Blick über den Tellerrand

Review zu Sanctuary


23.06.2007 00:00 · Persus · Schauspieler

Blick über den Tellerrand
Seit dem 11. Juni ist nun auch die dritte der drei frei verfügbaren Webisoden der neuen, nur über das Internet verfügbaren, Serie Sanctuary auf Youtube.com zu sehen. Diese drei Folgen wurden von der Produktionsfirma der Serie zu Promo-Zwecken online gestellt. Schließlich soll jeder sehen können, auf was er sich da überhaupt einlässt, und nicht die Katze im Sack kaufen. Explizit zu sehen sind die Folgen, die jeweils eine Länge zwischen 16 und 18 Minuten haben hier , hier und hier. Und die Serie ist nicht nur für uns Stargate-Fans gleich aus mehreren Gründen sehr interessant.
So wird die Serie nicht nur von gleich mehreren ehemaligen Verantwortlichen von SG-1 produziert, es ist auch das erste Serienprojekt, bei dem ein Mitglied des Hauptcastes von SG-1 wieder als Hauptdarsteller agiert. Aber auch in anderer Hinsicht ist dieses Projekt einmalig. Mehr dazu in meiner Kritik.

Inhalt

In der Serie Sanctuary dreht es sich vor allem um eines. Das Übersinnliche, das in unserer Welt existiert, das von uns aber im Alltag nicht wahrgenommen wird. Einen großen Anteil daran hat Dr. Helen Magnus (Amanda Tapping), Unsterbliche und Ärztin der Übersinnlichen. Sie kümmert sich um ihre, manchmal nicht ganz freiwilligen, Patienten und hat dabei auch auch immer eines im Blick: Die Zukunft der Menschheit. Sie glaubt daran, dass eben diese in der DNA ihrer Patienten liegen könnte.
Doch zu Anfang hat sie gemeinsam mit ihrer Tochter Ashley (Emilie Ulerup / Battlestar Galactica) und dem Arzt Will Zimmerman (Robin Dunne) noch ein viel wichtigeres Problem. Ein alter Bekannter, John Druitt (Christopher Heyerdahl / Stargate: Atlantis) versucht, sich eines jungen Mutanten zu bemächtigen, der sich als sehr gefährlich erwiesen hat.

Kritik

Sanctuary ist nicht wie andere Serien. Natürlich schon zum einen, weil sie nur über das Internet vertrieben wird und weil die Länge der Episoden lediglich zwischen 16 und 18 Minuten beträgt, was zuerst leicht befremdlich scheinen mag, sich aber nach kurzer Eingewöhnungszeit sehr gut macht, zum anderen aber auch weil sie als erste massiv auf komplett am Computer entstandene Hintergründe setzt. So ist es ihr möglich, mit einem vergleichsweise geringen Budget teils sehr beeindruckende Szenen zu kreieren, die darüber hinaus bereits ihren eigenen Stil besitzen.
Dieser ist generell ganz dem Fantasy-Genre á la „Buffy“ zu Ehren sehr düster und schmutzig gehalten, wozu auch die zweite, in Rückblenden verwirklichte Storyline zur Zeit des Viktoranischen Englands gut passt. Man kommt tatsächlich nicht ganz umhin, mindestens einmal an Jack the Ripper zu denken.
Bezüglich der Schauspieler sticht natürlich primär Amanda Tapping heraus. Sie kann als diesmal dunkelhaarige Ärztin mit leicht altertümlichem englischen Akzent durchweg überzeugen, und auch der Rest des ambitionierten Casts gefällt. Robin Dunne mag zu Beginn noch etwas hölzern wirken, doch auch das legt sich. Zudem wird einem der Einstieg in die Serie mit Gastauftritten von Kavan Smith (Maj. Lorne) und David Hewlett erleichtert.
Sanctuary versteht es, eine wirklich spannende Geschichte zu erzählen, die eindeutig Lust auf mehr macht, und es hat natürlich noch diesen Reiz des komplett Neuen. Ich jedenfalls werde diese Projekt weiterverfolgen. Und ich kann euch nur empfehlen, der Serie ebenfalls eine Chance zu geben.

Quelle

sanctuaryforall.com http://www.sanctuaryforall.com/

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