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Stargate Origins - Artikel-Teaser
  • Von shadow-of-atlantis
  • Stargate
  • Veröffentlicht am 07.02.2018

Weshalb Stargate Origins eine Chance verdient hat...
Einige Gedanken zur neuen Stargate-Serie

Schon seit Stargate Origins angekündigt wurde, herrscht nicht nur Vorfreude vor. Es wird im Internet auch eine ganze Menge genörgelt und gemotzt. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Das sind zum einen natürlich die Einschränkungen, was die Länder angeht. Die Serie wird zunächst ausschließlich für einige wenige Länder (darunter auch Deutschland) verfügbar sein – und unseres Wissens nach zunächst nur in englischer Sprache.

Dass diverse Lizenzen und Verträge der Grund für diese Einschränkungen sind, interessiert natürlich die wenigsten, wenngleich sie sich gewiss zurecht ärgern, Stargate Origins zumindest vorerst nicht sehen zu können. An der aktuellen Lage ändert dies aber wenig. Verträge müssen nun mal eingehalten werden.

Gerade in Deutschland herrscht dann auch noch die Sprachbarriere vor. Die Natur von Stargate Command erlaubt aktuell keine mehrsprachige Nutzung, weshalb auf die Weltsprache Englisch zurückgegriffen wurde, die natürlich auch die Sprache der für Stargate Verantwortlichen ist. Verständlich, aber weiterhin für viele ein Ärgernis.

Immer wieder bekommen auch wir Kommentare zu der aktuellen sprachlichen Situation und der Verbreitung von Stargate Command und Stargate Origins. Ausrichten können wir allerdings nichts, selbst wenn wir diesen Umstand bereits in ein, zwei Mails an MGM fallen ließen. Prinzipiell müssen wir uns wohl immer noch glücklich schätzen, dass Deutschland bei der Auswahl der Länder beachtet wurde, bedenkt man, dass zum Beispiel unsere Freunde in Österreich oder der Schweiz wesentlich weniger Glück haben.

Doch kurzum: Stargate Origins hat für eine ganze Menge Unmut gesorgt, sei es aufgrund der Verbreitung, der Sprachbarriere, dem T-Shirt, das nur den US-Bürgern bei Vorbestellung angeboten wurde, oder dem vorgestellten Inhalt sowie der Kürze der Episoden.

Stützen wir uns auf genau jenen letzten Punkt, um diesen Artikel fortzuführen.

Weshalb hat Stargate Origins dennoch eine Chance verdient?

Zehn zehnminütige Episoden: das klingt zunächst nach nicht viel. Nach einem Spielfilm, der auf mehrere Häppchen serviert wird. Doch, dass darin auch eine Chance für das Stargate-Franchise liegt, das wollen viele nicht einsehen. Dabei ist Stargate Origins vielleicht genau das: die letzte Chance für das Stargate-Franchise.

Hierzu muss man wohl auch die Geschichte des Franchise beachten. Schon seit der Absetzung von Stargate: Atlantis strauchelt das Stargate-Franchise. Die plötzliche und wenig zufriedenstellende Absetzung von Stargate: Atlantis erzürnte die Fans. Ein Film wurde versprochen und nie geliefert. Ein Film, wie es schon bei Stargate SG-1 der Fall war. Auch auf Ark of Truth und Continuum sollten noch weitere Filme folgen, darunter Stargate Revolution, der zwar grünes Licht erhielt, aber nie umgesetzt wurde. Von jährlich ein bis zwei Filmen sprach man, geliefert wurde aber nie wieder etwas.

Natürlich folgte Stargate: Universe. Die Serie, die das Fandom spalten sollte. User und Leser, die zu Zeiten von SGU auf unserer Seite bzw. in unserem Forum unterwegs waren, wissen genau, wovon wir sprechen. Und abseits unseres Forums sah kaum anders aus.

Die Insolvenz von MGM, das vernichtende Feedback zu Stargate: Universe und das Scheitern der Serie nach nur zwei Staffeln führte zu langen Jahren der Funkstille. Erst im Jahr 2013 kann wieder etwas Bewegung in die Sache, als Roland Emmerich ankündigte, den Film im Kino rebooten und bei Erfolg die Trilogie umsetzen zu wollen, die von Anfang an angedacht war. Die Serien sollten hierbei von der Bildfläche verschwinden, wenngleich sich Emmerich einige Monate später rechtfertigte und erklärte, die Serien nicht nicht zu mögen, sondern sie schlichtweg nie gesehen zu haben. Ein Reboot seines Filmes stelle deshalb auch eine etwas andere Umsetzung dar. Man könnte sich zum Beispiel auf ein ganzes Team aus Charakteren konzentrieren, von denen jedes Mitglied seine besonderen Fähigkeiten in Spiel brächte.

Und dennoch: auch hier kehrte erneut Stille ein. Nachdem man monatelang nichts mehr von dem Film gehört hatte, ließ Produzent Dean Devlin beinahe in einem Nebensatz fallen, dass der Film auf Eis liege.

Nun, einen solchen Reboot kann man sehen, wie man will, denn wenngleich es sich dabei nicht um das Stargate gehandelt hätte, wie es die Serienfans kennen und lieben, so hätte er dem Franchise doch neues Leben eingehaucht. Dringend benötigtes Leben. Galt Stargate einst als eine der größten Sci-Fi-Serien, wird sie heutzutage meist selbst in diversen Toplisten weit, weit unten angesiedelt oder schlicht und einfach vergessen. Wurde Stargate zu seinen Hochzeiten gefeiert, wurde es spätestens mit der Absetzung von Stargate: Universe vergessen. Plötzlich gab es einfach nichts mehr. Keine Magazine, keine Fanartikel, und selbst die offiziellen Conventions stellten ihren Betrieb ein. Lediglich Fandemonium kämpfte mit seinen Romanen tapfer weiter. An anderen Stellen herrschte Jahr um Jahr nur betroffenes Schweigen.

Die Auferstehung?

Die Ereignisse im Juli 2017 waren dementsprechend überraschend. Ein Jubiläumspanel sollte während der San Diego Comic-Con 2017 stattfinden. Versprochen wurden Überraschungsgäste, die durch 20 Jahre Stargate führen sollten. Dass sich an diesen offiziellen Inhalt vor Ort keiner halten sollte, das zeichnete sich wenige Tage vor dem Event bereits ab.

Die offizielle Stargate-Seite wurde offline genommen und an deren Stelle prangte ein Hinweis, dass es bald Neuigkeiten zu Stargate gäbe. Neuigkeiten zu Stargate? Das machte natürlich neugierig. Die Spekulationen des verbliebenen Fandoms kochten hoch. Sollten es neue Comics werden? Aber da startete erst vor wenigen Monaten eine neue Reihe. Sollte es ein weiteres Videospiel werden? Mit Videospielen hatte Stargate in der Vergangenheit wenig Glück. Für ein vor wenigen Jahren noch insolventes Unternehmen, das ein Franchise wiederbeleben wollte, das über Jahre hinweg tot war, klang das nach einem zu riskanten Unterfangen.

Sollte es also tatsächlich eine neue Serie geben? Der Hype nahm immens an Fahrt auf. Als dann noch eine Markeneintragung ausgegraben wurde, die auf eine Serie hindeutete, ließen sich viele zu noch enormeren Spekulationen hinreißen. Gerade im englischsprachigen Raum wurde der Hype von Leuten maximiert, von denen jeder erwartete, dass sie wussten, um was es sich bei der mysteriösen Ankündigung handeln würde. Es musste also eine neue Serie sein. Eine neue Stargate-Serie. Etwas Großes, das das Stargate-Franchise zu neuem Leben erwecken sollte. Eine Fortsetzung von Stargate: Universe? Eine Fortsetzung von Stargate SG-1 oder Stargate: Atlantis? Eine neue Serie mit der Beteiligung altbekannter Cast-Mitglieder?

Mit dem Hype wuchsen auch die Erwartungen ins Unermessliche. Ein Bild, das viele plötzlich im Kopf hatten, war die Ankündigung einer neuen Serie mit einem Umfang von 20 oder 22 Episoden und dem ein oder anderen bekannten Gesicht.

Was passiert nun also, wenn etwas angekündigt wird, das mit diesen Erwartungen überhaupt nicht übereinstimmt?

 

  • Es kommt eine neue Stargate-Serie. – Juhu!
  • Die neue Stargate-Serie Stargate Origins. – Juhu? Origins? Ist das etwa ein Prequel?
  • Die neue Stargate-Serie handelt von Catherine Langford. – Was? Wieso Catherine Langford? WIESO GERADE Catherine Langford? Oh, verdammt, es ist ein Prequel!
  • Die neue Serie hat 10 Episoden. – Was? Nur 10?
  • Jede Episode hat einen Umfang von ca. 10 Minuten. – Aber das sind ja gar keine richtigen Episoden! Das ist ja gerademal ein zerstückelter Spielfilm! Das ist ja… unfassbar!

 

Und schon haben wir die Misere, zu der ein gigantischer Hype geführt hat. Als die eingangs genannten Details durchsickerten stand für viele fest: Stargate Origins ist einfach sch***!

Sehen wir mal davon ab, dass diese Schlussfolgerung auf völlig falschen Erwartungen basiert, die von einem übertriebenen Hype angeheizt wurden, sollten wir uns nochmals deutlich vor Augen führen, dass Stargate Origins vielleicht die letzte Chance ist, die das Stargate-Franchise für lange, lange Zeit haben wird.

Origins unterstützen, Stargate retten?

Wer den Markt beobachtet, der weiß: Mit Stargate Origins startet MGM einen Testlauf. Sind die Stargate-Fans noch da, wenn wir sie brauchen? Ist das Interesse an Stargate noch groß genug? Wie können wir die Stargate-Fans erreichen? Wie viral kann Stargate gehen?

Man könnte es wagen zu behaupten: Bewusst verzichtet MGM aktuell darauf, das große, das Mainstream-Publikum zu erreichen. Wer sich den Trailer zu Stargate Origins angesehen hat, der hat das schon im Gefühl. Wer sich die Vermarktung und die Verbreitung ansieht, ebenfalls. Diese Serie richtet sich an die Stargate-Fans, die auch über Jahre hinweg immer wieder im Netz nach Stargate Ausschau hielten und sehnsüchtig darauf warteten, neue Abenteuer zu erleben.

Aber erinnert uns das nicht an eine andere Serie? Allein die Beteiligung diverser Stargate-Veteranen vor und hinter der Kamera lockte Scharen von Fans zu Sanctuary. Diese Serie startete vor Jahren ganz ähnlich. Statt eines Rund-um-Paketes wie bei Stargate Command kaufte man sich allerdings jede einzelne Folge – woran sich damals bei einem Preis von rund 2,50 Dollar für die Minimum-Qualität niemand zu stören schien. Statt 10 Folgen gab es 6 Folgen mit jeweils 12-15 Minuten.

Das Resultat aus diesen kennen wir: Sanctuary begeisterte die Zuschauer und schaffte den Sprung ins Fernsehen. Statt kurzer Episoden gab es volle Episoden - über 4 Staffeln hinweg! Es fand sich eine treue Fanbasis und auch heutzutage gibt es noch genügend Leute, die sich die Serie gerne immer und immer wieder ansehen.

War der Start über die Webisodes also so schlecht? Ganz und gar nicht. Es darf sogar ernsthaft bezweifelt werden, ob wir Sanctuary je zu Gesicht bekommen hätten, hätte es die Webisodes nicht gegeben.

Doch was hat das nun mit Stargate Origins zu tun?

Im Prinzip könnte Origins als Sprungbrett zurück in die Welt von Stargate dienen. Während Sanctuary die Stargate-Fans aktivierte, die mit den Stargate-Darstellern und der Crew zu Sanctuary übergesiedelt sind, kann Origins die vorhandenen Stargate-Fans nutzen, um Interesse für sich und vielleicht für mehr zu sammeln.

Wie bei Sanctuary können die Webisodes unter Beweis stellen, dass Stargate mit der Zeit geht und noch dazu noch genügend Leute begeistert, um weitere Abenteuer zu rechtfertigen. Kein Geringerer als Chris Judge deutete bereits an, an mehreren Ideen zu arbeiten – und ebenso, dass MGM sehr darum bemüht wäre, das Stargate-Franchise wiederaufleben zu lassen. Auch mit einer neuen Serie? Einer richtigen Serie? In zwei, drei oder vielleicht fünf Jahren? Wer weiß. Aber was wir alle in jedem Fall wissen: Wenn Stargate Origins floppt, war es das mit Stargate – vielleicht bis in alle Ewigkeit.

MGM sendet mit Stargate Origins vor allem ein Zeichen: Wir haben noch Interesse an Stargate. Aber vor allem sendet das Unternehmen ein Zeichen an die Fans: Ihr habt es in der Hand.

Sollten dann nicht gerade wir in den ausgewählten Ländern, die Stargate Origins als erste sehen dürfen, die Chance nutzen und zeigen, dass wir wieder mehr Stargate sehen möchten?

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