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Thema: Stargate: Battlestar Galactica - Elysium -

  1. #1
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Standard Stargate: Battlestar Galactica - Elysium -

    Stargate: Battlestar Galactica - Elysium -

    Titel: Stargate: Battlestar Galactica - Elysium -
    Autor: Jonathan J. O´Neill
    Beta: Liljana
    Rating: FSK 12/ teilweise FSK 14
    Crossover: aus den Serien BSG/SG1/SGA mit den bekannten Charakteren, sowie eigene Charaktere
    Pairings: eigene, und die aus den Serien

    Anmerkungen:

    1. Alle Rechte von Stargate SG-1 und Atlantis sind Eigentum von MGM und alle Rechte von Battlestar Galactica sind Eigentum von Universal.

    2. Ich schreibe diese FF nur zum Spaß, und nicht um Geld damit zu verdienen.

    3. Die Geschehnisse sind frei erfunden und verlaufen anders als in den Serien. Ereignisse aus beiden Serien fließen aber in die FF zu einem besseren Verständnis mit ein.

    4. Diese FF ergänzt meine andere FF: Stargate: Battlestar Galactica. Die Handlung spielt zum Größtenteil in der Vergangenheit (Bei SG-1 vom Zeitpunkt der dritten bis nach der achten Staffel, und bei BSG vor über zwei Jahren vor den Fall der 12. Kolonien, und parallel zur Serie), und verläuft parallel bis zu Folge 2.11 von Stargate: Battlestar Galactica, wo dann die Handlungsfäden beider FF’ schließlich ab Folge 2.12 in Season 2.2 von Stargate: Battlestar Galactica zusammengeführt werden.

    Erstmal ein Danke an Liljana fürs Betan, und an Major Lee Adama, der mir bei einigen Fragen geholfen hat. Es ist so weit, und kann nun heute nach einen guten halben Jahr Vorbereitung und Umsetzung das erste von 10. Kapiteln (weitere befinden sich noch in Arbeit - müssen also noch geschrieben und gebetat werden) posten.
    Viel Spaß beim Lesen


    Stargate: Battlestar Galactica - Elysium -

    1. Apocalypse


    Vor 5 Jahren + 4 Monaten,
    2 Jahre + 4 Monate vor dem Fall der 12 Kolonien von Kobol
    Andromeda-Galaxie
    Picon, Hauptquartier der Kolonialen Flotte


    Commander William Adama öffnete die Tür zum Büro von Admiral Corman, welcher ihn schon erwartete. Adama salutierte vor seinem Vorgesetzten: “Sie wollten mich sprechen, Admiral Corman.”
    “Ja, Commander Adama. Schließen Sie bitte die Tür und setzen Sie sich doch.”
    William ahnte, dass nun nichts Gutes auf ihn wartete, nahm aber das Angebot an und setzte sich in einen der zwei Ledersessel. “Danke, Sir.”

    Corman atmete noch einmal tief durch, dann schlug er eine der Akten auf, die auf seinem Schreibtisch lagen: “Commander, ich habe mich mit der Admiralität ausführlich beraten, über das, was auf der letzten Mission passiert ist. Wir hoffen alle, dass Sie es nicht persönlich nehmen werden. Und für den Dienst, den Sie uns geleistet haben, danken wir Ihnen, war gewiss nicht leicht.“ Er hielt kurz inne, bevor er dann mit Bedauern in der Stimme fortfuhr: „Doch wir mussten eine Entscheidung treffen … Commander William “Husker” Adama: Sie werden Ihres Kommandos über den Kampfstern Valkyrie enthoben und mit sofortiger Wirkung beurlaubt. In dieser Zeit von zwei Monaten können Sie sich entscheiden, ob Sie dann das Kommando über den Kampfstern Galactica bis zu Ihrem Ruhestand übernehmen oder doch lieber einer Beschäftigung als Zivilist und Bürger der Kolonien nachgehen wollen.”

    Adama hörte stirnrunzelnd dem zu, was ihm sein Vorgesetzter mitteilte. Er senkte kurz den Kopf, um nachzudenken und fragte dann: “Bitte um Erlaubnis, offen sprechen zu dürfen, Admiral?” Corman nickte: “Erlaubnis gewährt! Sprechen Sie!”

    “Ich bin also der Sündenbock in dieser Geschichte geworden.“ Adama presste die Lippen zusammen und nickte dann mit dem Kopf: „Ich werde mir das Angebot überlegen, Admiral.”

    “Es tut mir außerordentlich leid, dass es ausgerechnet Sie trifft, Adama. Darum auch dieses Angebot von uns. Sie dürfen natürlich, wenn Sie sich für die Galactica und dessen Kommando entscheiden, Ihre eigene Crew zusammenstellen.”

    “Die Galactica wäre dann also mein Gnadenbrot, aber zumindest ein Gutes …“, bemerkte Adama zynisch, bevor er aufstand und wieder dienstlich wurde: „Bitte nun um die Erlaubnis, mich zurückziehen zu dürfen.”

    “Erlaubnis erteilt! Gehen Sie zuerst einmal ruhig nach Hause, Commander Adama, und überlegen Sie es sich reiflich. Aber bitte nicht vergessen, wir brauchen Ihre Antwort in spätestens zwei Monaten”, erklärte Admiral Corman, der bei seinen letzten Worten ebenfalls aufgestanden war und damit seinen Commander entließ.


    Milchstraße
    Erde, SGC, Besprechungsraum


    Doktor Daniel Jackson beendete nun langsam seinen Vortrag, den er gemeinsam mit Major Samantha Carter und Teal’c über Toradressen hielt, die Colonel Jack O’Neill vor rund einem Jahr in den Rechner eingegeben hatte. O’Neill stand damals unter dem Einfluss einer Technologie der Antiker, als eine Datenbank auf P3R-272, die das gesamte Wissen dieses Volkes beinhaltete, in sein Gehirn heruntergeladen wurde.

    “… leider sind einige der Adressen, Daten und Informationen unvollständig und durcheinander. Aber ich vermute, dass es sich um eine Art Sicherheitsmaßnahme handelt, sollte doch jemand Unbefugtes Zugang zu diesem Wissen erlangen, wie zum Beispiel die Goa’uld. Darum würde ich gerne mit Major Carter weiter an diesem Projekt arbeiten, um die Rätsel zu lösen”, bat Daniel, als er endlich am Ende angelangte. Teal’c hatte die ganze Zeit über die Hände gefaltet vor dem Bauch gehalten. Der Colonel hatte seinen Kopf mit dem linken Arm abgestützt.

    “Ich würde sehr gerne Daniel dabei helfen, Sir”, nickte Sam ihrem Vorgesetzten zu.
    “Ich bitte darum, Major! Sie dürfen dann alle wegtreten, bis auf den Colonel!”, legte General Hammond schließlich fest.

    “Um was geht es denn, General?”, fragte Colonel O’Neill, als die anderen drei Teammitglieder von SG-1 den Besprechungsraum verlassen hatten.
    “Sie schulden mir immer noch einen Missionsbereicht, Colonel.”
    Colonel Jack O’Neill seufzte leise; hatte er das doch glatt vergessen - doch General George Hammond nicht - zu seinem Leidwesen. So versprach er, den Bericht in spätestens 24 Stunden nachzureichen.


    Vor 5 Jahren, 2 Jahre vor dem Fall der Kolonien von Kobol
    Andromeda-Galaxie
    Galactica, Orbit von Caprica


    Commander Adama ging durch die Korridore der Galactica, er kam gerade vom Steuerbordhangardeck, wo er einen Streit schlichten musste. William hatte es bisher nicht bereut, wieder in den aktiven Dienst zurückgekehrt zu sein.

    Er betrat das CIC seines Kampfsterns, nickte seinem XO Colonel Tigh kurz zu und wandte sich dann an seinen Taktikoffizier: “Lieutenant Gaeta. Sprung nach Picon vorbereiten!”

    Picon, Hauptquartier der Kolonialen Flotte

    “Meine Damen, meine Herren. Ich danke Ihnen allen für Ihr Kommen. Aus Sicherheitsgründen findet diese Besprechung nur in einem kleinen Kreis statt. Wie Sie alle aus der Akte ersehen können, war Commander Adama vor über einem Jahr damit beauftragt worden, in der Nähe der Waffenstillstandslinie nach dem Rechten zu sehen, das war zumindest die offizielle Version, wie Sie wissen. Er hatte Signale auf dem DRADIS entdeckt, die nicht kolonial waren, sondern von den Zylonen stammen mussten. Daher will ich heute von Ihnen erfahren, wie die streng geheimen Projekte vorangehen. Mister White?”, eröffnete Admiral Nagala das Briefing und wandte sich an einen Commander, der links von ihm saß.

    “Die einzelnen Module und Plattformen sind so gut wie fertig. Wir können in ungefähr einem Monat damit beginnen die einzelnen Sektionen zusammenzusetzen. Und in 10 Monaten sollten wir soweit sein, die einzelnen Module und Segmente der Nyx-Station zusammenzufügen, damit sie als Prototyp in 16 Monaten einsatzbereit ist”, berichtete der Commander, worauf der Admiral zufrieden nickte, aber dann noch einwarf: “Versuchen Sie dennoch, die Arbeiten zu beschleunigen! Und in der Zwischenzeit können wir für die Battlestar Groups 96 bis 98, das Personal zusammenstellen, denn ich will keine Verzögerungen in Kauf nehmen!” Um seine Worte zu unterstreichen, blickte er entschlossen White an, faltete seine Hände zusammen, als wolle er beten, und legte sie auf dem Tisch ab.


    Milchstraße
    Erde, SGC, Büro von General Hammond


    Major Carter und Doktor Jackson konnten erste Erfolge verbuchen und hatten diese General Hammond in einem Bericht vorgelegt.
    “… es ist eine Art Silbenrätsel der Antiker gewesen. In den Simulationen mit dem Computer sah alles gut aus. Aber um eindeutige Ergebnisse zu erzielen, müssten wir die Adressen in den Wahlcomputer eingeben und anwählen, Sir”, berichtete Sam in einer kurzen Zusammenfassung, was man herausgefunden hatte. Daniel bestätigte mit einem Nicken den Bericht. Hammond lehnte sich kurz zurück und stellte dann klar: “In Ordnung. Bereiten Sie alles vor Major. Und sagen Sie jetzt bitte Colonel O’Neill und Teal’c Bescheid, dass ich SG-1 in einer Stunde zur Missionsbesprechung nach Kelowna erwarte, um die diplomatischen Beziehungen mit der dortigen Regierung auszubauen!”

    Vor 4 Jahren + 6 Monaten, 1 Jahr + 6 Monate vor dem Fall der Kolonien
    Erde, SGC, Ebene 18 - Labor von Jonas Quinn


    Sam betrat diesen Raum immer mit gemischten Gefühlen, wenn sie sich auf dieser Ebene des Stützpunktes befand. Es war nun ungefähr ein halbes Jahr her, als sie und alle anderen Daniel verloren hatten. Nun arbeitete Jonas Quinn in diesem Labor und der junge Mann wühlte sich mal wieder durch die Aufzeichnungen von Doktor Jackson, um dessen Forschungen weiterzuführen, weil er die Meinung vertrat, es ihm schuldig zu sein.
    “Hey, Jonas. Was machst du denn da?”, fragte Major Carter neugierig, als sie neben ihn trat.
    “Hallo Sam. Ich arbeite mich gerade durch die Aufzeichnungen, die Doktor Jackson zu der Antikerdatenbank angefertigt hatte. Es geht da um diese Stargateadressen. Leider ist es für mich sehr schwer, seinen Gedankengängen zu folgen. Es ist sehr bedauerlich, dass er nicht mehr da ist, um uns zu helfen.”

    Sam nickte traurig. “Oh ja. Aber da wir sehr wenig Zeit haben, werden die bisher ermittelten Adressen gespeichert, und wenn es der Zeitplan zulässt und General Hammond genehmigt, angewählt. Der General schickt mich, ich soll dir sagen, dass wir in einer Stunde eine Besprechung haben.”


    Andromeda-Galaxie
    Picon, Hauptquartier der Kolonialen Flotte


    “Admiral Corman. Sie haben mir berichtet, dass Commander O’Hara meldete, dass die ersten FTL-Tests positiv verlaufen sind. Ebenso sind die Fertigungs- und Produktionsanlagen für Viper, Raptor, Waffen und Munition, die Werften für jeweils ein Schiff der Galactica-Klasse, der Mercury-Klasse, der Valkyrie-Klasse und der Berzerk-Klasse fertig, es kann aber immer nur jeweils ein Schiff eines Typs andocken, auch die Tyliumraffinerie, und weitere Anlagen. Wir haben also bereits die Nyx-Station größtenteils in Betrieb genommen. Nun will ich, dass Sie die Crews für die neuen Battlestar Groups 96 bis 98 zusammenstellen! Doch halten Sie sich an die Vorgaben, die Sie von mir erhalten haben! Sie haben zwei, maximal drei Monate Zeit dafür. Bis dahin sollten die Mannschaften zusammengestellt sein!”, forderte Admiral Nagala und Corman nickte bejahend und erklärte nach einer kurzen Pause: “Ich kann Ihnen die erfreuliche Nachricht übermitteln, dass ich bereits schon vor einigen Monaten angefangen habe, mir Personalakten anzusehen, und hier in dieser Mappe schon einige Vorschläge zum Besetzen der Posten gemacht habe. Außerdem sollten nach der geplanten Stilllegung der Galactica einige erfahrene Offiziere und Mechaniker zur Verfügung stehen.”
    Während Corman sprach schob er diese Mappe über den Tisch, Admiral Nagala zu.

    Der Admiral nickte zufrieden, als er sich die Akten der vorgeschlagenen Offiziere ansah: “Gute Arbeit. Ich werde es noch einmal prüfen lassen. Doch sieht alles auf den ersten Blick sehr gut aus, was Ihre Auswahl betrifft, Admiral Corman.”

    Zwei Monate vergingen, dann trafen die Admiräle und einige Kommandeure wieder am selben Ort zu einer Besprechung zusammen. Admiral Corman legte die vorläufigen Mannschaftslisten vor.

    Nagala überflog die Listen; nach einer Weile wandte er sich dann an den Commander der Nyx-Station: “Na schön, Commander O’Hara. Sie behalten, wie vorgesehen, das Kommando über die Nyx-Station.”
    “Danke Sir.”
    “Es wird aber dennoch einige Zeit dauern, bis alle Schiffe für die drei Verbände zur Verfügung stehen. Denn bisher haben wir nur, wie vorgesehen, die fünf Kampfsterne der Valkyrie-Klasse und vier Schiffe der Berzerk-Klasse für die Nyx-Station zusammen. Und außerdem fünf Kampfsterne der Valkyrie-Klasse und vier des Berzerk-Typs zur Verfügung”, warf Corman ein, und gestand damit, dass es bei der Fertigung etwas Verzögerung gibt.

    “Wie dem auch sei.“ Nagala trommelte mit den Fingern ungeduldig auf dem Tisch. „Regeln Sie das, Corman! Also die Kronos, ein Kampfstern der Galactica-Klasse, ist bereits fertig gestellt und wird unter dem Kommando von Commander Alexander Nash stehen. Die Kronos bildet dann mit drei Kampfsternen der Valkyrie-Klasse, sowie fünf Schiffen der Berzerk-Klasse die BSG 96. Die Heracles, ein Kampfstern der Mercury-Klasse, ist noch nicht ganz fertig gestellt, verfluchte moderne Technik“, schimpfte er zwischendurch, „wird unter dem Kommando einer jungen Frau, Commander Diana McBride, stehen. Die Heracles wird mit zwei Kampfsternen der Valkyrie-Klasse und drei Schiffen der Berzerk-Klasse, die BSG 97 bilden“, verkündete Admiral Nagala. „Und nun fragen Sie sich sicher alle, was mit der BSG 98 ist.” Er machte eine kurze spannende Pause, bevor er fortfuhr: “Diese wird, aber dann nur im Ernstfall, von der Nyx-Station und den BSG 96 und 97 gebildet.”

    “Und wer wird zum Admiral dieser BSG ernannt, Sir?”, fragte ein anderer Admiral.

    Nagala antwortete entspannt: “Das wurde noch nicht entschieden. Diese Entscheidung steht noch aus, wird aber noch bekannt gegeben; spätestens in sechs bis neun Monaten.”


    Vor 3 Jahren + 1 Monat, 1 Monat vor dem Fall der Kolonien
    Milchstraße
    Erde, SGC, Torraum


    Colonel Jack O’Neill ging wortlos die Rampe herunter und schüttelte immer wieder fassungslos den Kopf, als General Hammond ihn ansprach: “Colonel?!”

    “Abydos existiert nicht mehr, Sir“, fing Jack an, schüttelte aber wieder mit dem Kopf. „Wir konnten nur noch einmal das Gate anwählen, um uns zu verabschieden.”.
    Der General war irritiert: “Wie soll ich denn das verstehen?”
    Major Carter antwortete an seiner Stelle: “Allen Bewohnern von Abydos wurde von der Antikerin, die Daniel zum Aufstieg verholfen hat, ebenfalls der Aufstieg ermöglicht. Und - so wie ich es beurteilen kann - wurde alles auf eine andere Ebene der Existenz versetzt.”
    “Allerdings gibt es keine Spur von Daniel, denn Skaara hat ihn nach seinem Aufstieg nicht gesehen”, fuhr Jack fort.
    Teal’c nickte bestätigend, ebenso auch Jonas Quinn.
    General Hammond überlegte kurz, und ordnete dann an: “Besprechungsraum!”


    Vor 3 Jahren
    Tag des Falls der 12. Kolonien von Kobol
    Andromeda-Galaxie
    Virgon, Helios Beta System, Cyrannus Sternsystem


    Der achtjährige Lucas saß gemeinsam mit 13 anderen Kindern in seiner Klasse, darunter auch seine Zwillingsschwester Tabita. Sie alle mussten heute einen Aufsatz über die Götter von Kobol schreiben. Er hasste dieses Thema und verfluchte innerlich seine Eltern, die ihn und zwei seiner Geschwister in diese Privatschule auf Virgon gesteckt hatten. Er hasste zwar die Schuluniform nicht so sehr, wie sein zwei Jahre älterer Bruder Ryan, der dieselbe Schule besuchte, aber die meisten Vorschriften gingen ihm doch oft zu weit. Hinzu kam, dass sich noch zwölf Schüler der zehnten Klasse, die sich auf eine ihrer vielen Abschlussprüfungen vorbereiteten und die ihn und seine Klasse früher oft schikaniert hatten, ebenfalls in diesem Unterrichtsraum befanden. Zum Glück war einmal der älteste Bruder von Lucas und Tabita zu Besuch in der Schule gewesen, der auf Leonis die Militärakademie seit seinem zwölften Lebensjahr besuchte.

    Natalie Faust, seine Klassenlehrerin, saß vor ihm auf ihrem Platz und passte auf, damit auch ja keiner betrog. Sie schaute auf die Uhr und nickte kurz, dann sah sie Lucas an, der gerade seinen Krawattenknoten gelockert hatte, und schüttelte missbilligend den Kopf. Der Junge fühlte sich ertappt, als er aufschaute und seine Lehrerin ihm geradewegs in die Augen blickte.
    “Entschuldigung”, meinte der Achtjährige nur, während die Frau nur mit einem Nicken andeutete, was er nun tun sollte. Lucas löste den Knoten vollkommen und erneuerte seine Krawatte ordentlich.
    Natalie Faust schaute sich das Resultat zufrieden an, und fragte schließlich leise: “Wo steckt eigentlich dein Bruder Ryan? Er sollte doch jetzt hier die Physikarbeit nachschreiben. Er schwänzt wohl schon wieder - stimmt’ Lucas?”
    Der Angesprochene senkte betreten den Kopf.
    Dann folgte schon die nächste Frage: “Hat er etwas gegen mich?”
    “Nein, nein. Miss Faust“, beeilte er sich zu sagen und gestand im Flüsterton: „Ryan legt wohl alles daran, von dieser Schule zu fliegen.”
    Die Lehrerin nickte bedauernd, wusste sie doch, dass Ryan – ebenso wie seine beiden Geschwister – zwar ein netter Junge, aber ansonsten das genaue Gegenteil von Tabita und Lucas war.

    Die Klassenlehrerin stand langsam auf. Sie ging zur Tür des Klassenzimmers, steckte leise, und von allen unbemerkt den Schlüssel hinein, und schloss ab. Dann ging sie - einmal durch den Raum laufend - wieder an ihren Platz zurück. Nun öffnete Natalie ihre Tasche; darin lagen neben Papieren, Büchern und anderen Sachen, die eine Frau benötigte, auch drei geladene 9-mm Pistolen sowie drei Ersatzmagazine.

    Ein grelles Licht zerriss plötzlich die Stille im Klassenzimmer.
    “Verflucht, was war das denn?”, murmelte einer der Zehnklässler und schaute neugierig aus dem Fenster.
    In der Ferne waren mehrere, schnell aufeinanderfolgende Blitze zu sehen.

    “Die Zeit ist um”, sagte die blonde Klassenlehrerin laut, nahm mit diesen Worten dann in jede Hand eine Pistole und fing an, auf die Schüler aus der zehnten Klasse zu schießen.
    Die Schüler aus der Klasse von Lucas sprangen zum Teil sofort entsetzt und schreiend auf, rannten zur Tür, um zu entkommen - doch diese war zugesperrt. Manche suchten zwischen den Sitzreihen nach Schutz und duckten sich, die anderen kamen nun hinzu und taten es ihnen gleich. Die Schreie hallten durch den ganzen Raum, die von den getroffenen und sterbenden Zehnklässlern, und den verängstigten Drittklässlern kamen. Lucas hatte seinen Oberkörper über den Tisch gebeugt und hielt sich mit beiden Händen die Ohren zu.
    Es brach ein unsäglicher Tumult aus. Schüler fingen an zu schreien und einige rannten panisch zur Tür – doch diese Zuflucht war versperrt. Andere suchten zwischen den Sitzreihen Schutz und duckten sich. Hilferufe von den verängstigten Kindern und markerschütterndes Stöhnen von den getroffenen Zehntklässern hallten durch den Raum. Lucas hatte seinen Oberkörper über den Tisch gebeugt und hielt sich mit beiden Händen die Ohren zu.

    Leonis, Helios Beta System, Cyrannus Sternsystem

    Zur selben Zeit war die neue Militärakademie der Kolonialen Flotte von den Angriffen der Zylonen bislang noch verschont geblieben. Doch man entdeckte nun auf den DRADIS, dass sich mehrere Flugobjekte dem Gelände näherten, denn die Zylonen planten, zunächst diesen Komplex zu erobern, um ihn als Basis für ihre Operationen nutzen zu können.

    “Alle Kadetten zur Waffenkammer, zur Kantine – verflucht: Sammelt alles ein, was wir brauchen! Die Akademie wird evakuiert! Ich wiederhole, die Akademie wird evakuiert!”, ordnete der Commander, der die Leitung über die Einrichtung inne hatte, per Lautsprecheranlage an. Er hoffte, dass die unterirdischen Hangars von den angreifenden Zylonen nicht bemerkt wurden.
    “Die Banditen werden in einer Stunde hier sein”, teilte ein Offizier mit.
    Commander Junus nickte: “Die Leute haben 45 Minuten Zeit, dann verschwinden wir von hier! Machen Sie eine entsprechende Durchsage, Mister Iden!”
    “Jawohl, Sir.”

    Die Zeit drängte; auch ein junger Kadett beteiligte sich eifrig und packte mit einigen seiner Kameraden die Transportkisten. “Beeil Dich, John. Wir müssen hier in 10 Minuten raus sein!”
    “Bin gleich fertig, Paul. He, Sara halte doch bitte mal die Tasche auf.”

    Nach neun Minuten verließen diese drei und fünf weitere Kadetten das Lager und eilten im unterirdischen Tunnel auf einen der Hangars zu, wo zwei Kampfsterne von der Valkyrie-Klasse und ein Schiff der Berzerk-Klasse vorhanden waren, die eigentlich nur als Schulungsobjekte dienen sollten, aber das Entscheidende war, dass diese einsatzbereit waren.
    Commander Junus verließ als einer der Letzten das Hauptgebäude, stieg mit einigen seiner Offiziere in einen wartenden Raptor und meinte: “Bei den Göttern, nun aber schnell weg hier! In fünf Minuten geht die Bombe hoch.”

    Beim letzten Satz drehten einige den Kopf zu Junus herum. “Verflucht noch mal”, murmelte eine Frau entsetzt.
    “Das ist Vorschrift, dass im Falle des Falls des Stützpunktes, alles zerstört wird”, entgegnete der Commander, während der Raptor auf einen der schon abhebenden Kampfsterne zusteuerte.

    Kaum war der Raptor im Landedeck, ordnete der Raptorpilot, wie vom Commander befohlen, an: “Hier Raptor CA-D132. Wir sind an Bord. Anordnung vom Commander: „Sofort den FTL-Sprung durchführen!”

    Die drei Schiffe der Kolonialen Flotte verschwanden in einem Überlichtblitz, und gerade als die ersten Raider und schweren Jäger der Zylonen das Gelände erreicht hatten, detonierte der von Junus aktivierte Nuklearsprengsatz und riss die Gebäude und die sich nahenden Flugobjekte in viele große und kleine Trümmerteile auseinander.


    Milchstraße
    Erde, SGC, Ebene 18


    Zur selben Zeit hatte man in einer benachbarten Galaxie ganz andere Sorgen. Die Zeit drängte, denn die Goa’uld würden wohl bald unter der Herrschaft von Anubis nach der Erde greifen.
    Daniel Jackson war nun seit knapp zwei Wochen wieder auf der Erde, nachdem er von den Aufgestiegenen zurück war; besser gesagt, von der Antikerin Oma Desala, die auch einen Teil seines Gedächtnisses gelöscht hatte. Doch das Gute war, dass er bereits seine erste Mission mit SG-1 erfolgreich abgeschlossen hatte.

    Jack betrat das Labor von Daniel. Dort traf er auf den Archäologen, Sam, Teal’c und auch auf den General, die bereits auf ihn warteten. O’Neill war immer noch etwas irritiert. Zunächst einmal konnte sich Jackson an eine Tafel der Antiker erinnern, und konnte dazu noch die Schrift ohne Probleme lesen, aber dass er sich ausgerechnet nicht mal mehr an ihn erinnern konnte, hatte den Colonel doch etwas gewurmt, wenngleich er es niemals öffentlich zugegeben hätte.
    ‘Liegt vermutlich daran, dass er an dieser Antikeramnesie gelitten hat. Zumindest ist das jetzt vorbei’, dachte er und fragte dann in die Runde: “Also, was gibt es Neues?”

    “Doktor Jackson und Major Carter haben interessante Fortschritte gemacht”, begann Hammond und wandte sich dann an Sam: “Major, fangen Sie bitte an!”

    Major Carter holte kurz Luft, dann begann sie mit ihrem Vortrag, indem sie aufführte, dass es sich um dreizehn mögliche Stargate-Adressen handeln würde und General Hammond bat, diese zu überprüfen. Der Kommandeur des Stargate-Centers willigte ohne lange zu überlegen ein. Sam erklärte kurz, dass sie allerdings noch ein paar Berechnungen machen müsse.
    “Und ich werde mich an die Übersetzungen machen, um weitere Informationen über die Planeten zu bekommen, da es auf dem Planeten, wo ihr mich gefunden habt, es einige Inschriften der Antiker gab”, erklärte Daniel.

    Hammond nickte zustimmend: “Major Carter, Doktor Jackson, Ihnen stehen alle Ressourcen dieser Basis zur Verfügung!”


    Andromeda-Galaxie
    Virgon, Helios Beta System, Cyrannus Sternsystem


    Natalie Faust ging auf die Zehnklässler zu, nachdem sie ihre Waffen nachgeladen hatte, um zu überprüfen, ob die zwölf Schüler auch wirklich tot waren. Sie stellte fest dass einige der Jugendlichen noch lebten - noch.
    Wenige Minuten später hatte die Zylonin Gewissheit, dass von diesen keiner mehr am Leben war - bis auf einen, der gerade auf den Lehrertisch zugekrochen kam. Sie ging langsam auf ihn zu und beobachtete mit kaltem Blick, wie er versuchte, an die eine Waffe zu gelangen, die auf dem Tisch lag. Wie eine Katze näherte sie sich langsam ihrem Opfer, das nun versuchte, abzudrücken - doch nichts außer einem leisen Klicken war dabei zu hören.
    Natalie lächelte boshaft: “Das Magazin in dieser Waffe ist leer geschossen, und das letzte habe ich.” Dann drückte sie ab.

    Lucas, der immer noch wie erstarrt an seinem Platz saß, zuckte bei dem lauten Knall zusammen und hob den Kopf. Er sah, wie sich seine Lehrerin nun ihm zuwandte. Sie zielte auf ihn, drückte aber noch nicht ab. Der Junge senkte den Kopf wieder, hielt sich mit beiden Händen die Ohren zu, und wartete nun auf den Schuss und den kurz darauf eintretenden Schmerz.

    Während dessen - im Orbit des Planeten und der Kolonie Virgon - hatte nun Nagala, der durch den eingetretenen Ernstfall zum Flottenadmiral geworden war, mit Mühe eine Flotte aus mehreren Kampfsternen zusammengezogen, um zu einem Gegenschlag gegen die Armada der Zylonen auszuholen.

    Admiral Nagala hatte selber das Kommando an Bord der Atlantia übernommen und plante nun nach den Angriffen der Zylonen, zumindest das Helios Beta System zu halten, da dies nur zwei der zwölf Kolonien beherbergte.
    Außer dem Kampfstern Atlantia, eines Schiffes der Mercury-Klasse, und drei weiterer dieser Klasse, waren außerdem noch zwei Kampfsterne des Galactica-Typs und zwei des Valkyrie-Typs versammelt, um den Kampf gegen die Zylonen aufzunehmen.
    Nachdem man einen Basisstern von der Zylonischen Flotte mit vereinter Feuerkraft zerstören und ein weiteres beschädigen konnte, schien sich das Blatt zu Gunsten der Menschen zu wenden. Doch tauchten plötzlich vier weitere Basisschiffe der Zylonen auf, kurz nachdem der Basisstern zerstört worden war.

    Die Atlantia selbst wurde auch wiederholt getroffen. Nagala beobachtete den DRADIS-Bildschirm über sich und bemerkte, dass von seiner kleinen Flotte immer mehr Schiffe zerstört wurden. Zu allererst traf es die Kampfsterne des Valkyrie-Typs; die meldeten, sich nicht mehr lange halten zu können. Ein Entkommen war unmöglich geworden, da die Zylonen die FTL-Antriebe ausgeschaltet hatten.

    Nach einer knappen halben Stunde erbitterten Kampfes war nur noch die Atlantia übrig. Nagala ahnte nun, dass es so gut wie aus war. Voller Wut und Zorn ballte er die Hände zu Fäusten: ”Die Kolonien wurden überrannt, die Hauptstadt: Caprica-City zerstört, das Hauptquartier auf Picon genauso; unsere Flotte ist so gut wie vernichtet. Wir haben den Krieg verloren. Mister Beck! Informieren Sie alle verbliebenen Raptoren. Sie sollen so viele von den jüngeren Leuten mit sich nehmen, wie sie können - ebenso Vorräte - und sich zur Nyx-Station begeben!”

    Sein XO nickte: “Jawohl, Sir.”
    “Doch es bleiben noch drei Evakuierungsraptoren hier, bis auch von der Atlantia einige die Möglichkeit hatten, zu entkommen!”

    Nun meldete sich sein Taktikoffizier zu Wort: “Admiral. Wir sind von acht Basisschiffen umstellt. Die Zylonen versuchen, uns zu entern. Ich befürchte, sie werden mit Hilfe eines Computervirus unsere Systeme in kurzer Zeit ausschalten.”

    Admiral Nagala verzog verärgert das Gesicht und wandte sich an einen Major: “Major O’Brien! Sie sorgen persönlich dafür, dass die Informationen, die wir sammeln konnten, und die nötigen Anweisungen bei Commander Samuel O’Hara, dem Kommandanten der Nyx-Station, ankommen! Und nun gehen Sie!“ Dann fügte er noch barsch hinzu: „Ihr da, Sie und Sie dort auch! Los! Macht, dass ihr hier rauskommt! Wir werden uns solange es geht zur Wehr setzen.”
    Die angewiesenen Offiziere eilten aus dem CIC.
    Commander Beck seufzte: “Lange halten wir aber nicht mehr durch.”
    “Ich weiß.”

    Nyx-Station, Irgendwo im Cyrannus Sternsystem

    Die eintreffenden Berichte sorgten für Trauer und Wut auf der Station. Eine junge Offizierin wandte sich an O’Hara: “Commander. Sir. Admiral Nagala ist soeben an Bord der Atlantia gefallen.”
    “Oh, ihr Götter”, stöhnte ein weiterer Offizier, während Commander O’Hara fieberhaft überlegte, was er tun sollte.

    “Wie lauten ihre Befehle Sir?”, fragte sein XO.
    “Na schön, wie ist der Status der Kronos und der Heracles? Obwohl ich mich schon ernsthaft frage, was wir mit den Kampfsternen, die wir noch haben, gegen eine solche Übermacht von dieser Größe ausrichten sollen?”, grübelte Samuel O’Hara.

    Nun meldete sich sein Kommunikationsoffizier zu Wort: “Bericht von der Heracles - sie wird noch betankt. Die Kronos ist einsatzbereit, genauso wie drei Kampfsterne der Valkyrie-Klasse.”
    “Das reicht nicht”, brummte Commander O’Hara unwirsch.
    “DRADIS Kontakt! … Glück gehabt Sir, es sind zwölf koloniale Raptoren und zwei Kampfsterne der Valkyrie-Klasse sowie ein Hilfsschiff der Berzerk-Klasse”, meldete sein Taktikoffizier mit leichter Verzögerung.
    “Sie sollen sich identifizieren!”, ordnete der XO an.

    Virgon, Helios Beta System, Cyrannus Sternsystem

    Die zylonische Agentin senkte ihre Waffe. Der Junge hob verwundert den Kopf und blickte der Frau in die Augen. Natalie schaute ihn an, hob wieder die Waffe hoch und zielte. Doch nach wenigen Sekunden senkte sie erneut die Pistole.
    ‘Was ist nur los? Wieso kann ich es nicht? Liegt es vielleicht daran, dass ich diese Kinder seit rund zwei Jahren jeden Tag vor mir habe’, dachte sie verwundert, hob wieder die Waffe und zielte nun langsam auf die anderen Kinder, die völlig verschreckt und ängstlich auf ihre Lehrerin blickten.
    Sie schüttelte mit dem Kopf. Nein - sie konnte es einfach nicht, und dachte: ‘Gott kann doch nicht wollen, dass ich Kinder umbringe, und diese haben mir nichts getan. Schön, viele Eltern dieser Kinder sind beim Militär, aber ist es ein Grund, sie auszulöschen.’

    Wieder sah sie Lukas an, der immer noch still an seinem Platz saß. Natalie blickte ihm in die Augen - der Junge hatte Angst, das konnte sie sehen, genauso wie die anderen Kinder in diesem Raum.

    Die blonde Zylonin senkte ihren Arm und traf schließlich eine Entscheidung, für die sie womöglich von den anderen hart bestraft werden würde. Natalie ging zur Tür, holte den Schlüssel hervor und schloss sie auf, öffnete sie und ging wieder an ihren Platz zurück. Die Kinder schauten ihre Lehrerin verwundert an. “Los! Packt eure Sachen und verschwindet!”, forderte sie ihre Schüler auf. Dann setzte sie sich auf ihren Stuhl und zog ein Blatt aus ihrer Tasche heraus. Dabei beobachtete sie aus den Augenwinkeln das Verhalten der Kinder, die nun schleunigst ihre Schulsachen packten. Dabei war es fast unvermeidlich, keinen Blick auf die blutüberströmten Leichen zu werfen. Ein verzweifeltes Schluchzen stieg vielen in der Kehle hoch und sie verließen fluchtartig den Raum.

    Bis auf Tabita, die Schwester von Lucas, waren die anderen Kinder bereits weg. Bevor die beiden hinausstürzen konnten, packte Natalie Lucas am Arm und schaute ihn noch einmal eindringlich und mit traurigen Augen an. Unbemerkt steckte sie dem Jungen eine Notiz zu.

    “Los, verschwindet endlich!”, forderte sie die zwei auf, die ihr noch einen letzten entsetzten Blick zuwarfen, und dann aus dem Klassenzimmer rannten, um Hilfe zu suchen.


    tbc
    Geändert von Jonathan J. O´Neill (28.06.2013 um 16:40 Uhr)


  2. #2
    Nulli Secundus Avatar von Major Lee Adama
    Registriert seit
    22.06.2010
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    Na toll das wird was, wenn ich dann auch meine Neben-FF bringe


    Interessanter Ableger, bin gespannt auf mehr

    Eine Sache hätte ich aber zu bemägeln, nämlich das die Zylonin, gard eine 6, auf die Kinder schießt. Das ist ja sowas von unnötig, schließlich fallen Atombomben

    Ansonsten fand ich saber interessnt und gut geschrieben, tolle Idee

    Bis dann



  3. Danke sagten:


  4. #3
    Second Lieutenant Avatar von USS George Hammond
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    Wau ech kras ein sehr interessanter Ableger bin gespannt wie es weiter geht und wie viele tachsachlich überleben? werden aus den Kolonien.

    Auch bin ich gespannt was SG1 auf den Planeten endecken, die Sie gefunden haben? sind bestimmt die Adressen von den Kolonien oder ?

    Hammond
    Es geht weiter mit meinem FF Stargate Vereinte Nationen


    Stargate Vereinte Nationen

  5. Danke sagten:


  6. #4
    Gehasst, Verdammt, Vergöttert Avatar von Colonel Maybourne
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    Interessanter Einstieg, also haben wohl noch ein paar Bürger der Kolonien mehr überlebt, als man es auf der Galactica geahnt hat.
    Allerdings dürften die von nun an pausenlos von den Zylonen unter Beschuss genommen werden und dabei werden sie nicht lang durchhalten.
    Es sei denn, dass sie die Blecheimer austricksen können...
    Bis dann.
    Das Leben ist ein Schwanz und wir die Eier, die mitgeschleift werden.


    Meine aktuellen Fanfiction:


    TGE Combined Season 1 Fire of War:

    http://www.stargate-project.de/starg...ad.php?t=11836




  7. Danke sagten:


  8. #5
    Maverick™
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    Hm... liest sich bis jetzt Recht interessant. Mal schauen was du draus basteln wirst, und wie du dein Spin-Off in die "Hauptserie" einarbeitest.

    Agent JJO, ihre Mission lautet, wenn Sie sie annehmen, das Forum zu begeistern. Sollten sie Scheitern oder Gefangen genommen werden von den Meinsern, werden die Denker jegliche Kenntniss über sie oder ihren Auftrag abstreiten

  9. Danke sagten:


  10. #6
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Danke an all die stillen, treuen Leser, sowie an Atlan, Galaxy, Jolinar, Joschi, Kappisoft, M-Force Maverick, Major Lee Adama & USS George Hammond, die den Button gedrückt haben, und an die fleißigen Feedback-Schreiber

    Feedback-Feedback:

    Spoiler 
    @ Major Lee Adama:
    Echt, bin dann auch mal gespannt, was Du dann anstellst
    Jede Geschichte hat ihre Macken, oder

    Freut mich, dass es Dir bisher gefällt, und danke fürs Feedback


    @ USS George Hammond:
    Wie viele Menschen in etwa aus den Kolonien überlebt haben, wird erst später klar werden.
    Das wird in den weiteren Folgen klar, was SG-1 da überhaupt entdeckt hat, und natürlich dann, wenn die Handlung zusammengeführt wird

    Danke für Dein Feedback, und es freut mich, dass es Dir gefällt


    @ Colonel Maybourne:
    Da die Galactica ja ausgemustert werden sollte, war Adama nicht über die Nyx und ihre Position informiert gewesen, und mit der zivilen Flotte auf der Flucht vor den Zylonen war, und alles schnell gehen musste - konnte man dies ja nicht wissen.

    Ob es Konfrontationen mit den Zylonen geben wird, ganz bestimmt - doch in wieweit das gehen wird, werde ich jetzt nicht preisgeben - wird ja nach und nach aufgeklärt

    Danke für Dein Feedback


    @ Mav:
    Ob mir das gut gelingt - ich hoffe es mal. Wird natürlich schwierig werden

    Wieso Mission, welche denn???
    Ist mir zu heikel die Aufgabe… - habe nämlich keine Lust von den Meinsern gefangen zu werden

    Danke für das Feedback


    Hier nun, wie im Denkerthread versprochen das zweite Kapitel
    Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen

    Stargate: Battlestar Galactica - Elysium -

    2. Search & Rescue, Part 1



    Vor 3 Jahren - Tag des Falls der 12 Kolonien von Kobol

    Milchstraße
    Erde, SGC, Büro von General Hammond


    General Hammond war gemeinsam mit Colonel O’Neill nach der Besprechung mit dem SG-1-Team auf Ebene 18, wo sich das Labor von Daniel befand, nach unten gefahren. Der General wollte ungestört mit dem Colonel sprechen.
    “Setzen Sie sich bitte, Colonel”, bat der General auf einen der Stühle deutend, während er die Tür schloss.

    Nach einer kurzen Pause fuhr der Stargate-Center-Kommandeur schließlich fort: “Ihre Bitte, ein fast 1000 Meter langes Schiff zu bauen, ist sehr schwer umzusetzen, Jack. Wir benötigen dafür eine sehr große Weltraumwerft, aber das wissen Sie ja selbst. Außerdem können wir unmöglich solch ein großes Projekt auf der Erde oder auf einem den Goa’uld bekannten Planeten, beziehungsweise dessen Orbit durchführen.”

    O’Neill runzelte die Stirn und entgegnete: “Wir haben den Asgard oft geholfen, die schulden uns damit einen großen Berg von Gefallen. Und mit Thor habe ich auch schon über dieses Thema gesprochen.”

    “Das haben Sie also schon getan. Wie dem auch sei. Der Präsident gibt Ihnen dafür grünes Licht, zunächst einmal die Werft zu bauen“, verkündete Hammond die Entscheidung des Präsidenten. „Die Pläne für die BC-306 werden noch geprüft.”


    Andromeda-Galaxie
    Nyx-Station, Irgendwo im Cyrannus Sternsystem


    Nach sorgfältigen Sicherheitschecks betrat Commander Junus mit einigen Offizieren seines Stabes die Offiziersmesse. Man wollte nun alle verfügbaren Informationen zusammentragen und beraten, was man tun könnte.
    Mit einer fünfminütigen Verzögerung erschien auch Commander O’Hara, der Kommandeur der Nyx-Station, begrüßte alle kurz und wies an, ihm zu berichten, was man bisher in Erfahrung bringen konnte.

    Die Offiziere, die die Angriffe der Zylonen überlebt hatten, berichteten nun noch einmal ausführlich, was sich in den vergangenen Stunden ereignet hatte, und wie sie aufgefordert wurden, sich zu dieser Station zu begeben. Samuel O’Hara hörte geduldig und aufmerksam zu. Sein Gesicht wurde immer besorgter mit jedem Bericht, den er sich anhören musste.
    “Die Zylonen versuchen, uns also auszulöschen. Wir sprechen somit von einem Genozidangriff. Danke, Major O’Brien, für die Informationen, die Sie uns mitgeteilt haben. Auch erwähnten Sie, dass Sie eine Nachricht mit Anordnungen von Admiral Nagala bei sich haben”, O’Hara schaute den Major auffordernd an.
    Dieser schaute ihn verstehend an, nickte, stand auf und übergab dem Commander einen Briefumschlag: “Ja, Commander … Admiral Nagala hat mir befohlen, Ihnen das hier persönlich zu überreichen, Sir.”

    In der Landebucht bedrängte eine Gruppe von den eingetroffenen Zivilisten die diensthabenden Marines und verlangten, sofort den Kommandeur zu sprechen.
    “Bei den Göttern! Wie oft denn noch: Commander O’Hara befindet sich mit weiteren Offizieren in einer wichtigen Lagebesprechung”, rief ein Sergeant den Zivilisten zu.
    “Die sollen nicht da sitzen und rumquatschen, sondern los fliegen, um zu kämpfen, und den Zylonen gehörig in den Arsch treten”, schimpfte der Wortführer der Gruppe zurück, der wie einige seiner Begleiter, fein gekleidet war.
    Zuspruch machte sich bei den Zivilisten breit: “Ja. Stimmt genau.”
    “Zum letzten Mal: Bleiben Sie wo Sie sind!”, befahl einer der Soldaten und musste mit Hilfe seiner Kameraden die Leute immer wieder zurückdrängen.
    Der Wortführer ließ aber nicht locker mit seinen Anliegen, auf der Stelle mit einem der verantwortlichen Offiziere sprechen zu wollen.

    Virgon, Helios Beta System, Cyrannus Sternsystem

    Natalie Faust hatte sich wieder ins Klassenzimmer begeben, an den Lehrertisch gesetzt und die Augen geschlossen.

    Es verging viel Zeit, als sie eine bekannte männliche Stimme hörte, die kalt und gefühllos äußerte: “Was ist das denn, fehlt hier nicht ein knappes Dutzend?”
    Natalie sah auf und erkannte im Türrahmen den Schuldirektor, der sie fragend ansah.
    Sie schüttelte den Kopf: “Ich konnte es nicht … Ich … Verdammt noch mal, das sind Kinder. Unschuldige Kinder, die ich seit sie hier sind kenne ...”

    “Na. Na. Keine Blasphemie”, tadelte John Mephisto und kam langsam auf sie zu. Nach einer kurzen Atempause fuhr er fort: “Wie dem auch sei. Wir haben zahlreiche Städte bombardiert, in denen ebenfalls Menschenkinder gelebt hatten …”
    Die Sechs unterbrach ihn und entgegnete: “Und wie viele von uns haben Kindern in die Augen gesehen, in denen sich Angst und Furcht widerspiegelten?”

    Der Zylon holte tief Luft, bevor er wieder das Wort übernahm: “Egal. Ich gebe zu, dass auch ein paar Lehrer während der Konferenz entwischt sind. Und leider waren an dem heutigen Tag nur wenige Menschen hier, darum haben wir diesen Bereich nicht bombardiert. Wir werden die Flüchtlinge - Kinder und Lehrer - aufspüren und dementsprechend verfahren.”
    “Nein!”
    “Was heißt hier: Nein?”
    “Nein, heißt Nein! Ich werde keines dieser wehrlosen Kinder umbringen, und Du auch nicht”, stieß Natalie aufgebracht hervor.

    Der Schulleiter lachte kurz auf, bevor er noch einmal einen weiteren Versuch startete, seine Partnerin zu überzeugen: “Ich will dich nur daran erinnern, dass die meisten Eltern dieser Kinder zum größten Teil bei der Kolonialflotte, also beim feindlichen Militär sind. Außerdem ist es humaner für diese Kinder, wenn wir sie auslöschen, anstatt sie ihrem Schicksal zu überlassen, wo sie verhungern - oder aber vielleicht auch getötet und … na ja, Du weißt schon. Es sind eben Menschen.”

    “Ich bezweifle, dass Gott dies alles hier, vor allem aber den Mord an diesen Kindern, gut heißt”, konterte die Zylonin.
    Dieser Konter saß, so dass Mephisto lange Zeit überlegte, bevor er dann lächelte und seinen Vorschlag unterbreitete: “Ich mache dir einen Vorschlag. Also dir sind laut diesem Klassenbuch hier 14 Kinder entkommen, mir zwei Lehrer, die aus dem Fenster gesprungen sind. Außerdem sind noch zwei komplette Klassen und zwei weitere Lehrer verschwunden. Darum schlage ich nun vor, dass wir uns erst einmal zurückziehen, bis Verstärkung hier ist.”

    Der Zylon legte eine dramatische Pause ein. Die Zylonin schaute ihn irritiert an und fragte schließlich: “Was hast du vor?”

    “Ab übermorgen werden wir für … sagen wir mal zwei Wochen die Flüchtlinge verfolgen. Finden wir sie in dieser Zeit, werden wir sie alle töten. Sollten wir sie erst später aufgreifen, lassen wir zumindest die Kinder am Leben, um sie zu erziehen und zu studieren”, antwortete John Mephisto und grinste dabei verschlagen.
    Natalie bemerkte den Blick und fragte nach: “Wo ist der Haken?”
    “Natürlich gibt es einen. Ich glaube aber nicht, dass du es wissen willst”, meinte der Zylon, während er sich die Sitzordnung der Klasse von Natalie ansah und die Namen der Schüler überflog.

    “Ich denke, das gehört zu dem Vorschlag dazu. Also raus mit der Sprache!”, verlangte die Zylonin.
    Der Zylon tat so, als dachte er kurz nach, dann nickte er: “Na schön, hör gut zu! Du weißt ja, dass du ungehorsam warst und als Buße für deine Fehler wirst du, weil du eine Sechs bist, Natalie, sechs Kinder, die ich aussuchen werde, persönlich hinrichten, wenn wir die Flüchtlinge ab übermorgen in den nächsten zwei Wochen finden sollten. Nimmst du diesen Vorschlag nicht an, werden alle Kinder sterben.”

    Natalie Faust rann ein kalter Schauer den Rücken herunter. Sie wusste, dass sie einwilligen musste und stimmte dem Vorschlag schweren Herzens zu: “Na gut, einverstanden. Aber ich bete, dass wir in den nächsten Wochen keinen Erfolg haben werden.”
    Mephisto nickte zufrieden und versicherte: “Sehr gut. Wir werden sehen. Ich verspreche dir, heute und morgen niemanden im Umkreis von 14 Meilen von dieser Schule verfolgen zu lassen und alle Truppen zurückzuziehen. Und dass ich alle Bedingungen einhalten werde, egal was passiert.”
    ‘Das hoffe ich für dich’, dachte die Zylonin, als sie beide den Raum und dann schließlich in Begleitung von acht Zenturios das Schulgelände verließen.

    Zur selben Zeit, tief unter der Erde in einer verlassenen Schutzanlage, wurden die vier überlebenden Lehrer sowie 52 überlebende Schüler von einigen Mitgliedern des Schulpyramidteams, darunter war auch Ryan, der ältere Bruder von Tabita und Lucas, durch geheime Gänge, einem Labyrinth aus Tunneln und Räumen, in ein unterirdisches Versteck geführt.

    Als sie ihr Ziel erreicht hatten, hatte sich einer der Lehrer soweit von seinem Schock erholt, dass er wieder Kraft und genug Stimme hatte, dem zehnjährigen Ryan und seinen Freunde zu danken, während die anderen Lehrer sich große Mühe gaben, die anderen Kinder zu trösten und zu beruhigen, so gut sie konnten, solange sie unterwegs waren.

    Als alle ihr endgültiges Ziel, einen alten Schutzbunker, erreicht hatten, stieß Oliver Wilder, der sich bisher mit Ryan und weiteren Mitgliedern des Sportteams unterhalten hatte, einen anerkennenden Pfiff aus. Dann wurde das schwere Schott verschlossen.
    “Also hier treibt ihr euch immer herum, wenn keiner weiß wo ihr steckt”, stellte eine Lehrerin, Sara Douglas fest, die sich ihren verletzten linken Arm hielt.

    Der andere Lehrer, Thomas Hale, wandte sich ebenfalls an Ryan und seine elf Freunde: “Wo sind eure Schulsachen?” Gemeinsam gingen die Kinder zu einem Schrank, öffneten diesen und präsentierten mit einem “Hier drin” zwölf Taschen.
    “Wer sagt‘ denn. Zumindest vorschriftsmäßig verwahrt”, stichelte sein Kollege, der einen Thyliumgenerator begutachtete.

    Allmählich dämmerte den Lehrern, wo in all den vergangenen Jahren aussortierte Gegenstände und Sachen hingelangt waren. “Eine unterirdische Quelle mit einem kleinen See, Liegen, Betten, Schränke, Generatoren … wirklich nicht schlecht”, bemerkte die andere Lehrerin, Esther Paris, die ihrer Kollegin sorgfältig den Arm versorgte, und sich bisher aus der Diskussion herausgehalten hatte.
    “Wir sollten froh darüber sein, dass diese Kinder auch ausgerechnet heute den Unterricht ebenfalls geschwänzt haben und wir in Sicherheit sind.“

    “Und was nun? Was machen wir jetzt?”, fragte der Lehrer, der sich vor kurzem mit den Kindern unterhalten hatte. Die vier Erwachsenen begannen, sich zu beraten, bis man nach einer guten Stunde beschloss, zunächst in diesem Versteck auszuharren.
    “Nächstes Problem: Hier gibt es zwar Nahrungsmittel und so weiter, doch wird es nicht lange ausreichen”, sprach Sara Douglas ein wichtiges Thema an.
    Der Lehrer, der sich sorgfältig umgesehen hatte, nickte: “Wasser ist kein Problem. Aber wir brauchen Decken, Proviant und so weiter … am besten, wir fragen die Kinder, denn anscheinend kennen sie sich hier bestens aus – vor allem die geheimen Wege und Pfade.”

    Nyx-Station, Irgendwo im Cyrannus Sternsystem

    Nach einer langen Sitzung mit der Teilnahme der meisten führenden Offiziere hatte man endlich alle verfügbaren Informationen zusammengefasst. Der von Admiral Nagala zum Admiral beförderte Commander Samuel O’Hara erteilte seine ersten Befehle: “Danke für den ausführlichen Bericht Major O’Brien. Ich will, dass alle militärischen und zivilen Schiffe sofort ihre CNP-Einheiten entfernen und danach sämtliche Computersysteme säubern! Ich will keine böse Überraschung deswegen mehr erleben. Sollte jemand von Ihnen Doktor Gaius Baltar aufgreifen, wird er sofort verhaftet! Die Anklage für diesen Dreckskerl könnte Hochverrat lauten. Wir befinden uns in der Nähe des Helios Beta Systems. Daher will ich, dass wir in diesem System so viele zivile und militärische Schiffe einsammeln, wie wir können. Da laut den Berichten das Alpha- und Gamma-System scheinbar am stärksten von den Angriffen betroffen sind, weiten wir unsere Suche noch auf das Delta-System aus! Doch ich will, dass alle beteiligten Raptorcrews mit absoluter Vorsicht vorgehen! Sie haben ab jetzt 84 Stunden Zeit, diese Mission durchzuführen, und die …” Zu seinem Ärger wurde der Admiral abrupt von einem Zivilisten, der in Begleitung von einigen Marines war, unterbrochen. Der Sergeant entschuldigte sich sofort für das unangemeldete Eindringen: “Tut mir leid, Sir. Dieser Mann hier sagt, er wäre ein Mitglied des Quorums und wollte dringend mit einem Verantwortlichen sprechen.”
    Admiral O’Hara verzog das Gesicht: “ Sie können den Mann loslassen, Sergeant! … Also, was wollen Sie, Mister?”

    Der Politiker glättete noch einmal kurz seinen Anzug, bevor er sich räusperte und auf die Frage antwortete: “Mein Name ist Bruce Wales, Ratsmitglied von der Kolonie Picon. Einige weitere Mitglieder der Regierung und ich waren gerade auf dem Weg nach Leonis, als die Zylonen angriffen. Und nun frage ich Sie: Worauf warten Sie eigentlich noch? Es herrscht Krieg, und Sie und alle anderen hier sitzen nur da und reden …”

    “Mister Wales. Wir haben momentan nicht die militärischen Mittel, um einen wirkungsvollen Gegenschlag durchzuführen. Denn laut der Berichte und Meldungen, die mir erst seit kurzem vorliegen, verfügen die verfluchten Toaster über eine riesige Armada von mindestens 100 Basisschiffen. Die Hilfs- und Begleitschiffe, Jäger und schwere Jäger nicht mitgezählt. Bei allem Respekt, bei dem, was Sie da von uns verlangen, können wir die meisten unserer Leute sofort an die Wand stellen - das würde im Ergebnis keinerlei Unterschied machen. Außerdem kommen die meisten von den Frauen und Männern gerade von der Akademie oder Offiziersschule und sollten erste praktische Erfahrungen auf Kampfsternen sammeln. Hätte ich allerdings das benötigte Personal und die dreifache Stärke an Ressourcen zur Verfügung, würde ich sofort zum Gegenschlag ausholen. Aber mit nur zwei großen Kampfsternen und acht kleineren des Valkyrie-Typs ist das glatter Selbstmord. Admiral Nagala hat dies vor gut sechs, acht Stunden über Virgon versucht - mit dem katastrophalen Ergebnis, das alle Schiffe dieser Flotte zerstört wurden, bis auf vereinzelte Raptoren und Viper. Doch wir versuchen natürlich, so viele zu retten, wie wir es in den nächsten knappen vier Tagen können. Mehr kann ich nicht riskieren, denn unser aller Überleben, das unseres Volkes und unserer Rasse steht auf dem Spiel”, wies der Admiral den Politiker zurecht.

    “Tut mir Leid, Admiral. Ich wusste nicht, dass …”, versuchte Wales sich stotternd zu entschuldigen und sein Anliegen zu rechtfertigen.
    “Schon gut. Wir stehen alle momentan ziemlich unter Druck”, nahm es der Admiral zur Kenntnis, dann wandte er sich wieder den Offizieren zu.
    Samuel O’Hara räusperte sich kurz, bis er ungestört fortfahren konnte, und verkündete: “Laut Paragraph 3, Absatz 12 des Gesetzes der Kolonialen Flotte ist jeder, der Militärdienst geleistet hat, wieder im aktiven Dienst! Jeder von Ihnen macht eine entsprechende Durchsage auf seinem Schiff!”

    Tamara Edwards, CAG von Commander McBride an Bord der Battlestar Heracles, drehte sich ihrer Kommandantin zu: “Da wird Jonathan aber ziemlich schlechte Laune bekommen, wenn er das hört.” “Kann ich mir vorstellen, Major”, bestätigte McBride, “und nun keine Scheu, sprechen Sie den Admiral an und tragen Sie Ihr Anliegen vor.”

    Major Edwards strich sich noch einmal über ihre schulterlangen blonden Haare, um sich zu sammeln, dann wandte sie sich an den Admiral: “Admiral O’Hara, Sir. Darf ich offen sprechen und ein Anliegen vortragen?”
    O’Hara wandte sich in ihre Richtung und nickte ihr freundlich zu: “Wenn Politiker hier sogar schon reinplatzen und reden dürfen … Spaß beiseite. Was gibt es, Major Edwards? Sie dürfen offen sprechen.”

    “Viele an Bord dieser BSG haben Kinder, die in eine Privatschule auf Virgon gehen. Diese liegt weit außerhalb der Städte und sonstigen Siedlungen. Ich bitte Sie darum, die Menschen und drei meiner Kinder, die sich noch dort befinden, retten zu dürfen.”

    Der Admiral dachte einige Minuten lang sorgfältig über dieses Anliegen nach, bevor er sich entschieden hatte: “Commander McBride. Sie und ihre Crew nehmen sich zuerst Virgon und danach Leonis vor! Planen sie diese Mission sorgfältig! Es werden sie dazu noch vier Kampfsterne der Valkyrie-Klasse, als Unterstützung begleiten. So, abschließend danke ich Ihnen allen noch einmal für Ihr Kommen. Los an die Arbeit! Wegtreten!”

    Virgon, Helios Beta System, Cyrannus Sternsystem

    Zur selben Zeit schärften die Lehrer den Kindern, die sich an der Aktion beteiligten, noch einmal ein, wie sie sich im Schulgebäude auf der Suche nach den benötigten Sachen verhalten sollten, und erklärten allen wiederholt, was man meisten benötigte.
    “Also los!”, gab Oliver Wilder das Zeichen zum Aufbruch.

    Als sie alle aus dem geheimen Zugang in der Bibliothek traten, stellten sie nach kurzer Erkundung überrascht fest, dass sich niemand weiteres auf dem Schulgelände aufhielt und dass sogar die Toten verschwunden waren. Dennoch ließen sie allerhöchste Vorsicht walten, während sie die Räume, die Zimmer, das Lager, die Küche und die Speisekammer der Schule durchsuchten.

    Nach ihrem erfolgreichen Beutezug verschwanden sie genauso wieder, wie sie gekommen waren - hinter dem Geheimgang, der in einer versteckten Drehtür hinter dem Kamin der Schulbibliothek verborgen war. Schwer beladen mit ihrer überlebenswichtigen Fracht, die sie in Rucksäcke und Taschen verstaut hatten, liefen sie durch die niedrigen und engen Gänge, die so angelegt waren, das sich unmöglich ein Zylon hier herunter begeben konnte.

    Als sie alle wieder bei den Zurückgebliebenen ankamen, sortierten sie alles, was sie brauchen konnten an Kleidung, Nahrungsmitteln, Erste-Hilfe-Koffern, Gaskochern, Taschenlampen, Decken und andere Sachen, die ihnen als nützlich erschienen.
    Einer der Lehrer hatte einige alte Waffen gefunden und ebenfalls mitgenommen.

    Battlestar Heracles, Nyx-Station, Helios Beta System, Cyrannus-Sternsystem

    Ein junger Mann wies sich bei der Wache aus, betrat das Quartier von Commander Diana McBride, hörte kurz zu, um was es ging und sagte schließlich: “Ich kann euch führen.”

    McBride drehte sich verärgert in die Richtung, woher die Stimme kam und zügelte ihn sofort: “Nun mal langsam junger Mann! Wer sind Sie überhaupt und weshalb stören Sie dieses Briefing?”
    Anstatt des jungen Offiziers antwortete ihr CAG im Flüsterton: “John. Den Göttern sei Dank, du lebst.” Tamara Edwards stürzte auf ihren achtzehnjährigen Sohn zu und zog ihn erleichtert in die Arme.
    “Entschuldigung, Sir“, drehte sie sich wieder um. “Darf ich vorstellen, mein ältester Sohn, Lieutenant John Edwards.”

    “Ahh, ja. Wenn das mal kein gutes Omen ist. Und nun zu Ihnen: Wie kommen Sie überhaupt auf die Idee, uns bei der Mission helfen zu können, Lieutenant?”, fragte Commander McBride.

    “Ich war selber sechs Jahre auf dieser Schule, bevor ich auf die Akademie der Kolonialflotte gekommen bin, Sir”, fing John an, zu erklären. “Darum kenne ich mich dort sehr gut aus. Es gibt in der Bibliothek einen geheimen Zugang beim Kamin, der in einen alten Bunker führt, der noch aus der Zeit des ersten Zylonenkrieges stammen muss. Ich habe Ryan davon erzählt, da ich selber auch im Pyramidteam der Schule gespielt habe. Wenn es Überlebende gibt, dann halten sie sich mit Sicherheit dort auf.”

    Commander McBride musste diesmal nicht lange überlegen: “Na schön. Sie haben mich überzeugt und sind damit im Team. Können Sie auch fliegen, Lieutenant Edwards?”
    “Ja. Raptor und die Viper Mark II”, antwortete John, als gerade Admiral O’Hara hereinkam. Dieser sah sich kurz um und fragte: “Ist er noch nicht da?”
    “Nein, Sir. Bisher nicht”, antwortete Major Edwards.

    Bevor einer der Umstehenden fragen konnte, wer gemeint war, öffnete sich schon die Tür und ein Mann um die Vierzig, in eine grüne Uniform gekleidet, betrat das Quartier.
    Er nickte in die Runde: “Admiral. Commander. Major. Sie wollten mit mir sprechen.“ Dabei fiel sein Blick auf den jungen Mann.
    „Oh, hallo John“, stellte er erfreut fest, „Schön, dass du es geschafft hast.”
    “Hallo Dad.”
    “Also, was gibt es?”

    “Warum so kühl, trocken und reserviert. Wie ich sehe, hat Sie Major Edwards schon in Kenntnis gesetzt”, begann der Admiral, “dass Sie sich wieder im aktiven Dienst befinden, Jonathan. Wo wir gerade davon sprechen, wo ist überhaupt Ihre Dienstuniform?”

    “Sie wissen doch ganz genau, dass ich diese hier bevorzuge, Samuel”, antwortete Jonathan.

    Der Admiral hob leicht genervt die Augenbrauen: “Natürlich – wie konnte ich das vergessen … Sie werden auf der Heracles dienen, Edwards.“
    Und bedeutete dann McBride, fortzufahren. “Wir haben eine sehr wichtige Mission vor uns und ich brauche einen erfahrenen Offizier an meiner Seite …”, begann Diana McBride. Jonathan Edwards unterbrach sie grinsend: “Erfahren?! Ich bin seit knapp vier Jahren nicht mehr im Dienst.”

    Commander McBride ließ sich nicht beirren und fuhr fort: “…was man gelernt hat, vergisst man nicht so schnell. Also - ich brauche einen fähigen XO an meiner Seite, denn mein aktueller ist mir zu grün hinter den Ohren für diesen Job.”

    Tamara Edwards lächelte leicht, als sie ihren Mann anschaute, der sich beide Hände vor das Gesicht geschlagen hatte und sich die Augen rieb.

    Nun übernahm wieder Admiral O’Hara die Wortführung: “Ich habe hier einen Brief von Admiral Nagala, den er mir zukommen ließ, als die Atlantia unter dem Beschuss der Zylonen stand. Kurz vor seinem Tod erwog er den Plan, Sie in den Rang des Admirals für die BSG 98 zu befördern - doch er ließ davon ab, weil er befürchtete, dass Sie ihn in den tiefsten Abgrund des Tartaros wünschen würden …”
    “Da hatte er gar nicht mal so Unrecht”, brummte Jonathan.
    Der Admiral straffte seine Schultern und holte tief Luft: “… Jonathan Richard Edwards: Sie erhalten Ihren alten Rang, den eines Commanders zurück, bevor Sie den Dienst wegen gesundheitlicher Probleme quittierten, und schließlich Admiral Cain das Kommando auf der Pegasus übernahm.”

    Tag 1 nach dem Fall der 12 Kolonien der Kolonien
    Heracles CIC, Helios Beta System, Cyrannus Sternsystem


    Der Kampfstern Heracles, ein Battlestar der Mercury-Klasse, hatte seinen Liegeplatz an der Nyx-Station verlassen und wartete nun auf die Erlaubnis, seine Mission beginnen zu können. Es waren zehn Stunden seit der Besprechung vergangen und der Admiral hatte angeordnet, dass sich die Besatzungen der fünf Schiffe zunächst einmal ausruhen sollen.

    Auf dem DRADIS-Bildschirm im CIC der Heracles beobachteten McBride, Edwards und einige weitere Offiziere, wie die vier Schiffe der Valkyrie-Klasse, die Trojan, die Minos, die Aron und die Icarus, bereits in Formation gingen und auf den Einsatzbefehl und auf sie warteten.

    Commander Diana McBride, die ihre Crew eben noch auf den wichtigen Einsatz eingestimmt hatte, nickte kurz, nahm den Hörer von der Konsole und sagte: “Admiral O’Hara, hier ist die Heracles. Wir sind soweit.”

    “Hier ist der Admiral. Commader O’Hara, Sie haben das Kommando bei diesem Einsatz. Die Spähraptoren sind zurück und melden, dass alles sauber ist. Sie haben somit grünes Licht. Gute Jagd. Und bringen Sie alle wieder wohlbehalten zurück. Vergessen Sie vor allem die Frist nicht … und seien Sie vorsichtig”, ertönte die Stimme des Admirals aus den Lautsprechern.

    “Das hoffen wir alle”, flüsterte der Taktikoffizier, bevor dann die ganze Crew diesen kurzen Satz laut und mehrmals wiederholte.
    McBride schaute sich kurz im CIC um: “Danke, Sir.“ Dann ordnete sie an: „Sprung vorbereiten! … Und auf mein Kommando durchführen!”
    Sie begann runterzuzählen: “…und Überlichtsprung!”

    Virgon - Heracles, Helios Beta System, Cyrannus Sternsystem

    Der Taktikoffizier überprüfte kurz das DRADIS, bevor er schließlich erleichtert vermeldete: “Keine Zylonen in Sicht. Das DRADIS ist leer. Keine Kontakte - bis auf die zahlreichen Trümmer- und Wrackteile, die von Kampfsternen, Viper und Raptor stammen müssen, und natürlich den vier Kampfsternen der Valkyrie-Klasse.”

    Commander McBride, Commander Edwards und ein junger Major, der der eigentliche XO war, sowie der Taktikoffizier beobachteten weiter aufmerksam das DRADIS - nichts passierte.
    “Na schön, irgendwie gefällt mir das nicht“, Jonathan Edwards presste die Lippen zusammen. „McBride, ich schlage vor, unser Zielgebiet über Virgon anzusteuern und darüber hinaus in einer Verteidigungsformation in Stellung zu gehen, um einen sicheren Rückzug unserer Bodenteams zu gewährleisten”, setzte er noch hinzu. Edwards hatte der Bitte von Commander McBride nachgegeben, nicht zusammen mit Major Edwards und Lieutenant Edwards auf Virgon nach anderen und seinen noch vermissten drei Kindern zu suchen. Diana nickte zustimmend und gab dessen Vorschläge im Befehlston an ihre Crew und den kleinen Verband weiter.

    Eine junge Frau, Major Patricia James, die eigentlich den Dienst des XO auf der Heracles ausüben sollte, schaute den beiden älteren Offizieren, besonders Commander Edwards aufmerksam über die Schulter.
    “Alle unsere Viper befinden sich startbereit in den Startröhren. Ebenso die der anderen vier Schiffe unseres Verbandes”, meldete der Kommunikationsoffizier.

    “Hier ist Commander McBride. Such- und Rettungsteams, ihr habt Starterlaubnis!”

    “Die Uhr steht jetzt bei 23 Minuten und noch immer keine Zylonen zu sehen”, äußerte Major James und behielt gemeinsam mit Commander McBride und Commander Edwards das DRADIS im Auge. Doch sah man nur die eigenen Flugzeuge, die sich weiter ungehindert auf die Planetenoberfläche von Virgon zu bewegten.

    Zur selben Zeit auf Virgon, in der Sicherheit ihres Zufluchtortes spielten einige der Kinder Pyramid, andere vertrieben sich die Zeit mit Lesen, während die vier Lehrer alles sortierten und den Vorrat an Lebensmitteln einteilten. Vor circa drei Stunden waren die meisten von ihnen von einer weiteren Runde zurückgekehrt, in der sich alle aus ihren Zimmern persönliche Dinge geholt hatten; und wie beim ersten Mal, war keine Spur von den Zylonen zu erkennen gewesen. Dieses Verhalten sorgte mittlerweile bei allen für großes Unbehagen, so dass jeder etwas tat, um sich davon irgendwie abzulenken. Man hatte vorsichtshalber beschlossen, nicht mehr nach oben zu gehen, außer - es sei zwingend erforderlich.

    “Toller Wurf, Gordon”, rief einer dem Werfer zu, der seinen Ball gerade im Ziel versenkte.

    “Diese Ruhe vor dem Sturm bringt mich noch um”, murmelte die am Arm verletzte Lehrerin leise ihren Kollegen zu, um die Kinder nicht zu ängstigen.
    Wilder nickte: “Den Gang in der Bibliothek vom Kamin hierher runter haben wir sicherheitshalber blockiert. Wenn sich also jemand gewaltsam Zutritt verschafft, werden wir durch den Lärm wenigstens gewarnt.”
    Hale meinte brummend: “Somit bleiben uns nur noch zwei Fluchtwege.”

    Nun wandte sich Esther Paris ihren Kollegen zu: “So, ich bin fertig. Wir haben genug Lebensmittel für zwei Wochen, bestenfalls für drei, wenn wir alles etwas strecken.”

    Nyx-Station, Helios Beta System, Cyrannus Sternsystem

    Der XO von Admiral O’Hara verkündete seinen Vorgesetzten die gute Nachricht, dass ein Kampfstern der Valkyrie-Klasse eine weitere kleine Flotte von elf zivilen Schiffen entdeckt hatte. Der Admiral forderte seinen XO auf, sofort Kontakt aufzunehmen, dass sich diese Schiffe an der Nyx-Station einfinden sollten. “… ich will, dass die Zivilisten zunächst an Bord ihrer Schiffe bleiben, da ich erst einmal erfahren will, wer alles dort an Bord ist!”, ordnete O’Hara zusätzlich an.

    Kurz darauf informierte ihn ein Kommunikationsoffizier, dass man eine verschlüsselte Nachricht empfangen hatte, die offenbar von der Galactica stammte. Der Admiral und sein XO schauten sich die Nachricht auf dem Ausdruck an.
    “Commander Adama übernimmt scheinbar das Kommando über die Flotte”, murmelte der Colonel, “und will, dass sich alle verfügbaren Schiffe bei Ragnar versammeln. Könnte aber auch eine Falle der Zylonen sein.”

    Samuel O’Hara nickte: “Das wäre gut möglich. Aber vielleicht ist die Galactica ja doch entkommen. Und um sicher zu gehen, will ich, dass sich vier Aufklärungsraptor en zur Ragnar-Anlegestelle begeben und die Situation erkunden! Keine Kontakte! Nur die Lage überprüfen! Außer, es ist wirklich Adama, dann Kontakt aufnehmen!”

    “Unsere Raptoren sind momentan alle im Einsatz”, warf der Colonel ein. “Doch ich werde umgehend vier davon abziehen und in die Mission einweisen lassen!”
    ...

    tbc


  11. #7
    Gehasst, Verdammt, Vergöttert Avatar von Colonel Maybourne
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    Die ganzen alten Haudegen werden reaktiviert, um die Karre aus dem Dreck zu ziehen... was aber auch kein Wunder ist, denn die jungen kriegen das eh nicht hin.
    Obwohl sie eigentlich noch nicht viel über die Zylonen wissen, wie etwa dass die jetzt auch wie Menschen aussehen und sich auf der Station und den Schiffen befinden können.
    Wird sicher interessant, wie sie all die Jahre überleben wollen, wenn all ihre Nachschublager verstrahlt sind...
    Bis dann.
    Das Leben ist ein Schwanz und wir die Eier, die mitgeschleift werden.


    Meine aktuellen Fanfiction:


    TGE Combined Season 1 Fire of War:

    http://www.stargate-project.de/starg...ad.php?t=11836




  12. Danke sagten:


  13. #8
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Danke an all die stillen und treuen Leser, sowie an Galaxy, In4no, John´s Chaya, Jolinar, Joschi, Kappisoft, Major Lee Adama & USS George Hammond, die den Danke-Button gedrückt haben, und an Colonel Maybourne fürs Feedback


    Feedback-Feedback:

    Spoiler 
    @ Colonel Maybourne:

    Ob die älteren Leute es hinkriegen, schauen wir mal.
    Viele von ihnen waren im ersten Krieg gegen die Zylonen ja selber noch Kinder, oder selber nicht einmal geboren, kennen aber dafür die Geschichten der älteren Generation.
    Die weiteren Punkte kann ich nicht kommentieren, denn ich will ja nicht vorweg greifen.

    Danke für Dein Feedback


    Und hier nun das dritte Kapitel, viel Spaß beim Lesen


    Stargate: Battlestar Galactica - Elysium -

    3. Search & Rescue, Part II



    Vor 3 Jahren
    Tag 1 nach dem Fall der 12 Kolonien

    Andromeda-Galaxie
    Heracles CIC, Orbit von Virgon, Helios Beta System


    “Hier ist der CAG”, begann Major Tamara Edwards, die bereits in einem der Einsatzraptor saß, ihre Mitteilung, “wir sind alle an Bord, und einsatzbereit, Sir.”
    “Na, dann los. Plan ausführen und die Eskortviper starten!”, ordnete McBride an.
    “Die Viper 12 bis 46 sind unterwegs und nehmen ihre Positionen ein”, meldete der Taktikoffizier, während Commander Edwards immer noch argwöhnisch das DRADIS beobachtete.
    Kurz darauf starteten von allen Kampfsternen ebenfalls die angeforderten Raptoren, die sofort von den Vipergeschwadern zur Planetenoberfläche eskortiert wurden.

    Edwards schaute nach wie vor konzentriert auf den Bildschirm über seinem Kopf. Er war angespannt und schüttelte schließlich mit dem Kopf: “Die Sache gefällt mir nicht. Mister Shawn, geben Sie mir die Trojan!”
    Commander McBride nickte zustimmend, denn auch ihr behagte die Situation nicht besonders. “Jawohl Sir … Verbindung steht.”

    Jonathan nahm den Hörer von der Konsole: “Commander Fisher, hier ist Commander Edwards von der Heracles. Ich will, dass Sie von ihrem und von den drei anderen Schiffen vier Raptoren und 16 Vipern starten und in vier Staffeln um den Planeten auf Patrouille schicken! Sie sollen in sich über den Polen und den Äquator von Virgon langsam bis zur anderen Seite des Planeten fliegen, und die Lage dort erkunden!”
    “In Ordnung, Commander Edwards. Ich gebe Ihren Befehl sofort weiter”, vernahm er die Stimme von Fisher aus dem Hörer.

    Nyx-Station, Irgendwo im Cyrannus Sternsystem

    Auf der Station gingen immer mehr Berichte von gefundenen Zivilschiffen ein, die den Angriffen der Zylonen bisher entgangen waren. Darunter befanden sich neben Passagier- und Frachtschiffen ein beschädigtes Thyliumschiff, welches man im Asteroidengürtel des Helios Beta Systems gefunden hatte.
    Somit stieg die Anzahl der Schiffe zum wiederholten Male an, die Listen wurden an Wales und dem Admiral weitergereicht. Der Politiker hatte einen Platz zugewiesen bekommen, wo er nun die eingehenden Nachrichten durchging.

    “Das sind wirklich gute Nachrichten. Schicken sie eines unserer Schiffe der Berzerk-Klasse dorthin, sie sollen die Crew und die möglichen Passagiere an Bord nehmen, die Ladung aufnehmen sowie alles Verwertbare an Lebensmitteln und so weiter, und dann sofort wieder hierherkommen! Keine Heldentaten!”, ordnete Colonel O`Hara, der XO der Station an, da Admiral O’Hara anderweitig beschäftigt war.

    Bruce Wales ging auf die aufgestellte Tafel zu, um die Zahl zu korrigieren, die sich darauf befand. “Bisher haben wir 29.491 zivile Flüchtlinge bei uns versammelt, die den Angriff überlebt haben”, murmelte er.

    Der Admiral rieb sich müde die Stirn: “Es werden immer mehr Schiffe um uns. Somit wächst auch die Gefahr, entdeckt zu werden. Ich will, dass man die Personalien von allen überprüft, denn wir benötigen zusätzliches Personal und somit Unterstützung in allen Bereichen, besonders Mediziner und Piloten! Geben Sie die Notsprungkoordinaten an die zivilen Schiffe weiter, und zusätzlich soll die CAP verstärkt werden, Colonel!”
    Der XO nickte seinem Vorgesetzten, welcher auch sein älterer Bruder war, zu.

    Anlegestation Ragnar, Cyrannus Sternsystem

    Die Besatzung vom Aufklärungsraptor mit der Kennung CF-2234 hatte den Kürzeren gezogen und musste nun die Vorhut übernehmen, und überprüfen, ob die Lage auch sicher war.
    “Oh meine Götter. Verflucht! Das sind ja Dutzende von Zylonen”, entfuhr es dem Raptorpiloten, als er die Raumschiffe der Feinde sah, kurz nachdem sie angekommen waren.
    “Nichts wie weg hier! Die verfluchten Toaster haben uns bereits entdeckt”, brüllte der Co-Pilot, als zwei zylonische Jäger Kurs auf den Raptor nahmen. Denkbar knapp nur konnte sich dieser mit einem Überlichtsprung retten.

    An Bord eines der Basisschiffe vor Ort bemerkte man diesen unerwarteten Besuch ebenfalls und man beschloss, mit dieser Begegnung nicht allzu nachlässig umzugehen. Nach kurzer Beratung einigten sich die Zylonen darauf, Patrouillen von Jägern auszusenden, um nach weiteren Menschen zu suchen, die bisher entkommen waren.


    Milchstraße
    Erde, SGC, Besprechungsraum


    Im Briefing Room des Stargate-Centers konnte Major Carter nach mühevoller, gemeinsamer Arbeit mit Doktor Jackson die erste komplette Stargateadresse präsentieren, die man aus den Rätseln der Antiker zusammengestellt hatte.

    Als beide endlich ihren Vortrag beendet hatten, verzog Colonel O’Neill das Gesicht: “Es ist eine Adresse mit acht Koordinaten. Also führt es uns in eine andere Galaxie.”
    Sam nickte, und bestätigte: “Der Colonel hat Recht. Wir benötigen jede Menge Energie für den Aufbau eines Wurmlochs, um eine Verbindung herzustellen, und diese auch stabil aufrecht zu erhalten.”
    Teal’c, der bisher schweigend zugehört hatte, fragte: “Wohin würden uns die Symbole führen?”
    “Aufgrund der Simulationen, die wir durchgeführt hatten - vermutlich in die Andromeda-Galaxie. Also außerhalb unserer Reichweite”, antwortete Daniel und legte den Bericht auf dem Konferenztisch ab.

    “Speichern Sie die Adresse ein, Major! Irgendwann kommen wir schon dort hin”, ordnete General Hammond nach einer kurzen Pause an, danach entließ er das Team.


    Andromeda-Galaxie
    Virgon, Helios Beta System, Cyrannus Sternsystem


    Die Nacht war gerade hereingebrochen, als die 24 Raptoren auf dem Schulgelände landeten. Die Viperstaffeln flogen Patrouillen im näheren Umkreis.
    Major Edwards hatte einen Funkspruch von der Heracles bekommen. Sie teilte dem Such- und Rettungsteam mit, dass eine Falle der Zylonen vermutet wurde und deshalb CAP’s zusammengestellt werden sollten, um die Lage über Virgon genauer zu sondieren und befahl am Ende: “…, herhören: Die Piloten und achtzehn Marines bleiben bei den Raptoren und bauen eine Verteidigungslinie auf, für den Fall, dass wir Probleme bekommen! Der Rest kommt mit mir. Lieutenant Edwards, Sie zeigen uns den Weg. Ausrücken!”

    Die im Orbit befindlichen vier Patrouillen hatten mittlerweile beinahe den Planeten umflogen und die Tagseite erreicht. “Hier Raptor CF-201 ... bisher nur Trümmer- und Wrackteile von Kampfsternen auf dem DRADIS. Wie schaut es bei euch aus?”
    “Genau das Gleiche.”
    “Hier auch.”
    “Möchte mal wissen, was der Commander gemeint hat”, fing der letzte an, wurde doch sofort still und fing dann an, laut zu fluchen, als er einige Basisschiffe und Jäger erkannte, die versuchten, sich hinter den Wracks der Kampfsterne zu verbergen.

    “Götter. Nichts wie weg hier, und sofort zurück zur Basis!”, befahl der Staffelführer, als er sich von der Nachricht erholt hatte.

    Einige Raider der Zylonen nahmen in der Zwischenzeit bereits deren Verfolgung auf.

    Heracles CIC, Virgon, Helios Beta System

    Die Nachricht, die der Kommunikationsoffizier seinen Vorgesetzten mitteilte, dass sich drei bis vier Basisschiffe der Zylonen hier versteckt hielten, bestätigten die düstere Vorahnung von McBride und Edwards.

    “Na schön. Die Raptoren sollen auf dem Gelände der Schule landen und bei der Evakuierung der Überlebenden dort helfen - ebenso die Viper! Geben Sie auch sofort unseren Einsatzkräften auf Virgon Nachricht, dass die Party heiß werden wird, weil ungebetene Gäste zum Essen kommen!”, ordnete Commander McBride an.
    Sie und auch Commander Edwards wussten, dass ihre Chancen aussichtslos stünden, wenn nicht die vier Schiffe der Valkyrie-Klasse bei ihnen wären.

    Auf dem DRADIS-Monitor konnte man erkennen, wie die Basisschiffe Kurs auf die Heracles nahmen und die erste Welle von Jägern starteten, um die Menschen anzugreifen.

    “Hier ist Commander McBride: Gefechtsalarm für den gesamten Verband! An alle Geschütze: Feier frei, um die Schutzzone aufzubauen, und alle verfügbaren Viper starten! Bringen Sie uns in eine günstige Ausgangslage, so dass wir über den anderen Schiffen positioniert sind! Denn wir können einiges mehr einstecken als zum Beispiel die Trojan.”
    Jonathan Edwards nickte zufrieden und fragte sich, weshalb er eigentlich hier sein sollte.

    “Schutzzone ist aufgebaut. Und die ersten sechs Geschwader sind innerhalb der nächsten zwei Minuten auch draußen”, meldete der Taktikoffizier.

    Die Kommandantin des Kampfsterns lächelte Commander Edwards und Major James zu: “Sehr gut. Aber wir müssen schneller werden! Überlichttriebwerke auf Standby!”

    Auf dem Planeten selbst hatten sich die Marines bereits durch das Hauptgebäude der Schule vorangetastet und waren in der Bibliothek angekommen. Einer der Marines versuchte seit einigen Minuten vergeblich, die Geheimtür zu öffnen. Auch mit Unterstützung gelang es nicht, darum schimpfte und fluchte er: “Verdammter Mist. Der Zugang muss von der anderen Seite blockiert worden sein, Sir.”

    Die Soldaten gaben schließlich schwer atmend und schwitzend auf. Tamara Edwards schaute ihren Sohn auffordernd an: “Gibt es noch weitere Zugänge in den alten Bunker? Denn die Zeit wird allmählich knapp.” Beim letzten Satz tippte sie ihr Headset an und erinnerte alle an die letzte Nachricht, die sie erhalten hatten, und auch - was ihnen allen drohte.

    Der junge Lieutenant dachte fieberhaft nach und erinnerte sich schließlich: “Da gibt es einen alten Minenschacht, ungefähr 500 Meter von hier entfernt. Dieser Zugang liegt am Nächsten und der andere ist noch weiter weg …”
    “Das reicht, John“, unterbrach Major Edwards ihren Sohn und ordnete an: „Sergeant Wilder, Sie bleiben mit fünf Mann hier im Gebäude, für den Fall, dass doch noch einige weitere Überlebende auftauchen sollten!” Sie verließ mit ihm und den restlichen Marines das Gebäude.

    Auf dem Flaggbasisschiff der kleinen Zylonenflotte betrat John Mephisto die Brücke und meinte zynisch: “Sieh an. Wir haben Besuch.”
    Ein Vierermodell nickte: “Ja, ein Kampfstern der Mercury-Klasse, sowie vier kleinere Kampfsterne mit ihren Kampfflugzeugen sind hier eingetroffen, und außerdem ist eine große Anzahl von Raptor auf dem Planeten gelandet, in dem Bereich, wo sich die Schule befindet. Wir haben den Kampf bereits aufgenommen.”

    “Aber - was wollen die hier?”, fragte einer der Leobens.
    “Nach Überlebenden suchen, um diese zu retten”, vermutete Natalie Faust.
    “Wenn das so ist”, begann Mephisto, “gibt es eine kleine Planänderung. Da die Kolonialen Schiffe uns den direkten Weg zum Zielgebiet versperren, sind wir gezwungen, Bodentruppen abzusetzen.”
    Die anderen Modelle waren einverstanden, unter der Voraussetzung, dass man die Kinder und Frauen lebend ergreifen wolle.

    An Bord des kleinen Kampfverbandes der Kolonien machten sich die Vorbereitungen nun bezahlt, nämlich alle Viper zu bemannen, in den Startröhren zu platzieren und weitere davor startbereit aufzustellen.
    Die angreifende erste Welle von den Jägern der Zylonen wurde von dem Feuer der Abwehrgeschütze der Heracles, Trojan, Minos, Aron und Icarus zerstört, um die Schutzzone aufzubauen, damit sie sich vom feindlichen Feuer besser schützen und die Vipergeschwader den weiteren Angriffswellen der Raider und schweren Jägern entgegenstellen können.
    Doch die Schiffe der Zylonen hatten den kleinen Kampfverband der Menschen bereits vollständig eingeschlossen.

    An Bord der Heracles warnte der Taktikoffizier die Crew im CIC: “Atomalarm! Nukleare Raketen befinden sich Kollisionskurs mit uns.”
    Commander McBride nahm den Hörer von der DRADIS-Konsole: “Hier spricht der Commander. Warnung für das gesamte Schiff: Auf Einschlag vorbereiten!”

    Wenige Sekunden nach der Durchsage wurde die Heracles zunächst von einem, und kurz darauf von drei weiteren Treffern erschüttert.
    “Sir. Die Zylonen nehmen unsere Triebwerke und die Backbordlandebucht verstärkt ins Visier”, berichtete Patricia James, während Commander Edwards die Schadensberichte einsah, überprüfte sowie die Strahlungswerte kontrollierte.
    “Die Geschütze der Backbordseite sollen das dort befindliche Zylonenschiff, welches uns beschießt, verstärkt unter Feuer nehmen!”, ordnete McBride an, als ein weiterer Treffer den Kampfstern schwer erschütterte.

    Über der Kolonie Virgon war nun eine erbitterte Weltraumschlacht entbrannt und die Zylonen wollten auf ihr Virus zurückgreifen, da auch sie bisher starke Verluste einstecken mussten; erzielten aber keine Wirkung damit.

    Auf Virgon, tief im Bergmassiv, wo sich ein alter Schutzbunker befand, waren leise Schritte zu hören, die sich einer schweren Stahltür näherten. Es klopfte dumpf in einigen bestimmten rhythmischen Abständen. Die Lehrer drehten die Köpfe in die Richtung der Tür. Die Kinder, die ebenfalls dadurch geweckt wurden, erhoben sich müde und schauten sich verstört um. Wilder und Hale nahmen die alten Jagdwaffen an sich, und zielten vorsichtshalber auf die Tür. Eine angespannte Stille hatte sich ausgebreitet und alle lauschten aufmerksam, als sich die Klangfolge an der Tür wiederholte.

    Die Lehrerin Paris murmelte leise im Takt der Schläge vor sich hin, und nickte schließlich: “Das ist ein Morsecode der Kolonialen Flotte.”
    Einer ihrer Kollegen runzelte skeptisch die Stirn: “Woher wollen Sie das wissen, Esther?”
    “Ich war auf der Battlestar Solaria Sanitäterin, bevor ich das Geld für mein Studium zusammen hatte.”

    Draußen vor der Tür verlor Major Tamara Edwards langsam die Geduld. Sie trat heran, holte tief Luft und rief laut: “Hier ist Major Edwards, CAG der Battlestar Heracles, Koloniale Flotte! Öffnet die Tür, oder wir öffnen sie gewaltsam! Wir sind hier, um euch in Sicherheit zu bringen. Aufmachen!”

    Während sich die Lehrer noch beratschlagten, wie sie sich verhalten sollten, erkannten Tabita, Lucas und Ryan die Stimme ihrer Mutter, obwohl diese durch die eiserne Barriere gedämpft wurde.
    “Wir sind hier drin, Mom”, rief das Mädchen laut. So laut, dass es sogar die Soldaten der Heracles hören konnten.
    “Den Göttern sei Dank”, murmelte Tamara erleichtert.

    Binnen kürzester Zeit wurde das Schloss geöffnet und die schwere Tür beiseite geschoben. Erleichterung machte sich bei allen Überlebenden breit, als die ersten Marines den Unterschlupf betraten. Major Edwards gab sofort ihre Anweisungen, was zu tun sei. Sie drängte zur Eile, da die Zeit knapp ist, weil die Zylonen im Orbit angriffen.

    Während die Marines allen halfen, ihre Sachen zusammenzupacken, trat Tamara zusammen mit John an die anderen drei Familienmitglieder heran, um diese kurz zu umarmen. Tabita bekam sorgenvolle Augen, denn sie sah ihren Vater nicht.
    “Eurem Dad geht es gut. Er ist an Bord der Heracles”, beruhigte Tamara ihre Tochter, dann trieb sie auch schon wieder alle zum Aufbruch. Jeder nahm soviel an sich, wie er tragen konnte; aber nur soviel, dass es einen nicht behinderte. Die Überlebenden wurden angewiesen, sich Kleidung einzupacken sowie etwas Proviant und die Hälfte der Marines wurde angewiesen, beim Tragen zu helfen.

    Tag 2 nach dem Fall der 12 Kolonien
    Heracles CIC, Im Orbit von Virgon


    Es war nun schon 4:00 Uhr früh, und noch immer tobte die Schlacht über dem Planeten. Man war besorgt um die Gesundheit der Einsatzkräfte am Boden, denn der Taktikoffizier hatte berichtet, dass sich Bodentruppen der Zylonen nun ebenfalls auf Virgon befanden und in Richtung Schulgelände unterwegs seien.

    “Lange halten wir den Angriffen nicht mehr stand. Das gilt insbesondere für die Kampfsterne der Valkyrie-Klasse. Auch sind nun die Reservegeschwader im Kampf”, kommentierte Commander Edwards die Situation, die noch verschlechtert wurde, als man die Ankunft von zwei weiteren Basisschiffen registrierte.
    “Sie haben Recht, Edwards. Das wird verflucht eng”, stimmte Commander McBride zu, die nun so langsam eine Entscheidung fällen musste.

    Der Taktikoffizier unterbrach die Beratung, in der sich McBride und Edwards gerade befanden und sorgte für eine Überraschung: “Sir, die Battlestar Mercury ist soeben aufgetaucht, und kurz darauf zwei Kampfsterne des Galactica-Typs. Sie eröffnen das Feuer auf die Zylonenflotte.”
    “Sehr gut. Das verschafft uns etwas mehr Zeit. Öffnen Sie einen Kanal!”, forderte McBride erleichtert, wurde aber von einem fluchenden Kommunikationsoffizier enttäuscht, da die Zylonen die Funkfrequenzen blockierten.

    Auf dem DRADIS bemerkte man einen weiteren Kampfstern der Valkyrie-Klasse, der sich neben der Heracles positionierte, um die Backbordgondel zu schützen, während sich die anderen Kampfsterne, die kurz zuvor mit der Mercury eingetroffen waren, um die Basisschiffe kümmerten.

    Zylonenflotte

    Die Zylonen waren nun doch überrascht, dass es noch genügend Schiffe der Kolonialen Flotte gab, die es geschafft hatten, ihrem Angriff zu entgehen. Sofort wurden Nachrichten ausgesandt, in denen nach weiterer Unterstützung verlangt wurde.
    Mephisto verzog das Gesicht: “Dieser kleinen Flotte wird es auch nicht anders ergehen, wie der von Admiral Nagala an Bord der Atlantia. Haltet uns aus dem Kampfgeschehen möglichst raus!”

    “Wir stimmen zu. Es müssten nun die letzten Streitkräfte der Kolonien sein”, vermutete eine Drei.
    “Cavil, und eine Teil unserer Armada, verfolgen die Galactica und eine Flotte von Überlebenden”, berichtete eine Sharon.
    “Sehr gut”, nickte Mephisto.
    Das Einermodell überlegte kurz, sah alle der Reihe nach an und fuhr dann fort: “Aber es wäre sicherlich nicht verkehrt, wenn wir die Systeme nach weiteren Schiffen von Überlebenden absuchen.”
    Einer der Simons’ nickte sofort und die anderen stimmten dem Vorschlag ebenfalls zu, Jäger und Basisschiffe auszusenden, um weitere zivile und militärische Schiffe der Kolonien aufzuspüren.

    Nyx-Station, Irgendwo im Cyrannus Sternsystem

    Am Rande des Helios Beta Systems versammelten sich immer mehr zivile Schiffe mit weiteren Überlebenden an Bord um die Nyx-Station.
    “Bisher sind seit den Angriffen noch weitere 23 zivile Schiffe eingetroffen. Wir stehen jetzt bei 34 zivilen Schiffen”, teilte Colonel Simon O’Hara dem Admiral mit, als er ihm einen weiteren Bericht aushändigte. Während dieser sich darin vertiefte, meldete sich ein Kommunikationsoffizier zu Wort und berichtete, dass die Erkundungsraptoren zurückgekehrt seien.
    Admiral Samuel O’Hara nickte: “Sie sollen landen und unverzüglich Bericht erstatten!”

    Nach einer Stunde hatten die Piloten in einer Besprechung alles erzählt, was sie vorgefunden hatten. Der Admiral verzog das Gesicht: “Es ist also möglich, dass sich die Galactica dort aufhält oder aufgehalten hat.”
    “Ja, Sir. Die Galactica sollte stillgelegt werden; hatte also keine Munition an Bord. Abgesehen von dem Vipergeschwader und den übrigen bewaffneten Truppen, die sich auf ihr noch befanden”, stimmte ein Major zu.

    “Ich will, dass sich die Battlestar Iuno in drei Stunden nach Ragnar begibt und die Lage vor Ort überprüft. Sollte es dort noch Verwertbares geben, sollen sie es einsammeln und dann wieder hierher zurückkehren! Commander Park, es ist Ihr Schiff; bereiten Sie also Ihre Crew vor! Aber keine Heldentaten! Wenn es Ärger gibt, kommen Sie umgehend zurück zur Basis!”, ordnete der Admiral an.

    Virgon, Helios Beta System

    Es hatte knapp zwei Stunden gedauert, bis man alles zusammengepackt hatte. Eine Fünfergruppe von Marines ging - geführt von Major Edwards - voran.
    Die Sonne war bereits aufgegangen, als die ersten Menschen das unterirdische Labyrinth verließen, welches ihnen in den vergangenen Tagen Schutz und Zuflucht geboten hatte. Die Gruppe der überlebenden Kinder und Lehrer wurden von den Marines in die Mitte genommen, als man durch den Wald auf das Schulgelände zulief.

    Völlig überrascht waren die Zenturios, die in der Gegend patrouillierten, als sie unerwartet auf die Menschen trafen. Die Soldaten eröffneten sofort das Feuer auf die Zylonen. Verstreut herumliegende Felsen boten den Menschen Deckung, da die verbliebenen Zylonen das Feuer natürlich sofort erwiderten.
    Die Soldaten fluchten lauthals, als sie feststellen mussten, dass die drei verbliebenen Zenturios offenbar stärker gepanzert waren und nur mit Kopfschüssen neutralisiert werden konnten.

    Nach einer Viertelstunde war das Gefecht zu Ende, als zwei Raketen, die von einer Viper abgeschossen wurden, einige weitere Zenturios, die sich genähert hatten, in einer Explosion untergehen ließ. Nun war der Weg zu den wartenden Raptoren wieder frei und Major Edwards trieb etwas barsch die Gruppe um sich zur Eile an.
    Die Viperpatrouillen über ihnen sorgten durch ihre Unterstützung in der Luft für einen sicheren Abzug.
    Einige der Marines hatten leichte Schussverletzungen erlitten – zum Glück bloß Streifschüsse und ein paar Schrammen, wie ein Sanitäter feststellte.

    Vom Schulgebäude aus gaben Sergeant Wilder und seine fünf Marines den flüchtenden Zivilisten Feuerschutz, die hastig zu den startbereiten Raptoren rannten. Das war auch dringend notwendig, denn schon waren wieder mehrere Zenturios aufgetaucht, die die Flucht der Menschen verhindern wollten.

    Der Sergeant hatte genug und nickte seinen Soldaten zu, die Raketenwerfer in den Händen hielten: “Feuern, und dann sofort Stellungswechsel! Feuer frei!”
    Die Raketen trafen die Zylonen vollkommen überrascht, so dass die Zenturios, die den Angriff überstanden hatten, von den flüchtenden Menschen abließen und sich mit ihrem Feuer auf die vermutete Stellung der Menschen konzentrierten, als einige Raketen von einer vorbei fliegenden Viper auch das Ende ihre Existenz besiegelte.

    Als auch die letzten in die Raptoren gestiegen waren, hoben diese ab, um Virgon zu verlassen. Sergeant Wilder und die fünf Marines eilten auf die beiden letzten wartenden Raptoren zu. Die Raptoren wurden sofort von einem Vipergeschwader der Heracles eskortiert.

    Alle anderen Raptoren waren mittlerweile sicher an Bord der Trojan, Minos, Aron und Icarus gelandet. Die Commander dieser vier Kampfsterne sprangen sofort zurück zur Nyx-Station.
    Die beiden letzten Raptoren verließen die Atmosphäre von Virgon, und waren seit ihrem Start einem ständigen starken Beschuss ausgesetzt.
    Im CIC der Heracles hatte Commander McBride die erleichterte Meldung der Techniker erhalten, dass die Kommunikation auf einigen Frequenzen wieder funktioniere.
    Commander Edwards und Major James betrachteten in der Zwischenzeit weiterhin aufmerksam das DRADIS und sahen somit, dass alle Raptoren - bis auf die zwei letzten - sicher gelandet waren, und sich nach dem FTL-Sprung der vier Kampfsterne in Sicherheit bei der Nyx-Station befanden.
    “Okay, sobald die beiden letzten Raptoren an Bord sind, verschwinden wir von hier!”, ordnete McBride an und nickte Major James zu. Patricia James nahm einen der Hörer von der Konsole, um ihren Befehl mitzuteilen: “Sofort alle Vipergeschwader zurückziehen und landen!”

    Nachdem sie ihren Befehl ausgesprochen hatte, erschütterte ein weiterer schwerer Treffer den Kampfstern und die Glastüren zum CIC der Heracles zerbarsten mit einem großen Knall in unzählige kleine Einzelteile.
    ...

    tbc


  14. #9
    Nulli Secundus Avatar von Major Lee Adama
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    Gutes Kapitel

    Aber riskieren die nicht zu viel, für eine rettungsaktion auf nur einem Planeten gleich fünf Schiffe zu schicken? Wenn die zerstört werden, geht mehr verloren als sie gewinnen. So ne kleine, heimliche Such-und Rettungsaktion wäre doch sicherer, denn sonst werden die Zylonen auf dem nächsten Planeten ne Falle stellen können...

    Mal gespannt was für eine Adresse das ist, die Carter in den Computer gespeichert hat.

    freu mich auf mehr



  15. Danke sagten:


  16. #10
    Gehasst, Verdammt, Vergöttert Avatar von Colonel Maybourne
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    Dann werden sie bald erfahren, dass es auch Zylonen in Menschenform gibt und jeder auf der Nxystation wird sich ziemlich genau seinen Gegenüber ansehen...
    Außer natürlich, sie schaffen es nicht, einen Übergang von der mordenden Lehrerin zu den Zylonen herzustellen.

    Zudem werden sich die Zylonen fragen müssen, was sie noch alles übersehen haben, wenn sie jetzt schon von so einem großen Verband angegriffen werden.
    Bis dann.
    Das Leben ist ein Schwanz und wir die Eier, die mitgeschleift werden.


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  17. Danke sagten:


  18. #11
    Second Lieutenant Avatar von USS George Hammond
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    Ich kann meinen vor schreiber nur zustimmen mach weiter so
    bis dann

    Hammond
    Es geht weiter mit meinem FF Stargate Vereinte Nationen


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  19. Danke sagten:


  20. #12
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Danke an all die stillen und treuen Leser, sowie an Galaxy, In4no, John´s Chaya, Jolinar, Joschi, Kappisoft, M-Force Maverick, Major Lee Adama & USS George Hammond, die den Danke-Button gedrückt haben, und an die Feedbackschreiber

    Feedback-Feedback im Spoiler:

    Spoiler 
    @ Major Lee Adama:
    Danke

    Gut möglich, dass man dabei zu viel riskiert. Aber ein kleiner Kampfverband, hält im Ernstfall doch ein wenig länger durch, als ein einzelner Kampfstern. Außerdem ist ja mit der Mercury, der Titania und der Midias Hilfe gekommen. Dass die Zylonen jetzt natürlich dadurch vorgewarnt sind, und Kenntnis von noch weiteren Überlebenden haben, ist korrekt.

    Wer weiß, was Carter da mit Daniel gefunden hat

    Danke für Dein Feedback


    @ Colonel Maybourne:
    Natürlich kommt es irgendwann ans Tageslicht, wozu die Zylonen in der Lage sind.
    Der Zufall wird ein wenig helfen bei der Auflösung…, mehr verrate ich nicht.
    Die Zylonen haben nicht von allem Kenntnis, denn sie wissen auch nichts von der Nyx, was sich aber noch ändern wird.

    Danke für das Feedback


    @ USS George Hammond:
    Werde ich versuchen

    Danke für das Feedback


    Das vierte Kapitel schließt direkt an das vorangegangene an, ich wünsche euch viel Vergnügen beim Lesen


    Stargate: Battlestar Galactica - Elysium -

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    Die Kampfsterne der Valkyrie-Klasse waren bereits seit einigen Minuten weg. Nur die beiden der Mercury-Klasse und zwei Kampfsterne des Galactica-Typs kämpften noch weiter gegen die Zylonen, um den Rückzug der noch im Kampf verbliebenen Raptor und Vipergeschwader zu decken.

    Der Aufprall und die Explosion des letzten Treffers waren sehr heftig gewesen. Jeder, der zuvor gestanden hatte, fand sich auf dem Boden wieder und musste sich langsam wieder aufrappeln, wie auch Edwards und McBride, die dann sofort auf das DRADIS schauten: “Unsere Viper sind fast alle an Bord, … verflucht, wir haben einen der beiden Raptoren verloren”, schimpfte Major James.

    “Auf Sprung vorbereiten! Wir verziehen uns, sobald die letzte Viper gelandet ist!”, befahl McBride, die im Stillen den Göttern und den Ingenieuren dafür dankte, dass ihr Schiff über eine verbesserte Panzerung verfügte.

    Der Taktikoffizier gab die Ankunft vier weiterer Zylonenbasisschiffe bekannt, die sofort das Feuer auf einen der Kampfsterne eröffneten, um ihn zu zerstören.
    Es dauerte nur wenige Minuten, bis der selektierte Battlestar eingekreist und danach komplett zerstört worden war.
    “Oh, ihr Götter - die Zylonen haben gerade die Midias zerstört”, rief der Taktikoffizier erschrocken, und auf dem DRADIS-Monitor verschwand die Signatur des Kampfsterns.
    “Sprung durchführen!”, brüllte Edwards, als er sah und sogleich auch bestätigt bekam, dass alle Flugzeuge an Bord waren.

    Nach einer quälenden Wartezeit von 10 Sekunden sprangen die verbliebenen Kampfsterne mit Hilfe eines Überlichtsprungs weg und ließen die Flotte der Zylonen allein zurück. Die von den Basissternen abgefeuerten Atomwaffen, die die Heracles, die Mercury und die Titania treffen sollten, flogen nun auf Virgon zu, um auf dem Planeten zu detonieren.

    Tag 3 nach dem Fall der Kolonien
    Nyx-Station, Helios Beta System


    Die Vertreter der drei Kampfsterne, die der Heracles unerwartet zu Hilfe geeilt waren, wurden von dem Stab und der Crew von Admiral O’Hara begeistert empfangen. Der Admiral erkundigte sich sofort, wer das Kommando über diesen Verband habe, wurde aber darüber unterrichtet, dass Admiral Baker im Koma liege, da er verwundet worden sei.

    Am Ende der anschließenden mehrstündigen Besprechung, in der über die aktuelle Lage beraten wurde, ergriff schließlich Bruce Wales das Wort: “Ich schlage vor, in die Kolonien zurückzukehren. Es muss noch weitere Kampfsterne geben, die in dem Cyrannus System verstreut worden sind.”

    “Nein, Mister Wales. Denn es wurde, wenn Sie genau zugehört hätten, unsere gesamte Flotte zerstört“, warf ein Offizier ein. „Die Schiffe in dieser Flotte sind vermutlich der Rest, was von unserer Zivilisation übrig geblieben ist”,

    Auch andere sprachen sich gegen eine Rückkehr aus, da die Kolonien atomar verseucht sind und die Zylonen über eine große Armada von Basisschiffen verfügen, gegen die man auf Dauer keine Chance hätte.
    Einige stimmten der Entscheidung zu, den Krieg als verloren zu betrachten, um sich darum zu kümmern, für den Fortbestand der Kolonialen Zivilisation zu sorgen und sich irgendwo eine neue Heimat zu suchen - weit weg von den Kolonien sowie der Bedrohung durch die Zylonen.

    “Ich tue nun etwas, was mir eigentlich nicht gefällt: Ich übernehme das Kommando über diese Flotte und verhänge mit sofortiger Wirkung das Kriegsrecht!”
    Bruce Wales protestierte vehement gegen diese Entscheidung von Admiral O’Hara, welcher beschwichtigend die Arme hob. Er gestattete, im Verlauf der Suche nach weiteren Überlebenden in den nächsten zwei Tagen und während der Suche nach einer neuen Heimat, eine zivile Regierung aufzubauen.

    Danach entließ Samuel O’Hara alle - bis auf einige koloniale Offiziere und Mister Wales - und wartete auf die Rückkehr der Iuno, die mit einigen weiteren Schiffen nach Ragnar gereist war, um die letzten Bestände an Ausrüstung und Munition zu bergen.

    Auf dem Kampfstern Heracles bekamen die Geretteten von der Virgon-Mission ihre Quartiere zugewiesen, da es noch ausreichend Platz an Bord gab. Die Lehrer hatten entschieden, dass sämtliche Schüler ihre Schuluniform tragen mussten, und wiesen all die Kinder, die bisher noch keine trugen, dazu auf, sich umgehend umzuziehen. Ryan und einige seiner Mitschüler stöhnten, als diese Entscheidung gefällt wurde.

    “Nimm dir ein Beispiel an deinen beiden jüngeren Geschwistern”, mahnte eine Lehrerin im freundlichen Ton und deutete dabei auf Tabita und Lucas. Der jüngere der beiden Jungs fing sofort an, gegen seinen älteren Bruder zu sticheln. Ryan wollte sich das aber nicht länger von Lucas gefallen lassen, ging auf diesen zu und verdrehte seinem jüngeren Bruder den Arm.
    Als die beiden Brüder immer heftiger stritten und miteinander rangelten, ertönte plötzlich eine bekannte Stimme: “Wir befinden uns zwar auf einem Kampfstern, aber nun ist Schluss!”
    Die Jungen erstarrten in ihrer Bewegung, während Tabita schon auf den Mann zulief: “Dad!” Sie umarmte ihren Vater - glücklich darüber, ihn wiederzusehen.

    “Hallo Kleines”, flüsterte Jonathan, ebenfalls glücklich, seine kleine Tochter wieder in den Armen halten zu dürfen. Er hauchte dem Mädchen einen Kuss auf die Stirn. Dann wandte er sich seinen beiden Söhnen zu: “Und ihr beide: Sofort auseinander!”
    Die beiden lösten ihre sich unverzüglich voneinander und Lucas trat jetzt auch an seinen Vater heran - nur Ryan blieb da stehen, wo er war. als auch seine Mutter Tamara Edwards und der älteste der Brüder, John, auftauchten. Die Familie war wieder zusammen, ein seltenes Glück nach diesen schweren Tagen, wie sich herausstellen sollte.

    “Ryan. Los umziehen!” forderte Commander Edwards seinen Sohn auf, der sich noch immer nicht gerührt hatte.
    “Ja, Sir”, seufzte der Junge, der sich nun in Bewegung setzte, seine Sachen nahm und hinter einem Vorhang verschwand, um der Aufforderung Folge zu leisten.

    Zur selben Zeit ließ sich Admiral O’Hara an Bord der Battlestar Mercury von Colonel Hopkins herumführen, um sich persönlich nach dem gesundheitlichen Zustand von Admiral Baker zu erkundigen und darüber informieren zu lassen, in welchem technischen Zustand die Mercury war.
    Nach dem Rundgang sicherte Colonel Hopkins zu, in den nächsten drei Stunden einen Bericht vorzulegen und Admiral O’Hara ordnete an, dass die Mercury am Dock Mi festmachen solle, um die Schäden zu beheben.
    “Noch etwas, Colonel. Sie haben wie üblich weiterhin das Kommando! Ich will mich nicht in die Interna der Mercury einmischen!”
    “In Ordnung, Sir“, nickte Hopkins. „Ich informiere Sie, sobald sich der Zustand von Admiral Baker verändert.”

    An Bord der Battlestar Titania stand Commander Joseph Tarsus vor einem Problem. Er hatte einen funktionsfähigen Kampfstern, denn die erlittenen Beschädigungen waren minimal und wurden bereits ausgebessert, doch die Angriffe der Zylonen und einige ihrer Enterungskommandos hatten tiefe Lücken in die Crew gerissen. Tarsus nahm alles in den Bericht auf, den O’Hara bekommen sollte.

    Auf dem Kampfstern Kronos spielten sich ähnliche Szenen ab wie vor einer guten Stunde an Bord der Heracles. Commander Alexander Nash verließ allerdings sofort das Combat Information Center, als ihn eine wichtige Nachricht erreichte, die seine Familie betraf.

    Auf einem der Korridore zum CIC kamen ihm bereits seine Frau, die eine Ärztin war, sowie sein Sohn und seine Tochter, die in der kolonialen Flotte dienten, entgegen. Der Commander beschleunigte seine Schritte, und auch die anderen eilten ihm entgegen –erleichtert, trotz der Umstände wieder zusammen zu sein.
    Nach einer kurzen, aber herzlichen Begrüßung nickte Alexander: “Ich werde mich dafür einsetzen, dass ihr drei hier an Bord bleibt, unter meinem Kommando.”
    Alle vier nickten sich zu - immer noch erleichtert, den Zylonen entkommen zu sein.

    In seinem Quartier auf der Nyx-Station saß Samuel O’Hara, der von seinem Rundgang zurückgekehrt war, an seinem Schreibtisch und ging die ersten eingegangenen Berichte durch, die er erhalten hatte. Außer ihm waren noch Ratsherr Bruce Wales und Colonel Russell anwesend, der ihn über die Rückkehr von der Iuno in Kenntnis gesetzt hatte.
    Alle drei Männer gingen die aktuellen Listen durch, dann entschied man, vorerst eine Pause einzulegen und in sechs Stunden fortzufahren.


    Milchstraße
    Erde, SGC Kantine


    Colonel Jack O’Neill las in Ruhe die Zeitung; das heißt, den Sportteil - den politischen Teil der Zeitung hatte er brummend beiseite geworfen, so dass einige Mitarbeiter, die sich ebenfalls in der Kantine befunden hatten, vorsichtshalber geflüchtet waren.

    Es lief nicht gerade gut, er war vor kurzem von dem Asgard Loki entführt worden, welcher ihn geklont hatte, mit dem Resultat, dass nun eine jüngere Version im Teenageralter von ihm auf die High-School ging. Zu allem Überfluss war auch noch Teal’c schwer verletzt worden - zum Glück nahm dieser nun Tretonin, so dass er keinen Symbionten mehr benötigte, aber der Zustand des Jaffa war nach wie vor kritisch, vor allem sein seelischer. Der große Krieger lag zwar nicht mehr auf der Krankenstation, aber Daniel hatte ihm vorhin erst mitgeteilt, dass Teal’c sein Selbstvertrauen komplett verloren hatte - ´Wohl eher genervt´, dachte der Colonel im Stillen und hoffte, dass die bevorstehende Mission das Blatt wieder wenden würde.

    “Auch hier keine guten Nachrichten”, meinte er angefressen und legte die Zeitung endgültig weg, um sich seinem Nachtisch zu widmen, bevor die Mission in zwei Stunden losgehen sollte.


    Andromeda-Galaxie
    4. Tag nach dem Fall der Kolonien
    Nyx-Station, Offiziersmesse


    Die Kapitäne und kommandierenden Offiziere aller Schiffe, die sich um die Station versammelt hatten, wurden zu einer Konferenz eingeladen, da Admiral O’Hara allen das weitere Vorgehen mitteilen wollte.
    Er fing damit an, dass es Hinweise darüber gab, dass es an der Ragnar-Anlegestelle einen Kampf gegeben haben musste, in dem die Galactica involviert war, da Trümmerstücke von einigen Vipern gefunden worden waren, die diesem Kampfstern auf Grund einer Flossenmarkierung zugeordnet werden konnten. Außerdem erklärte O’Hara, dass die vorgefundenen Ausrüstungsgegenstände nach einer sorgfältigen Untersuchung als verwendbar eingestuft wurden und auf alle Kampfsterne verteilt werden.

    Als er mit seinem ersten Teil des Berichtes fertig war, nutzte McNeal, Kapitän eines der zivilen Schiffe, die Gelegenheit und ergriff das Wort: “Werden wir nach der Galactica und nach weiteren Überlebenden suchen?”

    “Ja, das werden wir in den nächsten zwei Tagen tun. Aber die gesamte Flotte wird wegen einer Vorsichtsmaßnahme das Cyrannus System in den nächsten zwei Stunden verlassen …”, antwortete der Admiral, wurde aber mitten im Satz unterbrochen.
    “Dann sind wir aber schutzlos”, entfuhr es schockiert einem der Zivilisten.
    “… die Nyx-Station sowie alle Schiffe der Berzerk-Klasse, die Mercury, die Titania und die Hälfte der Kampfsterne der Valkyrie-Klasse werden die zivilen Schiffe begleiten”, fuhr O’Hara ungerührt fort, erhob sich und schritt zu einer Sternenkarte, wo die Standorte der Kolonien vermerkt waren. Er erklärte, dass es auf einigen verborgenen Stützpunkten, die gut versteckt lagen, noch einige Kampfsterne des Valkyrie-Typs gab.
    “Was? Und wie viele?”, wollte Bruce Wales wissen.

    “Zwölf. Und jeder dieser Kampfsterne trägt den Namen von einer Kolonie.
    Wir werden versuchen, sie zu finden und die Kolonien noch einmal genau zu kontrollieren, wenn es die Situation zulässt.”

    Die Schiffskapitäne der Zivilschiffe sowie einige Commander der kolonialen Flotte und Ratsherr Bruce Wales schauten immer noch etwas irritiert drein, als unvermittelt Alarm ausgelöst wurde. Es dauerte nicht einmal eine Minute, bis einer der Kommunikationsoffiziere in die Offiziersmesse stürzte, wobei die junge Frau beinahe mit dem Admiral zusammenstieß, der soeben den Raum verlassen wollte.
    Die Offizierin war völlig außer Atem. Sie atmete noch einmal kräftig durch, bevor sie berichtete, dass man Signale von weiteren Schiffen auf dem DRADIS-Monitor erhalten hatte, die Kurs auf die Station nahmen, und dass Colonel O’Hara einen Notsprung zu den Notfallkoordinaten für die zivile Flotte, die Kronos sowie für die Kampfsterne der Valkyrie-Klasse, und die Hilfsschiffe der Berzerk-Klasse angeordnet hatte.
    Admiral O’Hara ließ sich entschuldigen, und begab sich im Eiltempo in das CIC.

    Eine Viertelstunde später konnte zum Glück Entwarnung gegeben werden; bei den Schiffen handelte es sich um neun zivile Schiffe und um die 12 Kampfsterne der Valkyrie-Klasse, die man eigentlich in den nächsten 48 Stunden suchen wollte.

    Im Verlauf der darauf folgenden Besprechung beschloss man, zu der bereits gesprungenen Flotte aufzuschließen und von dort aus weitere Schritte zu planen.
    Viele waren aber der Meinung, zunächst eine Trauerfeier abzuhalten, um der Gefallenen zu gedenken.

    Zylonische Flotte
    Orbit von Caprica


    An Bord des Basissterns, der von Mephisto kommandiert wurde, fassten die Zylonen das Resultat ihres Angriffes auf die Kolonien zusammen.

    “…, nach dem bisherigen Stand unserer Informationen, die wir von unseren Agenten erhalten haben, ist es drei bis fünf menschlichen Flotten gelungen, zu entkommen“, berichtete eine Drei.
    „Unsere Schätzungen liegen bei etwa 120 zivilen Schiffen und einigen Kampfsternen …” Mephisto unterbrach sie wütend und schimpfte lauthals: “Das ist vollkommen inakzeptabel.”
    “Aber Cavil verfolgt bereits die große Flotte, die sich um die Galactica versammelt hat“, rechtfertigte sich einer der Dorals. „Von einer anderen großen Flotte haben wir noch keine Erkenntnisse, da unsere Agenten, die sich dort aufhalten, zunächst noch Informationen sammeln wollen, bevor sie aktiv werden.”

    “Was wir aber wissen ist, dass es sich unter anderem um einen Verband von ungefähr einem Dutzend Kampfsternen unterschiedlicher Klassen handelt, die die Flotte schützen”, ergänzte Natalie, die - wie Mephisto - von Virgon gekommen war, um bei der Besprechung teilzunehmen.

    Einer der Leobens meldete sich zu Wort: “Ich schlage vor, dass wir die Armada so aufteilen, dass ein Teil im Orbit der Kolonien verbleibt, ein anderer die Sternsysteme der Kolonien durchsucht und ein weiterer die Flüchtlingsflotten aufspürt, verfolgt und auslöscht.”
    “Ein guter Vorschlag, Zwei”, meinte ein Simon und die anderen Modelle stimmten ebenfalls zu.
    “Dann ist es also entschieden“, Mephisto sah zustimmend in die Runde. „Ich danke euch für euer Kommen liebe Brüder und Schwestern”, stand auf und beendete damit die Zusammenkunft.


    Milchstraße
    Erde, SGC, Besprechungsraum


    General Hammond nickte zufrieden, als alle in der Abschlussbesprechung ihre Aussagen gemacht hatten. Dann kam Doktor Fraiser hinzu und bescheinigte, dass Bra’tac und auch Rya’c sich von den Folgen der Gefangenschaft schnell erholen würden.

    “Es waren ein paar anstrengende Tage. Nehmen Sie sich alle ruhig ein paar Tage frei, um sich zu erholen!”, empfahl George Hammond, dann ließ er SG-1 wegtreten.
    Jack grinste zufrieden, hatte er nun doch seinen “alten” Teamkameraden wieder, so wie er ihn kannte.

    Quartier von Colonel O’Neill

    Jack räkelte sich zufrieden auf seinem Bett; die Notizen für den Missionsbericht waren fertig. Doch der Papierkram konnte warten, denn die letzten Tage waren einfach zu anstrengend gewesen.
    Liegend zog er die Schublade seines Nachttisches auf und holte einen kleinen Gegenstand heraus, der einem schwarzen Stein sehr ähnlich war.
    ‘Relax-time’, dachte der Colonel, da dies ihm in den letzten Jahren immer sehr geholfen hatte, zu entspannen, um danach frisch ausgeruht seinen Bericht zu schreiben.

    Labor von Doktor Jackson

    Ein paar Stunden später hatten Sam und Daniel bereits ihre Missionsberichte fertig gestellt. Major Carter kam in das Labor des Archäologen, als dieser sich schon wieder seinen Forschungen zuwandte.
    “Hi Daniel, du wolltest mich sehen.”
    “Hallo Sam. Ja, diese Datei, die Jack damals hinterlassen hatte, als er das Wissen der Antiker in sich trug, und woher wir die bisherigen Informationen haben, ist sehr umfangreich. Wir haben bisher einige Toradressen gefunden, die uns in die Andromeda führen würden ...”
    Major Carter nickte verstehend, als Doktor Jackson eine Pause machte und auf einem Computer eine weitere Datei öffnete.
    “… habe ich nun eine Art Geschichtsschreibung entdeckt, die von einer kleinen Gruppe der Antiker berichtet, die sich dort niedergelassen haben. Und außerdem von den Furlingern, die aus der Andromeda stammen und mit den Antikern, den Asgard und den Nox, die große Allianz bildetet.”

    “Das ist wirklich interessant, Daniel. Doch leider können wir nicht dorthin gelangen; uns fehlt die notwendige Energie für eine stabile Wurmlochverbindung”, warf Sam ein, “außer wir können mit Hilfe der Asgard ein Schiff entwickeln, dass es uns ermöglicht, in naher Zukunft dorthin zu gelangen.”

    “Ich weiß. Und wir beide wissen aber auch, dass der Colonel dem Pentagon und dem Präsidenten Pläne für ein Schiff vorgelegt hat, das groß genug wäre, um eine solche Mission durchzuführen. In den Daten steht hier auch ein Hinweis, wann die Antiker in die Andromeda aufgebrochen sind, nämlich vor circa 10.000 bis 12.000 Jahren. Und einige Planeten der Furlinger, die als letztes Rückzugsgebiet genannt werden: Kobol, Elysium, Mu und Lemuria, sowie ein paar weitere Planeten, die hier nicht näher benannt werden.”
    “Einer dieser Planeten könnte also zu unserer Adresse passen”, vermutete Carter und Jackson nickte zustimmend.


    Andromeda-Galaxie
    5.Tag nach dem Fall der Kolonien
    18 Lichtjahre außerhalb des Cyrannus Systems
    Nyx-Station, Hangarhalle - Quartier von Admiral O’Hara


    Unzählige Menschen, die von allen Schiffen der Flotte kamen, waren an Bord der kolonialen Station gekommen, um an der Trauer- und Gedenkfeier teilzunehmen. Commander McBride hatte als ihre Vertretung Commander Edwards und seine Familie gebeten, teilzunehmen.

    Admiral O’Hara und Ratsherr Wales hielten bewegende Ansprachen, in denen sie zum Zusammenhalt untereinander mahnten, um diese schwierige Aufgabe zu meistern und eine neue Heimat zu finden. Nachdem beide geendet hatten, war zunächst nur zaghafter Beifall zu hören, doch erfüllte er schon bald das ganze Deck.

    Es dauerte einige Zeit, bis auch Edwards mit seiner Familie die Station verlassen konnte, da der Admiral noch kurz mit ihm sprechen wollte. Seine Kinder blieben in der Obhut von John zurück, der sich in der Zwischenzeit mit einigen Leuten der Akademie unterhielt, während sein Vater und seine Mutter mit O’Hara sprachen.
    Lucas langweilte sich und fing an, in der Tasche von seiner Jacke zu kramen. Seine Finger stießen auf einen Widerstand. Irritiert hielt er inne und zog ein Foto mit Markierungen hervor.
    “Was hast du da?”, fragte Ryan, dem die Warterei ebenfalls nervte, müde.
    “Das ist ein Gruppenfoto mit all unseren Lehrern”, stellte Tabita fest, als sie einen kurzen Blick darauf geworfen hatte.

    Lucas wendete das Foto und erkannte, dass darauf etwas notiert worden war. Er erkannte die Handschrift seiner Klassenlehrerin wieder.
    “Es gibt nur zwölf Modelle”, las er vor. “Aber wovon? Ich verstehe das nicht.”
    “Da steht sie doch, fragen wir sie doch einfach”, schlug Ryan vor und deutete auf eine blonde Frau, die etwa zwanzig Meter von ihnen entfernt stand, und darauf wartete, an Bord eines Shuttles gehen zu können.

    “Misses Faust”, rief Lucas und eilte auf die Frau zu.
    “Tut mir Leid, mein Kleiner. Aber du musst mich mit jemand anders verwechseln”, war die Antwort der Blonden, die gleich darauf durch die Luke stieg, um ihren Flug nicht zu verpassen.
    “Das kapier’ ich nicht”, murmelte Lucas, als er wieder bei seinen Geschwistern war. “Wieso hat sie mich nicht erkannt?”
    “Vielleicht war es ihre Schwester”, vermutete Ryan träge.
    “Nein”, entgegnete Tabita, “Miss Faust hat gesagt, sie hat keine Schwester.”
    Lucas nickte zustimmend.
    “Verflucht, was geht mich das an”, murrte Ryan genervt und wandte sich ab.

    Lucas und Tabita sahen sich das Foto noch einmal genauer an, als ihre Eltern in Begleitung des Admirals aus der Tür traten. Lucas trat zögernd näher an die drei Erwachsenen heran und erzählte, was er vor wenigen Minuten erlebt hatte.
    Samuel O’Hara runzelte die Stirn, während Tamara Edwards sich das Foto und die Notiz dahinter genauer ansah.

    Der Admiral bat nun alle noch einmal in sein Büro, um ungestört mit der Familie sprechen zu können. Nach Zuhilfenahme einer Lupe konnte man etwas Licht in die Angelegenheit bringen.
    O’Hara schüttelte den Kopf. Er war sich nicht sicher, ob er dieser Nachricht trauen sollte; doch wenn es zutraf, schwebten sie alle in großer Gefahr.

    “Admiral O’Hara, bitte sofort im CIC melden”, ertönte eine Stimme aus dem Lautsprecher.
    Der Gerufene drückte eine Taste: “Hier der Admiral. Was ist los?”
    “Es sind die Zylonen, Sir.”
    “Verflucht. Bin schon unterwegs”, schimpfte O’Hara, und eilte schnurstracks davon.


    tbc


  21. #13
    Second Lieutenant Avatar von USS George Hammond
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    Oh ein Kampfstern wurde zerstört und 12 neue dazu bekommen, das müsste doch jetzt eine beeachtliche Flotte sein, die sie da haben. Freude in den Familien, die sich durch das Kaos wider finden.
    Die Zylonen sind auf den Schiffen, das sieht nicht gut aus und jetzt noch deren Schiffe auf dem Radar endekt auwei wenn das mal gut aus geht.
    mach weiter so

    bis dann
    Es geht weiter mit meinem FF Stargate Vereinte Nationen


    Stargate Vereinte Nationen

  22. Danke sagten:


  23. #14
    Gehasst, Verdammt, Vergöttert Avatar von Colonel Maybourne
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    Da haben aber viele Schiffe den Krieg überstanden... man könnte fast meinen, dass sich die Zylonen der ganzen Sache nur halbherzig angenommen haben...
    Zudem dürfte es interessant werden, ob man den Vermutungen glaub, dass es menschliche Zylonen gibt, denn dass war auf der Galactica am Anfang auch nicht so.
    Werden die Furlinger bei dir auch noch mal vorkommen, oder bleiben sie eine Erwähnung?
    Bis dann.
    Das Leben ist ein Schwanz und wir die Eier, die mitgeschleift werden.


    Meine aktuellen Fanfiction:


    TGE Combined Season 1 Fire of War:

    http://www.stargate-project.de/starg...ad.php?t=11836




  24. Danke sagten:


  25. #15
    Maverick™
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    Also bis jetzt gefällt mir Elysium sehr gut.

    Allerdings finde auch ich es merkwürdig das so viele Kampfsterne den Angriff überstanden haben. Die Zylonen in deinem Universum sind wohl echt Jaffa
    Mal schauen wo du uns jetzt hinleiteitest. Vielleicht gibts ja nen fettes Aufeinandertreffen

    Auch die Familien hast du sehr gut eingearbeitet möchte ich noch kurz erwähnen. Immerhin ist Familie ja so ziemlich das einzige was für einige Geblieben ist

  26. Danke sagten:


  27. #16
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John's Chaya
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    Ich kann Jacks schlechte Laune schon verstehen, erst wird er geklont, dann sein bester Kumpel schwer verletzt. Aber Teal´c und Bratac geht es ja dank des Tretonin wieder besser, nur Teal´c sein Ego ist ein wenig angekratzt, aber das gibt sich bestimmt wieder.

    ‘Relax-time’, dachte der Colonel, da dies ihm in den letzten Jahren immer sehr geholfen hatte, zu entspannen, um danach frisch ausgeruht seinen Bericht zu schreiben.
    Da wird ja auch auf der Erde auch ein gewisser Friseur wieder herrlich relaxen. Aber bestimmt nicht mehr lange, dann wird man auf ihn aufmerksam. Da er ja einfach seinen Mund nicht halten kann.

    Man, da ist ja echt ne Menge los im All, da ein Schiff hinüber, dort eins hinüber und mittendrin die Erdflotte. Wenn ich es denn richtig verstanden habe.

    “Es sind die Zylonen, Sir.”
    Es ist schon echt blöd, dass man Menschen u. Zylonen so schlecht auseinander halten kann, voll nervig.

    Ich hoffe doch mal, das Feedback klingt so, dass ich wenigstens ein bischen von deiner toll geschriebenen FF verstanden habe. Nein, jetzt mal ehrlich, sie klingt interessant, spannend und informativ, auch wenn ich wie gesagt nicht allzuviel damit anfangen kann. Wegen fehlender Kenntnisse des Militärjargons und BSG.

    LG
    Ich bin zu alt, um nur zu spielen, zu jung, um ohne Wunsch zu sein.

  28. Danke sagten:


  29. #17
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Danke an all die stillen und treuen Leser, sowie an Galaxy, In4no, John´s Chaya, Jolinar, Joschi, Kappisoft, M-Force Maverick, Major Lee Adama, NightRaider & USS George Hammond, die den Danke-Button gedrückt haben, und an die fleißigen Feedbackschreiber

    Feedback-Feedback im Spoiler:

    Spoiler 
    @ M-Force Maverick:
    Zunächst einmal freut es mich, dass Dir der Ableger bisher gefällt

    Nun ja, die 12 Kampfsterne des Valkyrie-Typs wurden dort gebaut, die in keinen der Computer verzeichnet waren, sozusagen geheime Fertigungsbasen, die dadurch aus dem Angriffsfeld verschwinden.

    Wieso soll es denn in jeder Folge hier knallen

    Mein Ziel war es auch, das Schicksal besonders dieser zwei Familien in den Mittelpunkt zu stellen - weiß aber nicht, ob es mir auch wirklich gut gelingen wird.
    Und Familie ist nun mal, etwas Wichtiges

    Danke für Dein Feedback


    @ John´s Chaya:
    Ja, musste mal ein bisschen hinter die Kulissen schauen, und warum nicht auf diese Weise ein wenig SG-1 unterbringen. Und Jack, der mit dem Stein auf Relaxtour geht, hat doch was, und dieser Friseur wird auch seinen Spaß haben

    So ist das halt nun mal
    Aber die Erde hat noch keine Schiffe in der Andromeda, ist noch ein wenig früh. Es handelt sich nur um die Flüchtlingsflotten der Menschen, und der Armada der Zylonen

    Danke für die Komplimente, und Dein Feedback


    @ Colonel Maybourne:
    Ja. Doch die Zylonen hatten nicht alle Informationen über die Kolonialen Streitkräfte beisammen, denn die 12 Kampfsterne der Valkyrie-Klasse wurden an geheimen Orten gebaut, die nicht in den Rechnern aufgelistet waren, und die anderen Kampfsterne, die zur Heracles gestoßen sind, waren der traurige letzte Rest der Kolonialen Flotte gewesen, der die Angriffe der Zylonen überstanden hat.
    Zu den Zylonen in menschlicher Form möchte ich mich nicht weiter äußern, aber dass ist mit Sicherheit ein interessantes Thema mit dem sich die Menschen befassen werden müssen.
    Zu den Furlingern - lass Dich überraschen

    Danke für Dein Feedback


    @ USS George Hammond:
    Ja, ist schon eine große Flotte. Aber viele der Besatzungsmitglieder sind noch Kadetten, und damit noch sehr unerfahren. Auch die Freude bei einigen Familien ist natürlich groß, da man ja vom Schlimmsten ausgeht.

    Schauen wir mal, wie die Menschen davon kommen

    Danke für Dein Feedback



    Es ist zwar noch nicht Sonntag, aber da die Olympischen Spiele gestern Abend, und heute offiziell begonnen habe... gibt es heute schon, das neue Kapitel

    Viel Spaß beim Lesen

    Stargate: Battlestar Galactica - Elysium -

    5. Auf der Flucht



    Eine Woche nach dem Fall der Kolonien
    Irgendwo in der Andromeda-Galaxie
    Nyx-Station, CIC


    Seit zwei Tagen war man nun schon auf der Flucht vor den Zylonen. Das wiederholte, unerwartete Auftauchen des Feindes seit dem Verlassen des heimatlichen Cyrannus Systems, sowie der Ausfall und die anschließende Zerstörung der Minos, einen Kampfstern der Valkyrie-Klasse, durch die Zylonen, bestätigte schnell den Verdacht, dass es feindliche Agenten innerhalb der Flotte geben musste, die die Position der Flüchtlinge verrieten. Die Minos konnte zwar noch evakuiert, und es konnten auch noch einiges an Vorräten geborgen werden, bevor die Zylonen wieder nach über etwas einer halben Stunde wieder auftauchten. Dies machte es immer schwieriger, noch geplante Rettungsmissionen in den Kolonien durchzuführen, wenn nicht sogar unmöglich, da man sich immer weiter von der Heimat entfernte, um weiteren Angriffen der Zylonen zu entgehen.

    Admiral O’Hara schaute auf die Uhr - noch knapp 5 Minuten, und es waren wieder diese 33 Minuten um. Er war froh, dass diese beiden Kinder mit dem Foto und den darauf befindlichen Notizen ihn und seinen Stab auf die richtige Spur gebracht hatten. Er hatte eine Fahndung eingeleitet, denn er war sich sicher, dass die Personen, die mit einem roten Stift durch ein “C” gekennzeichnet wurden, Zylonen waren. Doch dummerweise waren nur drei der Personen auf der Fotographie damit gekennzeichnet worden, das bedeutete, dass neun Gesichter fehlten.

    “DRADIS-Kontakt! Es sind diesmal nur vier Basisschiffe der Zylonen”, meldete der Taktikoffizier.
    “Alarm für die gesamte Flotte! Sprung Nummer 81 durchführen!”, befahl Admiral Samuel O’Hara.

    “Sprung 81 abgeschlossen. Flotte ist vollzählig. Nur die Heracles und die Titania fehlen noch”, meldete einer der fünf Kommunikationsoffiziere.
    Nachdem eine kurze Wartezeit vorüber war ergänzte ein weiterer Offizier: “Die Heracles und die Titania sind jetzt ebenfalls hier.”
    “Uhr neu stellen!”, ordnete Colonel Simon O’Hara an.

    “Nachricht von der Zaron, dem Bergbauschiff. Sie melden die Gefangennahme eines Verdächtigen durch eines unser Marineteams. Der Beschreibung nach ist es diese blonde Frau”, meldete einer der drei Taktikoffiziere.
    “Gute Nachrichten. Sie sollen den verfluchten Toaster an die Heracles überführen, höchste Sicherheitsstufe!”, nickte der Admiral. Erleichtert, nun endlich einen Erfolg in Bezug auf die Ermittlungen verbuchen zu können.

    Battlestar Heracles

    Nach dem 82. Überlichtsprung war der Admiral bereits an Bord der Heracles angekommen. Er begab sich sofort in Begleitung von Bruce Wales, Commander McBride und sechs Marines in die Brig, um die Gefangene zu verhören.

    Die blonde Frau reagierte kaum auf die ihr gestellten Fragen und behauptete, eine Frau von Picon zu sein und dort einen Elektroladen zu besitzen.

    “Das behaupten Sie. Und wer ist das hier?”, fragte O’Hara, und hielt ihr die Kopie eines Fotos hin.
    Sie warf nur einen kurzen Blick drauf: “Meine Schwester.”
    “Nur komisch, dass diese Frau auf dem Bild hier angegeben hat, keine Geschwister zu haben”, brummte McBride.
    “Geben Sie endlich zu, ein Zylon zu sein“, forderte Wales sie auf“, denn offenbar wollte jemand aus ihrem Volk, dass zumindest einige überleben!”

    Die Frau senkte den Kopf und überlegte lange, so dass in der Zwischenzeit sogar schon der 85. FTL-Sprung durchgeführt wurde.
    “Na schön”, nickte sie schließlich, “Ich bin ein Zylon.”
    Admiral O’Hara schnaufte hörbar auf und bombardierte sie anschließend mit Fragen: “Wer sind die anderen, wie viele sind es und wo befinden sie sich?”
    „Was glauben Sie wohl?“, empörte sich die Zylonin. “Ich werde die anderen bestimmt nicht verraten, so wie es eine andere Sechs dem Anschein nach, getan hat.”

    “Dann haben sie keinen großen Wert mehr für uns”, gähnte Wales müde. Der Admiral nickte zustimmend. “Commander McBride, werfen Sie dieses Ding aus der nächsten Luftschleuse!”, ordnete Samuel O’Hara an, dabei beobachtete er die Zylonin, die sich davon nicht beeindrucken ließ - ganz im Gegenteil, sie schloss die Augen und lächelte entspannt.

    Daraufhin annullierte er seinen Befehl und ließ die Sechs auf der Heracles gefesselt in eine Sicherheitszelle sperren und von sechs Marines bewachen lassen.

    Battlestar Mercury

    Admiral Baker kam langsam wieder zu sich. Einer der Krankenpfleger bemerkte es und ließ nach Colonel Hopkins rufen. Als Hopkins die Krankenstation betrat, wurde der Admiral gerade von einem Arzt untersucht. Der Mediziner war zufrieden und nickte entspannt.

    “Heißt das, ich darf zurück an die Arbeit, Doc?”, fragte Admiral Baker und machte Anstalten, aufzustehen.
    “Oh Nein, Admiral!“, und drückte den Kommandeur wieder vorsichtig auf sein Krankenlager. „Sie sollten noch einen Tag, vielleicht zwei hierbleiben, damit ich Sie genau beobachten und wieder aufpäppeln kann.”

    Der Admiral seufzte und fügte sich widerwillig. Dann wandte er sich an seinen XO, der ihm einen vorbereiteten Bericht überreichte, und fasste dabei mit eigenen Worten die aktuelle Lage kurz zusammen.
    Als der Admiral aber erfuhr, dass man sich seit Tagen auf der Flucht befand und den offenen Kampf mit dem Feind mied, runzelte er die Stirn: “Wie war das eben? Wir laufen davon, Colonel?”

    “Ähm“, der Colonel wand sich etwas unter dem missbilligenden Blick seines Vorgesetzten. „Ja, Sir. Seit dem Zeitpunkt, als Admiral Nagala über Virgon mit einem Gegenangriff gescheitert und gefallen ist, und unter dem Kommando von Commander Diana McBride von der Heracles in einer Such- und Rettungsaktion Überlebende aus dem Helios Beta System gefunden wurden und weiteren ähnlichen Aktionen in den Kolonien, befinden wir uns auf der Flucht. Admiral O’Hara wurde von Admiral Nagala zum Flottenadmiral ernannt, kurz bevor die Atlantia zerstört wurde.“

    Admiral Steven Baker runzelte enttäuscht die Stirn, da eigentlich er einer der potentiellen Nachfolger von Nagala und dessen Posten war.
    “Lassen Sie mich allein und gehen Sie zurück ins CIC. Wenn ich weitere Fragen habe, lasse ich Sie rufen!”, befahl der Admiral. Hopkins salutierte und suchte dann schleunigst das Weite.

    Zylonische Armada
    Basisschiff von Mephisto


    “Wir haben soeben die Koordinaten von unseren Agenten erhalten”, meldete ein Doral, als er die Brücke betrat.
    Mephisto rieb sich erfreut die Hände: “Holen wir sie uns!”
    Kurz darauf war der Überlichtsprung abgeschlossen und die Armada der Zylonen befand sich links, etwas versetzt von der Flüchtlingsflotte.

    Nyx-Flotte
    Battlestar Kronos CIC


    “DRADIS-Kontakt!“, meldete der Taktikoffizier. „Es sind sechs Basisschiffe. Zylonen starten mehrere Jägergeschwader.”

    “Viper starten! Beidrehen! Schutzzone aufbauen und das Feuer der Hauptgeschütze dann auf das nächstgelegene Basisschiff eröffnen!”, befahl Commander Nash, der sich das Kinn rieb, welches nun schon seit Tagen von einem Bart bewachsen war.
    Alexander Nash kannte seine Befehle, nämlich, gemeinsam mit der Heracles den Rückzug der Flotte zu decken, um dann sofort aufzuschließen.


    Milchstraße
    Erde, USA, Minnesota


    Colonel Jack O’Neill saß entspannt in einem Liegestuhl am See, wo sich seine Ferienhütte befand. Er hatte es geschafft, von General Hammond für sein Team ein paar freie Tage zu bekommen, mit der Begründung, dass die letzten Missionen sehr anstrengend und gefährlich gewesen seien, und sie alle dringend eine kleine Auszeit benötigten.

    Jack hatte wieder versucht, Teal’c und auch Bra’tac zu einem Angelausflug zu überreden, doch beide wollten sich um ihre Aufgaben innerhalb der Jaffa-Rebellen kümmern. Dann hatte er es bei Daniel versucht, den es aber doch lieber in die Bibliotheken zog. Auch bei Sam hatte Jack keinen Erfolg, denn Major Carter begab sich nach Area51.

    `Macht nix´, dachte Jack, ´es gibt immer jemanden.´

    “He, wir sollten hier mal ein paar Fische aussetzen”, schlug das jüngere Ich von Colonel Jack O’Neill, das vom Asgard Loki geklont und erschaffen worden war, vor.
    “Hm, gute Idee”, murmelte der Colonel etwas abwesend und fügte nach einer kurzen Pause grinsend hinzu: “Ach ja. Was macht eigentlich die High School?”


    Andromeda-Galaxie
    Nyx-Flotte


    Die Menschen konnten wieder einmal knapp entkommen Es gab nicht viele Verluste zu beklagen, bis auf einige Viperpiloten von der Kronos und der Heracles, die im Kampf gefallen sind. Beide Kampfsterne verschwanden nach einem heftigen Gefecht, das nur eine Viertelstunde angedauert hatte, und nachdem sieben weitere Basissterne der Zylonen aufgetaucht waren.

    In der Zwischenzeit konnten auch ohne Hilfe der gefangenen Sechs vier weitere Zylonen in menschlicher Gestalt festgesetzt werden, die mit Hilfe des Fotos von Lucas, welches er in seiner Jacke gefunden hatte, ermittelt werden. Doch auch die neuen Gefangenen schwiegen und waren nicht bereit, zu kooperieren.

    Die Nachricht, dass Admiral Steven Baker an Bord seines Schiffes aus dem Koma erwacht worden war, veranlasste Admiral O’Hara dazu, sich sofort in einem Raptor an Bord der Mercury zu begeben.

    Battlestar Mercury, Krankenstation

    Admiral Samuel O’Hara erkundigte sich zunächst beim Chefarzt über den Zustand von Admiral Steven Baker und fragte nach, ob er ihn auch besuchen könne.
    “Ich habe dem Admiral zwar noch Bettruhe verordnet, da er bei der Schlacht über Leonis durch eine Bauchwunde, die durch einen Splitter verursacht wurde, viel Blut verloren hatte“, fasste Doktor McQuarie kurz zusammen, „aber Sie können zu ihm – nur bleiben Sie bitte nicht zu lange”, und erteilte O’Hara die Erlaubnis, zu Baker gehen zu dürfen.

    Samuel trat an das Krankenbett von Steven heran.
    “Admiral Baker.”
    “Admiral O’Hara – meinen Glückwunsch zur Beförderung.”
    “Danke. Habe von McQuarie gehört, was passiert ist, und wollte mich noch einmal dafür bedanken, dass Sie mit Ihrer verbliebenen Flotte nach Virgon gekommen sind, um Commander McBride zu helfen.”

    Admiral O’Hara berichtete, was in den letzten Tagen geschehen war und man in Erfahrung bringen konnte. “… und hätten wir diese Schüler und Lehrer, und vor allem diesen Jungen nicht von Virgon gerettet …”, sagte Samuel am Ende.
    “… säßen wir ziemlich in der Scheiße”, ergänzte Steven stöhnend und versuchte, sich aufzusetzen. “Das ist richtig. Die Frage, die wir uns nun stellen ist, was machen wir mit den Zylonen, die wir gefangengenommen haben?”
    “So viele Informationen rauspressen wie möglich und dann die Dinger aus der nächsten Luftschleuse werfen”, antwortete Baker hustend, “wäre zumindest das Weiseste.”
    “Haben wir schon versucht“, seufzte O’Hara. „Doch die verdammten Toaster schweigen.”

    Beide Admiräle kamen überein, jedes Schiff zu isolieren und systematisch nach weiteren Agenten der Zylonen in menschlicher Form zu durchsuchen. Sowie medizinische Untersuchungen an den Gefangenen durchzuführen, um zu erfahren, ob es irgendwelche physiologischen, anatomischen und pathologischen Unterschiede zwischen Menschen und Zylonen gäbe, die man zur Suche nach weiteren Zylonen verwenden könne.
    Die Hustenanfälle von Admiral Steven Baker häuften sich.
    “Nun ist erst einmal genug!”, entschied Doktor McQuarie streng und erklärte somit die Besuchszeit für beendet.
    Nachdem O’Hara Baker noch gute Besserung gewünscht hatte ging er wieder.

    Battlestar Heracles

    In einem der Abteile, das man den geretteten Zivilisten zugeteilt hatte, hatte man ein Schulzimmer eingerichtet, wo die Lehrer und einige freiwillige Erwachsene die Kinder auch weiterhin unterrichten konnten. Alle hofften, dass der Unterricht die Kinder etwas von den Geschehnissen und Erlebnissen ablenken konnte.
    Man hatte die unterschiedlichen Klassenstufen durch Reihen voneinander getrennt - im Moment stand Mathematik auf dem Stundenplan.

    Tabita und Lucas saßen nebeneinander und Ryan hatte seinen Platz in einer Reihe daneben auf gleicher Höhe, so dass er neben seiner Schwester saß.
    Die Geschwister waren froh, zusammen sein zu dürfen, auch war ihnen klar, wie viel Glück sie hatten, dass ihre Familie trotz der Geschehnisse zusammen sein konnte.
    Ryan reichte sein Lineal an Tabita weiter, da sie keines hatte. Das Mädchen lächelte dankbar ihren älteren Bruder an, bevor sie anfing zu zeichnen.

    Battlestar Kronos

    “Vanessa?”, flüsterte John leise, als sich die Luke, die in den kleinen Raum führte, wo er sich aufhielt, langsam öffnete. “Ja”, antwortete die junge Frau ebenfalls im Flüsterton, als sie hereinkam und die Luke vorsichtig wieder verriegelte.

    Glücklich umarmten sie sich, bevor sie beide sich setzten und einander erzählten, was in den letzten Wochen, wo man sich nicht gesehen hatte, geschehen war.

    Die beiden jungen Offiziere wussten, dass das, was sie taten, nicht ganz korrekt war, besonders nicht in der aktuellen Lage. Doch beide hatten, seitdem sie sich kannten, Gefühle füreinander entwickelt. Schon als sie noch Kinder waren, aber besonders dann, nachdem sie sich nach einigen Jahren als Kadetten wieder getroffen hatten, waren die Gefühle intensiv wie noch nie zuvor.

    Dass beide seitdem die koloniale Uniform trugen, störte Vanessa Nash und John Edwards nicht, denn es gab viele Beziehungen, wie die ihre, in der gesamten Flotte.

    Nyx-Station, Offiziersmesse - CIC

    Einen Tag später stellte man fest, dass es seit gut neun Stunden keinen Feindkontakt mehr gegeben hatte. Auch kannte man jetzt, dank der durchgeführten Ermittlungen und dem Quarantäneverfahren des Militärs, immerhin das Aussehen von fünf weitere Zylonen, die sich bisher in der Flotte versteckt gehalten hatten. Die Mitarbeit der Zivilisten war Gold wert, da einige wenige die Angriffe der Zylonen auf die Kolonien miterlebt hatten. Seitdem konnten sogar einige gezielte Anschläge erfolgreich vereitelt werden.

    “Uns fehlen aber immer noch sieben Gesichter der angeblich zwölf Zylonenmodelle”, hustete Admiral Baker, der grünes Licht von Doktor McQuarie erhalten hatte, wieder in den aktiven Dienst zurückkehren zu dürfen, ärgerlich.

    “Die finden wir schon, Admiral. Denn Doktor Michelle Nash hat ein Verfahren entwickelt, welches uns bei diesem Problem helfen könnte”, warf Mister Wales ein.
    “Das ist korrekt”, stimmte Admiral O’Hara zu und wandte sich dann an die Wissenschaftlerin, “bitte fahren Sie fort, Doktor Nash.”
    Die Frau erhob sich und erklärte, dass sie einen Weg gefunden habe, um Menschen und Zylonen mit Hilfe eines einfachen Blutvergleichs voneinander zu unterscheiden.

    “Und das funktioniert wirklich?”, fragte Commander Junus hoffnungsvoll.

    “Ja, Commander. Die ersten Testreihen verliefen gut, wobei wir mehrere Dutzend Stichproben von den Besatzungsmitgliedern nahmen, um sie mit den Proben der Gefangenen zu vergleichen”, antwortete Michelle Nash lächelnd.

    “Dann haben wir also so eine Art Zylonendetektor. Ich würde gerne einen an Bord meines Schiffes haben, wie wohl jeder andere Kommandeur in der Flotte auch, wobei wir diesen Vorteil nur auf den militärischen Teil unserer Flotte beschränken sollten”, überlegte Commander McBride.
    Der Vorschlag wurde positiv aufgenommen, auch Bruce Wales war damit als Vertreter der Zivilisten einverstanden.

    Commander Kimberly Park hatte noch eine Frage: “Was ist nun mit den Toastern, die wir in unseren Gefängnissen haben?”

    “Die brauchen wir nun nicht mehr“, antwortete Admiral O’Hara, und befahl: „Ich ordne hiermit an, dass alle Gefangenen hingerichtet werden! Aber erst, nachdem die zivilen Schiffe in Begleitung von einigen Kampfsternen der Valkyrie-Klasse zu den Notfallkoordinaten gesprungen sind! Die anderen Kampfsterne - wie auch zunächst die Nyx-Station - bleiben hier! Ich will nämlich etwas testen“, erläuterte er allen anderen Kommandeuren noch seinen Schlachtplan.
    „Und wenn meine Vermutung richtig ist, taucht nach einer bestimmten Zeit nach der Hinrichtung die Armada der Zylonen auf. Und vielleicht gelingt es uns dabei, den Zylonen eine Breitseite, und damit einen Dämpfer zu verpassen.”

    Eine halbe Stunde später war es dann schließlich soweit: Die zivile Flotte begab sich im Schutz und der Begleitung von sieben Kampfsternen der Valkyrie-Klasse und allen sieben kolonialen Hilfsschiffen der Berzerk-Klasse zu den neuen Zielkoordinaten.

    Die Nyx-Station mit Admiral O’Hara selbst blieb noch vor Ort. Und obwohl die Nyx über Verteidigungsanlagen verfügte, wollte Samuel kein Risiko eingehen, und würde sofort den Befehl zum Überlichtsprung geben, sollte die Armada der Zylonen auftauchen.
    “Nachrichten von der Kronos, der Heracles, der Mercury und der Titania, und aus unserer Brig: Alle zylonischen Gefangenen wurden exekutiert, Sir”, teilte einer der Kommunikationsoffiziere mit.
    “Danke. Hier spricht Admiral O’Hara! Alle Uhren auf mein Zeichen auf 33 Minuten starten … jetzt!”

    Es dauerte, wie von Samuel O’Hara bereits vermutet, keine halbe Stunde, bis die Armada der Zylonen, bestehend aus zwei Dutzend Basisschiffen auftauchte. Für O’Hara das Signal, sich zurückzuziehen, und für die wartenden, kampfbereiten Kampfsterne, das Feuer auf den eingetroffenen Feind zu eröffnen.

    An Bord der kolonialen Kriegsschiffe war allen bewusst, dass man nicht allzu lange gegen eine solche Übermacht etwas ausrichten konnte, aber man wollte ja den Zylonen lediglich einen gehörigen Denkzettel verpassen.
    Admiral Baker, der von Admiral O’Hara für diesen Kampfeinsatz zum Befehlshaber bestimmt worden war, hätte nur allzu gern noch die übrigen Kampfsterne zur Verfügung gehabt. Doch alle anderen Kommandeure, und auch Mister Wales, waren dagegen gewesen, da man die zivile Flotte nicht völlig ohne Schutz lassen wollte.

    Der Kampf tobte nun schon eine halbe Stunde an, und in dieser Zeit war es den Kampfsternen geglückt, vier Basissterne zu zerstören, doch tauchten dafür, wie aus dem Nichts, acht weitere auf. Die Zylonen schickten immer weitere Geschwader von Jägern in den Kampf; nach kurzer Zeit nahmen die Kampfsterne ihre Flugzeuge wieder auf.
    Die Kampfsterne der Valkyrie-Klasse verschwanden zuerst, dann folgten die Heracles, die Titania und danach die Kronos - nur die Mercury blieb noch zurück, um ein weiteres Basisschiff zu zerstören. Admiral Baker wartete fast zu lange, bis auch er schließlich den Befehl zum Rückzug gab.
    Die Verluste der Menschen hielten sich glücklicherweise in Grenzen.

    Armada der Zylonen

    An Bord von Natalie Fausts Basisschiff angekommen, schimpfte Mephisto immer noch, denn er konnte es einfach nicht glauben, dass die Menschen ihn und sein Volk in eine Falle gelockt hatten.
    „Wir haben sieben Basisschiffe verloren. Ebenso viele sind stark beschädigt - eine wirklich gute Bilanz“, meinte Natalie zynisch, als der ehemalige Schuldirektor ihre Brücke betrat. „Die Nyx-Flotte zu verfolgen macht sich wirklich bezahlt.”

    “Sei still!”, verlangte er wütend. „Ich werde gewiss nicht aufgeben und umdrehen, denn ich habe noch eine gute Woche Zeit, diese Flotte auszulöschen, und damit auch diese Kinder, die du angeblich so magst.”

    Natalie konnte nur mit Mühe ihre Schadenfreude über die erneute Pleite von Mephisto verbergen, war sie doch dagegen gewesen, diese Flotte, die von gut zwei Dutzend Kampfsternen begleitet wurde, zu verfolgen.

    Nyx-Flotte
    Colonial Transporter 209, Quartier von Bruce Wales


    Drei Tage später suchte Admiral O’Hara Ratsherr Wales auf, um ihm die gute Nachricht zu bestätigen, dass es seit drei Tagen keinen Kontakt mehr mit den Zylonen gab. Auch hatte man damit begonnen, die ersten Blutproben zu untersuchen und auszuwerten. Das führende Personal an Bord aller Schiffe war bei den ersten gewesen.
    “Gute Nachrichten, Mister Wales”, begann O’Hara, als er eintrat. “Sie sind kein Toaster und können mit ihrem Wahlkampf beginnen.”
    “Ausgezeichnet, Danke. Das sind wirklich positive Nachrichten.”

    “Ja. Sobald die Wahlen für einen neuen Präsidenten abgeschlossen sind, hebe ich das Kriegsrecht auf. Und wer weiß, vielleicht haben wir bis dahin eine neue Heimat gefunden, wo wir von Neuem beginnen können - ohne Zylonen.”
    “Da hätte ich nichts dagegen”, stimmte Wales zu.

    Die meisten innerhalb der Flotte nutzte nun die kommende Zeit, um sich auszuruhen und zu erholen, denn die bisherigen Ruhephasen waren einfach zu kurz gewesen. Doch für viele Techniker und Mechaniker ging die Arbeit weiter, da etliche Flugzeuge überholt und gewartet werden mussten, genauso wie einige Kampfsterne ebenfalls reparaturbedürftig waren, da sie bei der Schlacht schwer beschädigt wurden.

    Battlestar Heracles

    Commander Diana McBride hatte sich seit dem Ende der letzten Schlacht mit den Zylonen in ihr Quartier zurückgezogen, um die Personallisten zu aktualisieren und sich auszuruhen. So übernahm Commander Jonathan Richard Edwards das Kommando an Bord und Major Patricia James agierte als sein XO, die ihm gerade ein Communicay von der Mercury überreichte.
    “Was zum Teufel ist denn das?”, brummte er, nachdem er es gelesen hatte. Er wandte sich an den Kommunikationsoffizier: “Lieutenant Shawn. Ich brauche umgehend eine abhörsichere Leitung zur Nyx-Station! Ich will mit Admiral O’Hara sprechen, und wenn er nicht da sein sollte, geben Sie mir Colonel O’Hara - es ist dringend!”
    “Jawohl, Sir.”
    “Der spinnt doch”, murmelte Jonathan, als er sich noch einmal das Memo ansah.


    tbc


  30. #18
    Gehasst, Verdammt, Vergöttert Avatar von Colonel Maybourne
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    Interessante Schlacht, auch wenn die Zylonen das eigentlich vorhersehen müssen, denn so blöd sind die nun auch wieder nicht.
    Trotzdem denke ich, dass die Kolonialen da noch sehr gut davon gekommen sind, wenn sie nicht mal ein Schiff verloren haben.

    Und Jack geht mit seinem Klon angeln...... das war echt gut.
    Bis dann.
    Das Leben ist ein Schwanz und wir die Eier, die mitgeschleift werden.


    Meine aktuellen Fanfiction:


    TGE Combined Season 1 Fire of War:

    http://www.stargate-project.de/starg...ad.php?t=11836




  31. Danke sagten:


  32. #19
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Danke, an all die stillen und treuen Leser, sowie an Galaxy, In4no, John´s Chaya, Jolinar, Joschi, Kappisoft, M-Force Maverick, Major Lee Adama, Rainbow_sun & USS George Hammond, die den Danke-Button gedrückt haben, und an den fleißigen Feedbackschreiber

    Feedback-Feedback:

    Spoiler 
    @ Colonel Maybourne:
    Jeder macht Fehler, auch die Zylonen, haben aber wohl eher nicht damit gerechnet, dass die Menschen schließlich dahinterkommen, was sie geschafft haben.
    Bisher sind sie verhältnismäßig gut weggekommen - aber sie haben in den ersten beiden Tagen der Flucht die Minos verloren.

    Ich wollte etwas Lustiges mit einfließen lassen, und da in der Originalserie der Klon von O‘Neill nicht mehr erwähnt wird, war ich einfach mal so frei

    Danke für Dein Feedback



    So es gibt schon an diesem Freitag, das nächste Kapitel, und somit in die zweite Hälfte von Elysium.
    Viel Spaß beim Lesen

    Stargate: Battlestar Galactica - Elysium -

    6. Getrennte Wege



    Nyx-Flotte
    Nyx-Station


    Admiral Samuel O’Hara wurde in seinem Quartier unsanft aus dem Schlaf gerissen; dementsprechend schlecht gelaunt nahm er den Anruf, welcher ihn geweckt hatte, entgegen.
    “Ich habe ausdrücklich angeordnet, für die nächsten acht Stunden nicht gestört werden zu wollen!”, schnauzte O’Hara unfreundlich in den Apparat.
    “Bitte beruhige dich Samuel. Ich bin es, Simon. Commander Edwards will wirklich dringend mit dir sprechen. Es gibt wohl Ärger.”
    “Na gut. Ihr beide gehört zu den Wenigen, die mich stören dürfen. Also stell durch!”

    Samuel O’Hara hörte sich aufmerksam an, was Jonathan Edwards ihm zu berichten hatte; besonders der Inhalt des Communicay von Admiral Baker weckte sein Interesse, und war dementsprechend unerfreut, als er im Bilde war. Admiral O’Hara bedankte sich bei Commander Edwards dafür, dass er ihn informiert hatte, dann hängte er den Hörer wieder ein, um aufzustehen und selber der Sache auf den Grund zu gehen.

    Kaum hatte Admiral O’Hara das CIC der Nyx betreten, wandte er sich in einem barschen Ton mit einer Anordnung an alle Kommunikationsoffiziere: “Ich will, dass alle Kommandeure der Kampfsterne zu einer Unterredung zu mir an Bord kommen!”

    Als dieser Befehl an alle rausgegangen war, verschloss er eigenhändig die Luke und wartete von diesem Moment an auf die Nachricht aller Kommandeure, besonders die von Admiral Baker. Nachdem alle ihr Kommen zugesichert hatten, entspannten sich die Züge im Gesicht von Samuel O’Hara wieder etwas.

    O’Hara machte sich bereit, alle Commander, die mit einem kleinen Stab zur Nyx-Station kamen, persönlich auf seinem Hangardeck zu empfangen.

    Lieutenant Vanessa Nash ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und flog ihren Vater, Commander Alexander Nash, der auch ihr Vorgesetzter war, höchstpersönlich zur Nyx. Ebenso auch Lieutenant John Edwards; und so kam es, dass sich beide dort nach längerer Zeit mal wieder trafen.

    Admiral Baker traf als Letzter ein. Er warf einen finsteren Blick in die Runde, wobei man von seinem Gesicht ablesen konnte, dass er nicht gerade erfreut darüber war, weil man seinen Plan vereitelt hatte, heimlich die Flotte zu spalten, um den Kampf gegen die Zylonen fortzusetzen.

    In der Zwischenzeit stahlen sich Vanessa und John heimlich vom Hangardeck, um einen Ort zu suchen, wo sie beide ungestört sein konnten.

    Angeführt von Admiral O’Hara machten sich die Commander auf den Weg in die Offiziersmesse, die wie schon so oft in letzter Zeit für Besprechungen als Versammlungsort diente.
    Viele der Offiziere fühlten sich schuldig. Hatten sie zwar von einer Verschwörung erfahren, es aber nicht, wie einige andere Admiral O’Hara gemeldet.

    Woanders hatten in der Zwischenzeit zwei junge koloniale Offiziere das gefunden, wonach sie gesucht hatten: Ein noch leer stehendes Gästequartier, in das sich beide zurückzogen. John schloss und verriegelte dann sorgfältig die Zugangsluke. Er trat zum Bett, worauf Vanessa bereits Platz genommen hatte. Die junge Frau zog ihren Freund an sich und küsste ihn leidenschaftlich.

    Admiral O’Hara und alle anderen hatten ihr Ziel erreicht. Er nickte an der Luke stehend jedem Commander und auch Admiral Baker zu, doch nur wenigen lächelte er, wie nicht nur ein Vorgesetzter, sondern auch als Freund zu, während sie die Offiziersmesse betraten.
    Als auch der Letzte drin war, schloss Samuel O’Hara eigenhändig die Luke und schritt dann mit einer Akte in den Händen zu seinem Platz. “Bitte, setzen Sie sich!”, forderte er alle auf.

    Nachdem alle in den bequemen Stühlen saßen, wanderte der Blick von Admiral O’Hara sofort zu Admiral Baker: “Verflucht noch mal Steven, was haben Sie sich eigentlich dabei gedacht, als Sie diese Nachricht an alle Kampfsterne der Flotte geschickt haben?”

    “Ich habe nicht vor, wie ein Feigling vor dem Feind weiter wegzurennen - es ist schließlich Krieg!”, verteidigte sich Baker wütend.
    “Dieser Krieg ist vorbei”, warf Commander Nash ein.
    “Solange die Mercury existiert nicht - Sie Feigling”, schnauzte Steven den Commander der Kronos an.

    “Mäßigen Sie ihren Ton, Admiral!”, ordnete O’Hara an, sachlich zu bleiben, und auch um Baker daran zu erinnern, wer eigentlich das Kommando über die Flotte inne hatte.
    Steven Baker wollte gerade zu einem Widerspruch ansetzen, um sich zu rechtfertigen, doch Samuel O’Hara war noch nicht fertig: “Ich weiß ganz genau, wie Sie sich und zehntausende anderer Menschen in dieser Flotte fühlen. Jeder hat jemanden verloren, den er liebte, schätzte und dem er sich verbunden fühlte, genauso wie unsere Heimat. Wofür also wollen Sie kämpfen? Für atomar verseuchte Planeten, die unser Zuhause waren, und nun von den Zylonen okkupiert wurden?”

    Die Worte hatten ihre Wirkung nicht verfehlt. Viele stimmten dem mit einem traurigen Kopfnicken zu, doch es waren noch manche unentschlossen oder standen immer noch auf der Seite von Admiral Baker.

    “Ich habe meine Frau, meine Kinder, meine Enkel, ja meine gesamte Familie bei den Angriffen durch die Zylonen auf unsere Heimatwelten verloren. Darum wollen viele, und auch ich - nur eines: Rache“, rechtfertigte sich Steven Baker mit heiserer Stimme, “und mit etwas Glück werden wir weitere Überlebende finden und retten.”
    “Wie Admiral O’Hara bereits sagte, wir alle haben schmerzliche Verluste hinnehmen und Leute zurücklassen müssen. Und unsere Pflicht liegt darin, für die ganzen Überlebenden, die bei uns sind, für eine sichere Zukunft zu sorgen”, warf Edwards ein, der bis dahin schweigend zugehört hatte.

    “Ihre Familie, ihre Frau und Kinder sind ja auch noch am Leben, darum reden Sie so”, schnaubte Baker.
    “Klingt so, als hätten Sie etwas gegen mich”, stellte Jonathan fest, wobei seine Stimme herausfordernd klang.
    Admiral Baker schluckte und Schweiß brach auf seiner Stirn aus, bevor er entgegnete: “Nein. Habe ich nicht. Aber wir wissen nicht, ob all unsere Welten wirklich zerstört wurden und somit unbewohnbar geworden sind. Daher wollte ich alle dazu bewegen, sich mir anzuschließen, um dies zu überprüfen.”
    Steven starrte dabei immer noch Jonathan an, der ihn mit einem kalten Blick fixiert hielt.
    ‘Ob er ahnt, dass ich die medizinischen Ergebnisse von ihm zugunsten von Cain manipulieren ließ´, dachte Baker.

    “Ich fordere alle dazu auf, das gerade Besprochene genau zu überdenken. Wir müssen uns auf die Zukunft der Leute konzentrieren, die bei uns sind. Und wir haben bessere Chancen zu überleben, wenn wir zusammen bleiben”, fasste Admiral O’Hara zusammen und wollte damit das Briefing beenden.
    “Ich brauche Personal, Schiffe und Ausrüstung für meine Mission”, stellte Admiral Baker klar und bestand somit darauf, die Besprechung weiterzuführen.

    “Sie können gerne Ihr Schiff dafür verwenden. Aber jeder, der an dieser Mission nicht teilnehmen will, darf hier bleiben. Egal ob Angehöriger des Militärs oder Zivilist, das bedeutet im Klartext: keine Zwangsverpflichtungen! Wer wirklich aus tiefstem Herzen von dieser Mission überzeugt ist und es für sinnvoll erachtet, darf sich gerne Admiral Baker anschließen”, entschied Samuel O’Hara und warf dabei einen ernsten Blick in die Runde.

    Die meisten, die sich bereits erhoben hatten, hatten sich widerstrebend wieder hingesetzt - nur Admiral Baker blieb stehen, um sich an jeden Commander direkt zu wenden und zu fragen, wer alles bereit wäre, ihm zu folgen.

    Die Commander McBride und Nash lehnten sofort ab, dann wandte er sich an den Commander der Titania. “Tut mir leid, Admiral. Ich werde Sie diesmal nicht begleiten. Denn Admiral O’Hara und viele andere hier im Raum haben Recht, wir müssen für die Sicherheit der Zivilisten sorgen”, begründete Commander Tarsus seine Entscheidung.
    Die Miene von Steven Baker verfinsterte sich ein wenig, hatte er doch fest mit der Unterstützung der Titania gerechnet. Nun wandte sich Admiral Baker werbend an die Commander, die die Kampfsterne der Valkyrie-Klasse kommandierten. Hier hatte er mehr Glück, denn etliche sicherten ihm ihre Unterstützung zu, auch zwei Commander von den Hilfsschiffen der Berzerk-Klasse teilten ihm mit, ihn mit ihren Schiffen zu begleiten.

    Anschließend bat Steven Admiral O’Hara darum, ihm ein Thyliumraffinerieschiff zu überlassen, um die Versorgung mit Treibstoff zu gewährleisten, denn die weiteren Vorräte wollte er auf den anderen Schiffen seines Verbandes verteilen. Samuel überlegte kurz, doch dann stimmte er doch etwas widerstrebend zu; somit war die Entscheidung gefallen.

    Admiral O’Hara übernahm wieder das Wort und forderte alle kommandierenden Offiziere dazu auf, nur Freiwillige mitzunehmen, und daher einen Aufruf in der Flotte zu starten, ob es noch weitere Leute gäbe, die sich Admiral Baker anschließen wollen.
    Steven Baker nickte zufrieden, während sich Samuel O’Hara zwei Listen von den militärischen Schiffen der kolonialen Flotte notierte. Als der Admiral damit fertig war, stellte er nun jedem frei, die Nyx wieder zu verlassen.
    Die meisten atmeten erleichtert auf, verabredeten aber in 36 Stunden eine weitere Besprechung.

    Die Commander Diana McBride, Kimberly Park, Jonathan Edwards, Alexander Nash, Joseph Tarsus und Phil Junus sowie Colonel Simon O’Hara blieben noch in der Offiziersmesse sitzen und zeigten so deutlich ihre Solidarität zu Admiral O’Hara.

    “Admiral Baker und die Mercury, das ließ sich nicht vermeiden. Des Weiteren wären da die Kampfsterne der Valkyrie-Klasse: Die Hades, die Plejadiais, die Aron, die Aerilon, die Tauron, die Canceron, die Libran, die Uranous und die Saggitaron, die ihn begleiten werden. Außerdem zwei Schiffe der Berzerk-Klasse: Die Theben und die Lunic, und dann noch ein Thyliumraffinerieschiff”, zählte Admiral O’Hara auf, und seufzte.

    “Also machen wir uns an die Arbeit und fragen, wer sich alles - angefangen vom einfachen Deckhelfer bis hin zum qualifizierten Piloten - an dieser Sache beteiligen will”, meinte Commander Edwards zynisch.
    “Ja”, stimmte Samuel O’Hara nickend zu, “Fangen Sie sofort an!“
    “Hoffentlich sind es nicht allzu viele. Und hoffentlich wird es auch keine Rangeleien mehr um die Führung der Flotte geben”, nickte Commander Nash.
    “Das hoffen wir alle”, stimmte Commander McBride an und alle außer Jonathan, der ganz in Gedanken versunken war, schlossen sich diesem Ruf an.


    Milchstraße
    Erde, SGC Krankenstation - OP-Saal - Briefing Room


    Die Anästhesieschwester reichte Doktor Janet Fraiser die Spritze, die in wenigen Augenblicken Colonel O’Neill erhalten sollte. Es war ungefähr eine halbe Stunde her, als Jack mit einer bösen Fleischwunde, die ihm ein Una zugefügt hatte, gemeinsam mit Major Carter und zwei weiteren Soldaten durch das Tor gekommen war.
    Die Chefärztin des Stargate-Centers, die mit einem Sanitätsteam in den Torraum geeilt war, entschied, so schnell wie möglich zu operieren, nachdem sie in einer ersten Untersuchung erleichtert festgestellt hatte, dass keine Nerven verletzt worden waren.

    Janet hatte als erstes vor, die Wunde zu reinigen, um eine mögliche Infektion auszuschließen, und sie dann zu nähen.

    Zur gleichen Zeit, während Doktor Fraiser Colonel O’Neill medizinisch versorgte, hatte Lieutenant General Maurice Vitrine, der sich gerade im SGC aufhielt, um die Mission auf P3X-403 zu überwachen, Major Carter dazu aufgefordert, ihm und General Hammond zu berichten, wie es zu diesem bedauerlichen Zwischenfall kommen konnte und wie die Arbeiten auf dem Planeten vorangingen.

    “…die Verhandlungen, die Daniel zusammen mit Chaka und den Unas von P3X-403 führt, dauern noch an. Und wegen der Gewalt, die zwischen uns geherrscht hat, wird es vermutlich noch schwieriger. Aber Daniel wird weiterhin sein Bestes geben”, berichtete Sam Carter den beiden Generälen.

    “Davon gehen wir aus, und setzen weiter auf die Fähigkeiten von Doktor Jackson. Denn die Alternative dürfte den Unas mit Sicherheit nicht sonderlich gefallen”, teilte General Vitrine mit und erinnerte darin, dass man an dem Alternativplan festhielt, nämlich eine Zwangsumsiedlung der Unas von P3X-403 auf einen anderen Planeten.

    “Bis die Frist verstrichen ist, hat Doktor Jackson Zeit, mit den Unas eine friedliche Vereinbarung zu erzielen”, beruhigte Hammond, dem Vitrine auch sofort zustimmte.
    Sam wollte gerade noch etwas sagen, als Janet den Besprechungsraum betrat und General Hammond mitteilte, dass die Operation ohne Komplikationen verlaufen war, und dass Colonel O’Neill in der nächsten halben Stunde aus der Narkose aufwachen würde.


    Andromeda-Galaxie
    Heimatkolonie der Zylonen


    In einem der Räume, in dem alle Informationen, die man von den Agenten erhalten hatte, zusammengetragen, gesammelt, gespeichert und verarbeitet wurden, fand eine kleine Versammlung statt.
    “Die Galactica und die Flotte der Menschen entfernen sich immer weiter von den Kolonien. Unsere Agenten, die sich innerhalb der Flotte aufhalten, sind damit auch bald außer Reichweite unseres Wiederauferstehungszentrums, genauso wie die Flotte, die sich um die Nyx versammelt hat und sich ebenfalls auf der Flucht befindet. Darum wäre es gut, wenn die noch im Bau befindlichen Schiffe bald fertig gestellt sind, um sich der Verfolgung anzuschließen”, meinte ein Leoben.
    “Sie sind in Kürze fertig und werden mit jeweils ein paar Basisschiffen als Schutz aufbrechen”, versicherte eine D’Anna.

    Zylonische Armada

    Mephisto wurde an Bord seines neuen Basissterns so langsam ungeduldig und ließ seine Laune dementsprechend an den anderen Zylonen aus, in dem er sie immer wieder anschrie: “Was soll das bedeuten? Uns läuft die Zeit davon. Findet die Menschen endlich!” Seine Laune wurde daher nicht besser, als sich Natalie bei ihm per Funk meldete, um den Zylon daran zu erinnern, dass die Verfolgung der Nyx-Flotte nach drei Tagen beendet werden musste.

    Mephisto kochte innerlich vor Wut. Dann sprach ihn einer der Doral’ an, der ihn schon lange etwas fragen wollte: “Wieso nennst Du dich denn eigentlich John Mephisto, Eins? Und nicht wie die anderen, John Cavil beziehungsweise Bruder Cavil?”
    “Ich würde es vorziehen, wenn mich jeder nur Mephisto nennt. Mephisto, das hat so was Episches. Und was John angeht, ich hasse diesen Namen - nenn mich nie wieder so!”, antwortete der Zylon.
    ´Es gibt da nur eines: Ich muss diese Sechs irgendwie loswerden, um …´, dachte Mephisto, als eine Idee in ihm aufkam, die ihm sofort gefiel und er verzog hinterhältig lächelnd das Gesicht. Andere Zylonen, die in seiner Nähe standen wichen irritiert von ihm zurück.

    Nyx-Flotte
    Battlestar Kronos


    Commander Alexander Nash hatte sich in sein Quartier zurückgezogen und saß am Schreibtisch. Nash sah von zu Zeit zu Zeit auf die Uhr, er hatte noch knapp zwei Stunden, dann musste er sich zur weiteren Besprechung an Bord der Nyx melden.
    ´Also noch genügend Zeit, um mich um die Personallisten zu kümmern´, dachte der Commander, ´sind ja nicht so viele Blätter.’
    Alexander schaute sich dabei die Namen, Ränge und Tätigkeitsfelder derer an, die sich dazu entschieden hatten, Admiral Baker zu folgen. Er seufzte leise, dann stach ihm ein Name regelrecht ins Auge. “Nein. Oh, ihr Götter! Das gibt es doch nicht!” Sofort griff er zum Telefon: “Hier spricht der Commander. Lieutenant Lucas Nash soll sich sofort in meinem Quartier melden!” Nachdem er den Hörer wieder eingehängt hatte, sah er sich das Blatt noch einmal an. Seine Hand zitterte, bevor er sich dazu durchringen konnte, weiterzumachen, bis sein Sohn kurz anklopfte und anschließend eintrat. Der junge Offizier konnte sich bereits denken, weshalb er beim Commander und Vater erscheinen sollte.

    “Ich weiß, es ist deine Entscheidung. Das ist sehr mutig. Aber als dein Vater bitte ich dich, diese Entscheidung zurückzunehmen - keiner wäre böse darüber”, bat Commander Nash, nachdem sich sein Sohn gesetzt hatte.
    “Dessen bin ich mir sehr wohl bewusst. Aber ich werde es nicht tun.”

    “Verflucht noch mal. Du musst deiner Mutter und auch mir nichts beweisen, Junge.
    Wo wir gerade von deiner Mutter sprechen, weiß sie schon darüber Bescheid?”

    “Mom wäre natürlich dagegen gewesen, deshalb habe ich sie sowie Vanessa nicht darüber in Erkenntnis gesetzt. Bitte, sag du es ihr erst, wenn sich die Flotte getrennt hat, Dad.”

    Commander Nash brauchte eine Weile, bis er sich zu einer Entscheidung durchringen konnte. Alexander senkte den Kopf. Dann hob er ihn wieder und sah seinen Sohn eindringlich an: “Ich werde versuchen, es ihr möglichst schonend beizubringen.
    Außerdem werde ich Admiral Baker darum bitten, gut auf dich acht zu geben, sowie euer aller Leben nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen, sonst wende ich mich an O’Hara, McBride und Edwards.”

    Lucas Nash nickte zufrieden. Beide Männer erhoben sich, und wurden wieder dienstlich.
    “Lieutenant! Ich hoffe, wir sehen uns irgendwann wieder, und zwar gesund. Viel Glück”, wünschte Commander Nash.
    “Danke Sir, das hoffe ich auch. Ihnen auch viel Glück.”

    In der Nähe der Krankenstation trafen in etwa zur selben Zeit zwei andere Familienmitglieder aufeinander. Vanessa Nash summte dabei gut gelaunt vor sich hin. “Oh, hallo Mom”, begrüßte die junge Frau ihre Mutter, mit der sie um ein Haar zusammengestoßen wäre.
    “Lieutenant Tochter”, grinste jene.
    Nachdem beiden Frauen ein Stück zusammen gegangen waren und Vanessa immer noch vor sich hin summte, warf Michelle Nash einen amüsierten Seitenblick auf ihre Tochter: “Okay, wie heißt er?”
    “Äh, ich habe nur gute Laune, weil wir schon lange nicht mehr von den Toastern belästigt wurden - das ist alles.”
    “Das ist nur die halbe Wahrheit - hab ich Recht? Komm schon, ich war auch mal jung - und war, als ich verliebt war, genauso.” Michelle lächelte Vanessa aufmunternd zu. Ertappt flüsterte die junge Frau ihrer Mutter schließlich den Namen zu. Diese strahlte vor Freude, da sie nun den Namen kannte. “Interessant. Und absolut eine gute Wahl“, und versicherte ihrer Tochter: „Keine Angst Vanessa, dieses Geheimnis bleibt unter uns.”

    Nyx-Station

    Bei der Besprechung in der Offiziersmesse ging die Zeit schnell vorüber. Jeder legte seine Personallisten mit den Namen vor, die sich Admiral Bakers Sache anschließen werden. Steven Baker musste allerdings zähneknirschend feststellen, dass nicht jeder, der sich an Bord der Battlestar Mercury aufhielt, bereit war, ihn zu begleiten.
    Doch änderte sich nichts an der Anzahl der Kampfsterne und Hilfsschiffe, die die Mercury unter dem Kommando von Admiral Steven Baker begleiten würden. Somit gab es genügend Platz für weitere Überlebende, die man in den Kolonien und draußen im All finden würde.

    Am meisten waren alle Offiziere davon überrascht, dass sich rund 2000 Zivilisten der Mission von Baker anschließen wollten.
    Admiral Baker ging gerade die Listen durch, um sich einen kurzen Überblick zu verschaffen, als Admiral O’Hara das Wort an alle richtete: “Gut. Dann wäre alles vorerst geklärt. Wenn Sie alle zurück an Bord Ihrer Schiffe sind, informieren Sie bitte Ihre Besatzungen, dass der Transfer beginnen kann, so wie es der provisorische Verteilungsplan vorsieht! Ich überlasse es Admiral Baker, Änderungen nach dem Transfer vorzunehmen.”

    Steven atmete auf. Somit war seine Aktion durch. Er ergänzte noch: “Danke Ihnen allen, dass Sie sich Zeit für meinen Vorschlag genommen haben. Ich will nun noch etwas hinzufügen: In “meiner” Flotte werde ich keine privaten physiologischen Beziehungen oder Liebschaften dulden, wie ich es selber oft in den Jahren in der Kolonialen Flotte, wie auch zuletzt, beobachten konnte.”

    “Wie meinen Sie das, Admiral Baker?”, fragte Commander Diana McBride, worauf deren Blick zu Nash und Edwards wanderte.
    “Ich spreche von einer Beziehung von zwei sehr jungen Offizieren, die Sie beide wohl sehr gut kennen. Eine Beziehung, die auf meinem Schiff unter der höchsten, der mir bekannten Strafe steht, die das Gesetz der kolonialen Flotte dafür im Ernstfall vorsieht …”, antwortete Steven Baker mit kalter Stimme.

    Alexander Nash und Jonathan Edwards, die beide nebeneinander saßen, tauschten fragende Blicke untereinander aus. “Will er etwa damit andeuten, dass …”, begann Nash, dem allmählich ein Licht aufging, sprach aber nicht weiter.
    Edwards runzelte sie Stirn. „Alles klar.” Laut und fest ertönte dann seine Stimme, als er sich an Baker wandte: “Admiral! Bedrohen Sie nie wieder jemanden aus meiner Familie! Ist das klar?“ Zornig funkelte er ihn an. „Wobei mir außerdem gerade einfällt, dass Sie mir noch einen Kampf im Ring schulden.”

    “Ein andermal vielleicht, Commander. Und ich wollte gewiss niemanden bedrohen“, versuchte sich Admiral Baker zu entschuldigen, und um die Wogen zu glätten, weil fast alle Besprechungsteilnehmer ihn mit einem missbilligen Blick wegen seiner Aussage beäugt hatten. „Ich wollte lediglich auf die Regeln hinweisen.”
    Jonathan erhob sich. „Dann ist ja alles geklärt. Ich glaube, wir sind hier fertig.“

    Früh am Morgen des nächsten Tages war es dann soweit. Die Flotte stand kurz davor, sich zu trennen. Admiral Baker hatte sich so viele Personallisten angesehen, wie es seine Zeit zugelassen hatte und war dabei natürlich über einige Namen gestolpert, von denen er ziemlich überrascht war, dass diese sich ihm anschließen wollten. Steven hatte die starke Vermutung, dass einige ihn beobachten sollten.

    ´Sollen sie doch´, dachte der Admiral und runzelte die Stirn, als er sah, dass auch Lieutenant Lucas Nash unter ihnen war, der die Ausbildung mit sämtlichen Auszeichnungen abgeschlossen hatte, die die koloniale Flotte zu vergeben hatte.
    ´Den Jungen werde ich höchstpersönlich unter meine Fittiche nehmen.´

    Steven Baker nahm den Hörer von der DRADIS-Konsole, um den Anruf von Samuel O’Hara entgegen zu nehmen.

    “… viel Glück, Admiral“, wünschte O’Hara am Ende des kurzen Gespräches. „Ich hoffe, wir sehen uns irgendwann wieder”,
    “Ihnen wünsche ich das auch”, erwiderte Baker.

    Die Unterhaltung war beendet. Die zwölf Schiffe, die sich der Mercury unter dem Befehl von Admiral Baker stehend angeschlossen hatten, sprangen nun mit dem darauf befindlichen 11.582 Seelen an Bord weg.

    Doktor Michelle Nash war sehr bestürzt darüber, als sie von ihrem Mann über den Verbleib ihres einzigen Sohnes aufgeklärt wurde.

    tbc


  33. #20
    Maverick™
    Gast

    Standard

    And Here comes the Pain. Ich bin gespannt wie du die Zerissene Familie umsetzt storymäßig, weil da ja doch schon einige Emotionen, und vielleicht auch Fehlentscheidungen dadurch, drin stecken können.

    Die Geschichte hast du sehr schön weiter nach vorn gebracht, und auch die Spannung schön gesteigert. Es errinerte mich ein wenig an Staffel 3 Folge 3, Adamas Ansprache, und dann der Sprung mit dem schönen Soundtrack von Bear McCreary. Und Zeitgleich kam mir dazu passend das Zitat von Picard aus Star Trek 10 in den Sinn, mit dem Captain der in der Morgendämmerung auf die anstehende Schlacht wartet.

    Mach weiter so

  34. Danke sagten:


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