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Interviews

Ben Browder im SG-P -ExklusivInterview
7 / 2010

Interview - Ben Browder

Den meisten Sci-Fi-Fans dürfte der Name Ben Browder ein Begriff sein. Nachdem er für vier Staffeln und eine Mini-Serie für Farscape vor der Kamera gestanden hatte und dort den charismatischen Astronauten John Crichton verkörperte, stieß er nach Richard Dean Andersons Austritt zum Maincast von Stargate SG-1.

Als Lt. Colonel Cameron Mitchell führte er das SG-1-Team an und führte es auf neue Abenteuer durch die Galaxis, wo er bald auf die herrschsüchtigen, übermächtigen Anti-Antiker, die Ori, traf, gegen deren Armeen er kämpfte und somit erneut als wagemutiger Weltraumheld gegen das Böse antrat.

Für die London Film and Comic Con, reiste er erneut nach England, um sich zwei Tage lang seinen europäischen Fans zu stellen. Wir von stargate-project.de bekamen am Sonntagnachmittag die Gelegenheit, Ben einige Fragen zu seiner Rolle als Cameron Mitchell zu stellen.

Unser Dank hierfür gilt dem Team von Showmasters und Julie Caitlin Brown, die uns zehn Minuten mit dem Stargate-Star einräumte.

Artikel verfasst von: Nicole Sälzle (shadow-of-atlantis)
Interview: Nicole Sälzle (shadow-of-atlantis) & Yvonne Sälzle (RodneysGirl)
Übersetzung: Nicole Sälzle (shadow-of-atlantis)

Deutsch

Stargate-Project: Wie geht es dir heute?

Ben Browder: Mir geht's gut. Ich bin ein wenig müde, kämpfe mit dem Jetlag und in meinem Kopf schwirrt alles, weil ich so viele Leute treffe. Aber mir geht's gut.

SG-P: Gefällt dir die Convention?

Ben: Es macht Spaß, so wahnsinnig viele fantastische Leute zu treffen. Aber es ist auch seltsam, als eigentlich ganz normaler Typ von zu Hause plötzlich wo hinzukommen, wo so viele Leute sind, die dich treffen wollen.

SG-P: Erzähl uns doch bitte ein wenig von dir. Welche Hobbys hast du? Was machst du, um nach einem anstrengenden Tag am Set zu entspannen?

Ben: Nun ja, nach einem Tag am Set versuche ich in erster Linie erst einmal etwas zu essen zu bekommen und dann fange ich an, den Text für den nächsten Tag zu lernen. Ich mach‘ ein oder zwei Anrufe und versuche vor 1 Uhr nachts ins Bett zu kommen, weil ich normalerweise um 5 oder 6 Uhr schon wieder aufstehe.

Was die Hobbys angeht, habe ich derzeit nur ein einziges Hobby, und zwar bin ich Trainer an einer High School. Ich unterrichte Stabhochsprung. Wie sagt man das auf Deutsch? "Stabhochsprung"? Ist das richtig? Sagt man das so? Ich habe das noch nie ausgesprochen gehört, also tatsächlich "Stabhochsprung"... Also, ja, ich bin Coach. Ich habe ein Team von Athleten, das ich im Stabhochsprung trainiere.

SG-P: Was war dein erster Eindruck vom Stargate-Set?

Ben: Vom Set selbst? Also den Aufbauten?

SG-P: Ja.

Ben: Hm... cool! Ich bin ans Set gelaufen und habe den Ring gesehen und dachte: "Yeah... cool, wann kann ich durchgehen?"

SG-P: Du hast Claudia Black am Set von Stargate wieder getroffen. Was hast du davon gehalten, als sie sich dem Cast anschloss?

Ben: Es hat Spaß gemacht. Claudia (Black) ist eine wunderbare Schauspielerin. Sie ist eine gute Freundin von mir und ich wäre froh, jederzeit wieder mit ihr zusammenarbeiten zu können, wann immer sich die Möglichkeit bietet.

SG-P: Dein Charakter Cameron Mitchell hat das SG-1-Team bereits gekannt. Hat dir das geholfen, deinen Platz im Stargate-Universum zu finden?

Ben: Ich weiß nicht, ob das geholfen hat oder nicht. Das, was mir am meisten geholfen hat, mich einzufinden, war, dass ich mit dem Cast sehr gut klar kam. Zumindest ist das meine Version der Geschichte. Die anderen erzählen vielleicht wieder eine andere. Aber sie sind so wunderbar nette Menschen.

Amanda (Tapping) ist einfach nur wundervoll. Mike (Michael Shanks) und ich haben stets die gleichen Ansichten, was die Arbeit und den Prozess an sich angeht. Und wie man merkt, kam ich mit Chris Judge besonders gut klar. Okay, Chris (Judge) kommt mit jedem gut klar. Sie waren einfach ein netter Haufen.
Beau (Bridges) ist ein großartiger Mensch und Claudia (Black) kannte ich bereits. Es waren also die Leute, mit denen ich gearbeitet hatte, die mir sehr geholfen haben. Das und, dass ich jede Folge von Stargate jeden Tag gesehen habe.

SG-P: Du hattest viele Kampfszenen. Hast du dich in irgendeiner Weise besonders darauf vorbereitet? Und wurdest du jemals dabei verletzt?

Ben: Ja, ich wurde verletzt. Chris Judge hat mich verletzt. Er ist ein sehr böser Mann. Für die Kampfszenen trafen wir uns stets mit unserem Kampfkoordinator / Choreograph – meist mit BamBam (James Bamford) - und wir haben den Kampf mit einem Stuntman geübt. Als nächstes übten wir weiter, manchmal mit dem Schauspieler und / oder dem Stuntman, mit dem wir die Kampfszene hatten. Wir haben alle Kampfszenen vorher geübt, bevor wir sind gedreht haben.

SG-P: Bitte erzähl uns etwas über deine arktische Erfahrung für "Stargate: Continuum".

Ben: Das war überwältigend. Wir waren 300 Meilen draußen auf hoher See, auf einer Eisscholle, die durch die Arktis trieb. Es hatte unter 40 Grad, als wir ankamen, und wenn wir nach draußen gingen, haben wir mit unseren Augen den Horizont nach Eisbären abgesucht. Es war eine sehr erstaunliche Erfahrung.

Als ich ankam, dachte ich, "Ich hab' hier doch gar nichts zu suchen. Wie komme ich hier wieder weg?" Und als ich wieder ging, hatte ich das Gefühl, mein Team im Stich zu lassen, denn der Rest des Teams blieb noch einen Monat länger und es handelt sich immerhin um eine gefährliche Umgebung. Es ist eine sehr intensive Erfahrung, die sehr verbindet.

SG-P: Hast du auch eigene Ideen für deinen Charakter Cameron Mitchell mit ins Spiel gebracht? Wie viel von Ben Browder steckt in Cameron Mitchell?

Ben: Cameron Mitchell ist hauptsächlich eine Erfindung der Schreiber. Ich ging nicht mit irgendwelchen vorgefassten Erwartungen an den Charakter heran, sondern habe versucht herauszufinden, was Brad Wright und Rob Cooper tun würden. Wir haben natürlich bis zu einem gewissen Grad verschiedene Dinge ausprobiert, aber zum größten Teil entsprang Cameron den Vorstellungen der Schreiber. Ich habe den Anzug getragen, aber sie hatten die Worte dafür parat.

SG-P: Wenn du die Chance hättest, Cameron Mitchell zu treffen... Was würdest du ihn fragen?

Ben: Ist er echt?!

SG-P: Du hattest es gar nicht leicht, in die Fußstapfen von Richard Dean Anderson zu treten. Hattest du Angst, die Fans könnten dich stets nur als schlechten Jack O’Neill-Klon sehen?

Ben: Nein, Rick (Richard Dean Anderson) und ich sind sehr verschieden. Und der Charakter, den sie (die Schreiber) entwarfen – Mitchell – war grundlegend verschieden. Also hatte ich keine Angst. Und was die Fußstapfen angeht, glaube ich, dass er (Richard Dean Anderson) Größe 12 hat und ich habe Größe 13. Es war also ein wenig knapp, aber es hat Spaß gemacht.

SG-P: Hast du eine Nachricht für deine deutschen Fans?

Ben: (Auf Deutsch) Dankeschön!

SG-P: Vielen Dank für deine Zeit für Stargate-Project.de!

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