sind. Man hat es geschafft, eingefleischte Fans von der Serie zu überzeugen und gleichzeitig jüngere Generationen anzusprechen. Das verdankt Cobra Kai natürlich unter anderem dem respektvollen Umgang mit dem Vorlagematerial. Wer es bis jetzt nicht getan hat, sollte unserer Meinung nach unbedingt einen Blick wagen und bei Netflix vorbeischauen. Wir jedenfalls sind gespannt auf Cobra Kai Staffel 5.

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