Stargate SG-1 - Daniel Jackson

Stargate SG-1 - Daniel Jackson
Autoren Doug Murray

Verlag: Dynamite Entertainment

Original-Titel: Stargate SG-1 - Daniel Jackson

Erscheinungsdatum: 20.06.2001


Beschreibung

Zeichner: John Watson
Farben: P. C. Siquera & Ranier Petter
Cover: Chasen Grieshop
Buchformat: Softcover, US-Comicformat, 112 Seiten


Nach „Stargate: Vala Mal Doran“ sollte noch eine zweite Miniserien, das Franchise in Comic Form beleben. Mit „Stargate: Daniel Jackson“ stand diesmal eines der altgedienten Mitglieder von SG-1 im Mittelpunkt des Geschehens.

Einst ein einfacher Archäologe, ein Bücherwurm, der keine Waffe in die Hand nahm, so hat sich Daniel Jackson nach all den Abenteuern im All zu einer Mischung aus Indiana Jones und Sherlock Holmes entwickelt.
Als er eines Tages etwas in die Hände bekommt, das einer Schatzkarte der Antiker ähnelt, fragt er sich schon, ob diese damit unermesslichen Reichtum oder aber unendliches Wissen damit meinen – auf jeden Fall ist der Fund mehr als brisant. Sein Gefühl rät ihm, das Stargate Kommando nicht mit in die Sache hineinzuziehen, ja nicht einmal seine Freunde will er mit dabei haben, als er um Erlaubnis bittet, sich die Sache selbst einmal genauer anzusehen.
Kurz entschlossen macht er sich alleine auf den Weg und gerät dabei in eine gigantische Falle. Die Koordinaten auf der Karte führen ihn auf eine Welt, von der es kein Entkommen gibt, denn das Sternentor reagiert nicht mehr, kaum dass er es durchschritten hat.
Und er muss feststellen, dass er nicht der einzige Schatzsucher hier ist. Jaffa und Goa'uld, aber auch Gauner aus allen Teilen der Galaxis haben bereits versucht, die Vermächtnisse der Antiker an sich zu bringen – ohne Erfolg.
Nun bleibt Daniel nichts anderes übrig, all sein Wissen und Können in das Unternehmen zu stecken, nicht nur das Sicherheitssystem der Antiker zu überlisten und die Schätze der Antiker zu bergen, bevor sie ein anderer bekommt, sondern auch um am Leben zu bleiben.


Kritik

„Stargate: Daniel Jackson“ wartet schon mit einer netten Grundidee auf, denn der Grund für das gewagte Abenteuer des Archäologen ist mehr als passend für jemanden, der bereits mehrfach mit den Antikern in Berührung gekommen ist. Und so lesen sich die ersten Seiten nicht einmal schlecht, wird dadurch sogar der Geist des Universums spürbar. Das ändert sich aber leider, sobald Jackson die fremde Welt betreten hat. Von da an fällt die Geschichte immer mehr in Mittelmaß zurück, bedienen die Künstler doch sämtliche Klischees, die man mit dem Plot in Verbindung bringen kann – Verbündete, die keine wirkliche Hilfe sind, falsche Freunde, die im passenden Moment in den Rücken fallen und nicht zuletzt die üblichen Feinde, die sich in ihrem Wahn übermächtig fühlen und dies auch durch Arroganz und Engstirnigkeit zeigen.
Letztendlich gerät das Ziel immer mehr in Vergessenheit und am Ende braucht es natürlich die Hilfe von Außen, die mehr oder weniger unvermittelt kommt. Die Enttäuschung darüber kann leider auch die angemessen eingebrachte Action nicht wett machen.
Die Figuren sind ebenfalls kaum ausgestaltet und wirken durchweg zweidimensional. Den meisten sieht man ohnehin schon an, welchen Geistes Kind sie sind, so dass wirkliche Überraschungen oder Wendungen in der Geschichte minimal bleiben. Aus diesem Grund kommt ebenfalls so gut wie keine Spannung und Neugier auf die Fortführung der Handlung auf.
Wie schon bei „Stargate: Vala Mal Doran“ können die Zeichnungen ebenfalls nicht sonderlich überzeugen. Anatomisch sind sie zwar in sich stimmig, Daniel Jackson sieht aber nicht einmal in Ansätzen so aus wie sein Darsteller Michael Shanks. Das ist ein Manko, dass man nicht unterschätzen sollte, nimmt es dem Comic doch einiges an Atmosphäre. Auch hier ist wenigstens die Geschichte in sich geschlossen, so dass man nicht mehr auf eine Fortsetzung hoffen muss.


Fazit

„Stargate: Daniel Jackson“ fällt nach einem interessanten Auftakt schnell wieder ins Mittelmaß zurück und kann weder inhaltlich noch künstlerisch überzeugen, da der Hintergrund des soliden Action Abenteuers austauschbar ist. Denn wie bei „Stargate: Vala Mal Doran“ fehlt bereits das, was eine Graphic-Novel zu einem Franchise wenigstens ausmachen sollte: die Atmosphäre des „Stargate“-Universums und die Ähnlichkeit zu den Darstellern der Hauptfiguren. Vermutlich ist es auch das, was die Fans mit Desinteresse quittiert haben und dazu führte, das keine weiteren Miniserien produziert wurden.


Review verfasst von: Kris


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