Jewel Staite im Interview mit GateWorld

Dr. Keller über "Stargate Atlantis"


04.10.2007 00:00 · PaxMagellanic · Stargate: Atlantis, Interviews

Jewel Staite im Interview mit GateWorld
Vor einigen Tagen hatte unser Kollege Chad Colvin von www.GateWorld.net die Möglichkeit, Jewel Staite zu interviewen. Jewel spielte in der Serie "Firefly" die Rolle der Mechanikerin Kaylee Frye und sie wird in der vierten Staffel der Science-Fiction-Serie "Stargate Atlantis" als Dr. Jennifer Keller zu sehen sein. Im Interview spricht Jewel über ihre Science-Fiction-Wurzeln, über "Firefly", über die Figur des Dr. Carson Beckett und über die Zusammenarbeit mit ihren neuen Kollegen speziell Amanda Tapping und Rachel Luttrell.

Am Anfang des Interviews wird Jewel über ihre Erfahrungen bei "Firefly" befragt. Sie sagt, dass die Serie sowohl professionell als auch persönlich zu den allerbesten Erfahrungen ihres Lebens zählt. "Wir wurden augenblicklich wie eine Familie, komplett mit Spielabenden und Sonntagsessen. Und das sage ich nicht nur so - diese Leute waren alle bei meiner Hochzeitsfeier anwesend", so die Schauspielerin.
Sie erzählt weiterhin, dass sie sich einmal im Jahr hinsetzt, um die ganze Serie anzusehen, um dann in Erinnerungen zu schwelgen. Joss Whedon (Erschaffer und Produzent hinter "Firefly" und dem Kinofilm) ist für sie ein Drehbuchautor, der es schafft, dass sie in einem Satz sowohl lachen als auch weinen könnte.
Außerdem hat sie durch "Firefly" und den anschließenden Kinofilm "Serenity - Flucht in neue Welten" den Weg zu Conventions und Science-Fiction-Fans finden können. Sie meint, dass Science-Fiction-Fans ihr manchmal etwas Angst machen, weil sie sehr klug sind. Manchmal sind sie klüger als sie selbst. Einige ihrer Fragen übersteigen ihr eigenes Verständnis und sie kann einfach keine ausreichende Antwort darauf geben.
Aber das Wichtigste, was sie von dieser Erfahrung gelernt hat, ist, dass man ab und zu einmal innehalten muss, um sich an dem zu erfreuen, woran man gerade arbeitet, denn es kann sehr schnell vorbei sein.

Ferner berichtet sie, dass sie in Zukunft auch "Stargate"-Conventions besuchen würde, wenn sie eingeladen wird und Zeit dafür hat. Viel mehr Spaß würde ihr das natürlich noch machen, wenn die Fans ihre Figur wirklich mögen würden.

Auf die Frage, ob sie selbst ein Science-Fiction-Fan sei, antwortet sie, dass sie ein Fan von guten Projekten ist. Sie sieht sich Filme und Serien in erster Linie wegen den darstellerischen Leistungen an, und sie würde nie einen Film nicht schauen, weil ihr das Genre nicht gefällt.

Im Folgenden berichtet sie von ihrem ersten Auftritt bei "Stargate Atlantis". Sie sagt, dass sie nicht wirklich wusste, auf was sie sich einließ, als sie damals in der zweiten Staffel die Rolle des Wraith-Mädchens Ellia spielte. Sie wusste, dass sie eine Maske in dieser Episode tragen würde, doch erst als man sie wegen Gipsabdrücken ihres Gesichts, ihrer Arme und ihrer Hände anrief, fing sie an, Informationen darüber einzuholen, was ein Wraith ist. Und seitdem weiß sie, dass sie sich erst informieren muss, bevor sie eine Rolle annimmt.
Bei den Dreharbeiten war die Maske am Anfang sehr merkwürdig für sie, aber sie half ihr auch, sich viel besser in die Figur der Ellia hineindenken zu können.
Die Reaktionen der Menschen um sie herum erschienen ihr auch sehr merkwürdig, als sie die Maske trug. "Meine Mutter kam am Set vorbei, um mich zu besuchen und warf mir tatsächlich ganz böse Blicke zu und ging mir sogar aus dem Weg! Ich schätze, dass man wenige Freunde hat, wenn man ein hässlicher Alien ist", erinnert sich Jewel.

Im weiteren Verlauf des Interviews berichtet Jewel Staite, dass sie froh ist, wieder am Set von "Stargate Atlantis" arbeiten zu können. Sie beschreibt die Rolle der neuen Chefärztin Dr. Jennifer Keller auf Atlantis als kompetent und intelligent, aber auch als etwas verschüchtert und voller Selbstzweifel.
Sie ist auf jeden Fall die Art von Ärztin, in der man sich in einer medizinischer Situation sehr sicher fühlt, aber wenn man sich an sie gewöhnt hat, auch die Art Frau ist, mit der man gern ein Bier trinken würde. Jewel mag es, dass Jennifer wie ein Kumpel ist.

Staite spricht weiterhin darüber, dass sie am Anfang nicht wusste, dass sie Dr. Carson Beckett ersetzen würde. Man bot ihr die Rückkehr in die Serie an, und sagte ihr, dass es sich um einen wiederkehrenden Charakter handeln würde, doch sie wusste nicht, dass sie die Rolle des neuen Chefarztes übernehmen würde. Damals sah sie die Rolle als Chance auf neue Arbeit an, und da die Serie in Vancouver - ihrer Heimatstadt - gedreht wird, war das Angebot gleich doppelt so attraktiv für sie.
Sie wusste jedoch, dass Paul McGillion als Dr. Carson Beckett die Serie verlassen würde, da sie mit Paul befreundet ist. "Beckett ist ein großartiger Charakter. Aber ich habe nichts mit seinem Weggang zu tun, deswegen werde ich keinen Beschuss der Fans persönlich nehmen", meint Jewel. Sie weiß selbst, wie das ist, wenn ein Lieblingscharakter getötet wird, oder eine Serie verlässt. Sie kann die Fans also sehr gut verstehen, aber es war nicht ihre Entscheidung, dass Beckett aus der Serie geschrieben wurde.

Weiterhin berichtet Jewel, dass es am Anfang sehr wenige Informationen über Dr. Keller gab. Sie konnte sie also nach ihrer Vorstellungskraft formen. Es war größtenteils ihr selbst überlassen, etwas über ihre Eigenheiten und ihre Persönlichkeit zu erfahren.
"Nicht jeder wird sie mögen, weil jeder einen anderen Geschmack hat", kann sich Jewel vorstellen. "Aber ich bin sehr glücklich darüber, wie sich die Dinge bis jetzt entwickelt haben, und ich lerne immer mehr über sie mit jeder weiteren Episode, die wir filmen."

Sie berichtet außerdem, dass die neuen Kollegen sie sehr gut behandeln, und dass die Dreharbeiten bei "Stargate Atlantis" einfach sehr gut eingespielt sind. Jeder weiß, wo der Hase lang läuft - eine gut geölte Maschine.

Nach den Beziehungen ihrer Figur zu den anderen Charakteren auf Atlantis befragt, antwortet Jewel, dass Colonel Carter (gespielt von Amanda Tapping) und Keller sich sehr ähnlich sind, denn beide müssen sich erst beweisen. In der Episode "Trio" werden sie sogar Freunde.
McKay (gespielt von David Hewlett) und Keller respektieren sich, sie streiten sich zwar ab und zu, aber verhalten sich trotzdem professionell.
Ihre Beziehung zu Teyla Emmagan (gespielt von Rachel Luttrell) entwickelt sich in der Episode "Missing" erst richtig, da sie hier beide aufeinander angewiesen sind.
Und scheinbar fühlt sie sich zu Ronon Dex (gespielt von Jason Momoa) ein bisschen hingezogen.

Ebenso sagt Jewel, dass sie eigentlich keine Angst hat, in eine Schublade gesteckt zu werden, weil sie bei zwei so erfolgreichen Science-Fiction-Serien gearbeitet hat. Im Gegenteil, sie hat auch in anderen Genres gearbeitet und "Firefly" und "Stargate Atlantis" sind sich auch nicht unbedingt wirklich ähnlich.

Sie berichtet zusätzlich, dass der Thriller "The Tribe" irgendwann im nächsten Jahr in die Kinos kommen soll, und dass sie hier wohl im Herbst auch ihre letzten Dreharbeiten beenden wird.

Am Ende des Interviews sagt Jewel, dass sie sich selbst auf die vierte Staffel freut, und dass diese Staffel ein ganz neues Level erreicht hat. Sie hofft, dass alle Fans diese Staffel genießen. Was sie bis jetzt gesehen hat, macht sie sehr stolz und glücklich.

Das gesamte englische Original-Interview können Sie lesen, wenn Sie dem angegebenen Link am Ende dieser News-Meldung zu den Kollegen von www.GateWorld.net folgen.

Quelle

Gateworld http://www.gateworld.net/interviews/staite_of_change.shtml

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