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Thema: 'Perna' & 'Uisge Beatha'

  1. #1
    LC "Absolutely Doctored" Avatar von Rijan
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    Titel: Perna
    Autor: Rijan
    Inspiriert von: "Tödliche Verteidigung"
    Kategorie: Drama with a little Romance; EA
    Rating: PG-12
    Bezugsrahmen/Zeit: Fanfiction-Thread: Jahre nach der Entführung durch die Genii (siehe "50.000 Volt" von DraQla) und "No place like home" (Rijan).
    Disclaimer: Stargate Atlantis and all related characters are the property of MGM Television Entertainment. All Rights Reserved. Figuren nix meins; Geld krieg ich auch keins - aber die Idee ist von mir!
    Author's Note: Perna entstand vor "Uisge Beatha", letzteres ist aber eigentlich das Prequel zu "Perna"... Kennts euch aus?
    Widmung: Allen Schottland-Fans da draussen
    Feedback: most welcome!


    Perna

    Es war ein langer arbeitsreicher Tag gewesen und er fühlte sich ausgelaugt, wie schon lange nicht mehr. Die Arbeit an diesem verdammten Protein hatte seine ganze Aufmerksamkeit seit zu vielen Stunden und Tagen in Anspruch genommen und er war hundemüde. Er streckte seine müden Glieder und ließ sich auf das nächstbeste Krankenbett des verlassenen Lazaretts sinken, in dem er sein Laboratorium aufgebaut hatte. Es war so still hier, seit sie fortgegangen war.
    Bei seinem ersten Besuch auf Hoff, hatte er gegen den Auftrag hier zu arbeiten, ohne vorher seine Einwilligung gegeben zu haben oder auch nur gefragt worden zu sein, gemeutert. Sie hatten ihn einfach „in den Dienst gepresst“, wie einen Militär – dabei war er Zivilist. Er hatte das auch betont. Als Mediziner hätte er sicherlich einen Ausweg gefunden diesen Befehl zu umgehen, da genug Aufgaben in Atlantis auf Erledigung warteten - bis er sie das erste Mal sah. Ihre Begegnung war magisch gewesen. Er hatte sich selbst vorgestellt. Etwas linkisch zwar, aber wirkungsvoll. Er grinste beim Gedanken daran, dass Perna McKays Begrüßung nicht als solche erkannt und keine Reaktion auf seine ausgestreckte Hand gezeigt hatte. Ein Funke Hoffnung, da scheinbar alle männlichen Mitglieder des Teams ähnlich auf ihr Erscheinen reagiert hatten...

    Perna. Diese geniale Wissenschaftlerin hatte seit ihrem Tod sein Denken selten verlassen und ihm in Gedanken über furchtbare Zeiten hinweggeholfen. Wenn sie nur nicht so verblendet gewesen wäre, dieses unausgereifte Serum sofort nach der ersten Testserie an sich selbst und leider auch an ihrem Volk zu testen - in dem verzweifelten Bemühen die Wraith von ihrer Welt, von allen Welten fernzuhalten. Er hatte alles an ihr geliebt. Die vielen Stunden, Tage, Wochen der gemeinsamen Arbeit; den Austausch über ihre Welten; ihr Erstaunen über die irdische Technologie; Er lächelte in sich hinein - dass ihr sein Akzent aufgefallen war... Sie hatten sich perfekt ergänzt.
    Der Moment als er Perna im Arm gehalten hatte. Sie war ihm zugeflogen, als auch sie erkannt hatte, dass sie auf die richtige Sequenz innerhalb der Proteinkette gestoßen waren. Er hatte sie gepackt, hochgehoben und in ihr frohes Lachen eingestimmt. Ach hätte er sie nur halten können, als...
    Der Augenblick, als er die für ihren Zweck wirksame aktive Interlink-Sequenz innerhalb des Schlüsselproteins unter dem Mikroskop isoliert und das Transportmedium für den menschlichen Körper passend simuliert hatte, hätte ein Triumph für die Bewohner von Hoff sein sollen. Das molekulare Ummodellieren eines synthetisierten Proteins das für den menschlichen Körper verträglich sein sollte – so weit waren sie damals beinahe gekommen Ein Triumph - für den Tod. Es war immer noch schmerzhaft daran zu denken, wie die Menschen unter der Fehleinschätzung der Wirkung des Serums gelitten hatten, das die Regierung viel zu früh freigegeben hatte.
    Damit hatte er Millionen den Tod gebracht. Ja, er war verdammt noch mal mitverantwortlich! Er hatte durch seine Einmischung die Forschung auf Hoff an diesen Punkt gebracht. Sie hätten sicherlich noch weitere 20 und mehr Jahre Forschung gebraucht, um dahin zu kommen und es war damals schon nicht sicher, ob und wann die Wraith wiederkommen würden. In etwa 50 Jahren, so hieß es. Dennoch – sie hatten das Serum gegen seine ausdrückliche Empfehlung verabreicht. Er seufzte auf und dehnte seine verspannten Glieder.
    Perna. Wissenschaftlerin mit ganzer Seele, der Vergangenheit und der Arbeit ihrer wissenschaftlichen Vorgänger verpflichtet – mit dem eisernen Willen dieses Versprechen endlich einzulösen. Ein Opfer für die Zukunft ihres Volkes – das es nicht mehr gab. Zumindest hatten sie niemanden mehr vorgefunden. Wo die Bewohner von Hoff waren und ob Teile der Bevölkerung noch irgendwo lebten, konnte niemand sagen. Die Aufzeichnungen in den Archiven, die sie bis jetzt durchsehen hatten können, schwiegen sich darüber aus. Wie über so vieles, das zu wissen sich lohnen würde. Bei ihrer Rückkehr hatten sie alles verlassen vorgefunden. Keine Spur des wertvollen mutierten natürlichen Proteins war geblieben. Alle Proben waren verschwunden oder vernichtet worden. Von Hoffs Bewohnern keine Spur.
    Sein Seufzer wurde zu einem unterdrückten Schluchzen. Er war sich bewusst, dass ein Großteil seiner steigenden Mutlosigkeit nichts mit dem verdammten Protein zu tun hatte. Als sie starb hatte er damit einen wertvollen Schatz verloren: eine verwandte Seele, ein Zwillingsgeschöpf seiner selbst. Erschöpft und mutlos sank ihm der Kopf auf die Brust. Er rieb seine brennenden Augen, fröstelte. Er sollte endlich abschalten und zur Ruhe kommen. Ruhig genug war es hier schließlich. Kein Laut drang bis zu ihm. Eine tote Welt.
    Er konnte nicht aufhören zu denken.

    Die Autoimmunreaktion, die sich gegen die Körper der zahlreichen Probanten gerichtet hatte, war auf einen plötzlichen, kompletten Zusammenbruch der Atemfunktionen zurückzuführen gewesen. Sie waren alle erstickt. Merell hatte diesen Tod als Erster erlitten und keiner der Hoffaner hatte sich eingestehen wollen, dass das Serum zu dessen Tod geführt hatte. Es war so einfach gewesen die diversen Krankheiten des Mannes als Grund für seinen Tod vorzuschieben. Sie hatten ihm, Carson, einfach nicht zugehört. Kanzler Druhin hing weiterhin seinem Irrglauben an, dass Opfer notwendig seien – und wenn es die Hälfte aller Hoffaner kosten würde! Der verdammte Narr! Zornig ballte er bei der Erinnerung an die Sturheit des Kanzlers und das Volk von Hoff die Fäuste. Sie hatten sogar zu 96% dafür gestimmt sich impfen zu lassen. Was für ein Wahnsinn! Seine plötzlich hervorbrechende Wut erleichterte ihn ein wenig. Er warf ein paar alte, verstaubte Reagenzgläser mit einer heftigen Bewegung zu Boden. Die Scherben spritzten in alle Richtungen. Das Klirren klang gespenstisch laut in der Stille. Er zuckte zusammen. Er musste den Schlüssel finden - jetzt! Atlantis hatte keine Zeit mehr...

    Carson war bei ihr gewesen, als sie starb. Er hatte ihre Hand gehalten, als sie verzweifelt Luft in ihr krampfendes Atmungssystem pumpte. Er streichelte ihr seidiges Haar und lauschte ihren letzten Worten wie dem Credo in der Kirche. Es war ihr Credo gewesen. In ihren Augen hatte er Hoffnung in diese Welt gebracht. ‚Ha – Hoffnung!’ Bitter dachte er an diesen Augenblick zurück. Die Vorväter nicht zu verraten und deren medizinisches Vermächtnis für künftige Generationen einzulösen, war ihr Lebensinhalt gewesen... Sie hatte nichts Negatives oder gar Böses in ihrem Tun entdecken können und ihm etwas vergeben, das in ihren Augen keiner Vergebung bedurfte. Er jedoch konnte sich nicht vergeben. Er hatte sie getötet.
    Der Selbstversuch hatte einen hohen Preis gehabt. Perna. Ein ganzes Volk. Das war ein Preis den Atlantis sich nicht leisten konnte zu zahlen. Inzwischen war die Lage verzweifelt. Sie brauchten dieses Serum, dieses Wundermittel diese - Waffe. Er sollte sich aufraffen und weitermachen. Müdigkeit floss durch seinen Körper wie schleichendes Gift... Nur einen Augenblick Ruhe...

    ___________________

    Er blieb wo er war. Wieder glitten seine Gedanken zu ihr. Ihr aufgestecktes, seidenglattes, blondes Haar, strahlende Augen, zarte, helle Haut, feine Glieder. Ja, er hatte sich in dieser kurzen Zeitspanne seines Lebens in sie verliebt und er glaubte zu wissen, dass er ihr auch nicht gleichgültig gewesen war. Diese verdammte Überzeugung alles sofort an sich selbst zu versuchen. Was für eine Verschwendung!
    ~Nichts ist verschwendet. Nichts je vergessen. Erinnere Dich!~
    Er konnte die Tränen nicht unterdrücken. Wieder einmal seitdem er zurückgekehrt war. Sie fehlte ihm so sehr. Seine Ergänzung, sein Spiegelbild, seine Perna.
    ~Perna.~
    Er meinte eine Berührung an seinem Gesicht fühlen, glaubte auch, den zarten Duft ihres Parfums wahrzunehmen. Ein sanfter Hauch umwehte ihn erneut und er hörte ihr frohes Lachen. So wie damals, als sie die Sequenz entschlüsselt hatten...
    Du träumst, Beckett, schalt er sich.

    Er war auf ausdrücklichen Befehl von Dr. Weir auf diese Welt zurückgekehrt. Wieder gegen seinen Willen. So viele Jahre lag dieser missglückte Versuch nun schon zurück. So viele Jahre war sie in seiner Erinnerung lebendig geblieben, dass er nun schon glaubte, sie sei noch da.
    ~Da.~
    Seine Gentherapie hatte inzwischen beinahe das gesamte Personal zu „Atlantern“ werden lassen. Manche Körper wehrten sich allerdings erfolgreich gegen die Therapie mit dem Antikergen und hatten dadurch nur stark eingeschränkt die Möglichkeit mit den Geräten und der Technologie der Antiker zu arbeiten. Ihre Suche nach Zero-Point-Modulen war ein Wettlauf mit der Zeit, da die Wraith ihrer Welt unausweichlich näher kamen und ihnen immer wieder begegneten. McKays Team arbeitete auf Hochtouren daran. Unzählige Male waren sie nur mit knapper Not davongekommen. Die Verluste bei dem andauernden Kleinkrieg und den verschiedenen Scharmützeln waren hoch gewesen und hatten viele Menschenleben gekostet – „atlantische“, wie auch viele Leben auf anderen Welten, die sie besucht hatten. Atlantis hatte sich darauf verlegt ihre Ziele nur noch mit wenig hochspezialisiertem Personal zu besuchen, um weniger aufzufallen. Sheppard versuchte mit seinen Leuten das Gebäude zu sichern. Beckett er hatte ihn allerdings seit Stunden weder gesehen noch gehört, aber das war inzwischen fast Routine. Kavanagh durchforstete mit einer wissenschaftlichen Crew die Archive nach verwertbarem Wissen. Vielleicht kam er bei all der Arbeit ein wenig darüber hinweg, dass das Antikergen bei ihm kaum Wirkung zeigte.

    Er nahm eine Bewegung aus den Augenwinkeln wahr.
    „Perna“?
    „Unsinn! Du wirst langsam verrückt an der Einsamkeit, alter Mann“. Er musste plötzlich grinsen. Er fing an Gespenster zu sehen, wie in der alten Heimat.
    Die vermisste er fast genauso, wie...
    Da war es wieder!
    „Hallo, ist da jemand? Major Sheppard?“
    Seufzend richtete er sich auf – und kam nicht weit in der Bewegung.

    _____________________


    Vor ihm stand wie aus dem Boden gewachsen ein Wraith. Geschockt starrte Beckett ihn an. „Wie?“... Er hatte ihn nicht gehört. Der Wraith fletschte feixend die Zähne. Er sah hungrig aus.
    ‚Wo war Sheppard, wenn man ihn brauchte’?, dachte der Doktor panisch. Sämtliche als Waffen verwendbare medizinischen Gerätschaften lagen außerhalb seiner Reichweite. Er war seinem Todfeind hilflos ausgeliefert.
    - ‚Sein Messer! Pah - Messerchen traf es wohl eher’, wertlos bei dieser zähen Rasse...-
    Der schlanke Riese bedeutete ihm mit seinem Stunner aufzustehen und schubste ihn unsanft in Richtung Ausgang. Als Beckett sein Gleichgewicht wiedergefunden hatte, drängte ihn der Wraith hinaus ins Labyrinth der Hoffaner. Sie gingen durch lange gewundene Gänge, die manchmal kaum erleuchtet waren; durch Türen und wieder Türen, durchquerten schließlich die alten Sicherheitsbereiche. Er würde ihn sicher irgendwohin bringen, wo noch mehr von dieser Brut darauf warteten, sich an seiner Lebenskraft zu laben! Aber vorher würden sie ihn darüber aushorchen, wo die anderen waren. Er kannte die Szenerie aus den Missionsberichten.
    Verdammt, er war lax gewesen und hatte die Waffen, die der Major ihn drängte stets bei sich zu tragen, wieder einmal links liegen lassen. Er hatte nur sein kleines Messer. Wenn er nur daran dachte, sich damit im Nahkampf an einem Wraith zu versuchen, hätte er in hysterisches Gelächter ausbrechen mögen. Damit konnte er seinen Gegner ein wenig kitzeln – bei der Langlebigkeit dieser Rasse würde er Jahre brauchen...

    Verdammt! Er war der einzige, der den Schlüssel überhaupt finden konnte. Es würde einfach zu lang dauern, bis ein anderer sich soweit in seine Aufzeichnungen eingelesen und -gearbeitet hatte, dass er Fortschritte machen könnte; geschweige denn, das Protein wiederzufinden, es zu isolieren, zu synthetisieren und für jedermann verträglich zu machen. Das war ja das eigentliche Problem, wenn man es einmal gefunden hatte: es war zwar toxisch für die Wraith, wandte sich aber nach einiger Zeit auch gegen die Träger – wie eine Schlange, die sich selbst vergiftet.
    Wie konnte er dem Wraith nur entkommen? Hätte dieser Carson töten wollen, wäre er inzwischen kaum mehr als eine verschrumpelte Mumie, die irgendwo in diesem Irrgarten auf Entdeckung harrte. Das bisschen Widerstandsfähigkeit und Kampfkraft, das er sich mit Teyla antrainiert hatte würde ihn nicht retten können, da machte er sich nichts vor. Sie betraten eines der Archive, das der Medizin gewidmet war, wie er mit einem schnellen Seitenblick feststellte. Doch der Wraith zwang ihn weiter voran. Sie durchquerten Zonen dieses weitläufigen Komplexes, in denen er noch nie gewesen war und betraten schließlich die privaten Quartiere, wie es schien.
    ‚Was will er bloß hier’?, fragte sich Beckett beklommen. ‚Komm Carson, alter Junge, lass dir was einfallen’!
    In seiner Verzweiflung hechtete der Doktor in den nächstbesten Raum und stolperte über ein Möbel das im Weg gestanden hatte. ‚Also doch kein Held’, dachte er bitter. ‚Aus’.

    Als er zu Boden ging, riss er ein Kästchen nieder, auf dem ein Buch gelegen hatte. Aus dem Buch fiel eine Haarlocke. Die Haarlocke war blond wie Pernas Haar gewesen war. Er nahm diesen simplen Vorgang wie in Zeitlupe wahr und es fiel ihm wie Schuppen von den Augen. ‚Ihr Haar! Das Protein!’
    Der Wraith ging lässig triumphierend auf sein Opfer zu. Hart klangen seine Schritte, knirschten Scherben unter seinen Schuhen. Er kam immer näher, streckte seine Hand nach ihm aus, berührte ihn schon... Beckett wich zurück. Ihm brach der Schweiß aus. Jetzt war es soweit. Er hatte versagt! Die Lösung – er hatte sie – und er konnte es niemanden mehr sagen! Nein! – er riss seine Arme hoch um den Wraith abzuwehren. Als ihn sein Gegner packte, schrie er auf. Mit aller Kraft schlug und trat er nach seinem Widersacher – und traf...

    ________________________


    „Aaargh – was zum...!“
    „Beckett, wachen Sie auf, verdammt! Carson!!“

    Major Sheppard stand über ihm, die Fäuste geballt, wenn er auch ein wenig auf Abstand gegangen war. Stirnrunzelnd betrachtete er die Glasscherben, die am Boden glitzerten.

    „Wo zum Teufel waren Sie! Der Wraith...“, Beckett schrie ihn beinahe an.
    Immer noch in den Nachwirkungen seines Albraums gefangen, ballte der Doktor die Fäuste und hielt sich bereit, den nächsten Angriff des „Wraith“ abzuwehren. Verwirrt schaute er zu Sheppard auf. Der Arzt war durch seine instinktive Abwehrreaktion beinahe vom Bett gestürzt. Er ließ sich schließlich ganz von seinem provisorischen Lager heruntergleiten, kauerte sich auf den Boden und umschlang heftig atmend seine Beine. Sein Puls raste. ‚Zu wenig Schlaf und dann noch Alpträume!’, dachte er.

    „Ich habe Sie schlafend vorgefunden, Beckett. Als ich Sie wecken wollte, schlugen Sie plötzlich zu!“ Der Major funkelte Beckett kurz vorwurfsvoll an, dann grinste er.
    „Gute Reflexe, Doc.“
    Der kräftige Haken und darauf folgende Tritt Becketts hatten John überraschend getroffen. Das Training mit Teyla schien dem Arzt zu bekommen.
    ‚Er entwickelt sich zu einer richtigen kleinen Kampfmaschine’, dachte der Major lächelnd.

    „Sprechen Sie mich beim nächsten Mal lieber an, bevor Sie mich wecken.“ Der Arzt grimassierte verdrossen und versuchte seinen Herzschlag durch Atemübungen wieder zu normalisieren.

    Beckett fühlte sich nah an einem Herzinfarkt vor Schreck, aber – er hatte eine Lösung für ihr Problem gefunden. Perna hatte ihm eine Haarlocke geschenkt, damit er sie in Erinnerung behalten würde. Zu diesem Zeitpunkt war das Serum (und damit das synthetisch-mutierte Protein) bereits in ihrem Blutkreislauf gewesen - ohne sein Wissen. Es hatte sie schließlich getötet. Er hatte ihr Haar sorgfältig verwahrt, den Segen, den dieses Geschenk enthielt, aber nicht erkannt. Pernas Haar konnte die Rettung für Atlantis und die Welten der Pegasus-Galaxie bedeuten. Mit etwas Glück, viel Geschick und Wissen...
    Beckett murmelte auf dem Boden sitzend vor sich hin
    „... genetischen Code... Haar... extrahieren,... aufsplittern,... Protein isolieren... synthetisieren; Material... Antiker kombinieren,... Komponente innerhalb der Ribosomen*... Körper verträglich... zumindest anpassen.
    Hoffentlich braucht dann nicht wieder jeder das verflixte Antikergen!“ Er seufzte...
    „Es ist ein Anfang“...

    Der Major sah ihn fragend an. „Sie haben was gefunden?“

    „Aye!, das habe ich.“

    Wenn er die Kombinationsmöglichkeiten abwog wurde ihm zwar beinahe schwindlig, aber er würde nicht aufgeben ein Serum gegen die „chemische Substanz die das Aussaugen der Opfer vorbereitete“ zu entwickeln. Er konnte nicht voraussagen, ob sie die Wraith vergiften oder lediglich hungern lassen würden. Letztere Möglichkeit wäre, was die Angriffslust dieses Volkes anging sicherlich zielführender, da die Wraith sich nicht gleich genötigt fühlen würden mit aller Macht zurückzuschlagen und Atlantis Zeit gewinnen würden. Dennoch, er musste mit all seinem Können und Wissen versuchen eines dieser Ziele zu erreichen.
    Für Atlantis, vielleicht die Pegasus-Galaxie, für die Erde - und für Perna.

    Perna – ihr silberhelles Lachen klang für ihn allein durch den Raum.
    Dankbar lächelte Beckett - das erste Mal wieder - nach langer Zeit.

    Mit neuer Energie stand Beckett auf.

    „Den seinen gibt’s der Herr im Schlafe, Major.“


    *siehe „Ribosomen“ unter der „wikipedia“


    Da dies ein Prequel zu "Perna" ist - verzeiht mir, wenn ich diesen Thread nochmal noch vorne schiebe

    Titel: Uisge Beatha*
    Autor: Rijan
    Short-Cut: ein besonderer Augenblick in Carsons Leben…
    Spoiler: Zusammenhang mit “Poisoning the Well”; eigentlich ein “Prequel zu meiner Geschichte “Perna“
    Charakter: Dr. Carson Beckett
    Kategorie: Romanze, EA, UST
    Rating: PG-12
    Author's Note: was einem nicht alles einfällt, wenn man sich in Becketts Heimatland durch diverse Whisky-Sorten kostet... Dank an halessa für die Idee zum Externen Gebrauch von Alkoholen der alten Hoffaner und fürs Betalesen!
    Widmung: allen Schottenfans da draußen
    Disclaimer: Stargate Atlantis and all related characters are the property of MGM Television Entertainment. All Rights Reserved. Idee ist aber von mir!
    Feedback: most welcome


    Uisge Beatha*

    „Kanzler Druhin war so erfreut über unseren Erfolg letzte Woche, dass er gleich den Rat einberufen hat und „unseren Alten Freund“ öffnete. Wie ich gehört habe, hatten die Herren noch einen sehr vergnüglichen, ja ausgelassenen Abend.“
    Perna schmunzelte mit blitzenden Augen, in denen der Schalk saß. Die Geschichte dieser Feier hatte sich verbreitet wie ein Lauffeuer.

    Durch ihren Tonfall aufmerksam gemacht blickte Beckett von seiner Testreihe auf. Das war ein Thema nach seinem Geschmack – einmal weg von der Testreihe, einmal mehr über Pernas Volk erfahren. Eigentlich meinte er damit eigentlich die Leiterin der Forschungseinrichtung, für die er inzwischen eine starke Zuneigung entwickelt hatte.

    „Alter Freund? Ihrer Belustigung entnehme ich, dass es sich um ein alkoholisches Getränk handelt.“

    „Es besteht aus vielen Zutaten, vielen Kräutern und – Auszügen – und, ja, es ist alkoholisch. Frühe Formen davon hatten über 68 Volumenprozent. Spätere Jahrgänge immerhin noch 61,3 Volumenprozent. Die heute noch existenten Flaschen dürften mit dem Alter der Urform aber wieder näher gekommen sein.

    Wie charmant sie das ausdrückt, dachte Beckett und lächelte sein Gegenüber an. Er wandte sich ihr ganz zu. Die Testreihe war für den Moment unwichtig.

    „Ich glaube, jedes Volk entwickelt im Laufe seiner Geschichte alkoholhaltige Getränke. Unsere frühesten Alkoholika waren mit der Religion verknüpft und sollten einen leichteren Zugang zur Welt der Geister schaffen.“ Er grinste. „Nicht viel später wurde diese sehr ehrwürdige Beschäftigung mit der Welt der Geister durch die profanere Suche nach dem Weingeist abgelöst.“

    Perna lachte belustigt über Carsons Witz.

    „Auch unser Volk hat verschiedene alkoholische Substanzen entwickelt. Allerdings sollten sie dazu dienen, der realen Gefahr durch die Wraith begegnen. Der Alkohol wurde nicht intern verabreicht, sondern war vorerst zum Einreiben gedacht, damit die Wraith sich nicht an ihren menschlichen Opfern gütlich tun konnten. Unsere Vorfahren dachten, dass ein scheinbar „betrunkenes“ Opfer die Chemie der Wraith stören und diese am Aussaugen hindern würde.“

    „Was für eine interessante Theorie. Hat es funktioniert?“, Beckett beugte sich gespannt vor.

    „Einige wenige Menschen kamen auf diese Weise davon. Wie sich im Nachhinein aber immer wieder erwies, hatten diese seit Jahren das Mittel zweckentfremdet und anstatt sich damit einzureiben, hatten sie es extensiv getrunken. Es entkamen auch nur jene, die durch jahrelangen Missbrauch bereits schwere organische Schäden davongetragen hatten, und dadurch als Nahrung für die Wraith zu minderwertig geworden waren. Ein Wunder, dass kaum jemand getötet wurde!
    Einreiben war einfach nicht wirksam genug! Es wirkte immer nur eine Schrecksekunde lang, was dem Opfer aber zu wenig Zeit ließ, sich von seinem Angreifer zu lösen. Aber ständig alkoholisiert zu sein und sich langfristig dadurch selbst zu töten, ist auch keine Lösung für ein Volk. Einzelne Bürger werden die Behandlung aber sicherlich genossen haben, da der Alkohol bekanntlich antibakterielle und antiseptische Eigenschaften hat und sich bestens zur Schmerzlinderung eignet, wenn er mit kühlenden Kräutern versetzt wird.“

    „Wir hatten auf der Erde ein ganz ähnliches Konzept mit einer Pflanze, die man in rohem wie auch im gekochten Zustand essen kann. Sie hat speziell roh genossen keine weiteren Nebenwirkungen auf die Umwelt, als eine katastrophale Ausdünstung. Sie war speziell in einer geographischen Region beliebt, die an Vampire glaubte – das ist etwas Ähnliches wie die Wraith hier – nur dass es sie nachweislich nie gegeben hat.“

    „Ihr Glücklichen. Die Theorie mit der Ausdünstung einen Wraith zu vertreiben, ist bereits bedacht worden – sie funktioniert auch nicht. Aber sie hat sicherlich humorvolle Aspekte, wäre das Thema an sich nicht so ernsthafter Natur.“

    Beckett beobachtete, wie der Schalk in ihre Augen zurückkehrte.

    „Ich habe da etwas, das ich Ihnen zeigen möchte.“

    Perna ging zu einem Schrank, schloss ihn auf und entnahm ihm eine augenscheinlich alte, dunkle Glasflasche, die geringfügig kleiner war, als die irdischen Pendants. Auch zwei schwere, kurze Glaskelche standen auf einem Tablett bereit, das sie ebenfalls herausnahm und alles auf einen freien Tisch stellte, der nicht von Reagenzgläsern und Kolben besetzt war. Die Gläser waren bei näherer Betrachtung so geformt, dass eine kleine hohle Wölbung am Glasrand es erlaubte den Alkohol anzusaugen, ähnlich manchen chinesischen Trinkgefäßen. An anderer Stelle konnte man jedoch ganz normal trinken.

    Sie hat eine Party vorbereitet! staunte Beckett. Was für ein schöner Ausklang für einen harten Arbeitstag ─ es war inzwischen Abend geworden. Er erhob sich und ging zu ihr hinüber.

    „Ich habe eine alte Flasche für besondere Feierstunden aufbewahrt. Der Inhalt dieser Flasche wurde von meiner Großmutter dreifach gebrannt und in einem Holzfass für viele Jahre gelagert, daher die schöne Farbe. Er ist inzwischen etwa 60 Jahre alt. Ich hoffe, sein Alter hält, was es verspricht.“

    „Ein besonderer Tropfen! Und den wollen Sie mit mir teilen?“

    „Ja. Die Entwicklungen der letzten Wochen sind ein Durchbruch für unser Volk und ich möchte mich bei Ihnen besonders bedanken, Carson.“

    „Das ist doch nicht notwendig. Die Grundvoraussetzungen waren gegeben...“

    Ernst sah sie Beckett in die Augen. Irgendeine Sorge schien sie zu belasten. Dann war der Augenblick auch schon vorbei und ihre Augen strahlten wieder.

    „Wollen Sie mit mir auf diesen Erfolg anstoßen?“

    „Aye. Es wird mir ein Vergnügen sein. Soll ich die Flasche öffnen?“

    „Bitte gerne.“

    Sie reichte ihm die Flasche, in der ein korkartiger Pfropfen saß, der mit Wachs und einem Stück Schnur, das aus dem Wachs hervorragte zusätzlich versiegelt worden war. In feinsäuberlicher Handschrift waren der Abfüller und das Jahr vermerkt. Das Glas war dunkel und ließ keinen Schluss auf die Farbe der Flüssigkeit zu. Dennoch erinnerte dieser Augenblick Beckett an die Heimat.

    „Das erinnert mich an die Heimat“, sagte er lächelnd zu ihr, als er die Wachshülle vorsichtig mit einem Skalpell, das er seiner Ausrüstung entnommen hatte, entfernte.

    „Wir feiern in Schottland sehr gerne Feste mit einem besonderen Getränk, das wir sorgfältig mehrfach aus Getreide brennen und in Fässern lagern. Ich bin sehr gespannt, welches Aroma ihr ‚Alter Freund’ inzwischen entwickelt hat.“

    Er plagte sich ein wenig mit dem alten Korken, der sich eigensinnigerweise nicht so leicht aus dem Hals ziehen ließ, da er ein wenig eingesunken war. Beckett musste inzwischen seine ganze Kunst im Flaschenöffnen aufwenden, da im Labor ein Flaschenöffner zu fehlen schien.

    Perna ging zum Schrank und kam mit einer Gerätschaft zurück.

    „Darf ich? Die alten Flaschen sind etwas eigensinnig.“

    „Bitte“, meinte der Arzt errötend. „Ich wüsste sowieso nicht, wie Korken und Öffner hier funktionieren.“ Verlegen fragte er nach einem Augenblick des Schweigens:
    „Welche Kräuter wurden hier verwendet?“

    „Leider kann ich nicht mehr alle Substanzen darin nachweisen, da viele Familien eigene Rezepte entwickelt haben, um möglichst schnell auf eine wirksame Mixtur aufmerksam zu werden. Das Rezeptbuch meiner Großmutter ist leider nicht mehr aufzufinden. Vielleicht ist es auch zerstört worden – und die wenigen Restbestände sind viel zu schade zum Analysieren; Sie werden sehen. Den größten Anteil haben Kräuter und ihre Auszüge. Manchmal hat sie allerdings aber auch tierische Bestandteile verwendet. Ein recht archaisches Gebräu nach heutigen Standards.“

    Beckett schluckte trocken und schaute sein Gegenüber betroffen an. Das konnte ja heiter werden. Er hatte Alkoholen, die auf der Erde mit Maden „aufgepeppt“ wurden, nie etwas abgewinnen können.

    Perna schielte zu ihm hinauf. Sein Unbehagen war ihr sofort aufgefallen.

    „Nur ein Scherz“, sie lachte Beckett offen an.

    „Wäre ja auch zu schade um den ‚Alten Freund’ gewesen“, seufzte er erleichtert. „Bin ich froh, dass Sie es auch nicht so leicht mit unserem Freund haben...“, sagte er gerade, als mit einem leisen ‚Plopp’ der Korken endlich freikam.

    Perna schenkte beiden etwa zwei Finger breit in die Glaskelche ein, die für Liköre oder Edelbrände wie gemacht schienen. Die Flüssigkeit war wie karamellisierter Bernstein, aber klar. Perna reichte Beckett sein Glas und sie stießen an.

    „Slainte Mhat!** “, sagte Beckett automatisch.

    „Slainte Mh...?“ Perna sah den Arzt erstaunt an.

    „Oh – verzeihen Sie – eine alte Gewohnheit aus der Heimat. Es ist ein Trinksegen, der den Wunsch nach guter Gesundheit ausdrückt.“

    „Ein guter Wahlspruch. Slainte Mhat!“ Sie ließen die Gläser erneut klingen.

    Perna beobachtete, wie Beckett zuerst am Glas roch, die Flüssigkeit im Glas schwenkte und beobachtete und dann den ersten Schluck nahm, wobei er die hohle Wölbung kurz betrachtete, aber außer Acht ließ. Er schloss die Augen - konzentriert und genießerisch, wie ihr schien. Sie lächelte. Dann trank auch sie.

    Der Alkohol brannte sich seinen Weg frei. Er schwappte über seine Lippen, durch Becketts Mundhöhle, biss in die Zunge und raste flammend die Speiseröhre hinunter in den Magen, wo er ein Feuer entzündete. Beckett holte erstaunt tief Luft und riss die plötzlich gut befeuchteten Augen auf. DAS waren mehr als 60 Volumenprozente! Kurzfristig hatte er das Gefühl, er bräuchte dringend Frischluft.
    Dann war die erste Schärfe gewichen und ein feiner, kräuterschwerer, leicht süßlicher Geschmack machte sich in seinem Mund breit.

    Als er Perna wieder in die Augen sah, bemerkte er ihr Amüsement.

    „Ein guter Tropfen, nicht wahr? Mit dem Alter werden sie etwas scharf, das gebe ich durchaus zu, aber die Kräuter heben sich nur umso stärker ab. Mit etwas Übung werden Sie sicherlich auch eine fruchtige Note entdecken können – das variiert von Abfüllung zu Abfüllung und kommt auf die Art an, wie man unseren Freund genießt.“

    Verlegen grinste er. Er dachte an so manches studentische ‚Flüssig-Gelage’ ─ früher einmal…

    „So scharf sind die wenigsten unserer Alkohole. Wir trinken sie dann auch mit Wasser verdünnt...“

    „Das könnte man natürlich tun, allerdings würde das dem Aroma sehr schaden, vertrauen Sie mir. Versuchen Sie doch einmal ihn zu „schlürfen“...sie werden staunen.“

    Sie hob das Glas erneut an die Lippen.
    „Er ist wirklich gut gediehen unser ‚Freund’ “.

    „Aye, das ist er“, meinte Beckett und nahm tapfer noch einen Schluck – diesmal über den Hohlraum am Glasrand und war über den Effekt wirklich erstaunt! Die Fruchtnote war äußerst ausgeprägt!
    Langsam gewöhnte er sich an das Pandämonium in seinen Schleimhäuten.
    Es fing an ihm zu schmecken...
    ~Ja, die Hoffaner verstanden etwas vom Trinken und vom Brennen. Die Zeit hatte ihr übriges getan.
    War da nicht eine leichte Pfirsichnote...?~
    __________________________________________

    „ ...ja, das hat McKay am eigenen Leib ausprobiert, Peter Grodin hat es mir erzählt und er hat es mit eigenen Augen gesehen!“ Beckett lachte ausgelassen. So viel erzählt und gelacht hatte er schon lange nicht mehr.
    „Als ich ihm nach einem Versuch, der McKays Unverwundbarkeit bestätigen sollte die Hand verband, dachten wir uns alle möglichen Namen aus. Er war ‚Mr. Unbesiegbar’ und ‚Kapitän Unberührbar’, bis wir bedachten, dass er, wenn er den „Schildgenerator“ nicht erreichen konnte, auch nichts in seinen Körper gelangen konnte – er konnte weder essen noch trinken. Das hat uns einige Sorgen bereitet, das kann ich Ihnen sagen.“

    Perna lachte herzlich über Becketts verschiedene Erzählungen aus seinem Alltag als Mediziner auf Atlantis. Was für ein verrücktes, abwechslungsreiches Leben so fern der Wraith und doch in ihrem Schatten.

    Sie hatten sich inzwischen aus dem Labor zurückgezogen und waren in einen nahe gelegenen Aufenthaltsraum gegangen, der wie ein gemütliches altenglisches Wohnzimmer gestaltet war. Es war mit tiefen Ledersofas, Ohrensesseln, Teppichen, Bildern an den Wänden und auch einer Feuerstelle eingerichtet. Die Gläser standen auf niedrigen Beistelltischchen und der Arzt und die Forschungsleiterin hatten es sich richtig gemütlich gemacht. Der Inhalt der Flasche wurde stetig geringer und sie hatten über ihrem Gespräch das Abendessen vergessen. Gut die Hälfte der Flasche hatten sie bereits verkostet und die Geschichten waren auf beiden Seiten immer ausgelassener und amüsanter geworden, immer beschwingter, humorvoller, ja sie glitten sogar ins Private ab. Beckett war ganz begeistert von der Vielseitigkeit Hoffanscher Trinkkultur und war dazu übergegangen sein Glas eher „saugend“ als trinkend zu leeren. Perna schenkte als aufmerksame Gastgeberin immer wieder nach und Beckett hatte nichts dagegen einzuwenden, da der „Alte Freund“ ihm inzwischen wie ein guter Bekannter mundete, in dem er mehrere Bouquets vereint glaubte.

    „Darf ich Ihnen eine Frage stellen, Carson?“

    „Aye, was immer Sie wissen möchten, meine Liebe.“

    „Warum haben Sie Ihre Heimat verlassen? Es muss doch Menschen dort geben, die ihnen fehlen... Auch kannte Sie dort keinerlei Gefahren wie die Wraith und soweit Sie mir bisher ein Bild von Ihrer Welt gegeben haben, ist es dort zwar nicht friedlich, aber dennoch ein Ort, an dem man ohne Angst verweilen kann.“

    „Eine schwierige Frage, Perna. Ich fürchte, die kann ich mir selbst auch nicht so einfach beantworten. Natürlich fehlt mir meine Familie... aber niemand ist meinem Herzen so nah wie Mutter, mein Vater ist schon lange nicht mehr da...“, sagte er sehr leise und verlegen und sah Perna kurz an. Beckett riss sich zusammen, räusperte sich und fing wieder an zu sprechen.

    „Ich muss etwas ausholen, um die verschiedenen Gründe zu erklären…“

    Perna machte schweigend eine einladende Geste fortzufahren.

    „Ich trage ein Gen in mir, das alle Bewohner von Atlantis und aus dem Volk der Antiker hatten, das auf der Erde – soweit uns bekannt ist, aber nur noch wenige Menschen haben. Dieses Gen befähigte die Antiker mit ihrer Technologie in eine Art bio-mechanische Kommunikation zu treten. Ich habe dieses Gen entdeckt und nachgewiesen. Bei einem simplen Feldversuch löste diese Fähigkeit beinahe eine Katastrophe aus... ich werde Ihnen die Geschichte ein andermal erzählen, wenn Sie erlauben.“
    Er räusperte sich und sah sie Verständnis heischend an.

    „Ich habe dieses spezielle Gen der Antiker für andere Menschen, die dieses Gen nicht mehr haben aktiviert und übertragbar gemacht, sodass auch sie durch die Manipulation ihrer DNA dazu befähigt werden die Technologie der Antiker zu nutzen. Das machte mich zum einzigen Fachmann und war einer der Hauptgründe, warum ich auf diese Mission mitgehen musste. Ein weiterer Grund war meine Ausbildung als Genetiker, Zellbiologe und Mediziner im Allgemeinen. Ich bin auch neugierig – wenn auch nicht unbedingt auf dem Gebiet der Teilchenphysik.“
    Er verzog das Gesicht in Gedanken an die Art und Weise, wie er Atlantis und Hoff erreicht hatte.

    „Vielleicht wollte ich einfach einmal etwas völlig Neues erleben... Neue Welten lernt man bei uns zu Hause nicht jeden Tag kennen und ... ich bin sehr froh auf Hoff zu sein und mit Ihnen zusammenarbeiten zu können...“ Es war ihm herausgerutscht.

    Ihre Blicke trafen sich. Beckett errötete sanft.

    „Der ‚Alte Freund’ heißt nicht ohne guten Grund so, Dr. Beckett. Er löst die Zunge, öffnet die Herzen und entlockt die Wahrheit.“ Sie schmunzelte erfreut.
    „Wollen Sie sich nicht zu mir aufs Sofa setzen?“

    „Gerne.“
    Er kam ihrer Aufforderung nach, hatte aber nicht die plötzlich auftretende verstärkte Erdanziehungskraft bedacht, die der genossene sauerstoffangereicherte Alkohol auslöste. Er hielt sich einhändig am Ohrensessel in dem er gesessen hatte fest, bis seine Welt wieder stabiler wurde. Als das Wohnzimmer aufgehört hatte Wellen zu schlagen, ging er vorsichtig zu Pernas Sofa und landete mit Schwung neben ihr. Geschickt hatte er das Glas balanciert und so vermieden den kostbaren ‚Freund’ auszuschütten. Inzwischen war es Beckett sehr warm geworden, was ihn dazu veranlasste, den Arbeitsmantel und seine Jacke auszuziehen.

    „Was für ein Teufelszeug, Perna! Sie wissen gar nicht wie sehr mich dieser Abend an die Heimat denken lässt. Ich danke Ihnen, dass Sie ihn mit mir teilen – Ihre Gesellschaft, diesen Abend und den ‚Alten Freund’, meine ich.“
    Er grinste gutgelaunt und hätte ihr beinahe einen Kuss auf die Wange gegeben, hielt sich im letzten Moment jedoch zurück. Die verflixte Etikette! Es ging nicht an sie einfach zu küssen, obwohl er sicher war, dass sie nichts dagegen hatte...
    Seiner Sprache war der beginnende Schwips nicht anzumerken. Seine Motorik war allerdings bereits beeinträchtigt, wie er beim nächsten lockeren Griff zum Glas erstaunt feststellte. Er hatte sich immer für recht trinkfest gehalten. Perna schien das Zeug scheinbar gar nichts auszumachen. ~Schlürfte oder trank sie?... aber sie hat sicher mehr Übung mit ‚Alten Freunden’~, dachte er amüsiert über sich selbst.

    „Bei mir zuhause haben wir einen alten Brauch, wenn wir zusammen etwas Trinken: wir singen. Hat Hoff keine solche Tradition?“ Er rückte noch näher an sie heran. Er fühlte sich im Augenblick mutig genug dazu. Sie duftete so gut... und sie blieb und genoss offensichtlich seine Gegenwart.

    „Wir haben eine Gesangstradition auf Hoff. Ich selbst kann leider nicht singen. Mein ganzes Leben habe ich mich nur auf Ausbildung und Forschung konzentriert und wenige Feierstunden wahrgenommen.“ Sie zog einen Flunsch, den Beckett ganz reizend fand.
    „Aber ich genieße die Zeit mit Ihnen sehr, Carson. Es ist wunderbar mit Ihnen zusammenzuarbeiten und mit Ihnen zu feiern. Machen Sie mir die Freude und singen Sie Lieder aus ihrer Heimat.“

    „Ich kann es versuchen – bin zwar etwas aus der Übung und vielleicht nicht mehr 100%ig fit, aber ich gebe mir Mühe...“
    Er überlegte eine Weile. Dann schien er ein Lied gefunden zu haben, das er für sie singen konnte.

    „Das Lied heißt „Annie Laurie“. Der Text ist 3 Jahrhunderte alt und basiert angeblich auf einer wahren Liebe, die Melodie dazu ist aber später adaptiert und aufgeschrieben worden.“
    ...
    Mit einem weichen Bariton fing er an die alte Weise zu singen. Anfangs noch unsicher und scheu, aber zunehmend begeistert, was sicherlich auch an der mutmachenden Eigenschaft des genossenen Alkohols lag. Perna hörte ihm konzentriert zu, wohl auch, um sich kein Wort entgehen zu lassen. Er sang das Lied mit einem schwereren Akzent, als er üblicherweise sprach. Hatte er anfangs verschämt an einen Punkt im Raum geblickt, ruhte sein Blick bei den letzten beiden Strophen auf Perna und er lächelte sie an, während er nur für sie sang...
    Es war so viel einfacher seine Gefühle mit Musik auszudrücken und Alkohol löst bekanntlich die Zunge!

    „Maxwellton braes are bonnie. Where early fa’s the dew.
    An’ it’s there that Annie Laurie gi’ed me her promise true;
    Gi’ed me her promise true, which ne’er forgot will be
    And for bonnie Annie Laurie, I’d lay me doon and dee.

    Her brow is like the snawdrift, her neck is like the swan,
    Her face it is the fairest, that e’er the sun shone on;
    That e’er the sun shone on, and dark blue is her e’e
    And for bonnie Annie Laurie, I’d lay me doun and dee.

    Like dew on the gowan lying, is the fa’ o’ her fairy feet;
    And like winds in summer sighing, her voice is low and sweet;
    Her voice is low and sweet, she’s a’ the world to me,
    And for bonnie Annie Laurie, I’d lay me doun and dee.***

    “Ein schönes Lied und sehr lebendig vorgetragen! Sie scheinen Erfahrung mit dem Vortragen von Liedern zu haben...“

    „Früher einmal – in meiner Studentenzeit war ich ein eifriger Besucher der verschiedenen Pubs meiner Heimatstadt. Das ist in meiner unmittelbaren Gegend so eine Art Volkssport und Lieblingsbeschäftigung am Abend...“
    Er wurde wieder verlegen ─ das musste für Perna wie ein Volk, das Abends kein zuhause hat klingen...

    „Danke, dass Sie für mich gesungen haben, Carson... Ich weiß, das ist ‚auf Wunsch’ manchmal eine große Überwindung...“
    Sie schaute sinnend in den Raum. Da war sie wieder, die Düsternis in ihren Augen. Dann war ihre Stimmung wieder etwas heller und sie fragte:
    „Hat der junge Mann die Dame seines Herzens eigentlich bekommen?“

    „Soweit ich weiß, nein. Sie hat einen Anderen geheiratet. Verdammtes Pech für ihn...“ Betreten schaute er im Raum umher. Sie war zum Greifen nahe und doch so weit entfernt.

    „Carson?“

    „Aye?“

    Als er sich ihr zuwandte, war sie direkt neben ihn gerückt. Sie fuhr durch sein Haar, was ihn angenehm schaudern machte. Er schaute sie an und versank in ihren blauen Augen. Kaum wagte er es sie zu berühren, ihr Haar, ihren Hals. Er löste ihr Haar, umfing ihren Nacken und zog sie zu sich heran. Biegsam kam sie ihm entgegen. Sie duftete nach Kräutern und dem leichten Parfum, das er während der letzten Wochen lieben gelernt hatte, so wie seine Trägerin. Fast überrascht spürte er ihre Lippen plötzlich auf den seinen und erwiderte ihren sanften, schwerelosen Kuss. Süße, nachgiebig weiche Lippen, denen einen Hauch von Kräutern entströmte, seidenweiche rosige Haut, die sich immer mehr rötete... Ihr offenes, schulterlanges Haar glitt durch seine Finger... Das war viel besser so. Es nahm ihr die Strenge der Forscherin. Er fühlte, wie sein Herzschlag sich beschleunigte und er mit jedem Kuss atemloser wurde vor Erwartung. Er spürte ihrem Geschmack nach und freute sich über das gegenseitige Verlangen, als er ihr Entgegenkommen wahrnahm. Sie drängten aufeinander zu wie zwei Magneten und jede Berührung sagte, ich will... mehr...
    Beckett begann vorsichtig die Knöpfe an Pernas Kittel im Nacken zu öffnen. Was für eine Schande, dass er sie bisher nur immer in diesem klinischen Arbeitskittel zu sehen bekommen hatte. Wie wunderbar es wäre sie auch einmal ganz anders zu sehen... Als er ihr fragend in die Augen sah, zeigte sie ihr Einverständnis, indem sie ebenfalls ohne Hast die steifen Knöpfe zu öffnen begann...
    ~Was für eine Frau...~ Sie war einfach perfekt – aber das hatte er bereits im ersten Augenblick gewusst, als er sie sah...

    Der ‚Alte Freund’ hatte sie einander näher gebracht, als er es in dieser kurzen Zeit für möglich gehalten hatte. ‚Usige Beatha’ dachte er noch und die Zeit versank unbeachtet in ihren Umarmungen, Berührungen, der Neugier aufeinander, inniger werdenden, tiefen Küssen, die ein Feuer in beiden entzündeten, das gelöscht werden wollte... das alte Spiel, das mit dem gegenseitigen Entkleiden anfing…
    Sie gingen ihrem Verlangen langsam nach, denn sie hatten alle Zeit der Welt...
    ___________________________________


    „Dr. Beckett, kommen bitte.“ Eine Stimme aus dem Walkie Talkie im Labor.

    ... Der Ruf verhallte vorerst ungehört...

    „Dr. Beckett, bitte kommen! Das ist ein Notfall!“ Die Stimme gab einfach keine Ruhe...

    „Oh crap!...“

    ~Solche Störungen kommen doch eigentlich nur in Filmen vor! Und warum passiert das ausgerechnet jetzt und hier!!~, dachte Beckett vor sich hinmurmelnd und sehr frustriert.

    Carson nahm sanft Pernas Gesicht in beide Hände und küsste sie nochmals sanft und mit Nachdruck auf beide Augen und den kussweichen, sinnlichen Mund. Sie sah auch nicht sehr glücklich über die Unterbrechung ihrer sehr angeregten und vor allem anregenden „Diskussion“ aus.
    „Lauf’ nicht davon, Liebste. Ich muss mich melden – leider.“ Wieder versank er in ihren Augen.

    „Ich bin da.“

    Sie lächelte ergeben mit den Schultern zuckend und sich ebenfalls wieder anziehend. Ein trauriger, enttäuschter Ausdruck war in ihre Augen getreten, da der magische Bann gebrochen war, wie sie beide spürten. Der Alltag hatte sie allzu schnell eingeholt.

    Er schnappte sich Shirt, Jacke und Arbeitsmantel, warf sie über, schlüpfte in seine Schuhe und war auch schon auf dem Weg ins Labor zu dem lästig quäkenden Walkie Talkie. Wäre der Ruf später erfolgt, wären er und Perna wahrscheinlich in weitaus kompromittierenderer Hüllenlosigkeit anzutreffen gewesen... so brauchte er nur Sekunden um zu reagieren.

    „Beckett hier.“ Er seufzte. „Was ist passiert und wer ist verletzt?“...

    __________________________________________

    Dieser besondere Abend war Pernas leise Art Abschied zu nehmen - wie er heute wusste. Das Serum war bereits in ihrem Blutkreislauf und es hatte ihr Leben zerstört und das seine um das Glück ihres Daseins gebracht. Es hatte eine keimende Liebe zerstört, die gegenseitig zu wachsen begonnen hatte. Er glaubte Perna gut genug zu kennen um zu wissen, dass sie unter anderen Umständen kaum so offen ihre Zuneigung gezeigt hätte. Die Situation war einfach eine Besondere gewesen. Er staunte noch heute über sie...

    Am nächsten Abend hatte sie ihm bei einem wunderbaren Abendessen zu zweit die Haarlocke geschenkt, was er zwar nie vergessen hatte – wie könnte er, aber er war sich der Bedeutung dieses Geschenks erst bewusst geworden, als er über seiner Forschung einschlief und ihr in seinen Träumen wiederbegegnete... seiner Perna...


    check all -> wikipedia:
    * Das Wort Whisky, erstmalig 1736 erwähnt, leitet sich vom Schottisch-Gälischen uisge beatha ab (gesprochen: uschke bäha, auch uschkeba) bzw. vom Irischen uisce beatha (gesprochen: ischke baha oder ischke ba) und bedeutet Lebenswasser (uisge / uisce = Wasser, beatha = Leben). "Wasser des Lebens" heißt uisge / uisce na beatha. Die anglisierte Form usquebaugh hat sich aus der gälischen Ausspracheform uskeba entwickelt, wie man es oft auch in Schottland, Irland und Wales bei Ortsnamen vorfindet, wird aber heute uskvebaw ('u' wie in cut, 'aw' wie in law) oder yuskibaw gesprochen. Andere Schreibweisen sind z. B. usqu(a)ebach und usquaebae. Der Begriff war bereits im 16./17. Jahrhundert geläufig. Man verstand darunter aber nicht nur Whisky im eigentlichen Sinne, sondern auch andere Brände mit Würzzusätzen.

    ** Zum Wohl! – Schottischer Trinkspruch (wörtl.: Gesundheit gute; gespr. 'slantsche wah')

    *** Copyright 1994, Ossian Publications Ltd. World Copyright
    Geändert von Rijan (23.02.2008 um 11:35 Uhr)
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  2. #2
    Wraith-Elite
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    Einfach nur genial

    Genau das habe ich jetzt gebraucht...
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  3. #3
    Thommy
    Gast

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    cool

    sehr gut, becketts traum, die idee, der kamp


    ich fordere im sprechchor eine fortsetzung

    "Fortsetzung!"
    "Fortsetzung!"
    "Fortsetzung!"
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    "Fortsetzung!"
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    "Fortsetzung!"
    "Fortsetzung!"
    "Fortsetzung!"
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    "Fortsetzung!"
    usw.........

  4. #4
    Wraith-Elite
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    Wie soll man das fortsetzen? Der Heureka-Effekt war schon da. Er könnte natürlich seine Arbeit groß und breit erklären, doch würde das für eine FF keinen Sinn machen
    Es ist eine schöne, eigenständige Geschichte...
    Aber Rijan läßt sich schon noch was einfallen, bin ich mir sicher
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  5. #5
    Thommy
    Gast

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    ich auch


    trotzdem, da kan man noch eine fortsetzung rausholen


    glaub mir, ich kenn mich da zwar nicht aus aber auch doktortitel kann man kaufen

  6. #6
    Wraith-Elite
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    Irrtum, so einen Titel muß man sich hart erarbeiten. :glare:
    Du kannst ihn maximal als Ehrentitel verliehen bekommen, s. diverse Promis, wird aber nicht als akademischer Titel anerkannt
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  7. #7
    John´s wife Avatar von JohnnysGirl
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    Einfach nur geil!! Bitte bitte schnell ne fortsetzung!!!


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  8. #8
    Ewige Rebellin Avatar von Freyja
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    Hallo Rijan
    Gute FF! Eine super Idee, Carsons Gefühle und Gedanken nach Pernas Tod niederzuschreiben... Und das mit dem Haar ist wirklich ein klasse Einfall.
    Mein Lob!

    Gruß Frey

    Freyja, die einsame Verfechterin der deutschen Rechtschreibung

    --nur sporadisch online--

  9. #9

    Standard

    Leute, gebt mir Fußketten, ich hebe sonst noch ab.
    Noch eine Story die nach 50000 Volt spielt?
    Ihr seit verrückt Leute! Oder ich bins!

    Sehr schön, genial, klasse!

    Weiter so!
    <span style=\'color:blue\'>Beckett&#39;s Babe&#33; And he is mine&#33; *ggg*</span>
    <img src=\'http://img.photobucket.com/albums/v472/scap3goat/SGA/banner/carson01.gif\' border=\'0\' alt=\'user posted image\' />
    <a href=\'http://the-spacemonkey.net/beckett/\' target=\'_blank\'><img src=\'http://www.the-spacemonkey.net/beckett/images/codes/007.jpg\' border=\'0\' alt=\'user posted image\' /></a> &lt;--- cute Scots man&#33;

    <span style=\'color:green\'>Stolze Besitzterin eines <a href=\'http://www.germancitycon.de\' target=\'_blank\'>GCC</a>-Systemlordpasses&#33;</span>

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    Version: 3.12
    GO(AT)&gt;FA/MD&#036; d---(pu) s:+&gt; a--- C++(+++) U? P L&gt;++++ E? W++(+++) N o? K- w--- O?&gt;++ M?&gt;+ V? PS+++@ PE- Y+ PGP? t+(++)@ 5? X++++@ R(*) tv+ b+&gt;++ DI-- D? G&gt;++++ e-&gt;+++++ h&#33;&gt;* &#33;r(*) x
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  10. #10
    LC "Absolutely Doctored" Avatar von Rijan
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    Originally posted by DraQla@03.06.2005, 22:30
    Leute, gebt mir Fußketten, ich hebe sonst noch ab.
    Noch eine Story die nach 50000 Volt spielt?
    Ihr seit verrückt Leute&#33; Oder ich bins&#33;

    Sehr schön, genial, klasse&#33;

    Weiter so&#33;
    Danke danke für das Lob @all *freu*. Die Story ist an sich abgeschlossen... mal sehen - vielleicht ist ja ein gewisses Land da ein bissl unterstützend in der Ideenfindung Gebts mir ein bissl Zeit&#33; In knapp 2 Wochen hoffe ich, dass Ideen sprudeln werden - dann muss ichs nur noch aufschreiben.
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  11. #11
    LC "Absolutely Doctored" Avatar von Rijan
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    Originally posted by Rijan@08.06.2005, 12:04
    Danke danke für das Lob @all *freu*. Die Story ist an sich abgeschlossen... mal sehen - vielleicht ist ja ein gewisses Land da ein bissl unterstützend in der Ideenfindung Gebts mir ein bissl Zeit&#33; In knapp 2 Wochen hoffe ich, dass Ideen sprudeln werden - dann muss ichs nur noch aufschreiben.

    Hi all &#33;
    Ich dachte ich machs ganz schlau und stopf das Prequel zur Story dazu... aber so merkts keiner, weil so nicht nach vorne wandert... mein Glück halt. - Also muss ich mir wieder mal selbst war schreiben, damits hochwandert - sorry... wollt eigentlich nur Thread-Platz sparen
    Enjoy
    rijan
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  12. #12
    Wraith-Elite
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    Standard

    Macht doch nichts

    Aber dein Prequel rundet die ganze Geschichte klasse ab.

    Seufz, träum, schluchz....
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  13. #13
    kolonialer Spion Avatar von Scout
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    Standard

    Hi!

    So, jetzt kommt auch mal meine Einsch&#228;tzung zu Perna und deren Prequel.

    Zu Uisge Beatha:

    Lebenswasser finde ich ja generell gut. Ich hatte die Story auch schon mal gelesen, aber nicht kommentiert, also noch mal und diesmal ganz ordentlich! Erst mal muss ich ganz am Anfang sagen, damit ich es nicht dauernd wiederholen muss: Deine sprachliche Umsetzung ist mit eine der besten, die ich jemals gelesen habe (ja, ich sitze zur Zeit auch wieder an einer Aufsatzkorrektur und bin voll in meinem Element), nein, aber mal im Ernst, von der Wortwahl und der Formulierung bist du wohl un&#252;bertroffen in diesem Forum und das meine ich auch so! So!

    Unsere Vorfahren dachten, dass ein scheinbar „betrunkenes“ Opfer die Chemie der Wraith st&#246;ren und diese am Aussagen hindern w&#252;rde.“
    Das ist doch mal ein interessanter Ansatz, den ich als Atlanter doch mal sofort austesten w&#252;rde *hicks*

    Und dann erz&#228;hlt Carson von Knoblauch oder? Superlecker, aber sehr abt&#246;rnend *lol*.

    Was mir bei dieser Geschichte sehr gut gef&#228;llt, sind immer diese Zwischengedanken von Carson. Vor allem, weil sie im flie&#223;enden Text stehen, ich finde, das ist eine tolle Idee und man ist irgendwie so nah bei ihm! Und diese kleinen Details zu der Flasche – Wahnsinn! Und schon sind wir wieder beim sprachlichen Ausdruck *gg*

    Und dann erz&#228;hlt Carson Perna von schottischen Trinkspr&#252;chen und Gepflogenheiten. Ich f&#252;hle mich wirklich, als w&#228;re ich dabei und h&#228;tte auch so ein Glas in der Hand.

    Der Alkohol brannte sich seinen Weg frei. Er schwappte &#252;ber seine Lippen, durch Becketts Mundh&#246;hle, biss in die Zunge und raste flammend die Speiser&#246;hre hinunter in den Magen, wo er ein Feuer entz&#252;ndete.
    Komme mir ein bisschen vor wie in einem Vulkan! Sehr bildlich beschrieben und mir geht’s manchmal &#228;hnlich

    Beckett war ganz begeistert von der Vielseitigkeit Hoffanscher Trinkkultur und war dazu &#252;bergegangen sein Glas eher „saugend“ als trinkend zu leeren.
    Ja ja, mit zunehmendem Alloholpegel, trinkt man auch anders *g* Gef&#228;llt mir so gut Rijan!!!! Auch dass sich die beiden langsam n&#228;her kommen, gef&#228;llt mir. Sie h&#228;tten wirklich zueinander gepasst. Und unglaublich, dass Perna den guten Beckett unter den Tisch s&#228;uft.

    Mann, er h&#228;tte sie einfach k&#252;ssen sollen! So!

    Fast &#252;berrascht sp&#252;rte er ihre Lippen pl&#246;tzlich auf den seinen und erwiderte ihren sanften, schwerelosen Kuss.
    Und wieder einmal ist es die Frau, die die Initiative &#252;bernehmen muss. Was ist nur mit alle den Kavallieren passiert und die Kerle, die auch mal einen ersten Schritt machen. Ich habe noch nieeeeeee einen getroffen, der mal den ersten Schritt gemacht hat. (Vllt. Liegt es an mir *lol*) Tja, manchmal braucht man einfach einen alten Freund, der einem bisschen auf die Spr&#252;nge hilft. Leider war mein letztes Bes&#228;ufnis lange nicht so nett, wie das der beiden!

    Leider kommt ihnen das Walkie Talkie dazwischen, schade schade schade! Und was dann passiert, wissen wir ja leider *schnief*


    Zu Perna:

    Carson tut mir schon sehr leid, als er an Perna zur&#252;ckdenkt. Das h&#228;tte wirklich ne richtig sch&#246;ne Liebesgeschichte werden k&#246;nnen. Und er f&#252;hlt sich verantwortlich f&#252;r den Tod von Millionen, aber dabei war es doch nicht er gewesen! Er hat das Beste getan, um es zu verhindern und doch ist er so hilflos.

    Er wei&#223; gar nicht wohin mit seinen Gedanken, das ist sehr gut r&#252;bergekommen. Und der Albtraum – hui, der war sehr real! Und die Theorie mit dem Haar finde ich sensationell. Ich finde, das geh&#246;rt in die Serie rein! So!

    Sehr intensiv, diese kleine Episode!



  14. #14
    Hyndara
    Gast

    Standard

    Wenn das mal kein prophetischer Alptraum war ... Ausgerechnet ein Wraith bringt Beckett auf die richtige Spur - hat ein Volk da plötzlich Selbstmordgedanken? *lach* -> Nein, war ein Scherz!
    "Perna" ... ist eine wirklich sehr ergreifende Geschichte, bei der sich mir die Kehle zuschnürte beim Lesen. Man hatte ja schon in der Folge gesehen, wie die beiden herumturtelten und daß Beckett ganz Feuer und Flamme war (und komischerweise gönnte man ihm seine Perna auch und litt mit ihm, als sie dann aufgrund der Impfung ... da hatte ich wirklich das erste Mal in der Serie Tränen in den Augen *schnief*).

    Du bringst dieses Gefühl des Verlustes, das Beckett da getroffen haben muß, sehr gut rüber. Ebenso sein ganzes Wesen. NATÜRLICH fühlt er sich mal wieder verantwortlich *seufz*. Manchmal möchte man unserem Lieblingsschotten wirklich deftig in den den H... treten - sorry!
    Also, ich habe richtig mitgelitten in der Geschichte. Und ich hätte mir auch vorstellen können, daß etwas ähnlich vielleicht hätte geschehen können innerhalb des Kanons, würde es nicht einige Dinge geben, die ... nun ja *seufz*.

    Und dann kam's - die "Hidden Scene" zu Poisening The Well. JAAA! Darauf hat man doch die ganze Zeit gewartet - daß die beiden sich ENDLICH in eine Ecke verziehen und ... *seufz* Ich hätte es ihnen so gegönnt, wirklich.

    Gummibärchen Beckett muß erst einmal mit dem Hoffaner-Freund kämpfen, in mehr als einer Beziehung *smile*. Das kam auch gut und war realistisch dargestellt. Und irgendwie kamen in mir Erinnerungen auf ... (nein, in Schottland war ich noch nie, aber in Wales, ein Wochenende, das ich sicher nie vergessen werde - vor allem den Pub-Besuch *lach*).
    Schön, daß du auf die irdischen Vampire eingegangen bist, bzw. auf den Knoblauch. Ja, der soll gegen mehr als "nur" Vampire helfen - wenn er denn nur nicht dermaßen ... naja.
    Gelacht habe ich allerdings, als Perna begann, von der Hoffaner-Variante zu erzählen. Reiben wir uns mit Alkohol ein, vielleicht lassen die Wraith uns dann in Ruhe. Da saß ich wirklich fast neben dem Stuhl - herrlich!

    Ich fands auch wunderschön und überaus logisch beschrieben, wie die beiden sich immer näher kamen aufgrund des "alten Freundes". Jaja, bei Alkohol sinkt die Hemmschwelle. Und irgendwann kommen sie sich noch näher ... Wunderschön!

    Klar, daß du dann den Vorschlaghammer wieder auspacken mußtest am Ende, man hätte ihnen ja so eine Alternativwelt gewünscht, in der sie beide glücklich geworden wären. Aber leider kommt es ja nicht dazu - und ich denke, auch damit hast du recht, daß das lange in Beckett nachwirkt. Er war auf dem besten Weg, Perna zu lieben, das merkte man schon in der Folge. Du hast es in dieser Geschichte nur klarer gemacht.

    Abschließend fällt mir nur eins ein:
    WOW!!!

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