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Interviews

Alex Zahara im SG-P -ExklusivInterview
9 / 2018

Teaser - Interview - Alex Zahara - Gatecon 2018

Alex Zahara verkörperte als Gastdarsteller in Stargate SG-1 zahlreiche verschiedene Charaktere. Dass er sich noch an alle erinnert, wie er die Rollen bekommen hat und welche ihm besonders am Herzen liegen, verriet er Stargate-Project.de in einem Interview auf der Gatecon: The Invasion in Vancouver.

Für das Gespräch danken wir natürlich Alex selbst sowie Richard und Jane vom Gatecon-Team, die alle Interviews arrangiert haben.

Interview & Übersetzung: Irena Strobach (Sam_Carter)

Deutsch

Stargate-Project.de: Es ist jetzt 15 Jahre her, seit du an Stargate mitgewirkt hast…

Alex Zahara: Richtig. Was hast du in den 15 Jahren gemacht, willst du jetzt wissen. (lacht)

Stargate-Project.de: Nun ja, du hast in der Zwischenzeit an einer Menge anderer Sachen gearbeitet. Wie fühlt es sich für dich an, immer noch zu Stargate-Conventions eingeladen zu werden und über diese Serie zu reden?

Alex Zahara: Oh, das ist großartig! Es ist immer lustig und etwas Besonderes und auch jedes Mal irgendwie anders. Und Stargate ist voller großartiger Erinnerungen, über die wir ja heute schon auf der Bühne gesprochen haben. David DeLuise ist da draußen und spricht über seinen Vater. Peter DeLuise stellte mir im Sommer 1999 seinen Vater Dom vor. Das war schon immer wie eine große Familie. Und das ist der Punkt, deshalb kommt David DeLuise immer wieder her, deshalb bin ich hier, weil es eine sehr familiäre Umgebung ist. Ja, ich liebe es, zu solchen Veranstaltungen zu kommen und zu reden. Denn es ist alles eine sehr positive Erfahrung. Ich hatte keine negativen Erfahrungen mit Stargate, ehrlich, keine einzige.

Stargate-Project.de: Hast du ähnliches auch bei anderen Serien, an denen du mitgewirkt hast, erlebt?

Alex Zahara: Nicht wirklich, um ehrlich zu sein. Ich meine, ja, man kann am Set gute Zeiten haben. Aber keine der anderen Serien hat so lange gedauert, war so beständig. Wenn eine Serie so lange dauert, dann ist es etwas Großartiges. Und du bekommst nicht so oft die Chance, bei so etwas dabei zu sein. Ich habe über so viele Jahre diese Aliens gespielt und hatte quasi eine stehende Einladung, immer wieder zurück ans Set zu kommen. Und das tat ich, also gelegentlich. Das ist eine wirklich ungewöhnliche Erfahrung. Bei einigen Filmen arbeitest du 3 bis 6 Monate mit, dann bist du fertig. Bei einigen Fernsehserien bist du für eine Woche oder nur 2 Tage dabei und bist dann fertig. Wenn du dort nicht eine wiederkehrende Rolle hast, machst du diese Erfahrung nicht, die ich bei Stargate machen konnte.

Stargate-Project.de: Du hast 9 verschiedene Charaktere gespielt…

Alex Zahara: Mindestens. Na ja, 9 Hauptcharaktere. Und dann innerhalb der einen Episode, es war in "Beast of Burden" (deutscher Titel „Chaka“), da spielte ich meine Hauptfigur, Shy One (den Una), und ich spielte eine weibliche Kellnerin. Dann spielte ich einen der Sklaven auf dem Markt. Ich spielte einen Mann, der auf dem Feld arbeitete, und dann noch einen anderen Typen in der Stadt. Ich habe einen blutenden Una gespielt. Ich spielte einen anderen Mann, der noch irgendwas anderes tat, an das ich mich nicht mehr erinnern kann (lacht).... Ich spielte 7 oder 8 verschiedene Charaktere in dieser einen Episode.

Stargate-Project.de: Ok, das beantwortet schon fast meine Frage, ob du dich noch an alle Charaktere, die du verkörpert hast, erinnern kannst.

Alex Zahara: Nun, das war diese eine Episode. Dann waren da noch all die anderen Charaktere, die ich gespielt habe: Ich habe Xe'Is in "Spirits" gespielt. Ich habe Michael in "1969" gespielt, Eggar in "Metamorphosis“, Kor Asek/Iron Shirt in "Enemy Mine", den außerirdischen Anführer in "Foothold"… Was noch? Du testest jetzt mein Gedächtnis. (lacht) Oh, ich kann auf meinem Bild nachschauen und es dir sagen. (schaut auf sein Handy) Ich habe es: Warrick in "Space Race". Ich ersetzte Dion (Johnstone, der Warrick in "Forsaken"/"Gestranded" spielte), weil Dion diese Rolle nicht spielen konnte… Ja, das sind meine Hauptfiguren.

Stargate-Project.de: Ich staune, dass du dich noch an alle erinnerst. Es ist Jahre her.... Hast du einen Favoriten?

Alex Zahara: Ob ich einen Favoriten habe? Sie alle haben Spaß gemacht, aber ich denke, meine Lieblingsrolle war Michael aus 1969. Das hat Spaß gemacht, aber in gewisser Weise hat diese Rolle auch eine tiefere Bedeutung. Das war nicht nur lustig, es war auch etwas Besonderes. Es war dieses Anti-Kriegs-Statement, du weißt schon. Mein Charakter sagt, er will nicht in einen Krieg ziehen. Ich sagte während der Dreharbeiten zu Charlie Correll, dem Regisseur: ich denke, was er wirklich sagen will, ist, dass er niemanden töten will. Und das war perfekt, wir haben es eingebaut. Wir haben es gefilmt und es ist in der Folge. Mein Charakter sagt: "Ich will niemanden töten".

Stargate-Project.de: Wie hast du all die Rollen bekommen? Hast du für sie vorgesprochen?

Alex Zahara: Bei Stargate? Ich habe für die ersten beiden Rollen vorgesprochen, das war es. Danach habe ich nicht noch mal vorsprechen müssen. Sie wussten dann einfach, was ich kann, und holten mich immer wieder zurück, boten mir Rollen an und brachten mich zurück.

Also ja, ich habe ein paar Mal für Stargate vorgesprochen und ursprünglich sollte ich als erstes in einer Episode mit Gillian Barber sein und dort einen Außerirdischen spielen. Aber ich habe das nicht machen können, weil es einen Konflikt mit einer anderen Serie gab, ich habe erst mal "The Sentinel" gedreht. Und dann hat Richard Dean Anderson ausdrücklich darum gebeten, dass ich für diese andere Rolle zum Vorsprechen komme, für Xe'Is. Er sagte: "Ich will diesen Kerl, wie auch immer sein Name war… Alex". Ich kam also und habe für Xe'Is vorgesprochen. Ich kreierte diesen vogelähnlichen Menschen, den Rabenwächter.

Und dann wollten sie mich als Hippie sehen. Ich war oben in Prince George, einer Stadt etwa 8 Stunden nördlich von Vancouver. Ich flog an einem Sonntag hinunter, habe am Montagmorgen vorgesprochen und bin zurückgeflogen, weil ich da oben einen Vertrag für ein Theaterstück hatte. Ich flog also zurück und während der Landung bekam ich einen Anruf, dass sie interessiert seien. Um 5:30 Uhr erhielt ich einen weiteren Anruf, bei dem sie mir sagten, dass ich die erste Wahl sei. Und als ich um 6 Uhr das Theater verließ, bekam ich den Anruf: „Du hast es geschafft. Du hast die Rolle.“ Als ich also mit dem Theaterstück fertig war, kam ich für die Hippie-Rolle in "1969" zurück zu Stargate.

Stargate-Project.de: Schaust du eigentlich auch selbst fern? Wenn ja, welche Art von Programmen magst du?

Alex Zahara: Ich sehe viel fern. Als ich ein Kind war, ich schwöre, da habe ich 3,2 Milliarden Stunden ferngesehen. Ich liebe das Fernsehen einfach. Ich bin im Norden aufgewachsen, da war es oft wirklich sehr kalt, Schnee so hoch (zeigt in Brusthöhe), minus 40 Grad, weißt du. Es gab also viel Indoor-Zeit. Im Gegensatz zu heute gab es da keine Fitnessstudios für Kinder und so. Du hast deine Aktivitäten nach der Schule gemacht und dann, nachdem du nach Hause gegangen bist,… Ich kannte das Fernsehprogramm jeden Abend. Ich wusste immer genau, was auf jedem Kanal läuft, kein Scherz. Wir hatten aber auch nur 3 Kanäle, weißt du. Meistens hatten wir zwei Kanäle, drei wenn es wirklich kalt wurde, und gelegentlich konnten wir russische Radiosender empfangen, ehrlich. Wir hörten dann so etwas wie: "(imitiert russisches Stimmengewirr) Radio Moskwa...". Es war verrückt, ja. Aber ich habe mir alles angesehen, vieles auch doppelt, einfach tonnenweise.

Stargate-Project.de: Und heutzutage?

Alex Zahara: Heutzutage… Ich muss sagen, ich liebe die „Big Bang Theory“. Ich lache immer. Also „The Big Bang Theory“ schaue ich mir an und dann das neue neue Star Trek... Discovery, das schaue ich. Ich habe die zweite Staffel noch nicht gesehen, aber die erste. Und dann habe ich auf Netflix "Altered Carbon" gesehen. Das mochte ich wirklich. Was noch? … Oh, eine wirklich großartige deutsche Serie: "Babylon Berlin". Ich liebe diese Serie! Ich schaue sie mir im deutschen Original mit englischen Untertiteln an, weil ich weiß, dass es, wenn man sich die englische, die synchronisierte Version anhört, nicht so gut ist. Die Emotion und Spannung ist nicht so gut wie die Akteure es in diesem Moment auf Deutsch spielen. Und ich poliere dabei mein Deutsch auf. Ich spielte ja auch einen Nazi-Kommandanten in "The Man in the High Castle". Hast du die Serie gesehen? Sie ist ein bisschen verrückt.

Stargate-Project.de: Nein, die habe ich nicht gesehen. Aber ich habe auf IMDb gelesen, dass es eine andere Serie gibt, in der du einen Nazi gespielt hast, Karl Rademacher in "The Outer Limits", und dass dies die Rolle ist, auf die du am meisten stolz bist…

Alex Zahara: Ich spielte ein halbes Dutzend verschiedene Nazis. Nun, das sind wohl die blonden Haare und die blauen Augen und weil (auf Deutsch:) ich spreche ein bisschen Deutsch. Ich habe an der Universität Deutsch gelernt.

In “The Outer Limits” spielte ich den tatsächlichen Kommandanten von Auschwitz. Und der Grund, warum ich am meisten stolz darauf bin, ist, dass es hilft, die Erinnerung an den Holocaust am Leben zu erhalten. Denn das ist nicht nur eine Nazi-Sache. Ich meine, sie haben es in Ruanda getan. Sie haben es in Uganda getan. Sie haben überall Genozide verübt. Ich meine, es passiert heute noch, der syrische Genozid geht weiter. Das müssen wir im Hinterkopf behalten und den Leuten sagen: Das ist nicht richtig. Als Menschen können wir uns gegenseitig und uns selbst gefährlich werden. Also, passt auf und lasst das nie wieder passieren.

Diese Episode (von „The Outer Limits“) erzählt die Geschichte einer Person, die es wirklich gab, auf eine Weise, dass jeder, der es sieht, sich einfühlen kann. Und ich denke, das ist wichtig. Ich habe immer noch Kontakt zu Sam Egan, der die Geschichte geschrieben hat. Es ist die Geschichte seines Vaters Leo Egan, es basierte auf seiner Überlebensgeschichte aus Auschwitz. Ich habe Leo besucht. Er war 96 Jahre alt. Er lebte in einem jüdischen Altersheim und er schrieb immer noch Gedichte, Poesie über das Überleben. Es war etwas Besonderes. Vor ein paar Jahren ist er gestorben.

Stargate-Project.de: Woran arbeitest du aktuell? Du hast in den Panels einige Projekte erwähnt, Cartoons, Werbespots... Gibt es etwas, worauf wir Fans uns in den nächsten Monaten freuen können?

Alex Zahara: Ja. Ich habe eine Show gemacht, die jetzt rauskommt: “Aliens ate my homework”. Also die ist schon rausgekommen, aber wir werden ein paar Fortsetzungen davon machen. Mein Freund Dan Payne, der auch ein paar Jahre lang Stargate gemacht hat, ist mit dabei. Wir spielen zwei Außerirdische namens Captain Grakker und Tar Gibbons.

Und es gibt gerade ein paar Serien auf Netflix, in denen ich bin: “Brain on fire” (“Feuer im Kopf”). Das ist eine wahre Geschichte über eine junge Frau, die eine Infektion im Gehirn hat. Ich spiele ihren Stiefvater. Sie wird gespielt von Chloë Grace Moretz. Und Carrie-Anne Moss und ich sind ein Paar in dieser Serie. Das ist also gerade auf Netflix. Und ich habe eine Serie mit Jamie Dornan gemacht, die heißt “The 9th Life of Louis Drax” (“Das 9. Leben des Louis Drax”). Ich spiele einen Handschriftenanalytiker namens Eduardo Navarro.

Stargate-Project.de: Großartig. Wir freuen uns darauf, dich in all diesen Serien zu sehen. Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast.

Alex Zahara: Ich danke dir vielmals.

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