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Thema: [SG/Multi-Crossover] Odyssee

  1. #21
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John's Chaya
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    “Na gut, damit wäre es endlich entschieden”, nickte der britische IOA-Gesandte erleichtert, “somit werden alle Teilnehmer der bevorstehenden Mission in den nächsten 5 Tagen ein verstärktes und intensives Training an den genehmigten Waffen sowie der technischen Ausrüstung absolvieren!”
    Da musste erst ein Jaffa ein Machtwort sprechen.

    “Ich werde also überleben, aber Logan wird daran sterben? Gibt es auch gute Infos?”, unterbrach ich fassungslos die Offizierin der US-Navy.
    Es spricht für ihn, dass er zuerst an Logan denkt.

    “Das wird Logan ebenfalls nicht gefallen. Die Sache hat den einen Haken, nämlich Alkali! Denn in einer Basis am Alkali-Lake hat man Logan das angetan.”
    Nein, dass wird Logan ja so gar nicht gefallen.

    “Da wir da kein Risiko eingehen können, haben wir bereits ein Einsatzteam losgeschickt. Dieses ist leider seit 2 Stunden überfällig”, kam kurz darauf die Meldung von Cassandra, die dabei sehr beunruhigt und nervös wirkte.
    Das klingt ja überhaupt nicht gut.

    “Soll das etwa heißen: Todd ist für diesen Angriff auf die Erde verantwortlich!”
    “Möglich. Denn er war ja unter anderem auch kurz auf der Erde um dabei zu helfen Doktor McKays Schwester zu retten”, kam es von Laura Cadman, “und er hat auch noch mehrere Chancen gehabt sich Wissen über uns anzueignen.”
    Nee, ich glaub nicht, dass Todd etwas damit zu tun hat - oder?

    Der arg getäuschte Todd brodelte fortan innerlich vor Wut, und beschloss im Stillen sich für diesen Verrat irgendwann sobald die Zeit gekommen war an der Königin zu rächen.
    Nee, hatte er nicht. Die Königin sollte sich in acht nehmen. Mit einem wütenden Todd ist nicht zu spaßen.

    Sie sind auch einer derjenigen, denen es gelungen ist von Bord des Wraith-Basisschiffes zu entkommen. Tolle Leistung.”
    Klar, Mac schafft alles!

    ´Oh mein Gott! Nein!´, dachte sie panisch voller Schrecken.
    An Karas Stelle würde ich auch so reagieren. Jetzt ist also Selene in ihr, oh man.

    “Tut mir leid, ich kann das nicht.”
    “Super! Passt mir alle also gut auf Mister MacGyver auf!”,
    Mac hat eben seine Prinzipien.

    Das war wieder ein spannendes Kapitel und ich bin neugierig wie es weitergeht.
    Ich bin zu alt, um nur zu spielen, zu jung, um ohne Wunsch zu sein.

  2. #22
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Zunächst ein großes Dankeschön an die gesamte Leserschaft, die Kritikschreiberin, ebenso an Ehre_Sei_den_Ori, John´s Chaya & SaturnV, fürs Drücken des Buttons

    Feedback-Feedback:
    Spoiler 
    @ John´s Chaya:
    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Da musste erst ein Jaffa ein Machtwort sprechen.
    Genau

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Es spricht für ihn, dass er zuerst an Logan denkt.
    Man denkt halt immer auch an das wohlergehen seiner besten Freunde, vor allem wenn man ihnen noch etwas schuldet. Besonders dann, wenn die Familie und Freunde vor den Wraith beschützt wurde.

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Nein, dass wird Logan ja so gar nicht gefallen.
    Oh ja. Ganz und gar nicht

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Das klingt ja überhaupt nicht gut.
    Scheint wohl so…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Nee, ich glaub nicht, dass Todd etwas damit zu tun hat - oder?
    Bestimmt nicht absichtlich

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Nee, hatte er nicht. Die Königin sollte sich in acht nehmen. Mit einem wütenden Todd ist nicht zu spaßen.
    Da könntest Du Recht haben.

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Klar, Mac schafft alles!
    He! Mac hatte gute Hilfe, in Form guter Teamarbeit

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    An Karas Stelle würde ich auch so reagieren. Jetzt ist also Selene in ihr, oh man.
    Tja. Ich sag mal nichts weiter dazu...

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Mac hat eben seine Prinzipien.
    Typisch für ihn

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Das war wieder ein spannendes Kapitel und ich bin neugierig wie es weitergeht.
    Vielen Dank für das Feedback, und mal schauen wir mal wie es so weitergeht, liebe Chaya


    Hallo ihr Lieben! Ich will euch gar nicht noch länger auf die Folter spannen, und wünsche deswegen viel Spaß mit dem Start der zweiten Hälfte der ersten Staffel


    Odyssee
    Folge 1.11 - In die Höhle des Löwen, Teil 2



    Milchstraße
    Erde, Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen

    Wir waren alle gemeinsam aus den nach wie vor drei getarnten Jumpern hinaus ins Freie getreten, nachdem wir auf dem Dach mit einem günstigen Zugang ins Gebäude gelandet waren.
    Alle hatten bereits, bis auf Logan, Miss Shen und ich, ihre Waffen einsatzbereit in Anschlag genommen. Eine weitere einzigartige Ausnahme bildete MacGyver, der als einziger von uns allen überhaupt gar keine Waffe bei sich trug.

    An Angus lag es nun unserem Einsatzteam einen unbemerkten Zutritt in die Anlage zu ermöglichen, nachdem sich der israelische Computerspezialist Benjamin David Rosenthal in das Überwachungssystem der Alkali-Transigen Company gehackt und die meisten Kameras bereits erfolgreich manipuliert hatte.
    Mit einem Nicken gab der Doktor der Informatik, der schon die ganze Zeit über prüfend auf sein I-Pad geschaut hatte MacGyver zu verstehen, dass der Weg anhand seiner Daten nun frei sein sollte.

    Auch die geschärften Sinne von Logan und mir sollten bei diesem Einsatz zur vollen Geltung kommen, wobei eine weitere wichtige Aufgabe von mir war, auf persönliche Anordnung von General Carter, auf Major Jennifer Hailey achtzugeben.

    Sorgfältig schon mehrere Meter vor der Tür, durch die wir gehen wollten, sah sich MacGyver auf den Punkt genau um, seitdem er mit den anderen aus dem Jumper getreten war. Prompt wurde er nach wenigen Minuten auch schon fündig, wobei er eine Überwachungskamera entdeckte, die ein Einfaches zugehen auf die Tür, die direkt vor uns lag unmöglich machte.
    Mit seiner linken Hand deutete er genau auf jene Kamera, während er auch fragend Blickkontakt mit Doktor Rosenthal aufnahm, welcher aber leider resignierend den Kopf schüttelte.
    “Tut mir leid, Leute. Aber ich bekomme einfach keinen Zugriff darauf. Wird wohl über ein separates System laufen”, flüsterte er frustriert.

    “Dann müssen wir, äh meine natürlich damit Sie… halt nach einen sicheren Weg darum herum suchen”, raunte Major Hailey MacGyver zu, der schon signalisiert hatte, dass die meisten von uns warten sollten, während er gemeinsam mit Rosenthal und Wolverine nach einer alternativen Route suchen wollte.

    Es vergingen mehrere Minuten. Die ganze Zeit über sah First Lieutenant Jin dabei genau auf ihre Uhr.
    Auf dem Dach, auf dem sich unser Team nach wie vor größtenteils ohne Deckung aufhalten musste, bogen Angus und Logan immer wieder des Öfteren ab, nachdem sie immer nur einige Schritte und Meter gegangen waren, hielten an und sahen sich aufmerksam die Umgebung betrachtend um.
    Die ganze Zeit über folgte den beiden Benjamin, der genervt feststellen musste dass es hier oben eine nicht unerhebliche Anzahl von Kameras gab, die über ein anderes Netzwerk laufen mussten, welches er noch nicht aufgespürt hatte. Daher war er dazu gezwungen immer wieder anzudeuten welche Kameras für das Team passierbar oder unpassierbar waren.
    Doch sein Ehrgeiz war geweckt worden, um dieses Problem schnell zu beseitigen, und versuchte während er den beiden folgte sich auch in dieses Netzwerk einzuklinken.
    “Wir können dort und dort lang. An diesen Punkten hier und hier, sowie auch an dieser Stelle, sind wir durch die Lüftungsschächte von den noch funktionierenden Kameras geschützt”, erklärte Doktor Rosenthal, der auf sein I-Pad ein Satellitenfoto des Daches mit einer grünen Routenlinie und roten Punkten, wo sich Kameras befanden farblich markiert hatte.
    MacGyver schaute sich das ganze äußerst konzentriert an. Sah vom I-Pad vor sich auf, und musterte misstrauisch die übrigen Meter, die sie noch bis zur Tür vor sich hatten.
    Nach wenigen Minuten nickte er zustimmend, und Wolverine brummte: “Dann machen wir es auch so - also holen wir schnell die anderen!”

    Am Ende war es mehr als fast eine halbe Stunde, ehe die beiden zu uns zurückgekehrt waren, uns energisch zuwinkten zu ihnen aufzuschließen.

    Nach einem ausgedehnten Zickzackkurs erreichten wir dann aber ohne Hindernisse unser nächstes Ziel.
    Die Tür auf dem Dach schien für das einfache Auge offenbar nur durch eine simple veraltete Alarmanlage gesichert zu sein.
    Ohne sich dabei sonderlich anstrengen zu müssen, hatte der ehemalige Geheimagent und freie Mitarbeiter der Phoenix Foundation dieses Hindernis überwunden, wobei er unter anderem einige Batterien aus einer Taschenlampe verwendet hatte um den Stromkreis zu überbrücken.

    “War das etwa schon alles?”, murmelte Mac verwundert, nachdem er die Tür letztendlich mit seinem treuesten Begleiter, seinem Taschenmesser vorsichtig geknackt und geöffnet hatte. In letzter Sekunde bemerkte er dann doch noch das dünne Kabel, welches an Tür und am Rahmen befestigt war.

    Sein Blick verfolgte den Verlauf des Kabels und ob noch irgendwelche weitere Dinge daran befestigt waren. Da es aber in dahinterliegenden Korridor dunkel war und der schmale Spalt nur wenig Licht hineinließ, erkundigte sich MacGyver ob jemand einen Spiegel bei sich hatte, während er bereits eine kleine Stabtaschenlampe aus seiner Weste hervorkramte.
    Mit großem Geschick handhabte er kurz darauf Spiegel und Taschenlampe.

    Es vergingen einige Sekunden, die zu einigen quälenden Minuten für so manchen von unserer Gruppe wurden.

    Schließlich nickte Mac zufrieden, der kurz darauf auch schon das befestigte Kabel löste, ohne jenes auch nur auf irgendwelche Art und Weise zu beschädigen.

    Als somit der Weg ins Innere des Gebäudes frei war, trat man dennoch mit größter Vorsicht durch die Tür in den Korridor, welcher in ein Treppenhaus führte.
    “Haben Sie so etwas wie einen Kartenmanipulator zur Hand, Mister MacGyver?”, erkundigte sich Major Hailey, die feststellen musste dass anscheinend jede Tür mit einer Code-Card-Vorrichtung gesichert war.

    Angus schüttelte den Kopf, griff dann mit einem leichten Grinsen in seine Gürteltasche, holte ein halbes Dutzend Karten heraus, und sagte: “Das hier ist eine sehr sensible Magnet-Karte mit der man überall Zugang bekommen sollte. Es funktioniert wie jede andere Karte: Durch den Schlitz ziehen oder Magnetstreifen ranhalten. Sollte es nicht beim ersten Mal klappen, kein Problem Karte einfach im Schlitz halten bis sich die Tür geöffnet hat. Es ist das Ergebnis langer Forschung der Phoenix Foundation um auch in Gefahrsituationen Zugang zu bekommen, um Leute zu retten…”
    “Klasse”, strahlte Jennifer, die ihm ohne zu zögern die Karten abnahm und damit begann diese unter den Teams zu verteilen.
    “… diese Karten sind übrigens wieder bei mir abzugeben”, ergänzte MacGyver mit einem Schmunzeln.
    “Können Sie nicht…”
    “…eine Ausnahme machen? Nein, kann und werde ich auch nicht, Major Hailey! Diese speziellen ID-Cards sind und bleiben Eigentum der Phoenix Foundation!”
    “Schade!”, seufzte die Soldatin enttäuscht.

    “So jetzt sind wir dran. Team 3 bleibt hier und passt auf Mister MacGyver auf! Die anderen Teams rücken aus! Los!”, befahl Jennifer Hailey schon wenige Sekunden später.


    P2X-4P33

    Sehr genau untersuchte, wie schon einige Zeit zuvor ihre Wirtin, jetzt auch die Goa’uld das beschädigte Stargate und das Dial Home Device.
    “Gut dass du mich hast um von hier wegzukommen”, flüsterte Selene mit einem verstohlenen Grinsen an die Adresse von Kara, und machte sich daran so einige der Steuerungs- und Kontrollkristalle an beiden Geräten zu entfernen.


    Pegasus-Galaxie
    Atlantis

    Ein vollkommen schockierter Colonel Sheppard war soeben von Mister Woolsey in dessen Büro mit den jüngsten Ergebnissen rund um den Wraith Todd konfrontiert worden.
    Immer noch war John sprachlos.
    Anders Rodney, der sofort munter drauflos plapperte und seine Meinung kundtat: “… habe es ja immer gewusst, man hätte ihn nie wieder weggehen lassen dürfen…”
    Dieses hektische Geplapper holte Sheppard zurück in die Gegenwart, der schnell seinem Teamgefährten klarmachen musste, dass wohl ohne Todds Hilfe McKays Schwester wohl nicht mehr leben würde.
    “Das Sie immer das letzte Wort haben müssen”, murrte der Kanadier verdrossen.


    Milchstraße
    Mars
    Stargate Command Base - Büro von General Landry

    Immer noch darüber rätselnd wer so alles an der Mission bei Alkali-Transigen beteiligt war, war Hank beim durchlesen unter anderem auch der Name von Miss Shen ins Auge gefallen.
    “Wird wohl ihre früheren Kontakte und Beziehungen spielen lassen wollen… Hoffentlich geht das alles auch wirklich gut aus”, flüsterte er, einen weiteren Schlug Kaffee aus seiner großen Tasse nehmend ,”denn ich habe da ein komisches Gefühl.”

    Dann wandte er sich kurz darauf wieder den größer gewordenen Papierkram zu, den Walter ihm gebracht hatte. Aber er war froh darüber dass diese Last in Kürze auf mehrere Personen verteilt sein würde.

    Erde, Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen

    Während das dritte Team immer noch oben auf dem Dach ausharrte, hatten sich die beiden anderen Teams mittlerweile wie geplant voneinander getrennt, und dabei immer weiter in den Gebäudekomplex vorgedrungen.
    Stockwerk für Stockwerk sollte dabei so sorgfältig und unauffällig wie nur irgendwie möglich überprüft werden.
    Es war in jeden ein seltsames Gefühl aufgekommen, da man noch bislang keinen Kontakt mit irgendjemanden vom Personal der Company von Alkali-Transigen gehabt hatte.

    Ostflügel - Team 1

    Erneut war Wolverine wieder unvermittelt aufmerksam schnuppernd und dabei auch noch aufmerksam lauschend stehen geblieben. Seine Mimik hatte sich schlagartig zu einem entschlossenen und zusätzlich wütenden Gesichtsausdruck gewandelt, denn sein scharfer Geruchssinn hatte den für ihn allein immer klarer werdenden Geruch von Öl und Pulver deutlich wahrgenommen, der bislang vom Aroma von Desinfektions- und Putzmitteln überlagert worden war.

    Er hatte sich nur für einen kurzen Moment mit einem warnenden Blick zu seinem übrigen Team umgewandt, während er bereits seine Krallen ausfuhr.
    Miss Shen, die in der sicheren Mitte der Gruppe stand, wurde kurz darauf von den Soldatinnen und Soldaten der Volksrepublik China und der US Army noch schützender umringt. Die Frau war deswegen fast gar nicht mehr zu sehen.
    Die schwer bewaffneten Frauen und Männer hatten den Blick des vorangehenden Mutanten richtig gedeutet, und beschränkten sich daher nur noch auf die Verständigung durch Zeichen und Gesten.
    Die mit dieser Situation überforderte Xiaoyi Shen, die etwas sagen wollte bekam prompt den Zeigefinger der linken Hand von First Lieutenant Jin quer über den Mund gelegt, als Hinweis kein weiteres Wort mehr zu sagen.

    Westflügel - Team 2

    Die von mir begleitete Gruppe war bislang hingegen nur sehr langsam vorangekommen. Denn mein, durch das vor Jahren unfreiwillige zurückliegende medizinische Experiment, verschärfter Geruchssinn hatte immer wieder aufs Neue verschiedene Gerüche registriert. Das Aroma von diversen Medikamenten und Desinfektionsmitteln war immer noch sehr intensiv. Aber ein anderer verräterischer und markanter Geruch mischte sich immer stärker mit hinein.

    Es war eindeutig ein metallischer Geruch. Für mich bestanden letztendlich keinerlei Zweifel mehr - es roch sehr stark nach frischem Blut.

    Die Flut der Reize auf meinen Geruchssinn wurde stetig intensiver je weiter wir vorankamen, davon alarmiert hatte ich deswegen meine Krallen ausgefahren, während sich unsere Gruppe Meter für Meter immer weiter vorwärts schlich. Unter diesen Gerüchen, von dem der nach frischem Blut besonders intensiv war, wurde ein anderer immer stärker, der von den anderen bislang überdeckt worden war.

    Irritiert über dieses Verhalten meinerseits hatte Major Jennifer Hailey sofort auf den Lebenszeichendetektor in ihrer linken Hand geschaut.
    Doch konnte sie bislang nichts darauf erkennen. Niemand außer ihr eigenes Team wurde darauf angezeigt.

    Dach - Team 3

    Einige der Teammitglieder, darunter waren auch Jean Grey und Scott Summers, hatten sich zu den Jumpern zurückgezogen um die Umgebung besser überwachen zu können.
    Die rothaarige Frau hatte sich auf eine der Bänke im Passagierabteil gesetzt, und verharrte dort seit ihrer Ankunft in höchster Konzentration.

    Auf einmal allerdings schreckte sie auf, und stieß hervor: “Oh, mein Gott! Es befindet sich ein Mutant an diesen Ort, der unsere Ankunft gespürt und die Verantwortlichen dieser Firma darüber informiert hat!”
    Ohne lange zu zögern, versuchte Jean daher mittels Telepathie Kontakt zu den beiden Einsatzteams im Gebäudekomplex aufzunehmen.

    Mehrmals versuchte sie es, aber ohne Erfolg. Schließlich massierte Jean erschöpft ihre Schläfen, und schaute mit sorgenvoller Miene drein.
    Scott Summers, der das Verhalten seiner Ehefrau beobachtet hatte, fragte daher mit voller Sorge: “Jean! Jean! Ist alles in Ordnung?”
    “Leider nein. Ich schaffe es einfach nicht irgendjemanden von unseren beiden anderen Teams in diesem Gebäude zu erreichen. Da blockiert irgendetwas oder irgendwer meine Fähigkeiten…”
    “Daran muss vermutlich ein elektronisches Feld beziehungsweise etwas vergleichbares daran Schuld sein”, lautete die Schlussfolgerung von Doktor Rosenthal, der sich mit zwei israelischen Militärangehörigen ebenfalls im selben Jumper aufhielt.

    Mit einem übermüdeten Seufzen machte sich im Anschluss MacGver auch noch bemerkbar, und stellte ernüchtert fest: “Wenn das so ist: Haben die uns erwartet oder unsere Ankunft irgendwie doch bemerkt. Und in diesen Fall benötigen wir auf jeden Fall die Kavallerie, nämlich das IOA, die UN, sowie die Regierung von Mexiko. Denn nach der Bekanntgabe des Programms um das Stargate sind alle Nationen Mitglied beim IOA geworden… Und wir sollten unsere Leute, die sich noch am Zugang befinden so schnell es geht hierher zurückrufen…”

    P2X-4P33

    Nach langer Arbeit am schwer beschädigten Systemen des Goa’uld-Frachtschiffes hatte Selene gerade eben den letzten stark verkohlten Kontrollkristall ausgetauscht, und auch noch ein System überbrückt, welches für den Hyperantrieb nötig war.

    Zufrieden mit ihrer Arbeit schob sie die Tafel mit den vielen unterschiedlichen Kristallen wieder zurück an ihren Platz, und schloss nach einen einer kurzen Überlegung auch noch das Panel, ging nachgrübelnd zurück ins Cockpit, setzte sich auf den Platz des Piloten, atmete noch einmal kurz durch ehe sie die Systeme startete.
    Es gab nur eine kurze Energieschwankung, dann normalisierte sich der Energieausstoß. Mit einem zufriedenen Grinsen verließ die Goa’uld endlich jenen sehr sumpfigen Planeten auf welchen sie viele Jahre lang festgesessen hatte.

    Doch sehr viel mehr interessierte sie die Erinnerungen und Informationen, welche in ihrer neuen Wirtin vorhanden waren.
    “Diese verfluchten Tau’ri!”, stieß Selene hasserfüllt hervor, als sie erkennen musste das offenbar alle Imperien der Goa´uld und eine Vielzahl der Systemlords, sowie ihrer Unterlords gefallen waren.

    Erde, Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen

    Ohne lange zu zögern hatten sich alle übrigen Mitglieder des dritten Teams in die drei getarnten Puddle Jumpern zurückgezogen.
    Keine Sekunde zu spät waren sie in die Fluggeräte getreten, denn eine große Anzahl schwer bewaffneter Personen, die sogenannten Plünderer, welche der Alkali-Transigen als Privatarmee und Sicherheitsdienst diente, stürmte systematisch alles durchsuchend im schnellem Tempo über das Dach.

    “Oh man - wie ich es manchmal hasse Recht zu behalten”, kam es beinahe simultan von Rosenthal und MacGyver, die sich deswegen auch kurz anschauten.
    “Wir sollten mal besser von hier abheben, damit wir auch unentdeckt bleiben”, riet die israelische Soldatin Esther Bernstein, die daher sofort ihr M16 noch fester umklammerte.
    Per Telepathie gab Jean diese gute Empfehlung an die beiden anderen Piloten weiter.

    Team 1

    Wie in an einer Schnur gezogen, selten in einer Zweierreihe, betrat das von Logan begleitete Team einen weiteren Korridor, welcher schon nach wenigen Schritten in einen kleinen Saal führte.
    Ausgerechnet dort trafen sie auf mehrere schwer bewaffnete Personen, von denen die meisten merkwürdige hochentwickelte Prothesen trugen. In deren Mitte stand ein hagerer in einen weißen Laborkittel gekleideter Mann.
    Dieser stellte grinsend fest: “Welch eine Überraschung! Willkommen bei Alkali-Transigen meine Damen und Herren! Und wie ich sehe, beehrt uns sogar Waffe X!”

    Team 2

    Es gab nur ein kurzes Klicken des Funkgerätes von Major Hailey. Es war ein kurz zuvor vereinbartes Notsignal gewesen, und Jennifer dachte: ´Oh, mein Gott. Team 1 ist wohl soeben unerwartet auf Widerstand gestoßen - trotz aller größter Sorgfalt.´
    Kaum hatte sie den Gedanken beendet, prahlte sie leise fluchend gegen meinen Rücken, da ich ohne Vorwarnung stehen geblieben war.

    Denn nach der Abbiegung trafen wir ebenfalls auf einige der schwer bewaffneten Söldner.
    Wie sich später noch herausstellen sollte, war es ein großes Glück gewesen, dass bis auf Hailey, zwei weiteren Soldaten und mir nicht alle Mitglieder unseres Teams zu sehen waren, sondern noch hinter der Biegung den Blicken des Gegners verborgen blieben.

    “Hände hoch ihr verdammten Eindringlinge!”


  3. #23
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John's Chaya
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    “Dann müssen wir, äh meine natürlich damit Sie… halt nach einen sicheren Weg darum herum suchen”, raunte Major Hailey MacGyver zu ...
    Das macht Mac mit links.

    In letzter Sekunde bemerkte er dann doch noch das dünne Kabel, welches an Tür und am Rahmen befestigt war.
    Wo bliebe denn sonst die Spannung?

    Schließlich nickte Mac zufrieden, der kurz darauf auch schon das befestigte Kabel löste, ohne jenes auch nur auf irgendwelche Art und Weise zu beschädigen.
    Spannung behoben.

    Diese speziellen ID-Cards sind und bleiben Eigentum der Phoenix Foundation!”
    Hihiii... das Militär will sich aber auch alles unter den Nagel reißen. Haben die keine eigenen ID-Cards?

    Dieses hektische Geplapper holte Sheppard zurück in die Gegenwart, der schnell seinem Teamgefährten klarmachen musste, dass wohl ohne Todds Hilfe McKays Schwester wohl nicht mehr leben würde.
    Da muss Rodney sich wohl entschuldigen, dass er das mal wieder vergessen hat.

    Es war in jeden ein seltsames Gefühl aufgekommen, da man noch bislang keinen Kontakt mit irgendjemanden vom Personal der Company von Alkali-Transigen gehabt hatte.
    Ich habe so die Ahnung, dass das seltsame Gefühl sich noch bewahrheiten wird. Da kommt ne Menge Ärger auf sie zu.

    Es war eindeutig ein metallischer Geruch. Für mich bestanden letztendlich keinerlei Zweifel mehr - es roch sehr stark nach frischem Blut.
    Ach herjeee...

    “Oh, mein Gott! Es befindet sich ein Mutant an diesen Ort, der unsere Ankunft gespürt und die Verantwortlichen dieser Firma darüber informiert hat!”
    Das klingt gar nicht gut.

    “Wenn das so ist: Haben die uns erwartet oder unsere Ankunft irgendwie doch bemerkt. Und in diesen Fall benötigen wir auf jeden Fall die Kavallerie, nämlich das IOA, die UN, sowie die Regierung von Mexiko. Denn nach der Bekanntgabe des Programms um das Stargate sind alle Nationen Mitglied beim IOA geworden… Und wir sollten unsere Leute, die sich noch am Zugang befinden so schnell es geht hierher zurückrufen…”
    Also wenn Mac das schon sagt, sieht es wirklich mehr als böse für alle aus.

    “Diese verfluchten Tau’ri!”, stieß Selene hasserfüllt hervor, als sie erkennen musste das offenbar alle Imperien der Goa´uld und eine Vielzahl der Systemlords, sowie ihrer Unterlords gefallen waren.
    Tja, wir waren wirklich fleißig und dich bekommen wir auch noch.

    Dieser stellte grinsend fest: “Welch eine Überraschung! Willkommen bei Alkali-Transigen meine Damen und Herren! Und wie ich sehe, beehrt uns sogar Waffe X!”
    Armer Wolferine, den Herren wollte er bestimmt nicht wiedersehen.

    Wie sich später noch herausstellen sollte, war es ein großes Glück gewesen, dass bis auf Hailey, zwei weiteren Soldaten und mir nicht alle Mitglieder unseres Teams zu sehen waren, sondern noch hinter der Biegung den Blicken des Gegners verborgen blieben.

    “Hände hoch ihr verdammten Eindringlinge!”
    Hoffentlich bleiben die anderen unentdeckt und können irgendwie Hilfe holen.
    Oh weh, da kommen eine Menge Probleme auf alle zu. Hoffentlich geht das gut aus.
    Das war wieder ein spannendes Kapitel, Dankeschön. Ich bin neugierig, wie es weitergeht.
    Ich bin zu alt, um nur zu spielen, zu jung, um ohne Wunsch zu sein.

  4. Danke sagten:


  5. #24
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Und schon wieder sind zwei Wochen vorrüber.

    Doch bevor wir fortfahren, zunächst ein großes Dankeschön an die gesamte Leserschaft, der Kritikschreiberin, ebenso an Ehre_Sei_den_Ori & John´s Chaya, fürs Drücken des Buttons

    Feedback-Feedback:
    Spoiler 
    @ John´s Chaya:
    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Das macht Mac mit links.
    Ganz bestimmt…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Wo bliebe denn sonst die Spannung?
    Genau

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Spannung behoben.
    Immer diese Antiker - können in die Zukunft sehen…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Hihiii... das Militär will sich aber auch alles unter den Nagel reißen. Haben die keine eigenen ID-Cards?
    Klar. Wie es aussieht noch nicht. Zumindest keine solche speziellen ID-Cards…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Da muss Rodney sich wohl entschuldigen, dass er das mal wieder vergessen hat.
    Na hoffentlich…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Ich habe so die Ahnung, dass das seltsame Gefühl sich noch bewahrheiten wird. Da kommt ne Menge Ärger auf sie zu.
    Frage doch mal die Kristallkugel

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Ach herjeee...
    Oh ja…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Das klingt gar nicht gut.
    Ganz und gar nicht. Leider.

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Also wenn Mac das schon sagt, sieht es wirklich mehr als böse für alle aus.
    Da hat Mac wohl ins Schwarze getroffen, und man benötigt so schnell es geht offizielle Unterstützung…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Tja, wir waren wirklich fleißig und dich bekommen wir auch noch.
    Ach! Was heißt denn hier “wir”? Ihr Antiker habt doch nichts dazu beigetragen

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Armer Wolferine, den Herren wollte er bestimmt nicht wiedersehen.
    Ne. Das wollte Logan mit Sicherheit überhaupt nicht!

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Hoffentlich bleiben die anderen unentdeckt und können irgendwie Hilfe holen.
    Oh weh, da kommen eine Menge Probleme auf alle zu. Hoffentlich geht das gut aus.
    Das war wieder ein spannendes Kapitel, Dankeschön. Ich bin neugierig, wie es weitergeht.
    Ob das übrige Team noch unentdeckt bleibt, klärt sich schon bereits mit dem nächsten Kapitel auf.
    Klar gibt es Probleme. Wo bliebe denn sonst die Spannung ?
    Ob diese Mission gut ausgeht… bis das geklärt wird - dauert es noch einige Kapitel

    Vielen Dank für das Feedback, liebe Chaya


    So, und dann geht es auch schon weiter
    Viel Spaß beim Lesen.

    Odyssee
    Folge 1.12 - In die Höhle des Löwen, Teil 3



    Milchstraße
    Erde, Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen - Team 3

    Ohne ein Geräusch und somit auf sich aufmerksam zu machen, hatten sich die drei getarnten Jumper wieder in die Luft erhoben. Denn die Söldner durchkämmten nach wie vor jeden einzelnen Winkel auf dem Dach nach verräterischen Spuren, die auf ungebetene Besucher hinweisen könnten und überquerten schließlich auch die Landepunkte der drei Fluggeräte.

    Team 2

    “Lassen Sie mich das machen, Major”, war alles was ich Hailey, die dicht hinter mir stand, leise zuflüsterte.
    “Wie bitte, sind Sie etwa vollkommen irre?”, wisperte eine perplexe Jennifer ebenso leise zurück.
    “Nein! Sind doch nur fünf!”
    Irritiert schaute die Befehlshabende Offizierin des Teams mir ins Gesicht und meinte in fortwährenden Flüsterton entschieden: “Sie haben in der Tat und ohne jeden Zweifel beeindruckende Fähigkeiten! Aber das hier, was Sie jetzt vorhaben, riecht sehr gewaltig nach Größenwahn… Außer diese Kerle da haben wirklich keinerlei Ahnung wer Sie sind und zu was Sie fähig sind, sonst wären die garantiert vorsichtiger.”

    Entschlossen schaute ich kurz noch einmal meiner Teamleiterin tief in die Augen, denn ich hatte meinen Entschluss gefasst, und sie spürte dass es keinen Sinn gab mich daran hindern zu wollen.
    Danach wandte ich mich von Major Hailey ab, und musterte vorsichtig abschätzend den bärtigen Mann, welcher der Anführer des kleinen Trupps vor uns war an.

    Von all den fünf Söldnern unbemerkt, schraubten die sich nicht in deren Blickfeld befindlichen übrigen Soldaten unseres Teams geräuschlos ihre Schalldämpfer auf die Waffenläufe. Zeitgleich hatte sich Major Jennifer Hailey in den Rahmen einer Tür gelehnt um zumindest ein klein wenig Deckung zu haben, während dabei ihre verdeckte linke Hand vorsichtig nach der Zat-Waffe an ihren linken Oberschenkelholster tastete.

    Finster war ich in der Zwischenzeit auf die feindliche kleine Gruppe zugegangen, blieb aber einige Meter vor deren Anführer stehen.
    “Was soll der Quatsch? Ihr Arschlöcher sollt euch ergeben!”, schnauzte der Bärtige im grimmigen Ton uns zu.
    Nach einer kurzen Atempause fügte er: “Das ist die allerletzte Warnung: Gebt den Widerstand auf!” - hinzu.
    Kaum hatte er das gesagt, drückte er auch schon gezielt in meine Richtung ohne auch nur eine Sekunde länger zu zögern den Abzug seiner Waffe durch.

    Team 1

    Immer noch sehr misstrauisch musterte Logan den hageren Mann, der ihn von irgendwoher bekannt vorkam. Oder er hatte auch vielmehr auch nur eine große verblüffende Ähnlichkeit mit jemanden, einer längst verblassten Gestalt aus seiner langen Vergangenheit voller Gewalt und Schmerzen, einen den er einst vor vielen Jahren ins Jenseits befördert hatte. Diese neu erweckte Erinnerung, die in seinen Geist gefangen war, brachten erneut viele der Schmerzen wieder lebendig vor den geistigen Auge in sein Bewusstsein zurück, es waren die größten Leiden, die er je hatte durchleben müssen.

    Während Logan noch darüber nachdachte, wer dies sein könnte, hatte eine andere Person sich wieder gefangen. Eine die aufs Tiefste empört war, nämlich Miss Shen, die sich mit fester und gefasster Stimme entschlossen bemerkbar machte: “Mein Name ist Shen Xiaoyi, die Vorsitzende des IOA. Wir sind auf der Suche nach einem Team, welches hier bei ihnen war um mit ihnen zu sprechen - aber sich nicht wie vereinbart planmäßig zurückgemeldet hat. Darum verlange ich von Ihnen eine sofortige Auskunft über den Verbleib dieser Personen zu erfahren!”

    Der Mann in dem Kittel lächelte sichtlich amüsiert über dieses Verhalten der Chinesin vor sich hin, und erwiderte: “Wir wissen darüber natürlich Bescheid Miss Shen. Wobei es natürlich sehr angenehm und schön ist eine alte Geschäftspartnerin mal wiederzusehen. Aber ich würde ihnen allen empfehlen alles an Ausrüstung abzulegen und natürlich auch die Waffen niederzulegen, die sie bei sich tragen - und betrachten sie sich somit alle zusammen als unsere Gäste!”
    Argwöhnisch und aufs Äußerste angespannt behielt der noch bislang namenlose Wissenschaftler ganz besonders Logan im Blick seitdem er ihn erkannt hatte.

    Nach einer kurzen theatralischen Pause fügte er hinzu: “Sehr gut übrigens dass sie auch noch Wolverine mitgebracht haben. Ich kenne ihn wie Sie ja wissen - von der Arbeit meines Vaters her, ehe er auf eine sehr tragische Art und Weise vor einigen Jahrzehnten zu Tode kam…”
    Von einem Moment auf den anderen war nun Logan schließlich vollkommen bewusst woher ihn der Mann so stark erinnerte.

    “Oh ja. Übrigens unhöflich von mir mich ihnen allen noch nicht vorgestellt zu haben: Ich bin Doktor Zander Rice! Wir wissen natürlich weshalb sie alle hier hergekommen sind - aus demselben Grund wie die anderen, die mit ihnen kamen…”
    “Ganz genau”, knurrte Logan, “weil mir ihr Vater dieses Gift hier eingesetzt hat, und für die Schmerzen, die ich von ihm erhalten habe…”
    Während er sprach, präsentierte der Mutant wütend seine mit dem Adamantium umhüllten Krallen.

    Mit gespielter Schüchternheit erwiderte Doktor Rice: “Ein wirklich sehr bedauerlicher Nebeneffekt, den wir zu diesen Zeitpunkt noch nicht vorhersehen konnten, aber letztendlich unsere weiteren Forschungen am Waffe-X-Programm gut vorangebracht hat als wir es letztendlich festgestellt hatten…”
    “Falls Sie denken, dass ich mich euch komischen Schießbudenfiguren ergeben werde, irrt ihr euch gewaltig!”, warnte Wolverine hasserfüllt, der unterstreichend eine Kampfposition einnahm.
    “Um ehrlich zu sein, hatten wir es auch nicht angenommen - doch zu unserem Glück hat das Programm derartig unerwartet gute Fortschritte gemacht und Ergebnisse hervorgebracht, weswegen ich Vorkehrungen getroffen habe”, erklärte sich der hagere Wissenschaftler prompt, der mit seiner linken Hand aus einer Taschen seines Kittels eine kleine Fernbedienung hervorholte. Mit einem zufriedenen und siegessicheren Lächeln im Gesicht drückte er den grünen Knopf des kleinen Gerätes.
    Eine bis dato verschlossene allem Anschein nach sehr stark gepanzerte Tür, zu der sofort sämtliche Augenpaare gewandert waren, öffnete sich daraufhin quälend langsam immer weiter.

    Team 3

    Von den Cockpitfenstern der Jumper aus, konnten alle sehen und auch hören was sich auf dem Dach unter ihnen abspielte.

    Gedämpft aber deutlich war die schimpfende Stimme des Anführers der Söldner zu vernehmen: “Verdammt noch mal! Ihr habt nichts weiter gefunden, bis auf einige Batterien, einigen Kabeln und eine allen Anschein nach geschickt geöffnete Tür, oder was?”
    Der andere zuckte daraufhin nur ratlos mit den Schultern und antwortete: “Die müssen hier aber irgendwo gelandet sein…”
    “Was Sie nicht sagen”, brüllte Donald Pierce wütend seinen Untergebenen an. Dann nach wenigen Sekunden schon wirkte er wieder locker.
    Kurz darauf schon, abermals sah er sich sehr genau aufmerksam noch einmal selber um, dann ordnete er an: “Sie und ihre Leute bleiben hier auf dem Dach - damit dieser Mist nicht noch einmal passiert!”
    Stumm und sichtbar eingeschüchtert nickte der angesprochene Söldner, und Pierce trat vor sich hin schimpfend mit seinen anderen Leuten den Rückweg zu seinen Boss an.

    “Na schön, wir brauchen somit wirklich die Hilfe des IOA”, stellte Scott Summers fest.
    MacGyver seufzte kurz: “Ja. Ich mache das, wenn kein anderer sich meldet…”

    Team 2

    “Ach du Scheiße, was…?”, schluckte der ungefähr zwei Meter große grimmige bärtige Hüne, nachdem ich mich wieder aus der gebückten Haltung aufgerichtet hatte, das etwa eine Dutzend Kugeln aus meinem Körper rieselten und die Wunden sich wieder geschlossen hatten.
    Diesen Moment der damit verbundenen lähmenden Fassungslosigkeit der damit fünf völlig ratlosen Söldner nutzte ich ohne Rücksicht aus. Mit einem Sprung überwand ich die übrige Distanz zu meinen Gegner, und rammte den Schützen alle meine Krallen in den Brustkorb.
    Als wir beide gerade zu Boden gegangen waren, zischte es kurz einige Male über mich hinweg und auch die vier anderen Söldner gingen zu Boden.

    “Wirklich ein sehr gutes Ablenkungsmanöver…”, begann Jennifer schmunzelnd als ein sichtbar genervter Wissenschaftler auf den Korridor getreten war.
    Dieser war durch den Tumult in seiner Arbeit gestört worden, sah kurz zu uns hinüber, entdeckte die gerade eben getöteten Söldner und starrte mich erschrocken an.
    Die Anordnungen von Major Hailey ignorierend machte er ohne weiter zu zögern kehrt, und versuchte sein Ziel zu erreichen. Doch bevor er den Alarmknopf drücken und die Sprechanlage benutzen konnte, feuerte die erfahrene Offizierin ohne zu zögern dreimal hintereinander ihre Zat-Waffe ab. Zuerst erwischte sie den Wissenschaftler, ehe sie die Alarmanlage und ebenso die Sprechanlage mit weiteren Treffern lahmlegte.

    Mit einem zufriedenen Grinsen pustete die Soldatin kurz gegen die Spitze ihrer Waffe und erklärte: “Gut dass ich die hier mitgenommen habe. Also sehen wir uns mal den Raum da drüben mal etwas näher an!”

    Team 1

    Auch Wolverine machte erschrocken eine Schritt zurück nach hinten, nachdem die Gestalt aus dem dunklen Raum herausgetreten war und jetzt für alle deutlich zu erkennen war.
    “Sie verdammte Drecksack! Was haben Sie da nur getan?”, fragte ein wirklich fassungslos gewordener Logan, der feststellen musste geklont worden zu sein. Der Mutant durch diese unerwartete Bekanntschaft mehr als nur benommen wirkte.

    Ein sehr amüsierter Zander Rice lächelte schon die ganze Zeit über. Nämlich von Beginn an als er den Knopf der Fernbedienung gedrückt hatte bis zu genau diesen Zeitpunkt hielt sein beinahe schon mehr als nur siegessicheres Lächeln an.
    Oh ja, dieser nur an Erfolg und ohne Rücksicht ausgerichtet Wissenschaftler kostete diesen Moment des Schocks von Wolverine und auch der anderen geradezu genüsslich aus. Diese Überraschung hatte er hervorragend eingefädelt.

    Doch Miss Shen hatte sich bereits schnell wieder von diesen Schockmoment erholt, und machte Doktor Rice einen Strich durch die Rechnung: “Schön, Zander. Du hast mehr als nur offensichtlich ein Meisterwerk vollbracht. Und… woher wusstest Du überhaupt das wir hier sind?”
    “Ach ja, richtig. Bringt den Trecker her!”, ordnete Zander, dem das Lächeln entschwunden war, mit einer entsprechenden Fingergeste an.

    Man musste nicht wirklich allzu lange warten, als eine mehr als schüchtern wirkende gebeugte und mit Tüchern verhüllte Gestalt hereingebracht wurde.
    Grob riss einer der danebenstehenden Söldner die Kopfbedeckung runter, worauf ein hellhäutiger Mann, und somit eindeutig ein Mutant zum Vorschein kam.

    Der verängstigte Mann drehte sich panisch weg. Weg vom Licht, welches ihn blendete und sofort auf seiner Haut im Gesicht empfindlich zu brennen begann.

    Aber Wolverine hatte dieser kurze Moment bereits genügt als er sah, wer da versuchte sein schmerzendes Gesicht schnell wieder zu verbergen, daher murmelte er fassungslos: “Caliban! Du hilfst diesen miesen Kerlen, Caliban?”
    “Es tut mir leid, Logan… Aber ich hatte keine andere Wahl…”, antwortete der schwer eingeschüchterte Albino, der nun doch noch einmal aufsah um seinen Gesprächspartner anzusehen.
    Rice unterbrach die Unterhaltung: “Ein wirklich sehr gutes und vor allem passendes Stichwort: Auch ihr habt letztendlich keine andere Wahl! Also zum wiederholten Male: Befolgt meinen Ratschlag und legt alles ab!”

    “Ich lasse mich nicht zu einer Geisel machen von dir machen”, entgegnete Miss Shen.
    Auch First Lieutenant Jin, die ihre Waffe noch fester umfasste und mehr als nur bereit zu einem Kampf war, erklärte ihre Vorgesetzte unterstützend entschlossen mit zischender Stimme: “Das können Sie vergessen!”
    Die IOA-Vorsitzende Shen ergänzte kurz darauf auch noch: “Diesen Schritt werden Sie bereuen, Doktor Zander Rice! Eine wichtige Antwort sind Sie uns aber immer noch schuldig: Wo sind die fünf Leute, die wir hierher geschickt haben um mit Alkali-Transigen über jenes Serum zu verhandeln?”

    Einmal mehr legte der Wissenschaftler eine schauspielerische Pause ein, dann lachte er kurz herzhaft auf, ehe seine Miene wieder etwas ernster wurde um die Frage endlich zu beantworten: “Aber natürlich, meine Teuerste. Diese Antwort schulde ich Ihnen sicherlich noch, wie ungehobelt von mir. Nun ja: All diese Personen sind bedauerlicherweise tot. Ehrenhaft in oder nach einem kurzen Kampf gefallen…”

    Mit einem - “Sie verfluchter Drecksack!” - fiel ihm Logan ins Wort.

    “Sie müssen sich gerade zu Wort melden, Mister Howlett! Sie sind doch in Wahrheit selber ein Söldner und ein Killer!”, erwiderte Doktor Rice angewidert, während in dessen Auge klarer Hass aufflammte als er Logan dabei anblickte.
    Einen kurzen Augenblick nur noch sah er voller Verachtung Wolverine an, danach wandte er sich mit einer eindeutigen Anordnung seiner neuesten Schöpfung zu: “X-24! Greif ihn dir mein Junge! Mach ihn fertig!”
    Der geschaffene Klon von Logan wandte sich daher wie angewiesen seinem Original zu, und Doktor Zander Rice seinerseits richtete sich dann an das übrige Team: “Sehen Sie alle ganz genau hin! Sobald Waffe X von X-24 ausgeschaltet worden ist und am Boden liegt, werden sie alle hoffentlich noch ihre vorschnelle Meinung ändern, und somit erkennen dass es unklug ist sich mir zu widersetzen.”


  6. #25
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John's Chaya
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    Kaum hatte er das gesagt, drückte er auch schon gezielt in meine Richtung ohne auch nur eine Sekunde länger zu zögern den Abzug seiner Waffe durch.
    Ach du Schreck ...

    Von einem Moment auf den anderen war nun Logan schließlich vollkommen bewusst woher ihn der Mann so stark erinnerte.
    Wie der Vater so der Sohn oder der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

    “Um ehrlich zu sein, hatten wir es auch nicht angenommen - doch zu unserem Glück hat das Programm derartig unerwartet gute Fortschritte gemacht und Ergebnisse hervorgebracht, weswegen ich Vorkehrungen getroffen habe”, erklärte sich der hagere Wissenschaftler prompt, der mit seiner linken Hand aus einer Taschen seines Kittels eine kleine Fernbedienung hervorholte.
    Ich ahne schlimmes.

    “Verdammt noch mal! Ihr habt nichts weiter gefunden, bis auf einige Batterien, einigen Kabeln und eine allen Anschein nach geschickt geöffnete Tür, oder was?”
    Getarnte Jumper sind schon etwas feines.

    MacGyver seufzte kurz: “Ja. Ich mache das, wenn kein anderer sich meldet…”
    Wie immer an vorderster Front.

    “Sie verdammte Drecksack! Was haben Sie da nur getan?”, fragte ein wirklich fassungslos gewordener Logan, der feststellen musste geklont worden zu sein
    Ich glaube, er wird nicht der Einzige sein. Muss echt ein Schock sein, seinem Spiegelbild gegenüber zu stehen. Armer Logan.

    “Caliban! Du hilfst diesen miesen Kerlen, Caliban?”
    So ganz freiwillig wird er das wohl nicht, wenn eine geladene Waffe auf einen gerichtet ist.

    “Sehen Sie alle ganz genau hin! Sobald Waffe X von X-24 ausgeschaltet worden ist und am Boden liegt, werden sie alle hoffentlich noch ihre vorschnelle Meinung ändern, und somit erkennen dass es unklug ist sich mir zu widersetzen.”
    Na, da hoffe ich doch mal, dass Hochmut vor dem Fall kommt. Logan hat da bestimmt noch den Einen oder Anderen Trick auf Lager.

    Das war wie immer ein spannendes, tolles Kapitel und ich bin neugierig wie es weitergeht.
    Geändert von John's Chaya (22.03.2019 um 21:38 Uhr)
    Ich bin zu alt, um nur zu spielen, zu jung, um ohne Wunsch zu sein.

  7. Danke sagten:


  8. #26
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Erst einmal wieder ein großes Dankeschön an die gesamte Leserschaft, die Kritikschreiberin, sowie an Ehre_Sei_den_Ori, John´s Chaya & SaturnV, fürs Drücken des Buttons

    Feedback-Feedback:
    Spoiler 
    @ John´s Chaya:
    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Ach du Schreck ...
    Nein! Aua…!

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Wie der Vater so der Sohn oder der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
    Richtig

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Ich ahne schlimmes.
    Mal schauen ob Du richtig ahnst…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Getarnte Jumper sind schon etwas feines.
    Wohl war - solange man sich daran erinnert wo man geparkt hat

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Wie immer an vorderster Front.
    Manche können es halt nicht lassen…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Ich glaube, er wird nicht der Einzige sein. Muss echt ein Schock sein, seinem Spiegelbild gegenüber zu stehen. Armer Logan.
    Wie gut Du immer ratest. Unheimlich

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    So ganz freiwillig wird er das wohl nicht, wenn eine geladene Waffe auf einen gerichtet ist.
    Ganz bestimmt…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Na, da hoffe ich doch mal, dass Hochmut vor dem Fall kommt. Logan hat da bestimmt noch den Einen oder Anderen Trick auf Lager.
    Das müssen wir leider erst noch abwarten…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Das war wie immer ein spannendes, tolles Kapitel und ich bin neugierig wie es weitergeht.
    Freut mich dass es Dir gefallen hat


    Viele Leser fragen sich natürlich ab wann BSG in der FF hier vorkommen wird. Kommt noch, wenn auch erst zum Staffelfinale, da es mir sehr schwer fiel 4 Universen/Franchises einigermaßen sinnvoll miteinander zu verbinden - dauert also noch ein wenig
    Ohne weitere lange Umschweife (die letzten Tage waren genug voller Aufregung) geht es weiter mit der nächsten Folge, die einen weiteren Drei-Teiler einläuten wird.
    Viel Vergnügen damit.

    Odyssee
    Folge 1.13 - Unerwartetes Wiedersehen, Teil 1

    Milchstraße
    Erde, Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen - Team 2

    Wegen der jüngsten aktuellen Ereignisse betraten unser Team nur mit äußerster Vorsicht nach und nach den Raum, welchen der Wissenschaftler gerade erst vor wenigen Minuten verlassen hatte, welcher dann auch Major Jennifer Hailey mit ihrer Zat-Waffe außer Gefecht gesetzt wurde.

    Doch war dieser dann doch eher auf Grund seiner Größe mehr eine Art Saal als ein einfacher Raum, welcher durch mehrere mobile Stellwände in mehrere unterschiedlich große Abteile abgetrennt worden war.
    Dieser verstörende Anblick weckte eine unangenehme Erinnerung in mir.
    Erinnerte mich an die Ereignisse in Tibet.
    Benommen trat ich daher einige Schritte nach hinten.

    Eingepfercht in einigen Isolationsräumen befanden sich ein knappes Dutzend Kinder.

    Eine sich hier aufhaltende mexikanische Krankenschwester hob voller Angst ihre Hände in die Luft als sie zitternd aus ihrer Deckung hervortrat.
    “Sie kommen um die Kinder zu retten - richtig?”, fragte sie voller Hoffnung zögernd.
    “Das hier sind die Letzten, die noch am Leben sind…”, fuhr sie spürbar angespannt nach einer kurzen Pause fort.
    Jennifer Hailey spürte schnell das von dieser Frau keinerlei Gefahr ausging und trat an diese heran, um begann sofort Fragen zu stellen.

    Zugleich verschafften sich die Sanitäter in unserem Team einen Überblick über den Zustand der einpferchten Kinder.
    “Diese Kids hier scheinen alle größtenteils ruhiggestellt worden zu sein… sind bis auf wenige Ausnahmen kaum ansprechbar”, stellte ein Sanitäter besorgt fest.

    Indessen hatte die Krankenschwester Gabriela Lopez zu den Neuankömmlingen schnell Vertrauen gefasst, denn sie nickte verstehend auf die gestellten Fragen, beantwortete bereits die ersten und begann zu berichten woran Alkali-Transigen in den letzten Jahren unter der Anleitung von Doktor Zander Rice hier gearbeitet hatte. Auch die Bedeutung der Plünderer, der Privatarmee der Company, die unter dem Befehl von Donald Pierce stand ließ sie nicht aus.

    Team 1

    Scheinbar wie von Sinnen und jede sinnvolle Art von einer Taktik in einen Kampf zu gehen, begann X-24 seine Auseinandersetzung mit Logan.
    Der Klon schlug am Anfang des Kampfes wie von Sinnen nach seinem Original, aber dabei meist auch ins Leere, und andere wurden pariert.
    Der arme Wolverine hatte Selbstverständlicherweise von Beginn an immer noch massive Probleme zu realisieren gegen wenn oder was er da kämpfte.
    Quasi aber letztendlich gegen sich selbst.
    Gegen von einem verrückten Wissenschaftler geschaffenes böses Spiegelbild - seinen bösen Zwilling, der ihm bis aufs Haar glich.
    Aber nur gefühllos in seine Richtung schaute als ob in diesen Körper gar keine Seele vorhanden war, setzte der Loganklon seine Attacken weiter fort und erzielte die ersten Treffer. Aber X-24 bekam postwendend die passende Antwort, und heulte gepeinigt auf als er einen Schnittwunde quer über den Rücken und im Anschluss auch noch die Brust hinnehmen musste. Zuvor hatte er erst mit seinen Krallen Logan in die rechte Schulter und den Bauch gestochen.

    Mit mehr als nur sehr besorgten Mienen verfolgten Miss Shen und First Lieutenant Jin gemeinsam mit dem übrigen Team diesen Kampf der beiden Kontrahenten. Nur die Söldner sahen entspannt aus. Wachsam und bereit selber zu kämpfen, behielten die Militärs ihre Gegner stetig im Blick.

    USA - Cheyenne Mountain Complex

    Die von MacGyver über eine Videobotschaft berichteten Ereignisse über die vom IOA bewilligte Mission in Mexiko waren schlimmer als angenommen.
    Durch den bisherigen Verlauf der noch laufenden Mission bestand für General O´Neill deswegen nur noch wenig Hoffnung für das erste Team, das gesucht und herausgeholt werden sollte. Daher ließ der Leiter des Homeworld Command auch umgehend seine vielen guten Kontakte zu allen möglichen wichtigen Personen spielen, die ihm helfen konnten.

    Mit Erfolg, denn nach nur einigen Telefonaten, hatte er alle notwendigen Personen für die so wichtige Videokonferenz zusammengetrommelt und bezog auch Team 3 mit ein, welches nach wie vor in Mexico-City in Position blieb.

    Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen

    Alle Mitglieder von Team 3 nahmen mit großer Erleichterung die Information zu Kenntnis, dass man sich für ein schnelles und konsequentes Eingreifen, dieses Mal mit Hilfe und der Unterstützung der mexikanischen Polizei entschieden hatte. Diese sollten aus Einheiten der Stargate Command Base und Homeworld Command bestehen und die Einsatzteams in Mexiko unterstützen.

    Dies war der Beschluss den Jack O´Neill mitteilte. Danach gab er noch Anordnungen wie sich die Besatzungen der drei Puddle Jumper vor Ort verhalten sollten: Zwei sollten über den Gelände kreisen und als Aufklärer fungieren, während der dritte in der Nähe des Bereiches des Zugangs bereithalten sollte für den Fall das Personen der anderen Teams dort auftauchen sollten.

    Team 2

    “… diese Typen hier wollten diese Kids wirklich als Waffen einsetzen?”, hakte Jennifer schockiert nach, worauf Gabriela dies abermals bejahte.
    “Diese verfluchten Mistkerle! Okay. Wir helfen Ihnen und den Kindern hier so schnell es nur möglich ist heil herauszukommen!”, entschied Major Hailey.
    “Danke. Aber Sie müssen unbedingt noch etwas sehr Wichtiges erfahren.”
    “Und was wäre das?”
    “Doktor Zander Rice hat etwas Neues erschaffen. Es hat auch ihre Freunde getötet. Ihre Freunde, die eine Probe zur Heilung oder Behandlung von Wolverine aushandeln sollten.
    Das Ergebnis war wohl so erfolgreich dass Doktor Rice deswegen entschieden hat sich aller Kinder so schnell es geht zu entledigen, bis auf einige Ausnahmen, um…”
    Während die Krankenschwester noch berichtete, blieb natürlich unserer fassungslosen Teamleiterin für eine zeitlang die Luft weg. Wir wussten nun dass das andere Team, welches wir suchten, brutal ermordet worden war.
    “… die Ermordung ihres Teams hatte den Zweck unter anderem Wolverine und noch einige andere Mutanten wenn möglich hierherzulocken um ihnen eine Falle zu stellen…”, erzählte Gabriela Lopez weiter, die dabei auch noch zeitgleich versuchte Jennifer Hailey zu helfen sich in das Computernetzwerk von Alkali-Transigen einzuloggen.

    Team 1

    Einmal mehr und zum wiederholten Male hatte X-24 blind und ohne den Ansatz einer klaren erkennbaren Strategie Wolverine angegriffen, und nicht entscheidend nachgesetzt, so konnte sich Logan für beinahe jede Aktion sofort revanchieren.
    Und falls diese aus dem Labor von Doktor Zander Rice stammende Kreatur doch eine verfolgte, dann nur diese: Nämlich seinen nur mehr als nur ebenbürtigen Gegner schwere Verletzungen zuzufügen. Worauf er allerdings sich nur schwer einstellen konnte war, dass er mit Logan einen Gegner hatte, der wie er war.
    Doch bei alledem hatte der Klon von Logan einen wichtigen Vorteil, sein Kreislauf war stark aufgeputscht mit dem Serum, was den Plan des X-Men so gut wie unmöglich erscheinen ließ, nämlich den Gegner so schnell wie möglich kampfunfähig zu machen, denn die Wunden heilten ungewöhnlich schnell. Schneller als die Verletzungen, die er Wolverine zufügte, und er schien doch immer mehr von seinen Fehlern zu lernen.

    Mitunter waren auch die Kraftverhältnisse zwischen den beiden bewaffneten Gruppen zu Gunsten von den Leuten um Doktor Rice gekippt, weil Donald Pierce mit einer großen Schar von Söldnern hinzugestoßen war.
    “Ui, beinahe wäre ich zu spät zu den größten Kampf des Jahres erschienen”, unkte der Anführer der Söldner, die sich aus ehemaligen Elitesoldaten, Soldaten und Kriminellen zusammensetzte, welche wie er auch selbst teils mit hochentwickelten Prothesen optimiert worden war.
    Dann fuhr er nach kurzer Pause an den Leiter der Einrichtung gewandt fort: “Wir haben bislang keine weiteren Störenfriede finden können…”

    Der Söldner bemerkte dass sein Bericht ungehört blieb, denn der Wissenschaftler schaute nur kurz mit einem zufriedenen Lächeln in die Runde, und war ansonsten von dem Kampf der beiden Kämpfer gefesselt.

    Nach nur wenigen Minuten war auch Donald Pierce fasziniert von dem Duell zwischen Logan und seinem Klon, und nach bereits kurzer Beobachtung stellte er grinsend fest: “Waffe X hat keine Chance - er wird früher oder später den Kürzeren ziehen… und danach entledigen wir uns der anderen Eindringlinge dort!”
    Ohne ein Wort zu sagen nickte Zander Rice zustimmend.
    “… wobei ich eigentlich immer ein großer Fan von ihm war…”, murmelte der Söldner leise, als Logan einen weiteren schweren Schlag kurz hinter einander hatte einstecken müssen. Dieses Mal wurde die linke Schulter des X-Men schwer in Mitleidenschaft gezogen.

    Team 2

    “He! Moment mal, habe ich etwas mit den Augen? Soll das etwa bedeuten es gibt Logan… James Howlett gibt es jetzt zweimal?”, stutzte Jennifer überrascht als sie die Bilder auf dem Monitor sah.
    “Ja, Major Hailey. Und es tut mir leid Ihnen das sagen zu müssen: Leider wird Wolverine dieses harte und brutale Duell verlieren - und kurz darauf ihre anderen Freunde ihre Leben, wenn er und sie nicht schnell wirkungsvolle Hilfe erhalten”, bestätigte Gabriela Lopez mit bedrückter Stimme, nachdem sie alles so gut berichtet hatte wie sie es konnte, während die meisten aus unserem Team den laufenden Kampf der beiden auf einem Monitor verfolgten.

    “Dann sollte ich mich mal besser ganz schnell auf den Weg machen um meinen Kumpel mal zur Abwechslung zu helfen. Er war da, zusammen mit vielen der X-Men um mich und die anderen Verschleppten aus diesem Labor in Tibet zu befreien, sowie vor einigen Tagen um meine Familie und Freunde vor den Wraith zu beschützen, und er hat mir auch geholfen damit zu recht zu kommen, was man aus mir gemacht worden ist…”, murmelte ich kurz, bevor ich, ohne auch noch länger auf die Freigabe meiner Teamleiterin Major Jennifer Hailey abzuwarten, verschwand.

    “Verfluchter Mist! Was? He!”, war alles was die sichtlich wütend gewordene Soldatin zu meiner jüngsten Aktion noch hervorbrachte, bevor sie mich nicht mehr sah.

    Team 1

    Wie bereits von Pierce prophezeit gewann X-24 immer mehr die Oberhand über seinen Gegner. Dies lag aber wohl auch an einigen kleinen Infusionsbehältern, die ihm zeitweise hin und wieder etwas von dem hellblauen Serum injizierten, und frisch seinem Kreislauf zuführte.

    Mehrmals nutzte der Klon von Logan eine seiner wenigen Chancen wieder einmal brutal aus, und stach erneut mehrfach mit seine Krallen in den Oberkörper seines Gegners ein. Wolverine taumelte schwer getroffen und mitgenommen nach hinten, wobei er es aber irgendwie noch verhinderte weitere schwere Treffer und frische Wunden zu verhindern.

    Vorerst.

    Logans gesamte Kleidung, welche er am Körper trug, hing größtenteils nur noch in blutdurchtränkten Fetzen an ihm herab. Anders sah es bei seinem Widersacher aus, wo nur wenige aber gezielte Stiche zu erkennen waren.

    Doch erneut kam der Klon mit einem weiteren harten Treffer durch, mit der Folge das Logan keuchend zusammensackte und in die Hocke ging.
    Und bevor der Loganklon zum finalen Schlag ausholen konnte, rief Doktor Zander Rice mit lauter Stimme: “Stopp! X-24 Stopp! Mister Howlett, machen Sie sich es sich und auch uns nicht unnötig noch weiterhin schwer: Sehen Sie es endlich ein, es ist sinnlos noch weiter Widerstand gegen X-24 zu leisten! Also geben Sie auf, denn alleine hat auch ein Mutant ihrer Fähigkeiten keine Chance gegen ihn - höchstens zu zweit…!”

    Logan hustete Blut, als er mühsam wieder auf die Knie kam.
    “Na gut”, brummte er angeschlagen, während seine Wunden langsam durch die unerwartete Pause wieder kontinuierlich zu heilen begannen, “wenn das so ist… ihr verfluchten Arschlöcher… wir werden ja sehen…”

    Sich immer noch sichtbar sehr mit sich kämpfend erhob er sich langsam weiter, bis er wieder auf seinen immer noch etwas wackeligen Füßen stand. Er hatte aber auch das Wissen darauf vertrauen zu können dass irgendwann Hilfe kommen müsste.

    Das überhebliche Grinsen auf dem Gesicht des Wissenschaftlers erstarb als er erkennen musste, was der Mutant vorhatte, der sich das Blut aus den Augen wischte welches seine Sicht beeinträchtigte. In seiner Unterlage hatte er aber die beiden Infusionsampullen mit dem Serum entdeckt, die an seinem Gegner befestigt waren.

    “Das darf doch nicht wahr sein”, wisperte Donald Pierce Kopfschüttelnd, “der will doch nicht etwa weitermachen? Denn wenn er das tut macht X-24 ihn endgültig fertig.”
    Zander Rice bestätigte dies.

    Und wie zur Bestätigung forderte Logan an die Adresse seines Klons: “Na los, komm her! Na los, du mieser Drecksack! Komm her!”
    Jener sah ihn kalt und verständnislos an, blickte kurz in Richtung seines Schöpfers, der ihm befahl: “X-24 beende es jetzt, und töte ihn! Schneid ihm den Kopf ab!”

    Grimmigen Blickes wandte sich der Klon wieder Wolverine zu. Beide waren dazu bereit den Kampf wieder aufzunehmen. Allerdings hatte der Mutant einen Plan gefasst, um das Blatt mit etwas Glück doch noch zu wenden.

    ´Jonathan, wo bleibst du nur´, dachte nicht nur allein First Lieutenant Jin, die sich bereits innerlich immer mehr auf den Kampf mit den Söldnern vorbereitete wie alle anderen Soldaten in ihren Team ebenfalls.

    Irgendwo im Gebäudekomplex

    Unterwegs durch die langen Korridore eilend, kam ich des Öfteren an mehreren Söldnern vorbei, die ohne jeden Erfolg versuchten mich aufzuhalten.

    Nach einem weiteren kleinen ungewollten Zwischenhalt, nahm ich wieder Tempo auf. Versuchte mich so gut es ging zu beeilen um Team 1 endlich die erhoffte Verstärkung zu bringen. Doch mitten im vollen Lauf wurde ich abrupt ohne jegliches Vorzeichen von einem dunklen großen und massigen Schatten aus der Bahn geworfen.
    Im Fallen noch konnte ich mich noch geradeso abfangen. Wirbelte bereits nach einen kurzen Bodenkontakt wieder herum, bereit mich diesen unerwarteten Gegner zu stellen.

    “Victor?!”, murmelte ich perplex als ich den Mutanten erkannte, welchen ich aber nur durch Beschreibungen kannte.
    Der alte Mutant hatte kurz darauf als Antwort für mich nur ein böses Lächeln aufgesetzt.


  9. #27
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John's Chaya
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    ... woran Alkali-Transigen in den letzten Jahren unter der Anleitung von Doktor Zander Rice hier gearbeitet hatte
    Oh nein, er hat doch nicht das getan, was ich denke?

    Quasi aber letztendlich gegen sich selbst.
    Gegen sich selbst zu kämpfen ist bestimmt mehr als schwer.

    “… diese Typen hier wollten diese Kids wirklich als Waffen einsetzen?”, hakte Jennifer schockiert nach, worauf Gabriela dies abermals bejahte.
    Oh nein, meine Ahnung hat mich nicht getrogen.

    Dieses Mal wurde die linke Schulter des X-Men schwer in Mitleidenschaft gezogen. Vorerst.
    Das klingt auch so gar nicht gut.

    ´Jonathan, wo bleibst du nur´
    Das frage ich mich auch. Zu zweit könnten sie es schaffen.

    "Victor?!" ... Der alte Mutant hatte kurz darauf als Antwort für mich nur ein böses Lächeln aufgesetzt.
    Och nee, nicht so einer ...

    Oh man, das sieht gar nicht gut für alle aus. Hoffentlich können sie das Ruder noch rumreißen.

    Puh..., das war wieder ein spannendes Kapitel, Dankeschön! Ich bin wie immer neugierig wie es weitergeht.
    Ich bin zu alt, um nur zu spielen, zu jung, um ohne Wunsch zu sein.

  10. Danke sagten:


  11. #28
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Danke erst einmal an die gesamte treue Leserschaft, die Kritikschreiberin, ebenso an Ehre_Sei_den_Ori & John´s Chaya, fürs Drücken des Buttons

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    @ John´s Chaya:
    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Oh nein, er hat doch nicht das getan, was ich denke?
    Weiß ich nicht

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Gegen sich selbst zu kämpfen ist bestimmt mehr als schwer.
    Das stelle ich mir in der Tat sehr kompliziert vor…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Oh nein, meine Ahnung hat mich nicht getrogen.
    Okay, welche war das noch ?

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Das klingt auch so gar nicht gut.
    Und tut verdammt weh. Besonders wenn ich an den Film “Logan-The Wolverine” denke.

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Das frage ich mich auch. Zu zweit könnten sie es schaffen.
    Der gute ist ja auf dem Weg…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Och nee, nicht so einer ...
    …ja, und trifft jemanden. Wäre ja sonst zu leicht gewesen…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Oh man, das sieht gar nicht gut für alle aus. Hoffentlich können sie das Ruder noch rumreißen.
    Da müssen wir sehen wie es weitergeht

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Puh..., das war wieder ein spannendes Kapitel, Dankeschön! Ich bin wie immer neugierig wie es weitergeht.
    Dankeschön für das Kompliment, freut mich dass es dir gefallen hat und du dich wie immer auf die Fortsetzung freust


    So die zwei Wochen sind mal wieder ins Land gezogen und es geht weiter mit der Fortsetzung.
    Viel Vergnügen damit.

    Odyssee
    Folge 1.14 - Unerwartetes Wiedersehen, Teil 2

    Milchstraße
    Erde, Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen

    Immer noch fassungslos starrte ich den wohl ältesten lebenden Mutanten dieses Planeten an, dem ich vollkommen unvorbereitet seit einigen Minuten von gegenüberstand.
    Es war mir aber auch bewusst, dass Victor Creed dies vielleicht nicht nur war, sondern auch ebenso erfahren und rücksichtslos, wenn es darum ging sich gegen jeden potentiellen Gegner durchzusetzen.

    “Du kennst mich also”, stellte er mit einem verschlagenen Grinsen fest. Dabei waren seine vergrößerten Eckzähne deutlich zu erkennen. Ein anderes markantes Merkmal bildeten die Krallen an seinen Händen, welche sich dort befanden wo sich bei den Menschen und meisten Mutanten Fingernägel befanden.

    “Ja, ich kenne Dich - wenn auch nur vom Hörensagen von Logan und dem Professor. Und - kannst Du mir auch mal verraten was der Quatsch jetzt soll?”

    Der Mann in dem schwarzen Mantel lachte für einen Moment nur spöttisch auf, ehe er mir mit böser Miene antwortete: “Weißt Du, eigentlich hatte ich Jimmy hier erwartet. Und… eigentlich hätte Dich dieser Aufprall gerade töten sollen…”
    “Tut mir wahnsinnig leid - bin seit einigen Jahren schon nicht mehr so leicht totzukriegen”, fiel ich Victor ins Wort, der mich daraufhin sehr skeptisch anschaute.
    “Ach wirklich? Wir werden es ja gleich sehen. Dann wärme ich mich halt an Dir ein wenig auf - bis ich dann Jimmy endlich in die Finger kriege”, brummte er entschlossen, worauf seine Krallen begannen zu wachsen.

    “Oh man. Ich habe wirklich Wichtigeres zu tun als mich jetzt mit Dir zu prügeln”, seufzte ich meine Krallen ausfahrend.
    Dieser unerwartete Anblick brachte den alten Mutanten ins Stocken, der bereits einige Schritte in meine Richtung gemacht hatte.
    “Was zur Hölle…?”
    “Ja. Das war in war im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle, was ich durchgemacht habe… in Gewisserweise sind wir dadurch auch irgendwie zu Verwandten geworden.”
    “So. Inwiefern das denn?”
    “Meine Gene waren wohl als einzige auf der ganzen Welt mit denen deines Bruders kompatibel. Was soll ich noch weiter dazu sagen, ich bin das Ergebnis eines geheimen Experiments. Und solltest du mich nicht endlich vorbeilassen könnte es für deinen Bruder sehr böse enden. Ja, du hast richtig gehört, Logan steckt wirklich in der Klemme… und…”
    “Und was?”, knurrte Victor gereizt.

    Mir war bewusst, dass es nicht klug war diesen alten Mutanten noch länger hinzuhalten und dadurch unnötig zu provozieren.
    “Also gut. Dein Bruder ist irgendwie durch die Typen in diesen Laden Vater geworden, und du Victor damit ein Onkel.”
    “Verarsche mich bloß nicht mein Junge! Und wer bist Du überhaupt?”

    Wortlos nahm ich die Kette mit meinen Erkennungsmarken, die sich um meinen Hals befand ab, um diese dann Sabretooth zu zuwerfen.
    “Hier!”
    Skeptisch dreinblickend, aber entspannt fing Victor diese auf. Er studierte sofort mit grimmiger Miene die beiden Hundemarken. Danach sah er mich prüfend an.

    “Wir werden sehen, ob du mich verarschst Jonathan. Falls ja - hilft Dir nicht einmal das Adamantium…”, brummte er. “Und wo steckt er?”
    “Der ist derzeit einige Etagen unter uns…”
    “Nicht Jimmy!”, unterbrach Victor abwinkend. “Ich meinte seinen Sohn!”
    “Auch das meinst du Victor… äh, der Kleinen geht es gut. Sie ist in Sicherheit. Ja, hast mich schon richtig verstanden: Es ist ein Mädchen.”
    “Na dann, geh mal!”, erklärte der alte Mutant, welcher schließlich langsam beiseite trat, eine auffordernde Kopfbewegung in die Richtung machte in welche ich unterwegs gewesen war, ehe er mich unsanft aus der Bahn geworfen hatte.

    Prüfend Victor taxierend, ging ich auf ihn zu. Für einen kurzen Moment nur standen wir beiden uns einen knappen Meter voneinander entfernt gegenüber. Doch Creed nickte mir nur ein weiteres Mal kurz zu, nachdem er mich ebenfalls aufmerksam gemusterte hatte.

    Ohne eine weitere physische Auseinandersetzung gingen wir beiden wieder auseinander. Nach einem kurzen Durchatmen nahm ich wieder mein Tempo auf, um Wolverine und Team 1 so schnell es nur möglich war zur Hilfe zu eilen.
    Was mir entging war dass Sabretooth mir kurz nachschaute, ehe er sich daran machte meine Spur zurückzuverfolgen.

    Dies war für ihn nicht sonderlich schwer, weil er über geschärfte Sinne verfügte. Es lag aber auch daran, dass es so einige tote Söldner gab, die den kläglichen Versuch unternommen hatten sich mir in den Weg zu stellen.

    Ein böses amüsiertes Grinsen huschte Victor übers Gesicht, der überrascht bemerkte: “Also so zimperlich für wie ich dich gehalten habe - bist du nicht, Wolfrino!”

    Zur selben Zeit hatten sich die drei Jumper, in welche sich das dritte Team zurückgezogen hatte, wie von General O´Neill angeordnet getrennt. Sie kreisten verteilt und getarnt über für die als strategisch wichtig gehaltenen Orte.

    “Hier Jumper 1”, meldete sich MacGyver.
    “Und hier General O´Neill, Homeworld Command”, erklärte Jack, “die Verstärkung wird in einer knappen halben Stunde bei euch sein. Haltet die Stellung!”

    Team 1

    Unter großen Anstrengungen hatte es Logan schließlich vor wenigen Sekunden geschafft seinem Gegner die beiden kleinen Serumbehälter an der Hüfte seines Kontrahenten mit gezielten Hieben seiner Krallen zu entfernen.
    Diese Aktion stellte sich als negativ heraus, denn dadurch gelang unkontrolliert eine große Menge des Serums in die Blutbahn von X-24, der dadurch noch aggressiver wurde.

    Wolverine wurde im weiteren Verlauf immer mehr bedrängt und schwer von den Krallen seines Gegners, welcher wie von Sinnen agierte, bearbeitet.

    “Was habe ich vor kurzem, vor oh… rund 10 Minuten erst gesagt…”, murmelte Pierce mit einem leichten Grinsen im Gesicht, welches schon ein wenig überheblich wirkte, während er für einen kurzen Moment auf seine Uhr schaute.
    Aber auch der angesprochene Rice selbst lächelte schon länger mehr als spöttisch vor sich hin. Im Blick des Wissenschaftlers machte sich die Gewissheit des sicheren Sieges, sowie den Tod seines Vaters gerächt zu wissen breit.

    Wie schon vor der kurzen Kampfpause, die der Wissenschaftler erwirkt hatte, ging Logan erschöpft, der nun mit zahlreichen frischen und schlimmen Wunden am ganzen Körper übersät war, in die Knie.
    In dieser Haltung verharrte er noch einen Augenblick, parierte eine weitere brutale heftige Schlagserie seines Klons mit allerletzter Kraft. Danach sank er nicht nur, nein er stürzte hart zu Boden, und blieb dort schwer atmend liegen.

    Prüfend blickte sich X-24 zu Doktor Zander Rice um, der ihm mit dem Daumen über die eigene Kehle fahrend andeutete und zu verstehen gab die Sache endlich zu beenden.
    Mit einem ausdrucklosen Gesichtsausdruck wandte er seinen Blick von seinem Schöpfer ab und seinen Gegner, der ihm mittlerweile wehrlos ausgeliefert war wieder zu.
    Die Wunden von Logan heilten bereits wieder, wenn auch nur langsam, weil es so viele waren. Doch würde er seine Kraft nicht schnell genug wiedererlangen können, denn X-24 war bereits über ihn und holte bereits zum finalen Schlag aus.

    Wie aus dem Nichts tauchte ich in allerletzter Sekunde auf. Noch im vollen Lauf riss ich mit einem lauten entschlossenen Kampfschrei den Klon von Logan mit den Worten: “Lass gefälligst meinen Kumpel und meine anderen Freunde in Ruhe - du Mistkerl!” - von Wolverine weg.

    Denn Schmerzensschrei meines Gegners, welchen ich die Krallen meiner linken Hand in den Rücken gerammt hatte, nahm ich nur am Rande mit Genugtuung war während wir hart zu Boden stürzten.
    Die Wucht des Aufpralls war so heftig gewesen dass auch Logan ein wenig wegrutschte. Glücklicherweise in die Richtung seines eigenen Teams. Jenes atmete erst einmal ziemlich erleichtert durch.
    “Besser spät als nie”, murmelte First Lieutenant Jin, die darauf hoffte dass Logan sich so schnell wie nur möglich von seinen Verletzungen erholen würde um wieder in die Auseinandersetzung einzugreifen, da es mir selbst mit Sicherheit sonst genauso wie ihm ergehen würde.

    Ratlos und irritiert blickten sich nicht Pierce und Rice einander an, sondern auch die Söldner, die dann in ein zufrieden grinsendes Gesicht von Miss Shen auf der anderen Seite des Kampfplatzes blicken mussten.

    Team 2

    Man war immer noch dabei sich mit der Hilfe von der Krankenschwester Lopez um die mit Medikamenten vollgepumpten Kinder zu kümmern.
    Von der folgenden Situation wurden daher alle komplett überrascht.

    “Wo ist sie?”, schrie Victor laut als er wie aus dem Nichts plötzlich in dem großen Saal aufgetaucht war.
    Das gesamte Team, die Mexikanerin und alle Kinder, die mittlerweile wieder einigermaßen ansprechbar waren, zuckten erschrocken zusammen.

    “Oh mein Gott! Das ist… ist ja Victor Creed, der Bruder von James Howlett… Logan! Er meint ganz gewiss Laura Kinney!”, wisperte eine blass gewordene Gabriela Jennifer zu.
    Das gesuchte Mädchen schaute bereits mit ihren dunklen Augen neugierig in die Richtung des grimmigen Neuankömmlings, als ob sie spürte dass es um sie ging.

    Major Hailey trat allerdings ohne Furcht aber mit größter Vorsicht auf Sabretooth zu, der die kleine Soldatin sofort misstrauisch beäugte. Doch zu ihrer eigenen Verwunderung wurde sie bereits nach kurzer Zeit wieder von dem äußerst gefährlichen Mutanten ignoriert.
    Dieser sah schließlich extrem fokussiert X-23 an.
    “Du bist also Jimmy` Kleine”, stellte Victor fest, und Gabriela nickte, legte aber fürsorglich ihre Hände auf die Schultern des Mädchens.

    “Gut. Sie haben hundert Punkte”, murmelte Jennifer gelassen, die dann somit wieder die Aufmerksamkeit des Mutanten hatte, welcher sich mit einem böse lächelnden Blick nun doch wieder der Soldatin zugewandt hatte.
    Diese fragte aber blieb nach wie vor unbeeindruckt, und fragte gelassen: “Wie haben Sie uns gefunden Mister Creed?”
    “Habe nur kurz jemanden getroffen…”
    “Wolfrino?”
    Victor nickte und bestätigte: “Der war unterwegs zu meinen kleinen Bruder, um ihm angeblich zu helfen.”

    Es entstand eine kleine Pause. Jennifer Hailey erklärte: “Misstrauisch? Sie können sich gerne mit Hilfe des Monitors dort selber davon überzeugen!”
    Irritiert starrte der Mutant die Soldatin an, die offenbar Respekt aber wohl keinerlei Furcht von ihm hatte, obwohl ihr wohl sehr bekannt war, wer er ist.
    Ermutigt trat auch Gabriela Lopez heran, die mit zittrigen Händen Victor Creed eine Akte hinhielt. Dieser nahm sie, blätterte kurz darin, prüfte den Inhalt, dann gab er diese ohne ein Wort zu sagen zurück.
    “Er hat mir also keinen Scheiß erzählt”, brummte Sabretooth, der nebenbei interessiert den Kampf auf dem Montitor verfolgte.

    Es vergingen einige Minuten, ehe er kurz einige unverständliche Worte murmelte, bevor er wieder verschwand.

    Viel zu spät bemerkten es alle - auch X-23, Laura Kinney war verschwunden.


  12. #29
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Und schon wieder sind zwei weitere Wochen vorübergezogen

    Bevor wir fortfahren: Erst einmal ein großes Danke an die Adresse der gesamten treuen Leserschaft, sowie an die beiden Button-Drücker Ehre_Sei_den_Ori & John´s Chaya

    Der Abschluss dieses Drei-Teilers wird ein wenig heftig für so manchen Charakter...

    Doch will ich euch nicht länger Vorträge halten, sondern viel Spaß mit der nächsten Folge wünschen

    Odyssee
    Folge 1.15 - Unerwartetes Wiedersehen, Teil 3

    Erde
    Mexiko - Alkali Transigen
    Team 1

    Mit sehr angespannten Mienen verfolgten beide Seiten den weiteren Kampfverlauf. Aus diesen hielt sich ein immer noch deutlich sichtbar angeschlagener Logan heraus, denn die Wunden, die X-24 ihm zugefügt waren zahlreich und brutal gewesen. Daher griff er nur hin und wieder ein um mir in wirklich brenzligen Situationen zu helfen. Doch leider nur allzu oft bekam er dafür neue Wunden von X-24 zugefügt, als die älteren gerade erst wieder verheilt waren.

    Unbemerkt von allen hatte Victor sich hinter eine der Säulen versteckt, die im Schatten lagen. Er hatte von dort aus einen wirklich guten Überblick über das aktuelle Geschehen, und ein boshaftes Grinsen huschte über sein Gesicht als sein jüngerer Bruder gerade eben erneut tiefe Stiche und Schnitte hatte hinnehmen müssen.

    Sein Interesse an dem Kampf war seit er Kenntnis davon erhalten hatte sehr groß, und als erfahrener Soldat wusste er bereits oftmals im Voraus was als nächstes passieren würde. Sabretooth war auf Grund seiner Beobachtung sofort eines klar geworden, sobald sich Wolverine und ich uns nicht mehr in der Lage waren zur Wehr zu setzen, würde man das übrige Team umbringen.
    Er überlegte, wog ab, ob er sich einmischen sollte. Zum ersten Male seit langer Zeit wirkte er nachdenklich…, erinnerte sich was er oft in entscheidenden Situationen seinen Bruder des Öfteren gesagt hatte…

    “Wir sind Brüder Jimmy! Und Brüder beschützen einander!”


    Diese beiden kurzen Sätze kehrten in sein Gedächtnis zurück, aber auch der Streit unter den beiden Brüdern.

    Während er immer noch leicht an der Säule angelehnt über die lange gemeinsame Geschichte mit seinem Bruder, sowie die Trennung und flüchtigen Begegnungen nachdachte, sauste an ihm ein kleiner dunkler Schatten im hohen Tempo vorbei.

    “Verfluchter Mist!”, stieß Victor absolut überrascht hervor, als erkannte wer da überhaupt gerade an ihm unbehelligt vorbeigeeilt war.

    Derweil hatten sich die Krallen von X-24 und die meinigen irgendwie ineinander verharkt. Mit aller Macht und verfügbarer Kraft hatte mich mein gefährlicher Gegner dabei auf den Boden niedergerungen, drehte mich schließlich auch noch auf den Rücken, um noch mehr Kraft durch sein eignes Gewicht auf mich ausüben zu können.
    Durch diese gefährliche Unterlage hatte ich sehr große Mühe die scharfen Krallen des Loganklons von meinem Hals und Kopf fernzuhalten.

    Das Gesicht von X-24 war zu einer entschlossenen Grimasse geworden. Immer wieder sah er zu Logan hinüber, aber stets zufrieden registrierte der Klon dass das Original immer noch viel zu geschwächt war um wirksam eingreifen zu können.

    Der Loganklon war so sehr auf Wolverine und mich fokussiert, dass er den Schatten nicht bemerkte der aus dem Nichts angeflogen kam, und ihn unerwartet aufbrüllen ließ.
    Es war Laura, die ihm aus vollem Lauf direkt auf dem Rücken gesprungen war und ihn sofort ohne Unterlass mit ihren Krallen bearbeitete.

    Panisch und voller Qual versuchte er sich aufzubäumen, doch ich versuchte mich schwer zu machen.
    Mit aller Kraft zog ich daher meinen Gegner noch näher an mich heran. Das dabei seine Krallen an meinen Armen und dem Oberkörper dadurch neue Wunden verursachten ignorierte ich zunächst.
    Der Klon sah mich, ja man konnte es beinahe schockiert und überrascht nennen, an. Denn er war durch diese Situation in der er sich befand so gut wie wehrlos.

    Doch schließlich lösten sich die verkeilten Krallen wieder von einander, und X-24 bäumte sich mit aller Kraft voller Schmerz brüllend auf, wodurch ich hart gegen Wolverine geschleudert wurde, der erst gerade dabei gewesen war sich wieder mühsam aufzurappeln.

    “Scheiße! Wer oder was?”, murmelte er zurückhustend in meine Richtung.
    “Die Kleine da… ist ein nicht gerade unwichtiger Teil von dir, Kumpel”, antwortete ich mit rauer Stimme.
    Wolverine blickte mich irritiert und immer noch sehr vom Kampf mitgenommen an.
    “Dieses kleine Mädchen da… ist… ist deine Tochter Logan”, erklärte ich, “und werde ihr jetzt gegen deinen miesen Zwilling helfen. Nimm dir noch ein paar Minuten Zeit.”
    Aber es war deutlich zu merken das Gefühl von Familie schien in meinem Freund neue Kräfte zu mobilisieren.

    In diesen Tumult war allerdings schließlich doch noch die lange erwartete Schießerei zwischen den beiden feindlichen Parteien ausgebrochen.
    Da dies vollkommen überraschend geschehen war, war Doktor Rice voller Angst in die nächstbeste Deckung gegangen. Er hatte Schutz bei einem großen Pflanzkübel mit einer vier Meter hohen Steckpalme gefunden. Doch trotz alledem versuchte er so gut es ging das Kampfgeschehen im Blick zu behalten, musste aber immer wieder wegen der Schüsse den Kopf einziehen.

    “Also - mir reicht das jetzt!”, nuschelte Donald Pierce einige Meter weiter, welcher gerade einen Revolver lud. Dann sah er Zander Rice an und erklärte: “Erst ist Waffe X an der Reihe, und danach sein nerviger Kumpel…”
    Der Wissenschaftler nickte verstehend mit dem Wissen was es für sechs Patronen waren die der Söldner in die Trommel der Waffe steckte.
    ´Hoffentlich reicht das auch´, dachte Doktor Rice mit großen Unbehagen, und versuchte noch einen besseren Platz mit bangen Blicken zu finden, denn er hatte große Angst davor zu sterben.

    Gemeinsam mit Laura hielt ich den Klon von Logan in Schach, der es offenbar nicht gewohnt war gegen zwei Gegner zu kämpfen. Nur noch leicht hinkend hatte sich auch Wolverine zu uns gesellt, der mit mir zusammen langsam X-24 umkreiste. Das Mädchen indessen übernahm immer wieder die Initiative. Sie war äußerst agil, war immer in Bewegung. Sie war wirklich wie eine Katze, die ihren Gegner keine Ruhe und kein stillhaltendes Ziel anbot, obwohl sie gegen eine mit Drogen vollgepumpte Kreatur zu kämpfen hatte.

    Vollkommen überraschend krachte ein Schuss, und Logan sank schwer in den Rücken getroffen runter auf die Knie.
    Denn Wolverine hatte soeben, so sah es zumindest wohl nicht nur für mich aus, wohl zu dem finalen Schlag gegen X-24 ausgeholt.
    Ein hinterlistiger grinsender Donald Pierce hatte dies aber mit Erfolg verhindert.

    Abgelenkt von dieser unerwarteten Einmischung in den laufenden Kampf war nicht nur ich unaufmerksam geworden.
    Die arme Laura war zutiefst schockiert, die nur noch: “Dad!” - rufen konnte, bevor sie schließlich brutal von X-24 gepackt und weggeschleudert wurde. Danach stürzte er sich auf mich um seine unerwartet gebotene Chance den Kampf doch noch zu gewinnen auszunutzen.

    Äußerst unsanft landete X-23 nach einen Flug von etwa einen Dutzend Metern inmitten einer Schar von Söldnern, die sofort sämtliche Waffen auf sie gerichtet hatten.
    “Fixiert X-23! Schnell!”, schrie Zander Rice befehlend über den Gefechtslärm zu den Söldnern hinüber. Sofort wanderte aber sein Blick wieder zu Donald Pierce und Logan.

    Mit aufreizend lässigen Schritten schritt der Anführer der Söldner auf den am Boden liegenden Mitglied der X-Men zu. Aber das vermeintliche leichte Opfer überraschte seinen Feind abermals. Gerade noch rechtzeitig gelang es Pierce den Hahn des Revolvers zu spannen, ihn noch hochzureißen und ein weiteres Mal abzudrücken.
    Die zweite Kugel traf Logan in die rechte Brustseite.
    Wie schon wie so oft, viel zu oft für den Geschmack von Wolverine an diesen Tag sackte er hustend runter auf die Knie, drehte sich schwer atmend auf den Rücken.

    Mittlerweile hatte sich Victor Creed dazu durchgerungen zumindest seiner Nichte zu helfen, die von einigen Pfeilen durchbohrt worden war um sie auf brutalste Art und Weise in der Mitte zu halten. Aber ein wütender Sabretooth beendete diesen Moment, und mit Hilfe ihrer Krallen konnte sich Laura nach kurzer Zeit selber von den Pfeilen befreien.
    Kurz darauf bekämpften die beiden gemeinsam ihre übrigen Gegner. Doch dabei fiel Victor etwas auf: Laura hatte jeweils nur zwei Krallen an ihren Händen, dafür aber an den Füßen jeweils eine, welche sie gekonnt zu nutzen wusste.
    Der eine Söldner bekam dies schmerzhaft zu spüren, schrie voller Qual auf, ehe X-23 mit einem wütenden Fauchen sein Leben beendete.

    “Nicht übel Kleine! Wirklich nicht übel!”, erklärte der alte Mutant anerkennend, ehe er kurz darauf mit entschlossenen Sprüngen wie eine große Raubkatze auf Pierce zusprang.

    “Bye, bye, bye - Mister Howlett!”, erklärte ein noch hämisch grinsender Pierce, der den Hahn seiner Waffe gerade eben ein drittes Mal gespannt hatte, und auf den Kopf den Kopf von Logan zielte.

    Der Anführer der Söldner nahm schemenhaft eine Bewegung war, die auf ihn zu glitt, daher riss er die Waffe herum, feuerte mehr blind als gezielt auf den Schatten, der auf ihn zuhielt.
    Mitten im abschließenden Sprung auf Pierce wurde Creed getroffen, und durch die Wucht der Adamantiumkugel aus der von ihm geplanten Flugbahn gerissen.

    Ein langsam wieder zu Kräften gekommener Wolverine hatte dies alles aus dem Augenwinkel mitverfolgt. Er war allerdings immer noch zu sehr mitgenommen durch die beiden Schüsse, die er hatte einstecken müssen, um sich wieder zu erheben.

    Die ganze Zeit über hatte X-24 immer mehr die Oberhand über mich gewonnen. Der Klon von Logan schlug immer wieder mit seinen Krallen wild auf mich ein. Es wäre alles vielleicht nicht so schlimm geworden, wenn es einer der Plünderer nicht geschafft hätte ihn eine weitere Dosis des Serums mit einer Spritze zu verabreichen was seine ohnehin schon hohe Aggressivität, Stärke und Regenerationsfähigkeit noch viel weiter steigerte. Der Plünderer verlor, durch diese sich im Blutrausch befindliche Kreatur aus den eigenen Reihen stammend im direkten Anschluss, sein Leben.

    Mit aller Kraft rammte der Klon mir alle seine Krallen in den Brustkorb, grub aber auch mit aller Brutalität auch noch sämtliche Finger und die Daumen in meinen Oberkörper.
    Ließ mich nicht mehr los, sondern schleifte mich mit.
    Bis er mit mir zu einer Steinskulptur gelangt war, auf welche er mich aufspießte.
    Voller Schmerz schrie ich auf.

    Durch mein mit Adamantium verstärktes Skelett zersplitterten einige Bruchstücke, welche sich in meinen Körper gebohrt, und einige andere hingegen mich durchbohrt hatten.

    Aber meine Marter war noch nicht vorüber, denn anstelle von mir abzulassen, löste er nur die Finger der rechten Hand, zog die Krallen aus meinem Brustkorb heraus - nur um mir weiter schwer zuzusetzen. Ganz so als ob er sicher gehen wollte mich nicht entkommen zu lassen.

    Diese Szene verfolgte Doktor Zander Rice aus seiner Deckung heraus. Mit einem nur allzu sehr zufriedenen Grinsen freute er sich über zumindest diese Entwicklung welche seine jüngste Schöpfung in den letzten Minuten gemacht hatte.

    Als ob er das Leben aus mir schlagen wollte versah mich der Loganklon mit Schlägen, Stichen und Schnitten.
    Hilflos mussten die Soldaten des Stargate Command dem furchtbaren Blutbad zusehen, da sie sich weiterhin mit den Plünderern einen schweren Schusswechsel liefern mussten.

    In diesem Tumult hatte niemand mehr auf die kleine Laura geachtet, die sich auf Donald stürzte. Doch ohne jeden Skrupel schoss der Söldner auch auf das Mädchen, welches allerdings nur einen Streifschuss hinnehmen musste.
    Während er noch arrogant und siegessicher über diesen Versuch lächelte, nahm er dafür dieses Mal Victor zu spät war, welcher sich erholt hatte und unvermittelt neben ihm aufgetaucht war.
    “Lass meine Nichte in Ruhe!”, fauchte er. Während er dies sagte, holte er aus und schlug kraftvoll zu.
    Dies reichte aus um die Schutzweste welche der Söldner trug zu zerreißen. Aber die langen scharfen Krallen Sabretooths zogen dabei auch den Brustkorb des Gegners schwer in Mitleidenschaft. Man konnte das Reißen, das Bersten und das Zersplittern von Knochen und Muskeln deutlich hören.

    Schreiend vor Schmerzen wand sich Donald Pierce daher auf dem Boden. Und bevor er sich wieder mühsam aufrappeln konnte um einen Gegenangriff zu starten war Victor Creed über ihn, packte zu, zog ihn brutal mit dem rechten Arm hoch auf die Füße.
    Knurrend fügte der alte Mutant kalt hinzu: “…und außerdem tötet niemand Jimmy! Niemand sonst außer mir!”
    Ohne Gnade riss er dann seinen hilflosen Gegner den Revolver, welche nur noch eine Patrone in der Trommel hatte, aus der Hand.

    Mit einer weiteren Blitzschnellen Bewegung riss er dann mit brutaler Gewalt den rechten Arm seines geschlagenen Gegners aus dem Schultergelenk, ehe er ihn mit einem ausdruckslosen Gesicht einfach nur noch die Kehle zudrückte.

    Mit einen erschrockenen Keuchen und Tränen in den Augen war Doktor Zander Rice zusammengesunken, als er mit hatte ansehen müssen wie sein Geschäftspartner getötet worden war.

    Die Reihen der Söldner lichteten sich derweil immer mehr. Einige ergaben sich sogar als sie erkannt hatten, dass ihr Anführer von Sabretooth getötet worden war. Jener hielt nach wie vor den Revolver, welchen er Donald Pierce abgenommen hatte, in der rechten Hand.

    Mit entsetzten Blick rief Major Hailey: “Nein! Nein. Mister Creed, bitte tun Sie das nicht!” - da sie die nur allzu furchtbare Absicht des Bruders von Logan erkannt hatte.

    Der alte Mutant hielt inne, wandte sich sogar kurz zu der Soldatin des Stargate Command um, die ihm zugerufen hatte, und tat so als ob er für einen Moment nachdachte.

    In der Zwischenzeit wurde ich immer schwächer, da meine zahlreichen Wunden keine Zeit mehr hatten auch nur ansatzweise wieder zu verheilen. Auch konnte ich kaum noch, geschwächt vom Blutverlust, die zahlreichen Angriffe meines wohl seelenlosen Feindes abblocken.

    Das spontane und unerwartete Nachsinnen von Sabretooth hatte X-23 genutzt um sich schützend vor ihren biologischen Vater zu stellen.
    “Nein! Nein! Bitte wir sind doch eine Familie, Onkel Victor!”, rief das Mädchen flehend mit Tränen in den Augen.
    Auch Miss Shen wandte sich bittend an ihn: “Mister Creed lassen sie ihren Hass und Wut welchen Sie für ihren Bruder empfinden, doch an dessen Klon aus.”

    Der Blick Victors streifte tatsächlich zu ihr, dann wieder zu den immer noch am Boden liegenden Logan, der ihm wehrlos ausgeliefert war, und damit auch zu Laura, die ihn jetzt aber mehr als nur entschlossen ansah. Danach wanderte sein Blick weiter zu X-24, der mir weiterhin tödliche Wunden zufügte, kurz innehielt und sich tatsächlich kurz zu Victor umwandte.
    Die Blicke der beiden trafen sich nur kurz, ehe sich der Loganklon wieder mir zuwandte. Doch diese wenigen Sekunden reichten aus, und Sabertooth stellte die verblüffende Ähnlichkeit fest.

    Noch einmal kurz starrte Victor auf die Waffe, die er in den Händen hielt, dann sagte er entschlossen: “Lebe wohl Jimmy!”
    Kaum hatte er diesen kurzen Satz beendet, zielte er sicher und drückte er ab.

    Der Kopf des Getroffenen explodierte regelrecht, er dieser zusammensackte.

    Mit Tränen in den Augen nahm Zander Rice eine Bewegung direkt neben sich war. Es war First Lieutenant Jin, die ihre Waffe auf ihn gerichtet hielt.
    “Betrachten Sie sich als Gefangener! Und bereiten Sie mir bloß nicht die Freude zu schießen, Doktor!”, erklärte die chinesische Soldatin warnend.

    Kalter Angstschweiß brach auf der Stirn des vor kurzem noch siegesgewissen Wissenschaftlers aus. Zeitgleich wurde das Gebäude von weiteren Militärs und Polizisten gestürmt.
    Von alldem bekam ich schon nichts mehr mit. Schlaff und regungslos, aber von der Lage befreit lag ich auf einer Trage.
    “Halt! Nicht das Serum!”, mahnte Cassandra Fraiser. “Wir wissen nicht ob es abhängig macht. Wolfrino wird von alleine wieder gesund werden müssen - also schaffen wir ihn so schnell es nur geht auf die Krankenstation des Homeworld Command!”

    Ohne auch nur ein weiteres Wort oder eine Geste zum Abschied war Victor Creed spurlos verschwunden.

    “Lassen Sie ihn! Lasst ihn! Lasst ihn einfach gehen”, stöhnte ein wieder auf die Füße gekommener Logan in die Richtung von Miss Shen, die einen Suchtrupp hinter Victor Creed losschicken wollte.
    Die IOA-Vorsitzende sah ihn nur kurz fragend an, dann nickte sie und stoppte den Trupp.


  13. #30
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John's Chaya
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    Standard

    Odyssee
    Folge 1.14 - Unerwartetes Wiedersehen, Teil 2


    “Meine Gene waren wohl als einzige auf der ganzen Welt mit denen deines Bruders kompatibel. Was soll ich noch weiter dazu sagen, ich bin das Ergebnis eines geheimen Experiments. Und solltest du mich nicht endlich vorbeilassen könnte es für deinen Bruder sehr böse enden. Ja, du hast richtig gehört, Logan steckt wirklich in der Klemme… und…”
    Na, das nenne ich mal ein Familientreffen der besonderen Art.

    Ratlos und irritiert blickten sich nicht Pierce und Rice einander an, sondern auch die Söldner, die dann in ein zufrieden grinsendes Gesicht von Miss Shen auf der anderen Seite des Kampfplatzes blicken mussten.
    Überraschung gelungen.

    “Er hat mir also keinen Scheiß erzählt”, brummte Sabretooth, der nebenbei interessiert den Kampf auf dem Montitor verfolgte.
    Es vergingen einige Minuten, ehe er kurz einige unverständliche Worte murmelte, bevor er wieder verschwand.
    Hoffentlich tut er jetzt das richtige.

    Viel zu spät bemerkten es alle - auch X-23, Laura Kinney war verschwunden.
    Ups ... die Kleine hat sehr viel Mumm, ganz der Herr Papa.

    Odyssee
    Folge 1.15 - Unerwartetes Wiedersehen, Teil 3


    Unbemerkt von allen hatte Victor sich hinter eine der Säulen versteckt, die im Schatten lagen.
    Er soll sich nicht verstecken, sondern helfen. So ein A...

    “Wir sind Brüder Jimmy! Und Brüder beschützen einander!”
    Genau, so sollte es eigentlich sein. Doch wie heißt es noch so schön: Freunde kann man sich aussuchen - Familie nicht. Wie wahr ... wie wahr ...

    “Verfluchter Mist!”, stieß Victor absolut überrascht hervor, als erkannte wer da überhaupt gerade an ihm unbehelligt vorbeigeeilt war.
    Victor sollte sich was schämen und sich lieber ein Beispiel an seiner Nichte nehmen.

    “Dieses kleine Mädchen da… ist… ist deine Tochter Logan”, erklärte ich, “und werde ihr jetzt gegen deinen miesen Zwilling helfen. Nimm dir noch ein paar Minuten Zeit.”
    Eine Schlagkräftige Familie, die Kleine kann ihre Herkunft nicht leugnen.

    “Also - mir reicht das jetzt!”, nuschelte Donald Pierce einige Meter weiter, welcher gerade einen Revolver lud. Dann sah er Zander Rice an und erklärte: “Erst ist Waffe X an der Reihe, und danach sein nerviger Kumpel…”
    Oh jeee...

    Mittlerweile hatte sich Victor Creed dazu durchgerungen zumindest seiner Nichte zu helfen, die von einigen Pfeilen durchbohrt worden war um sie auf brutalste Art und Weise in der Mitte zu halten.
    Wie ''nett'' von ihm, wenigstens jetzt endlich seiner kleinen Nichte zu helfen. Warum nicht gleich so.

    Knurrend fügte der alte Mutant kalt hinzu: “…und außerdem tötet niemand Jimmy! Niemand sonst außer mir!”
    Na, das ist doch mal eine Ansage.

    “Nein! Nein! Bitte wir sind doch eine Familie, Onkel Victor!”, rief das Mädchen flehend mit Tränen in den Augen.
    Lässt er sich durch die Tränen erweichen?

    Noch einmal kurz starrte Victor auf die Waffe, die er in den Händen hielt, dann sagte er entschlossen: “Lebe wohl Jimmy!”
    Hoffentlich ist es der richtige.

    Schlaff und regungslos, aber von der Lage befreit lag ich auf einer Trage.
    Sieht so aus, als hätte Onkelchen doch noch die richtige Entscheidung getroffen.

    “Lassen Sie ihn! Lasst ihn! Lasst ihn einfach gehen”, stöhnte ein wieder auf die Füße gekommener Logan in die Richtung von Miss Shen, die einen Suchtrupp hinter Victor Creed losschicken wollte.
    Wollen wir hoffen, dass das die richtige Entscheidung war und sie sich nicht irgendwann rächen wird.


    Na, das waren ja mal überraschende Kapitel. Eine große Familenzusammenführung. Wolferine hat eine süße Tochter. Wolferinchen oder Wolfine? Das waren tolle Kapitel und ich bin neugierig wie es weitergeht.

    Spoiler 
    Tut mir leid, dass ich etwas spät mit den Feedbacks bin. Meine rechte Hand mag seit einiger Zeit ''Mäuse'' nicht mehr so, davon hängt das Feedback schreiben ab. Denn dazu brauch ich die Maus. Und ich kann es auch nur auf dem Desktop schreiben. Aber lesen tue ich sie immer ziemlich zeitnah, bin ja schließlich neugierig.
    Ich bin zu alt, um nur zu spielen, zu jung, um ohne Wunsch zu sein.

  14. Danke sagten:


  15. #31
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
    Registriert seit
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    Standard

    Leute. Die Zeit vergeht irgendwie viel zu schnell

    Doch zunächst wieder ein großes Danke an die gesamte treue Leserschaft, die Kritikschreiberin, ebenso an Ehre_Sei_den_Ori, John´s Chaya & SaturnV, fürs Drücken des Buttons

    Feedback-Feedback:
    Spoiler 
    @ John´s Chaya:
    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Odyssee
    Folge 1.14 - Unerwartetes Wiedersehen, Teil 2


    Na, das nenne ich mal ein Familientreffen der besonderen Art.

    Überraschung gelungen.

    Hoffentlich tut er jetzt das richtige.

    Ups ... die Kleine hat sehr viel Mumm, ganz der Herr Papa.
    Ich fasse mich mal kurz a hast Du in allen Punkten so was von Recht


    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Odyssee
    Folge 1.15 - Unerwartetes Wiedersehen, Teil 3



    Er soll sich nicht verstecken, sondern helfen. So ein A...
    Tja, lass ihn doch

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Genau, so sollte es eigentlich sein. Doch wie heißt es noch so schön: Freunde kann man sich aussuchen - Familie nicht. Wie wahr ... wie wahr ...
    Das Zitat aus dem Wolverine-Film musste da unbedingt mit rein, um den Kerl an etwas zu erinnern

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Victor sollte sich was schämen und sich lieber ein Beispiel an seiner Nichte nehmen.
    Wie wahr

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Eine Schlagkräftige Familie, die Kleine kann ihre Herkunft nicht leugnen.
    Ich sage es mal mit Teal’cs Lieblingsspruch: “In der Tat!”

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Oh jeee...
    Genau…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Wie ''nett'' von ihm, wenigstens jetzt endlich seiner kleinen Nichte zu helfen. Warum nicht gleich so.
    Die Kleine scheint dem Kerl irgendwie sympathisch zu sein

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Na, das ist doch mal eine Ansage.
    Also ich weiß nicht

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Lässt er sich durch die Tränen erweichen?
    Kindermund tut Wahrheit kund

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Hoffentlich ist es der richtige.
    Mal schauen…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Sieht so aus, als hätte Onkelchen doch noch die richtige Entscheidung getroffen.
    Scheint so…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Wollen wir hoffen, dass das die richtige Entscheidung war und sie sich nicht irgendwann rächen wird.
    Ich denke mal schon Immerhin konnte Sabretooth mal seinen ganzen Frust auf Wolverine abbauen.

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Na, das waren ja mal überraschende Kapitel. Eine große Familenzusammenführung. Wolferine hat eine süße Tochter. Wolferinchen oder Wolfine? Das waren tolle Kapitel und ich bin neugierig wie es weitergeht.
    Und ein Spoiler! Nanu?!
    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Spoiler 
    Tut mir leid, dass ich etwas spät mit den Feedbacks bin. Meine rechte Hand mag seit einiger Zeit ''Mäuse'' nicht mehr so, davon hängt das Feedback schreiben ab. Denn dazu brauch ich die Maus. Und ich kann es auch nur auf dem Desktop schreiben. Aber lesen tue ich sie immer ziemlich zeitnah, bin ja schließlich neugierig.
    Dankeschön für deine lieben Worte, freut mich dass es dir gefallen hat, und du dich wie auch schon auf den weiteren Verlauf der Geschichte freust, sowie treu mitliest


    Zum ersten Male verlassen wir für die nächsten Folgen gewohnte Umgebung, obwohl auch einige alte Bekannte auftauchen. Doch ich will nicht zuviel verraten, daher viel Spaß beim Lesen

    Odyssee
    Folge 1.16 - Das Findelkind, Teil 1


    Höhere Ebene des Universums
    Ebene der ewigen Auseinandersetzungen

    Pausenlos zuckten mächtige Blitze auf dieser Ebene der Existenz, aber auch andere heftige Energieentladungen herrschten hier vor.
    Es gab hier so einige Aufgestiegene deren Konflikte sie hierher gebracht hatten.
    Doch man nahm von den anderen Paaren, die sich hier aufhielten keinerlei Notiz, denn zu tief und erbittert war man auf den jeweils eigenen Streit fixiert.

    So auch Adria, die Orici der Ori und ihre Rivalin Ganos Lal, die man auf der Erde in der Artus-Sage auch unter den Namen Morgan Le Fay kannte.
    Beide rangen bereits seit etwa anderthalb Jahrzehnten heftig miteinander, ohne das jemals den anderen überlegen sein könnte um den anderen zu vernichten und diese Ebene wieder zu verlassen.
    Doch durch genau diese langen Kämpfe lernte man seinen Gegner immer mehr kennen, Schwächen und Stärken, Fehler und Erfolge, Erfahrungen und Irrtümer. Drang dadurch immer tiefer in die Vergangenheit der jeweils erbitterten Feindin vor.

    Schließlich war die Antikerin auf etwas gestoßen, womit sie niemals gerechnet hatte. Zu gut hatte die Orici dieses Geheimnis bisher vor ihr verwahrt.
    “Was hast du getan?”
    “Tja, ich werde gewinnen”, lachte Adria, “denn mein Wille wird geschehen. Und sobald ich wieder stark genug als Göttin angebetet und verehrt werde - werde ich wieder frei sein! Somit stark genug wieder meinen rechtmäßigen Platz im Universum einzunehmen!”

    Mit großer Genugtuung registrierte sie daher den entsetzten Gesichtsausdruck ihrer Gegnerin.

    viele Jahre zuvor
    Milchstraße
    Merlins Verbannungsort

    Mit knapper Not und der Hilfe von Daniel Jackson war SG-1 gerade noch rechtzeitig durch das Stargate entkommen. Schwer gezeichnet und mitgenommen vom Kampf mit der Orici war Daniel in die Hocke gegangen.
    Sie hatte es zwar nicht geschafft SG-1 zu töten, doch dafür schritt Adria auf ihren Trostpreis zu. Sie erwog kurz zumindest ihn aus Rache zu töten, doch besann sie sich sofort, denn sie hatte sich an etwas erinnert, daher ging die Orici neben ihren wohl wichtigsten Gefangenen in die Hocke und wisperte leise in dessen Ohr: “Nein, mein Lieber, du wirst nicht durch meine Hand sterben - denn wir haben große Pläne mit Dir vor!”

    Einige Wochen später
    Ori-Flotte - Adrias Mutterschiff

    Schnell hatte die Orici bemerkt dass ihre Liebesnacht mit Daniel, nachdem sie diesen unter Drogen gesetzt hatte, erfolgreiche Frucht tragen würde. Daher musste sie schnell handeln, wobei ihr ihre gute Planung zugute kommen sollte, denn sie hatte vorgesorgt.
    Unverzüglich rief sie nach einen der wenigen Priore, die in ihre Pläne eingeweiht waren.

    “Göttliche Orici!”, murmelte er ehrfürchtig als er sich verneigte, nachdem er das Quartier betreten hatte.
    “Mein lieber Eremitias. Ihr anderen alle verlasst nun diese Gemächer - auch meine Leibgarde!”, befahl Adria, die dann in der Tat solange wartete bis alle hinausgegangen und die Türen wieder verschlossen waren.

    “Ich werde wie geplant schon sehr bald Daniel Jackson zu einem Prior machen, damit er uns hilft die Menschen dieser Galaxie auf dem Pfad des Lichtes und der Wahrheit zu führen. Denn dieser Freund meiner Mutter hat nämlich endlich erkannt, worum es geht. Doch bevor es soweit ist, müsst Ihr, die auserwählte Magd und ein Teil meiner Leibgarde fort. Ihr werdet zu einer langen Reise zu fernen Sternen aufbrechen, euer Ziel ist eine Galaxie, wo laut einiger Aufzeichnungen ebenfalls Menschen leben sollten. Es ist also ein wichtiger Auftrag, der euch alle zufällt und somit ein Geheimnis zu bewahren von welchem nur ihr wisst und sonst niemand - außer mir!”
    “Euer Wille wird geschehen, o Orici! Denn ich werde euch ewig dienen.”
    Adria lächelte wohlwollend den Prior an, und ergänzte: “Ich weiß Eremitias. So folge mir jetzt, damit wir den Glauben an den Pfad des Ursprungs noch weiter in das Universum tragen!”

    Ohne ein Wort zu sprechen folgte der Mann seiner mächtigen Herrin in eine geheime Kammer. Dort hielt sich seit einiger Zeit eine schwangere Frau auf, die sich dem Willen von Adria vollkommen unterworfen hatte.

    Erneut lauschte der Prior sehr genau den Worten und Anweisungen der Orici.
    “…deswegen habe ich diese Magd für diese Aufgabe auserwählt ohne jegliche Gefahr für meine Blutlinie um diese fortzuführen, damit ich in dieser Galaxie meine Rolle erfüllen kann.”
    “Ich verstehe und werde es genauso ausführen, wie Ihr es mir aufgetragen habt.”
    “Sehr gut. Doch nun müsst ihr unverzüglich ins ferne Sternenmeer aufbrechen, Eremitias!”
    “Wie Ihr befiehlt!”

    Abermals lächelte Adria ihn, und auch die Magd an, und rief dann nach den auserwählten Männern und auch Frauen, die zu ihrer Leibgarde gehörten.
    “Ihr wisst alle was zu tun ist. Ihr werdet in einer fernen Welt eine Kolonie gründen, sobald die Zeit gekommen ist! Und nun, geht!”, ordnete die Orici an.
    Sogleich machten sich die Gruppe der Auserwählten auf den Weg zu den Hangars des Ori-Mutterschiffes.

    Im Hangar stand das bereitgestellte Shuttle schon seit einigen Tagen zur Verfügung, denn es war eines welches von Adria persönlich des Öfteren genutzt wurde. An Bord fanden der Prior Eremitias und die anderen alles exakt genauso vor, wie es die Orici ihnen allen gesagt hatte.
    Auch waren die Zielkoordinaten bereits in den Bordcomputer eingespeichert, und somit war die Besatzung an Bord nur noch für die wichtige Fracht verantwortlich.

    Durch das Fenster ihres Quartiers aus, sah Adria zufrieden das das kleine Raumschiff gestartet und kurz darauf im Hyperraum verschwunden war.
    Später verlangte die Orici endlich Daniel Jackson zu sehen, um diesen wie geplant in einen Prior zu verwandeln.

    einige Wochen später
    Sternbild & Andromeda-Galaxie
    Messier 110 alias NGC 205 alias Andro-Alpha-Galaxie
    Hyperraum < = > Zielwelt: Planet Heraclia

    Es war ein langer Flug für die Besatzung an Bord des kleinen Raumschiffes gewesen, welcher sich den Erde zuneigte. Ein akustisches Signal hatte dies allen signalisiert.
    Schon kurz darauf wurde der Hyperraum verlassen. Seit Wochen hatten alle nur hin und wieder aus eines der vorhandenen Fenster geschaut, wo sie Sterne und Galaxien an sich vorüberhuschen sahen - doch nun blickten sie gespannt auf das Planetensystem vor sich.

    Der Autopilot steuerte das Shuttle auf einen Planeten zu, auf welchen es laut der Daten, die man empfing kein Sternentor existierte. Einige Kilometer vor der Atmosphäre des Planeten schaltete sich der Autopilot ab, und Eremitias steuerte das Raumschiff von nun an mit der Kraft seiner Gedanken.

    Nach einem langen Erkundungsflug setzte der alte Prior in einem großen Waldgebiet in einer zerklüfteten Bergregion zur Landung an. Hier waren sie gut verborgen vor den Augen der einheimischen Bewohner dieser Welt.

    Die Besatzung verlor keine Zeit, und wer nicht zur Wache eingeteilt war, half dabei die Anweisungen von Adria umzusetzen. Der Aufklärungstrupp der Leibgarde beobachtete mit großem Interesse das kriegerische Treiben der Menschen, die auf diesen Planeten zu Hause waren. Davon berichteten sie allen anderen sehr ausführlich.

    Die Zeit verging rasch und als alle Anordnungen, die die Orici in Auftrag gegeben hatte, kam für die von ihr auserwählte Magd die Zeit ihrer Niederkunft.

    Es trat genauso ein wie es die Orici allen prophezeit hatte, denn die Magd gebar zuerst ein Mädchen und kurz darauf noch einen Jungen. Wenige Stunden nach der Entbindung starb diese, weil sie zu erschöpft war. Der Prior tröstete sie als sie im Sterben lag und damit die Frau nicht litt, versetzte er jene in einen tiefen Schlaf.

    Mit der anschließenden Beisetzung ehrten ihre Weggefährten sie mit großem Respekt, ehe der Prior den aufgeschichteten Holzstapel mit dem Leichnam mit seinem Stab entzündete.

    Auf den Tag darauf teilte der Prior die Leibgarde wie von der Orici aufgetragen auf. Eine Hälfte blieb bei ihm. Er versetzte die Männer und Frauen in einen tiefen Schlaf indem er sie alle in Statuen verwandelte. Die andere Hälfte schickte er fort, um für den Sohn der Orici eine Pflegefamilie suchen zu lassen. Und sobald die Soldatinnen und Soldaten der Leibgarde ihre Mission erfüllt haben würden, würden auch sie sich in Statuen verwandeln, wofür sie aber von einem Trank trinken mussten.

    Derweil zog Eremitias umher um für das erst vor wenigen Tagen geborene Mädchen eine geeignete Pflegefamilie zu finden. Der Prior musste nicht lange suchen. Schließlich fand er, wonach er gesucht hatte und legte den Korb mit dem Mädchen vor der Tür eines Hauses ab.
    Kaum hatte er dies getan, verneigte er sich ehrfürchtig und zog sich dann in den Wald zurück um dort als Einsiedler zu leben und von dort aus über die Kinder wachen zu können.

    Es war früh am Morgen und die Sonne war noch nicht ganz zu sehen als sich die Tür öffnete. Der Hausherr, dem das Haus und das Farmland gehörte und gerade eben wie jeden Tag zu dieser Stunde sich zu seinem Kontrollgang aufmachen wollte, stutzte sofort als er den Korb zu seinen Füßen sah.
    “Na da soll mich doch… Schatz! Komm doch bitte mal her”, rief er laut hinein als er sich nach hinten umwandte.
    “Was gibt es denn mein lieber Gemahl?”
    “Komm einfach her, und siehe selbst.”

    Mit einem leicht gestressten Gemurmel trat sie an ihn heran: “Also was gibt es das Du hier so einen Aufstand am frühen Morgen machst?”
    Zur Antwort deutete er nur nach unten.
    Sie folgte der Geste und stieß: “Oh ihr Götter!” - hervor als sie das kleine Kind im Korb vor sich liegen sah.

    Wie lange hatten sich diese beiden schon ein Kind gewünscht - und nun lag eines vor ihnen. Für beide war es ein Zeichen der Götter, welche sie nun endlich erhört hatten.

    “Tja, ich würde sagen… wir kümmern uns erst einmal um Dich!”, brummte ein sich bückender Alexander, der den Korb hochhob um ihn ins Haus ins Warme zu tragen. Er stellte ihn auf einen Tisch in der großen Stube des Hauses ab. Seine Gemahlin Eve übernahm die sehr sorgfältige Untersuchung des Neuankömmlings und stellte erleichtert fest: “Es ist ein Mädchen! Wir haben also von den Göttern eine Tochter geschenkt bekommen! Das wichtigste. Sie scheint bei perfekter Gesundheit zu sein… und um den Hals befindet sich eine Kette… auf dem Stein hier ist ihr Name eingraviert worden: Adriana. Adriana heißt du also. Was für einen schönen Namen du hast!”

    Die beiden konnten ihr Glück immer noch kaum fassen, und während Eve die kleine Adriana in ihren Armen wiegte, untersuchte Alexander den Inhalt des Korbes sehr genau.
    “Hm”, brummte er, “wie es aussieht muss die Kleine von adliger Herkunft sein…”
    “Woraus schließt Du das? Was befindet sich denn noch so in diesen Korb?”
    “Anhand des Heftes von diesem Dolch und den Ledergürtel hier, einem Buch, sowie diesen Kostbarkeiten hier - so etwas haben nur die Personen in der Oberschicht”, lautete die Antwort ihres Gemahls, der alles auf dem Tisch ausgebreitet hatte.
    “Da gebe ich Dir Recht… kleine Gold- und Silberbarren, und das dort muss Kupfer oder Bronze sein, sowie einige Beutel mit Edelsteinen. Und was ist das da?”
    “Eine Schriftrolle vermute ich.”
    “Schlauberger! Spann mich nicht auf die Folter! Was steht drin?”

    “Tja”, brummte er lächelnd, “es beginnt mit einer Grußformel, der Namen des Kindes, enthält Bitten und Anweisungen was zu tun ist damit Adriana ihren Platz einnehmen kann. Vermutlich um die Stelle ihrer Mutter als Herrscherin einzunehmen. Genaueres dazu steht leider nicht drin. Dann am Schluss eine Segensformel.”
    “So, ich lege die kleine Adriana erst einmal in ihr Körbchen und lese die Schriftrolle selber noch einmal durch, weil Du mal wieder sehr sparsam mit Deinen Worten warst…”
    “Ist gut. Und ich werde dann mal meinen Rundgang auf dem Hof machen”, erklärte Alexander, der Eve die Schriftrolle aushändigte.

    “Die Kleine muss in der Tat von sehr hoher Geburt sein. Wir werden Adriana behüten, als wäre sie unser eigen Fleisch und Blut!”, legte Eve fest, ehe ihr Mann aus dem Hause nach draußen trat, als sie begonnen hatte sehr aufmerksam in der Botschaft zu lesen.

    ---

    Die darauffolgenden Jahre vergingen schnell und die kleine Adriana wuchs heran. Doch blieb der Schoß von Eve nicht mehr länger verschlossen, denn sie konnte sich gemeinsam mit ihrem Gemahl Alexander 2 Jahre nachdem sie Adriana als ihr Kind angenommen hatten, über eine weitere Tochter, der sie den Namen Egeria gaben, freuen.

    Als Adriana alt genug geworden war, stellte ihr Pflegevater erstaunt fest, wie gut sie mit den Tieren, insbesondere mit den Schafen, Pferden und Hunden umzugehen verstand.
    Dies führte dazu dass er sie mit zum Schafe hüten mitnahm, was zeitweise auch sein Bruder übernahm. Parallel dazu bildeten die drei einige Schäferhunde aus, welche Adriana später unterstützen sollten.

    ---

    Es waren wieder einige weitere Jahre vergangen, und es zeichnete sich an der Figur von Eve ab, dass jene ein weiteres Kind erwartete. Deswegen hielt sie sich überwiegend in der Nähe des Hauses auf. Sie hatte sich an den Tisch gesetzt um das Gemüse zu putzen, als sie nach Adriana rief: “Liebling! Dein Vater hat etwas für Dich!”
    “Ich komme”, hallte es von draußen her.

    Nur wenige Sekunden waren verstrichen und Adriana eilte zu den beiden ins Haus.
    Alexander räusperte sich kurz, dann schritt er zu einem Schrank, bückte sich hinab zu den Korb und hob etwas auf. Es war der Gürtel mit dem Dolch.

    Das Mädchen machte große Augen: “Ist der etwa für mich?”
    “Ja, er gehört Dir. Nach unseren Kalender wirst du morgen elf Jahre alt, und gemäß der Botschaft solltest du dies hier für genau dieses Lebensjahr erhalten. Bedenke aber, das hier ist eine Waffe und kein Spielzeug, das bedeutet: Nutze ihn nur zur Verteidigung und Abwehr - also zu Deinem Schutz!”, schärfte Alexander seiner Tochter ein.
    “Also wird mich wohl Onkel Philip nicht länger begleiten”, erkannte Adriana.
    “So ist es. Außerdem hast Du die drei guten Schäferhunde: Helena, Hector und Paris, sowie mein vollstes Vertrauen!”
    “Ich danke dir, Vater”, entgegnete sie mit Tränen in den Augen als sie ihn umarmte. Dann legte sich das Mädchen den Gürtel um, während ihre Mutter aufstand um ihr einen Beutel zu reichen.
    “Hier mein Kind. In diesen Vorratsbeutel ist Verpflegung für Dich und die Schäferhunde.”
    “Danke Mutter.”
    “Pass auf Dich auf!”
    “Das werde ich.”
    “Ich begleite dich noch ein Stück Adriana”, erklärte Alexander, der schon länger wusste dass seine Pflegetochter ein ausgezeichnete Hirtin war.

    Nach einem Fußmarsch von einer guten Stunde hatten sie den aktuellen Weideplatz mit der Schafherde von etwa drei Dutzend Tieren erreicht. Schon vor der Ankunft hatte sich Alexander auf den Rückweg zu seinem Hof gemacht.

    Somit war die junge Adriana allein mit den drei Schäferhunden und der Schafherde. Die Sonne stieg immer höher. Um die Mittagszeit suchte sie deswegen ihren Lieblingsplatz unter einer schattigen Weide an einem Bach auf, welche auf einen kleinen Hügel stand.

    Nach und nach rief sie dann ihre Hunde zu sich, angefangen bei Helena um ihnen nacheinander ihr Fressen zu geben. Den Hirtenstab hatte sie griffbereit neben sich auf den Boden abgelegt, als sie mit dem Füttern der Hunde fertig war, und sich selber was aus der Vorratstasche herauszusuchen begann. Das Mädchen hatte vor ihre Mahlzeit zu sich zu nehmen und nebenbei etwas in dem Buch zu lesen. Im Augenwinkel bemerkte sie eine schleichende Bewegung.

    ´Das darf doch nicht wahr sein, oder!´, dachte sie als sie die schäferhundgroße Kreatur bemerkte, die sich an eines der Lämmer heranpirschte.
    Sie sah sich auf den Boden um auf dem sie Platz genommen hatte, es lagen hier verstreut einige faustgroße Steine herum. Schnell hob sie einen der Steine auf, und schrie: “Lass meine Tiere in Ruhe, du verdammtes Vieh!”
    Sie schleuderte den Stein, der das Raubtier schmerzhaft an der Flanke traf. Knurrend wandte es sich dem Mädchen zu, das aufgestanden war und den Hirtenstab in der linken Hand hielt und in der rechten den Dolch.

    Doch zum Glück hatten auch ihre drei Hirtenhunde endlich auf den Eindringling reagiert, der eingekreist und letztendlich mit wilden gezielten bösen Bissen verjagt wurde.
    “Komm ja nie wieder!”, rief Adriana dem geschundenen Raubtier hinterher, welches sich jaulend in Sicherheit gebracht hatte.
    Beruhigend mischte sie sich unter die Schafe, hielt aber ihren drei Hunden eine kleine Predigt: “Was soll das Paris? Du warst am dichtesten dran - schäm dich!” - tadelte sie den Rüden am Ohr ziehend.

    Als die Sonne sich senkte machte sie sich auf den Rückweg. Und daheim auf dem Hof angekommen erzählte sie von ihren ersten Tag.

    Früh am nächsten Tag steuerte Adriana die gleiche Weide an. Ehe sie sich einen Platz suchte, machte sie zunächst einen Rundgang und suchte nach verräterischen Spuren von Raubtieren. Sie fand zu ihrer Erleichterung keine.

    Wieder zur Mittagszeit waren zuerst Helena, Hector und Paris mit ihrem Futter dran. Dieses Mal wartete das Mädchen bis die Hunde mit dem Fressen fertig waren, dann mahnte sie die drei: “He! Aufpassen! Passt ja auf!”
    Aber Adriana selbst war wachsam als sie in der Vorratstasche suchte, denn sie schaute sich immer wieder den Waldrand an. Mit einem Lächeln holte sie einige Scheiben Brot, etwas Schinken und Käse heraus. Irritiert schaute sie noch abermals hinein und atmete erleichtert durch, denn ihre Mutter hatte an das Obst gedacht, obwohl es gestern Abend schon so spät war als sie diese Bitte geäußert hatte.

    Adriana hatte erst einige Bissen zu sich genommen als sie unvermittelt die verzweifelten Hilferufe und Schreie eines anderen Mädchens vernahm. Sie kamen von ganz in der Nähe. Fieberhaft dachte das Hirtenmädchen kurz nach.
    “Die Steilwand!”, fiel ihr ein, als sie alarmiert aufsprang, alles schnell wieder im Beutel verstaute. Dann hob sie ihren Hirtenstab auf, eilte in Richtung der Steilwand los.

    Ihre drei Hirtenhunde folgten ihr sofort, daher wandte sie sich um: “Nein! Nein! Helena, Hector, Paris - bleibt bei der Herde!”
    Mit treuen Blicken wurde sie kurz angeschaut, doch die drei verstanden die ihrigen, die Gesten und Worte und wandten sich den Schafen zu um diese zu bewachen.

    Alleine eilte Adriana weiter durch das Dickicht des Waldes den Rufen des anderen Mädchens zu, das immer mehr an Halt verlor und immer weiter nach unten zu rutschen drohte. Das weiche Erdreich an welches es sich mit aller Kraft versuchte festzuhalten gab immer mehr nach.

    Überraschend für sie waren auf einmal zwei Hände da, die etwas kleiner waren als ihre eigenen, und beherzt zugriffen.
    “Habe Dich!”, rief eine Stimme über ihr.
    Mit großer Kraftanstrengung zog Adriana und das andere Mädchen trat mit aller Kraft in die weiche Wand um Halt zu finden. Diese gemeinsame Kraftanstrengung führte zu dem Erfolg.
    Schweißgebadet und erschöpft von diesem gewaltigen Kraftakt sanken beide in das Gras nieder. Beide atmeten mehrere Minuten erst einmal schwer durch.

    “Für deine Körpergröße bist du ganz schön kräftig”, bemerkte die Gerettete, die sich als Erste wieder langsam aufgerichtet hatte, während ihre Retterin immer noch etwas matt im Gras lag.
    Sie sah sich ihre unverhoffte Hilfe näher an, stutzte kurz und ergänzte: “…und dabei bist Du keine von uns, sondern nur ein junges Hirtenmädchen.”
    “Ja, ich bin ein Hirtenmädchen. Ist doch kein Problem, oder?”, erwiderte Adriana, die sich in eine sitzende Position gebracht hatte, um ihre Gesprächspartnerin ansehen zu können.

    Der Anblick allerdings ließ sie zusammenzucken, nachdem sie das andere Mädchen gemustert hatte, deren Körper von einem dunklen wollenden Hemd bedeckt war, sowie einen ledernen Lederschurz um die Hüften und leichte Lederstiefel, auf den Rücken einen Bogen und einen Köcher mit Pfeilen trug. Auch die beiden Messer an den Stiefelschäften und den Dolch am Ledergürtel, der das wollende Hemd zusammenhielt bemerkte sie.

    Daher stotterte Adriana etwas verängstigt: “Du… du bist… du bist eine… eine Amazone, nicht wahr!”
    Das ältere Mädchen, das einen Kopf größer und einige Jahre älter als sie war, bemerkte den bangen Blick und sagte: “Ja. Man nennt mich Veronika.”
    “Tötest Du mich jetzt?”, murmelte Adriana, deren Hand nach den eigenen Dolch tastete.
    “Nein! Außerdem töten wir nur Männer”, antwortete die junge Amazone. Dann fügte sie lachend hinzu: “Nein! Jetzt mal im ernst, wir Amazonen töten andere Menschen nur um unser Volk zu beschützen, und es wäre so etwas von undankbar von mir meiner Lebensretterin so etwas anzutun. Wir sind wohl eher Schwestern. Ich habe Dir meinen Namen genannt…”
    “Ich bin Adriana, die Tochter des Alexander und der Eve - meinen Pflegeeltern”, murmelte das Hirtenmädchen erleichtert. “Hm, ich war gerade beim Essen… hast du auch Hunger Veronika?”
    “Und wie. Von deiner Familie habe ich gehört, ihr wohnt auf dem neutralen Gebiet. Dein Vater treibt sogar Handel mit uns…”
    “He, warte mal… dann bist du ja eine der Prinzessinnen der Amazonen.”
    “Das ist richtig. Ich war gerade auf der Jagd, als… he, schau nicht so fragend. In unserem Volk müssen wir sehr schnell den Umgang mit den Waffen lernen. Hör mal, ich könnte dir den Umgang mit Pfeil und Bogen beibringen, denn jetzt mal ehrlich mit dem Hirtenstab und den Dolch, sowie deinen Schäferhunden schaffst du es nicht die wirklich gefährlichen Raubtiere dieser Wälder in Schach zu halten…”
    “Darüber würde ich mich sehr freuen.”

    Während sich die beiden miteinander unterhalten hatten, hatten sie die Herde erreicht und wurden mit dem Gebell der drei Hunde begrüßt.

    Es war früh am morgen, und da Veronika genau wusste wo Adriana und ihre Familie wohnten, wartete sie in der Nähe des Pfades, den ihre Freundin mit der Schafherde auf dem Weg zu Weide benutzen musste.
    Sie verbarg sich schon seit einiger Zeit geübt zwischen den Büschen am Wegesrand um nicht entdeckt und eventuell gefangengenommen, oder gar ermordet oder als Sklavin verkauft zu werden.

    Kaum war Adriana nicht mehr vom Hof aus zu sehen, da vernahm Alexander vollkommen unerwartet das freudige Gebell der Hunde, welches aber sehr schnell wieder abebbte.
    “Hm, ich glaube unsere Tochter hat eine Freundin gefunden”, murmelte er.
    Eve seine Ehefrau dachte kurz nach, bevor sie ihre Vermutung aussprach: “Sag es bloß keinen weiter - doch ich vermute dass wohl Amazonen in der Nähe sind.”
    “Ist anzunehmen. Was nicht schlecht wäre… sie würden jeden Schurken von unserer Tochter fernhalten.”
    “Warten wir doch einfach ab. Ich bin mir sicher, dass sie es uns irgendwann erzählen wird”, sagte Eve, die ihren Mann freundlich anlächelte.

    Als Adriana und Veronika mit den Hunden und der Herde den Weideplatz erreicht hatten, erklärte die Amazone: “Habe dir etwas mitgebracht.”
    Während sie redete, hatte sie den Beutel geöffnet und einen zweiten Bogen und Köcher mit Pfeilen herausgeholt.
    “Für mich?”
    “Ja. Ist mein verlässlicher Reservebogen. Von nun an gehört er Dir!”
    “Danke.”

    Zuerst brachte die Amazonenprinzessin dem Hirtenmädchen bei, wie man die Bogensehne einharkt.
    “Puh, endlich geschafft. Muss man das etwa jedes Mal machen?”
    “Besser wäre es, sonst geht die Spannung vom Holz mit der Zeit verloren, wenn man den Bogen eine längere Zeit lang nicht gebraucht”, erklärte Veronika. “Siehst du den Baumstumpf dort drüben Adriana?”
    “Ja. Ist wohl unser Trainingsziel.”
    “So ist es. Doch solltest du die Schoner hier anlegen, sonst brichst du dir noch die Arme.”
    Gehorsam tat das jüngere Mädchen wie ihr empfohlen worden war.

    Der Tag verging so um einiges schneller, und Veronika stellte am Ende des Tages fest: “Du bist eine sehr gute Schülerin.”
    Gemeinsam legten sie den Weg zum Hof zurück. Die junge Amazone trennte sich an der gleichen Stelle, wo sie ihre neue Freundin am morgen begrüßt hatte.

    Die Sonne ging immer weiter unter und tauchte die wenigen Wolken in ein prächtiges Farbspiel. Adriana brachte alle Schafe in den sicheren Stall, schloss die Tür und schob den Riegel vor. Dann machte sie sich gutgelaunt auf dem Weg zum Haus, wo sie von ihrer Familie bereits mit Spannung erwartet wurde.

    Ihre Eltern bemerkten den Bogen und den Köcher auf ihren Rücken sofort.
    “Tja, wie wir sehen waren unsere Vermutungen richtig gewesen”, bemerkte Alexander, der Eve zuzwinkerte.
    “So ist es”, bemerkte diese milde lächelnd, “unsere Tochter hat Bekanntschaft mit den Amazonen gemacht und eine Freundin gewonnen.”
    “Ja”, stammelte Adriana. “Aber woher…”
    “Ganz einfach: Die Machart des Bogens, des Köchers und der Pfeile entspricht eindeutig der Kunst der Amazonen. Doch mache Dir keine Gedanken - wir freuen uns für dich. Aber halte diese Freundschaft noch vor den Leuten in den Dörfern und der Stadt geheim!”, erklärte Alexander.
    “Ihr verbietet mir also den Umgang nicht?”
    Eve hatte sich erhoben, trat hinzu, legte ihre Hände auf die Schultern Adrianas und sagte: “Es ist gut und wichtig wahre Freunde zu haben. Wie Du weißt kommen wir mit dem Volk der Amazonen sehr gut aus. Es sind gute Nachbarn. Aber Vater hat Recht: Halte diese Freundschaft bedeckt um deine Freundin zu schützen!”


  16. #32
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    Du hast vollkommen Recht JJO: die gewohnten Kampfszenen sind plötzlich verschwunden!
    Man könnte meinen, die "Grüne-Wiesen-Idylle" spielt in einer völlig neuen Story!

    Deine Story ist wirklich sehr vielfältig. Von Langeweile kann keine Rede sein!
    Wer andere kennt, ist klug; wer sich selbst kennt, ist weise;
    wer andere bezwingt, ist stark; wer sich selbst bezwingt, ist unbezwingbar;
    wer genügsam zu sein weiß, ist reich; wer seinen Willen durchsetzt, ist willensmächtig;
    wer sein Wesen nicht einbüßt, währt lang; wer dahingeht und doch nicht vergeht, lebt ewig.
    (Chin. Weisheit)

  17. Danke sagten:


  18. #33
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    @ SaturnV:
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    Du hast vollkommen Recht JJO: die gewohnten Kampfszenen sind plötzlich verschwunden!
    Man könnte meinen, die "Grüne-Wiesen-Idylle" spielt in einer völlig neuen Story!

    Deine Story ist wirklich sehr vielfältig. Von Langeweile kann keine Rede sein!
    Tja, diese ganzen Special-Effects sind halt teuer, deswegen dieser kleine Doppelausflug auf diesen Planeten. Ob das wirklich noch eine Idylle ist , denn immerhin treiben sich da Ori-Anhänger, und nicht zu vergessen ein quicklebendiger Prior herum
    Dieser Einschub kam sehr gelegen um einige weitere interessante und wichtige Charaktere in diese Geschichte einzufügen und das erste Mal auftreten zu lassen.

    Und vielen Dank für Dein Lob und Feedback


    So heute gibt es die neue Folge. Wir machen einen kleinen Zeitsprung, und befinden uns wieder in der gegenwärtigen Zeitlinie Wünsche viel Lesevergnügen

    Odyssee
    Folge 1.17 - Das Findelkind, Teil 2


    Gegenwart
    Messier 110 alias NGC 205 alias Andro-Alpha-Galaxie
    Heraclia

    Viele Jahre waren seit dieser Nacht, als Eremitias das Findelkind vor dem Haus von Alexander und Eve abgelegt hatte, vergangen, und Adriana war wie ihre beste Freundin Veronika zu einer sehr attraktiven jungen Frau herangewachsen.
    Dies hatte dazu geführt das sämtliche junge aber auch ältere Männer daher den Versuch unternahmen um ihre Hand anzuhalten. Darunter waren auch einige sehr vermögende und einflussreiche Häuser, denn Alexander und seine Familie waren im Verlaufe der letzten Jahre in der Lage gewesen den eigenen Besitz zu vermehren.

    Bei dem ganzen Werben um die junge Frau bedrängten sie aber auch Alexander und Eve. Aber die beiden blieben bei ihrer klaren Haltung: Adriana solle sich ihren zukünftigen Ehemann selber frei und ohne Zwang wählen dürfen.
    Dies hatte schließlich dazu geführt das kurz darauf viele Werber sich frustriert abgewandt hatten. Nur ein paar wenige wollten sich nicht beirren lassen, und versuchten Adriana direkt den Hof zu machen. Darunter war ein gewisser Rufus, der älteste Sohn eines reichen und mächtigen Kaufmannes, der am hartnäckigsten agierte.

    Die mittlerweile nun junge Frau war so sehr genervt von ihm, dass sie es schon in aller Frühe mit den Schafen hinaus auf die fernsten Weiden zog, und sich dazu genötigt sah erst spät am Abend wieder heimzukehren.
    Durch diese entstandene Situation machten sich insbesondere Eve, aber auch Alexander große Sorgen um sie. Aber auch die anderen Kinder litten massiv darunter, weil Adriana sehr beliebt bei den beiden jüngsten Alexa und Ruben war.

    Eines Abends kehrte sie wieder einmal sehr spät nach Hause zurück, aber der Grund war dieses Mal ein anderer: Denn sie hatte nach einigen vermissten Tieren der größer gewordenen Herde zu suchen, welche sie auch zum Glück in einem Erdloch wiederfinden konnte.

    Sie war gerade dabei ins Haus zu kommen, als sie beinahe von Ruben und Alexa umgerannt wurde.
    “Oh, ihr beiden Racker… seid ihr noch nicht im Bett!”
    Die beiden jüngsten ihrer Geschwister schüttelten gemeinsam verneinend die Köpfe.
    “Du kommst heute sehr spät, liebe Schwester”, stellte Egeria müde fest, die ihrer Mutter den ganzen Tag über geholfen hatte, während sie ihre ältere Schwester zur Begrüßung liebevoll umarmte.

    “Du ahnst nicht, wer heute schon wieder hier war.”
    “Rufus.”
    “Ja.”
    “So langsam nervt der Kerl mich.”
    “Kann ich verstehen. Der muss schlimmer sein als ein Blutegel”, lachte Egeria, während Adriana, die ebenfalls lachen musste Ruben und Alexa liebevoll über die Köpfe streichelte, während diese sie umklammerten.
    “Vater will dich noch sprechen, ehe du zu Bett gehst”, fuhr Egeria fort, um dann im Anschluss ihre jüngsten Geschwister unter Protest endlich in die Betten zu bringen.
    “Ist gut”, seufzte Adriana. Nachdem sie dann ihre Sachen an die Harken gehängt hatte, trat sie in die kleine Arbeitsstube ihres Vaters, wo jener sie bereits erwartete.

    Es war zum Glück kein sehr allzu langes Gespräch zwischen den beiden. Doch beinhaltet es verschiedene Themen und es wurde hin und wieder leise gelacht. Es war bereits schon Mitternacht als sich die beiden trennten um sich wohlverdient schlafen zu legen.

    Erschöpft und todmüde betrat Adriana ihre Kammer, schlurfte zum Bett, wo sie sich bereits liegend gerade noch ihrer Stiefel entledigte und auch schon einschlief, als ihr Kopf die weiche Unterlage kaum berührt hatte.

    ---

    Nicht nur der erste zarte Lichtstrahl der aufgehenden Sonne weckte sie früh am nächsten Morgen, denn Adriana hörte auch den Hahn schreien, welcher ihr zu verstehen gab endlich aus dem warmen und weichen Bett zu steigen.

    Gähnend erhob sie sich von ihrem Nachtlager, wankte zu der kleinen Kommode, die neben der Tür stand. Dort stand eine Schüssel mit Wasser mit der sie sich mit einer Handvoll des nassen Elements munter machte.
    Die junge Frau stellte verdutzt fest, dass sie immer noch vollständig bekleidet war. Ihre beiden Stiefel lagen quer vor, und ihr Gürtel mit ihrer Waffe neben dem Bett. Sie muss in der Tat vollkommen erschöpft gewesen sein, dass sie sich nicht mehr daran erinnern konnte.

    Aber sie musste sich beeilen, denn die Schafe sollten auf die Weide geführt werden. Noch einmal wusch sie sich kurz.
    Immer noch ein wenig müde von dem vergangenen Tag verließ sie ihre Kammer. Leise ging sie die Treppe hinunter um ihre jüngeren Geschwister ja nicht zu wecken.

    Die Schritte führten sie ins Esszimmer, in welcher Eve bereits beschäftigt war. Allerdings war von Alexander am heutigen Morgen nichts zu sehen. Es war aber zu vermuten, dass er bereits seinen Rundgang auf dem Hof machte, ehe die ersten Arbeiter mit ihrer Arbeit begannen.

    “Ah, guten Morgen Adriana. Es ist bereits alles vorbereitet. Aber nimm Dir heute mal Zeit mit dem Frühstück um Kraft bis zum Mittag zu haben!”
    “Danke, Mutter”, seufzte die junge Frau, die erst vor wenigen Tagen 18 Jahre alt geworden war, und sich gehorsam an den Tisch setzte.
    Sorgfältig verstaute sie nach dem Frühstück den von ihrer Mutter vorbereiteten Proviant in ihrer Vorratstasche, welche sie sich schnell umgehängt hatte.

    Sie wollte schon zur Tür hinaus als ihre Mutter hustete und mahnte: “Hast Du nicht etwas Wichtiges vergessen, Kind?”
    “Ach ja, mein Bogen und den Köcher.”
    “Genau. Du bist zwar stark und mutig - allerdings ist es wirklich fraglich, ob du dir große Raubtiere nur mit dem Dolch an deinem Gürtel fernhalten und die Herde beschützen kannst”, erinnerte die Frau ihre Tochter fürsorglich…
    “Genau diese Worte hat mir auch Veronika gesagt”, seufzte Adriana, die Eve noch einmal kurz liebevoll umarmte.

    Kaum war sie aus dem Haus getreten, liefen Schwänze wedelnd sofort die drei Hirtenhunde Helena, Hector und Paris auf sie zu.

    “Guten Morgen, die Nachtruhe war hoffentlich nicht zu kurz!”, rief ihr Vater, der soeben aus der Scheune getreten war, ihr zu.
    Schüchtern lief sie auf den Mann zu, umarmte ihn kurz, ehe sie erwiderte: “Zum Glück nicht, denn ich habe es gerade noch irgendwie zustande gebracht mit meine Stiefel und meinen Gürtel irgendwie abzulegen…”
    “Oh! Na ja, hast du dir das ankleiden heute früh gespart”, scherzte ihr Pflegevater. “Doch jetzt müssen wir an die Arbeit. Wir beide müssen die Herde aufteilen, da es für einen Teil zum Markt in die große Stadt geht, weil sie zum Verkauf bestimmt sind! Am Besten so wie besprochen durch das Gatter dort!”
    “Ist gut Vater”, nickte Adriana.

    Alexander lächelte, denn er freute sich darüber dass sie seine Frau Eve und ihn immer noch Mutter und Vater nannte, obwohl sie wusste dass sie beide nicht ihre leiblichen Eltern waren.

    Da die Schafe bereits in den letzten Tagen über gekennzeichnet worden waren, ging dieser Arbeitsschritt schnell vorüber.
    “So das müssten jetzt alle sein.”
    “Schauen wir am Besten noch einmal kurz nach, falls eines durchgeschlüpft ist.”
    “In Ordnung. Tja, hier drin sind jetzt wie erhofft 20 Schafe, 18 Lämmer und 2 Böcke”, teilte Adriana nach wenigen Minuten erleichtert mit.

    Nach einer kurzen Verabschiedung in Form eines Kusses, trieb sie die anderen Schafe mit ihren drei Hirtenhunden in Richtung Weideplatz. Dabei stellte sie amüsiert fest, dass die Tiere den Weg dahin anscheinend bereits zu kennen schienen, denn die drei Hunde mussten kaum eingreifen.

    Es war mehr als nur deutlich zu spüren das Sommer war. Die besonders heißen und trockenen Tage hielten seit Wochen an. Viele Wolken zogen über das gesamte Land, doch fiel nur sehr selten Regen auf die vertrocknete Erde hinab. Aber alle sprachen schon von einem Wunder dass das Land von Alexander davon do gut wie unberührt blieb. Was aber keiner ahnte, war das Eremitias, der Prior, welcher als Einsiedler in den Wäldern lebte dieser Familie wohl gesonnen war.

    Es blieb aber in diesem Sommer so wie schon in den vielen Jahren zuvor, die Weiden an den Gewässern blieben am längsten grün. Aber es barg auch viele Gefahren, weil hier um diese Jahreszeit die meisten Raubtiere auf leichte Beute lauerten. Dies wusste Adriana, die sich daher sehr auf ihre Aufgabe konzentrieren musste, weswegen sie kaum zum Lesen in ihrem Buch kam.
    Auch Helena, Hector und Paris verhielten sich angespannt, denn sie witterten nach jedem leichten Windhauch, horchten nach auf jedes Geräusch und suchten mit wachsamen Augen die nahe Umgebung nach verräterischen Bewegungen ab.

    Diese Unruhe übertrug sich auch auf Adriana. Irgendetwas lag in der Luft. Die junge Frau schien die Gefahr für die Herde zu spüren, denn ihre treuen Schäferhunde wurden immer nervöser. Sie ergriff daher ihren Bogen und legte bereits vorsorglich einen Pfeil auf die Sehne, während sie so schnell wie möglich versuchte das Verhalten von Helena, Hector und Paris nachzuvollziehen.

    “Kommt schon meine lieben Freunde, was oder wen habt ihr da nur gewittert”, flüsterte Adriana, die die Blickrichtung der drei Schäferhunde überprüfte.
    Instinktiv spannte sie daher den Bogen zunächst nur ganz leicht um im Notfall wertvolle Zeit zu gewinnen. Die junge Frau hatte schon viele Raubtiere abgewehrt und auch erlegt, auch schon in jungen Jahren. Viele Raubtiere waren der Schafherde schon zu einer Gefahr geworden.
    Helena hatte damit begonnen intensiver zu knurren, so als ob sie einem Feind drohen wollte. Kurz darauf auch noch das warnende Bellen in welches auch die anderen beiden mit einstimmten. Diese Taktik hat schon in der Vergangenheit des Öfteren zur Abwehr genügt, um einen Angreifer erfolgreich in die Flucht zu schlagen. Und falls nicht war da immer noch Adriana mit ihren Bogen gewesen.

    Leider nicht am heutigen Tag. Die junge Frau hatte die Blickrichtung falsch interpretiert Denn während Adriana den Waldrand absuchte, brach zwischen den drei Schäferhunden und der Schafherde die Erde auf.

    Zuerst war nichts groß zu sehen. Aber dann war aus dem großen entstandenen Erdloch eine monströse Kreatur entstiegen, die Merkmale eines Maulwurfes und eines Bären aufwies.
    “He!”, rief Adriana dieser riesigen Kreatur mit lauter Stimme zu, welche sich ihr prompt zugewandt hatte und von den Schafen abließ. Sofort schoben sich die drei Schäferhunde schützend dazwischen.
    “Lass gefälligst meine Schafe und die Hunde in Ruhe, du verfluchtes Monster!”
    Die Antwort des Untiers war zunächst nur ein wütendes Schnaufen, welches sich aber dann schnell innerhalb weniger Sekunden in ein drohendes Gebrüll geändert hatte.

    Um seine schon bestehende böse Drohgebärde klar zu unterstreichen, hatte sich das gefährliche Raubtier auf die Hinterbeine aufgerichtet, wodurch sie noch größer und um einiges bedrohlicher wirkte. Denn es hatte so schon bereits in etwa die Größe eines Kamtschatkabären von der Erde.

    Die junge Frau wusste sehr genau was für ein Tier sie da vor sich hatte. Ein gefährlicher Gegner war es allemal, den man am Besten bezwingen konnte, wenn es sich auf die Hinterbeine gestellt hatte.
    Eine Situation wie jene eben. Adriana zog die Sehne zu sich heran und zielte sehr genau, dann atmete sie noch einmal kurz ein. Kurz vor dem Ausatmen ließ sie die Sehne und den Pfeil los.
    Kaum hatte sie dies getan und das Geschoss auf sein Ziel zuflog, hatte sie einen weiteren Pfeil aufgelegt. Während der erste Pfeil die Kehle des Raubtiers durchbohrte, hatte sie den Bogen ein weiteres Mal gespannt.
    Sie wusste dass sie sich beeilen musste und schoss ein zweites Mal.
    Dieser Pfeil traf genau ins Herz des Raubtieres. Und abermals brüllte dieses voller Schmerz auf bevor es zu Boden stürzte und reglos an Ort und Stelle liegen blieb.

    Adriana legte einen dritten Pfeil auf und umkreiste in einen weiten Bogen das reglose Raubtier. Schließlich war sie in dessen Rücken angekommen und zielte erneut, aber nun auf die empfindlichen Sohlen der krallenbewehrten Klauen. Diese waren sehr empfindlich und würden, wenn dieses Raubtier nur verwundet und doch noch nicht tot war auf jeden Fall eine Reaktion hervorrufen.

    Doch diese Provokation blieb ohne aus, denn sie hatte dieses Ungetüm erfolgreich zur Strecke gebracht. Erleichtert über diesen Erfolg atmete Adriana erst einmal durch.

    Zu ihren Verdruss war die schwer wieder erkämpfte Ruhe nur von kurzer Dauer, denn alle drei Schäferhunde drehten ihre Köpfe in Richtung eines sich nahenden Reiters.

    Es handelte sich dabei ausgerechnet um Rufus, der dieses Mal erfolgreich nach Adriana gesucht hatte, um ihr endlich seinen Antrag zu machen.

    “Nicht einmal in Ruhe etwas Essen kann ich”, bemängelte die junge Frau gestresst leise vor sich hin murmelnd.
    “Frau! Gib mir von dem Wasser und etwas zu Essen!”
    “Wie redest Du eigentlich mit mir?”
    “Na, ich übe schon einmal für unser Eheleben…”

    Doch diese Frechheit des Mannes machte Adriana mehr als nur wütend, und wies Rufus endgültig ab: “Vergiss es! Du hast keine Manieren - und ich lasse mir nicht befehlen, außer von meinem Vater und meiner Mutter, die mir etwas zu sagen haben. Auch Eremitias, der mich vieles gelehrt hat wie das Lesen und Schreiben…”
    “Du meinst diesen komischen alten Einsiedler mit der entstellten und vernarbten Haut, der in den Bergen und Wäldern in dieser Gegend haust und umherstreift”, unterbrach Rufus verächtlich. “Du wirst mein Eheweib werden Adriana, und dann ist Schluss mit diesen Amazonenverhalten!”
    Während er so sprach, war er bedrohlich nahe an die junge Frau herangetreten.

    Diese fühlte sich immer mehr genötigt und in die Enge gedrängt. Sie überlegte schnell fieberhaft, ob sie die Hunde auf ihn hetzen sollte, was aber wohl einen schweren Eklat auslösen könnte. Sie musste sich aber dieser Aufdringlichkeit endlich erwehren, denn es war einfach ein für allemal endgültig zuviel. Adriana wusste es, sie könnte Rufus mit bloßen Händen besiegen, weil Veronika sie viel für den Zweikampf ohne Waffen gelehrt hatte. Oh ja, diese Schmach würde ihn endgültig demütigen und zu einem Schwächling brandmarken.
    Aber sie entschied sich für eine andere Variante, eine dritte Option, wie sie sich ihn vom Leib halten konnte. Mit einem entschlossen Gesichtausdruck hatte sie ihren Dolch gezogen, und sagte warnend: “Keinen Schritt weiter! Sonst kannst du dich neben diese Kreatur da legen Rufus!”

    Erst jetzt bemerkte der Mann das erlegte Raubtier, welches er auf Grund von dessen struppigen und Erdverkrusteten Aussehen bislang für einen kahlen Erdhaufen gehalten hatte.
    Er schluckte kurz, und drohte dann: “Mich töten? Das wagst Du nicht! Du vergisst wohl von welcher Familie ich stamme, und wer ich bin!”
    “Das liegt ganz allein bei Dir. Und jetzt verschwinde von hier Rufus! Und zwar sofort!”, warnte daraufhin Adriana wiederholt.
    Um seine klare Angst vor dieser jungen Frau zu verbergen, begann Rufus lauthals zornig gegen sie schimpfen, während er sich wieder auf sein Pferd setzte: “Diesen Moment wirst du noch bereuen…!”
    Er fluchte und schimpfte immer noch wütend vor sich hin, als er bereits zu Pferde saß und davon galoppierte.

    Was beide nicht wussten war dass sie seit geraumer Zeit beobachtet worden waren. Es war Veronika, die seit der Ankunft Adrianas sich in der Nähe dieses Ortes aufgehalten und auch den Kampf der Hirtin gegen das Raubtier beobachtet hatte.
    Die Amazone hatte zweimal überlegt ob sie zu Gunsten ihrer Freundin eingreifen sollte. Insbesondere als Rufus Adriana massiv bedrängt hatte, war es ihr beinahe zu bunt geworden und hatte ihren Bogen zum zweiten Male schussbereit gemacht. Aber mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht hatte sie zur Kenntnis genommen wie gut sich ihre Freundin am heutigen Tage behauptet hatte.

    Endlich war sie aus ihrer Deckung hervorgetreten und rief: “Du bist zumindest mehr als nur eine hervorragende Bogenschützin und Jägerin. Und in meinen Augen wärst du sogar eine ausgezeichnete Kriegerin - auch wenn du es nicht wahrhaben willst Adriana.”
    “Du warst die ganze Zeit hier?”, schallte es fragend über die Wiese zurück.
    “Ja. War ich”, lachte die Amazone, die auf die Hirtin zulief.
    “Hättest Du mich nicht zumindest beim zweiten Male erlösen können Veronika?”
    “In dem ich Rufus mit einem gezielten Schuss töte, oder knapp verfehle so dass der sich vor Angst in die Windeln macht? Damit hätte ich wohl einen weiteren Krieg ausgelöst”, murmelte die Amazonenkriegerin, die endlich bei ihrer Freundin angelangt war.

    Nach einer kurzen Umarmung nickte Adriana: “Du hast Recht. Aber da kommt bestimmt eh noch etwas. Ich habe Rufus meinen Dolch vor die Brust gehalten, und dies vergisst er nicht. Er wird also jetzt zu seinem Vater reiten, nachdem er sich bei meinen Eltern über mich und mein Verhalten beschwert hat.”
    “Klingt nach einem Problem, was leicht zu lösen ist… Du und deine Familie sind uns jederzeit willkommen”, bot Veronika an, die die Befürchtungen ihrer Freundin spürte.
    “Danke. Aber es ist nicht so leicht, weil Vater für einige Tage zur Hauptstadt, Capripolis gereist ist. Dort ist auch die Familie von Rufus zu Hause.”
    “Diese Stadt ist eine Festung”, wusste die Amazone, “hoffentlich kommt er da weg, ehe diese Heulsuse dort ankommt. Hör mal: Ich versuche einige Kriegerinnen zu sammeln, damit er dort sicher wieder wegkommt.”
    “Danke.”
    “Doch nicht dafür. Wir wollten uns da eh mal umsehen. Ich schlage vor dass wir uns auf den Rückweg zu eurem Hof machen.”
    “Klingt so als ob ihr da was vorhabt”, stellte Adriana fest, worauf Veronika leicht böse grinste.
    “Aha. Ihr Amazonen wollt mal wieder etwas wagen… na ja, wie dem auch sei… ich komme aber mit nach Capripolis.”
    “Würde mich freuen.”

    Doch ehe sich die beiden auf den Weg machten, trennte Adriana mit ihrem scharfen Dolch vom erlegten Raubtier eine Klaue ab, und sagte dabei: “Ohne Beweis glaubt mir sonst keiner diese Geschichte von heute…”

    Mit Spannung wurden sie bereits von Eve erwartet und erzählte sofort von Rufus, der kurz auf dem Hof gewesen sei um sich über Adrianas Art und Weise zu beschweren, sowie auch alles seinem Vater zu berichten.
    “Du hast Recht behalten Adriana, da scheint sich was anzubahnen. Ich werde in zwei oder drei Tagen wieder hier sein”, seufzte Veronika und klopfte ihrer Freundin kurz auf den Rücken bevor sie mit schnellen Schritten davonlief.

    Derweil hatte Adriana den besorgten Blick ihrer Mutter bemerkt, die sich um ihren Mann Alexander sorgte. Mutig und entschlossen erklärte die junge Frau ihrer Familie, dass sie diese beschützen würde. Die Hirtin war in dieser Nacht dafür auf einen Baum geklettert von dem sie einen guten Blick auf den Hof hatte.

    Von der Ferne hatte der Eremitias stets alles verfolgt und flüsterte: “Nun ist der Moment für dich gekommen Adriana! Aber mal schauen was Darius so treibt.”
    Beim letzten Satz schaute der Prior in den Kristall seines Stabes um nach dem Bruder von Adriana und seiner bisherigen Lebensgeschichte zu sehen.


  19. #34
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John's Chaya
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    Folge 1.16 - Das Findelkind, Teil 1

    Schnell hatte die Orici bemerkt dass ihre Liebesnacht mit Daniel, nachdem sie diesen unter Drogen gesetzt hatte, erfolgreiche Frucht tragen würde. Daher musste sie schnell handeln, wobei ihr ihre gute Planung zugute kommen sollte, denn sie hatte vorgesorgt.
    Armer Daniel, da wird er Vater und weiß gar nichts davon. Ist vielleicht auch besser so. Nicht die feine Art von Adria.

    “Es ist gut und wichtig wahre Freunde zu haben. Wie Du weißt kommen wir mit dem Volk der Amazonen sehr gut aus. Es sind gute Nachbarn. Aber Vater hat Recht: Halte diese Freundschaft bedeckt um deine Freundin zu schützen!”
    Da hat Adriana ja Glück, so eine einflussreiche Freundin gefunden zu haben. Diese wird ihr wohl bald hilfreich zur Seite eilen müssen, denn da kommt bestimmt so einiges auf Adria zu.

    Folge 1.17 - Das Findelkind, Teil 2

    Alexander lächelte, denn er freute sich darüber dass sie seine Frau Eve und ihn immer noch Mutter und Vater nannte, obwohl sie wusste dass sie beide nicht ihre leiblichen Eltern waren.
    Warum auch nicht, sie hatte ja keine anderen Eltern. Es ist doch schön, wenn ein Findelkind seine Ersatzeltern liebt.

    “Diesen Moment wirst du noch bereuen…!”
    Er fluchte und schimpfte immer noch wütend vor sich hin, als er bereits zu Pferde saß und davon galoppierte.
    Abgewiesene Männer können ja solche Hirnis sein und leider ist mit ihnen auch nicht zu spaßen.

    Beim letzten Satz schaute der Prior in den Kristall seines Stabes um nach dem Bruder von Adriana und seiner bisherigen Lebensgeschichte zu sehen.
    Klingt irgendwie gar nicht gut. Ob ihr Bruder auch eine solch liebevolle Kindheit hatte? Ich glaube wohl eher nicht.

    Wann holt Adria ihre Kinder und was hat sie genau mit ihnen vor? Machen die Kinder bei ihren Plänen mit?
    Das waren zwei interessante Kapitel und ich bin neugierig wie es weitergeht.
    Ich bin zu alt, um nur zu spielen, zu jung, um ohne Wunsch zu sein.

  20. Danke sagten:


  21. #35
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Danke an die treue Leserschaft, die Kritikschreiberin, ebenso an Ehre_Sei_den_Ori & John´s Chaya, fürs Drücken des Buttons

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    @ John‘s Chaya:
    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Folge 1.16 - Das Findelkind, Teil 1

    Armer Daniel, da wird er Vater und weiß gar nichts davon. Ist vielleicht auch besser so. Nicht die feine Art von Adria.

    Da hat Adriana ja Glück, so eine einflussreiche Freundin gefunden zu haben. Diese wird ihr wohl bald hilfreich zur Seite eilen müssen, denn da kommt bestimmt so einiges auf Adria zu.
    Ja, der arme Daniel Kann durchaus sein, dass es besser so ist. Also ich hatte ja angenommen - dass eine Antikerin da etwas unruhig wird bei dem was da die Orici getan hat

    Da hat die Tochter von Adria wirklich Glück
    Du weißt gar nicht, wie hart das Leben auf diesen Planeten sein kann

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Folge 1.17 - Das Findelkind, Teil 2

    Warum auch nicht, sie hatte ja keine anderen Eltern. Es ist doch schön, wenn ein Findelkind seine Ersatzeltern liebt.

    Abgewiesene Männer können ja solche Hirnis sein und leider ist mit ihnen auch nicht zu spaßen.

    Klingt irgendwie gar nicht gut. Ob ihr Bruder auch eine solch liebevolle Kindheit hatte? Ich glaube wohl eher nicht.

    Wann holt Adria ihre Kinder und was hat sie genau mit ihnen vor? Machen die Kinder bei ihren Plänen mit?
    Das waren zwei interessante Kapitel und ich bin neugierig wie es weitergeht.
    Genau. Ist etwas Gutes, dass Adriana bei dieser Familie aufgewachsen ist.

    Mit diesem Hirni hast Du so etwas von Recht… wird sich leider noch bewahrheiten *seufz*

    Ne, allerdings nicht. Es ist wohl eher, wie Du es schon ahnst.

    Also das verrate ich nicht was die Orici da eigentlich geplant hat

    Und vielen Dank für Dein Lob und das Feedback


    Auf Arbeit vergeht die Zeit wie zähes Baumharz ... und hier im Forum sind schon wieder 2 Wochen rum
    Zu dem gleich folgenden Kapitel... da ist mir einfach kein besserer Titel dazu eingefallen
    Wünsche dennoch viel Spaß beim Lesen, da wir uns ja so allmählich dem Staffelfinale nähern.


    Odyssee
    Folge 1.18 - Zukunftspläne und Rachegedanken


    Milchstraße
    Erde
    Homeworld Command - Krankenstation

    Wieder einmal machte Cassandra Fraiser dies, was vor vielen Jahren schon ihre Adoptivmutter Janet Fraiser stets getan hatte - sie machte ihren heutigen vierten Rundgang, wenn auch nur Übergangsweise, weil sie eigentlich auf der Stargate Command Base auf dem Mars stationiert war.
    Erst vor wenigen Minuten hatte sie eine immer noch erschütterte Jeanne Schneider verabschiedet.
    Auch heute wieder hatte die Hamburger Polizistin wieder stundenlang hier ausgeharrt, und darauf gehofft das heute der Tag sein würde. Falls ja würde sie es nun nicht miterleben können, denn sie wurde dringend zum Dienst gerufen.

    Sie hatte die Intensivabteilung der Krankenstation mit gemischten Gefühlen betreten, denn es lag in einem dieser Räume ein Patient, den man hier wohl nie erwartet hätte.
    In den letzten Tagen überprüfte Cassie mehrmals am Tag die Verbände, die zumindest in den letzten zwei Tagen nicht mehr vom frischen Blut durchtränkt worden waren.
    Der Patient lag immer noch still und reglos im Krankenbett und nur das Summen und Piepsen der Überwachungsgeräte war zu vernehmen.
    Schon am Ort des Geschehens vor etwa vier Tagen hatte das Sanitätsteam unzählige brutale tiefe Schnitt- und Stichwunden versorgen müssen.

    Aber es war seit eben zwei Tagen eine deutliche Verbesserung des Zustandes jenes Patienten zu beobachten.
    Vorsichtig hatte die Militärwissenschaftlerin und Ärztin gerade eben auch das letzte große Wundpflaster von der linken Brusthälfte ihres Patienten abgezogen. Denn dort hatte sich die schlimmste Wunde von allen am ganzen Körper befunden.

    Cassandra seufzte erleichtert auf und bedauerte es sofort zutiefst, dass Jeanne bereits nicht mehr hier war um diese freudige Neuigkeit mitzuerleben. Es stand für sie fest: Am gesamten Körper waren keinerlei Spuren und auch keine Narben von den brutalen Verletzungen mehr zu finden. Es würde also hoffentlich nicht mehr allzu lange dauern bis der Patient wieder zu sich kommen würde.

    Von dieser Tatsache fasziniert, strich sie mit ihren Fingern über einige dieser Stellen die vor einiger Zeit erst noch böse klaffende Wunden gewesen waren.
    Diese vorsichtigen Berührungen holten mich in die Realität zurück, wobei ich ein leichtes Brummen von mir gab. Doch es dauerte noch eine Weile bevor ich die Augen endgültig geöffnet hielt, da ich immer wieder blinzeln musste.

    “He! Was soll denn das hier werden?”, fragte ich verschlafen.
    “Sorry”, murmelte Cassandra, die ihre Hände zurückzog, “es ist nur einfach faszinierend… und schön, dass sie wieder zu sich gekommen sind. Genau rechtzeitig, wie ich ergänzen möchte. Und außerdem wird das Bett hier für die wirklichen Intensivfälle benötigt.”
    Bei den beiden letzten Sätzen zwinkerte die militärische Wissenschaftlerin kurz. Aber dann wurde sie auch schon wieder sachlich: “Sobald Sie sich frisch gemacht haben, brechen wir beide zur Stargate Command Base auf, weil schon in 2 Tagen die Mission besprochen werden soll. Was Dich auch noch interessieren wird: Deine Frau war jeden Tag mehrere Stunden hier - einmal sogar mit den beiden Kindern. Sie ist etwa vor einer Viertelstunde gegangen, ehe du wieder zu dir gekommen bist.”
    “Wirklich?”
    “Ja. Und am ersten Tag als Du hier eingeliefert worden bist - sogar den ganzen Tag. Sie hat sogar die sofortige Freigabe vom Dienst bekommen”, bestätigte Lieutenant Fraiser. “Und jetzt ab mit Ihnen unter die Dusche, denn wir müssten uns sonst noch mehr beeilen!”

    Gehorsam zog ich den bereitgelegten Bademantel über, um mich von einen der Pfleger zu den Duschräumen führen zu lassen.

    O’Neills Büro

    Der Leiter des Homeworld Command wusste nicht so richtig ob er sich über den Bericht, den er gerade studiert hatte, freuen oder neue Sorgen machen sollte.

    “Die Luzianische Allianz will also immer noch eine Solomission starten, obwohl die wissen dass eine gemeinsame mehr Erfolg haben würde?”
    “Das ist richtig, Sir”, bestätigte einer der Verbindungsoffiziere, der Verhandlungen mit dieser Großmacht in der Milchstraße führte.
    “Hm, damit gäbe es einen Wettlauf, der wieder in einen heißen Konflikt münden könnte. Denn wir haben noch ein weiteres Problem, da es offenbar dort draußen und selbst auch auf der Erde noch genügend Schlangenköpfe gibt, die ebenfalls an die Destiny und unseren Missionsziel interessiert sind”, fasste Jack O’Neill die Lage kurz zusammen.
    “Prüfen Sie noch einmal mit welchem Führer der Luzianischen Allianz wir am besten ins Gespräch kommen könnten!”, trug der General nach kurzer Überlegung dem Colonel auf.

    Als dieser dann sein Büro wieder verlassen hatte, lehnte sich der General in seinem sehr bequemen Sessel zurück und grübelte weiter, weil dies ihm keine Ruhe ließ. Umso erfreuter war er als Lieutenant Cassandra Fraiser anklopfte und ihm mitteilte: “Wolfrino ist wieder voll da.”
    “Genau das wollte ich jetzt hören. Gut. Dann sehen wir uns in etwa 2 Tagen wieder, Lieutenant”, erklärte er zum Abschied, dann griff er zum Telefonhörer.

    Irgendwo in der Milchstraße
    Goa’uld- Planet

    Nach einer langen Reise hatte Selene endlich ihr Ziel erreicht. Es war eine primitive Welt mit ebenso primitiven Bewohnern, über welche die Goa’uld selbst noch vor wenigen Jahren natürlich als Göttin geherrscht hatte. Bis zu dem Tag an dem sie verraten worden war. Sorgfältig und mit größter Vorsicht forschte sie unter den Einwohnern nach, denen gegenüber sie sich als Reisende und Abenteuerin ausgab.
    Diese Nachforschungen brachten allerdings ans Licht, das jener Verräter nur für wenige Tage nur über diese Welt regiert hatte. Der Verräter wurde von jemand getötet, den sie selber sehr gut kannte und seitdem über diesen Planeten regierte.

    Zielsicher machte sie sich auf dem Weg zur Festung und um eine Audienz zu bitten.
    Den Wachen gab sich Selene sofort als Goa’uld zu erkennen, was dazu führte das man sie in den Thronsaal führte.

    “Wie Du ohne jeden Zweifel erkennen kannst, bin ich nicht hier um zu kämpfen.”
    “Wer bist Du?”
    “Selene!”
    “Aha, eine neue Wirtin hast Du genommen - sieh an. Aber was sollte mich davon abhalten Dich einfach zu töten”, lachte die andere Goa’uld belustigt, die bereits nach der Stabwaffe neben sich griff.
    Selene seufzte: “Nichts und niemand.”
    “Interessant. Kommst so einfach hierher um Dich von mir umbringen zu lassen.”
    “Das natürlich nicht!”
    “Sag mir: Wieso?”
    “Um mich mit Dir zu verbünden”, lautete die Antwort Selenes, die Athene einfach so im Raum stehen ließ. Da keine Widerworte kamen, redete die Zurückgekehrte weiter: “Ich habe mehr als nur interessante Informationen durch meine neue Wirtin… Wie viele Lords und Goa’uld sind noch übrig?”

    Athene senkte die Stabwaffe und antwortete resigniert: “Leider zu wenige um es diesen verfluchten Tau’ri und ihren Verbündeten heimzuzahlen. Aber ich habe einige Zeit auf ihren Planeten gelebt als ich mit Ba’al zusammengearbeitet hatte. Es war sogar sehr angenehm - bis zu dem Tag als ich fliehen musste.”
    “Also müssen wir wieder an Macht, Stärke und Einfluss in dieser Galaxie gewinnen”, bemerkte Selene, was Athene neugierig machte.
    “Ich weiß dass wir unsere Differenzen hatten… aber ich werde Dich verschonen und das Bündnis akzeptieren. Aber wie stellst du dir das genau vor?”

    “Am Besten durch Infiltration von Tau’ri, der Luzianischen Allianz und… Atlantis. Wobei ich die Luzianische Allianz übernehmen könnte - Dank meiner Wirtin.”
    “Hohe Ziele, die leider nicht klappen werden, oder bereits gescheitert sind. Denn unsere Feinde sind leider nicht mehr so dumm, wie wir es gerne hätten. Doch gäbe es da eine interessante Alternative. Hör zu!”

    Territorium der Luzianischen Allianz
    PY1-21A

    Da der Verbindungsoffizier des Verhandlungsstabes seine Hausaufgaben schnell erledigt hatte, wie es Jack O’Neill bezeichnet hatte, stand er auf diesen Planeten herum. Der General hatte zwar etwas Unbehagen bei der ganzen Sache, doch er hatte sich auf diese wichtige diplomatische Mission begeben müssen. Jack wurde nur von Teal’c begleitet. Beide hatte vor mit diesen einen führenden Anführer der Luzianischen Allianz den Anfang zu machen, und Daniel Jackson wieder einmal mehr die fortführende Diplomatie zu überlassen.

    “General Jack O’Neill und Master Jaffa Teal’c.”
    “Ja.”
    “In der Tat.”
    “Sehr schön. Ich bin Commander Doran. Bitte entschuldigen Sie die Auflagen. Doch sind sie dennoch gekommen, dies ehrt sie beide.”
    “Wir wollen tun was wir können, damit es nicht noch mehr Streit zwischen unseren Völkern gibt”, erklärte O’Neill, worauf Teal’c nur beipflichtet nickte.
    “Das freut mich sehr. Bitte folgen sie mir, denn wir haben wichtige Dinge zu besprechen und wie ich vernommen habe - leider nur sehr wenig Zeit.”

    Mars
    Stargate Command Base

    In den letzten beiden Tagen waren immer wieder Shuttles im großen Hangar der Basis gelandet, welche weiteres Personal und auch Material abgeliefert hatten. Und die für die Expedition vorgesehenen 12 Puddle Jumper wurden beladen.

    Viele nutzten die Zeit um sich einfach noch besser kennenzulernen, oder auch einige ruhige Tage zu gönnen. Aber jeder Expeditionsteilnehmer hatte bei seiner Ankunft ein Memo mit allen wichtigen Terminen ausgehändigt bekommen, die man wahrzunehmen hatte - somit waren diese zwei Tage alles andere als ein Erholungsurlaub.

    Die Ausschilderung auf diesen Stützpunkt war für jeden sehr dabei hilfreich gewesen immer den richtigen Raum zu finden.
    Als wohl einziger hatte ich das Glück den wohl kürzesten Medizincheck von allen gehabt zu haben.
    Nach nur wenigen Minuten hatte mich Lieutenant Cassandra Fraiser mit den Worten: “Und jetzt - raus mit Ihnen! Los!” - wieder aus der Krankenstation verwiesen.

    Für alle war auch der Tag der großen Besprechung gekommen, denn sämtliche Angehörige der Militärs waren in ihren Parade- beziehungsweise Galauniformen und die meisten Zivilisten in Anzügen unterwegs. Eine der wenigen Ausnahmen war ich selber, weil ich mich nur für eine gute Hose und einen leichten Pullover entschieden hatte.

    Das wirklich etwas Besonderes bevorstand war deswegen kaum zu übersehen, selbst die Korridore schienen überfüllt zu sein. Für meinen Geruchssinn war es überwältigend, denn mehrere Dutzend unterschiedliche Deo-Sprays mussten in Verwendung gewesen sein.

    “Entschuldigung, Sir! Ihren Sicherheitsausweis bitte!”, verlangte einer der Wachleute.
    Ohne was zu sagen kam ich der Aufforderung nach. Der Airman schaute nur kurz drauf, nickte und schaute auf seine Liste.
    Schließlich sagte er: “Ah ja! Hier stehen Sie. Mister Jonathan Martin. Sie sitzen hier in Reihe 2, und dann einfach am besten dort wo ihr Namensschild steht! Der Nächste bitte…”

    Nachdem man den Sicherheitscheck hinter sich gebracht hatte, gelangte man in einen Vorraum, der in etwa die Größe eines Klassenzimmers hatte. Hier führten die ersten bereits einige Diskussionen und Debatten, oder tauschten sich über Erfahrungen aus.

    Der Saal in welchen über die Expedition gesprochen werden sollte, war wegen der Akustik wie ein Amphitheater gebaut worden. Es war einer der vielen Hörsäle, die für die spätere Akademie in diesem Teil des Stützpunktes dienen sollte.

    Alle sahen immer wieder prüfend auf eine der Uhren - noch war rund eine halbe Stunde Zeit. Also war noch genügend Zeit übrig für Gespräche oder seinen endlich zu finden. Immer wieder war in dem ganzen Treiben der Anwesenden ein herzhaftes Lachen zu hören.
    Doch inmitten des Gewühls stand Leutnant Vanessa Greiner mir plötzlich gegenüber. Die Soldatin sah mich mit dem wohl kältesten Blick an den es wohl gab, dann wandte sie sich wortlos von mir ab.
    Sie dachte nur bei sich: ´Ich werde dich irgendwann dafür töten was du meinen Onkel, und damit auch mir angetan hast - verlass dich darauf!´

    Langsam schritt ich derweil die Stufen hinunter und kam so meinem Platz immer näher.
    “Ah, da sind Sie ja!”, bemerkte eine weibliche Stimme.
    Verwundert hatte ich mich umgewandt: “Was meinen Sie mit: Sie?”
    “Dachte schon Sie verloren zu haben, Wolfrino. Sie erinnern sich an mich, Leutnant Jessica Schneider. Wir sitzen im selben Jumper, weil ich Ihnen zu geteilt wurde - um aufzupassen!”
    “Auf mich aufpassen?”
    “Korrekt. Ich werde Sie nicht mehr aus den Augen lassen - bis auf einige Ausnahmen!”
    “Deswegen sitzen Sie wohl auch hinter mir, Leutnant”, stellte ich mit einem Blick auf die Namensschilder fest. Die Antwort der jungen Frau war ein zufriedenes Grinsen, die sich erst auf ihren Stuhl niederließ, nachdem ich Platz genommen hatte, um in eine der ausgeteilten Mappen zu stöbern.

    Nur wenige Meter weiter unten unterhielten sich einige weitere Personen, die ich bereits schon von den zwei Einsätzen in Griechenland und bei Alkali-Transigen in Mexiko kannte.
    “Major Hailey!”
    “Stehen Sie bequem, Lieutenant Fraiser!”, erklärte Jennifer entspannt, die ebenfalls kurz salutierte. Nach einer kurzen Umarmung ergänzte Hailey: “Tut übrigens gut Jonathan wieder auf den Beinen zu sehen. Hatte mir schon Sorgen über seine Teilnahme gemacht.”
    “Der ist zum Glück nicht so leicht unterzukriegen, auch wenn es wirklich einige zeitlang nicht gut aussah…”

    Allmählich waren die Gespräche weniger geworden und stattdessen war das Kratzen der Stuhlfüße auf dem Boden, sowie das Rascheln von den Papieren der ausliegenden Mappen zu hören.

    Von nun an würde es nur noch etwa 10 Minuten dauern bis der erste Redner an das Pult treten würde. Es waren nach einem kurzen Blick immer noch einige Plätze frei. Auch in meiner Nähe blieben zunächst noch einige Stühle unbesetzt.

    Vor kurzem hatte auch Major Jennifer Hailey direkt vor mir ihren zugewiesenen Platz eingenommen, nachdem sie alle anderen bereits Anwesenden in ihren zukünftigen Team begrüßt hatte. Zu ihrer Linken hatte Doktor Benjamin David Rosenthal Platz genommen, und zu ihrer Rechten Xiaoyi Shen, die Expedition leiten würde. Noch kurz hatte Lieutenant Esther Bernstein mit ihren Untergebenen, Sergeant Simon Hamovic gescherzt, dann nahm sie zu meiner Linken Platz, während auf dem Stuhl rechts neben mir bereits seit einigen Minuten First Lieutenant Jiao Jin saß und mit einem prüfenden Blick auf die Uhr bemerkte: “Wo bleiben denn nur die beiden Genossen von der Russischen Förderation?”

    “Keine Sorge wir sind da! Und nicht zu spät”, erklärte mit leisen Murmeln eine männliche Stimme von hinten.
    “Hallo Natalia! Der rechte Platz neben mir gehört Dir”, verkündete Jiao als sie die andere Person erkannt hatte, ehe diese die Chance bekam selber etwas zu sagen.

    Hinter mir saß Leutnant Jessica Schneider, die sehr interessiert die Mappen auf ihrer Ablage studierte, Sie wurde links von Sergeant Simon Hamovic und rechts von Lieutenant Tessa de Vaux flankiert.

    Schließlich hatte das Warten ein Ende und das Licht wurde gedämpft.
    “So…, die Zeit ist um. Meine Damen und Herren, wir beginnen jetzt mit der Einführung zu dieser Expedition”, begann General Jack O’Neill, “und ich heiße sie alle recht herzlich hier auf der Stargate Command Base willkommen. Und schon bereits übermorgen werden 75 Personen von ihnen zu einer spannenden Reise in eine andere Galaxie aufbrechen. Es ist mir eine große Freude ihnen allen nun Miss Xiaoyi Shen vorzustellen, die diese Expedition leiten wird.”

    Mit einem zufriedenen Lächeln trat die Frau nach vorne ans Rednerpult.
    “Ich danke ihnen sehr für ihre einführenden Worte General O’Neill. Sehr geehrte Exzellenzen, meine Damen und Herren. Wie schon bereits erwähnt wurde, bin ich die Leiterin dieser Expedition - doch benötigt man dafür ein starkes Team. Tapfere Frauen und Männer. Kluge und starke Personen mit ihren einzigartigen Gaben und Fähigkeiten, die alle zu einem guten Gelingen beitragen wollen; und hoffentlich auch werden. In den jetzt folgenden 3-5 Stunden wollen wir ihnen allen einen Überblick zu der bevorstehenden Expedition verschaffen…”, berichtete Miss Shen, die dann die führenden Teilnehmer inklusive des wissenschaftlichen und auch des militärischen Führungsstabes an der bevorstehenden Expedition vorstellte, und danach die übrigen kurz namentlich erwähnte.

    Kurz vor dem Abschluss sollte noch eine Präsentation stattfinden, welche Doktor Rodney McKay freudestrahlend übernahm. Natürlich hatte er es sich nicht nehmen lassen wollen die von ihm entwickelte neue Puddle Jumper-Generation persönlich einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen, weil jene bei der bevorstehenden Expedition nach den ersten Tests zum Einsatz kommen sollte.
    Als sein Blick über die Anwesenden streifte und First Lieutenant Jin und mich entdeckte, verzog er kurz den Mund, während er von seiner Arbeit und der Hilfe seines Teams berichtete.

    “Na das kann ja heiter werden”, seufzte Jiao, die aber amüsiert bemerkt hatte, dass McKay sie gesehen hatte, was ihr ein Grinsen entlockte.
    Und auch Esther murmelte: “Oh ja.” - während sie mit müden Blick auf ihre Uhr schaute.
    Kurz darauf fügte Lieutenant Natalia Adamov im leisen Flüsterton hinzu: “Und hoffentlich denken die daran, dass wir uns noch für die Expedition ausruhen müssen…”
    “Gutes Stichwort”, brummte ich verdrossen, “weckt mich bitte, wenn die Nervensäge da vorne damit fertig ist sich selber über den grünen Klee zu loben.”
    Kaum hatte ich das gesagt, lehnte ich mich etwas im Stuhl zurück, wobei ich nur leicht die Augen schloss.

    Derweil fuhr Rodney gutgelaunt mit seiner Präsentation fort: “… unsere Jumper, die ich liebend gerne Torschiffe nenne, haben einige Vorteile gegenüber denen, die von den Antikern hergestellt worden sind. Unter anderem sind sie länger, was Platz für ein kleines Bad ermöglicht. Und sie sind robuster - dank einer Adamantiumbeschichtung der äußeren Hülle….”

    Als sich diese Präsentation von Doktor Rodney Meredith McKay dem Ende zuneigte, ließ es sich First Lieutenant Jiao Jin es sich nicht nehmen mir einen unauffälligen leichten Stoß in die Seite zu verpassen. Durch dieses Signal öffneten sich meine Augen wieder, was meinen Dämmerschlaf beendete.

    “…natürlich wurden alle Piloten, die an der Expedition in die Andromeda-Galaxie beteiligt sind, bereits ausführlich in der Bedienung der Torschiffe geschult. Außerdem werden wir dank des Erbes, welches uns die Asgard hinterlassen haben, weitere Jumper der neuen Generation produzieren um unsere bestehende Flotte zu vergrößern. Ich danke ihnen allen für ihr Interesse und ihre Geduld, und wünsche allen Teilnehmern eine erfolgreiche Expedition - an welcher ich leider nicht teilnehmen kann, da ich auf Atlantis gebraucht werde. Vielen Dank.”

    Die Veranstaltung war somit vorüber, aber Miss Shen nutzte noch schnell die günstige Gelegenheit um ihre versammelte Mannschaft, mit der sie in einem Jumper sitzen würde, an die noch ausstehenden Termine zu erinnern.

    Konferenzsaal

    Die Hauptverantwortlichen des Stargate-Programms waren nach einer kurzen Pause wieder zusammen. Es war eine Dringlichkeitssitzung wegen Geheimdienstinformationen geworden.
    “So das Sicherheitspersonal weiß Bescheid”, murmelte General O’Neill als er Platz genommen hatte, “und somit werden wir in der nächsten Stunde nicht gestört.”
    “Das klingt gut”, nickte Miss Shen, “wobei ich nichts dagegen hätte, wenn wir etwas schneller wären.”

    Alle Anwesenden waren von der anderen Besprechung müde, und jemand äußerte sich erleichtert das McKay nicht anwesend bei dieser Sitzung sei.

    “Daher werde ich mich so kurz wie möglich fassen”, versicherte Jack O’Neill, der ebenfalls mehr als nur müde war.
    “Also”, begann der General, “es geht in zum einen um unserer mehr als nur angespannten Verhältnis zur Luzianischen Allianz, und um die akute und ständige Bedrohung durch die Wraith, die sich leider offenbar in unserer Galaxie festgesetzt haben. Teal’c und ich haben noch gestern mit einen der einflussreichen führenden Mitgliedern der Allianz verhandelt, und zur selben Stunde wird unter der Leitung von Doktor Jackson weiterverhandelt. Es geht unter anderem darum einen gemeinsamen Versuch zu starten die Destiny zu durch das Stargate zu erreichen. Wobei es das Ziel ist: Die anwesende Crew um Colonel Young und Doktor Rush mit frischen Vorräten und benötigten Dingen zu versorgen, sowie weiteres Personal, die sich freiwillig gemeldet haben hinzuschicken…”

    “Was ist mit der Sanitäterin… First Lieutenant Tamara Johansen?”, wollte Miss Shen erfahren.
    “Ja. Lieutenant Johansen ist schwer an ALS erkrankt, und sollte sich daher zu ihrem eigenen Schutz in einer Stasiskammer befinden”, bestätigte Colonel Telford.
    “Deswegen wird überlegt ihr einen Tok’ra-Symbionten zu geben um sie von ihrer Lebensbedrohlichen Krankheit zu heilen”, murmelte General O’Neill matt.

    Jack atmete noch einmal kurz durch, dann fuhr er fort: “Zurück zum Thema: Bislang stehen die Antworten noch aus, da wir sie als Zeichen guten Willens dazu eingeladen haben auch an der Expedition in die Andromeda-Galaxie mitzuarbeiten. Doch Commander Doran war bisher nur an Atlantis interessiert…”
    Chapman wurde hellhörig und unterbrach alarmiert: “Ich betrachte dies mit Sorge und halte es bestimmt nicht alleine für keine sonderlich gute Idee. Bitte verstehen sie mich nicht falsch General O’Neill - aber diese Leute haben meist erhebliche Probleme mit… ja nennen wir es ruhig mit Intrigen in ihren eigenen Reihen.”

    Auch Miss Shen wirkte nachdenklich, die sich ebenfalls dazu äußerte: “Deswegen dauert es wohl solange. Commander Doran muss wohl daher lange suchen um Leute zu finden, denen er vertrauen kann.”
    “Dies ist korrekt”, bestätigte Jack O’Neill. “Wir haben auch die Bedrohung durch die Wraith angesprochen. Im gemeinsamen Gespräch hat der Commander uns als Akt guten Willens und gegenseitigen Vertrauens Informationen dazu mitgeteilt. Die Luzianer verfügen über ein gutes weit verzweigtes Netzwerk in der Milchstraße, welches festgestellt dass die Wraith seit ihrem Einfallen in unsere Galaxie diese wohl systematisch begonnen haben zu erforschen. Commander Doran hat noch des Weiteren wegen dieser Bedrohung ein Bündnis vorgeschlagen und überlegt deswegen sogar mit der Freien Jaffa-Nation zu kooperieren…”

    “Die Luzianische Allianz, die Freie Jaffa-Nation und wir. Da beisst sich irgendwie die Katze in den Schwanz”, unterbrach nun General Karpov.
    Sofort bemerkte General Lee: “Das ist wahr. Keiner von diesen Parteien kann sich wirklich leiden.”
    “Nun muss ich meinen Genossen von der Volksrepublik China beipflichten. Wie schon bemerkt wurde, sind die Luzianer selbst untereinander teilweise zutiefst zerstritten. Doch mit den gemeinsamen Wraith als Feind könnte dazu führen, dass unsere Galaxis näher zusammenrückt.”

    Die IOA-Delegierte der EU erkundigte sich nach einer eingetretenen Pause: “Das sind sehr wichtige Informationen, General O’Neill. Haben Sie als Leiter des Homeworld Command noch etwas zu ergänzen?”
    “Nein. Aber falls ich etwas vergessen haben sollte - hier steht alles ausführlich in meinem Bericht drin”, seufzte Jack, der die Sitzung schließlich beendete.

    Leutnant Greiners Quartier

    Noch einmal hatte Vanessa den Revolver in die Hand genommen, überprüfte die geladene Trommel. Sie hoffte irgendwann ihren Hass sättigen und Rache nehmen zu können. Als sie fertig war, verstaute sie diese Waffe in dem Reisekoffer.


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