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Thema: [SG/Multi-Crossover] Odyssee

  1. #21
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John's Chaya
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    “Na gut, damit wäre es endlich entschieden”, nickte der britische IOA-Gesandte erleichtert, “somit werden alle Teilnehmer der bevorstehenden Mission in den nächsten 5 Tagen ein verstärktes und intensives Training an den genehmigten Waffen sowie der technischen Ausrüstung absolvieren!”
    Da musste erst ein Jaffa ein Machtwort sprechen.

    “Ich werde also überleben, aber Logan wird daran sterben? Gibt es auch gute Infos?”, unterbrach ich fassungslos die Offizierin der US-Navy.
    Es spricht für ihn, dass er zuerst an Logan denkt.

    “Das wird Logan ebenfalls nicht gefallen. Die Sache hat den einen Haken, nämlich Alkali! Denn in einer Basis am Alkali-Lake hat man Logan das angetan.”
    Nein, dass wird Logan ja so gar nicht gefallen.

    “Da wir da kein Risiko eingehen können, haben wir bereits ein Einsatzteam losgeschickt. Dieses ist leider seit 2 Stunden überfällig”, kam kurz darauf die Meldung von Cassandra, die dabei sehr beunruhigt und nervös wirkte.
    Das klingt ja überhaupt nicht gut.

    “Soll das etwa heißen: Todd ist für diesen Angriff auf die Erde verantwortlich!”
    “Möglich. Denn er war ja unter anderem auch kurz auf der Erde um dabei zu helfen Doktor McKays Schwester zu retten”, kam es von Laura Cadman, “und er hat auch noch mehrere Chancen gehabt sich Wissen über uns anzueignen.”
    Nee, ich glaub nicht, dass Todd etwas damit zu tun hat - oder?

    Der arg getäuschte Todd brodelte fortan innerlich vor Wut, und beschloss im Stillen sich für diesen Verrat irgendwann sobald die Zeit gekommen war an der Königin zu rächen.
    Nee, hatte er nicht. Die Königin sollte sich in acht nehmen. Mit einem wütenden Todd ist nicht zu spaßen.

    Sie sind auch einer derjenigen, denen es gelungen ist von Bord des Wraith-Basisschiffes zu entkommen. Tolle Leistung.”
    Klar, Mac schafft alles!

    ´Oh mein Gott! Nein!´, dachte sie panisch voller Schrecken.
    An Karas Stelle würde ich auch so reagieren. Jetzt ist also Selene in ihr, oh man.

    “Tut mir leid, ich kann das nicht.”
    “Super! Passt mir alle also gut auf Mister MacGyver auf!”,
    Mac hat eben seine Prinzipien.

    Das war wieder ein spannendes Kapitel und ich bin neugierig wie es weitergeht.
    Ich bin zu alt, um nur zu spielen, zu jung, um ohne Wunsch zu sein.

  2. #22
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Zunächst ein großes Dankeschön an die gesamte Leserschaft, die Kritikschreiberin, ebenso an Ehre_Sei_den_Ori, John´s Chaya & SaturnV, fürs Drücken des Buttons

    Feedback-Feedback:
    Spoiler 
    @ John´s Chaya:
    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Da musste erst ein Jaffa ein Machtwort sprechen.
    Genau

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Es spricht für ihn, dass er zuerst an Logan denkt.
    Man denkt halt immer auch an das wohlergehen seiner besten Freunde, vor allem wenn man ihnen noch etwas schuldet. Besonders dann, wenn die Familie und Freunde vor den Wraith beschützt wurde.

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Nein, dass wird Logan ja so gar nicht gefallen.
    Oh ja. Ganz und gar nicht

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Das klingt ja überhaupt nicht gut.
    Scheint wohl so…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Nee, ich glaub nicht, dass Todd etwas damit zu tun hat - oder?
    Bestimmt nicht absichtlich

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Nee, hatte er nicht. Die Königin sollte sich in acht nehmen. Mit einem wütenden Todd ist nicht zu spaßen.
    Da könntest Du Recht haben.

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Klar, Mac schafft alles!
    He! Mac hatte gute Hilfe, in Form guter Teamarbeit

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    An Karas Stelle würde ich auch so reagieren. Jetzt ist also Selene in ihr, oh man.
    Tja. Ich sag mal nichts weiter dazu...

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Mac hat eben seine Prinzipien.
    Typisch für ihn

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Das war wieder ein spannendes Kapitel und ich bin neugierig wie es weitergeht.
    Vielen Dank für das Feedback, und mal schauen wir mal wie es so weitergeht, liebe Chaya


    Hallo ihr Lieben! Ich will euch gar nicht noch länger auf die Folter spannen, und wünsche deswegen viel Spaß mit dem Start der zweiten Hälfte der ersten Staffel


    Odyssee
    Folge 1.11 - In die Höhle des Löwen, Teil 2



    Milchstraße
    Erde, Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen

    Wir waren alle gemeinsam aus den nach wie vor drei getarnten Jumpern hinaus ins Freie getreten, nachdem wir auf dem Dach mit einem günstigen Zugang ins Gebäude gelandet waren.
    Alle hatten bereits, bis auf Logan, Miss Shen und ich, ihre Waffen einsatzbereit in Anschlag genommen. Eine weitere einzigartige Ausnahme bildete MacGyver, der als einziger von uns allen überhaupt gar keine Waffe bei sich trug.

    An Angus lag es nun unserem Einsatzteam einen unbemerkten Zutritt in die Anlage zu ermöglichen, nachdem sich der israelische Computerspezialist Benjamin David Rosenthal in das Überwachungssystem der Alkali-Transigen Company gehackt und die meisten Kameras bereits erfolgreich manipuliert hatte.
    Mit einem Nicken gab der Doktor der Informatik, der schon die ganze Zeit über prüfend auf sein I-Pad geschaut hatte MacGyver zu verstehen, dass der Weg anhand seiner Daten nun frei sein sollte.

    Auch die geschärften Sinne von Logan und mir sollten bei diesem Einsatz zur vollen Geltung kommen, wobei eine weitere wichtige Aufgabe von mir war, auf persönliche Anordnung von General Carter, auf Major Jennifer Hailey achtzugeben.

    Sorgfältig schon mehrere Meter vor der Tür, durch die wir gehen wollten, sah sich MacGyver auf den Punkt genau um, seitdem er mit den anderen aus dem Jumper getreten war. Prompt wurde er nach wenigen Minuten auch schon fündig, wobei er eine Überwachungskamera entdeckte, die ein Einfaches zugehen auf die Tür, die direkt vor uns lag unmöglich machte.
    Mit seiner linken Hand deutete er genau auf jene Kamera, während er auch fragend Blickkontakt mit Doktor Rosenthal aufnahm, welcher aber leider resignierend den Kopf schüttelte.
    “Tut mir leid, Leute. Aber ich bekomme einfach keinen Zugriff darauf. Wird wohl über ein separates System laufen”, flüsterte er frustriert.

    “Dann müssen wir, äh meine natürlich damit Sie… halt nach einen sicheren Weg darum herum suchen”, raunte Major Hailey MacGyver zu, der schon signalisiert hatte, dass die meisten von uns warten sollten, während er gemeinsam mit Rosenthal und Wolverine nach einer alternativen Route suchen wollte.

    Es vergingen mehrere Minuten. Die ganze Zeit über sah First Lieutenant Jin dabei genau auf ihre Uhr.
    Auf dem Dach, auf dem sich unser Team nach wie vor größtenteils ohne Deckung aufhalten musste, bogen Angus und Logan immer wieder des Öfteren ab, nachdem sie immer nur einige Schritte und Meter gegangen waren, hielten an und sahen sich aufmerksam die Umgebung betrachtend um.
    Die ganze Zeit über folgte den beiden Benjamin, der genervt feststellen musste dass es hier oben eine nicht unerhebliche Anzahl von Kameras gab, die über ein anderes Netzwerk laufen mussten, welches er noch nicht aufgespürt hatte. Daher war er dazu gezwungen immer wieder anzudeuten welche Kameras für das Team passierbar oder unpassierbar waren.
    Doch sein Ehrgeiz war geweckt worden, um dieses Problem schnell zu beseitigen, und versuchte während er den beiden folgte sich auch in dieses Netzwerk einzuklinken.
    “Wir können dort und dort lang. An diesen Punkten hier und hier, sowie auch an dieser Stelle, sind wir durch die Lüftungsschächte von den noch funktionierenden Kameras geschützt”, erklärte Doktor Rosenthal, der auf sein I-Pad ein Satellitenfoto des Daches mit einer grünen Routenlinie und roten Punkten, wo sich Kameras befanden farblich markiert hatte.
    MacGyver schaute sich das ganze äußerst konzentriert an. Sah vom I-Pad vor sich auf, und musterte misstrauisch die übrigen Meter, die sie noch bis zur Tür vor sich hatten.
    Nach wenigen Minuten nickte er zustimmend, und Wolverine brummte: “Dann machen wir es auch so - also holen wir schnell die anderen!”

    Am Ende war es mehr als fast eine halbe Stunde, ehe die beiden zu uns zurückgekehrt waren, uns energisch zuwinkten zu ihnen aufzuschließen.

    Nach einem ausgedehnten Zickzackkurs erreichten wir dann aber ohne Hindernisse unser nächstes Ziel.
    Die Tür auf dem Dach schien für das einfache Auge offenbar nur durch eine simple veraltete Alarmanlage gesichert zu sein.
    Ohne sich dabei sonderlich anstrengen zu müssen, hatte der ehemalige Geheimagent und freie Mitarbeiter der Phoenix Foundation dieses Hindernis überwunden, wobei er unter anderem einige Batterien aus einer Taschenlampe verwendet hatte um den Stromkreis zu überbrücken.

    “War das etwa schon alles?”, murmelte Mac verwundert, nachdem er die Tür letztendlich mit seinem treuesten Begleiter, seinem Taschenmesser vorsichtig geknackt und geöffnet hatte. In letzter Sekunde bemerkte er dann doch noch das dünne Kabel, welches an Tür und am Rahmen befestigt war.

    Sein Blick verfolgte den Verlauf des Kabels und ob noch irgendwelche weitere Dinge daran befestigt waren. Da es aber in dahinterliegenden Korridor dunkel war und der schmale Spalt nur wenig Licht hineinließ, erkundigte sich MacGyver ob jemand einen Spiegel bei sich hatte, während er bereits eine kleine Stabtaschenlampe aus seiner Weste hervorkramte.
    Mit großem Geschick handhabte er kurz darauf Spiegel und Taschenlampe.

    Es vergingen einige Sekunden, die zu einigen quälenden Minuten für so manchen von unserer Gruppe wurden.

    Schließlich nickte Mac zufrieden, der kurz darauf auch schon das befestigte Kabel löste, ohne jenes auch nur auf irgendwelche Art und Weise zu beschädigen.

    Als somit der Weg ins Innere des Gebäudes frei war, trat man dennoch mit größter Vorsicht durch die Tür in den Korridor, welcher in ein Treppenhaus führte.
    “Haben Sie so etwas wie einen Kartenmanipulator zur Hand, Mister MacGyver?”, erkundigte sich Major Hailey, die feststellen musste dass anscheinend jede Tür mit einer Code-Card-Vorrichtung gesichert war.

    Angus schüttelte den Kopf, griff dann mit einem leichten Grinsen in seine Gürteltasche, holte ein halbes Dutzend Karten heraus, und sagte: “Das hier ist eine sehr sensible Magnet-Karte mit der man überall Zugang bekommen sollte. Es funktioniert wie jede andere Karte: Durch den Schlitz ziehen oder Magnetstreifen ranhalten. Sollte es nicht beim ersten Mal klappen, kein Problem Karte einfach im Schlitz halten bis sich die Tür geöffnet hat. Es ist das Ergebnis langer Forschung der Phoenix Foundation um auch in Gefahrsituationen Zugang zu bekommen, um Leute zu retten…”
    “Klasse”, strahlte Jennifer, die ihm ohne zu zögern die Karten abnahm und damit begann diese unter den Teams zu verteilen.
    “… diese Karten sind übrigens wieder bei mir abzugeben”, ergänzte MacGyver mit einem Schmunzeln.
    “Können Sie nicht…”
    “…eine Ausnahme machen? Nein, kann und werde ich auch nicht, Major Hailey! Diese speziellen ID-Cards sind und bleiben Eigentum der Phoenix Foundation!”
    “Schade!”, seufzte die Soldatin enttäuscht.

    “So jetzt sind wir dran. Team 3 bleibt hier und passt auf Mister MacGyver auf! Die anderen Teams rücken aus! Los!”, befahl Jennifer Hailey schon wenige Sekunden später.


    P2X-4P33

    Sehr genau untersuchte, wie schon einige Zeit zuvor ihre Wirtin, jetzt auch die Goa’uld das beschädigte Stargate und das Dial Home Device.
    “Gut dass du mich hast um von hier wegzukommen”, flüsterte Selene mit einem verstohlenen Grinsen an die Adresse von Kara, und machte sich daran so einige der Steuerungs- und Kontrollkristalle an beiden Geräten zu entfernen.


    Pegasus-Galaxie
    Atlantis

    Ein vollkommen schockierter Colonel Sheppard war soeben von Mister Woolsey in dessen Büro mit den jüngsten Ergebnissen rund um den Wraith Todd konfrontiert worden.
    Immer noch war John sprachlos.
    Anders Rodney, der sofort munter drauflos plapperte und seine Meinung kundtat: “… habe es ja immer gewusst, man hätte ihn nie wieder weggehen lassen dürfen…”
    Dieses hektische Geplapper holte Sheppard zurück in die Gegenwart, der schnell seinem Teamgefährten klarmachen musste, dass wohl ohne Todds Hilfe McKays Schwester wohl nicht mehr leben würde.
    “Das Sie immer das letzte Wort haben müssen”, murrte der Kanadier verdrossen.


    Milchstraße
    Mars
    Stargate Command Base - Büro von General Landry

    Immer noch darüber rätselnd wer so alles an der Mission bei Alkali-Transigen beteiligt war, war Hank beim durchlesen unter anderem auch der Name von Miss Shen ins Auge gefallen.
    “Wird wohl ihre früheren Kontakte und Beziehungen spielen lassen wollen… Hoffentlich geht das alles auch wirklich gut aus”, flüsterte er, einen weiteren Schlug Kaffee aus seiner großen Tasse nehmend ,”denn ich habe da ein komisches Gefühl.”

    Dann wandte er sich kurz darauf wieder den größer gewordenen Papierkram zu, den Walter ihm gebracht hatte. Aber er war froh darüber dass diese Last in Kürze auf mehrere Personen verteilt sein würde.

    Erde, Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen

    Während das dritte Team immer noch oben auf dem Dach ausharrte, hatten sich die beiden anderen Teams mittlerweile wie geplant voneinander getrennt, und dabei immer weiter in den Gebäudekomplex vorgedrungen.
    Stockwerk für Stockwerk sollte dabei so sorgfältig und unauffällig wie nur irgendwie möglich überprüft werden.
    Es war in jeden ein seltsames Gefühl aufgekommen, da man noch bislang keinen Kontakt mit irgendjemanden vom Personal der Company von Alkali-Transigen gehabt hatte.

    Ostflügel - Team 1

    Erneut war Wolverine wieder unvermittelt aufmerksam schnuppernd und dabei auch noch aufmerksam lauschend stehen geblieben. Seine Mimik hatte sich schlagartig zu einem entschlossenen und zusätzlich wütenden Gesichtsausdruck gewandelt, denn sein scharfer Geruchssinn hatte den für ihn allein immer klarer werdenden Geruch von Öl und Pulver deutlich wahrgenommen, der bislang vom Aroma von Desinfektions- und Putzmitteln überlagert worden war.

    Er hatte sich nur für einen kurzen Moment mit einem warnenden Blick zu seinem übrigen Team umgewandt, während er bereits seine Krallen ausfuhr.
    Miss Shen, die in der sicheren Mitte der Gruppe stand, wurde kurz darauf von den Soldatinnen und Soldaten der Volksrepublik China und der US Army noch schützender umringt. Die Frau war deswegen fast gar nicht mehr zu sehen.
    Die schwer bewaffneten Frauen und Männer hatten den Blick des vorangehenden Mutanten richtig gedeutet, und beschränkten sich daher nur noch auf die Verständigung durch Zeichen und Gesten.
    Die mit dieser Situation überforderte Xiaoyi Shen, die etwas sagen wollte bekam prompt den Zeigefinger der linken Hand von First Lieutenant Jin quer über den Mund gelegt, als Hinweis kein weiteres Wort mehr zu sagen.

    Westflügel - Team 2

    Die von mir begleitete Gruppe war bislang hingegen nur sehr langsam vorangekommen. Denn mein, durch das vor Jahren unfreiwillige zurückliegende medizinische Experiment, verschärfter Geruchssinn hatte immer wieder aufs Neue verschiedene Gerüche registriert. Das Aroma von diversen Medikamenten und Desinfektionsmitteln war immer noch sehr intensiv. Aber ein anderer verräterischer und markanter Geruch mischte sich immer stärker mit hinein.

    Es war eindeutig ein metallischer Geruch. Für mich bestanden letztendlich keinerlei Zweifel mehr - es roch sehr stark nach frischem Blut.

    Die Flut der Reize auf meinen Geruchssinn wurde stetig intensiver je weiter wir vorankamen, davon alarmiert hatte ich deswegen meine Krallen ausgefahren, während sich unsere Gruppe Meter für Meter immer weiter vorwärts schlich. Unter diesen Gerüchen, von dem der nach frischem Blut besonders intensiv war, wurde ein anderer immer stärker, der von den anderen bislang überdeckt worden war.

    Irritiert über dieses Verhalten meinerseits hatte Major Jennifer Hailey sofort auf den Lebenszeichendetektor in ihrer linken Hand geschaut.
    Doch konnte sie bislang nichts darauf erkennen. Niemand außer ihr eigenes Team wurde darauf angezeigt.

    Dach - Team 3

    Einige der Teammitglieder, darunter waren auch Jean Grey und Scott Summers, hatten sich zu den Jumpern zurückgezogen um die Umgebung besser überwachen zu können.
    Die rothaarige Frau hatte sich auf eine der Bänke im Passagierabteil gesetzt, und verharrte dort seit ihrer Ankunft in höchster Konzentration.

    Auf einmal allerdings schreckte sie auf, und stieß hervor: “Oh, mein Gott! Es befindet sich ein Mutant an diesen Ort, der unsere Ankunft gespürt und die Verantwortlichen dieser Firma darüber informiert hat!”
    Ohne lange zu zögern, versuchte Jean daher mittels Telepathie Kontakt zu den beiden Einsatzteams im Gebäudekomplex aufzunehmen.

    Mehrmals versuchte sie es, aber ohne Erfolg. Schließlich massierte Jean erschöpft ihre Schläfen, und schaute mit sorgenvoller Miene drein.
    Scott Summers, der das Verhalten seiner Ehefrau beobachtet hatte, fragte daher mit voller Sorge: “Jean! Jean! Ist alles in Ordnung?”
    “Leider nein. Ich schaffe es einfach nicht irgendjemanden von unseren beiden anderen Teams in diesem Gebäude zu erreichen. Da blockiert irgendetwas oder irgendwer meine Fähigkeiten…”
    “Daran muss vermutlich ein elektronisches Feld beziehungsweise etwas vergleichbares daran Schuld sein”, lautete die Schlussfolgerung von Doktor Rosenthal, der sich mit zwei israelischen Militärangehörigen ebenfalls im selben Jumper aufhielt.

    Mit einem übermüdeten Seufzen machte sich im Anschluss MacGver auch noch bemerkbar, und stellte ernüchtert fest: “Wenn das so ist: Haben die uns erwartet oder unsere Ankunft irgendwie doch bemerkt. Und in diesen Fall benötigen wir auf jeden Fall die Kavallerie, nämlich das IOA, die UN, sowie die Regierung von Mexiko. Denn nach der Bekanntgabe des Programms um das Stargate sind alle Nationen Mitglied beim IOA geworden… Und wir sollten unsere Leute, die sich noch am Zugang befinden so schnell es geht hierher zurückrufen…”

    P2X-4P33

    Nach langer Arbeit am schwer beschädigten Systemen des Goa’uld-Frachtschiffes hatte Selene gerade eben den letzten stark verkohlten Kontrollkristall ausgetauscht, und auch noch ein System überbrückt, welches für den Hyperantrieb nötig war.

    Zufrieden mit ihrer Arbeit schob sie die Tafel mit den vielen unterschiedlichen Kristallen wieder zurück an ihren Platz, und schloss nach einen einer kurzen Überlegung auch noch das Panel, ging nachgrübelnd zurück ins Cockpit, setzte sich auf den Platz des Piloten, atmete noch einmal kurz durch ehe sie die Systeme startete.
    Es gab nur eine kurze Energieschwankung, dann normalisierte sich der Energieausstoß. Mit einem zufriedenen Grinsen verließ die Goa’uld endlich jenen sehr sumpfigen Planeten auf welchen sie viele Jahre lang festgesessen hatte.

    Doch sehr viel mehr interessierte sie die Erinnerungen und Informationen, welche in ihrer neuen Wirtin vorhanden waren.
    “Diese verfluchten Tau’ri!”, stieß Selene hasserfüllt hervor, als sie erkennen musste das offenbar alle Imperien der Goa´uld und eine Vielzahl der Systemlords, sowie ihrer Unterlords gefallen waren.

    Erde, Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen

    Ohne lange zu zögern hatten sich alle übrigen Mitglieder des dritten Teams in die drei getarnten Puddle Jumpern zurückgezogen.
    Keine Sekunde zu spät waren sie in die Fluggeräte getreten, denn eine große Anzahl schwer bewaffneter Personen, die sogenannten Plünderer, welche der Alkali-Transigen als Privatarmee und Sicherheitsdienst diente, stürmte systematisch alles durchsuchend im schnellem Tempo über das Dach.

    “Oh man - wie ich es manchmal hasse Recht zu behalten”, kam es beinahe simultan von Rosenthal und MacGyver, die sich deswegen auch kurz anschauten.
    “Wir sollten mal besser von hier abheben, damit wir auch unentdeckt bleiben”, riet die israelische Soldatin Esther Bernstein, die daher sofort ihr M16 noch fester umklammerte.
    Per Telepathie gab Jean diese gute Empfehlung an die beiden anderen Piloten weiter.

    Team 1

    Wie in an einer Schnur gezogen, selten in einer Zweierreihe, betrat das von Logan begleitete Team einen weiteren Korridor, welcher schon nach wenigen Schritten in einen kleinen Saal führte.
    Ausgerechnet dort trafen sie auf mehrere schwer bewaffnete Personen, von denen die meisten merkwürdige hochentwickelte Prothesen trugen. In deren Mitte stand ein hagerer in einen weißen Laborkittel gekleideter Mann.
    Dieser stellte grinsend fest: “Welch eine Überraschung! Willkommen bei Alkali-Transigen meine Damen und Herren! Und wie ich sehe, beehrt uns sogar Waffe X!”

    Team 2

    Es gab nur ein kurzes Klicken des Funkgerätes von Major Hailey. Es war ein kurz zuvor vereinbartes Notsignal gewesen, und Jennifer dachte: ´Oh, mein Gott. Team 1 ist wohl soeben unerwartet auf Widerstand gestoßen - trotz aller größter Sorgfalt.´
    Kaum hatte sie den Gedanken beendet, prahlte sie leise fluchend gegen meinen Rücken, da ich ohne Vorwarnung stehen geblieben war.

    Denn nach der Abbiegung trafen wir ebenfalls auf einige der schwer bewaffneten Söldner.
    Wie sich später noch herausstellen sollte, war es ein großes Glück gewesen, dass bis auf Hailey, zwei weiteren Soldaten und mir nicht alle Mitglieder unseres Teams zu sehen waren, sondern noch hinter der Biegung den Blicken des Gegners verborgen blieben.

    “Hände hoch ihr verdammten Eindringlinge!”


  3. #23
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John's Chaya
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    “Dann müssen wir, äh meine natürlich damit Sie… halt nach einen sicheren Weg darum herum suchen”, raunte Major Hailey MacGyver zu ...
    Das macht Mac mit links.

    In letzter Sekunde bemerkte er dann doch noch das dünne Kabel, welches an Tür und am Rahmen befestigt war.
    Wo bliebe denn sonst die Spannung?

    Schließlich nickte Mac zufrieden, der kurz darauf auch schon das befestigte Kabel löste, ohne jenes auch nur auf irgendwelche Art und Weise zu beschädigen.
    Spannung behoben.

    Diese speziellen ID-Cards sind und bleiben Eigentum der Phoenix Foundation!”
    Hihiii... das Militär will sich aber auch alles unter den Nagel reißen. Haben die keine eigenen ID-Cards?

    Dieses hektische Geplapper holte Sheppard zurück in die Gegenwart, der schnell seinem Teamgefährten klarmachen musste, dass wohl ohne Todds Hilfe McKays Schwester wohl nicht mehr leben würde.
    Da muss Rodney sich wohl entschuldigen, dass er das mal wieder vergessen hat.

    Es war in jeden ein seltsames Gefühl aufgekommen, da man noch bislang keinen Kontakt mit irgendjemanden vom Personal der Company von Alkali-Transigen gehabt hatte.
    Ich habe so die Ahnung, dass das seltsame Gefühl sich noch bewahrheiten wird. Da kommt ne Menge Ärger auf sie zu.

    Es war eindeutig ein metallischer Geruch. Für mich bestanden letztendlich keinerlei Zweifel mehr - es roch sehr stark nach frischem Blut.
    Ach herjeee...

    “Oh, mein Gott! Es befindet sich ein Mutant an diesen Ort, der unsere Ankunft gespürt und die Verantwortlichen dieser Firma darüber informiert hat!”
    Das klingt gar nicht gut.

    “Wenn das so ist: Haben die uns erwartet oder unsere Ankunft irgendwie doch bemerkt. Und in diesen Fall benötigen wir auf jeden Fall die Kavallerie, nämlich das IOA, die UN, sowie die Regierung von Mexiko. Denn nach der Bekanntgabe des Programms um das Stargate sind alle Nationen Mitglied beim IOA geworden… Und wir sollten unsere Leute, die sich noch am Zugang befinden so schnell es geht hierher zurückrufen…”
    Also wenn Mac das schon sagt, sieht es wirklich mehr als böse für alle aus.

    “Diese verfluchten Tau’ri!”, stieß Selene hasserfüllt hervor, als sie erkennen musste das offenbar alle Imperien der Goa´uld und eine Vielzahl der Systemlords, sowie ihrer Unterlords gefallen waren.
    Tja, wir waren wirklich fleißig und dich bekommen wir auch noch.

    Dieser stellte grinsend fest: “Welch eine Überraschung! Willkommen bei Alkali-Transigen meine Damen und Herren! Und wie ich sehe, beehrt uns sogar Waffe X!”
    Armer Wolferine, den Herren wollte er bestimmt nicht wiedersehen.

    Wie sich später noch herausstellen sollte, war es ein großes Glück gewesen, dass bis auf Hailey, zwei weiteren Soldaten und mir nicht alle Mitglieder unseres Teams zu sehen waren, sondern noch hinter der Biegung den Blicken des Gegners verborgen blieben.

    “Hände hoch ihr verdammten Eindringlinge!”
    Hoffentlich bleiben die anderen unentdeckt und können irgendwie Hilfe holen.
    Oh weh, da kommen eine Menge Probleme auf alle zu. Hoffentlich geht das gut aus.
    Das war wieder ein spannendes Kapitel, Dankeschön. Ich bin neugierig, wie es weitergeht.
    Ich bin zu alt, um nur zu spielen, zu jung, um ohne Wunsch zu sein.

  4. Danke sagten:


  5. #24
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Und schon wieder sind zwei Wochen vorrüber.

    Doch bevor wir fortfahren, zunächst ein großes Dankeschön an die gesamte Leserschaft, der Kritikschreiberin, ebenso an Ehre_Sei_den_Ori & John´s Chaya, fürs Drücken des Buttons

    Feedback-Feedback:
    Spoiler 
    @ John´s Chaya:
    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Das macht Mac mit links.
    Ganz bestimmt…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Wo bliebe denn sonst die Spannung?
    Genau

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Spannung behoben.
    Immer diese Antiker - können in die Zukunft sehen…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Hihiii... das Militär will sich aber auch alles unter den Nagel reißen. Haben die keine eigenen ID-Cards?
    Klar. Wie es aussieht noch nicht. Zumindest keine solche speziellen ID-Cards…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Da muss Rodney sich wohl entschuldigen, dass er das mal wieder vergessen hat.
    Na hoffentlich…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Ich habe so die Ahnung, dass das seltsame Gefühl sich noch bewahrheiten wird. Da kommt ne Menge Ärger auf sie zu.
    Frage doch mal die Kristallkugel

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Ach herjeee...
    Oh ja…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Das klingt gar nicht gut.
    Ganz und gar nicht. Leider.

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Also wenn Mac das schon sagt, sieht es wirklich mehr als böse für alle aus.
    Da hat Mac wohl ins Schwarze getroffen, und man benötigt so schnell es geht offizielle Unterstützung…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Tja, wir waren wirklich fleißig und dich bekommen wir auch noch.
    Ach! Was heißt denn hier “wir”? Ihr Antiker habt doch nichts dazu beigetragen

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Armer Wolferine, den Herren wollte er bestimmt nicht wiedersehen.
    Ne. Das wollte Logan mit Sicherheit überhaupt nicht!

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Hoffentlich bleiben die anderen unentdeckt und können irgendwie Hilfe holen.
    Oh weh, da kommen eine Menge Probleme auf alle zu. Hoffentlich geht das gut aus.
    Das war wieder ein spannendes Kapitel, Dankeschön. Ich bin neugierig, wie es weitergeht.
    Ob das übrige Team noch unentdeckt bleibt, klärt sich schon bereits mit dem nächsten Kapitel auf.
    Klar gibt es Probleme. Wo bliebe denn sonst die Spannung ?
    Ob diese Mission gut ausgeht… bis das geklärt wird - dauert es noch einige Kapitel

    Vielen Dank für das Feedback, liebe Chaya


    So, und dann geht es auch schon weiter
    Viel Spaß beim Lesen.

    Odyssee
    Folge 1.12 - In die Höhle des Löwen, Teil 3



    Milchstraße
    Erde, Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen - Team 3

    Ohne ein Geräusch und somit auf sich aufmerksam zu machen, hatten sich die drei getarnten Jumper wieder in die Luft erhoben. Denn die Söldner durchkämmten nach wie vor jeden einzelnen Winkel auf dem Dach nach verräterischen Spuren, die auf ungebetene Besucher hinweisen könnten und überquerten schließlich auch die Landepunkte der drei Fluggeräte.

    Team 2

    “Lassen Sie mich das machen, Major”, war alles was ich Hailey, die dicht hinter mir stand, leise zuflüsterte.
    “Wie bitte, sind Sie etwa vollkommen irre?”, wisperte eine perplexe Jennifer ebenso leise zurück.
    “Nein! Sind doch nur fünf!”
    Irritiert schaute die Befehlshabende Offizierin des Teams mir ins Gesicht und meinte in fortwährenden Flüsterton entschieden: “Sie haben in der Tat und ohne jeden Zweifel beeindruckende Fähigkeiten! Aber das hier, was Sie jetzt vorhaben, riecht sehr gewaltig nach Größenwahn… Außer diese Kerle da haben wirklich keinerlei Ahnung wer Sie sind und zu was Sie fähig sind, sonst wären die garantiert vorsichtiger.”

    Entschlossen schaute ich kurz noch einmal meiner Teamleiterin tief in die Augen, denn ich hatte meinen Entschluss gefasst, und sie spürte dass es keinen Sinn gab mich daran hindern zu wollen.
    Danach wandte ich mich von Major Hailey ab, und musterte vorsichtig abschätzend den bärtigen Mann, welcher der Anführer des kleinen Trupps vor uns war an.

    Von all den fünf Söldnern unbemerkt, schraubten die sich nicht in deren Blickfeld befindlichen übrigen Soldaten unseres Teams geräuschlos ihre Schalldämpfer auf die Waffenläufe. Zeitgleich hatte sich Major Jennifer Hailey in den Rahmen einer Tür gelehnt um zumindest ein klein wenig Deckung zu haben, während dabei ihre verdeckte linke Hand vorsichtig nach der Zat-Waffe an ihren linken Oberschenkelholster tastete.

    Finster war ich in der Zwischenzeit auf die feindliche kleine Gruppe zugegangen, blieb aber einige Meter vor deren Anführer stehen.
    “Was soll der Quatsch? Ihr Arschlöcher sollt euch ergeben!”, schnauzte der Bärtige im grimmigen Ton uns zu.
    Nach einer kurzen Atempause fügte er: “Das ist die allerletzte Warnung: Gebt den Widerstand auf!” - hinzu.
    Kaum hatte er das gesagt, drückte er auch schon gezielt in meine Richtung ohne auch nur eine Sekunde länger zu zögern den Abzug seiner Waffe durch.

    Team 1

    Immer noch sehr misstrauisch musterte Logan den hageren Mann, der ihn von irgendwoher bekannt vorkam. Oder er hatte auch vielmehr auch nur eine große verblüffende Ähnlichkeit mit jemanden, einer längst verblassten Gestalt aus seiner langen Vergangenheit voller Gewalt und Schmerzen, einen den er einst vor vielen Jahren ins Jenseits befördert hatte. Diese neu erweckte Erinnerung, die in seinen Geist gefangen war, brachten erneut viele der Schmerzen wieder lebendig vor den geistigen Auge in sein Bewusstsein zurück, es waren die größten Leiden, die er je hatte durchleben müssen.

    Während Logan noch darüber nachdachte, wer dies sein könnte, hatte eine andere Person sich wieder gefangen. Eine die aufs Tiefste empört war, nämlich Miss Shen, die sich mit fester und gefasster Stimme entschlossen bemerkbar machte: “Mein Name ist Shen Xiaoyi, die Vorsitzende des IOA. Wir sind auf der Suche nach einem Team, welches hier bei ihnen war um mit ihnen zu sprechen - aber sich nicht wie vereinbart planmäßig zurückgemeldet hat. Darum verlange ich von Ihnen eine sofortige Auskunft über den Verbleib dieser Personen zu erfahren!”

    Der Mann in dem Kittel lächelte sichtlich amüsiert über dieses Verhalten der Chinesin vor sich hin, und erwiderte: “Wir wissen darüber natürlich Bescheid Miss Shen. Wobei es natürlich sehr angenehm und schön ist eine alte Geschäftspartnerin mal wiederzusehen. Aber ich würde ihnen allen empfehlen alles an Ausrüstung abzulegen und natürlich auch die Waffen niederzulegen, die sie bei sich tragen - und betrachten sie sich somit alle zusammen als unsere Gäste!”
    Argwöhnisch und aufs Äußerste angespannt behielt der noch bislang namenlose Wissenschaftler ganz besonders Logan im Blick seitdem er ihn erkannt hatte.

    Nach einer kurzen theatralischen Pause fügte er hinzu: “Sehr gut übrigens dass sie auch noch Wolverine mitgebracht haben. Ich kenne ihn wie Sie ja wissen - von der Arbeit meines Vaters her, ehe er auf eine sehr tragische Art und Weise vor einigen Jahrzehnten zu Tode kam…”
    Von einem Moment auf den anderen war nun Logan schließlich vollkommen bewusst woher ihn der Mann so stark erinnerte.

    “Oh ja. Übrigens unhöflich von mir mich ihnen allen noch nicht vorgestellt zu haben: Ich bin Doktor Zander Rice! Wir wissen natürlich weshalb sie alle hier hergekommen sind - aus demselben Grund wie die anderen, die mit ihnen kamen…”
    “Ganz genau”, knurrte Logan, “weil mir ihr Vater dieses Gift hier eingesetzt hat, und für die Schmerzen, die ich von ihm erhalten habe…”
    Während er sprach, präsentierte der Mutant wütend seine mit dem Adamantium umhüllten Krallen.

    Mit gespielter Schüchternheit erwiderte Doktor Rice: “Ein wirklich sehr bedauerlicher Nebeneffekt, den wir zu diesen Zeitpunkt noch nicht vorhersehen konnten, aber letztendlich unsere weiteren Forschungen am Waffe-X-Programm gut vorangebracht hat als wir es letztendlich festgestellt hatten…”
    “Falls Sie denken, dass ich mich euch komischen Schießbudenfiguren ergeben werde, irrt ihr euch gewaltig!”, warnte Wolverine hasserfüllt, der unterstreichend eine Kampfposition einnahm.
    “Um ehrlich zu sein, hatten wir es auch nicht angenommen - doch zu unserem Glück hat das Programm derartig unerwartet gute Fortschritte gemacht und Ergebnisse hervorgebracht, weswegen ich Vorkehrungen getroffen habe”, erklärte sich der hagere Wissenschaftler prompt, der mit seiner linken Hand aus einer Taschen seines Kittels eine kleine Fernbedienung hervorholte. Mit einem zufriedenen und siegessicheren Lächeln im Gesicht drückte er den grünen Knopf des kleinen Gerätes.
    Eine bis dato verschlossene allem Anschein nach sehr stark gepanzerte Tür, zu der sofort sämtliche Augenpaare gewandert waren, öffnete sich daraufhin quälend langsam immer weiter.

    Team 3

    Von den Cockpitfenstern der Jumper aus, konnten alle sehen und auch hören was sich auf dem Dach unter ihnen abspielte.

    Gedämpft aber deutlich war die schimpfende Stimme des Anführers der Söldner zu vernehmen: “Verdammt noch mal! Ihr habt nichts weiter gefunden, bis auf einige Batterien, einigen Kabeln und eine allen Anschein nach geschickt geöffnete Tür, oder was?”
    Der andere zuckte daraufhin nur ratlos mit den Schultern und antwortete: “Die müssen hier aber irgendwo gelandet sein…”
    “Was Sie nicht sagen”, brüllte Donald Pierce wütend seinen Untergebenen an. Dann nach wenigen Sekunden schon wirkte er wieder locker.
    Kurz darauf schon, abermals sah er sich sehr genau aufmerksam noch einmal selber um, dann ordnete er an: “Sie und ihre Leute bleiben hier auf dem Dach - damit dieser Mist nicht noch einmal passiert!”
    Stumm und sichtbar eingeschüchtert nickte der angesprochene Söldner, und Pierce trat vor sich hin schimpfend mit seinen anderen Leuten den Rückweg zu seinen Boss an.

    “Na schön, wir brauchen somit wirklich die Hilfe des IOA”, stellte Scott Summers fest.
    MacGyver seufzte kurz: “Ja. Ich mache das, wenn kein anderer sich meldet…”

    Team 2

    “Ach du Scheiße, was…?”, schluckte der ungefähr zwei Meter große grimmige bärtige Hüne, nachdem ich mich wieder aus der gebückten Haltung aufgerichtet hatte, das etwa eine Dutzend Kugeln aus meinem Körper rieselten und die Wunden sich wieder geschlossen hatten.
    Diesen Moment der damit verbundenen lähmenden Fassungslosigkeit der damit fünf völlig ratlosen Söldner nutzte ich ohne Rücksicht aus. Mit einem Sprung überwand ich die übrige Distanz zu meinen Gegner, und rammte den Schützen alle meine Krallen in den Brustkorb.
    Als wir beide gerade zu Boden gegangen waren, zischte es kurz einige Male über mich hinweg und auch die vier anderen Söldner gingen zu Boden.

    “Wirklich ein sehr gutes Ablenkungsmanöver…”, begann Jennifer schmunzelnd als ein sichtbar genervter Wissenschaftler auf den Korridor getreten war.
    Dieser war durch den Tumult in seiner Arbeit gestört worden, sah kurz zu uns hinüber, entdeckte die gerade eben getöteten Söldner und starrte mich erschrocken an.
    Die Anordnungen von Major Hailey ignorierend machte er ohne weiter zu zögern kehrt, und versuchte sein Ziel zu erreichen. Doch bevor er den Alarmknopf drücken und die Sprechanlage benutzen konnte, feuerte die erfahrene Offizierin ohne zu zögern dreimal hintereinander ihre Zat-Waffe ab. Zuerst erwischte sie den Wissenschaftler, ehe sie die Alarmanlage und ebenso die Sprechanlage mit weiteren Treffern lahmlegte.

    Mit einem zufriedenen Grinsen pustete die Soldatin kurz gegen die Spitze ihrer Waffe und erklärte: “Gut dass ich die hier mitgenommen habe. Also sehen wir uns mal den Raum da drüben mal etwas näher an!”

    Team 1

    Auch Wolverine machte erschrocken eine Schritt zurück nach hinten, nachdem die Gestalt aus dem dunklen Raum herausgetreten war und jetzt für alle deutlich zu erkennen war.
    “Sie verdammte Drecksack! Was haben Sie da nur getan?”, fragte ein wirklich fassungslos gewordener Logan, der feststellen musste geklont worden zu sein. Der Mutant durch diese unerwartete Bekanntschaft mehr als nur benommen wirkte.

    Ein sehr amüsierter Zander Rice lächelte schon die ganze Zeit über. Nämlich von Beginn an als er den Knopf der Fernbedienung gedrückt hatte bis zu genau diesen Zeitpunkt hielt sein beinahe schon mehr als nur siegessicheres Lächeln an.
    Oh ja, dieser nur an Erfolg und ohne Rücksicht ausgerichtet Wissenschaftler kostete diesen Moment des Schocks von Wolverine und auch der anderen geradezu genüsslich aus. Diese Überraschung hatte er hervorragend eingefädelt.

    Doch Miss Shen hatte sich bereits schnell wieder von diesen Schockmoment erholt, und machte Doktor Rice einen Strich durch die Rechnung: “Schön, Zander. Du hast mehr als nur offensichtlich ein Meisterwerk vollbracht. Und… woher wusstest Du überhaupt das wir hier sind?”
    “Ach ja, richtig. Bringt den Trecker her!”, ordnete Zander, dem das Lächeln entschwunden war, mit einer entsprechenden Fingergeste an.

    Man musste nicht wirklich allzu lange warten, als eine mehr als schüchtern wirkende gebeugte und mit Tüchern verhüllte Gestalt hereingebracht wurde.
    Grob riss einer der danebenstehenden Söldner die Kopfbedeckung runter, worauf ein hellhäutiger Mann, und somit eindeutig ein Mutant zum Vorschein kam.

    Der verängstigte Mann drehte sich panisch weg. Weg vom Licht, welches ihn blendete und sofort auf seiner Haut im Gesicht empfindlich zu brennen begann.

    Aber Wolverine hatte dieser kurze Moment bereits genügt als er sah, wer da versuchte sein schmerzendes Gesicht schnell wieder zu verbergen, daher murmelte er fassungslos: “Caliban! Du hilfst diesen miesen Kerlen, Caliban?”
    “Es tut mir leid, Logan… Aber ich hatte keine andere Wahl…”, antwortete der schwer eingeschüchterte Albino, der nun doch noch einmal aufsah um seinen Gesprächspartner anzusehen.
    Rice unterbrach die Unterhaltung: “Ein wirklich sehr gutes und vor allem passendes Stichwort: Auch ihr habt letztendlich keine andere Wahl! Also zum wiederholten Male: Befolgt meinen Ratschlag und legt alles ab!”

    “Ich lasse mich nicht zu einer Geisel machen von dir machen”, entgegnete Miss Shen.
    Auch First Lieutenant Jin, die ihre Waffe noch fester umfasste und mehr als nur bereit zu einem Kampf war, erklärte ihre Vorgesetzte unterstützend entschlossen mit zischender Stimme: “Das können Sie vergessen!”
    Die IOA-Vorsitzende Shen ergänzte kurz darauf auch noch: “Diesen Schritt werden Sie bereuen, Doktor Zander Rice! Eine wichtige Antwort sind Sie uns aber immer noch schuldig: Wo sind die fünf Leute, die wir hierher geschickt haben um mit Alkali-Transigen über jenes Serum zu verhandeln?”

    Einmal mehr legte der Wissenschaftler eine schauspielerische Pause ein, dann lachte er kurz herzhaft auf, ehe seine Miene wieder etwas ernster wurde um die Frage endlich zu beantworten: “Aber natürlich, meine Teuerste. Diese Antwort schulde ich Ihnen sicherlich noch, wie ungehobelt von mir. Nun ja: All diese Personen sind bedauerlicherweise tot. Ehrenhaft in oder nach einem kurzen Kampf gefallen…”

    Mit einem - “Sie verfluchter Drecksack!” - fiel ihm Logan ins Wort.

    “Sie müssen sich gerade zu Wort melden, Mister Howlett! Sie sind doch in Wahrheit selber ein Söldner und ein Killer!”, erwiderte Doktor Rice angewidert, während in dessen Auge klarer Hass aufflammte als er Logan dabei anblickte.
    Einen kurzen Augenblick nur noch sah er voller Verachtung Wolverine an, danach wandte er sich mit einer eindeutigen Anordnung seiner neuesten Schöpfung zu: “X-24! Greif ihn dir mein Junge! Mach ihn fertig!”
    Der geschaffene Klon von Logan wandte sich daher wie angewiesen seinem Original zu, und Doktor Zander Rice seinerseits richtete sich dann an das übrige Team: “Sehen Sie alle ganz genau hin! Sobald Waffe X von X-24 ausgeschaltet worden ist und am Boden liegt, werden sie alle hoffentlich noch ihre vorschnelle Meinung ändern, und somit erkennen dass es unklug ist sich mir zu widersetzen.”


  6. #25
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John's Chaya
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    Kaum hatte er das gesagt, drückte er auch schon gezielt in meine Richtung ohne auch nur eine Sekunde länger zu zögern den Abzug seiner Waffe durch.
    Ach du Schreck ...

    Von einem Moment auf den anderen war nun Logan schließlich vollkommen bewusst woher ihn der Mann so stark erinnerte.
    Wie der Vater so der Sohn oder der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

    “Um ehrlich zu sein, hatten wir es auch nicht angenommen - doch zu unserem Glück hat das Programm derartig unerwartet gute Fortschritte gemacht und Ergebnisse hervorgebracht, weswegen ich Vorkehrungen getroffen habe”, erklärte sich der hagere Wissenschaftler prompt, der mit seiner linken Hand aus einer Taschen seines Kittels eine kleine Fernbedienung hervorholte.
    Ich ahne schlimmes.

    “Verdammt noch mal! Ihr habt nichts weiter gefunden, bis auf einige Batterien, einigen Kabeln und eine allen Anschein nach geschickt geöffnete Tür, oder was?”
    Getarnte Jumper sind schon etwas feines.

    MacGyver seufzte kurz: “Ja. Ich mache das, wenn kein anderer sich meldet…”
    Wie immer an vorderster Front.

    “Sie verdammte Drecksack! Was haben Sie da nur getan?”, fragte ein wirklich fassungslos gewordener Logan, der feststellen musste geklont worden zu sein
    Ich glaube, er wird nicht der Einzige sein. Muss echt ein Schock sein, seinem Spiegelbild gegenüber zu stehen. Armer Logan.

    “Caliban! Du hilfst diesen miesen Kerlen, Caliban?”
    So ganz freiwillig wird er das wohl nicht, wenn eine geladene Waffe auf einen gerichtet ist.

    “Sehen Sie alle ganz genau hin! Sobald Waffe X von X-24 ausgeschaltet worden ist und am Boden liegt, werden sie alle hoffentlich noch ihre vorschnelle Meinung ändern, und somit erkennen dass es unklug ist sich mir zu widersetzen.”
    Na, da hoffe ich doch mal, dass Hochmut vor dem Fall kommt. Logan hat da bestimmt noch den Einen oder Anderen Trick auf Lager.

    Das war wie immer ein spannendes, tolles Kapitel und ich bin neugierig wie es weitergeht.
    Geändert von John's Chaya (22.03.2019 um 21:38 Uhr)
    Ich bin zu alt, um nur zu spielen, zu jung, um ohne Wunsch zu sein.

  7. Danke sagten:


  8. #26
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Erst einmal wieder ein großes Dankeschön an die gesamte Leserschaft, die Kritikschreiberin, sowie an Ehre_Sei_den_Ori, John´s Chaya & SaturnV, fürs Drücken des Buttons

    Feedback-Feedback:
    Spoiler 
    @ John´s Chaya:
    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Ach du Schreck ...
    Nein! Aua…!

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Wie der Vater so der Sohn oder der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
    Richtig

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Ich ahne schlimmes.
    Mal schauen ob Du richtig ahnst…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Getarnte Jumper sind schon etwas feines.
    Wohl war - solange man sich daran erinnert wo man geparkt hat

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Wie immer an vorderster Front.
    Manche können es halt nicht lassen…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Ich glaube, er wird nicht der Einzige sein. Muss echt ein Schock sein, seinem Spiegelbild gegenüber zu stehen. Armer Logan.
    Wie gut Du immer ratest. Unheimlich

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    So ganz freiwillig wird er das wohl nicht, wenn eine geladene Waffe auf einen gerichtet ist.
    Ganz bestimmt…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Na, da hoffe ich doch mal, dass Hochmut vor dem Fall kommt. Logan hat da bestimmt noch den Einen oder Anderen Trick auf Lager.
    Das müssen wir leider erst noch abwarten…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Das war wie immer ein spannendes, tolles Kapitel und ich bin neugierig wie es weitergeht.
    Freut mich dass es Dir gefallen hat


    Viele Leser fragen sich natürlich ab wann BSG in der FF hier vorkommen wird. Kommt noch, wenn auch erst zum Staffelfinale, da es mir sehr schwer fiel 4 Universen/Franchises einigermaßen sinnvoll miteinander zu verbinden - dauert also noch ein wenig
    Ohne weitere lange Umschweife (die letzten Tage waren genug voller Aufregung) geht es weiter mit der nächsten Folge, die einen weiteren Drei-Teiler einläuten wird.
    Viel Vergnügen damit.

    Odyssee
    Folge 1.13 - Unerwartetes Wiedersehen, Teil 1

    Milchstraße
    Erde, Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen - Team 2

    Wegen der jüngsten aktuellen Ereignisse betraten unser Team nur mit äußerster Vorsicht nach und nach den Raum, welchen der Wissenschaftler gerade erst vor wenigen Minuten verlassen hatte, welcher dann auch Major Jennifer Hailey mit ihrer Zat-Waffe außer Gefecht gesetzt wurde.

    Doch war dieser dann doch eher auf Grund seiner Größe mehr eine Art Saal als ein einfacher Raum, welcher durch mehrere mobile Stellwände in mehrere unterschiedlich große Abteile abgetrennt worden war.
    Dieser verstörende Anblick weckte eine unangenehme Erinnerung in mir.
    Erinnerte mich an die Ereignisse in Tibet.
    Benommen trat ich daher einige Schritte nach hinten.

    Eingepfercht in einigen Isolationsräumen befanden sich ein knappes Dutzend Kinder.

    Eine sich hier aufhaltende mexikanische Krankenschwester hob voller Angst ihre Hände in die Luft als sie zitternd aus ihrer Deckung hervortrat.
    “Sie kommen um die Kinder zu retten - richtig?”, fragte sie voller Hoffnung zögernd.
    “Das hier sind die Letzten, die noch am Leben sind…”, fuhr sie spürbar angespannt nach einer kurzen Pause fort.
    Jennifer Hailey spürte schnell das von dieser Frau keinerlei Gefahr ausging und trat an diese heran, um begann sofort Fragen zu stellen.

    Zugleich verschafften sich die Sanitäter in unserem Team einen Überblick über den Zustand der einpferchten Kinder.
    “Diese Kids hier scheinen alle größtenteils ruhiggestellt worden zu sein… sind bis auf wenige Ausnahmen kaum ansprechbar”, stellte ein Sanitäter besorgt fest.

    Indessen hatte die Krankenschwester Gabriela Lopez zu den Neuankömmlingen schnell Vertrauen gefasst, denn sie nickte verstehend auf die gestellten Fragen, beantwortete bereits die ersten und begann zu berichten woran Alkali-Transigen in den letzten Jahren unter der Anleitung von Doktor Zander Rice hier gearbeitet hatte. Auch die Bedeutung der Plünderer, der Privatarmee der Company, die unter dem Befehl von Donald Pierce stand ließ sie nicht aus.

    Team 1

    Scheinbar wie von Sinnen und jede sinnvolle Art von einer Taktik in einen Kampf zu gehen, begann X-24 seine Auseinandersetzung mit Logan.
    Der Klon schlug am Anfang des Kampfes wie von Sinnen nach seinem Original, aber dabei meist auch ins Leere, und andere wurden pariert.
    Der arme Wolverine hatte Selbstverständlicherweise von Beginn an immer noch massive Probleme zu realisieren gegen wenn oder was er da kämpfte.
    Quasi aber letztendlich gegen sich selbst.
    Gegen von einem verrückten Wissenschaftler geschaffenes böses Spiegelbild - seinen bösen Zwilling, der ihm bis aufs Haar glich.
    Aber nur gefühllos in seine Richtung schaute als ob in diesen Körper gar keine Seele vorhanden war, setzte der Loganklon seine Attacken weiter fort und erzielte die ersten Treffer. Aber X-24 bekam postwendend die passende Antwort, und heulte gepeinigt auf als er einen Schnittwunde quer über den Rücken und im Anschluss auch noch die Brust hinnehmen musste. Zuvor hatte er erst mit seinen Krallen Logan in die rechte Schulter und den Bauch gestochen.

    Mit mehr als nur sehr besorgten Mienen verfolgten Miss Shen und First Lieutenant Jin gemeinsam mit dem übrigen Team diesen Kampf der beiden Kontrahenten. Nur die Söldner sahen entspannt aus. Wachsam und bereit selber zu kämpfen, behielten die Militärs ihre Gegner stetig im Blick.

    USA - Cheyenne Mountain Complex

    Die von MacGyver über eine Videobotschaft berichteten Ereignisse über die vom IOA bewilligte Mission in Mexiko waren schlimmer als angenommen.
    Durch den bisherigen Verlauf der noch laufenden Mission bestand für General O´Neill deswegen nur noch wenig Hoffnung für das erste Team, das gesucht und herausgeholt werden sollte. Daher ließ der Leiter des Homeworld Command auch umgehend seine vielen guten Kontakte zu allen möglichen wichtigen Personen spielen, die ihm helfen konnten.

    Mit Erfolg, denn nach nur einigen Telefonaten, hatte er alle notwendigen Personen für die so wichtige Videokonferenz zusammengetrommelt und bezog auch Team 3 mit ein, welches nach wie vor in Mexico-City in Position blieb.

    Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen

    Alle Mitglieder von Team 3 nahmen mit großer Erleichterung die Information zu Kenntnis, dass man sich für ein schnelles und konsequentes Eingreifen, dieses Mal mit Hilfe und der Unterstützung der mexikanischen Polizei entschieden hatte. Diese sollten aus Einheiten der Stargate Command Base und Homeworld Command bestehen und die Einsatzteams in Mexiko unterstützen.

    Dies war der Beschluss den Jack O´Neill mitteilte. Danach gab er noch Anordnungen wie sich die Besatzungen der drei Puddle Jumper vor Ort verhalten sollten: Zwei sollten über den Gelände kreisen und als Aufklärer fungieren, während der dritte in der Nähe des Bereiches des Zugangs bereithalten sollte für den Fall das Personen der anderen Teams dort auftauchen sollten.

    Team 2

    “… diese Typen hier wollten diese Kids wirklich als Waffen einsetzen?”, hakte Jennifer schockiert nach, worauf Gabriela dies abermals bejahte.
    “Diese verfluchten Mistkerle! Okay. Wir helfen Ihnen und den Kindern hier so schnell es nur möglich ist heil herauszukommen!”, entschied Major Hailey.
    “Danke. Aber Sie müssen unbedingt noch etwas sehr Wichtiges erfahren.”
    “Und was wäre das?”
    “Doktor Zander Rice hat etwas Neues erschaffen. Es hat auch ihre Freunde getötet. Ihre Freunde, die eine Probe zur Heilung oder Behandlung von Wolverine aushandeln sollten.
    Das Ergebnis war wohl so erfolgreich dass Doktor Rice deswegen entschieden hat sich aller Kinder so schnell es geht zu entledigen, bis auf einige Ausnahmen, um…”
    Während die Krankenschwester noch berichtete, blieb natürlich unserer fassungslosen Teamleiterin für eine zeitlang die Luft weg. Wir wussten nun dass das andere Team, welches wir suchten, brutal ermordet worden war.
    “… die Ermordung ihres Teams hatte den Zweck unter anderem Wolverine und noch einige andere Mutanten wenn möglich hierherzulocken um ihnen eine Falle zu stellen…”, erzählte Gabriela Lopez weiter, die dabei auch noch zeitgleich versuchte Jennifer Hailey zu helfen sich in das Computernetzwerk von Alkali-Transigen einzuloggen.

    Team 1

    Einmal mehr und zum wiederholten Male hatte X-24 blind und ohne den Ansatz einer klaren erkennbaren Strategie Wolverine angegriffen, und nicht entscheidend nachgesetzt, so konnte sich Logan für beinahe jede Aktion sofort revanchieren.
    Und falls diese aus dem Labor von Doktor Zander Rice stammende Kreatur doch eine verfolgte, dann nur diese: Nämlich seinen nur mehr als nur ebenbürtigen Gegner schwere Verletzungen zuzufügen. Worauf er allerdings sich nur schwer einstellen konnte war, dass er mit Logan einen Gegner hatte, der wie er war.
    Doch bei alledem hatte der Klon von Logan einen wichtigen Vorteil, sein Kreislauf war stark aufgeputscht mit dem Serum, was den Plan des X-Men so gut wie unmöglich erscheinen ließ, nämlich den Gegner so schnell wie möglich kampfunfähig zu machen, denn die Wunden heilten ungewöhnlich schnell. Schneller als die Verletzungen, die er Wolverine zufügte, und er schien doch immer mehr von seinen Fehlern zu lernen.

    Mitunter waren auch die Kraftverhältnisse zwischen den beiden bewaffneten Gruppen zu Gunsten von den Leuten um Doktor Rice gekippt, weil Donald Pierce mit einer großen Schar von Söldnern hinzugestoßen war.
    “Ui, beinahe wäre ich zu spät zu den größten Kampf des Jahres erschienen”, unkte der Anführer der Söldner, die sich aus ehemaligen Elitesoldaten, Soldaten und Kriminellen zusammensetzte, welche wie er auch selbst teils mit hochentwickelten Prothesen optimiert worden war.
    Dann fuhr er nach kurzer Pause an den Leiter der Einrichtung gewandt fort: “Wir haben bislang keine weiteren Störenfriede finden können…”

    Der Söldner bemerkte dass sein Bericht ungehört blieb, denn der Wissenschaftler schaute nur kurz mit einem zufriedenen Lächeln in die Runde, und war ansonsten von dem Kampf der beiden Kämpfer gefesselt.

    Nach nur wenigen Minuten war auch Donald Pierce fasziniert von dem Duell zwischen Logan und seinem Klon, und nach bereits kurzer Beobachtung stellte er grinsend fest: “Waffe X hat keine Chance - er wird früher oder später den Kürzeren ziehen… und danach entledigen wir uns der anderen Eindringlinge dort!”
    Ohne ein Wort zu sagen nickte Zander Rice zustimmend.
    “… wobei ich eigentlich immer ein großer Fan von ihm war…”, murmelte der Söldner leise, als Logan einen weiteren schweren Schlag kurz hinter einander hatte einstecken müssen. Dieses Mal wurde die linke Schulter des X-Men schwer in Mitleidenschaft gezogen.

    Team 2

    “He! Moment mal, habe ich etwas mit den Augen? Soll das etwa bedeuten es gibt Logan… James Howlett gibt es jetzt zweimal?”, stutzte Jennifer überrascht als sie die Bilder auf dem Monitor sah.
    “Ja, Major Hailey. Und es tut mir leid Ihnen das sagen zu müssen: Leider wird Wolverine dieses harte und brutale Duell verlieren - und kurz darauf ihre anderen Freunde ihre Leben, wenn er und sie nicht schnell wirkungsvolle Hilfe erhalten”, bestätigte Gabriela Lopez mit bedrückter Stimme, nachdem sie alles so gut berichtet hatte wie sie es konnte, während die meisten aus unserem Team den laufenden Kampf der beiden auf einem Monitor verfolgten.

    “Dann sollte ich mich mal besser ganz schnell auf den Weg machen um meinen Kumpel mal zur Abwechslung zu helfen. Er war da, zusammen mit vielen der X-Men um mich und die anderen Verschleppten aus diesem Labor in Tibet zu befreien, sowie vor einigen Tagen um meine Familie und Freunde vor den Wraith zu beschützen, und er hat mir auch geholfen damit zu recht zu kommen, was man aus mir gemacht worden ist…”, murmelte ich kurz, bevor ich, ohne auch noch länger auf die Freigabe meiner Teamleiterin Major Jennifer Hailey abzuwarten, verschwand.

    “Verfluchter Mist! Was? He!”, war alles was die sichtlich wütend gewordene Soldatin zu meiner jüngsten Aktion noch hervorbrachte, bevor sie mich nicht mehr sah.

    Team 1

    Wie bereits von Pierce prophezeit gewann X-24 immer mehr die Oberhand über seinen Gegner. Dies lag aber wohl auch an einigen kleinen Infusionsbehältern, die ihm zeitweise hin und wieder etwas von dem hellblauen Serum injizierten, und frisch seinem Kreislauf zuführte.

    Mehrmals nutzte der Klon von Logan eine seiner wenigen Chancen wieder einmal brutal aus, und stach erneut mehrfach mit seine Krallen in den Oberkörper seines Gegners ein. Wolverine taumelte schwer getroffen und mitgenommen nach hinten, wobei er es aber irgendwie noch verhinderte weitere schwere Treffer und frische Wunden zu verhindern.

    Vorerst.

    Logans gesamte Kleidung, welche er am Körper trug, hing größtenteils nur noch in blutdurchtränkten Fetzen an ihm herab. Anders sah es bei seinem Widersacher aus, wo nur wenige aber gezielte Stiche zu erkennen waren.

    Doch erneut kam der Klon mit einem weiteren harten Treffer durch, mit der Folge das Logan keuchend zusammensackte und in die Hocke ging.
    Und bevor der Loganklon zum finalen Schlag ausholen konnte, rief Doktor Zander Rice mit lauter Stimme: “Stopp! X-24 Stopp! Mister Howlett, machen Sie sich es sich und auch uns nicht unnötig noch weiterhin schwer: Sehen Sie es endlich ein, es ist sinnlos noch weiter Widerstand gegen X-24 zu leisten! Also geben Sie auf, denn alleine hat auch ein Mutant ihrer Fähigkeiten keine Chance gegen ihn - höchstens zu zweit…!”

    Logan hustete Blut, als er mühsam wieder auf die Knie kam.
    “Na gut”, brummte er angeschlagen, während seine Wunden langsam durch die unerwartete Pause wieder kontinuierlich zu heilen begannen, “wenn das so ist… ihr verfluchten Arschlöcher… wir werden ja sehen…”

    Sich immer noch sichtbar sehr mit sich kämpfend erhob er sich langsam weiter, bis er wieder auf seinen immer noch etwas wackeligen Füßen stand. Er hatte aber auch das Wissen darauf vertrauen zu können dass irgendwann Hilfe kommen müsste.

    Das überhebliche Grinsen auf dem Gesicht des Wissenschaftlers erstarb als er erkennen musste, was der Mutant vorhatte, der sich das Blut aus den Augen wischte welches seine Sicht beeinträchtigte. In seiner Unterlage hatte er aber die beiden Infusionsampullen mit dem Serum entdeckt, die an seinem Gegner befestigt waren.

    “Das darf doch nicht wahr sein”, wisperte Donald Pierce Kopfschüttelnd, “der will doch nicht etwa weitermachen? Denn wenn er das tut macht X-24 ihn endgültig fertig.”
    Zander Rice bestätigte dies.

    Und wie zur Bestätigung forderte Logan an die Adresse seines Klons: “Na los, komm her! Na los, du mieser Drecksack! Komm her!”
    Jener sah ihn kalt und verständnislos an, blickte kurz in Richtung seines Schöpfers, der ihm befahl: “X-24 beende es jetzt, und töte ihn! Schneid ihm den Kopf ab!”

    Grimmigen Blickes wandte sich der Klon wieder Wolverine zu. Beide waren dazu bereit den Kampf wieder aufzunehmen. Allerdings hatte der Mutant einen Plan gefasst, um das Blatt mit etwas Glück doch noch zu wenden.

    ´Jonathan, wo bleibst du nur´, dachte nicht nur allein First Lieutenant Jin, die sich bereits innerlich immer mehr auf den Kampf mit den Söldnern vorbereitete wie alle anderen Soldaten in ihren Team ebenfalls.

    Irgendwo im Gebäudekomplex

    Unterwegs durch die langen Korridore eilend, kam ich des Öfteren an mehreren Söldnern vorbei, die ohne jeden Erfolg versuchten mich aufzuhalten.

    Nach einem weiteren kleinen ungewollten Zwischenhalt, nahm ich wieder Tempo auf. Versuchte mich so gut es ging zu beeilen um Team 1 endlich die erhoffte Verstärkung zu bringen. Doch mitten im vollen Lauf wurde ich abrupt ohne jegliches Vorzeichen von einem dunklen großen und massigen Schatten aus der Bahn geworfen.
    Im Fallen noch konnte ich mich noch geradeso abfangen. Wirbelte bereits nach einen kurzen Bodenkontakt wieder herum, bereit mich diesen unerwarteten Gegner zu stellen.

    “Victor?!”, murmelte ich perplex als ich den Mutanten erkannte, welchen ich aber nur durch Beschreibungen kannte.
    Der alte Mutant hatte kurz darauf als Antwort für mich nur ein böses Lächeln aufgesetzt.


  9. #27
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John's Chaya
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    ... woran Alkali-Transigen in den letzten Jahren unter der Anleitung von Doktor Zander Rice hier gearbeitet hatte
    Oh nein, er hat doch nicht das getan, was ich denke?

    Quasi aber letztendlich gegen sich selbst.
    Gegen sich selbst zu kämpfen ist bestimmt mehr als schwer.

    “… diese Typen hier wollten diese Kids wirklich als Waffen einsetzen?”, hakte Jennifer schockiert nach, worauf Gabriela dies abermals bejahte.
    Oh nein, meine Ahnung hat mich nicht getrogen.

    Dieses Mal wurde die linke Schulter des X-Men schwer in Mitleidenschaft gezogen. Vorerst.
    Das klingt auch so gar nicht gut.

    ´Jonathan, wo bleibst du nur´
    Das frage ich mich auch. Zu zweit könnten sie es schaffen.

    "Victor?!" ... Der alte Mutant hatte kurz darauf als Antwort für mich nur ein böses Lächeln aufgesetzt.
    Och nee, nicht so einer ...

    Oh man, das sieht gar nicht gut für alle aus. Hoffentlich können sie das Ruder noch rumreißen.

    Puh..., das war wieder ein spannendes Kapitel, Dankeschön! Ich bin wie immer neugierig wie es weitergeht.
    Ich bin zu alt, um nur zu spielen, zu jung, um ohne Wunsch zu sein.

  10. Danke sagten:


  11. #28
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Danke erst einmal an die gesamte treue Leserschaft, die Kritikschreiberin, ebenso an Ehre_Sei_den_Ori & John´s Chaya, fürs Drücken des Buttons

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    @ John´s Chaya:
    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Oh nein, er hat doch nicht das getan, was ich denke?
    Weiß ich nicht

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Gegen sich selbst zu kämpfen ist bestimmt mehr als schwer.
    Das stelle ich mir in der Tat sehr kompliziert vor…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Oh nein, meine Ahnung hat mich nicht getrogen.
    Okay, welche war das noch ?

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Das klingt auch so gar nicht gut.
    Und tut verdammt weh. Besonders wenn ich an den Film “Logan-The Wolverine” denke.

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Das frage ich mich auch. Zu zweit könnten sie es schaffen.
    Der gute ist ja auf dem Weg…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Och nee, nicht so einer ...
    …ja, und trifft jemanden. Wäre ja sonst zu leicht gewesen…

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Oh man, das sieht gar nicht gut für alle aus. Hoffentlich können sie das Ruder noch rumreißen.
    Da müssen wir sehen wie es weitergeht

    Zitat Zitat von John's Chaya Beitrag anzeigen
    Puh..., das war wieder ein spannendes Kapitel, Dankeschön! Ich bin wie immer neugierig wie es weitergeht.
    Dankeschön für das Kompliment, freut mich dass es dir gefallen hat und du dich wie immer auf die Fortsetzung freust


    So die zwei Wochen sind mal wieder ins Land gezogen und es geht weiter mit der Fortsetzung.
    Viel Vergnügen damit.

    Odyssee
    Folge 1.14 - Unerwartetes Wiedersehen, Teil 2

    Milchstraße
    Erde, Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen

    Immer noch fassungslos starrte ich den wohl ältesten lebenden Mutanten dieses Planeten an, dem ich vollkommen unvorbereitet seit einigen Minuten von gegenüberstand.
    Es war mir aber auch bewusst, dass Victor Creed dies vielleicht nicht nur war, sondern auch ebenso erfahren und rücksichtslos, wenn es darum ging sich gegen jeden potentiellen Gegner durchzusetzen.

    “Du kennst mich also”, stellte er mit einem verschlagenen Grinsen fest. Dabei waren seine vergrößerten Eckzähne deutlich zu erkennen. Ein anderes markantes Merkmal bildeten die Krallen an seinen Händen, welche sich dort befanden wo sich bei den Menschen und meisten Mutanten Fingernägel befanden.

    “Ja, ich kenne Dich - wenn auch nur vom Hörensagen von Logan und dem Professor. Und - kannst Du mir auch mal verraten was der Quatsch jetzt soll?”

    Der Mann in dem schwarzen Mantel lachte für einen Moment nur spöttisch auf, ehe er mir mit böser Miene antwortete: “Weißt Du, eigentlich hatte ich Jimmy hier erwartet. Und… eigentlich hätte Dich dieser Aufprall gerade töten sollen…”
    “Tut mir wahnsinnig leid - bin seit einigen Jahren schon nicht mehr so leicht totzukriegen”, fiel ich Victor ins Wort, der mich daraufhin sehr skeptisch anschaute.
    “Ach wirklich? Wir werden es ja gleich sehen. Dann wärme ich mich halt an Dir ein wenig auf - bis ich dann Jimmy endlich in die Finger kriege”, brummte er entschlossen, worauf seine Krallen begannen zu wachsen.

    “Oh man. Ich habe wirklich Wichtigeres zu tun als mich jetzt mit Dir zu prügeln”, seufzte ich meine Krallen ausfahrend.
    Dieser unerwartete Anblick brachte den alten Mutanten ins Stocken, der bereits einige Schritte in meine Richtung gemacht hatte.
    “Was zur Hölle…?”
    “Ja. Das war in war im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle, was ich durchgemacht habe… in Gewisserweise sind wir dadurch auch irgendwie zu Verwandten geworden.”
    “So. Inwiefern das denn?”
    “Meine Gene waren wohl als einzige auf der ganzen Welt mit denen deines Bruders kompatibel. Was soll ich noch weiter dazu sagen, ich bin das Ergebnis eines geheimen Experiments. Und solltest du mich nicht endlich vorbeilassen könnte es für deinen Bruder sehr böse enden. Ja, du hast richtig gehört, Logan steckt wirklich in der Klemme… und…”
    “Und was?”, knurrte Victor gereizt.

    Mir war bewusst, dass es nicht klug war diesen alten Mutanten noch länger hinzuhalten und dadurch unnötig zu provozieren.
    “Also gut. Dein Bruder ist irgendwie durch die Typen in diesen Laden Vater geworden, und du Victor damit ein Onkel.”
    “Verarsche mich bloß nicht mein Junge! Und wer bist Du überhaupt?”

    Wortlos nahm ich die Kette mit meinen Erkennungsmarken, die sich um meinen Hals befand ab, um diese dann Sabretooth zu zuwerfen.
    “Hier!”
    Skeptisch dreinblickend, aber entspannt fing Victor diese auf. Er studierte sofort mit grimmiger Miene die beiden Hundemarken. Danach sah er mich prüfend an.

    “Wir werden sehen, ob du mich verarschst Jonathan. Falls ja - hilft Dir nicht einmal das Adamantium…”, brummte er. “Und wo steckt er?”
    “Der ist derzeit einige Etagen unter uns…”
    “Nicht Jimmy!”, unterbrach Victor abwinkend. “Ich meinte seinen Sohn!”
    “Auch das meinst du Victor… äh, der Kleinen geht es gut. Sie ist in Sicherheit. Ja, hast mich schon richtig verstanden: Es ist ein Mädchen.”
    “Na dann, geh mal!”, erklärte der alte Mutant, welcher schließlich langsam beiseite trat, eine auffordernde Kopfbewegung in die Richtung machte in welche ich unterwegs gewesen war, ehe er mich unsanft aus der Bahn geworfen hatte.

    Prüfend Victor taxierend, ging ich auf ihn zu. Für einen kurzen Moment nur standen wir beiden uns einen knappen Meter voneinander entfernt gegenüber. Doch Creed nickte mir nur ein weiteres Mal kurz zu, nachdem er mich ebenfalls aufmerksam gemusterte hatte.

    Ohne eine weitere physische Auseinandersetzung gingen wir beiden wieder auseinander. Nach einem kurzen Durchatmen nahm ich wieder mein Tempo auf, um Wolverine und Team 1 so schnell es nur möglich war zur Hilfe zu eilen.
    Was mir entging war dass Sabretooth mir kurz nachschaute, ehe er sich daran machte meine Spur zurückzuverfolgen.

    Dies war für ihn nicht sonderlich schwer, weil er über geschärfte Sinne verfügte. Es lag aber auch daran, dass es so einige tote Söldner gab, die den kläglichen Versuch unternommen hatten sich mir in den Weg zu stellen.

    Ein böses amüsiertes Grinsen huschte Victor übers Gesicht, der überrascht bemerkte: “Also so zimperlich für wie ich dich gehalten habe - bist du nicht, Wolfrino!”

    Zur selben Zeit hatten sich die drei Jumper, in welche sich das dritte Team zurückgezogen hatte, wie von General O´Neill angeordnet getrennt. Sie kreisten verteilt und getarnt über für die als strategisch wichtig gehaltenen Orte.

    “Hier Jumper 1”, meldete sich MacGyver.
    “Und hier General O´Neill, Homeworld Command”, erklärte Jack, “die Verstärkung wird in einer knappen halben Stunde bei euch sein. Haltet die Stellung!”

    Team 1

    Unter großen Anstrengungen hatte es Logan schließlich vor wenigen Sekunden geschafft seinem Gegner die beiden kleinen Serumbehälter an der Hüfte seines Kontrahenten mit gezielten Hieben seiner Krallen zu entfernen.
    Diese Aktion stellte sich als negativ heraus, denn dadurch gelang unkontrolliert eine große Menge des Serums in die Blutbahn von X-24, der dadurch noch aggressiver wurde.

    Wolverine wurde im weiteren Verlauf immer mehr bedrängt und schwer von den Krallen seines Gegners, welcher wie von Sinnen agierte, bearbeitet.

    “Was habe ich vor kurzem, vor oh… rund 10 Minuten erst gesagt…”, murmelte Pierce mit einem leichten Grinsen im Gesicht, welches schon ein wenig überheblich wirkte, während er für einen kurzen Moment auf seine Uhr schaute.
    Aber auch der angesprochene Rice selbst lächelte schon länger mehr als spöttisch vor sich hin. Im Blick des Wissenschaftlers machte sich die Gewissheit des sicheren Sieges, sowie den Tod seines Vaters gerächt zu wissen breit.

    Wie schon vor der kurzen Kampfpause, die der Wissenschaftler erwirkt hatte, ging Logan erschöpft, der nun mit zahlreichen frischen und schlimmen Wunden am ganzen Körper übersät war, in die Knie.
    In dieser Haltung verharrte er noch einen Augenblick, parierte eine weitere brutale heftige Schlagserie seines Klons mit allerletzter Kraft. Danach sank er nicht nur, nein er stürzte hart zu Boden, und blieb dort schwer atmend liegen.

    Prüfend blickte sich X-24 zu Doktor Zander Rice um, der ihm mit dem Daumen über die eigene Kehle fahrend andeutete und zu verstehen gab die Sache endlich zu beenden.
    Mit einem ausdrucklosen Gesichtsausdruck wandte er seinen Blick von seinem Schöpfer ab und seinen Gegner, der ihm mittlerweile wehrlos ausgeliefert war wieder zu.
    Die Wunden von Logan heilten bereits wieder, wenn auch nur langsam, weil es so viele waren. Doch würde er seine Kraft nicht schnell genug wiedererlangen können, denn X-24 war bereits über ihn und holte bereits zum finalen Schlag aus.

    Wie aus dem Nichts tauchte ich in allerletzter Sekunde auf. Noch im vollen Lauf riss ich mit einem lauten entschlossenen Kampfschrei den Klon von Logan mit den Worten: “Lass gefälligst meinen Kumpel und meine anderen Freunde in Ruhe - du Mistkerl!” - von Wolverine weg.

    Denn Schmerzensschrei meines Gegners, welchen ich die Krallen meiner linken Hand in den Rücken gerammt hatte, nahm ich nur am Rande mit Genugtuung war während wir hart zu Boden stürzten.
    Die Wucht des Aufpralls war so heftig gewesen dass auch Logan ein wenig wegrutschte. Glücklicherweise in die Richtung seines eigenen Teams. Jenes atmete erst einmal ziemlich erleichtert durch.
    “Besser spät als nie”, murmelte First Lieutenant Jin, die darauf hoffte dass Logan sich so schnell wie nur möglich von seinen Verletzungen erholen würde um wieder in die Auseinandersetzung einzugreifen, da es mir selbst mit Sicherheit sonst genauso wie ihm ergehen würde.

    Ratlos und irritiert blickten sich nicht Pierce und Rice einander an, sondern auch die Söldner, die dann in ein zufrieden grinsendes Gesicht von Miss Shen auf der anderen Seite des Kampfplatzes blicken mussten.

    Team 2

    Man war immer noch dabei sich mit der Hilfe von der Krankenschwester Lopez um die mit Medikamenten vollgepumpten Kinder zu kümmern.
    Von der folgenden Situation wurden daher alle komplett überrascht.

    “Wo ist sie?”, schrie Victor laut als er wie aus dem Nichts plötzlich in dem großen Saal aufgetaucht war.
    Das gesamte Team, die Mexikanerin und alle Kinder, die mittlerweile wieder einigermaßen ansprechbar waren, zuckten erschrocken zusammen.

    “Oh mein Gott! Das ist… ist ja Victor Creed, der Bruder von James Howlett… Logan! Er meint ganz gewiss Laura Kinney!”, wisperte eine blass gewordene Gabriela Jennifer zu.
    Das gesuchte Mädchen schaute bereits mit ihren dunklen Augen neugierig in die Richtung des grimmigen Neuankömmlings, als ob sie spürte dass es um sie ging.

    Major Hailey trat allerdings ohne Furcht aber mit größter Vorsicht auf Sabretooth zu, der die kleine Soldatin sofort misstrauisch beäugte. Doch zu ihrer eigenen Verwunderung wurde sie bereits nach kurzer Zeit wieder von dem äußerst gefährlichen Mutanten ignoriert.
    Dieser sah schließlich extrem fokussiert X-23 an.
    “Du bist also Jimmy` Kleine”, stellte Victor fest, und Gabriela nickte, legte aber fürsorglich ihre Hände auf die Schultern des Mädchens.

    “Gut. Sie haben hundert Punkte”, murmelte Jennifer gelassen, die dann somit wieder die Aufmerksamkeit des Mutanten hatte, welcher sich mit einem böse lächelnden Blick nun doch wieder der Soldatin zugewandt hatte.
    Diese fragte aber blieb nach wie vor unbeeindruckt, und fragte gelassen: “Wie haben Sie uns gefunden Mister Creed?”
    “Habe nur kurz jemanden getroffen…”
    “Wolfrino?”
    Victor nickte und bestätigte: “Der war unterwegs zu meinen kleinen Bruder, um ihm angeblich zu helfen.”

    Es entstand eine kleine Pause. Jennifer Hailey erklärte: “Misstrauisch? Sie können sich gerne mit Hilfe des Monitors dort selber davon überzeugen!”
    Irritiert starrte der Mutant die Soldatin an, die offenbar Respekt aber wohl keinerlei Furcht von ihm hatte, obwohl ihr wohl sehr bekannt war, wer er ist.
    Ermutigt trat auch Gabriela Lopez heran, die mit zittrigen Händen Victor Creed eine Akte hinhielt. Dieser nahm sie, blätterte kurz darin, prüfte den Inhalt, dann gab er diese ohne ein Wort zu sagen zurück.
    “Er hat mir also keinen Scheiß erzählt”, brummte Sabretooth, der nebenbei interessiert den Kampf auf dem Montitor verfolgte.

    Es vergingen einige Minuten, ehe er kurz einige unverständliche Worte murmelte, bevor er wieder verschwand.

    Viel zu spät bemerkten es alle - auch X-23, Laura Kinney war verschwunden.


  12. #29
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Und schon wieder sind zwei weitere Wochen vorübergezogen

    Bevor wir fortfahren: Erst einmal ein großes Danke an die Adresse der gesamten treuen Leserschaft, sowie an die beiden Button-Drücker Ehre_Sei_den_Ori & John´s Chaya

    Der Abschluss dieses Drei-Teilers wird ein wenig heftig für so manchen Charakter...

    Doch will ich euch nicht länger Vorträge halten, sondern viel Spaß mit der nächsten Folge wünschen

    Odyssee
    Folge 1.15 - Unerwartetes Wiedersehen, Teil 3

    Erde
    Mexiko - Alkali Transigen
    Team 1

    Mit sehr angespannten Mienen verfolgten beide Seiten den weiteren Kampfverlauf. Aus diesen hielt sich ein immer noch deutlich sichtbar angeschlagener Logan heraus, denn die Wunden, die X-24 ihm zugefügt waren zahlreich und brutal gewesen. Daher griff er nur hin und wieder ein um mir in wirklich brenzligen Situationen zu helfen. Doch leider nur allzu oft bekam er dafür neue Wunden von X-24 zugefügt, als die älteren gerade erst wieder verheilt waren.

    Unbemerkt von allen hatte Victor sich hinter eine der Säulen versteckt, die im Schatten lagen. Er hatte von dort aus einen wirklich guten Überblick über das aktuelle Geschehen, und ein boshaftes Grinsen huschte über sein Gesicht als sein jüngerer Bruder gerade eben erneut tiefe Stiche und Schnitte hatte hinnehmen müssen.

    Sein Interesse an dem Kampf war seit er Kenntnis davon erhalten hatte sehr groß, und als erfahrener Soldat wusste er bereits oftmals im Voraus was als nächstes passieren würde. Sabretooth war auf Grund seiner Beobachtung sofort eines klar geworden, sobald sich Wolverine und ich uns nicht mehr in der Lage waren zur Wehr zu setzen, würde man das übrige Team umbringen.
    Er überlegte, wog ab, ob er sich einmischen sollte. Zum ersten Male seit langer Zeit wirkte er nachdenklich…, erinnerte sich was er oft in entscheidenden Situationen seinen Bruder des Öfteren gesagt hatte…

    “Wir sind Brüder Jimmy! Und Brüder beschützen einander!”


    Diese beiden kurzen Sätze kehrten in sein Gedächtnis zurück, aber auch der Streit unter den beiden Brüdern.

    Während er immer noch leicht an der Säule angelehnt über die lange gemeinsame Geschichte mit seinem Bruder, sowie die Trennung und flüchtigen Begegnungen nachdachte, sauste an ihm ein kleiner dunkler Schatten im hohen Tempo vorbei.

    “Verfluchter Mist!”, stieß Victor absolut überrascht hervor, als erkannte wer da überhaupt gerade an ihm unbehelligt vorbeigeeilt war.

    Derweil hatten sich die Krallen von X-24 und die meinigen irgendwie ineinander verharkt. Mit aller Macht und verfügbarer Kraft hatte mich mein gefährlicher Gegner dabei auf den Boden niedergerungen, drehte mich schließlich auch noch auf den Rücken, um noch mehr Kraft durch sein eignes Gewicht auf mich ausüben zu können.
    Durch diese gefährliche Unterlage hatte ich sehr große Mühe die scharfen Krallen des Loganklons von meinem Hals und Kopf fernzuhalten.

    Das Gesicht von X-24 war zu einer entschlossenen Grimasse geworden. Immer wieder sah er zu Logan hinüber, aber stets zufrieden registrierte der Klon dass das Original immer noch viel zu geschwächt war um wirksam eingreifen zu können.

    Der Loganklon war so sehr auf Wolverine und mich fokussiert, dass er den Schatten nicht bemerkte der aus dem Nichts angeflogen kam, und ihn unerwartet aufbrüllen ließ.
    Es war Laura, die ihm aus vollem Lauf direkt auf dem Rücken gesprungen war und ihn sofort ohne Unterlass mit ihren Krallen bearbeitete.

    Panisch und voller Qual versuchte er sich aufzubäumen, doch ich versuchte mich schwer zu machen.
    Mit aller Kraft zog ich daher meinen Gegner noch näher an mich heran. Das dabei seine Krallen an meinen Armen und dem Oberkörper dadurch neue Wunden verursachten ignorierte ich zunächst.
    Der Klon sah mich, ja man konnte es beinahe schockiert und überrascht nennen, an. Denn er war durch diese Situation in der er sich befand so gut wie wehrlos.

    Doch schließlich lösten sich die verkeilten Krallen wieder von einander, und X-24 bäumte sich mit aller Kraft voller Schmerz brüllend auf, wodurch ich hart gegen Wolverine geschleudert wurde, der erst gerade dabei gewesen war sich wieder mühsam aufzurappeln.

    “Scheiße! Wer oder was?”, murmelte er zurückhustend in meine Richtung.
    “Die Kleine da… ist ein nicht gerade unwichtiger Teil von dir, Kumpel”, antwortete ich mit rauer Stimme.
    Wolverine blickte mich irritiert und immer noch sehr vom Kampf mitgenommen an.
    “Dieses kleine Mädchen da… ist… ist deine Tochter Logan”, erklärte ich, “und werde ihr jetzt gegen deinen miesen Zwilling helfen. Nimm dir noch ein paar Minuten Zeit.”
    Aber es war deutlich zu merken das Gefühl von Familie schien in meinem Freund neue Kräfte zu mobilisieren.

    In diesen Tumult war allerdings schließlich doch noch die lange erwartete Schießerei zwischen den beiden feindlichen Parteien ausgebrochen.
    Da dies vollkommen überraschend geschehen war, war Doktor Rice voller Angst in die nächstbeste Deckung gegangen. Er hatte Schutz bei einem großen Pflanzkübel mit einer vier Meter hohen Steckpalme gefunden. Doch trotz alledem versuchte er so gut es ging das Kampfgeschehen im Blick zu behalten, musste aber immer wieder wegen der Schüsse den Kopf einziehen.

    “Also - mir reicht das jetzt!”, nuschelte Donald Pierce einige Meter weiter, welcher gerade einen Revolver lud. Dann sah er Zander Rice an und erklärte: “Erst ist Waffe X an der Reihe, und danach sein nerviger Kumpel…”
    Der Wissenschaftler nickte verstehend mit dem Wissen was es für sechs Patronen waren die der Söldner in die Trommel der Waffe steckte.
    ´Hoffentlich reicht das auch´, dachte Doktor Rice mit großen Unbehagen, und versuchte noch einen besseren Platz mit bangen Blicken zu finden, denn er hatte große Angst davor zu sterben.

    Gemeinsam mit Laura hielt ich den Klon von Logan in Schach, der es offenbar nicht gewohnt war gegen zwei Gegner zu kämpfen. Nur noch leicht hinkend hatte sich auch Wolverine zu uns gesellt, der mit mir zusammen langsam X-24 umkreiste. Das Mädchen indessen übernahm immer wieder die Initiative. Sie war äußerst agil, war immer in Bewegung. Sie war wirklich wie eine Katze, die ihren Gegner keine Ruhe und kein stillhaltendes Ziel anbot, obwohl sie gegen eine mit Drogen vollgepumpte Kreatur zu kämpfen hatte.

    Vollkommen überraschend krachte ein Schuss, und Logan sank schwer in den Rücken getroffen runter auf die Knie.
    Denn Wolverine hatte soeben, so sah es zumindest wohl nicht nur für mich aus, wohl zu dem finalen Schlag gegen X-24 ausgeholt.
    Ein hinterlistiger grinsender Donald Pierce hatte dies aber mit Erfolg verhindert.

    Abgelenkt von dieser unerwarteten Einmischung in den laufenden Kampf war nicht nur ich unaufmerksam geworden.
    Die arme Laura war zutiefst schockiert, die nur noch: “Dad!” - rufen konnte, bevor sie schließlich brutal von X-24 gepackt und weggeschleudert wurde. Danach stürzte er sich auf mich um seine unerwartet gebotene Chance den Kampf doch noch zu gewinnen auszunutzen.

    Äußerst unsanft landete X-23 nach einen Flug von etwa einen Dutzend Metern inmitten einer Schar von Söldnern, die sofort sämtliche Waffen auf sie gerichtet hatten.
    “Fixiert X-23! Schnell!”, schrie Zander Rice befehlend über den Gefechtslärm zu den Söldnern hinüber. Sofort wanderte aber sein Blick wieder zu Donald Pierce und Logan.

    Mit aufreizend lässigen Schritten schritt der Anführer der Söldner auf den am Boden liegenden Mitglied der X-Men zu. Aber das vermeintliche leichte Opfer überraschte seinen Feind abermals. Gerade noch rechtzeitig gelang es Pierce den Hahn des Revolvers zu spannen, ihn noch hochzureißen und ein weiteres Mal abzudrücken.
    Die zweite Kugel traf Logan in die rechte Brustseite.
    Wie schon wie so oft, viel zu oft für den Geschmack von Wolverine an diesen Tag sackte er hustend runter auf die Knie, drehte sich schwer atmend auf den Rücken.

    Mittlerweile hatte sich Victor Creed dazu durchgerungen zumindest seiner Nichte zu helfen, die von einigen Pfeilen durchbohrt worden war um sie auf brutalste Art und Weise in der Mitte zu halten. Aber ein wütender Sabretooth beendete diesen Moment, und mit Hilfe ihrer Krallen konnte sich Laura nach kurzer Zeit selber von den Pfeilen befreien.
    Kurz darauf bekämpften die beiden gemeinsam ihre übrigen Gegner. Doch dabei fiel Victor etwas auf: Laura hatte jeweils nur zwei Krallen an ihren Händen, dafür aber an den Füßen jeweils eine, welche sie gekonnt zu nutzen wusste.
    Der eine Söldner bekam dies schmerzhaft zu spüren, schrie voller Qual auf, ehe X-23 mit einem wütenden Fauchen sein Leben beendete.

    “Nicht übel Kleine! Wirklich nicht übel!”, erklärte der alte Mutant anerkennend, ehe er kurz darauf mit entschlossenen Sprüngen wie eine große Raubkatze auf Pierce zusprang.

    “Bye, bye, bye - Mister Howlett!”, erklärte ein noch hämisch grinsender Pierce, der den Hahn seiner Waffe gerade eben ein drittes Mal gespannt hatte, und auf den Kopf den Kopf von Logan zielte.

    Der Anführer der Söldner nahm schemenhaft eine Bewegung war, die auf ihn zu glitt, daher riss er die Waffe herum, feuerte mehr blind als gezielt auf den Schatten, der auf ihn zuhielt.
    Mitten im abschließenden Sprung auf Pierce wurde Creed getroffen, und durch die Wucht der Adamantiumkugel aus der von ihm geplanten Flugbahn gerissen.

    Ein langsam wieder zu Kräften gekommener Wolverine hatte dies alles aus dem Augenwinkel mitverfolgt. Er war allerdings immer noch zu sehr mitgenommen durch die beiden Schüsse, die er hatte einstecken müssen, um sich wieder zu erheben.

    Die ganze Zeit über hatte X-24 immer mehr die Oberhand über mich gewonnen. Der Klon von Logan schlug immer wieder mit seinen Krallen wild auf mich ein. Es wäre alles vielleicht nicht so schlimm geworden, wenn es einer der Plünderer nicht geschafft hätte ihn eine weitere Dosis des Serums mit einer Spritze zu verabreichen was seine ohnehin schon hohe Aggressivität, Stärke und Regenerationsfähigkeit noch viel weiter steigerte. Der Plünderer verlor, durch diese sich im Blutrausch befindliche Kreatur aus den eigenen Reihen stammend im direkten Anschluss, sein Leben.

    Mit aller Kraft rammte der Klon mir alle seine Krallen in den Brustkorb, grub aber auch mit aller Brutalität auch noch sämtliche Finger und die Daumen in meinen Oberkörper.
    Ließ mich nicht mehr los, sondern schleifte mich mit.
    Bis er mit mir zu einer Steinskulptur gelangt war, auf welche er mich aufspießte.
    Voller Schmerz schrie ich auf.

    Durch mein mit Adamantium verstärktes Skelett zersplitterten einige Bruchstücke, welche sich in meinen Körper gebohrt, und einige andere hingegen mich durchbohrt hatten.

    Aber meine Marter war noch nicht vorüber, denn anstelle von mir abzulassen, löste er nur die Finger der rechten Hand, zog die Krallen aus meinem Brustkorb heraus - nur um mir weiter schwer zuzusetzen. Ganz so als ob er sicher gehen wollte mich nicht entkommen zu lassen.

    Diese Szene verfolgte Doktor Zander Rice aus seiner Deckung heraus. Mit einem nur allzu sehr zufriedenen Grinsen freute er sich über zumindest diese Entwicklung welche seine jüngste Schöpfung in den letzten Minuten gemacht hatte.

    Als ob er das Leben aus mir schlagen wollte versah mich der Loganklon mit Schlägen, Stichen und Schnitten.
    Hilflos mussten die Soldaten des Stargate Command dem furchtbaren Blutbad zusehen, da sie sich weiterhin mit den Plünderern einen schweren Schusswechsel liefern mussten.

    In diesem Tumult hatte niemand mehr auf die kleine Laura geachtet, die sich auf Donald stürzte. Doch ohne jeden Skrupel schoss der Söldner auch auf das Mädchen, welches allerdings nur einen Streifschuss hinnehmen musste.
    Während er noch arrogant und siegessicher über diesen Versuch lächelte, nahm er dafür dieses Mal Victor zu spät war, welcher sich erholt hatte und unvermittelt neben ihm aufgetaucht war.
    “Lass meine Nichte in Ruhe!”, fauchte er. Während er dies sagte, holte er aus und schlug kraftvoll zu.
    Dies reichte aus um die Schutzweste welche der Söldner trug zu zerreißen. Aber die langen scharfen Krallen Sabretooths zogen dabei auch den Brustkorb des Gegners schwer in Mitleidenschaft. Man konnte das Reißen, das Bersten und das Zersplittern von Knochen und Muskeln deutlich hören.

    Schreiend vor Schmerzen wand sich Donald Pierce daher auf dem Boden. Und bevor er sich wieder mühsam aufrappeln konnte um einen Gegenangriff zu starten war Victor Creed über ihn, packte zu, zog ihn brutal mit dem rechten Arm hoch auf die Füße.
    Knurrend fügte der alte Mutant kalt hinzu: “…und außerdem tötet niemand Jimmy! Niemand sonst außer mir!”
    Ohne Gnade riss er dann seinen hilflosen Gegner den Revolver, welche nur noch eine Patrone in der Trommel hatte, aus der Hand.

    Mit einer weiteren Blitzschnellen Bewegung riss er dann mit brutaler Gewalt den rechten Arm seines geschlagenen Gegners aus dem Schultergelenk, ehe er ihn mit einem ausdruckslosen Gesicht einfach nur noch die Kehle zudrückte.

    Mit einen erschrockenen Keuchen und Tränen in den Augen war Doktor Zander Rice zusammengesunken, als er mit hatte ansehen müssen wie sein Geschäftspartner getötet worden war.

    Die Reihen der Söldner lichteten sich derweil immer mehr. Einige ergaben sich sogar als sie erkannt hatten, dass ihr Anführer von Sabretooth getötet worden war. Jener hielt nach wie vor den Revolver, welchen er Donald Pierce abgenommen hatte, in der rechten Hand.

    Mit entsetzten Blick rief Major Hailey: “Nein! Nein. Mister Creed, bitte tun Sie das nicht!” - da sie die nur allzu furchtbare Absicht des Bruders von Logan erkannt hatte.

    Der alte Mutant hielt inne, wandte sich sogar kurz zu der Soldatin des Stargate Command um, die ihm zugerufen hatte, und tat so als ob er für einen Moment nachdachte.

    In der Zwischenzeit wurde ich immer schwächer, da meine zahlreichen Wunden keine Zeit mehr hatten auch nur ansatzweise wieder zu verheilen. Auch konnte ich kaum noch, geschwächt vom Blutverlust, die zahlreichen Angriffe meines wohl seelenlosen Feindes abblocken.

    Das spontane und unerwartete Nachsinnen von Sabretooth hatte X-23 genutzt um sich schützend vor ihren biologischen Vater zu stellen.
    “Nein! Nein! Bitte wir sind doch eine Familie, Onkel Victor!”, rief das Mädchen flehend mit Tränen in den Augen.
    Auch Miss Shen wandte sich bittend an ihn: “Mister Creed lassen sie ihren Hass und Wut welchen Sie für ihren Bruder empfinden, doch an dessen Klon aus.”

    Der Blick Victors streifte tatsächlich zu ihr, dann wieder zu den immer noch am Boden liegenden Logan, der ihm wehrlos ausgeliefert war, und damit auch zu Laura, die ihn jetzt aber mehr als nur entschlossen ansah. Danach wanderte sein Blick weiter zu X-24, der mir weiterhin tödliche Wunden zufügte, kurz innehielt und sich tatsächlich kurz zu Victor umwandte.
    Die Blicke der beiden trafen sich nur kurz, ehe sich der Loganklon wieder mir zuwandte. Doch diese wenigen Sekunden reichten aus, und Sabertooth stellte die verblüffende Ähnlichkeit fest.

    Noch einmal kurz starrte Victor auf die Waffe, die er in den Händen hielt, dann sagte er entschlossen: “Lebe wohl Jimmy!”
    Kaum hatte er diesen kurzen Satz beendet, zielte er sicher und drückte er ab.

    Der Kopf des Getroffenen explodierte regelrecht, er dieser zusammensackte.

    Mit Tränen in den Augen nahm Zander Rice eine Bewegung direkt neben sich war. Es war First Lieutenant Jin, die ihre Waffe auf ihn gerichtet hielt.
    “Betrachten Sie sich als Gefangener! Und bereiten Sie mir bloß nicht die Freude zu schießen, Doktor!”, erklärte die chinesische Soldatin warnend.

    Kalter Angstschweiß brach auf der Stirn des vor kurzem noch siegesgewissen Wissenschaftlers aus. Zeitgleich wurde das Gebäude von weiteren Militärs und Polizisten gestürmt.
    Von alldem bekam ich schon nichts mehr mit. Schlaff und regungslos, aber von der Lage befreit lag ich auf einer Trage.
    “Halt! Nicht das Serum!”, mahnte Cassandra Fraiser. “Wir wissen nicht ob es abhängig macht. Wolfrino wird von alleine wieder gesund werden müssen - also schaffen wir ihn so schnell es nur geht auf die Krankenstation des Homeworld Command!”

    Ohne auch nur ein weiteres Wort oder eine Geste zum Abschied war Victor Creed spurlos verschwunden.

    “Lassen Sie ihn! Lasst ihn! Lasst ihn einfach gehen”, stöhnte ein wieder auf die Füße gekommener Logan in die Richtung von Miss Shen, die einen Suchtrupp hinter Victor Creed losschicken wollte.
    Die IOA-Vorsitzende sah ihn nur kurz fragend an, dann nickte sie und stoppte den Trupp.

  13. Danke sagten:


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