[UPDATE] Nach Stargate Network: Phoenix Interactive muss ebenfalls schließen


21.07.2021 · shadow-of-atlantis · Allgemein, Videospiele

Gaming - eSport - Teaser Bildnachweis:

(c) Mehaniq  | DepositPhotos.com

Update 21.07.2021: Heute kamen neue Informationen zum Cease and Desist auf Twitter auf. Laut diesen soll Phoenix Interactive von MGM kontaktiert worden sein. Was genau nach all diesen Jahren der Duldung hinter diesem Vorgehen steckt, werden wir vermutlich nie erfahren. Da es aber bislang zwei Fanprojekte erwischt hat, die im Bereich von Videospielen aktiv sind, liegt die Vermutung zum jetzigen Zeitpunkt nahe, dass MGM hier künftig selbst aktiv sein und deshalb mögliche Konkurrenz klein halten will. Wir behalten die Situation im Auge und berichten über neue Entwicklungen!


Originalmeldung vom 20.07.2021: Vor wenigen Wochen löste eine Meldung Entsetzen aus. Das beliebte Stargate Network hatte einen Cease and Desist erhalten und musste seine Pforten schließen. Jetzt wurde auch Phoenix Interactive angeschrieben. Die Gruppe, die sich für Stargate-Games und Mods verantwortlich zeichnet, muss ihr Projekt in den kommenden Tagen einstampfen. Doch was sind die Hintergründe? 

Vor wenigen Wochen meldete Stargate Network, dass das Projekt zu Ende ist. Man hätte einen Cease and Desist erhalten. Dabei handelt es sich um ein Schreiben, das die sofortige Unterlassung einer im Schreiben erläuterten Tätigkeit fordert, also eine Unterlassungserklärung. David Hewlett machte sich in den sozialen Netzwerken noch für das Team stark, doch auch ein Dr. Rodney McKay hat in diesen Angelegenheiten wohl nichts zu melden. Das Projekt, bei dem das Stargate Network-Team Elemente aus dem Stargate-Universum detailgetreu nachbildete, erregte über die Jahre hinweg viel Aufsehen und heimste - zurecht - viel Bewunderung ein. 

Sofort waren Hasstiraden da, die auf MGM und Amazon schimpften, wobei man anmerken muss, dass Amazon aktuell noch gar keine Handhabe in Sachen Stargate hat. Sollte der Vertrag von den Behörden abgesegnet werden, so wird erwartet, dass der Deal erst in einigen Monaten vollends über den Tisch geht. 

Obwohl MGM schon in der Vergangenheit immer wieder gegen von Fans erstellte Videospiele vorging - es gibt da ein prominentes Beispiel aus dem James Bond-Universum - zeichnet sich ab, dass MGM weder im Fall von Stargate Network noch im Fall von Phoenix Interactive die Finger im Spiel hat. 

Auf Facebook schrieben die Phoenix Interactive-Verantwortlichen, die mit Stargate Space Conflict und Stargate Afterburner glänzten, dass sie nach rund 15 Jahren Arbeit in dem Bereich die Türen schließen müssten. Das Team, das diese Projekte in seiner Freizeit stemmte, teilte mit, dass man sämtliche Arbeiten einstellen und keine weiteren Releases vornehmen werde. Außerdem würden alle bereits veröffentlichten Elemente noch in dieser Woche von Steam und ModDB entfernt werden. 

Auch hier scheint ein Cease and Desist zugrunde zu liegen und auch hier scheint nicht MGM die treibende Kraft zu sein. In den Kommentaren wird deutlich, dass die Unterlassungserklärung weder von MGM noch von Amazon kam. Stattdessen sei eine andere Videospielfirma, die offiziell die Lizenz erstanden hätte, um Stargate-Videospiele zu veröffentlichen, der Absender. Es fällt auch der Hinweis auf das Space RTS-Genre. 

Was bedeutet das also? Unseres Wissens nach ist Slitherine derzeit die einzige Firma, die die Rechte besitzt, Stargate-Spiele auf den Markt zu bringen. Vor wenigen Monaten wurde hier ja aus heiterem Himmel das RTS Stargate: Timekeepers angekündigt. Slitherine macht entsprechend nur von seinem Recht Gebrauch und das womöglich aus gutem Grund. Zum einen sind Fan-Spiele und -Mods natürlich immer etwas, das nur geduldet wird (oder in diesem Fall eben nicht), zum anderen möchte man womöglich die vollen Konzentration des Fandoms auf Stargate: Timekeepers richten und sich (inoffizielle) Konkurrenz vom Hals halten. Ohne bislang etwas zu Timekeepers sagen zu können, will man vielleicht verhindern, dass Fans zu von anderen Fans erstellten Inhalten abwandern. Die teure Lizenz muss sich schließlich bezahlt machen. 

Andere Fan-Projekte scheinen derzeit dagegen eher weniger Gefahr zu laufen, einen Cease and Desist zu erhalten, da sich - wie oben aufgeführt - MGM dahingehend nicht einmischte. Stargate Network und die Projekte von Phoenix Interactive wurden ja nun auch über viele Jahre hinweg geduldet. Man hat sich also offenbar auf Videospiele eingeschossen. Natürlich werden wir euch auf dem Laufenden halten, sollten sich neue Erkenntnisse ergeben.

Quelle

Phoenix Interactive | Facebook https://www.facebook.com/PhoenixInteractive/posts/4074713972578431

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