Joseph Mallozzi war als Produzent in beratender Funktion in die Arbeiten an der neuen Stargate-Serie involviert. Er war es auch, der die Variety-News, dass eben jene neue Serie auf Eis gelegt wurde, in den sozialen Netzwerken den Fans gegenüber bestätigte. Seine Meinung dazu drückte er - verhältnismäßig vorsichtig - in einem Post auf X bereits aus (wir berichteten).
Seither wandert er einen schmalen Grat. Einerseits kommuniziert er durchaus mit den Fans, auch in Sachen #SaveStargate, andererseits muss er Vorsicht walten lassen, dürfte er neben einem Vertrag mit den Amazon MGM Studios doch auch eine NDA unterzeichnet haben, die verhindert, dass er Detaisl zu dem Projekt nach außen kommuniziert.
In einem neuen, etwas ausführlicheren Post erwähnt Joseph Mallozzi Stargate nicht mit einem Wort, doch es wird deutlich, dass es sowohl um die gecancellte Stargate-Serie von Martin Gero sowie insgesamt um die derzeitige Situation in der Science-Fiction-TV-Landschaft geht. Stargate ist schließlich nur ein Projekt, das es in den vergangenen Jahren verdammt schwer hatte und nun (vorerst) begraben wurde.
"Schon über meine gesamte Laufbahn hinweg war ich entsetzt von der Verachtung einiger Genre-Executives, die diese den Fans gegenüber empfinden, während sie fortwährend die Macht dieser, eine Serie zum Erfolg oder zum Flop zu führen, unterschätzen. Ich habe das wieder und wieder erlebt, über eine Vielzahl von Serien hinweg, und sprach über jeden einzelnen Fall. Doch trotz der erdrückenden Beweislast, die sich über die vergangenen Jahre hinweg angesammelt hat, weisen sie die Sachlage ab und begehen wieder und wieder dieselben Fehleinschätzungen.
Aber die Technologie hat die Regeln neu geschrieben und das Machtgefüge verschiebt sich. Die heutigen Fans sind organisiert, gehen strategisch vor und kennen sich mit Zahlen und Fakten aus - womit sie die Metriken der Plattformen effektiv gegen diese einsetzen.
Während die Einsätze größer und das Publikum gewiefter wird, wird es faszinierend sein, zu beobachten, wie all dies endet."
Throughout my career, I've been dismayed by the contempt some genre executives have held for fans, routinely underestimating their power to make or break a show. I've watched this repeat too many times, across too many shows, to be talking about any single one of them. Yet…
— Joseph Mallozzi 🏴☠️ (@BaronDestructo) June 12, 2026
Mehr denn je dürfte Mallozzi mit diesen Worten recht behalten, werden sowohl in der TV- als auch in der Streaminglandschaft fortwährend Serie nach nur einer oder wenigen Staffeln eingestellt, ohne, dass sie die Möglichkeit haben, in dieser schnelllebigen Welt, ein Publikum zu finden. Haben dann ausreichend Zuschauer eine Serie für sich entdeckt, müssen sie enttäuscht feststellen, dass sie auch schon wieder zu Ende ist.
Auch wird wieder und wieder deutlich, dass das, was ein Universum auszeichnet, liebend gerne von Entscheidungsträgern missachtet wird, um eine Serie zu modernisieren und dem ganzen einen eigenen Stempel aufzudrücken. So wurden in den vergangenen Jahren schon Fans zahlreicher großer Universen vor den Kopf gestoßen. Stargate-Fans sind nicht minder entrüstet, insbesondere, da der Variety-Artikel nahelegte, dass die Serie eingestellt wurde, weil Amazon befürchtete, sie könne nur die bestehende Fanbase ansprechen und nicht auch ein Publikum darüber hinaus.
Besonders ärgerlich: Obwohl das Stargate-Universum vor rund 15 Jahren mit dem Finale von Stargate: Universe Staffel 2 sein vorübergehendes Ende fand, fanden doch zahlreiche neue Zuschauer ihren Weg ins Fandom. Ein Hinweis darauf, wie sehr gerade das Stargate-Universum fortwährend neues Publikum anzieht und nicht nur von jene gefeiert wird, die "damals" schon an Bord waren.