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Thema: Double Trouble - Doppelter Ärger

  1. #1
    Major General Avatar von Kris
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    Standard Double Trouble - Doppelter Ärger

    Double Trouble ist eine Geschichte in zwei Teilen und erzählt die haarsträubenden Abenteuer von Lt. Colonel John Sheppard auf der Erde, nachdem er erst der traumatischsten Erfahrung seines Dienstes auf Atlantis entkommen ist. Angesiedelt in der ersten Hälfte der dritten Staffel.

    Mittlerweile habe ich auch einen Prolog zu der Geschichte geschrieben, den findet ihr unter
    Im Grau der Schatten (Doppelter Ärger)

    Fortgesetzt wird dieser erste Teil in: Double Trouble 2: In den Händen des Schicksals .


    Double Trouble - Doppelter Ärger

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    Titel: Doppelter Ärger/Double Trouble
    Autor: Kris
    Rating: PG-13

    Inhalt:
    Auf seinem erzwungenen Heimaturlaub erlebt John Sheppard den Schock seines Lebens als er sich Agent Bailey Malone von der VCTF gegenüber sieht. Und ein alter Feind findet unerwartet seinen Weg zu Erde, um einem Psychologen das Leben zur Hölle zu machen...

    Anmerkung:
    Dies ist ein “Stargate Atlantis” und “Profiler” Crossover. Angesiedelt in der dritten Staffel nach Ep.7 „Common Ground“ mit leichten Spoilern zu Ep.5 Progeny“ und Ep.6 „The Known World”.
    Der besondere Reiz dieses Crossovers besteht in den Figuren: Dr. Tom Arquette wurde in vier Folgen der vierten Staffel von „Profiler“ von Joe Flanigan verkörpert, Robert Davi spielte in der gesamten Mystery-Krimi-Serie über die Fahndung nach Serientätern den VCTF-Agenten Bailey Malone, Leiter der Einheit, in der die Profilerinnen Sam Waters und Rachel Burke arbeiteten.
    Man kann sich vorstellen, welche Folgen das Zusammentreffen mit den Personen John Sheppard und Acastus Kolya haben kann...

    Disclaimer:
    Stargate Atlantis und SG-1 und alle Stargate Charaktere sind Eigentum von MGM/UA, Double Secret Productions, Gekko Productions und dem SciFi Channel. Ähnliches trifft auf Profiler und seine Produzenten und Lizenznehmer zu, die mir zur Zeit entfallen sind. Diese Fanfiction wurde lediglich zum Spaß geschrieben und nicht um damit Geld zu verdienen.

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    Industriebezirk Denver, Colorado
    Samstag, gegen 23.00 Uhr
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    Lt. Colonel John Sheppard schob sich gut gelaunt durch die Menschenmenge vor der Halle und versuchte ein Taxi auf sich aufmerksam zu machen, ein Unterfangen mit dem auch genügend andere Menschen beschäftigt waren.
    Ein gutes hatte dieser Heimaturlaub – endlich war es ihm einmal gelungen Johnny Cash live zu sehen. Bisher war immer etwas dazwischen gekommen, oder die Karten waren bereits verkauft gewesen, diesmal hatte er es zu seinem Vorteil genutzt, durch seine neue Stellung ein paar Sachen schon vor seiner Ankunft regeln zu lassen.
    Ein Schatten huschte über sein Gesicht. Der Abstand half ihm die letzten Ereignisse zu verarbeiten: die Gefangenschaft in den Händen von Acastus Kolya. Immerhin wachte er nicht mehr jede Nacht aus dem gleichen Alptraum auf und hatte Mühe wieder zurück in den Schlaf zu finden.
    ‚Nicht daran denken’, ermahnte er sich. Jetzt wollte er erst einmal aus der Menschenmasse heraus. Auf Atlantis hielt sich nicht einmal ein Bruchteil der Leute auf, die noch immer aus der Musikhalle strömten. John fühlte sich unwohl. Irgendwie musste ihm in den letzten Jahren entfallen sein, wie sich das Gedränge anfühlte und der Lärm, den Tausende von Stimmen verursachen konnten. Er sollte besser hier verschwinden.
    „Entschuldigung.“ Entschlossen schob er das Pärchen beiseite, dass sein Taxi für sich beanspruchen wollte. Immerhin der Mann auf sein Zeichen reagiert und nicht auf das heftige Winken der beiden. „Tut mir leid, das gehört mir!“ entgegnete er mit seinem charmantesten Lächeln, das die meisten Leute in einer solchen Situation eher noch mehr zur Weißglut brachte.
    Die aufgebrachten Flüche ignorierend schob er sich durch die halb geöffnete Tür auf den Rücksitz und zog sie rasch hinter sich zu. Das Poltern von Fäusten gegen das Fenster ignorierte er.
    „Zum Denver Plaza, bitte!“
    „Ja, Sir.“ Der Taxifahrer warf einen Blick über die Schulter zu seinem Fahrgast und grinste, während er sich mit ausgiebigem Hupen langsam in Bewegung setzte. John sah noch wie Menschen verärgert auswichen, dann lehnte er sich und atmete ein und aus, um sich zu entspannen. Endlich Ruhe.
    Mit halbgeschlossenen Augen ließ er die ersten drei Wochen seines Urlaubs noch einmal Revue passieren, in denen er ein paar Dinge nachgeholt hatte, zu denen er nach dem Desaster in Afghanistan nicht mehr gekommen war. Surfen, der Besuch von Footballspielen seiner Lieblingsmannnschaften und...
    Die Umgebung um ihn herum verwischte zu huschenden Schatten und Lichtern. Er hörte zwar, dass der Taxifahrer etwas sagte, aber das war nicht an ihn gerichtet.
    Aber all das, was er früher als aufregend erachtet hatte, war im Vergleich zu Atlantis langweilig. Noch eine weitere Woche und die achtzehn Tage des Fluges zur Pegasus-Galaxie, musste er auf das Meeresrauschen verzichten.
    Leider war genau das der Sinn der Übung. Das ständig auf der Stadt der Antiker stationierte Personal war dazu verpflichtet, mindestens vier Wochen seines Urlaubs auf der Erde zu verbringen, „um den Kontakt und die sozialen Bindungen zur Erde nicht zu verlieren“. Kate Heightmeyer hatte ihm sehr deutlich gemacht, dass die Psychologen des SGC das für unabdingbar hielten.
    Vielleicht hatten sie damit recht. Die Erde war ihm in den letzten zwei Jahren fremd geworden. Selbst auf den Planeten der Pegasus-Galaxie, die sie besucht hatten, fühlte er sich heimischer. Sie waren nicht so über ... einen Moment ...
    John schreckte mit dem Gefühl hoch, dass etwas nicht stimmte. Plötzlich wieder hellwach sondierte er die Lage.
    Verdammt, er hatte sich nicht getäuscht!
    Mit einem Blick aus dem Autofenster erfasste der Lt. Colonel die Situation und verfluchte sich, dass ihm das nicht früher aufgefallen war. DAS hier war bestimmt keine Abkürzung zum Plaza.
    Sie befanden sich in einer von schwachen und spärlich verteilten Straßenlaternen beleuchteten Gegend. Gegen den mondhellen Himmel zeichneten sich die dunklen Schatten funktionaler Bauten aus den fünfziger und sechziger Jahren ab. Gitter und Lattenzäune, die ebenfalls schon bessere Zeiten gesehen hatten, begrenzten die Straße.
    Obwohl der Fahrer bereits im Schritttempo fuhr, wurden sie durchgeschüttelt. Der brüchige Asphalt war voller Schlaglöcher.
    Was zur Hölle ging hier vor?
    Nur wenige Schritte hinter ihnen fuhr eine schwarze Limousine ohne Licht. Der Fahrer beobachtete ihn im Spiegel. Die eine Hand lag auf dem Lenkrad, die andere jedoch konnte er nicht sehen. Der Wagen hielt.
    Johns Augen wurden schmal. Seine Hand bewegte sich zur Tür. Hoffentlich besaß das Taxi keine Zentralverrieglung.
    „Ich bedauere, dass wir uns nicht unter anderen Umständen kennen lernen können, Lt. Colonel Sheppard.“ Noch während er sprach hörte John das verräterische Surren eines Zat’nik’tel.
    Nur raus hier!
    Er stieß die Wagentür auf und warf sich hinaus. Die blauen Blitze der Entladung der Goa’uld-Waffe ging nur knapp an ihm vorbei. John stöhnte, als seine Schulter den Asphalt traf, rollte sich ab und kam so schnell wie er konnte wieder auf die Beine.
    Erst jetzt öffneten sich Wagentüren.
    John wartete nicht, bis die Insassen der Limousine ausgestiegen waren. Er benutzte den Wagen als Deckung vor den Schüssen des Taxifahrers und rannte los, um so viel Distanz wie möglich zwischen sich und ihn zu bringen. Gedanken darüber, wer die Kerle waren, das konnte er sich später machen.
    Hastige Schritte und Schüsse bewiesen, wie dicht sie ihm auf den Fersen waren.
    Der Lt. Colonel bog um eine Ecke. Dann entdeckte er eine Lücke im Lattenzaun und zwängte sich hindurch. Dabei blieb sein Ärmel an einem hervorstehenden Nagel hängen. Das Loch im Hemd konnte er verschmerzen. Es hatte ihm sowieso nicht gefallen.
    Der weiche Rasen verschluckte seine Schritte, als er auf das Gebäude zurannte. Dort konnte er den Mann, der sich ebenfalls gerade durch das Loch im Zaun zwängte, vielleicht abhängen.
    Verdammt war der dicht dran. Für seinen Geschmack zu dicht.
    John sprang über ein paar leere Obstkisten und duckte sich. Wieder zischte eine blaue Entladung über ihn hinweg.
    Verdammt! Das war mehr als ernst.
    Mit einer fließenden Bewegung schleuderte er dem Mann eine der Kisten entgegen und nutzte den Augenblick in dem dieser über das Holz stolperte und fiel, um die rostige Treppe eines Noteinganges hoch zu stürmen und die schief in den Angeln hängende Tür aufzuschieben. Dazu bedurfte es keiner Anstrengung. Doch gerade in dem Moment, als er einen Fuß in den Raum setzen wollte, packte ihn jemand seitlich am Kragen.
    John holte instinktiv mit dem Ellenbogen aus und rammte ihn in den Bauch des Angreifers, dann versuchte sich zu drehen, um in eine bessere Position zu kommen, auch wenn ihm dabei die Tränen in die Augen schossen. Schmerzhaft grub sich die Kette der Hundemarken in das Fleisch seines Halses, der Mann drohte ihn mit dem Stoff seines eigenen Hemdes zu erdrosseln. Auch sein Gegner beherrschte Nahkampftechniken. Doch John gelang schließlich ein Hieb gegen das Gesicht des Gegners. Der ließ ihn mit einem schmerzerfüllten Keuchen los.
    John taumelte mit einem Schmerzenslaut in den Raum. Sein Hals brannte wie Feuer, denn offensichtlich war es dem Kerl gelungen seine Hundemarke abzureißen. Er fühlte eine blutende Schramme an seinem Hals.
    „So einfach kriegt ihr mich nicht!“ knurrte John durch die Zähne und wünschte sich zum wiederholten Male, eine Waffe in den Händen zu haben. Seine Gedanken rasten. Mittlerweile hatte er eine Ahnung, für wen die Kerle arbeiteten, denn neben dem Stargate-Center konnte nur eine andere Organisation Interesse an ihm haben. Und das waren böse Jungs.
    ‚Was zum Teufel will der Trust von mir?’
    Hatten sie vor, ihm wie Colonel Caldwell einen Goa’uld einzupflanzen, um ihn zu ihrem Agenten zu machen? Oder wollten sie ihm einfach nur die Geheimnisse von Atlantis entreißen? Ihn möglicherweise als Versuchskaninchen benutzen? John presste die Lippen aufeinander. Mit beidem war er nicht einverstanden. Und er würde zu verhindern wissen, dass sich jemals eine dieser schleimigen schlangenartigen Kreaturen in ihm festsetzen würde.
    Deshalb musste er so schnell wie möglich verschwinden.
    Er huschte durch eine Türöffnung in einen Gang, der zu einem weiteren Zimmer und in eine größere Halle führte. Hinter ihm erklangen Schritte.
    Auf der Suche nach etwas, was er als Waffe verwenden konnte – ein Eisenrohr, meinethalben auch eine Latte, sah er sich hastig um. Durch die teilweise gesplitterten Fenster des großen Raumes fiel Mondlicht und gab ihm so genug Sicht. Er huschte von Schatten zu Schatten und verbarg sich hinter einer vielleicht fünf Fuß hohen und eben so breiten Palette voller Kanistern mit Totenkopf-Aufklebern.
    Dabei stolperte er fast über einen kleinen Mann, der still am Boden gehockt hatte und so nicht zu bemerken gewesen war. Große runde Augen in einem spitzen Gesicht starrten ihn entsetzt an und dann hielt John plötzlich eine Tasche in Händen. Etwas darin gab mit merklichem Klicken nach.
    „He!“ schnappte der Lt. Colonel, doch Mausgesicht ergriff mit kleinen trappelnden und erstaunlich leisen Schritten die Flucht.
    John wollte ihm auf den Fuß folgen, doch dann erstarrte er. Aus der Tasche kam ein verdächtiges Piepen und Rattern. Hastig schob er den Synthetikstoff ein Stück beiseite und wurde blass, denn in seinen Armen hielt er eine Bombe, die jeden Augenblick explodieren konnte.
    Oh, Scheiße!
    John überlegte nicht lange. Als er hinter sich ein Surren hörte, wirbelte er herum. Der Kerl, der ihn fast aufgehalten hatte, hob ebenfalls eine Schlangenwaffe. In der anderen hielt er immer noch die Hundemarke.
    „Hier, vielleicht schmeckt dir das!“
    Der Lt. Colonel warf dem Mann die Tasche zu und nahm die Beine in die Hand ohne einen weiteren Blick zu riskieren. Durch eine Türöffnung gelangte er in einen Gang, gerade als die Explosion den Raum hinter ihm zerfetzte. Die Druckwelle schleuderte ihn gegen ein rostiges Gestänge an der Wand. John fing sich mit den Händen ab und schrie auf. Das scharfkantige Metall der Schrauben und Verbindungen schnitt in seine Hände.
    Er ging zu Boden. Bevor er sich aufrappeln konnte folgte eine zweite Druckwelle. Eine unglaubliche Hitze versengte seine Haarspitzen und den Stoff auf seinem Rücken, dann begann es hinter ihm zu zischen und zu prasseln.
    John blieb nicht länger liegen. Trotz der Schmerzen in den Händen stützte er sich ab und kam auf die Beine. Was auch immer in den Kanistern gewesen war – es brannte lichterloh und qualmte wie der Höllenschlund. Und auch die Holzverkleidungen und der Boden des Lagerhauses fingen nun Feuer.
    John hustete und zog das zerrissene Hemd aus. Er presste sich ein Stück Stoff vor den Mund und die Nase, dann hastete er weiter. Er musste hier hinaus, ehe er erstickte.
    So bemerkte er nicht mehr, wie die aus der Hosentasche gerutschte Börse mit seinen Ausweisen und Kreditkarten von den Flammen ergriffen und verzehrt wurden.
    Ihm war sein Überleben wichtiger. Doch das schien nicht sichergestellt zu sein, denn in Sekundenschnelle füllte sich alles mit dicken grauen Schwaden.
    Verbissen kämpfte der Lt. Colonel sich weiter, auch wenn ihm durch Atemnot immer schwindeliger wurde. Schließlich konnte er sich nicht mehr länger auf den Beinen halten, sank auf die Knie und kippte nach vorne. Dunkelheit verschlang seinen Geist, ehe er auf dem Boden aufprallte.

    * * *

    „Ich bin Agent Bailey Malone vom VCTF.“ Der hochgewachsene narbengesichtige Mann zeigte seine Dienstmarke. Die Polizisten machten ihm bereitwillig Platz, auch wenn sie missmutig dreinblickten. Die vor Ort ansässigen Kräfte mochten es nie, wenn sich bundesstaatliche Organisationen einmischten. Vor allem wenn sie davon noch nie gehört hatten. Die Violent Crimes Task Force arbeitete zwar mit dem FBI zusammen, agierte aber längst nicht so auffällig und allgegenwärtig. Dazu waren sie eine zu kleine Spezialeinheit. Sie hatten sich auf die Suche nach gewalttätigen Serienkillern spezialisiert.
    Auch der Officer, der den Einsatz leitete, hatte säuerlich dreingeblickt, als Malone mit ihm gesprochen und deutlich gemacht hatte, dass sowohl der Ort und als auch die Art des Brandes die Handschrift des Lagerhallen-Bombers trugen, dessen feuriger Spur der VCTF seit etwa zwei Monaten durch das ganze Land folgten. Nachdem bei den Explosionen und nachfolgenden Feuern mehrfach Wächter und Obdachlose ums Leben gekommen waren, war das nicht mehr länger nur Brandstiftung.
    Er sah sich aufmerksam um. Wenigstens bekam die Feuerwehr den Brand langsam in den Griff. Zwar loderten immer noch an mehreren Stellen Flammen, aber sie würden auf kein weiteres Gebäude mehr übergreifen können.
    Dann erregte Unruhe am Eingang des Gebäudes seine Aufmerksamkeit. Bailey Malone trat näher an das Geschehen heran. „Sir, bitte passen sie auf, in dieser Entfernung ist es nicht sicher.“ Einer der Einsatzkräfte versuchte ihn aufzuhalten, doch er winkte schroff ab. „Schon gut, ich weiß Bescheid.“ Dabei wandte er den Blick nicht ab. Vier Feuerwehrleute mit Atemmasken trugen eine schlaffe Gestalt aus dem brennenden Gebäude und verfrachteten sie auf eine Bahre. Der herbeieilende Notarzt verdeckte die Sicht.
    Bailey kniff die Augen zusammen. „Ein Überlebender?“
    „Die Männer fanden ihn bewusstlos am Treppenaufgang“, informierte ihn der Mann, der ihn aufgehalten hatte und hob die Hand zu seinem Mikrophon. Er lauschte einen Moment auf den Sprechfunk. „Wenn er es nicht bis dahin geschafft hätte, wäre er jetzt bereits tot gewesen.“
    Bailey nickte. Das war immerhin ein Anfang.
    „Haben sie inzwischen noch jemanden gefunden?“
    „Bisher negativ, Sir.“
    „Danke. Halten sie mich auf dem Laufenden.“ Er ließ den Blick nicht von der Bahre. Rettungssanitäter hatten sie übernommen und schoben den Bewusstlosen nun an ihm vorbei. Bailey registrierte jedes Detail. Der Mann war hochgewachsen und sehr schlank. Er wirkte durchtrainiert, aber nicht muskulös, so weit er das von den nicht von T-Shirtstoff bedeckten Armen her beurteilen konnte. Der Mann hatte Brandverletzungen an Gesicht und Hals, seine dunklen Haare waren leicht angesengt. Leider bedeckte die Atemmaske mit dem ihm Sauerstoff zugeführt wurde die Hälfte des Gesichts, die andere war von Blut aus einem Kratzer auf der Stirn verschmiert.
    Bailey runzelte die Stirn. Auch am Hals des Bewusstlosen war eine tiefe Schramme zu erkennen, so als ob...
    Für einen Moment nahm er ein undeutliches Bild wahr. Die Gewissheit, dass sich der Mann verfolgt gefühlt hatte, blieb zurück.
    Konnte dass der lange gesuchte Bombenleger sein? Der hatte jeden Grund um sich gejagt zu fühlen.
    Malone hielt den Notarzt an der Schulter fest, als die Männer, die Bahre in den bereit stehenden Krankenwagen wuchteten.
    Der sah ihn wütend an. „Ich bitte sie ...,was soll das?“
    „Wie ist der Zustand ihres Patienten? Und wohin werden sie ihn bringen?“
    Der Mann schüttelte unwillig seine Hand ab. „Seine Werte sind stabil, aber sein Zustand ist immer noch kritisch aufgrund der Rauchvergiftung. Deshalb wird er ins Denver Memorial gebracht“, erwiderte der Mann unwillig und schüttelte seine Hand ab. „Und nun lassen sie mich endlich meine Arbeit tun.“
    „Teilen sie dem Krankenhaus mit, dass für alle Fälle eine Wache vor dem Zimmer postiert wird“, erklärte Bailey. Im Gesicht des Notarztes zeigte sich Unverständnis, das sich erst klärte, als der VCTF-Agent ruhig hinzufügte: „Dieser Mann ist, solange nicht das Gegenteil bewiesen ist, der Hauptverdächtige in diesem Fall.“
    Geändert von Kris (27.10.2010 um 03:18 Uhr)
    Kolya, der Trust und ein irrer Serienkiller in:Im Grau der Schatten, Double Trouble & In den Händen des Schicksals. Ungekannte Abenteuerer von John Sheppard & Co in "Stargate Atlantis - Die verborgenen Szenen": Aufbruch in eine neue Welt und Das erste Jahr und Die Specials.

    John Sheppards Schicksal im Vegasverse :"Solitary Man" no more

    *Neu:* Kapitel 22 seit Okt 2016: Wenn der schlafende Tiger erwacht (Star Trek Into Darkness Prequel)
    * NEU* Doktor Who: Die Saat des Zorns * Der Schatten des Doktors * Drabbles

  2. #2
    Brigadier General Avatar von Teleia
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    Das ist toll! Machst du das beruflich?

    Du schreibst super. So schön ausführlich, man kann sich richtig gut in die Geschichte rein versetzten. Ich mag deinen Schreibstil.

    Du spielst John aber ganz schön übel mit, der Arme!

    Ich hoffe, du schreibst schnell weiter, ich will unbedingt wissen, wie es weiter geht.
    Geändert von Teleia (14.01.2007 um 21:57 Uhr)
    Um die Welt in einem Sandkorn zu sehen und den Himmel in einer wilden Blume,
    halte die Unendlichkeit auf deiner flachen Hand und die Stunde rückt in die Ewigkeit.
    -William Blake-

    Meine neue FF:
    Willkommen in Atlantis

    Kleine Geschichten aus dem Stargate Universum:
    Atlantis Songbook

    Ich bin nicht verrückt, nur nicht normal. Normalsein ist langweilig!

  3. #3
    Brigadier General Avatar von Cindy
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    Wow, also das hast du ja wirklich klasse hinbekommen.
    Die Verfolgungsjagd richtig spannend, habe richtig mitgefiebert und nun ist John einer der Hauptverdächtigen.
    Bin mal gespannt, was noch alles passiert.

  4. #4
    There is good in you... Avatar von Chayiana
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    Absolut klasse!!!

    Tolle Story, bis auf die Tatsache, dass Johnny Cash schon seit 2003 tot ist!
    Genial geschrieben, super spannend und sehr anschaulich. Habe ebenfalls bei der Verfolgungsjagd total mitgefiebert.
    Und jetzt ist John der Hauptverdaechtige... oh, oh... und wahrscheinlich
    Spoiler 
    hat er sein Gedaechtnis verloren, und weil die Papiere verbrannt sind, kann er weder sagen, wer er ist noch dass er unschuldig ist... oder?

    Auf jeden Fall hoffe ich, dass du recht bald weiterschreibst!
    Bin schon sehr gespannt!!
    Geändert von Chayiana (14.01.2007 um 23:15 Uhr)

  5. #5
    Immer auf der Jagd nach Mäusen Avatar von Selana
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    Echt toller Anfang deiner neuen Story. Wie immer klasse und sehr bildhaft geschrieben. Es ist auch eine witzige Idee Profiler mit einzubeziehen. John bekommt sicher ein Schock, wenn er "Kolya" sieht . Bin sehr, sehr gespannt.
    Atlantis forever

  6. #6
    Major General Avatar von Kris
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    @Teleia & Cindy: Beruflich mache ich das nicht, aber ich habe schon zwei Romane und mehrere Kurzgeschichten bei Heyne veröffentlicht, das schult ein bißchen. Ich habe auch for wie Selena alle zwei Tage zu posten.

    @Chaiyana: Das mit Jonny Cash wußte ich nicht, aber nimm es als kleine literarische Freiheit. Das Stargate-Universum unterscheidet sich ja von dem unseren allein schon, daß dort der Präsident Henry Hayes heißt und nicht George Bush.
    Und:
    Spoiler 
    Oh, und nein ... sein Gedächtnis verliert John nicht. Das braucht er noch. Wie Selana schon anmerkte...
    Kolya, der Trust und ein irrer Serienkiller in:Im Grau der Schatten, Double Trouble & In den Händen des Schicksals. Ungekannte Abenteuerer von John Sheppard & Co in "Stargate Atlantis - Die verborgenen Szenen": Aufbruch in eine neue Welt und Das erste Jahr und Die Specials.

    John Sheppards Schicksal im Vegasverse :"Solitary Man" no more

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  7. #7
    Chief Master Sergeant Avatar von Jolinar
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    Super Anfang... ich bin weiter mit dabei (und verliere noch irgendwann die Übersicht, weil ich zur Zeit an mindestens 5 FF mitlese )

    Das Treffen von John mit der Profiler-Gruppe stelle ich mir eigentlich ganz amüsant vor. Habe Profiler aber nicht lange gesehen, als Joe anfing mitzuspielen, hatte ich schon lange weggezappt.

  8. #8
    Major General Avatar von Kris
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    So, dann will ich euch mal nicht länger warten lassen!


    Teil 2
    Das Gesicht des Feindes


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    St.-Georges, Center zur Eingliederung geistig verwirrter Personen
    am Stadtrand von Denver
    Montag, ca. 8.30 Uhr
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    Dr. Tom Arquette fuhr sich durch sein wirr abstehendes Haar und gähnte herzhaft, dann rieb er sich die Bartstoppeln. „Muss mich noch rasieren“, grummelte er. Heute morgen war er nicht mehr dazu gekommen. Missmutig blätterte er durch die vor ihm liegende Akte, überflog die erste Seite und legte sie dann wieder beiseite.
    ‚Ich mache mir erst mal ein Bild über den Mann, ehe ich das lese’, dachte er. ‚Viel lieber wäre ich jetzt in meinem Bett.’
    Wo waren die Kopfschmerztabletten. Ah ja, im zweiten Fach des Schreibtisches, der wie auch der Rest des Mobiliars wurmstichig war und aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts stammen musste.
    Fahrig griff er nach dem Röhrchen und holte zwei Tabletten heraus, die er mit einem Schluck abgestandenen Wassers aus der Flasche auf seinem Schreibtisch herunter spülte. Angewidert verzog er das Gesicht und murmelte: „Ich sollte wirklich aufpassen, was ich trinke.“
    Seit seinem Misserfolg mit Danny Burke und der kurzen aber heftigen Affäre mit dessen Schwester Rachel war er die Karriereleiter immer weiter hinabgestürzt und auch mit seinen Beziehungen wollte es nicht so recht klappen. Erst vorgestern hatte ihm Suzie den Ring vor die Füße geworfen und war davon gerauscht. „Du bist ja mehr mit deiner Arbeit verheiratet als mit allem anderen.“
    Mittlerweile bezweifelte Arquette das. Nach San Francisco hatte es ihn hierhin nach Denver verschlagen. Obwohl er der Leiter der Einrichtung war, verdiente er weniger als in seiner letzten Stellung. Die Wohlfahrt betrieb dieses Heim für geistig verwirrte Menschen ohne Identität, Familie und festen Wohnsitz. Er hatte es jetzt mit denen zu tun, welche die besser Situierten als den „Bodensatz der Menschheit“ bezeichneten.
    Und es war nicht immer leicht mit ihnen. Die Finanzen waren mehr als knapp und das machte das Wirtschaften nicht leicht. Geschweige denn, dass er jeden Monat sein Gehalt rechtzeitig überwiesen bekam. Aber das konnte er verschmerzen. Viel mehr beschäftigte ihn, dass er den Kranken nicht mehr so gut helfen konnte wie früher.
    Neben Drogensüchtigen und Alkoholikern, lebten hier auch Menschen ohne Erinnerung, für die er gerne mehr getan hätte. Aber das war nicht möglich. Ein Teil des Geldes ging leider auch noch für die Wartung des veralteten Videoüberwachungssystems drauf und die vier Wachleute drauf, weil einige der Insassen dazu neigten ohne jeden ersichtlichen Grund gewalttätig zu werden.
    Er nagte an der Unterlippe und nahm sich noch einmal die Akte vor. Ob der neue Patient auch dazu gehören würde? „Ohne Erinnerung aufgefunden ... misstrauisch und schreckhaft ... na toll ... neigt zu plötzlichen Ausbrüchen von Aggressivität und Fluchtverhalten.“
    Das konnte ja heiter werden. Er betrachtete das Foto eines älteren Mannes mit zerfurchtem Gesicht und wirren Bartstoppeln, der sehr angeschlagen wirkte. Er war vor drei Wochen nach einem Tornado der Stufe drei in einem Feld nahe eines kleinen Städtchens aufgefunden worden, dessen Namen er leider nicht lesen konnte.
    Jemand hatte die Druckertinte mit Fett verschmiert. Das Krankenhaus hatte schnell zugesehen, ihn hierhin abzuschieben und dabei nicht viel Sorgfalt an den Tag gelegt. Tom seufzte. Von draußen hörte er Motorengeräusche.
    Oh, sie verloren wirklich keine Zeit.
    „Dann wollen wir mal.“ Tom Arquette klappte die Akte zu, zog das T-Shirt zurecht und ging nach draußen, wo ein Pfleger und Jefferson, der diensthabende Wachmann, bereits die Tür des Kastenwagens aufschoben.
    Der Patient saß vorgebeugt und teilnahmslos auf der zweiten Rückbank. Er schien seine Umgebung gar nicht richtig wahr zu nehmen. Die Handgelenke ruhten auf der Rückenlehne der Vorderbank. Nur die Kette zwischen den Fesseln pendelte noch leicht hin und her.
    Der Mann wirkte harmlos, aber das konnte täuschen. Dennoch beschloss Tom, ihm eine Chance zu geben. „Lassen sie mich mal ran, Jefferson. Wilkes?“ Die beiden traten zur Seite um ihm Platz zu machen.
    Tom setzte einen Fuß in den Wagen und stützte sich an den Lehnen ab. „Guten Morgen“, sagte er ruhig und freundlich. „ Ich bin Dr. Tom Arquette.“
    Der Mann hob den Kopf. Trübe, wässrige Augen sahen ihn leer an.
    „Wollen wir nicht aussteigen? Ich werde mich von heute an um dich kümmern“, sprach Tom weiter. Er streckte eine Hand aus. „Komm einfach mit.“
    Durch den Körper des Sitzenden ging ein Ruck. Sein Blick veränderte sich. War er zuvor noch ziellos gewesen, so schien er den Therapeuten jetzt zu durchbohren zu wollen. In die zerfurchten Gesichtszüge des Mannes kam Leben.
    Tom kam nicht mehr dazu, den Ausdruck zu deuten, denn der Mann schoss vor wie eine Schlange. Der Arzt wusste nicht wie ihm geschah, als er plötzlich in den Wagen hineingezogen und auf den Rücken gedreht wurde. Er kam halb auf dem Mann zu liegen, während dieser die Kette der Handfesseln um seinen Hals schlang und festzog. Er würgte, als das Metall in seine Gurgel schnitt.
    „Ich will die Schlüssel für die Handschellen und deine Waffe.“ erklang eine kalte Stimme an Toms Ohr. Der Mann sprach Englisch mit einem seltsam schweren Akzent und er meinte es bitterernst.
    „Lass das, Du kommst damit nicht durch.“ Für einen Augenblick zögerte Jefferson und versuchte den Mann hinzuhalten, damit Wilkes ins Haus stürzen konnte.
    Der Gefesselte wurde ungeduldig. Er schnitt Tom die Luft ab.
    „Ich meine es ernst!“
    Jefferson verlor alle Farbe im Gesicht, als er Toms Röcheln hörte. Er war nie einer der Mutigsten gewesen. Er gehorchte zitternd. Kaum fiel die eine Fessel, so wurde ihm auch schon die Waffe entrissen und ein Schuss bellte aus dem Trommelrevolver.
    Tom erstarrte. Er sah, wie sich ein roter Fleck rasch auf Jeffersons Brust ausbreitete. Der Wachmann blickte mit großen Augen nach unten und kippte dann haltlos wie eine Lumpenpuppe nach hinten weg.
    „Hören sie, es ist alles in Ordnung.“ Dem Therapeuten schlug das Herz bis zum Hals, doch er versuchte noch immer die Situation zu entspannen. „Sie sind hier sicher...“ würgte er hervor.
    „Spar dir deine Worte Sheppard!“ zischte der Mann und setzte dann die Mündung der Pistole an Arquettes Schläfe. „Ich könnte und sollte dich jetzt umbringen, aber ich brauche dich wohl noch. Du wirst mich von hier fort bringen.“
    „In Ordnung! Ich werde tun, was sie sagte“ erklärte der Therapeut, auch wenn ihm bald das Herz in die Hose rutschte. In einer solchen Situation war es das Beste, ruhig zu bleiben, und den Wünschen Folge zu leisten. Vielleicht ergab sich noch eine Gelegenheit...
    Betont vorsichtig rutschte er aus dem Wagen und fragte sich, was dieser fremde Name zu bedeuten hatte. Ob der Mann ihn mit jemandem verwechselte?
    Draußen wurde er am Kragen gepackt. Die Kette und die lose Fessel schlugen gegen seinen Rücken. Der Mann setzte die Waffe in seine Halsbeuge. „Versuche keine Spielchen Sheppard.“
    Tom rührte sich nicht auch wenn ihm ein kalter Schauder über den Rücken lief. Ein Schuss konnte ihm jetzt immer noch die Halsschlagader zerfetzen. Der Mann wusste genau was er tat. Er war ein Soldat oder Schlimmeres. Ein Terrorist.
    „Ich will eine unauffälligere Transportmöglichkeit als diese.“
    „Wir, wir können meinen Wagen nehmen“, entgegnete Tom und schob die Hand in Richtung seiner Hosentasche. Sofort bohrte sich die Mündung tiefer in seinen Hals. „Um ihn zu starten brauche ich meinen Schlüssel.“
    „Gleich. Führe mich zu deinem Wagen.“
    „Er steht da hinten.“ Mit dem Kopf deutete Tom auf den Parkplatzes und wurde gleich in die Richtung gezerrt. Er verzichtete darauf noch etwas zu sagen oder Widerstand zu leisten. Jedes weitere Wort konnte tödlich für ihn enden. Also blieb nichts anderes als zu gehorchen und auf eine günstigere Gelegenheit zu warten.


    ----------------------------------------------
    Denver Memorial
    Montag, gegen 13.00 Uhr
    ----------------------------------------------

    „Wo warst du Bailey?“ fragte Rachel Burke mit Zorn in der Stimme. Mit wehendem Sommermantel kam sie auf ihn zu„Wir waren eigentlich bereits um elf Uhr hier verabredet!“
    Bailey Malone setzte eine undurchdringliche Miene auf. Sie musste ja nicht unbedingt wissen, was er in seiner Freizeit für ihre Abteilung tat. Durch die Einsparungen der Regierung stand die weitere Existenz der VCTF wieder einmal auf des Messers Schneide, und er hatte Kontakt mit einer alten Bekannten aufgenommen. Gestern war er in Washington gewesen, um mit ihr zu sprechen. Leider hatte das Treffen einen anderen Ausgang genommen als erwartet. Nur brauchte das seine Kollegin noch nicht zu wissen. „Ich bin leider aufgehalten worden.“
    Rachel warf ihm einen misstrauischen Blick zu. Natürlich war ihr nicht entgangen, was hinter den Kulissen vor sich ging. Es schien sie zu ärgern, dass er sie und die anderen nicht einweihte.
    „Wie dem auch sei. Ich habe die Zeit genutzt und mich bereits bei dem diensthabenden Arzt erkundigt, wo er liegt: Zimmer 312 im rechten Flügel. Der Mann ist zwar seit heute Morgen wieder bei klarem Bewusstsein, aber vermutlich noch nicht vernehmungsfähig. Die Verbrennungen halten sich in Grenzen, aber die schwere Rauchvergiftung hat seine Stimmbänder angeschlagen. Leider sind die Verletzungen an seinen Händen noch nicht so weit abgeheilt, dass er schreiben könnte. Aber wir können zu ihm gehen, um uns einen ersten Eindruck von dem Mann zu verschaffen“, erklärte Rachel während sie das Gebäude betraten und strich ihre schulterlangen rotbraunen Haare zurück.
    „Hat man schon seine Identität feststellen können?“
    „Nein noch nicht. Er trug keinerlei Papiere mit sich und auch sonst fand sich kein Hinweis. Ich habe bereits seine Krankenakte mit allen bisher vorliegenden Daten und ein Foto an das FBI-Büro mailen lassen. John wollte sich um die Bearbeitung kümmern.“
    „Gut!“ Bailey nickte zufrieden. Auf John Grand war Verlaß, auch wenn der manchmal dazu neigte über die Stränge zu schlagen. „Dann wollen wir uns den Verdächtigen einmal genauer ansehen.“
    Rachel musterte ihn von der Seite. Sie schien noch eine Frage stellen zu wollen, doch in diesem Moment klingelte das Mobiltelefon. Mit einem Stirnrunzeln holte sie es aus der Manteltasche.
    „Ich gehe schon einmal vor.“ Bailey hielt es nicht länger. Er wollte Rachel, nicht stören, falls es ein privater Anruf war. Und wenn es sich um ein dienstliches Gespräch handelte, dann würde sie ihn schon informieren.
    Seine Kollegin nickte ihm noch zu. Als er sich abwandte, hörte er noch wie sie sagte „John? ... Ja, wir sind beim Denver Memorial, um uns den Mann anzusehen... Bailey hat etwas länger...“ Plötzlich veränderte sich ihre Stimmlage. „Was sagst du da? Was ist mit Tom Arquette?“
    Malone lächelte in sich hinein. Dunkel erinnerte er sich, dass dies einmal ein kurzzeitiger Liebhaber von Rachel gewesen war, bevor sich die beiden wegen ihrem Bruder Danny überworfen hatten. Der Therapeut hatte den Drogensüchtigen betreut, bis dieser aufgrund der Affäre zwischen seiner Schwester und dem Arzt unerlaubt die Einrichtung verlassen hatte. Kurze Zeit später war Danny an einer Überdosis gestorben. Zwar hatte ihn ein rachsüchtiger FBI-Agent ermordet, aber die Beziehung zu Tom Arquette war nicht mehr zu kitten gewesen. Der Arzt wahr wohl nach San Francisco gezogen.
    Zielstrebig durchquerte Malone die Lobby des Krankenhauses, wies sich kurz bei einem Beamten des Sicherheitspersonals aus, der ihn aufhalten wollte und schlug dann den Weg in den rechten Flügel ein. Das Zimmer war gut über die Treppe zu erreichen. Nachdem er durch die Tür getreten war, die den Trakt im dritten Stock vom Treppenhaus trennte, sah er sein Ziel auch schon.
    Es war durch den vor dem Raum stehenden Wachmann leicht zu erkennen, und die Tür stand halb offen. Er hörte die Stimme einer Krankenschwester, die offensichtlich auf den Patienten einsprach.
    Bailey zückte wieder seine Dienstmarke, als der Wächter ihn fragend ansah. Dann betrat er das Zimmer. Zunächst konnte er nur den verwuschelten schwarzen Haarschopf sehen, da eine schlanke blonde Frau in Schwesterntracht einen neuen Beutel mit Infusionslösung am Bett anbrachte. Als sie damit fertig war, gab sie endlich den Blick frei.
    Der Agent schmunzelte. Der Mann konnte vielleicht nicht sprechen, aber sich dennoch recht lebhaft mitteilen. Vor allem die Augen, deren Farbe je nach Lichteinfall irgendwo zwischen braun, grün und grau schwankte schienen ausgiebig mit der hübschen Krankenschwester zu flirten.
    Dann schien er den Neuankömmling zu bemerken und hob den Kopf.
    „Guten Morgen. Ich bin Agent Malone von der VCTF“, stellte sich Bailey vor.
    Im nächsten Moment weiteten sich die Augen des Patienten und wurden direkt wieder schmal. Mit einem heftiger Ruck verkrampfte sich der Liegende. Wenn es ihm möglich gewesen wäre, hätte er vermutlich die Hände in die Bettdecke gekrallt, so verzog er nur das Gesicht vor Schmerz und keuchte.
    Jede Freundlichkeit verschwand aus seiner Miene und machte mörderischer Wut Platz. Die Blicke schienen Bailey Malone durchbohren, ja erdolchen zu wollen.
    Der Agent war mehr als überrascht von dieser heftigen Reaktion und trat unwillkürlich einen Schritt näher. „Kennen wir uns?“ fragte er überrascht.
    Der Liegende starrte ihn immer noch an. In seinem Gesicht arbeitete es. Die Kiefer mahlten, dann legte er den Kopf schief. Bailey konnte förmlich sehen, wie der Mann nachdachte. Verwirrung trat in den Blick und ließ die Wut verblassen.
    Und auch ihm kam er jetzt seltsam bekannt vor. Doch es war nicht der Patient, sondern Rachel, die die Antwort auf seine stumme Frage gab. Sie wirkte blass und aufgeregt, nun verließ die Farbe gänzlich ihr Gesicht.
    „Tom? Tom Arquette? Wie kommst du hier her?“
    Verunsichert blickte sie vom Bett zu Bailey.
    Der Patient öffnete den Mund und gab einen undeutbaren Laut von sich, während sein Oberkörper hochschoss. Durch die heftige Bewegung bekam er einen heftigen Hustenanfall. Die Krankenschwester, die bisher alles nur mit großen Augen beobachtet hatte, aktivierte den Notfallknopf und hielt den Mann dann fest, als der Anfall heftiger wurde und ihn vornüber warf.
    Rachel aber packte ihren Kollegen am Arm und zog ihn in Richtung Tür. Sie schien sich wieder gefangen zu haben. „Bailey was macht Tom hier?“, sagte sie heiser. „John Grant sagte mir, dass er gerade im Büro war, als die FBI-Leute gerade frisch ins Büro gekommenes Videomaterial sichteten. Ein Verrückter hat ihn entführt. Ein Mann mit deinen Gesichtszügen.“
    „Wie bitte? Was zum Teufel ist hier los?“ Nun war es an Bailey seiner Überraschung Herr zu werden.
    Der Patient schien mitgehört zu haben, denn sein Hustenanfall steigerte sich, nachdem er krächzend ein Wort hervorgewürgt hatte, das wie Tola klang. Oder Kolya? Der Mann wollte außer sich vor Zorn aus dem Bett klettern. Es bedurfte der Hilfe des hereinstürmenden Arztes und eines männlichen Pflegers, ihn zurück auf die Kissen zu drücken.
    Der Hustenanfall ging in ein Röcheln über.
    „Bitte verlassen sie sofort den Raum. Sie sehen doch, dass dem Mann ihre Anwesenheit nicht bekommt“, fauchte der Mediziner die Agenten wütend an. Bailey und Rachel sahen sich an. Es blieb ihnen nichts anders als zu gehorchen.

    * * *

    John Sheppard rang heftig nach Luft. Seine Lungen brannten so heftig wie Feuer. Während er verzweifelt nach Luft rang, rasten seine Gedanken. Er begann nun wirklich an seinem Geisteszustand zu zweifeln.
    ‚Bin ich überhaupt auf der Erde? Ist das alles ein Alptraum oder Wirklichkeit? Liege ich vielleicht in einem Isolationszelt in der Krankenstation?’
    Erst vor kurzem hatte Elisabeth einen ähnlichen Alptraum durchlebt. Der Asuraner Niam, Angehöriger einer Rasse von Replikatoren, die die Antiker geschaffen hatten, hatte sie mit durch einen Angriff mit seinen Naniten infiziert. Diese hatten ihr eine falsche Wirklichkeit vorgegaukelt, um ihren Geist zu zerstören. Das gleiche konnte mit ihm geschehen.
    Andererseits wollte er nicht an einen Zufall glauben. Zuerst tauchte dieser Mann mit dem Gesicht seines ärgsten Feindes auf und nun hörte er auch noch etwas von einer Entführung. Der Entführung eines Mannes, der ...
    Eine Welle des Zorns übermannte ihn. „Kolya!“
    Die Krankenschwester ließ es nicht zu, dass er in das Kissen biss, um seine Wut herauszuschreien, und auch der Arzt schien etwas dagegen zu haben, dass er aufstehen wollte. Zusammen mit einem Pfleger drückten sie ihn nieder und verpassten ihm eine Spritze, die sehr schnell Wirkung zeigte.
    Die Welt um ihn herum versank in einem Wattebausch, aber endlich konnte er auch wieder klarere Gedanken fassen.
    ‚Fokussieren John. Konzentrieren sie sich auf das Wesentliche.’
    War es nicht Elisabeths Stimme, die da zu ihm sprach? John holte tief Luft. Er schloss die Augen.
    ‚Ich stecke in einer Halluzination fest. Warum sonst trägt der Kerl im Anzug das Gesicht meines schlimmsten Alptraums?’, dachte er. ‚Warum sonst hat der Trust Grund mich zu verfolgen? Ich bin nicht hier. Und wenn doch, dann gibt es jetzt einen Weg nach Hause. Nach Atlantis. Ich muss den Ausgang finden ... muss...’
    John seufzte.
    Er versuchte sich zu bewegen, aber er konnte gerade einmal den Arm ein Stück heben. Das starke Beruhigungsmittel raubte ihm jede Kraft.
    Geändert von Kris (16.01.2007 um 07:50 Uhr)
    Kolya, der Trust und ein irrer Serienkiller in:Im Grau der Schatten, Double Trouble & In den Händen des Schicksals. Ungekannte Abenteuerer von John Sheppard & Co in "Stargate Atlantis - Die verborgenen Szenen": Aufbruch in eine neue Welt und Das erste Jahr und Die Specials.

    John Sheppards Schicksal im Vegasverse :"Solitary Man" no more

    *Neu:* Kapitel 22 seit Okt 2016: Wenn der schlafende Tiger erwacht (Star Trek Into Darkness Prequel)
    * NEU* Doktor Who: Die Saat des Zorns * Der Schatten des Doktors * Drabbles

  9. #9
    There is good in you... Avatar von Chayiana
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    Oh, wie cool!!!

    Diese Verwechselungsgeschichte verspricht absolut genial zu werden! Keine Ahnung, wo das jetzt hinfuehren soll, keine Ahnung, was der Trust noch damit zu tun hat, keine Ahnung, wie Kolya nach Denver gekommen ist, aber das ist momentan auch egal.... ich bin einfach nur gespannt, wie es weitergeht!!!

    Das liest sich so toll, man merkt, dass du Erfahrung hast. Einfach klasse!

    Aber koenntest du mir bitte diesen Satz
    Kurze Zeit später war Danny an einer Überdosis gestorben. Zwar hatte ihn ein rachsüchtiger FBI-Agent ermordet, aber
    erklaeren? Ich hab die Serie nie gesehen, bis auf 2 Folgen mit JF... Wie ist er denn nun gestorben?

  10. #10
    Immer auf der Jagd nach Mäusen Avatar von Selana
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    Das ist wieder absolut genial, zwei Sheppards, zwei Kolyas. Profiler habe ich auch nur die vier Folgen gesehen, wo Joe mitspielt. Allerdings ist das jetzt auch schon ein Weilchen her.
    Auf jeden Fall genial, wie du die beiden Serien verbindest.
    Und du hast mir die Erklärung von Johnny Cash aus dem Mund genommen. Es ist ja auf keinen Fall unser Universum, wo Stargate spielt, schon wegen Hayes. Also kann auch dort Cash noch leben. Habe gerade am Sonntag "Walk the Line" gesehen. Genial gemacht.
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  11. #11
    Brigadier General Avatar von Teleia
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    Genial!

    Das war wieder so spannend und gut geschrieben! Das mit den Verwechslungen scheint ja noch richtig interessant zu werden. Auch wenn mich Kolyas auftreten etwas verwirrt.

    Du hast schon zwei Romane veröffentlicht? Wow! Darf ich fragen, wie die heißen?
    Um die Welt in einem Sandkorn zu sehen und den Himmel in einer wilden Blume,
    halte die Unendlichkeit auf deiner flachen Hand und die Stunde rückt in die Ewigkeit.
    -William Blake-

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    Willkommen in Atlantis

    Kleine Geschichten aus dem Stargate Universum:
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    Ich bin nicht verrückt, nur nicht normal. Normalsein ist langweilig!

  12. #12
    Major General Avatar von Kris
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    @ Chaiyana: Stimmt, bei dem Satz hatte ich etwas zu weit gedacht. Nach den vier Folgen mit Joe Flanigan passiert in etwa noch folgendes Danny Burke stirbt zwar offiziell an einer Überdosis, verpasst hat die ihm aber ein FBI-Agent, der Rachel Burke Rache schwor: Er wolle alles zerstören/vernichten, was sie liebt...

    @ Teleia: Wie Kolya auf die Erde gekommen ist, wird sich John auch noch fragen, aber keine Angst, das erkläre ich am Ende. Jedenfalls ist er da und...
    Die Romane die von mir erschienen sind heißen "Katzenspuren" und "Das magische Erbe"

    @Selena: Ich hätte auch nicht gedacht, das das so gut klappen würde mit dem Crossover. Aber es passt.
    Kolya, der Trust und ein irrer Serienkiller in:Im Grau der Schatten, Double Trouble & In den Händen des Schicksals. Ungekannte Abenteuerer von John Sheppard & Co in "Stargate Atlantis - Die verborgenen Szenen": Aufbruch in eine neue Welt und Das erste Jahr und Die Specials.

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  13. #13
    Master Sergeant Avatar von Rody-fan
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    Deine Geschichte ist sehr schön, auch wenn ich Profiler nie gesehen habe.
    Aber so wie du schreibst brauche ich das warscheinlich auch nicht.... so gut beschreibst du alles.
    Mach weiter so.

  14. #14
    Brigadier General Avatar von Cindy
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    Also was soll ich sagen, mir fehlen die Worte.
    Klasse, fantastisch, toll.
    Ich kann mich den anderen, nur einfach anschließen.

  15. #15
    Hyndara
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    Hallo Kris!

    Jetzt, wie versprochen, noch ein Wörtchen von mir:

    Als Fan von Profiler (klar, Robert Davi *sabber*), hat ich alle Folgen mindestens zweimal gesehen. Und ich finde, du hast den Hauptcast da sehr gut getroffen. Ich konnte beide nachvollziehen und erkannte sie auch, ohne daß groß "Rachel" oder "Bailey" dranstand.

    Die Idee mit dem Double Trouble kommentiere ich jetzt nicht *smile*, du weißt warum.

    Was Sheppard und Kolya angeht, ich find das klasse. Du bringst die Charaktere sehr gut rüber, und ich bin gestern bald vom Stuhl gekippt, als ich die Story las. Hoffentlich gehts bei dir jetzt so weiter.

    So, meine Antikerin drückt schon wieder. Sie will sich mit Landry streiten (ihre Lügerei ist doch nicht unbemerkt geblieben *hüstel*).

  16. #16
    Major General Avatar von Kris
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    Und nun geht es wie versprochen endlich weiter...

    Teil 3
    Verhöre und Mutmaßungen



    ----------------------------------------------
    In den Randbezirken von Denver
    Montag, ca. 16.00 Uhr
    ----------------------------------------------

    Tom Arquette starrte verzweifelt durch die Windschutzscheibe auf ein paar Büsche. Nach seinem Erwachen hatte er sich in dieser Haltung vorgefunden. Er konnte sich kaum bewegen, denn sein Entführer hatte ihn nicht nur mit der Handfessel am Sitz festgemacht sondern auch noch ein Seil um seinen Hals geschlungen und an der Kopfstütze befestigt, das man normalerweise zum Sichern der Ladung im Kofferraum benutzte.
    Nachdem ein Versuch sich zu befreien oder zumindest die Handbremse zu lösen, damit geendet hatten, dass er sich beinahe selbst erwürgt hatte, war ihm nichts anderes übrig geblieben, als sich in sein Schicksal zu ergeben. Und nun fragte er sich verzweifelt, ob sein Entführer zurückkommen oder ihn hier verrotten lassen würde. Nicht einmal um Hilfe schreien und auf sich aufmerksam machen konnte er, denn ein Stück breiten Isolierbandes klebte über seinem Mund.
    Inzwischen wusste er nicht mehr, was er von dem Mann halten sollte.
    Einerseits schien der genau zu wissen, was er wollte – andererseits hatte er Züge eines Menschen an sich, der in Zuständen wie vor fünfzig Jahren gelebt hatte...
    Tom schloss die Augen für einen Moment. Er erinnerte sich wieder, wie er das Areal verlassen hatte, in dem die Einrichtung lag. Seinem Entführer schien daran gelegen gewesen zu sein, die dichter besiedelten Stadtviertel zu meiden, denn wann immer er in eines abgebogen war, hatte er ihn gezwungen, wieder die andere Richtung einzuschlagen. In diesen Dingen schien der Mann klar zu denken – was aber die Technik anging, so schienen ihm nicht einmal die selbstverständlichsten Dinge vertraut zu sein, geschweige denn Regeln im Straßenverkehr. Ein wenig erinnerte er den Therapeuten an die Amish People, mit denen er im Zuge seiner Arbeit in Denver auch zu tun bekommen hatte.
    Auch wenn sein Entführer keine Fragen stellte, so hatte Tom im Rückspiegel, doch Dutzende in seinen Augen gesehen. Vermutlich hob er sich die für später auf. Während der Fahrt war kaum ein Wort gefallen.
    Mit der Mündung der Waffe im Genick war Arquette auch nicht zu einer Unterhaltung aufgelegt gewesen. Zwar hätte er gerne das Missverständnis aufgeklärt und nach dem Träger des Namens gefragt, den sein Entführer zweimal so hasserfüllt ausgestoßen hatte, andererseits ahnte er, dass von dieser Verwechslung sein Leben abhing. Sobald der andere wusste, dass er nicht dieser „Sheppard“ war, gab es keinen Grund mehr, ihn am Leben zu lassen. Also musste er weiter mitspielen.
    So wie er es auch getan hatte, als ihn der Mann gezwungen hatte, immer tiefer in den Wald zu fahren und dann auf einen Weg abzubiegen, der sonst nur den Forstleuten vorbehalten war...
    Tom horchte auf und öffnete die Augen, als er von draußen etwas zu hören glaubte. Für einen Moment fasste er Hoffnung. Doch die zerplatzte in tausend Stücke, als sich die Tür öffnete und sein Entführer in den Wagen sah. Die kalten Augen ruhten nachdenklich auf ihm.
    Ein Schauer lief über den Rücken des Therapeuten.
    „Ich sollte sie vielleicht besser hier und jetzt töten, Lt. Colonel ...“
    Ein Offiziersrang? Der Mann hielt ihn für einen Soldaten, vielleicht des militärischen Geheimdienstes? Dann konnte das nur eines bedeuten: Dieser Mann war vielleicht ein gerade erst ins Land gekommener, ausländischer Terrorist. Vielleicht war er während des Tornados von seiner Gruppe getrennt worden. Und nun, wo seine Erinnerung zurück gekehrt zu sein schien, versuchte er vermutlich zu einen Kumpanen zurückzukommen. Das erklärte viel von seinem Verhalten, wenn auch nicht alles.
    Tom starrte zurück, um in den Augen seines Gegenüber zu lesen. Doch außer kalter Entschlossenheit war nicht viel in ihnen zu erkennen. „Leider brauche ich sie noch. Diese Welt ist mir nicht vertraut.“
    Der Mann öffnete die Hintertür und beugte sich vor um das Seil vom Hals des gefesselten Therapeuten zu lösen.
    Tom nahm all seinen Mut zusammen. Wenn er jetzt schnell genug war, konnte er seinen Entführer vielleicht überraschen und entkommen.
    Er spürte wie sich eine der Handfesseln öffnete. Und versuchte hoch und seitwärts aus dem Wagen zu kommen. Doch der Mann schien geahnt zu haben, dass er so etwas versuchen würde.
    Tom bäumte sich auf und fiel in den Sitz zurück, als ihn ein stumpfer aber harter Gegenstand am Hinterkopf traf. Bunte Lichter tanzten vor seinen Augen. Dann wurde er am Kragen gepackt, aus dem Auto gerissen und in das Laub gestoßen. Ein Knie drückte hart in sein Kreuz, wieder schloss sich die Handschelle um sein Gelenk.
    Doch der Schmerz wurde fast unerträglich, als sein Entführer ihn an den Haaren packte. „Versuchen sie das nicht noch einmal, dann ist es aus mit ihnen...“
    Der Therapeut stöhnte erstickt. Er ließ sich hochziehen und mitzerren. Benommen taumelte er vor seinem Entführer er, der ihn in eine bestimmte Richtung zu drängen schien. Jetzt war ihm alles egal.


    ----------------------------------------------
    FBI-Büro Denver
    Kurz nach 16.30 Uhr
    ----------------------------------------------

    Mit versteinertem Gesicht stand Bailey Malone vor dem Bildschirm, auf den der FBI-Techniker die Videoaufzeichnungen projizierte, die man ihnen aus der kleinen Einrichtung der Wohlfahrt übermittelt hatte. Zwar benutzte man dort noch vorsintflutliche Technik aus den Kindertagen der Überwachung und abgenutzte Bänder, aber es war noch genug zu tun. Sein Kollege John Grant hatte alles vorbereiten lassen. Selber war er allerdings nicht mehr anwesend, da er einen anderen Fall untersuchte.
    „Leider sind die Aufnahmen größtenteils zu verschwommen, aber wir haben an einer Stelle Glück mit dem Band gehabt.“ Der Techniker ließ seine Finger über die Tastatur gleiten und holte eine Ausschnittsvergrößerung dichter heran. „Das Licht ist hier gut genug um mehr als nur Schemen zu sehen.
    Die beiden Agenten starrten auf das leicht verschwommene schwarz-weiße Bild eines dunkelhaarigen Mannes, der von einem anderen im Würgegriff gehalten wurde. Der Techniker gab noch einige weitere Befehle ein und zeichnete es schließlich scharf.
    „Mein Gott, das ist ohne Zweifel Tom Arquette und der andere Mann ...“ Rachel Burke holte tief Luft und sah zu Bailey hinüber, auch der Techniker drehte sich überrascht um.
    „Wenn ich es nicht besser wüsste, und der Mann nicht so ungepflegt wirken wäre, dann könnte ich den anderen für dich halten.“ Die Profilerin schwieg einen Moment. „Wo warst du am Montag morgen?“
    Bailey zog eine Augenbraue hoch. Was sollte das? Verdächtigte sie ihn etwa, oder...
    „Das kann ich dir nicht sagen. Es ist privat.“
    „Jetzt nicht mehr.“ Rachels Stimme klang schneidend. „Darf ich dich daran erinnern, dass das deine Worte gegenüber George waren, als du in seiner Wohnung herumgeschnüffelt hast?“
    Bailey nickte. Sie hatte ins Schwarze getroffen, denn auch er hatte sich in das Privatleben seines Mitarbeiters eingemischt, als sich dieser fast in seine Drogensucht ergeben hatte Und so antwortete er mit knirschenden Zähnen. „Ich kann dir versichern, dass ich zu dieser Zeit noch am Flughafen war und ausgecheckt habe. Ich war in ...“
    „Ich verstehe...“ Nun hatte Rachel ihre Antwort und schien damit zufrieden zu sein. Sie wich seinem Blick aus und deutete auf den Bildschirm. „Wer aber ist dann dieser Mann?“
    „Das wissen wir leider noch nicht.“ Der Techniker rief eine andere Datei auf. „Er wurde vor drei Wochen etwa hundert Meilen von hier nach einem Tornado bewusstlos auf einem Feld vorgefunden. Er hatte das Gedächtnis verloren und an ihm selbst fand sich kein Hinweis auf seine Person, weder Papiere noch anderes ... und auch eine weitere Überprüfung der Fingerabdrücke und der DNA ergab weiteren Hinweise.“ Der Techniker rief eine Krankenakte auf. „Die Kleidung wurde als zerfetzt beschrieben, das einzige merkwürdige waren diese Lederreste, hier, die den diensthabenden Arzt an ein Pistolenholster erinnerten. Leider wurden die Sachen von Mitarbeitern des Krankenhauses vernichtet, bevor die dortige Polizei nachhaken konnte. Weil niemand in der Gegend als vermisst gemeldet wurde und man in dem Hospital an Platzmangel litt, hat man ihn vor ein paar Tagen an die Einrichtung abgeschoben, in der er heute den leitenden Arzt als Geisel genommen hat.“
    Bailey schüttelte den Kopf. Die kleinen Krankenhäuser auf dem Land arbeiteten nicht mit der Sorgfalt eines Denver Memorial. Geschweige denn die Polizei. Die meisten Dorfsheriffs ererbten ihre Position und waren mehr darin interessiert Fremde zu drangsalieren oder kleine Ordnungswidrigkeiten aufzuklären, als sich um schwerwiegendere Fälle zu kümmern
    Was und wer auch immer dieser Mann war – der wie sein älteres Selbst wirkte, vermutlich wäre er gar nicht aufgefallen, wenn er nicht gerade Arquette als Geisel genommen hätte. Konnte das Zufall sein.
    Dann runzelte er die Stirn. Der Zwischenfall im Krankenhaus fiel ihm wieder ein und so hob er die Hand, um Rachel auf sich aufmerksam zu machen. „Erinnerst du dich noch an unseren Besuch im Krankenhaus? Unser Verdächtiger im Bombenleger-Fall reagierte recht heftig auf mich, als er mich das erste Mal sah, und etwas später – als wir uns unterhielten ... stieß er doch einen Namen hervor.“
    „ War das nicht Tola oder Kolya?“ Rachel legte den Kopf schief und überlegte. „Könnte er unseren Entführer damit meinen?“ Sie schwieg einen Moment. „Das heißt, zwischen den beiden Fällen besteht eine Verbindung. Das könnte einiges erklären.“
    Bailey wandte sich an den Techniker.
    „Was haben die Untersuchungen im Bombenleger-Fall bisher ergeben?“
    Der Mann rief eine andere Datei auf. Die Krankenakte des Verdächtigen erschien. „Eine Rauchvergiftung. Leichte Verbrennungen und Verletzungen am Rücken, den Schultern und dem Nacken. Der Mann war also der Druckwelle ausgesetzt. Die Schnittverletzungen an den Händen deuten darauf hin, dass er mit Wucht gegen etwas geschleudert wurde und sich abgefangen hat. Vermutlich an irgendwelchen Rohre Die Kanten der Schrauben und Verbindungen erzeugen solche Verletzungen.“ Der VCTF-Agent nickte. „Das passt zu meinen Vermutungen.“
    „Da ist noch etwas“, fügte der Techniker hinzu. Am Hals fanden sich eine tiefe Schramme und Würgemale. Die Schramme könnte von einer etwas stabileren Kette stammen.“
    „Jemand hat ihn am Kragen festgehalten, und er hat sich vermutlich losgerissen“, warf Rachel ein.
    „Das würde ich auch sagen“, stimmte ihr der Techniker zu.
    Bailey kniff die Augen zusammen. Hundemarken? Jetzt begann es interessant zu werden.
    „Und über die Identität des Mannes ist immer noch nichts bekannt?“
    „Nein, leider nicht. Er trug keine Papiere bei sich. Fingerabdrücke konnten wir aufgrund der Handverletzungen noch nicht nehmen und die DNA-Tests werden eine Weile dauern. Ebenso wie die Untersuchungen des Tatortes. Das einzige, was wir jetzt schon mit Gewissheit sagen können ist, dass sich mindestens noch eine weitere Person in der Nähe der Explosion aufgehalten hat. Wir fanden verbrannte und zerfetzte Leichenteile.“
    Der Techniker drehte sich zu den beiden Agenten um. „Ich kann ihnen aber eines sagen: Die Blutgruppe des Verdächtigen ist mit der des Entführten nicht identisch.“
    „Danke. Melden sie sich bitte bei uns, wenn sie mehr herausgefunden haben!“ Rachel nickte dem Mann freundlich zu und ließ ihn weiter arbeiten. Dann wurde sie wieder ernst. „Ich habe mir den Tatort heute morgen auch erst einmal angesehen. Man konnte erst jetzt mit den Untersuchungen beginnen, da noch Feuer schwelten und die Trümmer erst gesichert werden mussten. Vielleicht sieht es jetzt besser aus. Wir sollten uns das vor der Dämmerung noch einmal ansehen.“ Sie trat mit Bailey ein paar Schritte beiseite. „Wir können jetzt also darauf schließen, dass etwas größeres im Gange ist. Ganz offensichtlich hängen die beiden Fälle enger zusammen als es jetzt aussieht. Wirkliche Antworten kann uns vermutlich nur unser Verdächtiger geben kann, allerdings lässt uns das Krankenhaus nach dem Zwischenfall erst einmal nicht mehr zu ihm.“
    „Verdammt!“ Das waren wirklich keine guten Neuigkeiten. „Hat sich denn einer der Ärzte dazu geäußert, wann das möglich ist?“
    „Wir sollen uns morgen Mittag noch einmal melden. Vorher wollen sie keine Prognose dazu abgeben“, erwiderte Rachel. „So lange können wir nach Beweisstücken suchen und die Fahndung nach Tom und seinem Entführer beobachten. Vielleicht sollten wir auch der Einrichtung einen Besuch abstatten.
    Bailey nickte. Sie hatten viel zu tun. Es gab nun noch einen Tatort zu besichtigen.


    ----------------------------------------------
    In den Randbezirken von Denver
    Montag, gegen 21.00 Uhr
    ----------------------------------------------

    Tom Arquette versuchte eine angenehmere Position zu finden, aber das war fast unmöglich. Er konnte sich kaum bewegen. Da sein Entführer die Kette der Handfessel um einen Stützpfeiler der Hütte geführt hatte und die Arme damit so in eine unnatürliche Haltung hinter die Lehne des Stuhls zwang, konnte er sich kaum bewegen. Und zu allem Übel hatte er ihm auch noch die Beine zusammen gebunden.
    Tom hatte das Gefühl, sich die Arme auszukugeln. Aber auch das war nur ein weiterer Schmerz, der zu den anderen gekommen war. Sein Hinterkopf pochte noch immer heftig. Wie viel Zeit inzwischen vergangen war, konnte er nicht sagen. In seinem Blickfeld befand sich keine Uhr, auch wenn er irgendwo einen Wecker ticken hörte.
    Nur verschwommene Bilder erinnerten ihn an seinen Weg in die Hütte. Wer auch immer hier lebte – und er war sich sicher, dass es nicht sein Entführer war - schien kein sehr ordentlicher Mensch zu sein. Überall lagen Verpackungen und Essensreste herum, und es roch sehr säuerlich. Darüber hatte auch sein Peiniger angewidert die Nase gerümpft.
    Nachdem er ihn gefesselt hatte, war er eine verschwunden Tom machte sich keine Illusionen darüber, dass er ihre Spuren verwischte. Was sollte er sonst da draußen so lange tun?
    Dem Therapeuten war nur übrig geblieben das Spiel der Fliegen auf dem Rest eines Sandwiches zu beobachten und seinen letzten Rest an Hoffnung zu verlieren.
    Wieder keimte sie noch einmal auf, als sich die Tür öffnete er nur einen Schemen im Dämmerlicht erkennen konnte. Doch die Bewegungen und Gestik des Mannes verriet ihm, dass sein Entführer zurück gekommen war. Er unterzog Tom einer kurzen Musterung und verschwand dann im hinteren Teil der Hütte, den der Therapeut nicht einsehen konnte.
    ‚Was hat er vor?’ Doch die Geräusche waren nicht zu deuten. Erst als das Licht einer altertümlichen Petroleumlampe aufflammte und gedämpft wurde, wusste er Bescheid.
    Der Entführer trat wieder in das Blickfeld und stellte die Lampe auf einen Tisch am Fenster. „Ich dachte nicht, dass es auf dieser hochtechnisierten Welt noch so primitive Orte gibt.“ murmelte er und untersuchte dann den Inhalt eines Regals. „Ganz offensichtlich haben wir euch überschätzt.“ Er musterte angewidert das Brot, das er in einem Kasten fand und nahm dann zwei Dauerwürste ab. Mit dieser Beute kam er um den Tisch, nahm sich dann noch ein Messer aus einer Wandhalterung und setzte sich hin.
    Tom starrte ihn irritiert an. Diese Welt? Primitiver Ort? Hatte er das richtig verstanden? Das sagte ein Mann, der vor ein par Stunden noch über den Stadtverkehr von Denver erstaunt gewesen war. Glaubte der etwa...
    Tom kämpfte gegen ein Schwindelgefühl an. Die Vorsicht, mit der sein Entführer die Wurst und das Brot probierte, erinnerte ihn daran, dass er heute noch nichts gegessen und fast nichts getrunken hatte. Sein Mund war völlig ausgetrocknet und sein Magen rebellierte. Magensäure und Galle schoss die Speiseröhre hoch. Er begann zu würgen und zu husten, was mit dem Knebel in einer Katastrophe endete.
    Dann wurden sein Kopf nach oben gedrückt, der Knebel entfernt und Augenblicke später benetzte eine kühle Flüssigkeit seine wunden Lippen. Tom Arquette schluckte das bitter schmeckende Nass gierig. Ihm war es egal, was es war. Hauptsache feucht.
    Danach rang er heftig nach Luft.
    „Danke...“
    Ein Schnauben kam zur Antwort. „Ich will noch nicht, das du stirbst, John Sheppard.“ Sein Peiniger schob die Hand unter das Kinn und zwang Tom ihn anzusehen. „ Noch nicht jedenfalls. Das ist kein Mitleid von mir, sondern Eigennutz.“
    „Was wollen sie von mir?“, krächzte Tom. „Was habe ich ihnen getan?“
    „Genug.“ Der Mann ließ ihn los und richtete sich auf. Er drehte sich weg, wirbelte dann jedoch wieder herum. Auf den plötzlichen Schlag ins Gesicht war der Therapeut nicht vorbereitet. Sein Kopf wurde zur Seite geworfen und Tränen traten in seine Augen.
    „Du hast den Genii und mir schon genug Ärger bereitet. Töten darf ich dich nicht, aber ich kann alles andere mit dir tun!“ Tödlicher Hass klang in der Stimme mit. Ein zweiter Schlag folgte. „ Du hast das Leben meines Sohnes auf dem Gewissen und das vieler guter Männer. Du bist mir mehr als einmal in die Quere gekommen.“
    Schläge hagelten auf ihn nieder. Tom wimmerte bald nur noch und rang erleichtert nach Luft, als die Misshandlung endlich ein Ende nahm. „Ich ... weiß ... n-...“ Blut tropfte aus seiner Nase. Mit schmerzverschleierten Augen sah er zu seinem Peiniger hin. Dieser hielt nun eines der Fleischmesser in den Händen. „Und nun zu der Beantwortung einiger Fragen.“ Der Mann lächelte böse. „Ich kenne sehr effektive Verhörmethoden.“
    Kolya, der Trust und ein irrer Serienkiller in:Im Grau der Schatten, Double Trouble & In den Händen des Schicksals. Ungekannte Abenteuerer von John Sheppard & Co in "Stargate Atlantis - Die verborgenen Szenen": Aufbruch in eine neue Welt und Das erste Jahr und Die Specials.

    John Sheppards Schicksal im Vegasverse :"Solitary Man" no more

    *Neu:* Kapitel 22 seit Okt 2016: Wenn der schlafende Tiger erwacht (Star Trek Into Darkness Prequel)
    * NEU* Doktor Who: Die Saat des Zorns * Der Schatten des Doktors * Drabbles

  17. #17
    Brigadier General Avatar von Cindy
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    Jetzt wird’s interessant (war es schon die ganze Zeit) sie haben vielleicht endlich kapiert, das John nicht der Bombenleger ist und dass es Doppelgänger gibt.
    Hoffentlich lässt Kolya Tom noch am Leben, schließlich ist er nicht Sheppard. Wer weiß, wie er mit Schmerzen umgehen kann.

  18. #18
    Master Sergeant Avatar von Rody-fan
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    Ein Lob von mir, für diesen tollen neuen Teil.
    Hat mir wieder gut gefallen... langsam blicke ich auch durch wer nun wer ist.
    Freue mich schon auf mehr.

  19. #19
    Brigadier General Avatar von Teleia
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    Wow, wieder wahnsinnig spannend.

    Der arme Tom, ich möchte nicht mit Kolya alleine in einem Raum sein. Hoffentlich überlebt er das.
    Bin gespannt, wie es mit John weitergeht.

    Freue mich auf den nächsten Teil!
    Um die Welt in einem Sandkorn zu sehen und den Himmel in einer wilden Blume,
    halte die Unendlichkeit auf deiner flachen Hand und die Stunde rückt in die Ewigkeit.
    -William Blake-

    Meine neue FF:
    Willkommen in Atlantis

    Kleine Geschichten aus dem Stargate Universum:
    Atlantis Songbook

    Ich bin nicht verrückt, nur nicht normal. Normalsein ist langweilig!

  20. #20
    Chief Master Sergeant Avatar von Gordon
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    162

    Standard

    Aha, das mit Profiler wusste ich gar nicht, dass Sheppard und Kolya da auftreten, danke für den Hinweis!
    Zur FF: Ich muss erst noch Kapitel 3 lesen, aber die ersten beiden sind spitze. Alles ist wunderbar detailliert geschrieben, gefällt mir sehr gut.
    Und das alles ohne einen einzigen Tropfen Rum

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