Auf der Ascension 2 in Birmingham verriet Stargate-Veteran Michael Shanks erst gestern zum Erstaunen der Fans, dass er Teil der abgesetzten Serie von Martin Gero gewesen wäre.
Jetzt liefert Dial the Gate zusätzliche Infos, um der Aussage mehr Kontext zu geben - und enthüllt dabei erstmals Infos darüber, welche Richtung die neue Stargate-Serie in Sachen Story eingeschlagen hätte.
Während eines Specials im Gespräch mit seinem Fan-Mitstreiter William Murphy spoilert Dial the Gate-Gastgeber David Read nicht nur die Prämisse des gecancelten Projekts (wenn auch ohne direkte Einsicht in das Drehbuch), sondern verrät auch, in welchem Umfang Michael Shanks als Daniel Jackson zurückgekehrt wäre.
Diese Infos habe er erfahren, als er sich für den geplanten Stargate-Rewatch-Podcast mit dem beliebten Darsteller bei seinen Amazon MGM-Kontakten inhaltlich absichern wollte.
Inhaltliche Infos zur abgesetzten Stargate-Serie - Spoiler!
Martin Geros Stargate-Serie hätte in einer alternativen Realität gespielt. Im Dial the Gate-Video wird der Einstieg in die Handlung wie folgt beschrieben:
Die Argo, ein brandneues Schiff der BC-307-Klasse (drei Generationen nach der Daedalus), taucht im Orbit der Erde auf. An Bord ist der "Original"-Daniel Jackson aus der bekannten Zeitlinie, das Schicksal der übrigen Crew ist zu diesem Zeitpunkt unklar. Offenbar ist das Stargate-Programm in dieser Realität noch nicht gegründet worden oder steckt in den Kinderschuhen, das das Sternentor wohl erst gegen Mitte der Staffel wirklich aktiviert werden sollte.
Wie es danach weitergeht und warum die Argo überhaupt in einer alternativen Realität landet, wusste David Read entweder nicht oder wollte es nicht preisgeben - wie gesagt, er hat das Skript ausdrücklich nicht selbst gelesen und reagierte in erster Linie darauf, dass Michael Shanks seine Beteiligung auf der Ascension 2 überraschend selbst offenlegte.
Mit der geschilderten Prämisse wäre Michael Shanks einer der Hauptdarsteller gewesen, der (übrigens ganz ähnlich wie schon in Stargate: Atlantis und SG:U, nur eben in größerer Kapazität) eine Schlüsselrolle für den Beginn eines neuen Abenteuers gespielt und die Verbindung zu den Vorgängerserien aufrechterhalten hätte.
Insgesamt sollen darüber hinaus mehr als sechs ursprüngliche Cast-Mitglieder in wiederkehrenden oder Gastrollen dabei gewesen sein - es wird jedoch nicht enthüllt, wen genau die Autoren im Auge hatten und ob Schauspieler aus allen drei Stargate-Serien wieder aufgetaucht wären, ob nun als "Originale" oder alternative Versionen ihrer Charaktere.
Interessant ist aber, dass die Argo ein Schiff der US Air Force ist, woraus sich schließen lässt, dass das originale Stargate-Programm womöglich nach wie vor geheim gehalten wird.
Alternative Realitäten waren neben Zeitreisen eines der am häufigsten genutzten Sci-Fi-Themen im Stargate-Universum. Die von David Read gelieferten Infos rufen unweigerlich Erinnerungen an Folgen wie etwa Die Daedalus-Variationen aus Stargate: Atlantis Season 5 oder Assoziationen mit der Kelvin-Zeitlinie aus dem Star Trek-Filmreboot wach, was auch im Video selbst angesprochen wird.
Obwohl auf diese Weise durchaus der Balanceakt zwischen frischen Figuren und Abenteuern auf der einen und der Ehrung des bestehenden Canons auf der anderen Seite hätte gelingen können, war Amazon MGM die alternative Realität der Originalzeitlinie am Ende offenbar dennoch zu ähnlich, sonst hätte man diesen Grund für die Absetzung damals wohl nicht vorgeschoben.
Hier das gut halbstündige Video für euch mit allen Info-Häppchen zur gecancelten Stargate-Serie von Martin Gero: