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Thema: Stargate: Battlestar Galactica

  1. #341
    Gehasst, Verdammt, Vergöttert Avatar von Colonel Maybourne
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    General Hammond ist als großer Held und Flottenkommandeur gefallen, aber dass ist sicher ein würdevollerer Tod als durch einen Herzinfakt.
    Alledings dürfte bei Adria dass letzte Wort noch nicht gesprochen sein, denn die Antiker waren schon immer etwas zu lasch, wenn um die Ori ging.
    Nun müssen sie sich gewissermaßen nur noch um die Zylonen kümmern... dürfte aber bei dem Antikerwissen nicht ganz so einfach werden.
    Bis dann.
    Das Leben ist ein Schwanz und wir die Eier, die mitgeschleift werden.


    Meine aktuellen Fanfiction:


    TGE Combined Season 1 Fire of War:

    http://www.stargate-project.de/starg...ad.php?t=11836





  2. #342
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    Die Selbstopferung von Hammond, und einiger ungenannter anderer, zur Rettung des Planeten hast du, auch durch die Perspektivenwechsel, sehr eindringlich geschildert. In aller Kürze gut geschrieben, nur mag ich solche Handlungen um "Heldentod" ganz generell nicht so.
    Diesem Ewa traue ich jetzt so sehr über den Weg, wie O'Neill es wohl tut ...
    Oder aber die arme Dr. Weir war nicht länger zu retten und die "Schlange" steckt jetzt in einem hirntoten Körper und wird dort verbleiben dürfen.
    "Die Zeit macht jede Wahrheit zum Roman."
    aus Mayerling von
    Udo Jürgens / Michael Kunze

    "Das "Vaterland" ist der Albdruck der Heimat."
    Kurt Tucholsky

  3. Danke sagten:


  4. #343
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Danke, an alle Leser, die Kritikschreiber, Angelika, Durnah, Ehre_Sei_den_Ori, Joschi & skydiver, fürs Danke drücken

    Feedback-Feedback:
    Spoiler 
    Zitat Zitat von John´s Chaya Beitrag anzeigen
    Zu 4.24
    Es tut mir leid, dass ich nicht eher eingreifen konnte und so viele Menschen sterben mussten. Aber Gott sei Dank habe ich die Erlaubnis bekommen, doch noch ALLE Menschen auf Proculis zu beschützen. Und ich durfte meinen Vater wiedersehen, auch wenn es trauriger Weise wohl das letzte Mal war. Ich bin ganz doll traurig, aber er hat so das Leben vieler gerettet. John ist da und tröstet mich, was sooo... gut tut. Mein armer Vater ... Aber er hat mich in Johns Obhut gegeben, durch diesen Blick, der alles ausdrückte was er sagen wollte.

    Was für ein dramatisches Kapitel, was sogar die Anderen dazu veranlasst hat, mir die Erlaubnis zu geben, helfend einzugreifen.
    Ich bin sehr gespannt wie es weitergeht und werde es demnächst in Angriff nehmen, freue mich schon.
    @ John´s Chaya:
    Chaya durfte halt wegen der Regeln lange nichts, bis zu diesen Moment hin, tun.
    Und wer sagt, dass sie bei John bleiben darf ?

    Danke für Dein Feedback
    = = =
    Zitat Zitat von Angelika Beitrag anzeigen
    Wraith und Ori besiegt. Zwei sehr gute Nachrichten. Jetzt noch Capitain Gallagher von diesem Goa'uld befreien und dann mit aller Kraft die Zylonen niederringen. Danach sollte die Galaxis endlich Frieden finden.
    @ Angelika:
    Nun ja, die Wraith haben zumindest ordentlich Haue bekommen - aber es gibt ja noch so einige in der Pegasus.
    Gute Nachrichten müssen halt auch mal sein.
    Mal schauen, ob es gelingt die Schlange aus der Soldatin rauszubekommen…
    Klingt ja fast ein wenig nach Star Wars der letzte Satz

    Vielen Dank für Dein Feedback
    = = =
    Zitat Zitat von Colonel Maybourne Beitrag anzeigen
    General Hammond ist als großer Held und Flottenkommandeur gefallen, aber dass ist sicher ein würdevollerer Tod als durch einen Herzinfakt.
    Alledings dürfte bei Adria dass letzte Wort noch nicht gesprochen sein, denn die Antiker waren schon immer etwas zu lasch, wenn um die Ori ging.
    Nun müssen sie sich gewissermaßen nur noch um die Zylonen kümmern... dürfte aber bei dem Antikerwissen nicht ganz so einfach werden.
    Bis dann.
    @ Colonel Maybourne:
    Also jeder wünscht sich wohl ein ruhigeres Ableben.
    Och Adria tummelt sich gerade ohne Gedächtnis auf einen fernen Planeten .

    Vielen Dank für Dein Feedback
    = = =
    Zitat Zitat von Durnah Beitrag anzeigen
    Die Selbstopferung von Hammond, und einiger ungenannter anderer, zur Rettung des Planeten hast du, auch durch die Perspektivenwechsel, sehr eindringlich geschildert. In aller Kürze gut geschrieben, nur mag ich solche Handlungen um "Heldentod" ganz generell nicht so.
    Diesem Ewa traue ich jetzt so sehr über den Weg, wie O'Neill es wohl tut ...
    Oder aber die arme Dr. Weir war nicht länger zu retten und die "Schlange" steckt jetzt in einem hirntoten Körper und wird dort verbleiben dürfen.
    @ Durnah:
    Vielen Dank fürs Lob, und ich kann mir vorstellen, dass so etwas wie “Heldentod” nicht jedermanns Ding ist. Und Hammond hat es in erster Linie getan, um Adria und ihren Plan zu verhindern, indem er die einzige Option ziehen musste, der die Erde am Ende rettete.
    Wer traut schon den Tok’ra… - okay, gibt Ausnahmen

    Vielen Dank für Dein Feedback


    Und schon wieder ist die Zeit rum , und obendrein auch schon fast der zweite Monat in diesem Jahr
    Und damit fängt der zweite Akt des Finales dieser FF an Somit kommt auch doch ab und wann etwas mehr Wehmut auf...

    Doch anstatt euch weiter mit Worten zu langweilen, präsentiere ich euch besser mal die nächste Folge
    Viel Lesevergnügen wünsche ich euch


    Stargate: Battlestar Galactica - Season 4

    4.26 Elysium in Gefahr, Teil 1


    Andromeda-Galaxie
    Zylonische Armada - Flaggschiff von Mephisto

    Freundlich hatten sich die drei Einser des Triumvirates begrüßt. Doch auch Boomer begegnete man freundlich, da sie in Begleitung von Cavil erschienen war.

    “Also, was gibt es für Neuigkeiten, Bruder?”, fragte Luzifer, der die Runde eröffnete, und seine Neugier nur schwer zügeln konnte.
    “Leider keine sonderlich guten”, begann Cavil und faltete seine Hände flach aneinander, “denn wir können uns nicht gefahrlos Elysium nähern, weil es dort eine Schutzvorrichtung gibt, die… die unser VIP-Gast aktiviert hat. Und lasst mich erklären, was wir tun können, damit es nicht geschieht, Brüder. Also…”
    Der Einser berichtete worauf er gestoßen war, während er das Wissen der Antiker, welches er von Ryan Edwards gestohlen und ausgewertet hatte.

    Am Ende schloss Mephisto: “Ich werde einen Boten schicken, damit unsere Angriffspläne besser koordiniert werden, da wir uns erst um die Verbesserungen kümmern müssen - diese sind abgeschlossen. Viele tausende Zylonen stehen bereit, um über den Ring die Invasion zu beginnen.”


    Milchstraße
    P2X-4P33

    Der Fußmarsch vom Stargate durch das morastige Gelände war sehr ermüdend. Nur dann und wann hatte das Team trockenen Boden unter den Füßen.

    Kawalsky und Richards hatten Gallagher in ihre Mitte genommen. Deren Hände und Füße hatte man der Vorsicht halber mit Handschellen und Fußketten gefesselt. Fraiser, die von de Vaux abgesichert wurde, ging direkt dahinter sowie einige weitere Soldaten.

    Spöttisch grinste Gallagher erst eine Weile, und antwortete dann auf eine Bemerkung von Lieutenant Tessa de Vaux: “Dies hier war einst eine Welt der Goa’uld. Diese Welt ist seit einigen hundert Jahren nicht mehr bewohnt…”
    Während der Goa’uld in Gallagher sprach, wurde er mürrisch und bemerkte mit leichtem Zorn: “…doch habt ihr es ja irgendwie geschafft mein Volk fast auszurotten… nächstes Mal werden wir vorsichtiger sein.”

    Derweil näherten sie sich immer mehr dem See, den man vom Hügel aus, auf welchem sich das Sternentor befand, hatte ausmachen können.

    “So, da wären wir”, erklärte Jessica, der Symbiont von Captain Gallagher und hielt die Hände Richards entgegen.
    “Tun Sie es! Lösen Sie ihr die Handschellen!”, nickte Colonel Kawalsky.

    Während Richards die Handschellen löste, bereitete Doktor Fraiser zusammen mit Lieutenant de Vaux die medizinische Hilfe vor. Auch einige der Soldaten, die sie begleiteten, beteiligten sich dabei und richteten die Trage her.

    Kurz massierte die Goa’uld die Handgelenke und musterte den Körper ihrer Wirtin, ehe sie langsam, flankiert von Kawalsky und Richards, ins Wasser watete. Dabei steuerte sie auf eine Reihe von Wasserpflanzen zu. Mit einem verstohlenen Grinsen sagte sie schließlich: “Vielleicht sehen wir uns ja irgendwann eines Tages wieder...”
    “Darauf solltest du es nicht ankommen lassen”, unterbrach Kawalsky sie kalt.
    “Sag niemals nie”, erwiderte Jessica, die sich kurz lächelnd umwandte, um jeden noch einmal anzusehen. Dann ging sie in die Knie und beugte sich vor, um einige Minuten in dieser Haltung zu verharren.
    Schließlich war der Moment gekommen: Jessica verließ Captain Gallagher, deren Gesicht im Wasser lag. Sofort flüchtete der Symbiont inmitten der Wasserpflanzen, um einem möglichen Tod zu entgehen. Colonel Kawalsky stieß einen lauten Fluch aus.

    Jessica konnte aus ihrem sicheren Versteck erkennen, wie Richards und Kawalsky Gallagher erste medizinische Hilfe leisteten. Für einen Moment lang erwog sie, sich in einem der Soldaten oder in die andere Soldatin einzunisten, doch war ihr das Risiko zu groß, daher schwamm sie auf und davon - auf der Suche nach einem anderen Wirt.

    Zurück am Ufer angelangt, übernahm Doktor Fraiser die medizinische Behandlung. Es dauerte lange, bis sie grünes Licht für den Transport der Soldatin gab.

    Der Rückweg war noch beschwerlicher als der Hinweg. Die Dämmerung machte sich bereits bemerkbar, als sie endlich das Tor erreichten.
    “Lieutenant de Vaux, holen sie ihr C4 raus!”
    “Sir?”, stutzte Tessa verwundert.
    “Ich will vermeiden, dass Jessica eines Tages das Tor benutzt - also müssen wir dafür sorgen. Erinnern Sie mich also, diese Toradresse aus dem Wahlcomputer streichen zu lassen!”, erklärte Charles Kawalsky, der bereits den Zeitzünder einstellte.

    Nach wenigen Minuten war es soweit und die Menschen verließen P2X-4P33, kurz nachdem der Colonel die Fernbedienung betätigt hatte. Das Tor hatte sich gerade abgeschaltet, als die C4-Ladungen hochgingen und das DHD zerstörten, sowie einen Kristall der Chevrons.

    Erde, Italien - Vatikan, Audienzhalle Paul VI.

    An ungewohnter Stätte fand die Versammlung der Vereinten Nationen statt. Denn viele andere Orte waren von den Auseinandersetzungen mit den Wraith, sowie den Ori und ihren Verbündeten zerstört und schwer beschädigt worden.

    Zunächst dankte der UN-Generalsekretär dem Papst für seine Gastfreundschaft, ehe er darum bat, die Erkenntnisse bekanntzugeben.
    Diese Aufgabe fiel schließlich Richard Woolsey zu, der eine lange Liste aufführte: “… mittlerweile konnten alle feindlichen Truppen dazu bewegt werden, die Waffen niederzulegen, nachdem ihnen von den bekehrten Prioren die Wahrheit vor Augen geführt wurde… Am Rande sei erwähnt, dass die Mutter der Orici, Miss Vala Mal Doran, gerettet werden konnte… großen Anteil an der Rettung der Erde hat SG-1, und insbesondere General George Hammond, der die Battlestar Artus geführt, und unter Einsatz seines Lebens uns alle gerettet hat… Alle Wraith konnten mittlerweile aufgespürt und unschädlich gemacht werden… alle Goa’uld, die man gefangengenommen hatte, wurden an den Hohen Rat der Tok’ra ausgeliefert.”

    Hin und wieder war zufriedenes, erleichtertes Gemurmel zu hören. Aber viele Gesichter zeigten auch Bestürzung über die Zerstörungen durch die Kämpfe.


    Andromeda-Galaxie
    Battlestar Galactica

    Unbemerkt hielt sich der koloniale Kampfstern am Rande der Armada der Zylonen auf, die erst vor kurzem auf drei weitere Basisschiffe der Zylonen angewachsen war. Da Admiral Adama die Angelegenheit nicht ganz geheuer war, hatte er die Position der Galactica verändert, um sich im Notfall so schnell wie möglich zurückziehen zu können.

    Gerade eben befand er sich mit Chief Galen Tyrol in einer hitzigen Debatte. Abermals wiederholte William Adama in brummenden Ton: “Hören Sie auf zu diskutieren Chief! Ich will, dass alle Viper bemannt werden und sich in jeder Startröhre eine von ihnen befindet, dahinter gleich die nächsten! Es muss im Ernstfall schnell gehen.”

    “Hört sich ganz danach an, als ob Sie es darauf ankommen lassen wollen, Sir. Ich sage ja nicht, dass es falsch ist, sich auf einen möglichen Kampf vorzubereiten… aber wir haben nicht die geringste Chance. Daher bitte ich Sie, Admiral, ziehen wir uns auf eine sichere Entfernung zurück”, erwiderte der Deckchief der Galactica.

    Daraufhin sah Husker dem Zylon der 13. Kolonie prüfend in die Augen. Er wusste tief in seinem Innern, dass Tyrol eigentlich Recht hatte: Die Galactica war trotz der Schilde einer solchen Übermacht hoffnungslos unterlegen.

    “Na schön. Wir gehen auf eine sichere Entfernung. Damit - falls die Tarnung versagen sollte - es so aussieht, als ob wir rein zufällig vorbeikommen. Aber die Bereitschaft bleibt bestehen!”, entschied der Admiral, und ging durch die Luke zum Combat Information Center.

    Armada der Zyklonen - Flaggschiff von Mephisto

    Boomer wollte etwas einwenden, doch Mephisto wiegelte sofort ab: “Nichts da. Es sind nach wie vor unsere Schwestern und Brüder - und unser Vorschlag ist mehr als nur großzügig. Er ist geradezu gnädig. Denn wird unser Angebot abgelehnt, sind diese Plagegeister fällig!”

    Derweil tippte Luzifer entspannt mit den Fingerspitzen auf der Tischplatte herum und verkündete dennoch entrüstet: “Die Flotte ist erst in einigen Tagen komplett umgerüstet… aber was mich am meisten stört ist die Tatsache, dass es vor langer Zeit eine Gruppe dieses Ungeziefers geschafft hat, so überaus fortschrittlich zu werden.”

    “Du meinst also wir sollten dennoch angreifen, und auch die Menschen beseitigen, die auf unserer Seite stehen, Bruder?”, erkundigte sich Cavil.
    “Das nicht gerade. Wir sollten diese Art der Bedrohung ernst nehmen und weise verfahren.”
    “Dann machen wir es doch auch so”, grinste Mephisto böse.

    Armada der Zyklonen - Flaggschiff von Cavil

    “Weiß eigentlich jemand, wo genau wir uns hier befinden?”, fragte einer der Marines in die Runde.
    Athena antwortete prompt: “In der Höhle des Löwen.”
    Dann sah sie zu Starbuck hinüber, die bereits an der Heckklappe des Jumpers stand, um diese zu öffnen, zog aber noch nicht am Griff.
    Stattdessen schaute Kara Thrace auf das kleine Gerät in ihrer linken Hand, welches sie aufmerksam musterte. “Hm!”

    “Was ist los, Starbuck?”
    “Weiß ich noch nicht so genau, Helo. Aber dieser kleine Kasten hier scheint Leben oder Lebensformen zu erfassen. Wir sind diese Punkte hier; diese neun, die hellblau erscheinen, doch dieser eine hat eine andere Farbgebung… Athena, komm mal her!… Aha, ich hatte also recht.” Die Viperpilotin grinste zufrieden vor sich hin, als sie ihre Vermutung bestätigt sah und deswegen einen Plan entwickeln konnte.

    In einem anderen Bereich des Zylonenschiffes zuckte Ryan Edwards zusammen als das Schott aufging und er Cavil erkannte. “Nicht du schon wieder. Weshalb bringst du es nicht endlich zu Ende und bringst mich um - du verfluchter Toaster? Oder macht es dir so sehr Vergnügen, mich leiden zu sehen?”

    “Nana!”, tadelte der Zylon und schwang mahnend den rechten Zeigefinger. “Ich benötige noch ein wenig mehr Informationen. Und weshalb sollte ich dich töten; du bist viel zu wertvoll… Und leiden würde ich es nicht nennen - betrachte es als die Strafe Gottes.”

    U.S.S. Phoenix - Brücke

    “Also, was wollten Sie mir so Wichtiges zeigen, Lieutenant?”
    “Danke, dass Sie gekommen sind, Sir. Sehen Sie das hier? Es ist eine gewaltige Ansammlung von Raumschiffen der Zylonen.”

    Jack O’Neill stützte sich mit beiden Händen auf der Konsole ab, als er sich weiter zu dem Monitor runterbeugte, wo er die vielen roten blinkenden Punkte sah.
    Während er in dieser Position verharrte, fuhr Simmons fort zu berichten, was er daran beobachtet hatte, und teilte außerdem eine ungefähre Zahl mit: “…ab und an tauchen weitere Punkte auf, und nur wenige ziehen sich wieder zurück. Doch die Zahl bleibt bei fast siebzig relativ konstant.”

    “Und diese Burschen haben sich Elysium immer weiter genähert?”
    “Ganz genau, Sir.”
    General O’Neill durchfuhr ein kalter Schauer, dann griff er zum Bordtelefon: “Sergeant Benson. Hier ist General O’Neill. Wählen Sie unverzüglich Elysium an! Ich habe beunruhigende Neuigkeiten für Präsident Adama.”

    Elysium - KSGC

    Es dauerte nicht lange, Lee Adama verlor keine Zeit. Der Präsident der kolonialen Regierung ließ alles andere liegen, um sich auf dem schnellsten Wege in die militärische Einrichtung zu machen.
    Als er immer wieder Transportmittel verlassen musste, und am Ende den Weg zu Fuß zurücklegen musste, bemerkte er, wie schnell er müde wurde - und dies obwohl er immer wieder versuchte, sich fit zu halten. Er erreichte ein wenig außer Atem den Kontrollraum. Sofort nahm Apollo das Headset entgegen, um sich mit O’Neill zu unterhalten.

    “…hatten Sie Kontakt mit der Galactica?”
    “Nein, Herr Präsident. Admiral Adama hat allen absolut untersagt, die Galactica zu kontaktieren, und daher strikte Funkstille verordnet. Er wollte sich von alleine wieder zurückmelden…”

    “Weil die Zylonen vermutlich unsere Nachrichten zurückverfolgen könnten, womit der Tarnschild der Galactica sinnlos werden könnte.”
    “Das ist korrekt. Admiral Adama wollte in dieser Angelegenheit kein Risiko eingehen.”
    “Ich verstehe.”
    “Also, wie gesagt: Die Armada der Zylonen besteht derzeit aus etwa siebzig Basisschiffen, sowie den dazugehörigen Jägergeschwadern, und befindet sich derzeit in einer Entfernung von rund 32 Lichtjahren von Elysium entfernt, im Omikron-Sektor.”
    “Ist die Heimatkolonie der Zylonen darunter?”
    “Nein. Moment… Die existiert noch… anscheinend haben die Zylonen ihre Streitmacht aufgeteilt… und habe soeben weitere Positionen erhalten, darunter befindet sich auch die neue Lage der Heimatkolonie der Zylonen…”

    “Danke. Ich möchte, dass Sie die Funkstille beenden! Falls Admiral Adama dazu etwas sagen wird, berufen Sie sich auf mich, General O’Neill. Denn sollten die Zylonen wirklich darauf aus sein, brauche ich jeden verfügbaren Kampfstern, sowie einige der Erde…, und es wäre sehr gut, wenn die Phoenix in diesem Fall den Zylonen einen Tritt in den Hintern verpassen würde. Admiral Baker ist bereits hierher unterwegs habe ich mir sagen lassen, sowie einige Schiffe der Erde …”
    “Haben Sie noch Drohnen im Lager?”
    “Einen Moment bitte… ja, es sind fast zweihundert.”
    “Sehr gut, damit können Sie sich ungefähr ein Viertel, vielleicht sogar ein Drittel der Zylonenflotte vom Hals halten…”

    Zylonisches Territorium - Zylonenplanet

    Unzählige Zylonen, die meisten von ihnen Zenturios, hatten sich vor dem Sternentor versammelt und warteten auf das Signal zum Angriff.
    Gerade eben erhielten einige von ihnen weitere Instruktionen, die eine weitere kleine Änderung der Vorgehensweise enthielten.

    Armada der Zyklonen - Flaggschiff von Cavil

    “Keine Angst. Du bekommst eine Pause - denn ich muss mich jetzt um wichtigere Dinge kümmern - um den Angriff auf Elysium zum Beispiel, um deine Rasse auf ein überschaubares Maß zu reduzieren”, riss Cavil zufrieden an, als Ryan Edwards zum wiederholten Male vor Erschöpfung zusammengesackt war.


    Pegasus-Galaxie
    Atlantis

    Da Doktor Elizabeth Weir immer noch den Tok’ra-Symbionten in sich trug, weil man noch keinen neuen Wirt gefunden hatte, hatte das IOA und die UN Richard Woolsey damit beauftragt, der neue Leiter der Atlantisexpedition zu sein.

    Allein erschien Woolsey nicht, denn Ronon Dex hatte ihn begleitet, welcher sofort auf die Suche nach seinen Teamgefährten ging.
    Teyla entdeckte den Sateder zuerst, als diese die Kantine betreten hatte. Nachdem er sich sein Menü am Buffet zusammengesucht hatte, setzte er sich zu der Athosianerin, sowie Colonel Sheppard und Doktor McKay, um ihnen von dem Kampf gegen die Wraith und die Ori auf der Erde zu erzählen. Natürlich ließ er den Kampf gegen die Übermutter nicht aus.


    Milchstraße
    Trois - Krankenstation des SGC

    Wieder versuchte sich Jessica Gallagher zu erheben, doch sie war immer noch zu sehr geschwächt. Janet Fraiser blieb dies nicht verborgen, daher war sie an das Krankenbett der Soldatin herangetreten und mahnte mit sanfter Stimme: “He, Captain. Ganz ruhig! Lassen Sie sich Zeit!”

    Der Stimme folgend wandte sich Gallagher zu der Ärztin um. Doch sie drehte ihr Gesicht sofort in eine andere Richtung, als sie bemerkte, wer eigentlich in ihrer Nähe war.
    “Es ist alles in Ordnung, Captain. Sie trifft keine Schuld. Es war der Parasit in ihnen, der vorhatte, anderen auf der Basis, und auch mir etwas anzutun. Und so wie ich es verstanden habe, waren Sie stark genug, um Jessica daran zu hindern, so dass Master Bra’tac in der Lage gewesen war, einzugreifen.”

    Im Besprechungsraum des Stützpunktes vernahmen schon seit knapp Stunden Colonel Nixon von der kolonialen Flotte, sowie Colonel Mitchell Commander Doran und Kira, die vor zwei Tagen von Doktor Fraiser entlassen worden waren.

    Im Verlaufe des Gespräches äußerte Doran, dass Commander Kiva es offensichtlich mit Gewalt gelungen war, die Kontrolle über die Luzianische Allianz zu erlangen, von einigen Gebieten abgesehen, die Keflin gehörten. Dies wurde von Kira, dem früheren Ersten Offizier von Daminus, bestätigt.

    “Na schön. Wollen wir hoffen, dass in dieser Galaxie wieder zum Großteil Ruhe einkehrt, nachdem die Ori bezwungen und die Goa’uld zurückgedrängt sind”, erklärte Nixon, der daran interessiert war, zum Ende zu kommen.

    Auch Mitchell wusste, dass es noch einen abschließenden Punkt gab, über den man sprechen musste.
    “Also gut”, begann der Befehlshaber der Militärbasis, “Sie haben angedeutet, dass Sie gerne wieder von hier wegwollen, junge Frau…”
    Kira bestätigte: “Ja. Entweder werde ich für Keflin arbeiten, um bei ihm Schutz zu suchen… oder ich werde versuchen mich allein durchzuschlagen. Dafür hätte ich gerne ein Frachtschiff.” Die Luzianerin biss sich auf die Lippen, denn sie hatte das Gefühl, sich mit dem letzten Satz doch etwas im Ton vergriffen zu haben.
    Nixon brummte lediglich: “Mal sehen, was sich in dieser Angelegenheit machen lässt.”

    Danach wandte sich Cameron sofort an Doran: “Und! Was haben Sie vor, Commander?” Er sah erst Mitchell an, danach den Kommandeur des Stargate-Centers von Trois, ehe sein Blick zu Kira wanderte.
    “In erster Linie stelle ich es den Männern und Frauen, die bis zuletzt loyal bei mir waren frei, wohin sie gehen wollen. Was mich betrifft, ich erwäge es, mich auf dem Gebiet der Jaffa-Nation niederzulassen oder Kira anzuschließen.”

    “Dann bräuchten wir von Ihnen beiden bitte noch eine abschließende Erklärung für das IOA und die UN, und ich vermute auch für die Regierung von Elysium”, sagte Colonel Mitchell, der sich das Protokoll reichen ließ und es sogleich unterzeichnete, ebenso Colonel Nixon. Die beiden Luzianer verstanden was gemeint war und signierten das Protokoll ebenfalls.


    Andromeda-Galaxie
    U.S.S. George Hammond - Brücke

    Erst vor einigen Minuten hatte man gemeinsam mit der Battlestar Group von Admiral Baker den Hyperraum verlassen, als kurz darauf die Battlestar Leonis auftauchte. Umgehend hatte Colonel Carter Kontakt aufgenommen.

    “…, wenn das so ist, würden wir uns gerne anschließen”, war aus dem Lautsprecher die Stimme von Edwards, dem Commander der Leonis, zu hören.
    “Dagegen ist nichts einzuwenden”, erklärte Baker, der Befehlshaber der Battlestar Groups 69 und 98 und Commander des Kampfsternes Mercury, welcher ebenfalls zugeschaltet war.

    “Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Beförderung, Colonel Carter! Und es tut uns allen leid, dass so viele gute Leute, insbesondere General Hammond, im Kampf gefallen sind. Die Battlestar Artus hat sich unter seinem Kommando geopfert, und hat dadurch vermutlich die Existenz der Erde gerettet. General Hammond ist ein Held”, fügte Commander Edwards noch hinzu.
    “Danke, Commander.”

    Battlestar Galactica - CIC

    Obwohl sich die Galactica schon seit einiger Zeit in einer sicheren Entfernung zur Armada der Zylonen befunden hatte, als man sie unerwartet kontaktierte, war Admiral Adama alles andere als gelassen. Der alte Mann war verärgert darüber, dass man seinen stehenden Befehl missachtet hatte: “…der Befehl war doch eindeutig, Jack.”

    “Ja. Aber ich tat es nur im Auftrag des Präsidenten… ihres Präsidenten”, seufzte General O’Neill mit ruhiger laxer Tonlage, so dass es geradezu noch beruhigender klang.

    “Ist ja zum Glück nichts passiert”, brummte Colonel Tigh, der als einziger das Gespräch mitverfolgen konnte, da Admiral Adama darauf bestanden hatte. So bekamen die anderen im CIC der Galactica nur das mit, was Adama gesagt hatte. Doch dann schrillte unerwartet der Alarm, denn vier Basisschiffe der Zylonen tauchten auf dem DRADIS auf.
    Immer noch wütend drückte William Adama den Hörer in die Halterung und schaute nach oben.

    U.S.S. Phoenix - Brücke

    “Hm”, murmelte Jack die Achseln zuckend, “aufgelegt. Kümmern wir uns um die Heimatkolonie der Zylonen, wenn die Elysium angreifen sollten. Bringen wir uns also in eine günstige Position! Captain Thompson, berechnen Sie einen Kurs und bringen sie uns dann dahin!”
    “Aye, Sir.”

    “Äh, General O’Neill. Die Sensoren haben eine Flotte ganz in unserer Nähe erfasst”, teilte Lieutenant Simmons mit, worauf Jack beschloss, der Sache erst einmal nachzugehen.
    Nach wenigen Minuten später traf man auf die Flotte von Admiral Baker, sowie auf die von Colonel Carter kommandierte BC-306.

    U.S.S. George Hammond

    “Sieht irgendwie vertraut aus”, stellte Jack O’Neill fest, als er neben Samantha Carter ging, da er zu einem Besuch an Bord gebeamt worden war.

    “Das liegt daran, dass die George Hammond das einzige Schwesterschiff der Phoenix ist, Sir. Die Baureihe der 306er wird eingestellt, da man die Kampfsterne bauen wird.”
    “Aha.”
    “…und so wie es aussieht, haben sie wohl schon einen Auftrag erhalten”, vermutete Sam, deren Stimme ein wenig enttäuscht klang. Jack drehte sich mit den Händen in den Hosentaschen zu ihr und nickte.

    “Sir", durchbrach Colonel Carter die mittlerweile eingesetzte Stille. "Da ist noch etwas. Man hat demnächst eine neue Aufgabe für Sie. Das IOA und die UN wünschen, dass Sie den Job von General Hammond in Washington im Pentagon übernehmen.”

    “Einen Schreibtischjob?! Wir wissen doch beide, dass dies nichts für mich ist. Nicht mit mir. Und das werde ich denen auch klar machen, wenn ich wieder zurück bin”, erwiderte General O’Neill erst erschrocken und dann sofort entschlossen.

    “Überlegen Sie es sich bitte trotzdem noch einmal in Ruhe, Sir. Und so langsam sollte…”, überlegte Sam, die auf ihre Uhr schaute. Auch Jack schaute auf seine Uhr: “Ja, Colonel - auch wir müssen weiter… Passen Sie gut auf sich auf, Carter!”
    Danach ließ er sich zurück an Bord seines Schiffes beamen.

    Armada der Zyklonen - Flaggschiff von Cavil

    Gerade noch in letzter Sekunde pressten sie sich in eine kleine Nische.
    ‘Zu blöd, dass dieses komische Ding hier keine Blechmonster sichtbar macht’, dachte Starbuck düster.
    Außer Captain Kara Thrace befand sich noch Lieutenant Sharon Agathon, sowie drei Marines in der Gruppe. Langsam wagten sie sich wieder aus ihrer Deckung hervor.

    In einem der Hangars des Basisschiffes, fragte Boomer erstaunt: “Was machst du denn da?”
    “Och”, murmelte Cavil, “du bist es nur. Also… ich mache mich ein wenig nützlich. Und meine anderen Brüder müssen ja nicht unbedingt alles wissen, was ich weiß…” Während er sprach gab der Einser eine Programmierung ein, um die Protokolle der Zenturios zu löschen, welche für ihn einen Spezialauftrag an seinem persönlichen schweren Jäger ausgeführt hatten.
    Als er schließlich damit fertig war, erkundigte er sich nach dem Wohlbefinden der drei Gäste an Bord.

    “Also Liam schläft zwar… aber er weint von Zeit zu Zeit…”
    “Das tun kleine Kinder nun einmal, Acht. Und wenn Caprica, sowie alle anderen unserer Brüdern und Schwestern wieder klar bei Verstand sind…, dann… Ach, du weißt schon, was ich meine.”

    “…und Hera stellt Fragen…”
    Wieder unterbrach Cavil ein wenig gereizt Boomer: “Wie bitte?”
    “…, denn sie möchte erfahren, weshalb sie nicht bei ihrer Familie ist, und wann sie wieder nach Hause darf.”
    “Dann sag ihr, dass dies gerade vorbereitet wird”, seufzte der Einser.

    “Dann wäre da noch Ryan Edwards. Der Mensch ist fast am Ende seiner Kräfte. Vielleicht sollten wir die Gehirnsonde entfernen, oder…”
    “Ach, Boomer. Wenn wir ihm die Sonde in dem Zustand in dem er sich befindet entnehmen würden, könnten wir ihn auch gleich aus der Luftschleuse werfen - wäre mal was anderes… Aber ich habe das Gerät deaktiviert, so dass er sich erholen kann. Jedenfalls solange bis wir mit dem Ungeziefer abgerechnet haben. Und sag meinen Brüdern, dass ich in einer Stunde im Besprechungsraum bin! Danke!”

    Derweil hatte sich das Einsatzteam auf der Suche nach den drei entführten Kindern weiter vorgearbeitet.

    Während dessen saß ein immer unruhiger werdender Helo zusammen mit vier Soldaten im Jumper auf dem Co-Pilotensitz.
    Vor einiger Zeit hatte Private Kieras, die einzige Frau bei den anwesenden Marines, eine Packung Karten aus einer Tasche ihrer Einsatzweste hervorgeholt.
    Da Captain Karl C. Agathon die Untätigkeit nicht mehr ertrug, machte er sich ein wenig mehr mit der Technik und der Ausstattung des Jumpers vertraut. Schließlich stieß er auf ein Programm, welches sein Interesse weckte, denn auf dem Bildschirm, welcher vor dem Cockpitfenster erschienen war, wurde der Umriss des Basisschiffes sichtbar und außerdem noch eine Unzahl von Punkten. “Da soll mich doch…”
    “Was ist los, Sir?”
    “Könnte man so sagen, Private Kieras. Kommt mal alle her, Leute!”
    Gemurmel war zu hören. Widerwillig hatten sich die Soldaten erhoben.

    Ein unerwarteter Ruck durchfuhr das Basisschiff, welchen die Besatzung im Jumper nicht wahrnahm, da sie auf den Bildschirm schauten. Ganz im Gegensatz zu den anderen fünf, die bemerkten, das etwas geschehen war.
    Starbuck stieß leise vor sich hinmurmelnd eine Reihe von Schimpfwörtern aus: “…verflucht noch mal, wir sind wohl in den Hyperraum gesprungen.”

    Die Hand von Athena glänzte noch ein wenig feucht, als sie sagte: “Wir werden in etwa 4 bis 5 Stunden Elysium erreichen.”
    “Woher wollen Sie das wissen, Sir?”
    “Weil ich die Daten dort aus dem Datenstrom habe, Stevenson.”
    “Sag mal, bist du bescheuert, Sharon?”, schimpfte Kara leise.
    “Beruhige dich. Keiner weiß, dass wir hier sind.”

    Elysium-System
    U.S.S. George Hammond - Brücke

    Durch die Nachricht der Phoenix hatten sich alle kolonialen Kampfsterne und Basissterne des 13. Stammes von Kobol in das neue Heimatsystem zurückgezogen. Verstärkt wurden sie von einem Kreuzer der Lemurianer, die sich als Abkömmlinge der Furlinger vorgestellt hatten, sowie der George Hammond und drei weiteren Kampfsternen der Erde.

    Die Reise von der Besatzung um Colonel Carter war ziemlich turbulent verlaufen, da man der Galactica zu Hilfe kommen musste, die von vier Basisschiffen von Luzifers Flotte eingekreist worden war.

    Mit Anspannung verfolgte Sam Carter den Hyperraumflug der Armada der Zylonen auf einem Monitor.
    “Na schön. Offenbar haben die Zylonen ihre Antriebe irgendwie modifiziert und bewegen sich daher schneller, als bislang vermutet. Lieutenant Perry, informieren Sie Präsident Adama und die gesamte Flotte der Kolonialen darüber, dass die feindliche Flotte in etwa drei Stunden hier eintreffen wird! Danach nehmen Sie Kontakt mit der Phoenix auf, ich muss mit General O’Neill sprechen!”
    “Ja, Ma’am.”


    Milchstraße
    Territorium der Luzianischen Allianz

    Schon seit Tagen befand sich Colonel David Telford in der Gewalt von Commander Kiva, der neuen Anführerin der Luzianer. Wieder einmal folterte sie ihn, um an die wichtigen Informationen zu kommen. “…noch einmal die Namen, mein Freund!”

    Die Gehirnwäsche begann Wirkung zu zeigen, denn nur nach kurzem Zögern antwortete Telford: “Colonel Everett Young ist der Kommandeur des Stützpunktes auf der Icarus-Base - und Camille Wray vom IOA beaufsichtigt den Fortschritt des Projektes… Doktor Nicholas Rush ist der wissenschaftliche Leiter. Wenn Sie wollen, der führende Kopf…”
    “Weiter!”
    “Es gab eine Sackgasse. Ein Problem mit den Berechnungen, dass durch ein Spiel gelöst werden soll…”
    “Gut. Fahren wir fort. Du wirst uns informieren sobald die Lösung feststeht!”

    Icarus-Planet

    “Colonel!”
    “Ist schon gut, Lieutenant. Wo ist der Bericht, TJ?”
    “Hier. Behalten Sie das im Auge, Johansen!”
    “Da würde ich mir keine Sorgen machen. Doktor Rush pendelt zwischen der Erde hin und her.”

    “Colonel Young.”
    ”Was ist los?”
    “Die Flotte ist jetzt komplett. Insgesamt acht Kampfsterne und eine 304 beschützen fort an diesen Planeten, Sir”, berichtete Lieutenant Matthew Scott, nachdem er die Krankenstation betreten hatte.


    Andromeda-Galaxie
    Zylonisches Territorium - Zylonenplanet

    “Wann ist es denn soweit, bis wir mit dem Anwählen beginnen können?”
    “Du kannst es wohl kaum noch erwarten, Fünf.”
    “So ist es, Vier. Am liebsten würde ich einige der Menschen persönlich umbringen… Ah, es ist soweit. Beginne mit der Anwahlsequenz - Jetzt!”
    “Gut, ich bereite das Virus vor. Die erste Angriffswelle bereithalten!”, ordnete die Simon-Kopie an.

    Elysium-System
    Elysium - Regierungsgebäude

    Mittlerweile hatte sich die gesamte Zivilbevölkerung Elysiums in die Schutzbunker zurückgezogen, welche durch Schutzschilde abgeschirmt werden konnten, sobald die Zylonen mit einem Bombenangriff beginnen würden.

    Irritiert sah Bruce Wales auf: “He, wo wollen Sie denn jetzt hin?”
    “Das Militär benötigt jeden der fliegen kann, eine militärische Ausbildung oder etwas Vergleichbares hat… Deswegen gehe ich. Tut mir leid, ich kann einfach nicht anders. Ich werde mich auf die Galactica begeben. Von daher übergebe ich bis auf weiteres die Amtsgeschäfte dem Vizepräsidenten”, antwortete Präsident Lee Adama, als gerade Gaius Baltar in den Bunkerraum eintrat.

    “So ist das also. Hört sich ja so an, als ob der Präsident der Kolonien geahnt hatte, dass du kommst, mein lieber Gaius. Erinnerst du dich eigentlich noch daran, wie du einst versprochen hast, dich um Hera wie eine Tochter, die erste von Gottes neuer Generation, zu kümmern und sie zu beschützen?”, flüsterte die Sechs, die Doktor Baltar seit Jahren in seinen Visionen erschien, zu.

    Unerwartet wollte Caprica-Sechs zeitgleich losstürmen, als sie von einer Baltar-Erscheinung angesprochen wurde. Im Gegensatz zu Gaius zögerte die Zylonin gar nicht - sondern war auch schon auf dem Weg nach oben.

    “Sieh an, Gaius.”
    “Hör bitte auf, ja…“, stöhnte der Vizepräsident gequält.

    Laut sagte er dann: “Äh, warten Sie bitte einen Moment, Herr Präsident - ich komme auch mit.”

    “Wie Sie wollen. Aber sobald Sie an Bord des Raptors da oben sind, gibt es kein Zurück mehr!”, schärfte Lee Adama seinem Vizepräsidenten ein.

    Im Raum blieb das Regierungskabinett zurück; Laura Roslin stellte mit einem Seufzer fest: “Dann wäre ich wohl mal wieder Präsidentin.”

    Orbit von Elysium
    Battlestar Galactica

    Im Combat Information Center schnaubte Colonel Saul Tigh aufgebracht: “Der kommt als CAG gar nicht in Frage, Bill. Wir hätten nicht Helo mit auf diese Mission schicken sollen - ah, verdammt! Also überlegen Sie es sich noch ein…”
    Weiter sprach er nicht, denn die Luke wurde geöffnet. “Melde mich zum Dienst, Admiral Adama. Colonel Tigh.”
    “Na, da soll mich doch…”, murmelte Saul erstaunt.

    “Wie es aussieht, hat da jemand ein Einsehen mit Ihren Nerven, Colonel”, brummte William Adama, der seinem Sohn Lee Adama dankbar zunickte.
    Der XO hatte sich schnell wieder im Griff und sagte mit schneidiger Stimme: “Major Lee Adama, Sie sind ab sofort wieder der CAG - also bewegen Sie ihren Hintern zu Ihrem Piloten!”
    “Ja. Sir”, Apollo salutierte kurz, und verließ auch schon wieder das CIC.

    “DRADIS-Kontakt, Admiral! Eine gewaltige Armada der Zylonen”, meldete Hoshi.

    “Aber weshalb ist denn der Vizepräsident hier an Bord… Caprica, was machst du denn hier?”, fragte Colonel Tigh, der Baltar zuerst kritisch gemustert hatte, bis er dann die Sechs entdeckte.

    Die anschließenden Bemühungen die Zylonin zur Rückkehr zu bewegen, erzielten keinerlei Wirkung.
    “Nein, Saul. Ich werde Liam holen, und wenn es sich ergibt auch die beiden anderen entführten Kinder!”

    “Hoffen wir mal, dass es nicht soweit kommt. - Achtung an alle kolonialen Streitkräfte von Elysium: Hier spricht Admiral Adama. Allerhöchste Konzentration! Prägt euch alle die Gesichter der Männer und Frauen, die an eurer Seite stehen und mit euch kämpfen werden, gut ein - es geht um die Zukunft unseres Volkes. Der 13 Stämme von Kobol.”

    Elysium - KSGC

    “Achtung! Eingehendes Wurmloch! Sir!”
    “Dann schließen Sie die Iris, Ensign!” Der koloniale Tortechniker drückte einige Tasten auf dem Keyboard, worauf sich die Schutzblende aus Trinium vor den blau schimmernden Ereignishorizont schob.

    Colonel Andrews, der Kommandant der Einrichtung bemerkte schnell, dass etwas nicht stimmte, denn das Tor war aktiv. Und obwohl kein ID-Code empfangen wurde, blieb die Verbindung bestehen. Umgehend informierte er Admiral Samuel O’Hara, sowie die koloniale Regierung über diese Entwicklung.

    Orbit von Elysium
    Armada der Zyklonen - Basisschiff von Cavil

    “Ob die schon gemerkt haben, dass es keinerlei Entrinnen für sie gibt - außer eine erneute Flucht durchs Universum?”, fragte Cavil amüsiert laut, ehe er anordnete Kontakt mit der Galactica aufzunehmen, um mit Admiral Adama zu verhandeln.

    Als es soweit war, übermittelte der Einser in einem überheblichen Tonfall die Forderungen des Imperiums der Zylonen, dem sich die Menschen ohne Bedingungen zu unterwerfen hätten.

    tbc


  5. #344
    Gehasst, Verdammt, Vergöttert Avatar von Colonel Maybourne
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    Das dürfte es mit den Goa´Uld dann wohl gewesen sein, denn wie viele sind noch übrig und sitzen nicht auf einem verlassenen Planeten fest?
    Außerdem bin ich gespannt, wie viele Zenturios direkt in die Iris rennen werden, bis die Zylonen merken, dass sie da etwas übersehen haben.
    Die Flotte der Zylonen ist allerdings nun auch nicht so übermächtig wie einst Wraith oder Ori, dass müssten sie also packen...
    Bis dann.
    Das Leben ist ein Schwanz und wir die Eier, die mitgeschleift werden.


    Meine aktuellen Fanfiction:


    TGE Combined Season 1 Fire of War:

    http://www.stargate-project.de/starg...ad.php?t=11836




  6. Danke sagten:


  7. #345
    First Lieutenant Avatar von Angelika
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    Naja, in der Milchstraße gibt es eine Atempause, sa für geht's jetzt in der Andromeda wieder rund. Ich bin ja einmal neugierig was die Zylonen mit dem Stargate auf Elysium vorhaben? Durch die Iris kommen sie ha nicht so eindach durch, also scheint der Plan perfider zu sein. Mal sehen ob die Allianz aus Kolonialen und Erde sie stoppen können?

  8. Danke sagten:


  9. #346
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John's Chaya
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    4.25
    “…du wirst also nicht mehr länger die Orici sein…”, erklärte Myrddin.
    Doch Adria unterbrach ihn: “…ha, ich werde zurückkehren, um mich dafür zu revanchieren.”
    “Nein! Das werdet Ihr nicht, weil du als normaler sterblicher Mensch leben wirst! Ohne dein Wissen und ohne jegliche Erinnerung. Auf einem fernen Planeten. Nie wieder wird die Gier der Ori nach Verehrung und Macht den Frieden gefährden”, entgegnete Ganos Lal.
    Was für eine tolle Strafe für Adria, so ohne Macht. Aber wird sie nicht auch als Mensch so allerhand Schaden anrichten?

    Gerade eben hatten viele Trauergäste, darunter SG-1, O’Neill, Sheppard sowie Vertreter von den Kolonien, als auch aus der Politik Abschied von General George Hammond genommen.
    *schnief* R.I.P General Hammond

    Ich/Chaya hätte doch Liz heilen können? Schließlich hat sie viel für mein Volk getan. Wieso ein Goa'uld?

    Irritiert blickte Ronon auf den Erdboden, wo es urplötzlich sehr stark wimmelte. Ameisen. Diese krabbelten schon sehr bald über die Wraith hinweg, um sich über diese unerwartete Mahlzeit herzumachen.
    Iiiii... pfui Teufel, ist das eklig. Es geschiet der Wraith-Übermutter zwar nur recht, aber eine eklige Vorstellung im Kopfkino ist es trotzdem.

    4.26
    Alles was mit BSG zu tun hat, rauscht beim Lesen an mir vorbei, damit kann ich noch immer nichts anfangen. Selbst wenn zwischendrin die Namen von z.B. Jack und Carter fallen.

    “Einen Schreibtischjob?! Wir wissen doch beide, dass dies nichts für mich ist. Nicht mit mir. Und das werde ich denen auch klar machen, wenn ich wieder zurück bin”, erwiderte General O’Neill erst erschrocken und dann sofort entschlossen.
    Tja, dagegen wird er sich wohl nicht währen können. Aber vielleicht lässt man ihn ja ab und an doch eine Mission übernehmen, bei all dem was er für die Erde und ihre Verbündeten getan hat. Und von dem Posten kann er ja auch so allerhand ausrichten und in die Wege leiten, denke ich.
    Ich bin zu alt, um nur zu spielen, zu jung, um ohne Wunsch zu sein.

  10. Danke sagten:


  11. #347
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Hallo - und Danke, an alle Leser, die Kritikschreiber, Angelika, Durnah, Ehre_Sei_den_Ort & John´s Chaya, dafür den Button gedrückt zu haben

    Feedback-Feedback:
    Spoiler 
    Zitat Zitat von Colonel Maybourne Beitrag anzeigen
    Das dürfte es mit den Goa´Uld dann wohl gewesen sein, denn wie viele sind noch übrig und sitzen nicht auf einem verlassenen Planeten fest?
    Außerdem bin ich gespannt, wie viele Zenturios direkt in die Iris rennen werden, bis die Zylonen merken, dass sie da etwas übersehen haben.
    Die Flotte der Zylonen ist allerdings nun auch nicht so übermächtig wie einst Wraith oder Ori, dass müssten sie also packen...
    Bis dann.
    @ Colonel Maybourne:
    Es sind noch einige Schlangenköpfe übrig, doch haben die nicht all zu viel zu melden.
    Dann sei mal weiter gespannt , und die Antworten gibt es dann durch den übrigen Kapiteln : )

    Vielen Dank für Dein Feedback
    = = =
    Zitat Zitat von Angelika Beitrag anzeigen
    Naja, in der Milchstraße gibt es eine Atempause, sa für geht's jetzt in der Andromeda wieder rund. Ich bin ja einmal neugierig was die Zylonen mit dem Stargate auf Elysium vorhaben? Durch die Iris kommen sie ha nicht so eindach durch, also scheint der Plan perfider zu sein. Mal sehen ob die Allianz aus Kolonialen und Erde sie stoppen können?
    @ Angelika:
    Sehr schön, sei mal weiterhin schön neugierig

    Vielen Dank für Dein Feedback
    = = =
    Zitat Zitat von John´s Chaya Beitrag anzeigen
    4.25

    Was für eine tolle Strafe für Adria, so ohne Macht. Aber wird sie nicht auch als Mensch so allerhand Schaden anrichten?


    *schnief* R.I.P General Hammond

    Ich/Chaya hätte doch Liz heilen können? Schließlich hat sie viel für mein Volk getan. Wieso ein Goa'uld?


    Iiiii... pfui Teufel, ist das eklig. Es geschiet der Wraith-Übermutter zwar nur recht, aber eine eklige Vorstellung im Kopfkino ist es trotzdem.

    4.26
    Alles was mit BSG zu tun hat, rauscht beim Lesen an mir vorbei, damit kann ich noch immer nichts anfangen. Selbst wenn zwischendrin die Namen von z.B. Jack und Carter fallen.


    Tja, dagegen wird er sich wohl nicht währen können. Aber vielleicht lässt man ihn ja ab und an doch eine Mission übernehmen, bei all dem was er für die Erde und ihre Verbündeten getan hat. Und von dem Posten kann er ja auch so allerhand ausrichten und in die Wege leiten, denke ich.
    @ John´s Chaya:
    Also, der Planet ist weit abgelegen, ohne Stargate, auf dem Adria ohne jegliche Erinnerungen gelandet ist - von ihr geht keine Gefahr mehr aus.

    Na, Chaya - ein Tok’ra ist doch kein Goa’uld Und da die Schla… äh, der Symbiont ja mit an Bord der Phoenix und verfügbar war - musste er halt endlich mal auftreten, sonst fühlen sich die Tok´ra noch diskriminiert

    Bitteschön für das eklige Kopfkino

    Dann sollte die liebe Chaya mal so langsam Battlestar Galactica gucken
    Und Jack wird natürlich seine Befugnisse ausspielen, wenn er den Job annehmen sollte

    Danke für Dein Feedback


    So wir kommen unausweichlich dem großen Finale immer näher
    Wünsche euch allen viel Spaß beim Lesen

    Stargate: Battlestar Galactica - Season 4

    4.27 Elysium in Gefahr, Teil 2


    Andromeda-Galaxie
    Orbit von Elysium
    Battlestar Galactica - CIC

    Die umgehenden verbalen Reaktionen von William Adama, Saul Tigh und Caprica blieben nicht aus. Doch es war die Zylonin, die sich sofort dagegenstemmte: “Jetzt hör mir mal aufmerksam zu, Cavil: Die Zweien, D’Anna, die Achten und wir Sechsen, als auch die Angehörigen des 13. Stammes werden sich dir nicht anschließen! Nicht nach all den vielen Sünden zu denen du uns verführt hast!”

    Aus dem Hörer war nur ein mehrfaches Lachen zu hören, welches vom Triumvirat stammte.
    “Dann wird es uns ein Vergnügen sein, euch Ungeziefer des Universums eine weitere Lektion zu erteilen!”, war, nachdem das Gelächter verstummt war, die Stimme eines Einsers zu vernehmen.

    Danach begann der Angriff auf Elysium - allerdings nicht durch den Beschuss der zylonischen Raumschiffe, sondern im Innern des Planeten.
    Auf ein starkes Funksignal hin, welches ein Computervirus in die Rechner schleuste, gelang es den Zylonen, die schützende Iris zu deaktivieren, um sich Zugang in die Basis zu verschaffen.

    “Schalten Sie auf der Stelle die Energieversorgung ab, Ensign!”, brüllte Colonel Andrews über den Lärm des beginnenden Schusswechsels hinweg in sein Funkgerät.

    Blitzartig wurde es dunkel. Das Notstromaggregat sorgte nur für eine dürftige Beleuchtung auf dem Stützpunkt, auf welchem die Invasoren damit beschäftigt waren, zunächst den Torraum und die umliegenden Korridore sowie den Kontrollraum einzunehmen. Dies war nicht gerade einfach, weil sich die Schutz- und Feuertüren, sowie zahlreiche Schotts durch ein Unterprogramm bis auf einen schmalen Spalt, durch den sich ein Mann hätte mühevoll durchzwängen müssen, geschlossen hatten.

    Doch auf lange Sicht würde dies die Zylonen nicht aufhalten, das wusste Andrews.


    Milchstraße
    Erde, USA - SGC

    “Immer noch keine Verbindung mit Elysium möglich. Aber es liegt nicht an dem Computer, denn auch Trois und Atlantis können keine Verbindung aufbauen”, berichtete Walter Harriman-Davis mit sorgenvollem Gesichtsausdruck, als Hank Landry im Kontrollraum erschienen war.

    Dem General war klar, dass Elysium also wie befürchtet von den Zylonen angegriffen wurde. Ohne allzu lange zu zögern eilte Landry die stählerne Treppe wieder hinauf, zurück in sein Büro, um zu telefonieren.


    Andromeda-Galaxie
    Elysium

    Nur wenige Kilometer entfernt in den Ruinen der zum Teil immer noch verborgenen alten Stadt der Antiker starrte der Junge entsetzt drein.
    “Was? Ich soll mit diesen… auf diesen…?”, stammelte Lucas Edwards fassungslos vor sich hin.
    Schließlich wich er vor diesem Stuhl auf der Plattform wieder zurück.

    Esther Paris legte ihm aufmunternd ihre Hände auf die Schultern und versuchte noch einmal zu erklären: “Tut mir leid, Lucas. Doch laut dem vorliegenden medizinischen Gutachten von Doktor Michelle Nash bist du der einzige aller Menschen hier auf Elysium, der uns zur Verfügung steht, weil alle anderen bereits an Bord der Kampfsterne im Einsatz sind oder hier am Boden unsere Bodentruppen unterstützen. Ich helfe dir bei dieser schweren Aufgabe so gut ich kann - versprochen!”

    Der junge Edwards nickte schließlich, und Esther erzählte ihm dann was er als erstes tun sollte.

    Orbit von Elysium
    Flaggschiff von Cavil

    Immer noch war das Team von Starbuck auf der Suche nach den Kindern. Schließlich stieß sogar ein Zweierteam von den Marines zu ihnen, welches Helo losgeschickt hatte, da dieser wichtige Erkenntnisse gewonnen hatte.

    Zeitgleich verfolgten Cavil und Boomer das Vorrücken ihrer Truppen, die es geschafft hatten, einen Brückenkopf im kolonialen Stargate Center zu errichten und langsam aber stetig immer weiter vordrangen. Ihr Ziel waren die alten Antiker-Ruinen mit dem Kontrollstuhl, welcher mit einem Tunnelsystem mit der Militärbasis verbunden war, um diesen zu erobern oder zu zerstören.

    Der Einser erfuhr schließlich, dass genau dieser Bereich offenbar auch noch von einem Schutzschild geschützt wurde. Das machte es unmöglich, sich von der Luft aus diesem Ziel zu näheren.
    “Die Kampfsterne greifen uns immer noch nicht an”, stellte Boomer erstaunt fest, “es besteht nur reger Verkehr mit Raptoren. Einer ist gerade von der Galactica aus zu diesem Raumschiff der Menschen aus der anderen Galaxie gestartet.”

    Cavil gefiel das gar nicht: “Das müssen wir unterbinden! Unsere Armada soll jetzt ebenfalls in die Schlacht eingreifen - was haltet ihr alle davon?”
    Alle Zylonen seiner Fraktion, die Einser, Vierer und Fünfer, sowie Boomer stimmten dem Vorschlag zu, die bisherige Zurückhaltung endgültig aufzugeben.

    Einige Zeit später wurde die Auseinandersetzung noch heftiger, wobei auch das Schiff von Cavil unter anderen unter Beschuss geriet.

    “Verfluchter Mist! Haben die etwa vergessen, dass wir hier sind!”, entfuhr es Athena, als ein weiterer Treffer das Basisschiff schwer erschütterte.
    Starbuck stimmte ihr verärgert zu: “Du nimmst mir die Worte aus dem Mund. Los weiter!”

    Battlestar Galactica - CIC

    Immer wieder schaute Admiral Adama auf den DRADIS-Bildschirm. Bislang hielt die dünne Verteidigungslinie noch.
    “Danke, Colonel Carter”, sagte Colonel Tigh, ehe er den Hörer mit einem Seufzer wieder einhängte. “Caprica und Baltar sind unterwegs zu Cavils Basisschiff, Bill.”

    “Wir sollten so langsam aufpassen… eigentlich müssten wir schon schwere Schäden angerichtet haben… aber die Schiffe von diesen Mephisto und Luzifer sind immer noch da? Im Normalfall hätten wir die schon längst zerlegt. Irgendetwas stimmt da draußen nicht”, brummte William Adama, der seine Fäuste ballte und auf dem Tisch abstützte. Kurz darauf erfuhr er von Lee Adama beunruhigende Neuigkeiten.

    “… wiederholen Sie noch einmal, Apollo!”, forderte Dee nach einem Zeichen von Husker auf. Worauf wenige Sekunden später über Lautsprecher das Befürchtete zu hören war: “… Galactica, hier Apollo. Die Basisschiffe der Zylonen verfügen über Schutzschilde.”
    Noch während Lee berichtete verzog der Admiral verärgert sein Gesicht, dann verlangte er an Dee gerichtet: “Ich brauche eine Verbindung zur George Hammond! Das ist ein verdammtes Problem. Und ich hoffe, dass uns Colonel Carter da weiterhelfen kann.”


    Milchstraße
    Erdorbit

    Es war nicht gerade einfach gewesen, doch man hatte es geschafft eine Flotte zusammenzustellen, um diese zur Unterstützung nach Elysium zu entsenden, ohne sich selber und die eigenen Stützpunkte zu gefährden. Denn dem IOA und der UN war bewusst geworden, dass für den Fall, dass die Zylonen Elysium erobern sollten, die Milchstraße durchaus das nächste Ziel sein könnte. Eine Bedrohung, die man schon im Ansatz bekämpfen musste.

    Die drei Asgardschiffe sprangen mit den Kampfsternen und der einen 304er im Schlepptau in den Hyperraum, damit die Reise nur maximal einen halben Tag dauern würde, und nicht über eine Woche.


    Andromeda-Galaxie
    U.S.S. Phoenix

    Der Flug im Hyperraum war vorüber und das Schiff von O’Neill bewegte sich langsam auf die Gaswolke zu, in deren Innern sich die Heimatkolonie der Zylonen verborgen halten sollte. Jack hatte sich umgehend auf den Weg zum Kontrollstuhl gemacht, um die Drohnen zu nutzen, um diese gewaltige Anlage der Zylonen zu zerstören.


    Orbit von Elysium
    U.S.S. George Hammond - Brücke

    Sam hatte aufmerksam zugehört und beteuerte: “Tut mir leid, Admiral Adama. Doch das einzige was wir tun können ist, den Feind mit allem zu beschießen was wir haben, um die Schilde irgendwann zum Kollabieren zu bringen. Doch wir sollten nichts riskieren, um den Einsatz auf dem Schiff von Cavil zu gefährden. Einige Treffer bei voller Leistung unserer Energiewaffen, die wir von den Asgard bekommen haben, könnten… einen Moment bitte. Was ist Kwasir?”
    “Ich könnte die Energie senken, um das Risiko zu minimieren. Allerdings sollten sich eure Freunde bemühen, dennoch so schnell wie möglich das Zylonenschiff zu verlassen”, erklärte der Asgard über Funk.

    Gaswolke
    U.S.S. Phoenix - Antikerwaffenplattform

    Bevor er Platz nahm, sah sich General O’Neill auf einem Monitor die Lage vor Ort an. Die Temperaturen, die im Zielgebiet, in welchem sie sich befanden, vorherrschten waren hoch, daher urteilte Jack: “Die haben sich ein wirklich warmes Nest gesucht, um sich vor uns zu verbergen. Dennoch werden wir ihnen noch ein paar Kohlen drauflegen. Sind die Schilde auf Maximum?”

    “Ja, O’Neill”, bestätigte Thor über Funk, “jede verfügbare Energie wurde auf die Schilde umgeleitet.”

    Der General streckte sich noch einmal kurz, dann setzte er sich auf den Stuhl, mit dem man in der Lage war, die wohl mächtigsten bekannten Waffen in drei bis fünf bekannten Galaxien zu kontrollieren. Kaum hatte er den Stuhl berührt aktivierte dieser sich.
    Konzentriert lehnte sich Jack O’Neill zurück und sah alles vor sich: Die gewaltige Heimatkolonie der Zylonen und auch die 14 Basisschiffe, welche diese Station bewachen sollten.

    Aber durch die gewaltige Strahlung war auch der DRADIS-Empfang der Zylonen so empfindlich gestört, dass unzählige zylonische Jäger patrouillierten.
    ‘Nur gut, dass es darum geht, diesen Brocken da aus dem Weg zu räumen’, dachte Jack, der es dank des ZPM, welches die Antikerwaffenplattform mit Strom versorgte, verschmerzen konnte, nicht die Energiewaffen der Asgard einzusetzen, da die Energie in diesem extremen Fall für die Versorgung der Schilde benötigte wurde.

    Da man bisher noch niemals die Drohnen eingesetzt hatte, wussten die Zylonen auch nicht, dass die Menschen über eine solche Waffe an Bord ihrer Schiffe verfügten. Cavil und das übrige Triumvirat wussten nur von den Waffen, die sich auf Elysium befanden.


    Elysium-System
    Battlestar Nyx

    Mittlerweile war es den Zylonen gelungen, ihre Übermacht auszuspielen und hatten den Verteidigungsring durchbrochen. Dies machte den Streitkräften der 13 Kolonien, sowie auch ihren Verbündeten schwer zu schaffen.
    Zähneknirschend sah Admiral Samuel O’Hara ein, dass er seine Taktik ändern musste und hatte daher befohlen, möglichst das Gebiet um die Hauptstadt auf dem Planeten zu schützen, sowie nur die feindlichen Basisschiffe und Jägergeschwader anzugreifen, die in bestimmte Rasterfelder eingedrungen waren.

    Basisschiff von Cavil

    Obwohl er stets mit den Kampfhandlungen beschäftigt war, hatte Cavil immer noch die Zeit, die Daten des Antikerwissens, welches er Ryan Edwards entrissen hatte, zu analysieren. Nur für einen kurzen Moment grinste der Einser böse, als er auf etwas Interessantes stieß und erwog, diese Erkenntnis mit seinen Brüdern zu teilen.
    ‘Nein!’, dachte er im Stillen. Der Einser grinste verschlagen, denn von jetzt an spielte es keinerlei Rolle mehr, ob sich die Final Five ihnen anschließen würden, weil er eine Möglichkeit gefunden hatte, ohne diese Zylonen die Unsterblichkeit wieder zu erlangen.

    Elysium - KSGC

    Die Verteidiger des Militärstützpunktes waren nicht darauf aus ihr Leben zu verlieren, deshalb zogen sie sich strategisch auf eine andere Ebene zurück.
    Im Gegensatz zu den eindringenden Zenturios, die darauf programmiert worden waren ohne groß zu zögern weiter vorzudringen. Immer mehr Zylonen der Vierer und Fünfer drangen ebenfalls in die Basis ein, die die Roboter anführen sollten. Lange Zeit nahmen sie Korridor für Korridor, Ebene für Ebene ohne großen Widerstand ein.
    Einer Doral-Kopie gefiel es irgendwann gar nicht mehr, weil sie keinen Menschen mehr antrafen. Daher mahnte er all die anderen Zylonen zur Vorsicht: “Halt! Diese Menschen sind verschlagen. Wer weiß was sie vorhaben, denn sie haben sich nicht einfach so zurückgezogen - passt also auf!”


    Gaswolke
    Heimatkolonie der Zylonen < = > U.S.S. Phoenix

    Wie eine große bedrohliche schwarze Wolke zeichneten sich die Konturen der Basis der Zylonen innerhalb der Gaswolke ab, in denen sie sich sicher und unangreifbar fühlten.

    In der Kommandozentrale schritt ein Einser unruhig auf und ab. Nur allzu gern hätte er den Feldzug gegen die Menschen begleitet. Doch er hatte eine andere Aufgabe erhalten: So lange zu warten, bis man ihn rief. Dies würde erst der Fall sein, wenn Elysium erobert und die koloniale Flotte ausgelöscht worden sei.

    Grimmig verzog er sein Gesicht, wenn er auf den Bildschirm sah, denn es war einfach gar nichts zu erkennen, ob sich da draußen etwas tat. Dies bedeutete, sich auf die patrouillierenden Jäger zu verlassen.
    ‘Doch wie sollten diese Plagegeister uns auch hier finden, geschweige denn mit einer Waffe angreifen können’, dachte er und gähnte.

    Auf der Brücke der Phoenix konnte man durch das große Panoramafenster hin und wieder durch die Gasschleier Umrisse des Zieles erkennen.
    Seit einiger Zeit bereits saß Jack O’Neill im Stuhl. Schließlich sah er den Moment für gekommen, um den Zylonen einen weiteren heftigen Schlag zu versetzen. Der General konzentrierte sich auf den Punkt genau, während er die Augen geschlossen hielt und bediente mit den Finger- und Daumenkuppen, sowie der übrigen Hand mal etwas intensiver, dann wieder etwas sanfter die Membranflächen, die sich wie Silikon anfühlten.

    Nur am Rande spürte er, wie die Jäger der Zylonen sein sich durch die Gasschleier anpirschendes Ziel schließlich doch entdeckt hatten, denn sie griffen sofort an. Auch einige der Basisschiffe näherten sich der Position der Phoenix.

    O’Neill hatte die ersten Drohnen bereits abgefeuert, worauf die Raider sofort die Verfolgung aufnahmen. Aber das Wettrennen schließlich dennoch verloren und die ersten Drohnen in die gigantische Weltraumstation einschlugen und den FTL-Antrieb zerstörten, um eine Flucht zu verhindern.


    Orbit von Elysium
    Basisschiff von Cavil

    Lautlos und getarnt setzte der Jumper mit Caprica-Sechs und Gaius Baltar auf.
    “Sie warten hier, Corporal!”, ordnete die Zylonin an zwei Soldaten der Galactica gewandt an.

    Immer wieder erbebte das Basisschiff leicht, als Treffer auf die Schutzschilde prallten.

    Auf der Brücke des Schiffes wusste Cavil nicht so richtig, ob er sich beschweren oder freuen sollte. Zum einen ging ihm der andauernde Beschuss allmählich auf die Nerven, und zum anderen vermeldeten die Invasionstruppen die erwarteten Erfolge auf dem Planeten.

    Elysium
    Elysium-City

    Die Außenbezirke der Hauptstadt, sowie die kleineren Ortschaften befanden sich schon seit Stunden unter Kontrolle der Angreifer, da nur das Zentrum von einem Schutzschild geschützt wurde. Doch unbeirrt suchten die Zylonen einen Weg, um diese Barriere zu umgehen.

    Tief in den unterirdisch gelegenen Ruinen, saß Lucas Edwards auf dem Kontrollstuhl und feuerte die Drohnen immer nur paarweise ab, um diese leichter kontrollieren zu können.

    Orbit von Elysium

    Schon seit Beginn der Kampfhandlungen saß Apollo in seiner Viper. Ein Lächeln huschte über sein Gesicht als er die Drohnen sah, welche ab und zu, ohne ihn zu berühren, vorbeischossen und die Schutzschilde eines weiteren Basisschiffes durchbrachen und aus seiner Sicht für klarere Verhältnisse sorgten.

    Basisschiff von Mephisto

    Frustriert schrie Mephisto den Vierer zusammen, nachdem er erfahren hatte, dass sein FTL-Antrieb von einem kleinen Kreuzer zerstört wurde.
    Als er mit seiner Standpauke fertig war, brummte der Einser in einer anschließenden Konferenzschaltung mit Cavil und Luzifer: “…jetzt ist es so langsam genug. Ich schlage hiermit vor, dass wir endlich unsere neue Waffe zum Einsatz bringen. Und zuallererst diesen kleinen Kreuzer ausschalten.”


    Gaswolke
    U.S.S. Phoenix - Asgard-Labor

    Von seinem Arbeitsplatz aus hatte allein Thor als einer der wenigen die Möglichkeit zu verfolgen, wie die Drohnen sich immer wieder in die Heimatkolonie der Zylonen bohrten, ehe sie detonierten. Doch kurz nachdem man selber mit der Attacke begonnen hatte, war man quasi auch für den Gegner sichtbar geworden, so dass die Schutzschilde der Phoenix wie erwartet noch stärker beansprucht wurden.
    Auch konnte der Asgard schemenhaft erkennen, was O’Neill deutlicher wahrnahm, nämlich wie die Zylonenjäger Versuche unternahmen, die Drohnen abzufangen.

    Schließlich bemerkte Thor einen sehr hohen Energieanstieg, der aus dem Inneren der Basis der Zylonen kam. Nach einer Überprüfung wusste Thor was geschehen war: Einige der Drohnen hatten Waffenlager getroffen, wo auch Nuklearwaffen gelagert wurden und eine Kettenreaktion ausgelöst hatten.
    Umgehend informierte der Asgard deswegen den General, während er selber schon Vorkehrungen traf.
    “…dann ist unser Ziel erreicht. Bring uns hier raus, mein Freund! Denn hier wird es so langsam heiß”, ertönte Jacks Stimme aus einem Lautsprecher.

    Thor verlor keine Sekunde und manövrierte die Phoenix aus dem Gefahrenbereich. Sofort wurde sie von den Basisschiffen und Jägergeschwadern der Zylonen verfolgt, ehe sie in den dichteren Gasschleiern verschwand.


    Elysium - KSGC

    Zur gleichen Zeit drangen immer noch weitere Zenturios durch das Stargate ein. Detonationen erschütterten den Stützpunkt. Wachsam lauschte Colonel Andrews und überlegte: 'Entweder haben diese Blechdosen unsere Sprengfallen ausgelöst oder die bahnen sich ihren Weg durch die Decken und Wände nach oben.'
    Wieder ging eine Sprengladung hoch. Diesmal ganz in seiner Nähe.


    Gaswolke

    Dutzende atomare Explosionen zerrissen schließlich die Heimatkolonie der Zylonen, deren unzählige Bruchstücke durch die Detonationswelle weitläufig verteilt wurden.

    Dass durch diese gewaltige Energieentfaltung nur die riesige Weltraumstation der Zylonen vernichtet wurde, wusste niemand an Bord der Phoenix. Alle vierzehn Basisschiffe hatten es geschafft rechtzeitig zu fliehen, nachdem sie informiert worden waren, dass die Heimatkolonie verloren sei.


    Orbit von Elysium
    Basisschiff von Natalie

    Immer wieder sprühten zahlreiche Funken an Bord des ganzen Schiffes.
    “Wenn es so weitergeht, werden unsere Schutzschilde bald zusammenbrechen”, seufzte Natalie Faust gerade, als weitere Dutzende von Treffern genau auf diese aufschlugen.

    Zur selben Zeit haderte ein Leoben mit sich selbst, ehe er erwiderte: “Nicht, wenn es mir davor noch gelingen sollte, einen dieser Naquadria-Generatoren an die Energieversorgung anzuschließen… Was gar nicht so einfach ist…”

    “Befolge einfach die Instruktionen von Colonel Carter”, riet eine Acht, und reichte dem Zweier eine Anleitung.
    “Hättest du nicht eher damit rausrücken können”, murrte dieser gestresst.

    Lemurianischer Kreuzer

    Geradezu erschrocken riss ein Besatzungsmitglied die Augen noch weiter auf. “Kommandant. Das System hat soeben einen gewaltigen Energieanstieg erfasst!”
    Die pelzige Stirn in Falten gelegt trat der alte Lemurianer heran und beugte sich vor, um diese Daten anzusehen. Nach einigen Minuten murmelte alarmiert: “Einfach unmöglich! Es sei denn…”
    Weiter kam er nicht mehr, weil sein Schiff mehrfach von Energiesalven getroffen, welche es ohne große Probleme zerstört hatten.

    Basisschiff von Luzifer

    Zufrieden über den ersten Erfolg durch den Einsatz der neuen Waffe lachte Luzifer triumphierend laut auf: “…ha. Das hat vorzüglich funktioniert. Obwohl die Anleitungen dieser Technologie Tausende von Jahren alt sind, ist die Wirkung sehr beeindruckend. Ich finde, wir sollten die Menschen und ihre Verbündeten auffordern, sich bedingungslos zu ergeben. Denn ihnen wird diese Machtdemonstration unserseits nicht entgangen sein.”

    Lange Zeit herrschte Schweigen, ehe er Zustimmung, aber auch Ablehnung für seinen Vorschlag von den anderen Zylonen erntete.
    Schließlich erwiderte Cavil, dass es eigentlich geplant gewesen ist, der Menschheit einen schmerzhaften Schlag zu versetzen, sowie die anderen Zylonen, die sie als Abtrünnige betrachteten, auszulöschen.

    Basisschiff von Mephisto

    “Auch sollten wir bedenken, dass nur unsere Schiffe mit dieser neuen Superwaffe ausgerüstet sind. Da die Menschen es allerdings nicht wissen - zumindest noch nicht - sollten wir unseren Vorteil nutzen und noch mehr Schaden anrichten. Erst danach sollten wir sie auffordern zu kapitulieren…”, entgegnete Mephisto, der auf der Brücke auf und ab ging.

    Basisschiff von Cavil

    Sichtlich lange rang Cavil innerlich mit sich selbst. Schließlich erklärte auch er:
    “…ja, liebe Brüder. Ich bin auch der Meinung, dass wir, da diese Waffe so gut funktioniert, jene auch gegen diese Schädlinge einsetzen sollten…”
    Nach einer weiteren Überlegungspause schlug er vor, einige Ziele auf dem Planeten mit dieser Energiewaffe anzugreifen, sowie noch einige koloniale Kampfsterne und Basisschiffe zu attackieren und gegebenenfalls auch zu zerstören, wenn die Möglichkeit bestünde.

    Einige Ebenen weiter oben, wurde das Team von Starbuck und Athena schließlich fündig. Sie hatten sich so gut es ging zu einem Quartier in der Nähe der medizinischen Labors vorgearbeitet.

    Auf einer harten Pritsche lag Ryan Edwards, der vor lauter Erschöpfung auf Grund seiner Strapazen das Bewusstsein verloren hatte.
    Während die Marines absicherten, tasteten sich Kara und Sharon weiter vor. Doch niemand außer ihnen und dem Teenager befanden sich in diesem Raum.
    “Verdammt! Was haben diese Dreckskerle nur mit ihm angestellt!”, schimpfte Captain Thrace aufgebracht, wobei sie sich gerade noch so beherrschen konnte und nicht Zylonen oder Toaster sagte.
    “Vorsicht! Zenturios auf 10-Uhr, Sir!”, warnte Private Kieras, als sie entdeckt worden waren. Kaum hatte sie angefangen die Warnung auszusprechen, begann auch schon der unvermeidliche Schusswechsel.

    Orbit von Elysium

    Es geschah beinahe so wie von Jack O’Neill vorhergesagt. Unter Anleitung von Esther Paris hatte es der junge Lucas Edwards geschafft, mit den Drohnen knapp ein Viertel der angreifenden Armada der Zylonen zu zerstören oder zumindest einige der Basisschiffe kampfunfähig zu machen.

    Nur nebenbei schienen die Invasoren diese Verluste zu registrieren. Dies änderte sich aber, als sie bemerkten, von woher diese Geschosse kamen, welche ihre Armada dezimierten. Unerwartet brachen die drei Flaggschiffe des Triumvirates aus der Formation aus, um dieses Problem aus der Welt zu schaffen.

    Elysium - Antikerwaffenplattform

    In kurzer Reihenfolge waren schwere Erschütterungen zu spüren, welche die gesamte Struktur der Ruinen noch mehr instabil werden ließen. Ein installierter Schild verhinderte aber einen Einsturz unzähliger Kammern und Gänge.
    Nicht nur Lucas und Esther sahen sich erschrocken und alarmiert um, sondern auch das übrige Personal sowie einige Wissenschaftler und Militärs von der Erde, die noch vor der Invasion der Zylonen nach Elysium gelangt waren.

    Orbit von Elysium
    Battlestar Galactica - CIC

    “Diese verfluchte neuartige Waffe von Cavil, Luzifer und Mephisto hat unserer Flotte schwer zugesetzt. Und nachdem sie die Ruinen mit der Plattform außer Funktion gesetzt haben, sind wir offenbar als nächstes an der Reihe, Bill.”

    “Sieht ganz so aus. Die Mistkerle müssen diese Waffe vom Antikerwissen von Ryan Edwards haben… aber der Bande tue ich nicht den Gefallen… wir werden das Basisschiff von Cavil rammen, und somit aus der Gleichung nehmen, Saul!”
    Die Stimme von Admiral Adama klang entschlossen. Er war informiert worden, dass die Battlestar Mercury momentan kampfunfähig war. Aber nicht nur das, denn den Zylonen war es bislang gelungen, die Kampfsterne Lunic, Icarus, sowie die Kronos, welche die Lemurianer geborgen und dann in der Nyx-Werft repariert worden war, zu zerstören, genauso wie ein Basisschiff des 13. Stammes.

    U.S.S. George Hammond - Brücke

    Hilflos hatte Colonel Samantha Carter mitbekommen, was geschah. Doch dann bemerkte nicht nur sie, sondern auch Kwasir, dass offenbar nur drei der Basisschiffe über diese neue Energiewaffe zu verfügen schienen. Und genau diese setzten jetzt der Galactica zu, wie Sam mit einem besorgten Blick aus dem großen Fenster ihrer Brücke erkennen konnte.
    “Admiral Adama schafft das nicht allein…”, murmelte Carter. Doch dann registrierte sie, dass die Galactica gerade auf eines der Basisschiffe zusteuerte.

    Mit erstaunter Stimme, aber einem warnenden Ton, meldete sich Kwasir über Funk aus seinem Labor: “…sollte die Galactica Kurs und Geschwindigkeit beibehalten, wird sie mit dem feindlichen Schiff in Kürze kollidieren, Colonel Carter…”
    “Das befürchte ich auch”, seufzte Sam.

    Basisschiff von Cavil - Brücke

    Immer wieder ordnete Cavil energisch an, der angreifenden Galactica auszuweichen.
    “Dieser verrückte alte Mann… ist mir egal… Feuert mit allem was wir haben!”, schnauzte der Einser einige andere Zylonen wütend an. “Und noch etwas: Schaltet diese Plagegeister aus, die hier an Bord gelangt sind!”, fügte er fluchend nach einer Atempause hinzu.

    Auf einem anderen Deck seines Schiffes stürmte Hera an einer verdutzten Boomer vorbei aus ihrem Quartier hinaus auf den Korridor.
    “Bleib hier, Hera! Es ist zu gefährlich! Verdammt!”, schrie die Acht aufgebracht, die sofort die Verfolgung des Mädchens aufnahm. Doch die Kleine rannte nur noch schneller von ihr weg.

    Einige Decks weiter oben hatte es das Team von Starbuck und Athena geschafft, sich den Weg freizumachen. Sie waren zumindest eine Zeit lang ihren Feinden entkommen.

    Schwer atmend schlug Lieutenant Sharon Agathon vor: “Wir sollten uns aufteilen…, dann können wir es schneller schaffen. Ich werde Hera suchen, Kara.”
    Captain Thrace schaute die Zylonin prüfend an, stimmte ihr dann zu. Nachdem die Marines zugeteilt worden waren und man sich gerade trennen wollte, meldete sich Helo über Funk.

    Ungläubig schaute Starbuck drein, denn sie konnte nicht glauben, was sie soeben gehört hatte: “…Rot 2, sagten Sie gerade, dass Baltar hier ist - in Begleitung von Caprica?”
    “Ist bestätigt, Rot 1.”
    “Na schön. Athena macht sich auf die Suche nach Hera, und ich kehre mit Ryan Edwards zum Jumper zurück. Ende.”


    Hyperraum
    U.S.S. Phoenix - Brücke

    Fast ein wenig lustlos blätterte Jack O’Neill in den Papieren des Schadensberichtes, während er vor dem Panoramafenster auf und ab tigerte. Schließlich seufzte er kurz, machte kehrt und nahm in seinem Kommandostuhl Platz.
    Den Bericht legte er auf einer kleinen Ablage ab.
    “Wie lange dauert es noch, bis wir unser Ziel erreichen werden, Captain Thompson?”
    “In circa einer halben Stunde, General. Mich wundert allerdings, weshalb wir nicht nach Elysium zurückkehren, obwohl wir unsere Mission erfüllt haben, Sir.”
    “Das verrate ich Ihnen. Die Zylonen haben sich dort auffällig lange aufgehalten. Und dem will ich auf den Grund gehen… Was ist los, Simmons?”

    “Ich habe hier einen Admiral James W. Doncaster von der Royal Navy, der Sie dringend sprechen will, Sir.”
    “Wenn es denn sein muss. Legen Sie mir das Gespräch hier rüber, Lieutenant!”, ordnete O’Neill an, dem klar war, dass es die Verstärkung sein musste.

    In einer kurzen Unterhaltung erfuhr der General, dass es sich um eine Flotte von neun Kampfsternen sowie einer BC-304 handelte.
    “…drei Kampfsterne jeweils von der Mercury-, Galactica- und Valkyrie-Klasse… gut… Ah ja, wer kommandiert eigentlich die 304, Admiral Doncaster?”
    “Colonel Charles Kawalsky. Der Mann hat sein gesamtes Team an Bord des Kreuzers versetzen lassen. Colonel Kawalsky war der Meinung, SG-1 hätte angeblich sonst nichts weiter zu tun”, antwortete der Brite im steifen und trockenen Ton.

    Danach trug General O’Neill diesem einen Plan vor, welchen Admiral Doncaster erst nach kurzem Zögern zustimmte.


    Orbit von Elysium

    Vollkommen unerwartet tauchten neun weitere Basisschiffe der Invasoren auf und griffen sofort in den Kampf ein. Es handelte sich um einen Teil der Flotte, welche die Heimatkolonie der Zylonen in der Gaswolke hatte beschützen sollen.

    Basisschiff von Cavil

    Umgehend erkundigte sich der Einser, was dieses Erscheinen zu bedeuten habe. Und nachdem er informiert worden war, grollte er zornig: “Diese verfluchten Kakerlaken! Diese Tat sollen uns die Menschen und diese verdammten abtrünnigen Verräter teuer bezahlen!”
    Doch dieser Wutanfall war zu einem schlechten Zeitpunkt gewählt. Erschrocken riss nicht nur Cavil die Augen weit auf, denn er konnte nicht mehr ausweichen.

    Battlestar Galactica - CIC

    “Jetzt haben wir endlich den Drecksack, Bill! Steuermann, den Schub reduzieren! Achtung, hier spricht der XO: Alle Mann festhalten und auf Kollision vorbereiten!”, ordnete Colonel Saul Tigh mit einem bösen Grinsen im Gesicht an.

    Elysium
    In den Ruinen nahe bei Elysium City - Antikerwaffenplattform

    Immer noch saß Lucas Edwards auf dem Kontrollstuhl und versuchte zu verstehen, worüber sich all die Erwachsenen um ihn herum unterhielten.
    Esther Paris, die bei einer der Gruppen gestanden hatte, kehrte schließlich zu ihm zurück. Als sie vor ihm stand, erzählte sie, dass durch den Beschuss der Energiewaffe der Zylonen das Röhrensystem blockiert sei, welches die Drohnen benötigten, um den Planeten zu verlassen.

    Ein weiterer Ingenieur tauchte auf und verkündete: “Egal was wir tun, wir haben nur noch dreizehn dieser Drohnen übrig…”

    tbc


  12. #348
    First Lieutenant Avatar von Angelika
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    Schwere Kämpfe und noch ist offenbar nichts entschieden. Mal sehen ob die Zylonen mit den neuen Waffen schweren Schaden anrichten, oder ob sie gestoppt werden können?

  13. Danke sagten:


  14. #349
    Gehasst, Verdammt, Vergöttert Avatar von Colonel Maybourne
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    Frage mich, wie sie diese Antikerwaffe so schnell replizieren konnten und dann auch gleich noch auf drei Schiffe auf einmal bauen konnten...
    Abgesehen davon scheint das ganze ja wieder äußerst verlsutreich zu sein, wobei ich nicht verstehe, wie der Virus die Iris so schnell deaktivieren konnte.
    Sie wissen doch von diesen Computerviren und müssten jetzt viel besser drauf vorbereitet sein...
    Bis dann.
    Das Leben ist ein Schwanz und wir die Eier, die mitgeschleift werden.


    Meine aktuellen Fanfiction:


    TGE Combined Season 1 Fire of War:

    http://www.stargate-project.de/starg...ad.php?t=11836




  15. Danke sagten:


  16. #350
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    Es geht wie gewohnt hoch her hier. Ich frage mich, ob Cavil den Angriff der Galactica persönlich übersteht - dramaturgisch wahrscheinlich - und sich später noch, wie angedeutet, dem Aufstiegwidmen kann.
    "Die Zeit macht jede Wahrheit zum Roman."
    aus Mayerling von
    Udo Jürgens / Michael Kunze

    "Das "Vaterland" ist der Albdruck der Heimat."
    Kurt Tucholsky

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  18. #351
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Danke, an alle Leser, die Kritikschreiber, sowie Angelika, Durnah, Ehre_Sei_den_Ori, John´s Chaya & Joschi, fürs Danke drücken

    Feedback-Feedback:
    Spoiler 
    Zitat Zitat von Angelika Beitrag anzeigen
    Schwere Kämpfe und noch ist offenbar nichts entschieden. Mal sehen ob die Zylonen mit den neuen Waffen schweren Schaden anrichten, oder ob sie gestoppt werden können?
    = = =
    Zitat Zitat von Colonel Maybourne Beitrag anzeigen
    Frage mich, wie sie diese Antikerwaffe so schnell replizieren konnten und dann auch gleich noch auf drei Schiffe auf einmal bauen konnten...
    Abgesehen davon scheint das ganze ja wieder äußerst verlsutreich zu sein, wobei ich nicht verstehe, wie der Virus die Iris so schnell deaktivieren konnte.
    Sie wissen doch von diesen Computerviren und müssten jetzt viel besser drauf vorbereitet sein...
    Bis dann.
    = = =
    Zitat Zitat von Durnah Beitrag anzeigen
    Es geht wie gewohnt hoch her hier. Ich frage mich, ob Cavil den Angriff der Galactica persönlich übersteht - dramaturgisch wahrscheinlich - und sich später noch, wie angedeutet, dem Aufstiegwidmen kann.
    @ Angelika, Colonel Maybourne & Durnah:
    Dieses Mal mache ich es mir mal - leicht

    Es gab wieder einmal einige Fragezeichen. Einige werden mit dem Finalen Kapitel beantwortet, doch bei anderen… muss ich selber Rede und Antwort stehen.

    Tja, was für ein Virus ist dies nur ? - Es ist einer von den Antikern, denen die Zylonen durch Cavil vom Wissen des jungen Edwards gestohlen hatten.

    Cavil und aufsteigen ? - Nein, dies würden die Andromeda-Antiker verhindern, aber er hat etwas anderes vor…

    Vielen Dank für euer treues Feedback


    Vor etwa einer gefühlten Ewigkeit hatte ich euch alle auf eine Reise mitgenommen, die mit dem heutigen Kapitel zu Ende geht. Angepeilt waren für diese FF-Serie waren 2 Staffeln, ggf. eine dritte - doch Elysium hat alles doch ziemlich geändert

    Ein großer Dank an dieser Stelle noch einmal an Liljana, die als fleißige Beta einen tollen Job gemacht hat

    Doch gibt es noch, eine erweiterte Fassung der Pilotfolge an der ich momentan noch arbeite. Mal sehen, wenn es soweit ist bis ich damit zufrieden und fertig bin.

    Doch genug der Worte.
    Wünsche euch allen viel Lese-Vergnügen mit dem Finale


    Stargate: Battlestar Galactica - Season 4

    4.28 Elysium in Gefahr, Teil 3 + Epilog


    Andromeda-Galaxie
    Orbit von Elysium

    Der Alligatorkopf der Battlestar Galactica hatte sich in die untere Sektion des Zylonenbasisschiffes von Cavil hineingebohrt. Dies hatte dazu geführt, dass die anderen beiden Flaggschiffe des Zylonenimperiums das Feuer auf den Kampfstern eingestellt hatten und abdrehten - auf der Suche nach einem anderen Ziel.

    U.S.S. George Hammond - Brücke

    Erst noch hatte Colonel Carter erleichtert aufgeatmet, da die Galactica trotz des gewagten Manövers von Admiral Adama allem Anschein nach unversehrt geblieben war, als ihr Taktikoffizier sich bemerkbar machte. “Oho. Ma’am, offenbar sind wir das neue Ziel! Sie bewegen sich auf uns zu. Sind bereits im Bereich unserer Waffen.”

    “Gut”, nickte Sam, “dann werden wir die Burschen gebührend empfangen. Da bei diesen beiden Basisschiffen auf Grund der Schilde offenbar Raketen so gut wie keine Wirkung erzielen, werden wir die Asgardwaffen einsetzen. Kwasir!”
    “Ich bin bereit, Colonel Carter”, versicherte der Asgard über die Intercom-Anlage.

    Battlestar Galactica

    So wie es befürchtet worden war, versuchten die Zenturios von Cavil sofort die Galactica zu entern, um sie unter Kontrolle zu bringen. Aber diese wurden bereits von den Soldaten des Kampfsterns empfangen, die sich hinter Triniumverstärkten Schilden verschanzt hatten.


    Hyperraum
    Battlestar Group 7 & 8 der Erde - Battlestar Columbia

    Auf Grund des Zeitdrucks wurde die Einsatzbesprechung in einer geschalteten Konferenz geführt.
    Nach einer langen abschließenden Ansprache erklärte Admiral James Doncaster: “…außerdem hoffe ich darauf, dass General Jack O’Neill mit der Phoenix, sowie den drei Kampfsternen Challenger, Atlantia und Io, die ihn bei dessen Mission begleiten, pünktlich zu uns stoßen wird.”

    “Deswegen würde ich mir keine Sorgen machen, Admiral Doncaster. Auf O’Neill war - zumindest in meinem Universum - immer Verlass”, sagte über Video ein grinsender Colonel Charles Kawalsky, worauf der Brite ermahnend hustete.

    “Wie dem auch sei”, räusperte sich der Commander der Columbia kurz, “machen Sie alle ihre Besatzungen bereit, denn in exakt einer Stunde beginnt der heiße Tanz, Ladies and Gentlemen!”
    Obwohl man die Feuertaufe erst vor kurzer Zeit im Kampf gegen eine kleine Flotte der Zylonen bestanden, und dadurch zahlreiche Menschen aus der Gewalt des Feindes befreit hatte, ahnte der Brite bereits, dass es nichts im Vergleich dazu sein würde, was ihnen noch bevorstand.

    Orbit von Elysium

    Nach einem kurzen Stopp zum Tanken und Aufmunitionieren auf der Battlestar Heracles, stürzte sich Major Tamara Edwards in einer Viper wieder in den Kampf gegen die Zylonen. Sie war besorgt, denn immer wieder flog sie sehr dicht an der Galactica und dem Basisschiff von Cavil vorbei.

    Es wurde immer spürbarer: Die kolonialen Kampfsterne und Basisschiffe bekamen immer mehr technische Probleme, da die Schutzschilde auf Grund des Dauerbeschusses durch die Übermacht der Angereifer schwächer wurden.

    Basisschiff von Cavil

    Sorgfältig wog nicht nur Cavil seine Überlegungen ab, was man tun könnte, um die Galactica wieder loszuwerden, die sich in die untere Sektion seines Raumschiffes gebohrt hatte.

    Während sich die Zylonen darüber noch den Kopf zerbrachen, kämpften sich drei Teams durch das Schiff. In einem folgte Gaius Baltar, genauso wie acht Marines, der Zylonin Caprica-Sechs. Diese spürte irgendwie von einem Moment zum anderen, dass sie ihrem Sohn Liam ganz nahe sein musste. Caprica wurde noch wachsamer. Vorsichtig spähte sie um die nächste Ecke. Doch nur kurz, dann wich sie sofort wieder zurück. Anhand dessen, das nichts geschah, war allen klar, dass die Zenturios sie nicht bemerkt hatten.
    Anders hingegen erging es immer wieder dem Team von Captain Thrace, welches auf dem Rückweg zum Jumper regelmäßig in Gefechte verwickelt wurde.

    Aber dann war da auch noch Hera, die, verfolgt von einer schimpfenden und fluchenden Boomer, für einen Betrachter ziemlich planlos durch die Korridore des Basisschiffes zu rennen schien. Doch schließlich blieb das kleine Mädchen an einer Weggabelung stehen. Dies ermöglichte Boomer aufzuholen, und auch gerade noch so zu sehen, in welchen Korridor es dann weiterlief.

    U.S.S. George Hammond - Brücke

    So hatte es sich Sam Carter eigentlich nicht vorgestellt; obwohl sie es schon befürchtet hatte. Die Wirkung der neuen Hauptwaffe der Zylonen war deutlich zu spüren. Dank der Kameras konnte sie schemenhaft erkennen, wie diese Waffen aussahen - nämlich wie die alten Kanonen aus dem 1. und 2. Weltkrieg. Nur bestanden diese Salven aus Energie. Ihr Interesse war geweckt, weswegen sie Kwasir unter anderem damit beauftragt hatte, die Sensoren entsprechend auszurichten. Aber sie wies den Asgard auch an, die Schutzschilde der beiden Flaggschiffe der Zylonen möglichst präzise immer an denselben Stellen zu treffen.


    Elysium
    In den Ruinen nahe bei Elysium City - Antikerwaffenplattform

    Immer noch voll konzentriert saß Lucas auf dem Stuhl, während er eine einzelne Drohne durch das Röhrensystem lenkte. Schließlich glitt er erschöpft runter und Esther eilte zu ihm, um medizinische Hilfe zu leisten.
    Kurz darauf kam die Meldung, dass die Röhren wieder frei seien.

    KSGC - Ebene 17

    So wie es Colonel Andrews befürchtet hatte, war es auch gekommen. Damit stand er einem unerwarteten Problem gegenüber, weil sich die Zylonen einfach ihren eigenen Weg frei sprengten. Somit war seine ganze Strategie in Gefahr, den Stützpunkt sowie den Verbindungstunnel zur Antikerwaffenplattform zu verteidigen.
    “Das war ja klar… diese Mistkerle blockieren unsere Frequenzen!”, schnaubte Andrews wütend und verlangte umgehend nach einem anderen Kommunikationsmittel.

    Hyperraum
    U.S.S. Phoenix - Brücke

    “Es befinden sich nur drei zylonische Basisschiffe dort, Sir”, meldete der Taktikoffizier.
    “Wie lange noch?”
    “Noch einige Minuten, General O’Neill.”
    “Sofort anfangen zu feuern und die Schilde hoch, sobald wir den Hyperraum verlassen haben!”, ordnete Jack an, der einen riskanten Plan verfolgte, nämlich den Zylonen den Rückzug in das vertraute Terrain zu erschweren, bevor er ebenfalls nach Elysium fliegen würde.


    Orbit von Elysium

    Noch einmal tauchten unerwartet sieben feindliche Basisschiffe auf. Aber beinahe simultan fiel die von Admiral Doncaster geführte Flotte aus dem Hyperraum.

    Weitere zwei Stunden waren vergangen, als die Phoenix und ihre Flotte auftauchten und die Verstärkung von Cavil abfingen, welche die Galactica unter Druck setzen sollten.

    Basisschiff von Mephisto

    Auf dem DRADIS-Monitor konnte der Einser erkennen wie das Gleichgewicht kippte, nachdem die Verstärkung für die Kolonialen eingetroffen war.
    Innerlich verfluchte daher Mephisto Natalie: ’…hätte sie nur damals getan, was sie hätte tun sollen, dann…!”
    Wütend verzog er sein Gesicht, als er registrierte, dass die Phoenix ein weiteres Schiff der Armada des Zylonenimperiums vernichtet hatte.

    Basisschiff von Luzifer

    Erschrocken keuchte Luzifer auf, als er eine visuelle Bestätigung erhalten hatte: “Die haben ja zwei von diesen Schiffen!”

    U.S.S. George Hammond - Brücke

    Kurz nachdem die Phoenix mit der Verstärkung von der Erde ein siebtes Basisschiff zerstört hatte, nahm Colonel Carter Kontakt mit General O’Neill auf: “Schön, dass Sie hier sind, Sir. Hätten Sie vielleicht noch einige Dro…”
    “Leider nicht allzu viele, Carter”, unterbrach die Stimme von Jack über Lautsprecher, als jener schon ahnte worauf Sam anspielte. “Wir… ich habe leider bis auf zehn alle verbraucht. Wo wir uns gerade unterhalten… Können Sie mir mal erklären, was Adama da macht?”

    In einem kurzen, ausführlichen Bericht klärte Colonel Carter General O’Neill über den bisherigen Verlauf des Kampfes auf.


    Elysium
    KSGC

    Es befanden sich bereits Hunderte von Invasoren auf dem Stützpunkt. Auf einem der Monitore, dessen letzte Kamera noch Bilder lieferte, hatte Colonel Andrews erkennen können, dass seit Stunden keine neue Verbindung mehr von den Zylonen hergestellt worden war. Im Gegenteil, denn die letzten Invasoren waren geradezu panisch die Rampe hinuntergestolpert.
    “Da hat euch wohl jemand in euren Blechhintern getreten!”, kommentierte einer der Marines, der neben dem Stützpunktkommandeur stand. Auch alle anderen fassten neuen Mut, den Eindringlingen zu begegnen.


    Orbit von Elysium

    Die Zylonen waren es nun, die in Bedrängnis gerieten. Doch ans Aufgeben dachten sie nicht, deshalb zogen sie ihre verbliebene Armada zusammen, um sich erneut zu formieren.
    Auch die kolonialen Streitkräfte und ihre Verbündeten taten es. Ausnahmen bildeten nur die Galactica und das Basisschiff von Cavil, die ineinander verkeilt waren.

    Je zwei Kampfsterne bildeten einen Verband, um sich gegenseitig Deckung zu geben. Dadurch, dass die Erde es geschafft hatte neben einer 304er, der Phoenix und der George Hammond, neun Kampfsterne zur Unterstützung nach Elysium zu entsenden, war man mehr als nur ebenbürtig. Und wären die drei Raumschiffe der Asgard, die zu der Heimatwelt der Lemurianer aufgebrochen waren, noch hinzugekommen, wäre der Kampf vermutlich bereits schon entschieden gewesen.
    Doch die verbesserten Schilde und die Energiewaffen der drei Flaggschiffe der Armada der Zylonen hätten auch sie vor eine große Herausforderung gestellt.

    Die Zeit schien wie zäher Gummi zu verrinnen, denn beide Gegner warteten ab. Schließlich begannen die Angreifer mit dem erneuten Schusswechsel, mit dem sofort die Mercury ins Visier genommen wurde. Doch der von Admiral Baker kommandierte Kampfstern erhielt sofort Schutz von zwei weiteren Kampfsternen, sowie der 304er, die von Colonel Kawalsky befehligt wurde.

    Der koloniale Kampfstern Hephaistos musste schließlich evakuiert werden, genauso wie die Uranous. Diese beiden alten Schlachtschiffe der Valkyrie-Klasse benötigten die schnelle Hilfe der Phoenix und der George Hammond.

    Die Evakuierungen waren noch nicht beendet, als weitere Treffer mit Atomwaffen die beiden Kampfsterne buchstäblich auseinanderrissen. Dank ihrer starken Schilde trotzten die beiden 306er der Erde der Druckwelle der Explosionen.

    Aber auch die Zylonen verloren immer mehr ihrer Basisschiffe, genauso wie ihre Jägergeschwader. Und immer noch versuchte man vergeblich die Schilde der Basisschiffe von Luzifer und Mephisto zum Kollabieren zu bringen.

    Vollkommen unerwartet erschienen drei Kreuzer der Lemurianer, die sofort nach ihrem Eintreffen in den Kampf eingriffen, um den Menschen, den Nachkommen der Antiker, in dieser Galaxie beizustehen.

    Basisschiff von Cavil

    “Bleib endlich stehen, Hera!”, schrie Boomer aufgebracht im vollen Lauf dem kleinen Mädchen hinterher.
    Die Kleine blieb schließlich auch stehen, aber nicht weil die Acht es verlangt hatte, sondern aus einem anderen Grund:
    “Hallo Mama.”

    “Komm her. Komm her zu Mami!”, forderte Athena ihre Tochter mit ausgestreckter Hand dazu auf, auch die letzten fünf Meter zu überwinden.
    Das Kind hatte schließlich auch Private Kieras, sowie zwei weitere Marines erblickt, die ihre Waffen hoben.
    Irritiert drehte sich Hera um. Sie sah den Grund der feindlichen Haltung der Begleiter ihrer Mutter: Nur wenige Meter hinter ihr war Boomer mit erhobenen Händen zum Stehen gekommen.

    Sharon Agathon lächelte Hera Agathon aufmunternd zu, während sie immer noch in ihrer Geste verharrte. Schließlich lief die Kleine in die Arme ihrer Mutter, der die Tränen kamen, als sie ihre Tochter in den Armen barg.
    “Und jetzt geh bitte mit meinen Freunden mit”, sprach Athena mit sanfter Stimme und deutete auf Kieras und die Marines.

    “Mommy muss noch etwas erledigen. Ich komme sofort nach - versprochen!”
    Hera gehorchte mit einem Nicken. Dann eilte sie zu Private Susan Kieras, der sie sofort die linke Hand entgegenstreckte.

    Wenige Sekunden nur waren verstrichen als die kleine Gruppe sich entfernt hatte. Plötzlich halten Schüsse durch den Korridor. Einige Zeit verging, ehe Lieutenant Sharon Agathon zu der Gruppe wieder aufgeschlossen hatte.

    Battlestar Galactica - CIC

    “…unsere Marines halten die Zenturios nach wie vor gut auf Distanz… doch mir wäre wohler, wenn Starbuck und die anderen wieder an Bord wären…”, murmelte Colonel Saul Tigh vor sich hin.

    “Als nächstes werden sie wohl Kara adoptieren. Nicht wahr, Saul?”
    “Blödsinn, Bill! Jetzt übertreiben Sie es aber”, entgegnete der XO dem Commander der Galactica wegen dieser Stichelei.
    “Sicher.”


    Elysium
    KSGC < = > Antikerwaffenplattform

    Im Torraum des Stützpunktes drehte sich wieder der innere Ring. Dies verfolgten mit äußerster Anspannung nicht nur Colonel Andrews, sondern auch alle die gemeinsam mit ihm auf den Monitor starrten. Aber auch die Zylonen, die die untere Sektion besetzt hielten, warteten aufmerksam ab.
    Als auch noch nicht nach dem siebten Chevron eine Verbindung hergestellt wurde, atmete nicht nur Andrews wieder ein wenig ruhiger.

    Als sich der Ereignishorizont etabliert hatte, rollte zunächst nur ein einzelnes gepanzertes Fahrzeug hindurch, welches sofort unter das Feuer der Zylonen geriet.
    Kurz darauf erschienen noch sechs weitere dieser Vehikel. Diese bildeten einen Brückenkopf, um den nachrückenden schwerbewaffneten Soldaten der Erde sowie denen der Kolonialen einen sicheren Hafen zu gewährleisten.

    Nur kurz grinste der Kommandeur der Militärbasis, bis man ihm gemeldet hatte, dass es den Zylonen schließlich doch nach einer weiteren Sprengung gelungen war, den Verteidigungsring zu durchbrechen.
    Der von einem Vierer und Fünfer angeführte Trupp von Zenturios eilte bereits durch den langen Tunnel, der zur Antikerwaffenplattform führte.

    Am anderen Ende des Tunnels trat ein an der Schulter verwundeter Soldat in einen Raum ein, um die dortige Belegschaft zu warnen. Esther Paris legte sich sofort ihre Ausrüstungsweste an, und erwiderte: “Dummerweise sind wir somit komplett abgeschnitten. Und allem Anschein nach dem anrückenden Feind zahlenmäßig ziemlich unterlegen, denn die Hälfte der Leute hier hatte bisher nie eine Waffe in der Hand…”
    Aufmerksam lauschte Lucas Edwards den Worten, dann lehnte er sich zurück; konzentrierte sich auf den Punkt genau, um keinen verhängnisvollen Fehler zu begehen und flüsterte leise: “Ich erledige es…”
    Bevor noch irgendjemand etwas erwidern konnte, geschah es bereits: Zwei Drohnen zischten in den Tunnel hinein.

    Die Doral-Kopie überprüfte noch einmal die Waffe, ehe er das schwirrende Geräusch wahrnahm. Schließlich bemerkte er zwei Lichtpunkte, die ihnen schnell entgegenkamen. Kurz darauf erbebte der Boden und der Tunnel stürzte auf einer großen Länge ein - wurde unpassierbar durch Gestein, Schutt und Geröll.

    “Sorry. Jetzt sitzen wir wohl wirklich fest”, seufzte Lucas müde.
    “Halb so wild. Die Zylonen sind somit nicht in der Lage uns gefährlich zu werden”, beruhigte Esther den Jungen umgehend.


    Orbit von Elysium

    Schon kurz nach Beginn bekämpften die beiden 306er der Erde die beiden schier unbesiegbaren Basisschiffe von Luzifer und Mephisto.

    Die 13. Kolonie hatte während des Kampfes zwei Basisschiffe verloren, deren Wrackteile sich verteilten. Nur das Basisschiff von Natalie, welches stark beschädigt war, sowie das von Leoben Conoy waren noch übrig. Ansonsten hielt man die Angreifer gut in Schach, deren Armada immer mehr zu einem kläglichen Rest zusammenschrumpfte.
    Immer mehr gelang es den kolonialen Kampfsternen, sowie den drei Kreuzern der Lemurianer, die feindliche Flotte einzukreisen.

    Flaggschiff von Cavil

    Geschockt zuckte Cavil zusammen als er mitgeteilt bekam, dass man Boomer erschossen vorgefunden hatte.
    Langsam musste er sich daran machen Vorkehrungen zu treffen, um seine heimliche Flucht vorzubereiten, von der die anderen Zylonen nichts bemerken sollten.

    “Lass ja meinen Sohn in Ruhe, Simon!”, zischte Caprica warnend dem Vierer zu, der sofort die Hände hob und von dem kleinen Jungen abließ.

    Dann bot Gaius an: “Ich hole ihn.”
    “Dann tue es… und jetzt raus hier! Schnell!”, ordnete die Sechs an, nachdem sie den Vierer mit einem Schlag, ausgeknockt hatte.
    Als das Team draußen war, hatte Caprica noch einige scharfe Granaten in das Labor geworfen, ehe sie zu den anderen eilte.
    Nachdem die Explosionen verklungen waren tauchte Cavil auf, welcher ein entsetztes: “Nein!” - ausstieß, und sofort voller Zorn fluchend in einen Gang eilte, um seinen Weg fortzusetzen.

    Im Hangar hatte Starbuck mal wieder die Nase voll, denn still abzuwarten, dafür sah sie keinerlei Anlass. Also hatte sie den Jumper gestartet, welchen sie geschickt durch die Korridore des Basisschiffes manövrierte. Unterwegs hatten sie das Team von Athena aufgegabelt, die arg von mehreren Dutzenden Zenturios in eine Ecke gedrängt worden waren.
    Dass es eng war, war deutlich zu sehen. Von dem Team waren nur noch Athena selbst, ihre Tochter Hera, Private Kieras, sowie ein weiterer Marine am Leben. Danach setzten sie den Flug fort, um sich auf die Suche nach dem Einsatzteam von Caprica-Sechs und Gaius Baltar zu machen.
    Sie fanden sie in einer ähnlichen Situation vor, wie zuvor auch das Team von Athena. Und auch hier gelang das Überraschungsmoment mit den beiden getarnten Jumpern, die vollkommen unerwartet aus dem Nichts auftauchten, um die Zylonen zu überrumpeln.

    Cavil der einen Empfänger bei sich trug, war stets auf dem neusten Stand. Und er beeilte sich, zu seinen schweren Jäger zu kommen, der ihm die Flucht erlauben würde, während die anderen Zylonen ihn unbewusst dazu verhelfen würden.

    U.S.S. Phoenix - Antikerwaffenplattform

    Vollkommen konzentriert saß Jack O’Neill auf dem Stuhl, mit dessen Hilfe er die letzten verbliebenen Drohnen an Bord Kraft seiner Gedanken auf die Basisschiffe von Luzifer und Mephisto zusteuerte.
    Nur am Rande bekam er mit, dass auch von Elysium die letzten Drohnen unterwegs waren.

    U.S.S. George Hammond - Brücke

    Dank des großen Panoramafensters der Brücke war Colonel Carter stets auf dem Laufenden, was sich vor ihrem Schiff ereignete. Seit kurzem konnte sie zwanzig Drohnen der Antiker deutlich sehen. Wobei die ersten von der Phoenix kamen, und kurz darauf die, die von Elysium aufgestiegen waren.
    Es war klar, dass man es auf die beiden noch derzeit kampftauglichen Flaggschiffe der Zylonenflotte abgesehen hat, weil von ihnen die Hauptgefahr ausging.

    Kurz nachdem die Drohnen die Schutzschilde der Basisschiffe durchbrochen hatten, hellte sich das Gesicht von Samantha Carter zu einem erleichterten Lächeln auf. Auch gab sie diese Nachricht an alle anderen in der Flotte weiter, ehe sie befahl: “Macht die Asgardwaffen bereit! Erfasst das Basisschiff, und Feuer frei!”
    “Jawohl, Ma’am.”

    Als Sam wieder rausschaute, feuerte die Phoenix bereits ihre Energiewaffen ab. Es dauerte nicht lange, da schossen auch bläuliche Plasmastrahlen von der George Hammond auf die beiden Flaggschiffe zu, welche diese regelrecht zerlegten.

    Battlestar Galactica - Hangardeck, Backbordseite < = > CIC

    Eilig kletterte Major Tamara Edwards aus ihrer Viper, als auch schon die Jumper hereingeschoben wurden. Auf der Leiter stehend zeichnete sie das Protokoll hastig ab, welches ihr Chief Galen Tyrol gereicht hatte. Als sie unten war, stieß sie beinahe mit Specialist Cally Hendersen-Tyrol zusammen. Dann rannte sie auf den Jumper von Captain Kara Thrace zu, in dem sich ihr befreiter Sohn befand.

    Zur selben Zeit vermeldete Dee im Combat Information Center allen eine erlösende Botschaft: “Unsere Einsatzteams sind wieder an Bord. Alle Gefangenen konnten befreit werden, Admiral.”
    Verhaltener Jubel war zu hören, denn man wusste, dass diese Befreiungsaktion einige Leben gefordert hatte.

    “Schicken wir diesen Dreckskerl endlich zur Hölle”, knurrte Saul Tigh.
    “Sie haben Recht, Colonel. Alle Geschütze nach vorn ausrichten, eine Salve abfeuern, und dann sofort die Schilde hochfahren! Und werft alle Angreifer endlich von meinem Schiff!”, befahl William Adama.

    Auf dem DRADIS-Monitor war nicht viel zu erkennen, doch Racetrack sah - genauso wie alle anderen Piloten - was geschah: Kurz nachdem die Galactica gefeuert und ihre Schutzschilde hochgefahren hatte, explodierte zunächst nur die untere Sektion von Cavils Basisschiff, von innen nach außen. Gleich danach wurde durch eine Kettenreaktion von mehreren Explosionen auch die obere Sektion zerstört.

    Die Galactica war noch viel zu dicht an der Gefahrenzone, als eine weitere gewaltige Explosion ausbrach. Wäre der Kampfstern ohne Schutzschilde gewesen, wäre dies ohne Zweifel ihr Ende gewesen. Aber die Druckwelle war doch noch so stark, dass ihre Schilde kollabierten.

    “Hier Apollo: Galactica, bitte melden! Galactica!”
    “Wir sind noch da, alles in Ordnung, Apollo”, war durch den Lautsprecher die Stimme von Husker zu hören.
    “Hier draußen ist noch was zu tun, Admiral.”
    “Dann tun Sie gefälligst wie alle anderen auch Ihren Job, anstatt rumzuquatschen!”, ordnete Colonel Tigh ein wenig aufgebracht an.


    Zwei Tage später
    Andromeda-Galaxie
    Elysium - Regierungsgebäude

    Die Erleichterung war jedem anzusehen, dass man die Bedrohung gemeistert hatte. Höflich nickten alle Samantha Carter zu, während sie zu einem großen Konferenzsaal geführt wurde.

    Nachdem Sam hineingeführt worden war, bemerkte Apollo schmeichelnd: “Also mir gefällt ihre Uniform…”
    Colonel Carter lächelte den Präsidenten zuerst höflich an, doch dann wurde sie ernst: “…leider überbringe ich keine guten Nachrichten. Es gab laut den Daten unserer Sensoren mindestens eine Subraumverzerrung, die immer dann erzeugt wurde, wenn sich ein Hyperraumfernster geöffnet hat. Dies geschah kurz bevor das Basisschiff von Cavil zerstört wurde.”

    “Das ist in der Tat beunruhigend”, bemerkte Caprica.
    Admiral Samuel O’Hara äußerte ebenfalls sein Unbehagen: “Dann sollten wir künftig wachsam sein.”
    “Wenn der Präsident damit einverstanden ist, sollten wir vielleicht die Verfolgung aufnehmen, um Cavil zu stoppen”, schlug Leoben vor.

    Erst jetzt bemerkte Sam Carter, wie viele Leute sich in diesem Saal aufhielten - jeder der Rang und Namen hatte, war anwesend.
    Gut gelaunt trat gerade eine grinsende Kara Thrace an sie heran, die von ihrem Mann Samuel T. Anders begleitet wurde, und sofort ein Gespräch über die zurückliegenden Ereignisse anfing.


    Zwei Wochen später
    Milchstraße
    Erde - USA, Washington D.C., Pentagon

    Ein immer noch müde wirkender, aber frisch beförderter 3-Sterne-General betrat eines der zahlreichen Büros. Nur dass dieses in dem Bereich lag, von wo aus General George Hammond einige Jahre lang gearbeitet hatte.

    Der Zugang war versiegelt gewesen, somit war Jack O’Neill der erste, der es wieder betrat. Sofort fiel ihm der bequeme Bürostuhl ins Auge, der fast ein Jahrzehnt im SGC gestanden hatte, bevor George Hammond ihn nach Washington hatte bringen lassen.

    “Ach, George”, seufzte Jack, der den Bürotisch umrundet und schließlich Platz genommen hatte.
    Sein Blick fiel auf den Brief, der an einer Ablage lehnte und mit
    General Jack O’Neill
    beschriftet war. Es war eindeutig die Handschrift von General Hammond.

    O’Neill trommelte mit den Fingern auf der Tischplatte, ehe er zögernd den Brief mit spitzen Fingern berührte, vorsichtig das Kuvert öffnete und das Schreiben entnahm. Langsam faltete er das Blatt auseinander.

    Nachdem er noch einmal tief durchgeatmet hatte begann er zu lesen:

    “…
    Hallo Jack,

    Wenn Sie diesen Brief in den Händen halten ist es soweit, dass Sie wieder einmal an meine Stelle treten.

    Ich habe mich bei der UN und dem IOA dafür stark gemacht, Ihnen diese Aufgabe zu übertragen, falls ich nicht mehr dazu in der Lage sein sollte.

    Der Grund und das beste Argument von meiner Seite war:
    General Jack O’Neill ist einer der wenigen Menschen auf der Erde, der genau weiß, was dort draußen im Universum vor sich geht und ein Gespür entwickelt hat, die richtigen Entscheidungen zu treffen…

    Dieser Punkt hat alle überzeugt.

    Doch liegt die Entscheidung, ob Sie überhaupt diesen Job annehmen möchten, ganz allein bei Ihnen. Ich nehme aber an, dass Sam bereits mit Ihnen darüber gesprochen hat.

    Ohne großen Druck auf Sie ausüben zu wollen, würde ich mich geehrt fühlen, wenn Sie in meine Fußstapfen treten. Mir ist aber auch klar, dass Ihnen der ganze Papierkrieg und ein Bürojob alles andere als zusagen. Habe ich ja gemerkt, als ich dann und wann auf einen Ihrer Missionsberichte warten musste.

    Doch kennen Sie genügend Leute, die Ihnen bei dieser Aufgabe helfen, und denen sie Dampf machen können...”


    Weiter mit dem Lesen kam er vorerst nicht, denn es klopfe an der Tür, worauf General O’Neill den Brief und das Kuvert unter die Schreibtischunterlage schob, ehe er rief: “Kommen Sie rein, die Tür ist offen!"
    Sein erster Termin war gekommen.

    "Nehmen Sie bitte Platz."
    “Hallo Sir. Danke.”

    “Sie können ruhig Jack sagen - ich bitte Sie, Sam. Immerhin sind wir hier unter uns”, brummte O’Neill, der Carter an ihre Beförderung am frühen Morgen zum Brigadier General erinnerte, wobei er auf ihr Rangabzeichen auf der blauen Uniform deutete und dabei schauspielerisch gestikulierte.
    “Ich verstehe”, nickte Sam.
    “Na, dann ist ja gut, also…”

    SGC - Ebene 17

    Zur selben Zeit liefen unter anderem gewisse Vorbereitungen und Bemühungen von Colonel Kawalskys Team, den Rückweg zu finden.

    “Ich glaube, das könnte es sein”, murmelte Doktor Sara Owens, als sie die nächste Realität angewählt hatten.

    Mürrisch betrachtete Lieutenant Tessa de Vaux das Bild, was sich ihnen bot: Alles war komplett mit Kisten verstellt worden.

    “Na schön; wie viele Universen oder Realitäten haben wir schon durch?”, fragte Captain Jessica Gallagher mit einem gelangweilten Gähnen.
    “Hm, das waren bislang 23”, antwortete Doktor Keith O’Casey.
    “Ist doch so langsam sinnlos geworden. Wer weiß, wie viele es gibt…”, brummte Martin Richards.
    “Aber wer weiß, vielleicht finden wir sie ja bald”, O’Casey sah hilfesuchend zu Colonel Charles Kawalsky und Major/Doktor Janet Fraiser, die sich bislang noch nicht geäußert hatten.

    “Es ist alles vorbereitet”, sagte Fraiser und deutete auf einige Koffer.
    “Also… Sie haben noch drei Versuche, dann brechen wir es ab… es sei denn, Hippokrates findet endlich die Lösung!”, lautete das Urteil von Kawalsky.

    Der Antiker ließ parallel ein Diagnoseprogramm durchlaufen als er fragte: “Und ihr wollt in euer Universum zurückkehren?”
    “Nicht alle von uns, vorausgesetzt…”, Janet stoppte mitten im Satz.
    Hippokrates hatte den Zugang gefunden.

    SGC - Ebene 27

    “…wie lange werden die Vorbereitungen noch für diesen Umzug dauern, Walter?”

    “Sämtliche Pläne dafür wurden von der UN und dem IOA genehmigt und sind daher abgeschlossen. Wir können in knapp drei Monaten im neuen Stargate-Center, was sich auf Antarctica befindet, mit der Arbeit fortfahren. Der Umzug wird dank der Asgard und ihrer Technologie schnell über die Bühne gehen, General Landry.”

    “Moment mal, Sergeant! Wieso erst in drei Monaten, ich habe doch richtig verstanden, dass alles genehmigt wurde?”
    “Das ist korrekt, Sir. Doch die Asgard benötigen Zeit, um mit Hilfe der Lemurianer ihre Spezies vor dem Untergang zu bewahren.”
    “Aha, und die Vertreterin der Nox…”
    “Lya, ja. Sie und Doktor Jackson sind bereits im Besprechungsraum.”

    Pegasus-Galaxie
    Atlantis

    Schnellen Schrittes eilte Richard Woolsey die Treppe hinunter. Das Sternentor war bereits aktiviert und die Aufklärungssonde durchgeschickt worden. Als der neue Leiter der Atlantisexpedition bei dem wartenden Team von Colonel Sheppard angelangt war, räusperte er sich kurz.
    “Ich sage Ihnen allen nichts Neues, wenn ich daran erinnere, dass es immer noch viele Wraith da draußen gibt - seien Sie also vorsichtig!”, mahnte Woolsey, worauf Ronon nur ein genervtes Brummen als Kommentar vernehmen ließ.
    “Na schön, wenn Chuck grünes Licht gibt können Sie aufbrechen, Colonel Sheppard.”
    “In Ordnung, Mister Woolsey.”

    Einige Minuten verstrichen doch noch, ehe das AR-1-Team die Freigabe erhielt. “Schade, dass Elizabeth nicht zurückgekehrt ist, obwohl diese Tok’ra sie verlassen hat”, bemerkte Teyla mit Bedauern in ihrer Stimme.
    “Tja, offenbar hatten die UN und das IOA andere Aufgaben für sie”, entgegnete Sheppard, ehe er gemeinsam mit ihr Ronon durch das Tor folgte. McKay zählte leise vor sich hin, ehe er schließlich als letzter durch das Tor trat.


    Milchstraße
    Erde, SGC - Ebene 17

    Interessiert betrat Major General Hank Landry die Ebene, die man aus Sicherheitsgründen speziell gesichert hatte.
    Es war keine Überraschung für ihn, dass die beiden Doktoren Owens und O’Casey gemeinsam mit dem Antiker Hippokrates geduldig ausharrten und auf die eventuelle Rückkehr ihrer Freunde warteten.
    “Wie lange sind sie schon auf der anderen Seite?”, erkundigte sich Landry.
    Erschrocken fuhren die zivilen Wissenschaftler herum, und Owens antwortete: “Sie sind seit knapp 15 Stunden in unserem… unserem Heimatuniversum.”

    Der General nickte und wollte gerade wieder gehen, als Bewegung ins Bild kam. In Begleitung von dem General Hammond des anderen Universums trat das Team von Colonel Kawalsky an den Spiegel heran. Es war deutlich zu erkennen, dass Sergeant Robinson die Entscheidung getroffen hatte, dort zu bleiben wo er gerade war. Prüfend sah der alternative Hammond durch den Quantumspiegel auf die andere Seite zu den beiden Wissenschaftlern hinüber.

    “Nun heißt es Abschied nehmen. Danke für Ihre Gastfreundschaft und Hilfe, General Landry.”
    Doktor Sara Owens hatte sich letztendlich dazu entschieden, in ihre eigene Realität heimzukehren. Nach kurzem Zögern schloss Doktor Keith O’Casey sich ihr mit der Begründung an, dass auch dort jeder kluge Kopf benötigt würde, um die Ori zu bezwingen.

    Wieder leuchtete der Spiegel auf. Lieutenant Tessa de Vaux hatte ihn berührt. Genauso wie Captain Jessica Gallagher und Martin Richards hatte sie sich entschieden in die andere Realität zurückzukehren, da sie zu viel durchgemacht hatten, und nicht noch einmal gegen die Ori kämpfen wollten.

    Lange Zeit standen auch noch Colonel Charles Kawalsky sowie Major/Doktor Janet Fraiser da. Sie hatten noch einiges zu bereden. Dann wurde der Abschied sichtbar. Kawalsky blieb dort und Fraiser berührte den Spiegel.
    “Der Colonel meinte, ich soll auf euch drei Acht geben”, erklärte Janet, ehe die Verbindung nach einer Ehrenbezeugung beendet wurde.

    “Wie schön für mich, dann habe ich genug Personal für ein neues SG-1-Team beisammen. Colonel Mitchell wird sich freuen!”, erklärte General Landry, der den Vieren zu verstehen gab, ihm zu folgen.


    Andromeda-Galaxie
    Elysium - Regierungsgebäude, Büro des Präsidenten

    Perplex und völlig überrascht blickte Gaius Baltar drein. Allem Anschein nach war er der einzige, der von dieser Erklärung schockiert war. Stammelnd versuchte Baltar daher seinen Gegenüber umzustimmen: “…ich verstehe es nicht… soll das etwa wirklich bedeuten, dass Sie abtreten? Ich meine, Sie waren der beste Präsident, den die Kolonien jemals hatten.”

    “Dann haben Sie ja jetzt eine Vorgabe an die sie sich halten können. Und meine Entscheidung steht fest: Ich trete mit sofortiger Wirkung vom Amt des Präsidenten der Kolonien von Kobol zurück!”, erwiderte Lee Adama, welcher bereits aufgestanden war und schließlich Abschied von seinem Regierungskabinett und den Ministern nahm, ehe er sein Büro verließ.

    Genesis

    Der Mann war unglücklich ausgerutscht und mit einem lauten Klatschen ins Wasser gestürzt. Das war eigentlich nichts Schlimmes, doch wurde er gierig beobachtet. Schließlich traf ihn etwas im Rücken. Dann verspürte er einen stechenden Schmerz im Nacken. Ihn durchlief ein kalter Schauer, ehe seine Augen kurz aufleuchteten und sich seine Lippen zu einem verschlagenen Grinsen formten. Langsam watete er an Land.

    Einige Zeit später hatte er weitere Stammesmitglieder zu Wirten gemacht.


    Milchstraße
    Erde - Washington D.C., Pentagon

    “Das hat aber lang genug gedauert - ich bin immerhin König. König Arkhan der 1.”
    “Tut mir leid, Sir. Dieser Mann war nicht mehr zu…”
    “Ist schon gut, Lieutenant”, nickte General O’Neill der jungen Frau zu, die für die Sicherheit verantwortlich war.
    “Nehmen Sie Platz, Harry.”
    “Nettes Büro, Jack.”

    “Danke. Darf ich Ihnen Brigadier General Samantha Carter vorstellen”, begann O’Neill mit einem Grinsen.
    “Na da soll mich doch… Herzlichen Glückwunsch. Der Grund, weshalb ich hier bin, ist folgender: Da die Gefahr durch die Ori vorüber ist, würde ich gerne mit meinem Volk auf unseren Planeten zurückkehren.”

    “Keine Angst. Sie können bald in Ihr Königreich zurück. Die George Hammond wird Sie und Ihr Volk dorthin bringen, denn die Ori haben das Stargate dort unbrauchbar gemacht”, erklärte Sam.
    “Das kann ja heiter werden”, brummte Maybourne.
    “Und wie, denn ich werde auch mitkommen”, kommentierte O’Neill noch schnell.
    Harry Maybourne sah ihn entgeistert an, worauf man ihm gestand, dass es lediglich ein Scherz gewesen war.


    P2X-4P33

    Gerade noch so hatte es Kira mit dem Sprung in den Hyperraum geschafft, die Gleiter von Commander Kiva abzuschütteln. Doch die Piloten hatten das Frachtschiff schwer getroffen, so fiel es schon aufgrund eines Defektes bereits nach wenigen Minuten wieder heraus und trudelte auf den Planeten zu, durchquerte in einem kritischen Winkel die Atmosphäre, ehe Kira eine erstklassige Bruchlandung hinlegte.

    Immer noch zitternd machte sich die junge Frau auf den Weg, denn während ihrer Flugmanöver hatte sie das Sternentor bemerkt.

    Nach einem anstrengenden Fußmarsch stöhnte die Schmugglerin enttäuscht auf, als sie feststellen musste, dass sowohl das DHD als auch ein Stück des Stargates beschädigt waren.
    “Verdammt! Wäre auch zu schön und einfach gewesen!”, fluchte Kira frustriert, die wusste, dass sie es irgendwie schaffen musste, ihr Frachtschiff zu reparieren, um diese Welt wieder verlassen zu können. Sie bemerkte nicht, dass sie aufmerksam beobachtet wurde, seit sie auf diesem Planeten gelandet war.


    Andromeda-Galaxie
    Hyperraum

    Langsam und penibel kontrollierte Cavil wiederholt alles. Angefangen von der Brücke, dem Laderaum, der Energieversorgung sowie weitere Bereiche seines Raumschiffes. Schließlich gelangte er zu einem besonderen Labor, in welchem er genetische Proben eingelagert hatte, aber auch von den anderen Zylonenexemplaren jeweils eine Kopie.

    Mit dem Gedanken: ´Habe ich an alles gedacht? - Ja!´ - nickte er zufrieden den Zenturios, denen er die Aufgabe übertragen hatte, seine Befehle genauestens auszuführen, zu.

    Die Reise würde mehrere tausende Jahre dauern um ein Geheimnis zu lüften und eine Botschaft zurück zu verfolgen, auf welche einst die Antiker vor Jahrmillionen gestoßen waren.

    Nach einem letzten Rundgang gelangte der Einser an eine besondere Luke, zu welcher nur er Zutritt hatte. Es war ein ganz besonderes Refugium. Im Zentrum dieses Labors stand eine große Wanne. Nachdem er den Zugang versiegelt hatte, legte Cavil seine Kleidung ab und stieg hinein, um diese Reise durch das Universum auf eine ganz besondere Art und Weise zu erfahren.


    Milchstraße
    P2X-4P33

    Zweige knackten, Blätter und Laub raschelten leise. Aufmerksam sah sich Kira mit gezogener Waffe um. Sie schob mit einem erleichterten Seufzer die Pistole wieder ins Holster zurück, als sie das Tier sah, welches hinter einem Busch hervorgetreten war. Doch dieses schafähnliche Wesen verschwand nach einem kurzen Verweilen wieder im schützenden Dickicht.

    Ohne jegliche Vorwarnung wurde sie von der linken Flanke her angegriffen. Die junge Frau ging hart zu Boden. Sie bekam nicht mit, wie eine zottelige Kreatur sie mehrfach umkreiste und immer wieder an ihr schnupperte. Schließlich blieb das Tier, das einer Hyäne glich, stehen. Die Lefzen formten sich zu einem Grinsen, ehe es das Maul über ihrem Gesicht öffnete und sich der Symbiont Jessica herausschlängelte, um in die neue Wirtin zu kriechen.

    Kira kam wieder zu sich. Voller Schreck versuchte sie zu schreien, doch es kam nur ein leises, gurgelndes Kichern heraus, welches sich immer mehr in ein Lachen steigerte…


    “All dies ist schon einmal geschehen; und all dies geschieht irgendwann wieder…”


    Ende


  19. #352
    First Lieutenant Avatar von Angelika
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    Vielen Dank für die spannende Story.

  20. Danke sagten:


  21. #353
    Senior Airman Avatar von Ehre_Sei_den_Ori
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    Diese verdammten Goa'uld sind einfach nicht totzukriegen

    Vielen Dank für diese tolle FF
    Geändert von Ehre_Sei_den_Ori (09.04.2017 um 20:55 Uhr)
    Always the same. And now, all this. No more stones. No more spears. No more slings. No more swords. No more weapons! No more systems! No more! No more superpowers.


  22. #354
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    Auch von meiner Seite vielen Dank für die schier epochale und dabei stets spannende Fanfiktion, die hier geboten wurde.

    Die Vorstellung von Starbuck, die einen getarnten Jumper durch die Gänge von Civils Basisschiffs fliegt, gefällt mir sehr gut - da sind die "Toaster" platt. Was ich ev. noch erwartet hätte, wären knappe Schilderungen zu den Folgen des (ersten) Ori-Angriffes auf die Erde, und wie man dieser Herr zu werden versucht. Interessant sind die zwei Wege einer neuen künftigen Bedrohung durch die Goa'uld.
    Geändert von Durnah (13.04.2017 um 10:26 Uhr) Grund: geklammertes
    "Die Zeit macht jede Wahrheit zum Roman."
    aus Mayerling von
    Udo Jürgens / Michael Kunze

    "Das "Vaterland" ist der Albdruck der Heimat."
    Kurt Tucholsky


  23. #355
    Gehasst, Verdammt, Vergöttert Avatar von Colonel Maybourne
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    Das war es also... und ich muss sagen, dass mir der Abschluß auch sehr gut gefallen hat und es wirklich fast alles aufgelöst hat.
    Mal sehen, ob du vielleicht noch mal was schreibst, wenn dann werde ich wieder dabei sein.
    Bis dann.
    Das Leben ist ein Schwanz und wir die Eier, die mitgeschleift werden.


    Meine aktuellen Fanfiction:


    TGE Combined Season 1 Fire of War:

    http://www.stargate-project.de/starg...ad.php?t=11836





  24. #356
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Ein großes Dankeschön, an euch alle treuen Leser, sowie an die Kritikschreiber, und an Angelika, Durnah, Ehre_Sei_den_Ori, John´s Chaya, Joschi & skydiver, fürs Danke drücken

    Feedback-Feedback:
    Zitat Zitat von Angelika Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für die spannende Story.
    @ Angelika:
    Danke, für die Blumen, und Dein Feedback
    = = =
    Zitat Zitat von Ehre_Sei_den_Ori Beitrag anzeigen
    Diese verdammten Goa'uld sind einfach nicht totzukriegen

    Vielen Dank für diese tolle FF
    @ Ehre_Sei_den_Ori:
    Tja, diese berühmte “Grau-Zone”, die wir alle kennen was diese Schlangen angeht.
    Bitte schön, und danke für Dein Feedback
    = = =
    Zitat Zitat von Durnah Beitrag anzeigen
    Auch von meiner Seite vielen Dank für die schier epochale und dabei stets spannende Fanfiktion, die hier geboten wurde.

    Die Vorstellung von Starbuck, die einen getarnten Jumper durch die Gänge von Civils Basisschiffs fliegt, gefällt mir sehr gut - da sind die "Toaster" platt. Was ich ev. noch erwartet hätte, wären knappe Schilderungen zu den Folgen des (ersten) Ori-Angriffes auf die Erde, und wie man dieser Herr zu werden versucht. Interessant sind die zwei Wege einer neuen künftigen Bedrohung durch die Goa'uld.
    @ Durnah:
    Danke schön für das Kompliment : ) - stets spannend ist wohl ein wenig übertrieben, wenn ich da zum Beispiel an einige Kapitel von Season 2.2 denke, wo ich euch arme Leser mit Politik und so gefoltert hatte

    Freut mich, dass dir die Vorstellung des von Kara geflogenen getarnten Jumpers auf dem Basisschiff von Cavil so gut gefallen hat.

    Das ist die berühmte “Grau-Zone” der Goa´uld, und ihrer damit verbundenen weiteren Bedrohung.

    Vielen Dank für Dein Feedback
    = = =
    Zitat Zitat von Colonel Maybourne Beitrag anzeigen
    Das war es also... und ich muss sagen, dass mir der Abschluß auch sehr gut gefallen hat und es wirklich fast alles aufgelöst hat.
    Mal sehen, ob du vielleicht noch mal was schreibst, wenn dann werde ich wieder dabei sein.
    Bis dann.
    @ Colonel Maybourne:
    Na ja, noch nicht ganz - denn es kommt ja noch die angesprochene überarbeitete Fassung des Pilotkapitels (dazu unten mehr).

    Dies war für mich das Schwierigste: einen guten Abschluss zu finden, welcher auch zu den beiden Serien gut passt. Freut mich daher, dass er dir, und hoffentlich auch den meisten Lesern gefallen hat.

    Vielen Dank für Dein Feedback

    = = = = =

    Beim Antworten vom Review von Colonel Maybourne, und im Beitrag der Finalepisode hatte, ich es schon kurz angerissen - es steht noch etwas aus: die überarbeitete Fassung der Pilotepisode, die sich noch in der Umsetzung befindet. Diese wird sich aus den ersten beiden SG: BSG- & den letzten beiden Elysium-Folgen, sowie einigen neuen Szenen zusammensetzen.

    Ich hoffe Anfang Juni soweit, und mit den Korrekturlesen fertig zu sein, um es dann hier im gewohnten Thread posten zu können

    Viele Grüße
    JJO

  25. Danke sagten:


  26. #357
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    So *hüstel*, hatte es ja schon angedro... äh, angekündigt - und heute ist es dann auch endlich soweit... ein letzter Akt, es ist genau 5 Jahre her als ich die erste Elysium-Folge veröffentlicht habe. Ein guter Tag um den Kreis zu schließen, denke ich

    Anmerkung:
    Überarbeitete Version der Pilotfolge, welche sich aus Szenen der letzten beiden Elysium-Folgen (Elysium I & Elysium, Part II), sowie den ersten zwei Episoden von SG: BSG (Licht und Dunkel & Informationen, (einige Szenen habe ich rausgelassen, wie z.B. das erste Gespräch zwischen Kara und Jack, da es sonst noch länger geworden wäre, und den Rahmen sprengen würde) und noch unbekannten Szenen zusammensetzt.


    Pilotfolge
    Stargate: Battlestar Galactica / - Elysium -
    überarbeitete Version

    Andromeda-Galaxie
    Orbit - Planet Kobol

    Ein Raider der Zylonen, welcher sich auf Patrouille befunden hatte, hatte eine kleine Armada - bestehend aus mehreren Basisschiffen - nach Kobol geführt. Und das auch nur, weil er kurz zuvor zufällig auf die sich dort aufhaltende Mercury-Flotte gestoßen war.

    Battlestar Mercury - CIC

    “Das habe ich befürchtet. Wir werden jetzt von Zeus gestraft werden, indem wir für diesen Frevel einen hohen Blutzoll bezahlen müssen”, stöhnte Jiram klagend, der sich gerade an Bord der Mercury aufhielt. Deshalb ergriff er sofort seine Gebetskette, um die Götter von Kobol wieder einmal um Vergebung zu bitten.
    Doch die eingetroffene Flotte der Zylonen eröffnete noch nicht das Feuer auf die Schiffe der 12 Kolonien.
    Nein.
    Stattdessen forderten sie die Menschen in einem freundlichen, aber doch sehr klaren bestimmenden Ton dazu auf, sich sofort bedingungslos zu ergeben, und auch die Enterungstrupps der Zylonen an Bord aller Kolonialen Schiffe zu lassen, die dann dort selbst das Kommando übernehmen sollten.

    Admiral Baker brummte: “Das hätten die wohl nur allzu gern. Diese verfluchten Toaster!”
    “Sehe ich genauso. Erst zerstören sie ohne Vorwarnung unser Zuhause, verfolgen uns mit dem Ziel unsere Rasse komplett auszulöschen, und nun versuchen sie uns mit einer neuen Masche zu ködern, indem sie einen auf freundlich machen”, stimmte Colonel Hopkins zu, der skeptisch auf das DRADIS schaute.
    “Was machen wir nun?”, fragte Miranda Addison, die in das CIC geeilt war.
    “Wir evakuieren natürlich so schnell wie nur möglich Kobol! Dann ziehen wir uns erst einmal umgehend zurück!”, erklärte Steven Baker.
    Zufrieden stellte er fest, dass sein XO sich bereits darum gekümmert hatte, und die nötigen Anweisungen gab.
    Aber auch sämtliche kolonialen Shuttles und Raptor hatten schon begonnen Kobol zu verlassen, nachdem die Basisschiffe der Zylonen im System aufgetaucht waren.

    Zylonisches Basisschiff

    An Bord seines der Basisschiffes grinste Mephisto vor sich hin, denn eigentlich war er nur unterwegs, um den anderen Zylonen zu folgen, und für den benötigten Nachschub zu sorgen. Dabei hielt er immer wieder kurz an, um Patrouillen loszuschicken, die er weiterhin Ausschau nach versprengten Überlebenden der Angriffe auf die Planeten der 12 Kolonien halten ließ. Er hatte zwar sowieso vorgehabt einmal nach Kobol zu reisen, um sich diese Welt persönlich und genauer anzusehen - doch dass er dabei auf eine der großen gesuchten Flüchtlingsflotten, und dazu noch unerwartet auf die der Mercury traf, überraschte ihn dann doch sehr.

    “Die haben sich also getrennt”, murmelte er, als er wie alle anderen feststellte, dass zahlreiche Schiffe nicht dabei waren.
    “Wo ist denn nur die Nyx und der dazugehörige Rest? - Irgendwelche Aktivitäten um uns herum?”, fragte Mephisto daher skeptisch in die Runde, der den Menschen eine solche Falle durchaus zutraute.
    “Von weiteren Schiffen der Menschen keinerlei Anzeichen. Aber es verlassen weiterhin, seitdem wir hier sind, mehrere Shuttles und Raptor die Oberfläche dieses Planeten”, antwortete eine Drei.
    “Sieht so aus, als ob wir nicht sonderlich willkommen sind”, stellte ein Vierer fest.
    “Das wundert mich überhaupt nicht”, bemerkte eine Sechs schnippisch.
    “Dir und allen anderen ist aber schon klar, dass wir uns aber auch verteidigen müssen, für den Fall eines feindlichen Angriffs”, stellte ein anderer Einser kühl fest.
    Und so stimmte die Mehrzahl dafür, sofort alle Jäger zu starten, um die Shuttles und Raptor der Kolonien abzufangen, und die Piloten aufzufordern in den Hangars der Basisschiffe zu landen.

    Battlestar Mercury

    Dieses Vorgehen der Zylonen wertete man an Bord aller Kampfsterne als klare Provokation und eine weitere Kriegshandlung.
    “Habe ich es mir doch gedacht. Von wegen friedliche Absichten. Dreckspack. Die wollen nur eine sehr große Anzahl unserer Leute, die sich auf dem Rückzug befindet als Geiseln nehmen, um uns dann in die Knie zu zwingen - aber das lasse ich nicht zu. Nicht mit mir… Alle Abwehrgeschütze auf die feindlichen Jäger richten! Feuer frei! Und sofort alle übrigen Vipergeschwader startklar machen und starten, sobald die Schutzzone errichtet ist!”, befahl Admiral Baker voller Grimm und Hass in seiner Stimme.

    Im Orbit von Kobol brach kurz darauf ein wahres Inferno los, das an die vergangenen Kämpfe erinnerte, die schon über ein Jahr zurücklagen. Wobei beide Seiten auf den ersten Blick jeweils gute Chancen hatten diese Schlacht um Kobol zu gewinnen.

    Die Zylonen hatten bereits nach ihrer Ankunft sofort sämtliche Raketen auf die Schiffe der Kolonien gerichtet und feuerten diese nun ab. Viele dieser Raketen detonierten aber glücklicherweise in der von den Abwehrgeschützen errichteten Schutzzone, welche bereits eine große Anzahl der zylonischen Jäger zerstört hatten.
    Die übrigen Raketen hingegen die doch noch durchkamen, prallten zum Glück auf die Ummantelungen der Kampfsterne, die sich zum Schutz zwischen die zivilen Schiffe und der Armada der Zylonen geschoben hatten, auf.

    Admiral Baker schäumte vor Wut, denn die immer noch andauernde Anwesenheit der zivilen Schiffe machte es ihm unmöglich, mit den Kampfsternen, in die erforderliche Offensive zu gehen, um den Zylonen wirkungsvoll zuzusetzen. Er sah sich daher gezwungen, den Kapitänen dieser Schiffe Dampf zu machen; auch ordnete er den Rückzug zu den Notfallkoordinaten für die beiden Schiffe der Berzerk-Klasse, sowie für zwei Kampfsterne an, die die zivile Flotte begleiten sollten.

    Die ersten Rückmeldungen erreichten ihn gerade, als die Ariel von den Raketen eines zylonischen Jägers, welcher den Verteidigungsring dann doch durchbrechen konnte, zerstört wurde.
    “Die sollen endlich ihre Ärsche hier wegschaffen!”, brüllte Colonel Hopkins wütend in die Richtung eines Kommunikationsoffiziers.
    Das gleiche schreckliche Schicksal ereilte dann schließlich auch noch wenige Minuten später die Bianca.

    “Mercury! Das waren Atomraketen!”, schrie einer über Funk.
    “Verfluchte Toaster!” schimpfte der XO der Mercury laut, konnte aber noch auf dem DRADIS erkennen, wie die zivilen und die vier militärischen Schiffe wie angeordnet wegsprangen.
    Dann wurde die Mercury von mehreren Treffern erschüttert. Die Glastüren gingen zu Bruch und zerbarsten, Konsolen stürzten um, und alle, die sich im CIC befanden, stürzten hart zu Boden.

    “Meldung!”, schrie Admiral Baker über den Lärm hinweg, während er sich wieder aufrappelte. Zu seiner Zufriedenheit erhielt er die erlösende Rückmeldung, dass die verbliebene zivile Flotte gerade noch rechtzeitig vor den angreifenden zylonischen Jägern entkommen war, ebenso der abgestellte militärische Begleitschutz.

    Jetzt sah der Admiral nach seinem XO, der immer noch auf dem Bauch liegend vor dem Taktiktisch auf dem Boden lag, und sich bislang einfach nicht rührte.
    Stattdessen breitete sich eine rote Pfütze unter ihm aus.
    “Oh nein!”, stöhnte Steven Baker, dann ging er zu Hopkins hinüber, und drehte diesen leise böse Flüche ausstoßend vorsichtig auf den Rücken.
    Der Admiral kannte nun den Grund, weshalb sich sein XO nicht mehr erhoben hatte - eine Glasscherbe hatte sich in dessen Hals gebohrt und dem Colonel dabei die Halsschlagader durchtrennt.
    Baker löste langsam seinen Blick von dem leblosen Körper seines langjährigen ersten Offiziers, und trat dann von der immer größer werdenden Blutlache zurück.

    “Admiral!”, schrie der Taktikoffizier. “Unsere Piloten werden da draußen abgeschlachtet. Drei weitere Basisschiffe haben so eben Kobol umrundet, somit sind es jetzt zehn Basisschiffe.”
    “Alle Geschwader langsam zurückziehen! Die Piloten haben 15 Minuten, zurück in die Ställe zu kommen, dann verschwinden wir von hier! FTLs auf Stand-by!”, brüllte Admiral Baker frustriert, der vollkommen unerwartet seines XO´ beraubt worden war.

    Die Zeit schien auf einmal still zu stehen; denn die Zylonen ließen ihre Waffen nur noch einmal eine kurze Salve abfeuern, dann schwiegen sie. Auch die zylonischen Jäger drehten unerwartet ab, um sich neu zu formieren.

    “Was zur Hölle tun die da?”, fragte einer der Piloten.
    “Kann uns doch egal sein; zurück zu unseren Schiffen… Verflucht! Ich habe fast keine Munition mehr”, bemerkte Captain Nash ärgerlich, dann steuerte er eine der vier Landebuchten der Mercury an.

    Die Zylonen meldeten sich erneut via Funk bei Steven Baker und wiederholten betont ihre Forderung ein letztes Mal. Doch der Admiral nahm zuerst keine Notiz davon, denn er wartete, bis man ihm mitteilte, dass alle Viper gelandet seien.

    “Also gut”, hustete Admiral Baker nach einer Weile und erbat sich etwas Zeit, dann ließ er die Verbindung zu den Zylonen trennen.
    “Ich will, dass sämtliche Hauptgeschütze auf das nächstliegende Basisschiff ausgerichtet werden! Die Blechmonster haben auch Schäden erlitten”, teilte er den kommandierenden Offizieren der anderen Kampfsterne seine Absichten mit.

    Captain Lucas Nash, der kurz zuvor sicher gelandet war, betrat gerade das CIC, als er noch die Worte des Admirals hörte. Verzweifelt versuchte er ihn zum Rückzug zu bewegen.
    “…bitte, tun Sie das nicht, Sir. Verschwinden wir, so lange wir es noch können”, flehte Nash den Admiral an, seinen Plan zu vergessen.

    “Was? Vergessen Sie es Captain! Die Toaster bekommen ihre Antwort. Nur nicht die, die sie erwarten!”, schnauzte er den jungen Offizier an, dabei deutete er auf seinen toten XO.
    Dadurch war Lucas abgelenkt und sah deshalb den Schwinger des Admirals nicht kommen, welcher ihn in den Magen traf und ihm die Luft raubte. Getroffen sackte er zusammen, schon traf ihn der nächste Schlag an der Schläfe, der ihn besinnungslos zu Boden beförderte.
    “ICH befehle hier, und kein Halbstarker, der keinerlei verfluchte Ahnung hat!”, brüllte Admiral Baker den bewusstlosen Nash an.
    “Schafft ihn mir aus den Augen, und steckt ihn in die Brig!”, befahl er einigen Marines, die kurz darauf Lucas Nash aus dem CIC trugen.
    “Ziel erfassen! Feuer!”, befahl Admiral Baker grimmig. ´Da habt ihr meine Antwort, ihr verfluchten Toaster´, dachte er.

    Dass sich diese Entscheidung als tödlich für mehrere hunderte Menschen erweisen sollte, sowie weitere schwere Verluste einbringen würde, wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht, denn zu Beginn schien sein waghalsiger Plan aufzugehen.
    Schnell wurde das erste Basisschiff der Zylonen zerstört. Während sich die Kampfsterne nun dem zweiten Basisschiff der Zylonen zuwandten, griffen wieder die zylonischen Jäger in das Kampfgeschehen ein, die die ganze Zeit abgewartet hatten.

    Admiral Steven Baker zuckte erschrocken zusammen, als die Kennungen der Hades und der Plejadiais auf dem DRADIS-Monitor verschwanden - die Zylonischen Jäger hatten soeben mit Hilfe eines Nuklearangriffs zwei Kampfsterne erledigt.

    “Wie konnte ich nur diese verdammten zylonischen Jäger vergessen”, murmelte Baker und musste mit ansehen, wie sich die Zylonen bereits der Saggitaron näherten, und auch über diesen Kampfstern herfielen - wenige Minuten später explodierte ebenfalls dieser Battlestar.

    Jeder Commander an Bord der verbliebenen Kampfsterne bemerkte die aussichtslose Lage. Die Schlachtschiffe der Menschen verschwanden, um sich in Sicherheit zu bringen, mit Hilfe der FTL, die auf Stand-by geschaltet waren.
    Es war nur ein schwacher Trost für die Menschen, dass man zwei Basisschiffe zerstört, sowie zwei weitere stark beschädigt, und zahlreiche feindliche Jäger vernichtet hatte.

    Nach dem Überlichtsprung war die Flotte wieder beisammen, und unternahm mehrere Sprünge hintereinander, um möglichst viel Raum zwischen sich und den Zylonen aufzubauen.
    “Oh ihr Götter! Was habe ich nur getan”, keuchte der Admiral vor Schmerz auf, als ihm das Ausmaß dieser Niederlage, in den eintreffenden Berichten immer deutlicher vor Augen geführt wurde.


    Elysium

    Die neue Hauptstadt der Überlebenden der Nyx-Flotte war in den vergangen Monaten immer weiter gewachsen. Man hatte sich letztendlich dafür entschieden, so wie es Colonel Simon O’Hara vorgeschlagen hatte, diese Stadt: Elysium-City zu nennen.

    Die große Nyx-Station hatte man schon längst wieder in die einzelnen Module zerlegt, um diese unter anderem die Werft, die für die Fertigung, Wartung von Kampfsternen, und zur Förderung von Rohstoffen zu nutzen, wie man es in Friedenszeiten vorgesehen hatte, und sich auf der Rückseite des Mondes von Elysium befand.
    Das wichtige Munitionsdepot lag in einem der anderen Planetensysteme, das man als Evakuierungsort auserkoren hatte.
    Bei der Haupt-Rumpfsektion, die das Herzstück der großen Station gewesen war. war man dabei, diese in der Werft in einen Kampfstern der Valkyrie-Klasse umzurüsten, weil dies technisch keinerlei Probleme darstellte, und auch so von den Ingenieuren eingeplant gewesen war.
    Das Thyliumraffineriemodul befand sich auf einem der Monde, die um einen Nachbarplaneten kreisten, um den benötigten Treibstoff zu fördern.


    Admiral Samuel O’Hara befand sich gerade im Regierungsgebäude, und unterhielt sich in sehr entspannter Atmosphäre mit Präsident Bruce Wales, als es unerwartet an der Tür klopfte.
    “Herein”, bat der Präsident.
    Die Tür schwang auf und Commander Alexander Nash trat ein, und nickte beiden Männern zu: “Herr Präsident. Admiral O‘Hara. Ich habe ein ernstes Anliegen und würde gerne mit ihnen beiden darüber sprechen.”

    “Bitte setzen Sie sich doch. Um was geht es dabei, Commander?”, fragte Präsident Wales neugierig. Auch das Interesse von Samuel O’Hara war geweckt.

    “Ich mache mir Sorgen. Sie haben beide Kenntnisse davon, was Admiral Baker Commander Edwards angetan hat…”, begann Nash und hielt inne.
    “Ja, und weiter!”, forderte Admiral O’Hara den Commander dazu auf, fortzufahren.

    Commander Nash atmete kurz durch, ehe er fortfuhr: “Aus den Akten geht hervor, dass er zu emotionalen Handlungen neigt. Und ich fürchte, dass alle, die bei ihm sind, in großer Gefahr schweben – schon aus diesem Grund will ich mich auf die Suche nach ihm machen und dazu noch meinen Sohn Lucas nach Hause holen, Sirs!”

    “Das ist es also”, brummte Samuel O’Hara, der sich an eine Besprechung an Bord der Nyx erinnerte.
    “Sie sind vor einiger Zeit Vater geworden, Commander. Und werden, so viel ich weiß, sogar auch noch bald Großvater”, gab der Präsident zu Bedenken, und wies mit seinen Worten das Anliegen zurück.

    Doch Alexander Nash ließ nicht locker und unternahm einen weiteren Versuch.
    “Herr Präsident. Admiral O’Hara. Ich bin mit Sicherheit in der Lage, Baker zu finden. Ich vermute sogar, wo ich ihn finden könnte. Und eins weiß ich: Colonel Hopkins wird ihn zur Vernunft bringen, wenn er zu oft Prügel von den Zylonen bezieht; auch mein Sohn wäre dazu durchaus in der Lage.”

    Samuel O’Hara schüttelte gutmütig den Kopf, und erklärte: “Wäre immerhin möglich, Alex. Doch die Chancen sind gering, die Flotte von ihm anzutreffen. Du weißt, ich bin dabei, unsere Koloniale Flotte in neue Battlestar Groups aufzuteilen. Und somit kannst du schon mal nicht diese Mission übernehmen, falls der Präsident - und auch ich diese genehmigen sollten.”
    Bruce Wales stimmte dem zu: “Wir werden darüber noch einmal ausführlich beraten.”
    Dies gab Commander Nash zumindest ein klein wenig neue Hoffnung.

    Es dauerte einige Tage, dann entschied man, einen Kampfstern der Valkyrie-Klasse für diesen Auftrag zu entsenden. Und in einer anschließenden Versammlung, an der alle kolonialen Offiziere teilnahmen, die im Rang eines Admirals, Commanders und Colonels waren, stimmten dafür, dass Commander Jonathan Richard Edwards dieser Herausforderung am Besten gewachsen war, da er sich nicht von Admiral Baker in keinerlei Weise beeindrucken ließ.

    Edwards erbat sich etwas Bedenkzeit. Seine Frau war nicht gerade davon begeistert, andererseits hatte sie so die Möglichkeit, sich mehr um die Kinder zu kümmern. Damit stand seine Entscheidung fest, den Auftrag anzunehmen.

    Am nächsten Tag wussten auch der Präsident und die Admiralität, die aus Admiral Samuel O’Hara, Admiral Diana McBride und Admiral Alexander Nash bestand, und auch seine restliche Familie darüber Bescheid.

    Nun war es an ihm, sich einen der Kampfsterne der Valkyrie-Klasse auszuwählen, er entschied sich, die Leonis zu nehmen und die Mission genau vorzubereiten.

    Einige Tage später, auf dem Flugfeld des militärischen Teils des Raumhafens, trat Admiral O’Hara an Commander Edwards heran: “Commander, Sie kennen ihre Befehle: Zu den letzten gemeinsamen Koordinaten fliegen und dort einige Zeit ausharren! Passen Sie gut auf ihre Crew und natürlich auf sich selbst auf.” Während O’Hara das sagte, überreichte er Edwards noch einen dicken Umschlag.

    In einem Moment der Unachtsamkeit sprang ein Junge über die Absperrung.
    “Dad! Bitte geh nicht!”, rief Ryan, der sich seit geraumer Zeit mit seinem Vater ausgesöhnt hatte.

    “Solltest Du denn nicht um diese Zeit in der Schule sein!”, bemerkte Jonathan Edwards und sah seinen Sohn, der nun vor ihm stand, streng an.
    “Eigentlich schon”, gestand der Junge, und ließ seinen Rucksack von den Schultern gleiten. Er hatte unglaubliche Angst, dass er seinen Dad nie wiedersehen würde.

    “Verwahr das für mich und pass gut auf deine Mom sowie auf Tabita und Lucas auf, so lange ich weg bin!”, ordnete Edwards an und drückte zum Abschied Ryan noch einmal liebevoll an sich, als er ihm etwas aushändigte, was er von seinen Vater selbst einst vor einer Mission erhalten hatte, ehe er in den wartenden Raptor stieg.

    Orbit von Elysium
    Battlestar Leonis

    Commander Jonathan Richard Edwards betrat das Combat Information Center der Leonis, einem Kampfstern der Valkyrie-Klasse. Erstmals seit ungefähr sechs Jahren würde er wieder ein Kommando führen.

    “Commander an Deck”, sagte der XO, nahm Haltung an und salutierte.
    “Ist schon gut, Colonel Hale. Wie ist unser Status?”, fragte Edwards, während er ebenfalls salutierte.

    “Die Speicher wurden gelöscht, beziehungsweise ausgetauscht, die auf die Lage von Elysium hinweisen könnten. Alle relevanten Daten wurden ausgedruckt oder auf Speichermodule kopiert, damit die Zylonen nicht an wichtige Informationen gelangen. Alle Leute sind an Bord, ebenso die Vorräte. Die Computer sind hochgefahren - kurz gesagt, wir sind bereit, Sir”, meldete Colonel Mike Hale, und legte seinen Bericht auf den Taktiktisch für den Commander hin.

    Commander Edwards nickte zufrieden. “Also gut. Bringen Sie uns raus! XO, Sie haben die Wache! Ich bin kurz in meinem Quartier - mein Gepäck unterbringen.”
    “Verstanden, Commander.”
    Während Jonathan Edwards wieder das CIC verließ, gab Mike Hale den Befehl für den ersten FTL-Sprung.

    Wenige Minuten später betrat Edwards sein Quartier, legte den Bericht seines XO auf seinen Schreibtisch und das Gepäck, was er noch dabei hatte vor dem Schrank ab. Dann nahm er den Umschlag in die Hand, den ihm Admiral O’Hara vor seiner Abreise gegeben hatte, riss ihn auf und begann, in den Papieren zu blättern.
    “Wieder so ein Geheimbefehl”, seufzte er und las weiter.
    Als er fertig war, wusste er Bescheid und dachte: ´Also darum geht es.`

    Eine Stunde später setzte er sich mit seinem Führungsstab zusammen, um sie in Kenntnis zu setzen, worum es noch ging.
    “Die radioaktive Signatur, die von einer Explosion stammt, die wir vor einigen Monaten gemessen haben”, erinnerte sich der XO.
    “Richtig. Wir haben zunächst den Auftrag, dorthin zurückzukehren, wo sich Admiral Baker von uns getrennt hat - im sogenannten Bereich der Null-Koordinaten. Wo wir uns auch eine Weile aufhalten sollen, circa einen Monat. Danach geht es in den Epsilon-Sektor, von da kam die vermeidliche Explosion”, bestätigte Commander Edwards.
    “Deswegen die vielen Vorräte auf dem Schiff”, dämmerte es dem CAG.
    Der Colonel ergänzte: “Die reichen uns für ungefähr zwei Jahre.”
    “Major Whitman, sie informieren als CAG umgehend all ihre Piloten!”, ordnete der Commander an. “Der XO und ich selber werden die anderen Offiziere und die übrige Crew informieren, sobald wir wieder im CIC sind.”


    Mercury-Flotte

    Die Flotte um den Kampfstern Mercury befand sich irgendwo zwischen den Kolonien, Kobol und Neu-Caprica, von dessen Existenz die Mitglieder dieser Flotte nur etwas ahnen konnten.
    Admiral Baker lag mal wieder auf der Krankenstation seines Schiffes, da er einige Stunden nach der Schlacht um Kobol einen Kreislaufzusammenbruch erlitten hatte.

    Captain Lucas Nash saß seit einigen Tagen in der Brig. An seiner Schläfe war von dem Schlag noch eine kleine Beule auszumachen, die aber inzwischen leicht verblasst war. Die Tür ging auf und er bekam Besuch. In Begleitung von Doktor McQuarie, betrat Baker - gestützt und begleitet von einigen Marines - die Zelle, in der Nash eingesperrt war. Der junge Offizier vermutete sofort, dass man ihn wohl hinrichten würde, als er das Aufgebot bemerkte.
    Doch es kam ganz anders, denn der Admiral räusperte sich kurz und entschuldigte sich: “Captain Nash, es tut mir wirklich leid, was vor einigen Tagen zwischen uns vorgefallen ist. Ich habe Ihnen großes Unrecht angetan und weiß nicht, wie ich es wieder gerade biegen kann - Sie sind ein guter Offizier.”
    Nach einer kurzen Pause fuhr er fort: “Ich hätte auf Sie und andere hören sollen, den weiteren Kampf auszuweichen, dann wären… wären über 2900 Menschen noch am Leben…, ich allein trage dafür die Verantwortung ...”

    “Sir…”, begann Lucas Nash, brach aber ab, denn Baker war noch nicht fertig: “Wir haben einen kleinen Planeten gefunden, wo wir eine Weile bleiben können, er ist zwar nur am Äquator bewohnbar…, doch es reicht erstmal, um zu rasten. Ich befördere Sie hiermit vom CAG zu meinem XO - Herzlichen Glückwunsch.”
    Captain Nash war dermaßen verblüfft – ihm fehlten doch glatt die Worte. Erst als ihm bewusst wurde, was da gerade geschehen war, brachte er ein: "Danke, Admiral” - heraus. Wieder einmal hatte Steven Baker ihn überrascht.


    Auf einer höheren Ebene der Existenz wurde das erneute Geschehen, wie schon all die Jahrtausende zuvor, stets genau beobachtet.
    Doch einigen der Aufgestiegenen wurde es so allmählich zusehends leid, immer nur tatenlos zuzuschauen, was sich unter ihnen abspielte.
    “Also, mir reicht es so langsam. Wir sind zwar keine Götter, aber diese Menschen hier in der Andromeda sind unsere Nachkommen. Wir müssen etwas tun”, stellte einer genervt fest.
    “Pass bloß auf, und verletze nicht die Regeln, denn das Eis ist dünn auf dem du beabsichtigst dich zu bewegen”, erinnerte einer der ältesten Aufgestiegenen, der ebenso fühlte, aber auch wusste, dass man dabei sehr behutsam vorgehen musste.


    2 Monate später
    Neu-Caprica

    Die Zylonen hatten in einem weiteren Kampf mit der Galactica und der Pegasus schwere Verluste hinnehmen müssen. Und obwohl zumindest die Pegasus zerstört werden konnte, war die allgemeine Stimmung unter den Zylonen schlecht.
    “Die Menschen sind weg. Aber wir haben Hera jetzt bei uns. Wie sieht also unser weiteres Vorgehen aus?”, fragte Boomer in die Runde.
    “Wir nehmen die Verfolgung wieder auf, und beenden dieses Kapitel ein für alle Mal. Denn dieser Plan hat ja wohl nicht funktioniert, oder habt ihr vergessen, was meine Flotte und ich bei Kobol erlebt haben?”, antwortete Mephisto, und fand bei Cavil, sowie den anderen Einsern, und auch den Vierern und Fünfern Fürsprecher. Die anderen Modelle allerdings waren noch unentschieden.
    “Und wir machen uns nebenbei auf die Suche nach der Erde, die unser Freund Doktor Gaius Baltar für uns finden wird, der jetzt unser… äh… Gast ist”, ergänzte Cavil. Dessen Blick wanderte dabei zu Caprica-Sechs und D’Anna, und fügte hinzu: “Das werdet am besten ihr beiden übernehmen, um unseren neuen Freund Baltar entsprechend zu motivieren.”

    Mephisto grinste belustigt, während sich die Sechs und die Drei irritiert anschauten,
    und sagte dann: “Wenn niemand etwas dagegen hat, werde ich mich um die Flotte von Admiral O’Hara und Präsident Wales kümmern; ich habe ein Versprechen einzulösen.”
    “Tu das Bruder”, meinte ein anderer Einser, “dann nehme ich mich der Mercury und Admiral Bakers an.”
    “Und wie willst du die Nyx finden, wo wir doch jegliche Spur verloren haben?”, fragte Leoben neugierig.

    “Ganz einfach, ich habe schon vor über einem Jahr Suchpatrouillen nach ihr ausgesandt. Und da wir Maschinen sind, haben wir alle Zeit der Welt”, antwortete Mephisto verschlagen, und sah dabei Natalie an.
    Diese Sechs ließ deshalb sofort eine heftige Schimpftirade ab: “…du dreckiger, verlogener Mistkerl…”
    “Keine Angst meine Liebe; ich werde mein Versprechen halten. Ich baue es sogar aus: Ich lasse jeden Menschen am Leben, der seine Waffen niederlegt”, beruhigte Mephisto sie.
    “Das ändert aber nichts daran, dass Du mich hintergangen und angelogen hast”, schrie Natalie ihn wieder an.
    “Äh, Bruder”, meinte Mephisto und sah zu Cavil, “du würdest mir einen großen Gefallen tun, wenn du diese Sechs mitnehmen würdest, wenn deine Flotte sich auf den Weg macht. Aber pass gut auf.”
    “Aber gern, Bruder”, akzeptierte Cavil die Bitte bereitwillig.


    Milchstraße
    Erde, SGC

    “…Doktor Weir und Atlantis brauchen militärische Unterstützung, und dringend ein ZPM, um die Schilde zu aktivieren. Aber die Zeit drängt - und die paar Wochen sind schnell vorbei”, antwortete Sam besorgt.
    “Heute früh habe ich sofort den Präsidenten und Hammond informiert. Die Daedalus ist fertig und startbereit. Colonel Everett ist bereits mit einigen Dutzend seiner Marines, sowie der benötigten Ausrüstung eingetroffen, die wir durch das Stargate direkt nach Atlantis schicken werden. Und da sie unser ZPM nicht nehmen können, weil wir es für die Versorgung von Antarctica benötigen, habe ich Daniel gesagt, er soll eines, oder besser ein paar mehr finden.“

    Einige Tage später hatte Doktor Daniel Jackson eine Referenz in der Datenbank gefunden, die aus Atlantis gekommen war, und auf eine Gruppe der Antiker hinwies, die lange vor dem Krieg mit den Wraith die Pegasus-Galaxie verlassen hatte, und in die Andromeda-Galaxie gereist war. Er konnte nun die bisherigen Daten über die Antiker, die er hatte, durch die von Jack O’Neill und auch von den Asgard, sowie den Nox ergänzen. Und beschäftigte sich daher in jeder freien Minute damit.

    Kurz darauf verstarb bedauerlicherweise Doktor Catherine Langford. Daniel erbte ihren gesamten Nachlass, der ihre komplette Sammlung umfasste. In der Hoffnung, etwas Brauchbares zu finden, arbeitete er sich erst einmal tagelang durch.

    So kam es, dass einige Wochen später ein ZPM in Ägypten gefunden wurde, mit einem Video, welches für große Aufregung sorgte. Nachdem das ZPM untersucht worden war, wurde es freigegeben und zunächst an die Energieversorgung des Stargates angeschlossen, um Atlantis anzuwählen.

    Noch vor der Anwahlsequenz trat General O’Neill an Colonel Everett im Torraum heran. “Colonel, geben Sie diese Notiz hier Doktor Weir persönlich, falls sie Ihnen nicht glauben sollte. Die Daedalus wird in knapp vier Tagen eintreffen, nachdem Sie und ihre Leute durch sind. Viel Glück.”
    “Jawohl, und danke, Sir.”
    Mit dem Befehl, das Anwählen des Sternentores zu beginnen, verließ Jack den Stargateraum und begab sich in das Kontrollzentrum.

    Tage später

    Die Daedalus hatte die Erde, mit dem ZPM an Bord verlassen, und war nach Atlantis aufgebrochen. Auch die Verstärkung von Marines um Colonel Everett war seit einigen Tagen schon weg, um eine Verteidigung aufzubauen, bis die Daedalus unter dem Kommando von Colonel Caldwell eintrifft. Deswegen wartete General O´Neill seitdem gespannt und voller Ungeduld auf Neuigkeiten aus der Pegasus-Galaxie.

    Denn die Wraith waren kurz davor Atlantis anzugreifen, und Doktor Weir hatte eine Nachricht durch das Stargate zur Erde geschickt, worauf Jack O´Neill sofort reagierte. Er hatte Ausrüstung und Personal angefordert, um der Atlantis-Expedition um Doktor Elizabeth Weir zu helfen.

    Jack hätte sehr gerne noch mehr Unterstützung geschickt, doch waren weitere Schiffe der Daedalus-Klasse zu dem Zeitpunkt noch nicht fertig, und mehr Soldaten wurden ihm nicht bewilligt. Diese Unterstützung musste daher vorerst reichen.

    “Unplanmäßige Aktivierung von Außen”, meldete Lieutenant Simmons aufgeregt. Nun eilte General O´Neill von seinem Büro über die Treppe runter in den Kontrollraum.
    “Hoffentlich ist es Atlantis, und erfreuliche Nachrichten. Ich will endlich angeln”, murmelte der General, als er ankam. “Empfangen wir einen Transmitter - Code?”, fragte er den Lieutenant.
    “Ja, Sir. Es ist der persönliche ID-Code von Doktor Weir. Und ich empfange eine Mitteilung aus Atlantis”, bestätigte Simmons.
    “Danke Lieutenant”, sagte O´Neill, nahm das Funkgerät und sprach: “Atlantis hier ist General O´Neill vom Stargate-Center. Ich würde gerne mit Doktor Weir sprechen!”

    “Ich höre sie, General O´Neill. Ich kann ihnen gar nicht sagen, wie froh ich bin ihre Stimme zu hören. Danke für ihre Unterstützung, die sie uns geschickt haben”, hörte er über die Lautsprecher die erleichterte Stimme von Elizabeth Weir.
    “Wie geht es Ihnen allen, da drüben in der Pegasus?”, fragte O´Neill.
    “Den Umständen entsprechend, General. Es gab Verluste, doch nun sind wir mit Hilfe einer Idee der Doktoren McKay und Zelenka in Sicherheit. Die Stadt Atlantis befindet sich unter unserer Kontrolle, alle Wraith konnten beseitigt werden, die in die Stadt eingedrungen waren. Alles Weitere steht in den Bericht, den Sie empfangen haben.”

    “Lieutenant?”
    “Ist bestätigt, Sir.”

    “Ja, ist angekommen”, bestätigte O´Neill den Empfang.
    “Ich würde gerne die stabilisierten Verwundeten und Verletzten durch das Gate zur Erde schicken, wo das Stargate nun einmal aktiviert ist”, bat Elizabeth.
    “Okay, die Tür ist offen. Schicken Sie die Leute durch, sie werden bereits erwartet”, antwortete der General auf die Bitte, der Leiterin der Atlantisexpedition.

    Das Sanitätsteam und die Krankenstation wurden indes von Lieutenant Simmons informiert, so konnten die Verwundeten und Verletzten schnellstmöglich versorgt werden, die nun nach und nach im Torraum eintrafen. Darunter befand sich auch Colonel Everett, der eine Wraithattacke überlebt hatte.

    Nachdem alle durch waren, wurde die Verbindung beendet. Umgehend im Anschluss begab sich O´Neill wieder in sein Büro, und erstattete per Telefon Hammond Bericht.
    Später rief Lieutenant General George Hammond zurück, und erklärte dass das IOA entschieden hat, das Doktor Weir und ihr Führungsstab von Atlantis herkommen soll, um dem IOA persönlich Bericht zu erstatten, da ja derzeit keine direkte Bedrohung mehr für Atlantis bestünde.

    Am nächsten Tag, spät am Abend, trafen die betreffenden Personen durch das Stargate im SGC ein. Dort wurden sie allerdings von General Landry, dem neuen Leiter des SGC empfangen und begrüßt, da Jack nun endlich seinen Urlaub antreten konnte.


    Andromeda-Galaxie
    Höhere Ebene

    Ein Aufgestiegener hatte - vorsichtig - nach geeigneten Verbündeten gesucht, die ebenso fühlten und dachten wie er selbst, und auch nach einem guten Weg den Menschen in der Andromeda wirksam zu helfen. Denn er wollte einen furchtbaren Kreislauf beenden, der sich schon viel zu oft wiederholt hatte. Dass er dabei vorsichtig sein musste, war ihm bewusst.
    Was besonders auf fast alle anderen Aufgestiegenen in der Milchstraße, sowie der Pegasus zutraf, und die auch nicht zögern würden, ihn für sein Handeln und Tun kollektiv zu bestrafen. Schnell war ihm bewusst geworden, dass er in diesen beiden Galaxien keinen Beistand von Seinesgleichen erwarten konnte.

    So musste er eine andere Möglichkeit suchen, da er auf sich alleine gestellt war.
    Seine Wahl war dann letztendlich auf die Menschen der Erde gefallen, die sich bereits gut bewährt hatten.
    Aber die Lage wurde derweil für eine der überlebenden Flüchtlingsflotten der Kolonien von Kobol immer ernster.
    Der Antiker musste eine lange Zeit geduldig warten, ehe er dann schließlich eine gute Möglichkeit fand sein Vorhaben in die Tat umsetzen zu können…

    Planetenorbit

    Im Sturm eines Gasplaneten kam Captain Thrace in ihrer Viper langsam wieder zu Bewusstsein, während sie weiter auf den Planeten stürzte.
    Sie hatte gerade eine Art Vision oder Nahtoderfahrung mit Erlebnissen aus ihrer eigenen Vergangenheit, wo ihre Mutter, Leoben Conoy und auch sie selbst vorgekommen war, gehabt.
    Nun erkannte sie, wieder zurück in der Wirklichkeit, den zylonischen Jäger vor sich. Der wieder aus den Wolken auftauchte, und auch weiter in die Tiefe flog. Kara überlegte, ob sie nicht besser den Hebel für den Schleudersitz betätigen sollte, und sich somit zu retten. Doch sie zögerte in der Bewegung, was in einer solchen Situation selbst für sie ungewöhnlich war.
    Major Lee Adama, der in einiger Entfernung hinter ihr her flog, wiederholte immer wieder eindringlich seine Bitte: “Starbuck kehr bitte um. Lass ihn doch einfach fliegen. Kara. Komm zurück. Bitte Starbuck.”

    Galactica, CIC

    An Bord des Kampfsterns Galactica im CIC, beobachteten alle, darunter Admiral Adama das Geschehen, was sich draußen in der Atmosphäre des Planeten abspielte, und hörten mit großer Sorge und Nervosität dem Funkverkehr der beiden Piloten mit an.
    Je tiefer beide Viper flogen, desto geringer wurden die Chancen für eine Rückkehr der zwei Viperpiloten.
    “Komm schon, Kleine, komm zurück”, flüsterte Adama so leise vor sich hin. Gerade so laut, dass es nur Tigh mitbekam.
    “Mister Gaeta. Wie lange haben die beiden noch? Und ab wann wird eine Rückkehr nicht mehr möglich sein?”, fragte William Adama.
    “Bei der Geschwindigkeit der beiden in etwa 5-10 Minuten, dann wird die Anziehungskraft des Planeten die Viper irgendwann zerdrücken. Und bis zu dieser Linie können beide es noch zurückschaffen”, erklärte der Taktikoffizier der Galactica, dem Admiral und dem XO Colonel Tigh, an einem Monitor die Situation.
    “Auch wird die Kommunikation immer schwieriger, die Interferenzen des Planeten stören die Überwachung jetzt schon massiv”, ergänzte Petty Officer Dualla.
    Der Admiral griff zum Funkgerät und sagte beunruhigt: “Apollo, ihr zwei müsst euch beeilen, ihr habt nur noch knapp 5 Minuten bis ihr die rote Linie überschreitet! Apollo! Kehrt um!”

    Planetenorbit

    “Verstanden Galactica”, bestätigte Lee Adama.
    Doch dann sagte Kara ohne Vorwarnung: ”Ich habe jetzt keine Angst mehr, Lee.”
    “Was? Kara das ist doch Wahnsinn, komm zurück! Bitte. Lass diesen Zylonenjäger doch einfach weiterfliegen, ich sehe ihn jetzt auch. Ich bin fast bei Dir, und dann fliegen wir zusammen heim”, flehte Major Adama.
    “Wir sehen uns auf der anderen Seite”, entgegnete Starbuck stattdessen mit ruhiger Stimme.
    Worauf der arme Apollo nochmals verzweifelt, mit sanfter und ruhiger Stimme, versuchte sie zur Umkehr zu bewegen.
    Doch Starbuck sagte nur leise flüsternd, gerade so das Apollo es verstehen konnte: ”Lass mich einfach gehen. Ist schon okay. Sie warten auf mich. Lass mich einfach gehen.”
    Kara sah nun, wie sich ein immer heller werdendes weißes Licht in ihrem Cockpit ausbreitete, und wurde davon geblendet. Die Viper von Captain Thrace begann langsam auseinander zu zerbrechen, bevor sie mit einem Knall und in einem hellen Licht vom DRADIS-Monitor von Lee’ Viper verschwand. Zu seinem großen Entsetzen entdeckte und erkannte Lee keinen Schleudersitz oder Rettungsschirm.
    Admiral Adama meldete sich erneut über Funk bei ihm, und befahl mehrmals:” Apollo abbrechen! Abbrechen! Du bist schon beinahe zu tief. Hochziehen, und Höhe gewinnen!”
    Doch Lee Adama hatte schlechte Nachrichten für die Galactica, als er sich meldete:
    “Galactica, hier ist Apollo. Starbuck’ Viper ist weg.”
    “Wir schicken sofort ein Rettungsteam da raus”, antwortete die Stimme des Admirals aus dem Funkgerät.
    “Nein. Es ist zwecklos - kein Schleudersitz und auch kein Rettungsschirm. Sie ist weg. Wir haben sie verloren”, entgegnete Major Adama mit trauriger Stimme und Tränen in den Augen, ehe er wendete und zurück in Richtung Galactica flog.

    Höhere Ebene

    Es hatte alles sehr schnell geschehen müssen, ohne dabei Aufsehen bei den anderen Aufgestiegenen zu erwecken. Auch der gesamte Vorgang musste so wirken, um Lee Adama in den Glauben zu lassen, dass es sich um eine Katastrophe handelte. Der Aufgestiegene tat dies mit schweren Herzen, denn er wusste um den Schmerz, welcher sofort auf dieses Ereignis folgen würde.

    Doch, das Ereignis war nicht unbeobachtet geblieben, denn einige hatten es mitverfolgt, verzichteten aber darauf den Verantwortlichen daran zu hindern, sondern ließen ihn gewähren.

    Galactica

    Im CIC der Galactica herrschte sofort ein bedrückendes Schweigen, als die schlimme Nachricht über den Verlust aus den Lautsprechern kam, besonders betroffen davon zeigten sich Adama, Tigh, Dualla und Gaeta, die mit Bangen die Situation verfolgt hatten, dann aber davon bedrückt schweigend die Köpfe gesenkt hatten.


    Auf einer höheren Ebene
    Andromeda-Galaxie < = > Milchstraße

    Das helle Licht, welches sie umstrahlt hatte, ließ gleichmäßig nach. Alles wirkte irgendwie vertraut, nachdem das helle Licht endlich weg war. Aber erschien es doch ein wenig anders als sonst zu sein, wie es eigentlich war.

    Doch sah so etwa wirklich das Jenseits aus?

    Captain Kara “Starbuck” Thrace sah sich verwundert um, denn sie hatte sich das Leben nach dem Tod eindeutig anders vorgestellt.
    Sie stand im Combat Information Center der Galactica, welches in einem merkwürdigen Licht erleuchtet war.
    Aber niemand außer der Viperpilotin selbst schien anwesend zu sein.
    Kara stellte außerdem erstaunt fest, dass sie immer noch ihre Pilotenkombi trug, und nahm schließlich vorsichtig ihren Helm ab, nachdem sie die Umweltbedingungen überprüft hatte.

    Die junge Viperpilotin hatte irgendwie das Gefühl, dass sie beobachtet wurde - doch es war niemand zu sehen.
    Das letzte, woran sich Starbuck noch erinnerte war, dass sie sich mit jemanden unterhalten, und der wie Leoben ausgesehen hatte.

    Sie war verständlicherweise sehr irritiert und murmelte: “Verfluchter Mist! Bin ich denn jetzt tot, oder etwa doch nicht?”
    Kaum hatte sie dies gesagt, da spürte Kara einen sehr leichten Lufthauch in ihren Haaren, und rief erschrocken sich nach allen Seiten abermals umschauend: “Ist da etwa doch noch jemand?”
    Vorsichtshalber, um sich auch etwas mehr eigene Sicherheit zu geben, zog Captain Thrace ihre Waffe während sie sprach.

    Dann hörte sie eine ruhige, sachliche und männliche Stimme, die von der großen DRADIS-Konsole kam, wo immer Admiral Adama stand, wenn er im CIC war, die ihre Frage mit: “Nein, du bist nicht tot, Kara” - beantwortete.

    “Bist du es schon wieder, und wo bin ich gerade?”, fragte Starbuck immer noch ein wenig benommen, wegen der aktuellen Vorkommnisse.
    Dann erkannte sie eine Gestalt im Zentrum des CIC, die ihr geantwortet hatte.

    “Nein, ich bin nicht dieser Leoben - einer der Zylonen, den du kennst. Und du befindest dich, sagen wir mal… in einer Art Schwebezustand, in welchen ich dich habe, nachdem deine Viper vor den Augen von deinem Freund Major Lee Adama scheinbar explodiert ist. Unsere Reise wird kurz sein, obwohl es Dir länger vorkommen wird, da wir uns ein wenig unterhalten werden. Diese vertraute Umgebung hier soll dies ein wenig für dich erleichtern. Ich hatte gehofft, dass du dich deswegen besser entspannen würdest. Doch jetzt will ich mich zunächst einmal selber vorstellen: Einer der vielen Namen, die ich während meiner menschlichen Daseins trug, war Hippokrates…“

    “Aha.“
    “Und?“
    “Was - und?“, brummte Starbuck genervt.
    “Das mit dem Entspannen scheint nicht wirklich recht bei dir zu klappen“, seufzte Hippokrates enttäuscht.
    “Nicht wirklich. Und was haben sie so gemacht - während ihres menschlichen Daseins?“, fragte Kara gelangweilt.

    “Ich war unter anderem Arzt, Gelehrter und Forscher, manchmal aber auch ein Krieger, so wie du, bevor ich dann aufgestiegen bin, zu einer höheren Form des Seins.“
    “Wie nett… Äh… bin ich das etwa jetzt auch: aufgestiegen zu einer höheren Form des Seins, so wie du es nennst?“
    “Nein. Aber es wäre eine so Art Vorstufe für den weiteren Prozess des Aufstiegs. Es gibt noch viele Andere, die so sind wie ich, auch verstößt es gegen unsere Regeln uns in die unteren Ebenen einzumischen, darum wirst du alles, was ich zu dir sage, auch wieder vergessen.”

    “Und was soll dann der ganze Mist, wenn ich alles wieder vergessen werde?”, motzte Kara, während sie ihre Waffe wieder ins Holster schob.
    “Bleib ganz ruhig, und entspann dich. Bitte. Versuche es zumindest… Ich weiß, dass dich jetzt ganz viele Fragen beschäftigen”, beruhigte Hippokrates sie abermals.
    Er versuchte es zumindest, da ihm bewusst war, dass er sich einen schwierigen Charakter herausgesucht hatte. Aber diese junge Frau, war die einzige, die für diese schwierige Aufgabe geeignet war - auch dies war dem Antiker klar.

    Er seufzte kurz, dann fuhr er fort, ihre Fragen nach und nach zu beantworten: “Da wir uns auf einer anderen Bewusstseinsebene befinden, und ihr dringend Hilfe benötigt, sind wir auf einer Reise in eine andere, eine benachbarte Galaxie, die ihr in euren Sternenkarten vermerkt habt. Auch in jener leben auch Menschen, die zum Teil ebenfalls unsere Nachkommen sind, so wie es bei deinem Volk der Fall ist. Diese sind auch in der besten Lage euch gut im Kampf gegen die Zylonen zu unterstützen.”

    “Stopp!“, kam es sofort von Starbuck, als der Antiker gerade eine Pause eingelegt hatte. “Hört sich bislang gut an - doch wozu der Quatsch hier, wenn ich eh wieder alles vergesse“, schnappte die Viperpilotin, “etwa einfach nur so zum reinen Zeitvertreib?“
    “Irgendwie schon“, gestand Hippokrates, der verlegen geworden zur Seite sah.
    “Das darf doch nicht wahr sein“, grollte Kara Thrace daraufhin aufgebracht, und sah dann den Antiker ratlos und verständnislos an - musterte sie diesen noch einmal genauer: Es war ein Mann, der wohl dem Aussehen nach Ende dreißig bis Mitte vierzig war, einen Vollbart hatte, sowie mit einem hellen vanillefarbenen Pullover und einer weißen Hose bekleidet war - also ganz normale Durchschnittskleidung.
    Kara dachte daher: ‘Was ist er nur… ist er etwa gar einer der Götter von Kobol?’

    Hippokrates wusste stets, was in Starbuck vorging, und auch woran sie soeben gedacht hatte, deswegen begann er ihr kurz zusammengefasst von den Antikern zu erzählen, die mithalfen das Leben in der Andromeda-Galaxie zu beeinflussen. Gemeinsam mit einer anderen Spezies, die in dieser Galaxie sesshaft und mit ihnen befreundet war. Auch berichtete er, wie er und die Anderen die Entwicklung und den Verlauf der Geschichte der Kolonien zu Beginn mit geprägt und später nach ihrem Aufstieg weiterhin beobachtet hatten.
    Mehrmals wurde Hippokrates dabei immer wieder von Kara unterbrochen, die immer wieder Kommentare dazu abgab, während er versuchte ihr alles erzählte.
    “…und ich musste lange nach einer Möglichkeit und Gelegenheit suchen. Aber auch einen geeigneten Kandidaten wählen - bis meine Entscheidung auf eben dich fiel. Doch auch, wer euch wirklich helfen kann, und wie ich es vermeide von den Anderen, insbesondere von denen in der Milchstraße, wohin wir unterwegs sind, sowie denen in der Pegasus-Galaxie, bestraft zu werden…“
    Kara unterbrach ihn erneut verwundert: “Götter können eigentlich nicht bestraft werden. Und wenn dann nur von Zeus persönlich. He, gibt es etwa noch in weiteren Galaxien als in meiner und in dieser Milchstraße Menschen, wie uns?“

    Der Antiker nickte bestätigend, während Kara erneut kopfschüttelnd im CIC auf und ab ging, während er kurz darauf geduldig fortfuhr.

    “…ich fürchte, dass es klargestellt werden muss: Wir Aufgestiegenen sind keine Götter. Auch wenn ihr diejenigen, die ihr als solche verehrt einst welche von uns waren, ehe auch sie teilweise aufgestiegen sind. Also ich bin ebenfalls kein Gott. Unseresgleichen haben zwar unbegrenztes Wissen, und übernatürliche Fähigkeiten… doch macht uns dies nicht zu Gott, Göttinnen, oder Göttern. Obwohl einige, von denen wir uns vor Jahrmillionen trennen mussten - sich immer noch für welche halten. Dies führte zu einen furchtbaren Konflikt, der uns als Alteraner spaltete, in Ori und Antiker…“
    “Es gibt also Böse und Gute von euch Typen!“, stellte Starbuck fest, blieb stehen, und erinnerte sich an Athena, die sich entschlossen hatte die Zylonen zu verlassen um den Menschen zu helfen.
    “So ist es, leider…“
    “Na, phantastisch. Das wird ja immer besser…“
    “..weshalb wir daher die Existenzen von weiteren Galaxien, die mit Menschen bevölkert sind, geheim halten mussten. Und um somit alle - auch uns selber - vor den Ori zu beschützen sind unsere Regeln unter anderem: Wir sind keine Götter, und dürfen uns nicht in die Ebenen unter uns einmischen…“

    “Stopp! Zum letzten Mal: Und was soll die Nummer gerade? Ansonsten steigt in mir der Drang jemanden zu schlagen!“, schimpfte Captain Thrace wieder einmal mehr als nur ein klein wenig aufgebracht.
    “Ich bewege mich wirklich auf sehr dünnen Eis, indem ich dich hierher gelotst habe, und damit dabei bin - dir und allen anderen Überlebenden der Kolonien von Kobol zu helfen…“
    “Super Plan! Echt! Die halten mich doch jetzt für tot - und dann in einiger Zeit tauche ich wieder auf… die halten mich dann für einen verdammten Toaster - und werfen mich aus der nächsten Luftschleuse… und dann bin ich wirklich tot… Klasse!“, erwiderte Starbuck zynisch, und zeigte Hippokrates durch eine verachtende Geste, was sie von diesem Vorhaben hielt.
    “Und wie hast du dir das sonst noch so vorgestellt? - Außer später meinen Tod doch noch in Kauf zu nehmen… oder mir dann doch noch als Entschädigung für mein Leben diesen sogenannten Aufstieg anzubieten…“, fuhr Kara übel gelaunt fort, da Hippokrates nicht reagiert hatte.

    Der Antiker seufzte stattdessen leise vor sich hin, und dachte im Stillen nach: ´Musste ich mir wirklich ausgerechnet diese Kara Thrace für diesen Plan aussuchen… - ja. Sie war als einzige geeignet. Und es gibt auch kein zurück mehr.´
    Schließlich fuhr Hippokrates fort: “Also: Vertraue mir bitte - und auch deinen und euren neuen Freunden von der Erde…“
    “He, die Erde! Etwa die legendäre 13. Kolonie suchen wir ja!“, fiel Starbuck ihm abermals ins Wort.
    “Es gibt mehrere… Erden. Und auf eben auf dieser einen, gibt es eben die Freunde, die du dort finden wirst. Menschen und andere außerirdische Lebensformen, die mit jenen verbündet sind, und für den nötigen technischen Vorteil sorgen werden, den ihr benötigt, um die Zylonen, die euch bedrohen für immer zu schlagen...“
    Kara lachte sarkastisch auf: “Sicher!“

    Der Antiker ließ sich nicht beirren, obwohl er in dieser jungen Frau wohl die schwierigste Schülerin, die es wohl geben konnte vor sich hatte.
    “Du musst an dich glauben, Captain Kara Starbuck Thrace! Und jetzt kommt das Beste: Die Unterhaltung wirst du wieder, wie schon zu Beginn angesprochen - wieder vergessen, sobald du dort bist: auf der Erde. Und es gibt was Schönes: Es gibt noch zwei weitere große Flotten mit Überlebenden deines Volkes - und mit etwas Glück, treffen sich eure Wege auf einen großen gemeinsamen Pfad…“

    “Verflucht! Und ich werde alles wieder vergessen”, schimpfte Kara verzweifelt und schlug sich die Hände vors Gesicht, als Hippokrates schließlich mit seinem Vortrag fertig war.

    “Ja. Wir sind da. Und so sind nun einmal unsere Regeln: Wir dürfen uns eigentlich nicht einmischen, deshalb muss ich dich schnell absetzen und wieder verschwinden - sonst bekomme ich Ärger, so wie du des Öfteren. Aber wer weiß… - vielleicht sehen wir uns eines Tages wieder”, meinte Hippokrates am Ende geheimnisvoll.

    “Was? Wie? Moment…”, rief Kara gerade noch, als sie abermals ein helles Licht umhüllte, und ihr dann auch noch schwarz vor Augen wurde.
    Den darauffolgenden lauten Knall und den Aufprall, als sie etwas unsanft auf einen See einschlug, bekam sie schon gar nicht mehr mit.

    Milchstraße
    Erde - USA, Minnesota

    General O´Neill verließ den Highway, und einige Kilometer weiter dann auch die asphaltierten Straßen. So kam er seinem Ziel, seiner geliebten Ferienhütte mit dem See, und somit seinem Refugium, näher. Durch die Bäume konnte er bereits zeitweise das Gebäude gut erkennen, und sah sich bereits entspannt im Stuhl sitzend, die Angel in der einen und ein kühles Blondes in der anderen Hand.

    “Ja, das werden einige angenehme Wochen - bevor ich dann ins Pentagon umziehen muss”, murmelte O´Neill vor sich hin, wobei ihm der Gedanke an diesen Bürojob, der ihn die nächste Zeit erwartete ganz und gar nicht behagte.

    Als er noch knappe 50 Meter von seinen Ziel entfernt war, bemerkte er ein helles weißes Licht genau bei seinem Ziel - gut nur das Jack O´Neill eine gute Sonnenbrille trug, und von den Bäumen geschützt wurde. Nun folgte ein Geräusch, das sich anhörte wie der Knall einer Explosion. Der General stoppte kurz seinen Geländewagen, ehe er dann zügig weiterfuhr.

    An seinem Ziel angelangte, lagen vor ihm lauter Wrackteile vor dem See und auf dem Grundstück seines Feriendomizils.
    “Das kann doch nicht wahr sein, müssen die Testflüge über Minnesota machen!”, brummte er wütend, während er ausstieg. Dann sah sich Jack sorgfältig genauer um - alle Fenster waren zu Bruch gegangen.
    “Na, das wird teuer!”, sagte er wütend, als er sich den Gesamtschaden vorstellte, und damit begann den Schaden mit seiner Kamera für die Versicherung zu dokumentieren.

    Dann entdeckte er im See eine reglose Gestalt treiben. Hastig sprintete O´Neill zu dem See auf den kleinen Steg zu, wo sein Boot befestigt war, welches ebenfalls Beschädigungen aufwies.
    Dann hechtete er auch schon ins Wasser, schwamm zu der Person, die der Pilot dieser Unglücksmaschine sein musste, und gerade im Begriff war unterzugehen. Jack kam gerade noch rechtzeitig an, er griff zu und umklammerte die offenbar bewusstlose, sowie auch scheinbar verletzte Person mit einem Arm. Danach ruderte er mit dem anderen, und den Beinen strampelnd durchs Wasser, um wieder an das Ufer zu gelangen.

    ´Man wäre ich gerne ein paar Jahrzehnte jünger´, dachte er.
    Am Ufer angekommen zog er seinen “Fang”, keuchend und hustend, aus dem Wasser aufs Trockene - zum Glück war gerade Sommer.

    ´Das war es dann wohl auch mit dem Angelurlaub´, dachte er, und betrachtete die gerettete Person aufmerksam. Die Uniform war ihm vollkommen unbekannt.

    Jack hob sein Handy auf, und überlegte kurz.
    Dann wählte er entschlossen die direkte Nummer ins Büro von Lieutenant General George Hammond, dem Leiter der Homeworld Security im Pentagon, Washington D.C..
    “Großartig besetzt. Na schön, dann schauen wir doch mal, wer oder was du wirklich bist”, hustete er, und legte das Handy beiseite.

    Er musterte noch einmal aufmerksam die Person, die vor ihm lag. Er bemerkte, dass der Helm den gesamten Kopf umschloss und nahm diesen, nachdem er den Mechanismus gefunden hatte, vorsichtig ab. Es handelte sich bei den Piloten um eine junge blonde Frau, wie er feststellte.
    Den Helm legte O´Neill vorsichtig auf dem Boden ab. Nun wandte er sofort die Erste Hilfe Maßnahmen an: Puls und Atmung - beides war vorhanden stellte er beruhigt fest.

    Danach stand er auf, und holte zwei Decken aus der Ferienhütte. Zurückkommend murmelte er leise:” Also von hier bist Du nicht, soviel steht fest.”

    Nun kniete er sich neben ihren Kopf hin, um die eine der beiden Decken vorsichtig unterzulegen. Auch untersuchte er die beiden Patches an den beiden Oberarmen genauer, beim rechten las er in roten Großbuchstaben das Wort “VIPER” und die Zeichnung eines Fluggeräts, welches einem Kampfjet ähnlich war.
    “Mit so was warst Du wohl unterwegs”, brummte er vor sich hin, und wandte sich dem linken Oberarmpatch zu, wo er die Schriftzüge “Battlestar Galactica” oberhalb eines flammenartigen Zeichens und darunter “BSG 75” in goldfarbenen Buchstaben entzifferte.

    “Okay, definitiv nicht von hier”, sagte Jack O´Neill, und verzog das Gesicht zu einer Grimasse. Dann nahm er die Waffe aus dem Holster, die er neugierig und interessiert untersuchte und begutachtete, bevor er diese neben dem Helm ablegte.
    “Nicht missverstehen, sicher ist sicher”, flüsterte er, während er sie mit der zweiten Decke zudeckte.

    Zum zweiten Male wählte er, als er damit fertig war, die Nummer von Hammond’ Büro.
    “So was, immer noch, oder schon wieder besetzt. Dann rufe ich eben Hank im Stargate-Center an”, brummte er genervt, und gab die Nummer ein.
    ´Ah, es klingelt. Und es ist nicht besetzt´, dachte Jack zufrieden.
    “General Landry”, meldete sich eine entspannte und ruhige Stimme am anderen Ende.
    “Hallo Hank, hier ist Jack. Ich bin in Minnesota bei meiner Ferienhütte und… hatte eine nette Begegnung der dritten Art.”
    “Was ist denn passiert?”, fragte Landry, der hörbar nach einem Blatt Papier und einem Kugelschreiber griff.
    Schließlich begann O´Neill zu berichten, was in der letzten halben Stunde geschehen war: ”…tja, um es kurz zu sagen, ich bräuchte Unterstützung. Hier liegt ein Haufen von Wrackteilen herum, die so schnell wie möglich geborgen werden müssten. Außerdem benötige ich hier dringend ein Sanitätsteam für die junge Frau, die sich eine ungewisse Zeit lang im Wasser befunden hat, die immer noch bewusstlos ist, und meines Wissens nicht von unserer kleinen Welt stammen kann. Zumindest sind bei ihr Puls und Atmung vorhanden…”
    “Ich informiere umgehend die Prometheus. Colonel Pendergast soll sich darum kümmern, und seine Leute sollen das Areal sichern und alles bergen. Die junge Lady beamen wir über die Prometheus auf die Krankenstation hierher ins SGC”, sagte General Landry.
    “Gut, ich halte hier solange die Stellung”, willigte O´Neill den Vorschlag, und beendete die Verbindung.

    Einige Minuten später schaffte es General O´Neill endlich auch General Hammond über die kürzlichen Ereignisse zu informieren, und wie er mit Landry verblieben war.
    “…das könnte in der Tat eine sehr wichtige Entdeckung sein. Gute Arbeit, Jack”, sagte George Hammond.
    “Danke”, sagte O´Neill schnell, bevor Hammond aufgelegt hatte.

    Es trafen mit Hilfe der Beamtechnologie der Prometheus, nach kurzer Wartezeit die ersten Einsatzkräfte ein, die von Colonel Pendergast dafür abkommandiert worden waren. Diese sicherten das Gelände ab, und sammelten die verstreuten Wrackteile ein, die mit einem Sender ausgerüstet auf die Prometheus gebeamt wurden.
    Die, von Jack O´Neill, aus dem Wasser gerettete Pilotin wurde über die Prometheus auf die Krankenstation des SGC gebeamt, um sie besser medizinisch versorgen zu können.


    Andromeda-Galaxie
    Battlestar Galactica

    Auf dem Hangardeck der Backbord-Seite der Galactica begann eine Trauerfeier für Captain Kara “Starbuck” Thrace, hier hielten Admiral Adama, Präsidentin Roslin, Major Adama, und sogar auch Colonel Tigh jeweils eine kurze Ansprache, um ihre Leistungen für die Koloniale Flotte, sowie die Kolonien zu würdigen um sie somit gebührend zu ehren.
    In einer Startröhre befand sich ein leerer Sarg, der mit einer Flagge der 12. Kolonien von Kobol und einer Flagge der Galactica bedeckt war. Und William Adama schritt an diesen heran, und legte symbolisch die Abzeichen eines Viperpiloten und die des Captains darauf. Als er sich danach wieder aufgerichtete hatte, rief er laut: ”Achtung!”- und salutierte dabei, genauso wie alle weiteren anwesenden Militärangehörigen.

    Kurz nachdem er die Startröhre für die Viper verlassen hatte, nickte er in die Richtung des Kontrollraumes. Ein Priester sprach nun noch einige Worte, bevor die Luftschleuse geöffnet wurde und der Sarg durch den Druckausgleich ins All katapultiert wurde.

    “Ich kann es einfach nicht glauben, das Kara nicht mehr unter uns ist”, sagte Sam Anders, der mit ihr verheiratet war, leise zu Lee.
    “Ich weiß”, raunte Lee leise zustimmend.
    “Wegtreten!”, ordnete der Admiral an, und das Deck wurde wieder geräumt.

    Einige Zeit darauf ist Admiral Adama, in seinem Quartier, schließlich endlich kurz davor, das Segelschiffmodell fertig zu stellen an welchem er schon so lange gearbeitet hatte. Zum Abschluss brachte er die Figur der Aurora am Bug des Schiffes an.
    Doch kaum hatte er dies getan, packt er eine knappe Minute später auch schon wieder mit Tränen in den Augen das Schiff, und zerstörte das Modell und sank weinend zu Boden, überwältigt von Trauer und der Wut über den Verlust von Kara.

    Lee befand sich derweil auf den Weg in die Hallway of Memories auch als Erinnerungsgang bekannt, der mit Fotos von Vermissten und Verstorbenen an den Wänden bedeckt war. An einigen Stellen hatte Besucher Kerzen aufgestellt und entzündet. Apollo war hier, um sein Versprechen gegenüber Starbuck einzulösen, und ihr Foto neben das von Kat zu heften. Er erreichte sein Ziel und zog das Bild aus der Tasche, und befestigte es mit einer Nadel.
    “Wir sehen uns Kara”, sagte Lee leise bevor er weiterging.

    Der Antiker Hippokrates hatte, nach seiner Rückkehr in die Andromeda, auf der Galactica, alles mit schweren Herzen auf der höheren Ebene mitverfolgt. Es war alles so eingetroffen, wie er es vermutet hatte. Leider konnte und durfte er niemanden nichts mitteilen, um seinen Plan zur Rettung dieser Menschen nicht zu gefährden.


    Battlestar Leonis

    Die Mannschaft der Leonis hatte über einen Monat im Bereich der Nullkoordinaten ausgeharrt. Doch schon auf den Weg dahin war man öfter auf die Zylonen gestoßen, die mit ihren Jägern, allein oder in kleinen Gruppen, offenbar nach ihnen suchten. Deswegen hatte Commander Edwards zwei der Raptoren unter dem Befehl von Captain Bristol zurück nach Elysium geschickt, um Admiral O’Hara und Präsident Wales zu informieren.
    Edwards wich den zylonischen Patrouillen aus, in dem er immer sofort den Befehl für einen weiteren FTL-Sprung gab. Manchmal sogar mehrmals hintereinander. Was ihn und alle an Bord an meisten wunderte war, dass die zylonischen Jäger die Leonis gar nicht angriffen, beziehungsweise keine Basisschiffe auf ihre Spur setzten, sondern stattdessen weiterzogen, ohne dem kolonialen Kampfstern nachzusetzen.


    Elysium
    Elysium-City

    Nach drei Tagen erreichten beide Raptoren, die Commander Edwards losgeschickt hatte, Elysium.
    Captain Bristol überbrachte Admiral O’Hara und Präsident Wales die Informationen, die bei den beiden Männern eine sehr große Besorgnis hervorrief.

    “Ich danke ihnen für ihren Bericht, Captain Bristol. Hat Commander Edwards sonst noch etwas verlauten lassen - sollen Sie wieder zu ihm zurückkehren?”, fragte Samuel O’Hara.
    “Nein, Admiral. Wir sollen hier bleiben, da er uns aus Sicherheitsgründen nicht die nächsten Koordinaten mitteilen wollte, wo sich die Leonis als nächstes aufhalten wird”, antwortete Bristol müde von der langen Reise.

    Präsident Wales zog die Augenbrauen hoch, und wandte sich fragend an den Admiral: “Woran denken Sie gerade, Sam?”
    Admiral O’Hara nahm einen Stift und ein Blatt Papier und zeichnete damit eine grobe Karte der Andromeda: “Also hier, schon ziemlich am Rand unserer Galaxie, …sind wir. Die Kolonien sind dort…, die Nullkoordinaten sind in etwa hier…, und die Werte der Explosion, die wir gemessen haben - und von einer Atombombe stammen, kamen von hier… Dieses Gebiet nennen wir den Epsilon-Sektor.”
    Dann verband er die einzelnen Punkte so, dass sie eine Art Raute beziehungsweise Rhombus bildeten, und schrieb Zahlen darauf.

    “Ah, ich verstehe”, nickte Bruce Wales, der meinte zu erkennen, was im Admiral vorging.
    “Die Leonis hat eine lange Reise vor sich - von den Null-Koordinaten bis zu dem Ziel im Epsilon-Sektor, also von hier aus.”
    “Ganz genau, Herr Präsident.”

    Jetzt wurde Wales bewusst, was nun wirklich in O’Hara vorging: “Oh, nein! Sie haben doch nicht etwa vor, noch einen Kampfstern in den Epsilon-Sektor zu schicken. Wir können doch keinen weiteren Battlestar entbehren, da wir mit einem Angriff der Zylonen rechnen müssen.”
    “Die Zylonen finden uns. Das kann schon morgen, in einer Woche, nächstes Jahr oder erst viel später sein. Und wenn wir ein Schiff der Berzerk-Klasse dorthin schicken, oder auch ein weiteres der Valkyrie-Klasse, macht es keinen allzu großen Unterschied, wenn die Zylonen mit allem, was sie haben, uns angreifen, und wir ein weiteres Schiff verlieren", entgegnete der Admiral, der seinen Entschluss bereits gefasst hatte.

    Der Präsident merkte es schon und stimmte etwas zögerlich zu: “Ich verstehe Sie. Die Zylonen haben unsere Spur verloren und wissen nicht, wo wir sind. Es wird einige Zeit dauern, bis sie alle Sterne nach uns abgesucht haben, da unsere Galaxie ziemlich groß ist. Zumindest in dieser Hinsicht haben wir wirklich verfluchtes Glück, und die Wahrscheinlichkeit, dass die Toaster einige Systeme sogar vergessen, ist möglich …
    Admiral, ich gewähre ihnen drei Tage, um Leute zu finden, die sich freiwillig auf diese Mission begeben wollen, und einen Kampfstern der Valkyrie-Klasse ihrer Wahl, da wir im Falle eines erneuten Angriffs Transportschiffe benötigen.”

    “In Ordnung, Herr Präsident”, nickte O’Hara, “wir sehen uns in drei Tagen wieder.”
    “Sir, ich melde mich freiwillig.”
    “Gut. Captain Bristol wäre schon mal der Erste”, stellte Admiral Samuel O’Hara amüsiert fest.
    “Na, das fängt ja gut an”, seufzte Präsident Bruce Wales, der bereits ahnte, dass demnächst eine weitere Mannschaft aufbrechen würde.


    Milchstraße
    Erde
    USA, Minnesota

    General O´Neill hatte die Leitung des Einsatzes übernommen, der sich nach mehreren Stunden endlich dem Ende zuneigte.

    “Wir haben alles abgesucht, geborgen und gesichert, Sir. Die letzten Wrackteile sind gefunden und zum Beamen bereit”, berichtete Lieutenant Springfield.
    “Danke Lieutenant. Colonel Pendergast beamen Sie die restlichen Teile hoch! Wir sind hier unten fertig - mit aufräumen”, sagte O´Neill ins Funkgerät.
    “Verstanden General O´Neill. Ich beame dann die Wrackteile und die gesammelten Berichte in das SGC auf Ebene 17”, bestätigte Pendergast, den Erhalt seiner Anweisungen.
    “Ja. Danke für ihre Hilfe Colonel. Danke Leute das war’s wir sind fertig. Ihr könnt zurück aufs Schiff”, erklärte Jack den Soldaten und Wissenschaftlern, die an der Bergung beteiligt waren.

    Nachdem alles an Trümmern und Personal hochgebeamt worden war, schlenderte O´Neill zu seinen Geländewagen.
    “Wieder einmal nichts mit dem Angeln geworden”, seufzte er müde, stieg in seinen Wagen ein und fuhr los.

    SGC - Krankenstation

    Nach einer kleinen Odyssee, bestehend aus beamen auf die Prometheus, wieder runter auf die Erde und fahren, um Zeit zu sparen, kam Jack O´Neill schließlich wieder im SGC an.
    Er nahm diese Strapazen gern auf sich, weil er neugierig war und unbedingt mehr über die Besucherin erfahren wollte, und dies ging nur, wenn er persönlich mit ihr ins Gespräch kommen würde.
    Jack erinnerte sich, dass die junge Frau einige Male beinahe bei Bewusstsein war, da sie geblinzelt hatte, aber dann doch wieder weggedämmert war.

    “Willkommen zurück im Stargate-Center, General O´Neill”, sagte Doktor Lam, als Jack die Krankenstation betrat, da er nach der Pilotin sehen und Neuigkeiten erfahren wollte.
    “Guten Morgen, Doktor Lam. Wie geht es ihr?”, fragte er freundlich, obwohl er müde war und hielt sich die linke Hand vor dem Mund, da er gähnen musste.
    “Den Umständen entsprechend gut, sie war kurz wach ist aber sofort wieder eingeschlafen. Die hat wohl einiges hinter sich. Wir haben ein paar Narben im Bauchbereich gefunden, doch die sind gut verheilt. Hinweise auf Knochenbrüche und Gelenkverletzungen… scheint eine richtige Draufgängerin zu sein. Sie hat einige leichte Prellungen erlitten, und ist offenbar momentan wohl noch geblendet von diesem hellen Licht von welchem sie berichtet hatten, Sir - doch das gibt sich wieder. Zurzeit kann sie deswegen nur hell und dunkel erkennen. Und ihre Kleidung und Ausrüstung haben wir in diese Box dort, unter ihr Bett, verstaut”, berichtete Doktor Carolyn Lam im Plauderton General Jack O´Neill, während die beiden zum Krankenbett der jungen Frau herangetreten waren.

    “Gut. Sonst noch etwas?”, fragte Jack, als er die schlafende Patientin musterte.
    “Ja, auf der Hundemarke, die sie trägt, steht offenbar ihr Name: Kara Thrace. Ab und zu murmelt sie im Schlaf etwas. Die Krankenschwestern machen sich Notizen, so hat es General Landry angeordnet - `Könnte für die Nachforschungen von Doktor Jackson wichtig sein´ - hatte er gemeint. Mehr habe ich nicht. Colonel Carter leitet die technischen Forschungen und Untersuchungen an den geborgenen Wrackteilen, nachdem sie mit der Untersuchung der Kleidungsstücke fertig war.”
    “Danke Doc, gute Arbeit. Machen sie weiter so, und sie rufen mich bitte, wenn sich hier etwas ändert. Denn ich geh dann mal zu Carter. Ich komme dann später wieder hierher zurück”, erklärte O´Neill und verließ die Krankenstation, und machte sich auf den Weg zu Colonel Carter’ Labor.

    SGC - Colonel Carter’ Labor

    “Hallo Sir”, begrüßte Colonel Carter den General, als er das Labor betreten hatte.
    “Hallo Carter. Ich bin wegen des Berichtes hier, den Sie für mich haben.”
    “Der ist hier”, sagte sie sofort, und überreichte O´Neill eine vorbereitete dicke Mappe.
    “So viel? Und wo ist die Kurzfassung davon?”, fragte er, als er prüfend kurz im Bericht blätterte.
    “Wir sind gerade dabei die Wrackteile zu ordnen, und mit Hilfe eines Technischen Handbuches, welches die junge Pilotin dabei hatte, dürfte es zum Glück etwas einfacher für uns sein, um das Fluggerät zu rekonstruieren. Was ich aber schon einmal sagen kann, dass die Hundemarke mit der Cockpit-Markierung übereinstimmt. Neu ist allerdings der Begriff “Starbuck“ - was wohl ihr Rufname sein wird…“
    “Aha“, unterbrach Jack verwundert, “auf was für seltsame Namen manche kommen… Sorry, ich hatte sie unterbrochen, fahren sie fort!“
    “Na schön. Also… bei der oberen Kleidungsschicht, die sie trug handelt es sich um einen sehr ausgeklügelten Raumanzug. Darunter trug Captain Thrace normale Dienstkleidung - so wie wir beide gerade… Von diesen Leuten können wir wirklich noch etwas lernen… Keine Sorge, es ist alles noch intakt beim Raumanzug, der ist unbeschädigt”, fasste Sam Carter zusammen, als sie Jack O´Neill´ fragenden Blick bemerkte.
    “Es könnte auf jeden Fall eine sehr wichtige Entdeckung sein, Sir. Dieses Volk zu dem sie gehört, scheint, soweit es uns betrifft - uns um Jahrzehnte was die Raumfahrt betrifft voraus zu sein”, schwärmte Sam regelrecht als sie berichtete. Denn die bisher gewonnenen Informationen ließen sie nicht mehr los.
    “Danke Colonel. Ich bin dann wieder auf der Krankenstation, um unsere Besucherin kennenzulernen - sie sollte mittlerweile so langsam wieder zu sich kommen… Vielleicht habe ich ja Glück…”, sagte Jack, wedelte kurz zum Abschied mit der Mappe mit dem Bericht als er das Labor wieder verließ.

    SGC - Krankenstation

    In den Händen die Mappe und das Tablett aus der Kantine haltend, betrat Jack O´Neill mal wieder die Krankenstation, und ging zu dem Bett von Kara Thrace, da er unterwegs informiert worden war, dass jene wie erhofft endlich aufgewacht war.

    “Sie können gehen, ich übernehme jetzt”, sagte er an die Krankenschwester gerichtet.
    Er stellte das Tablett auf dem Nachttisch ab und setzte sich, und als er in Kara’ Gesicht schaute, registrierte er, wie sie wiederholt leicht blinzelte und musste grinsen.
    “Mahlzeit. Na ausgeschlafen?”, fragte er fürsorglich.
    Kara, deren Blick sich immer mehr aufklarte, sah nun einen Mann mit ergrautem Haar neben sich sitzen. Starbuck konnte zwar lange nicht, und erst seit wenigen Minuten halbwegs wieder einigermaßen ausreichend sehen, doch die Stimme erkannte sie dennoch wieder.

    “Wer sind Sie, und wo bin ich hier?”, fragte Kara Thrace trotz des langen Schlafs müde, und rieb sich erneut ihre Augen.
    “Gut. Das ist doch ein Anfang. Ich bin Major General Jack O´Neill von der United States Air Force, und Sie befinden sich auf der Krankenstation des Stargate-Centers auf einen Planeten der sich Erde nennt”, antwortete O´Neill trocken, als ob diese Antwort die normalste von der Welt sei.
    Bei dem vorletzten Wort, welches der Mann gesagt hatte, bekam Starbuck große Augen.
    “Wo bin ich?”, fragte sie, um sicher zu sein nicht erneut nur zu träumen.
    “Auf einem Planeten namens Erde”, wiederholte Jack.
    Der jetzt seinerseits irritiert war, jemanden vor sich zu haben, dem die Erde, sowie er auch nach einer kurzen Befragung feststellen musste, auch die Bedrohung durch die Goa´uld, wie auch der Wraith, vollkommen fremd war.
    Kurz darauf begann eine sehr rege Unterhaltung zwischen den beiden.

    SGC - Ebene 17

    O´Neill wollte eigentlich noch einmal mit Hammond telefonieren, doch kam ein Airman im Auftrag von Colonel Carter zu ihm, da diese ihm etwas zeigen wollte.
    Jack betrat den großen Raum, in dem alle Fundstücke der Viper lagen und so genau wie nur möglich untersucht wurden.
    Sam hielt ein kleines Buch in der linken Hand, und dirigierte Techniker, Wissenschaftler und Soldaten.

    “Hallo Colonel, was gibt es hier zu sehen? Haben sie ihren Bericht etwas zuzufügen, Carter?”, fragte General O´Neill, als er sich kurz umgesehen hatte.
    “Oh, hallo General. Nun ja, irgendwie haben sie Recht, Sir. Denn wie Sie sehen, versuchen wir uns immer noch ein genaueres Bild dieser Viper zu machen. Es läuft gut, dank des kleinen Buches hier, welches ich zufällig in einem Fach gefunden habe”, antwortete Sam zufrieden lächelnd.
    “Also für mich wirkt das alles hier, immer noch sehr chaotisch, aber wenn Sie es sagen. Ich kann nämlich nicht viel erkennen”, scherzte Jack O´Neill seinerseits.
    “Verstehe. Nein, Sergeant Siler, das Teil kommt dorthin”, sagte Sam, und deutete auf die Teile des Rumpfes.
    “Wird noch eine Weile dauern, bis wir hier endlich fertig sind”, sagte Colonel Carter lächelnd.
    “Ist schon gut. Ich werde dann mal Daniel suchen, und werde ich noch einmal mit General Hammond telefonieren, um mit ihm über dies und das sprechen”, sagte Jack, dann drehte er sich schnell um, und verließ den Raum.

    SGC - Fahrstuhl, Ebene 17 - 27

    Immer noch war General O´Neill sichtlich bewegt nach seiner ausführlichen, mehrstündigen Unterhaltung mit Captain Thrace, die ihm von einem furchtbaren Überlebenskampf gegen einen unbarmherzigen Feind geschildert hatte.
    Und so hatte O’Neill sofort nach dem er die Krankenstation verlassen und einen Abstecher auf Ebene 17 bei Colonel Carter gemacht hatte, es endlich geschafft mit General Hammond zu telefonieren, weil er dem Volk des Gastes nur allzu gerne helfen wollte. Doch mussten zunächst noch weitere Informationen her.

    Zum Glück kannte er die wichtigsten Personen, die ihm dabei helfen konnten die nötigen Informationen zusammenzutragen. Gerade eben befand er sich erneut im Fahrstuhl, welcher schon nach kurzer Fahrt abrupt stoppte, und Daniel stieg hinzu.

    “Daniel. Sie suche ich gerade”, meinte O´Neill erfreut darüber seinen gesuchten alten Team-Kameraden endlich anzutreffen.
    “Hallo Jack. Ja, ich weiß, habe ich gehört. Deswegen wollte ich ihnen ein Stück entgegenkommen. Und wie geht’s ihnen?”
    “Gut. Außer das mein Urlaub ziemlich kurz war… Und selbst?”
    “Ich war gerade auf der Krankenstation zur routinemäßigen Untersuchung, hatte gerade eine Mission...”
    “Wir haben Besuch.”
    “Habe ich schon gemerkt.”
    “Haben Sie Zeit?”
    “Ja, bis zur Besprechung um 17-Hundert. Wieso?”
    “Reden Sie mal mit ihr. Also: sie heißt Kara Thrace, und habe mich mit ihr bereits einige Stunden unterhalten - und nun sind Sie dran. Sie ist definitiv nicht von der Erde, und wohl auch nicht aus den bekannten Bereichen unserer Galaxie.”
    “Ist ja sehr interessant. Und wie soll ich da weiterhelfen können, es erscheint mir doch so, als ob Sie bereits alles erfahren haben?”
    “Keine Ausflüchte, Daniel. Es geht darum eine neue Zivilisation kennenzulernen… Und auch weil sich einige andere Dinge wirklich doch mehr als nur sehr interessant anhören, besonders die Art und Weise, wie sie hier gelandet ist. Das kam mir irgendwie - bekannt vor. Und Ihnen wird es dann sicher auch so vorkommen”, begründete Jack.

    Nun war das Interesse des Wissenschaftlers doch mehr als nur geweckt.
    “Wirklich? In Ordnung, ich rede sofort mit ihr. Doch erst muss ich noch etwas holen. Sie sollen übrigens auch zur 17-Hundert Besprechung kommen”, sagte Daniel, “und übrigens wäre ich eh zu ihr gegangen…”
    “Sicher!”, murrte Jack beim Verlassen des Aufzugs.

    SGC - Ebene 21

    Kurz darauf erschien Daniel, der zuvor noch einen Abstecher in seinem Labor gemacht hatte, ebenfalls auf der Krankenstation.
    Doktor Jackson trat vorsichtig an das Bett von Kara heran, die gerade ein wenig vor sich hindöste, und klopfte daher auf den Nachttisch um sich bemerkbar zu machen.

    “Oh, bei den Göttern! Wenn sie nicht dieser Doktor Jackson sind, von dem General O´Neill gesprochen hat, verziehen sie sich besser, sonst klebe ich ihnen eine”, drohte Kara Thrace genervt, welcher die ständigen Besucher langsam aber sicher allmählich mehr als nur auf die Nerven gingen.
    “Dann habe ich wohl großes Glück, denn ich bin dieser Doktor Jackson”, antwortete Daniel sichtlich entspannt.

    Nun setzte sich Starbuck im Bett auf, und musterte prüfend kurz den Wissenschaftler, bevor sich dieser zu ihr, auf den Stuhl, neben das Bett setzte.
    Kara und Daniel unterhielten sich ebenfalls über ein paar Stunden sehr ausführlich, wie es auch schon Jack um die Mittagszeit getan hatte.

    Doch im Verlaufe des Gespräches stellte Starbuck eines fest: alle Wissenschaftler, egal wo, sind doch ziemliche Nervensägen. Obwohl dieser Doktor Jackson zu der wohl angenehmeren Sorte zu gehören schien.

    Daniel war besonders neugierig auf die Kultur, Geschichte und Religion der Patientin.
    Starbuck erzählte Daniel davon soviel sie wusste, sowie auch über die bekanntesten Sternkonstellationen, von denen sie selbst einige auf einem Blatt Papier aufzeichnete. Damit wäre Colonel Carter später in der Lage diese auf einer Sternenkarte vergleichen, und so die Heimat des Gastes etwas genauer lokalisieren zu können.

    Doch schon jetzt fiel Daniel auf, dass diese Konstellationen sehr unbekannt waren, was die Vermutung von Jack unterstützte, dass Starbuck durchaus sogar aus einer anderen Galaxie stammen könnte.

    Als Kara Thrace im Anschluss dann die Einzelheiten von dem hellen, weißen Licht zu Ende erzählt, und davon eine vage aber doch noch genaue Beschreibung gegeben hatte, nickte Daniel Jackson kurz, und verstand was Jack O´Neill gemeint hatte.
    “Jack hatte wirklich Recht mit seiner Vermutung, sieht so aus als ob da jemand aufgepasst hat”, fasste Daniel kurz zusammen.
    “Wer hat aufgepasst?”, fragte Kara irritiert, die sich in der Tat nicht mehr an das Gespräch mit Hippokrates erinnern konnte.
    “Nun ja, nicht nur aufgepasst, sondern auch noch sehr clever eingemischt hat”, fuhr Doktor Jackson fort, und erzählte Starbuck noch einmal genauer von den Antikern, den Aufgestiegenen und deren Regeln.

    Kara hatte die Uhr genau im Blick, und seufzte leise als sie sich einen Vortrag anhören musste. Schließlich versuchte sie Daniel irgendwie loszuwerden, indem sie ganz einfach tat als wäre sie vor Müdigkeit eingeschlafen.

    Der Archäologe bekam dies erst gar nicht mit - bis zu dem Zeitpunkt, als die Patientin dann tatsächlich eingeschlafen war.
    “Tja, das war’s dann wohl”, seufzte Jackson ein wenig enttäuscht davon, dass die Unterhaltung wohl schon länger zu Ende war.

    Tage später

    Sichtlich zufrieden begab sich General O’Neill auf die Krankenstation, um mal wieder nach Captain Thrace zu sehen, die er aus seinem See gerettet hatte. Das erste Gespräch, sowie zwei weitere zwischen ihnen waren gut verlaufen. Und auch Daniel Jackson war in der Zwischenzeit mehrmals bei ihr gewesen.
    Dabei hatte sich immer mehr herauskristallisiert das Kara und Jack so ziemlich auf derselben Wellenlänge waren.

    “He, Sie sollen sich doch noch schonen!”
    Jack O’Neill schaute verblüfft auf die vollständig angezogene Person auf dem Bett.
    “Wenn ich dauernd in diesem Bett hier herumliege, kann ich Ihnen ja wohl kaum helfen, oder?”, fragte Kara, die sich gerade die Stiefel zuschnürte.

    “Sie haben grünes Licht, Captain”, versicherte Doktor Lam, um den General zu beruhigen, und erklärte Starbuck damit für entlassen.
    “Gut”, grinste Jack, “kommen Sie mit in die Cafeteria, Thrace?”
    “Warum nicht. Gehen wir. Und dieser Daniel Jackson ist eine richtige Nervensäge.”
    “Ach, auch schon gemerkt. Äh, sie bekommen übrigens eines der Gästequartiere hier im Stargate-Center…”
    “Also, ich würde dieses Stargate gerne einmal sehen, und nicht nur von jeden hier davon reden hören…“, murmelte Starbuck neugierig.
    “Na schön, Captain. Dann machen wir eine kleine Besichtigungs-Tour durch diesen Stützpunkt“, erklärte O´Neill, “denn immerhin müssen sie hier eine Weile leben, ehe wir die Mission zur Rettung ihres Volkes beginnen.“
    “Aber unterwegs legen wir eine Rast ein, um was zu futtern…“
    “Aber klar doch…“
    Worauf sich die beiden rege miteinander plaudernd auf den Weg machten. Das erste große Ziel der zwei war der Stargate-Raum, ehe es dann weiter unter anderem zur Cafeteria gehen würde…


  27. #358
    Gehasst, Verdammt, Vergöttert Avatar von Colonel Maybourne
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    War gar nicht schlecht gewesen und hat doch noch die eine oder andere Lücke gefüllt, ohne dabei zu langatmig zu sein...
    Wobei Starbuck natürlich wieder einmal die beste war, allen vor allem in ihrem Zusammenspiel mit Hippokrates...
    Bis dann.
    Das Leben ist ein Schwanz und wir die Eier, die mitgeschleift werden.


    Meine aktuellen Fanfiction:


    TGE Combined Season 1 Fire of War:

    http://www.stargate-project.de/starg...ad.php?t=11836




  28. Danke sagten:


  29. #359
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John's Chaya
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    Captain Kara “Starbuck” Thrace Auffendhalt auf der Erde führt bestimmt dazu, dass Hippokrates Vorhersage eintrifft. Dadurch wird sich wahrscheinlich vieles ändern. Armer Daniel, der ist doch gar nicht so anstrengend. Es wird wirklich Zeit, dass wir uns einmischen, ich meine die Antiker. Bei so viel Krieg und Unfrieden in allen Galaxien, sollten wir wirklich helfen. Kein Wunder, dass Daniel Starbucks Beschreibung des Lichts bekannt vorkommt. Schließlich war er ja mal einer von uns. War irgendwie klar, dass sie mit Jack am besten zurechtkommt.
    Hoffentlich bekommt Hippokrates nicht doch noch Ärger, obwohl er sich ja eigentlich "nicht" eingemischt hat. Bei dem "Nichteinmischen" bin ich Fachfrau ...
    Geändert von John's Chaya (13.06.2017 um 20:49 Uhr)
    Ich bin zu alt, um nur zu spielen, zu jung, um ohne Wunsch zu sein.

  30. Danke sagten:


  31. #360
    General im Vorruhestand Avatar von Jonathan J. O´Neill
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    Zunächst einmal, wie gewohnt:
    Ein großes Dankeschön, der treuen Leserschaft, sowie an die eifrigen Kritikschreiber, auch an Angelika, Durnah, Ehre_Sei_den_Ori, John´s Chaya & skydiver, fürs Danke-Button drücken

    Feedback-Feedback:
    Zitat Zitat von Colonel Maybourne Beitrag anzeigen
    War gar nicht schlecht gewesen und hat doch noch die eine oder andere Lücke gefüllt, ohne dabei zu langatmig zu sein...
    Wobei Starbuck natürlich wieder einmal die beste war, allen vor allem in ihrem Zusammenspiel mit Hippokrates...
    Bis dann.
    @ Colonel Maybourne:
    Danke. *puh* : )
    Kann Dir gar nicht beschreiben, wie erleichtert ich über diesen ersten Teil des Satzes bin *immer-noch-schwitz*.
    Das Gespräch zwischen Kara und Hippokrates habe ich euch allen ja noch irgendwie geschuldet , und Starbuck sollte somit einen guten Auftritt haben, da sie ein wenig zu kurz am Ende kam.

    Vielen Dank, für Dein Feedback
    = = =
    Zitat Zitat von John´s Chaya Beitrag anzeigen
    Captain Kara “Starbuck” Thrace Auffendhalt auf der Erde führt bestimmt dazu, dass Hippokrates Vorhersage eintrifft. Dadurch wird sich wahrscheinlich vieles ändern. Armer Daniel, der ist doch gar nicht so anstrengend. Es wird wirklich Zeit, dass wir uns einmischen, ich meine die Antiker. Bei so viel Krieg und Unfrieden in allen Galaxien, sollten wir wirklich helfen. Kein Wunder, dass Daniel Starbucks Beschreibung des Lichts bekannt vorkommt. Schließlich war er ja mal einer von uns. War irgendwie klar, dass sie mit Jack am besten zurechtkommt.
    Hoffentlich bekommt Hippokrates nicht doch noch Ärger, obwohl er sich ja eigentlich "nicht" eingemischt hat. Bei dem "Nichteinmischen" bin ich Fachfrau ...
    @ John´s Chaya:
    Das ist doch beabsichtigt
    He, klar ist er das
    Zumindest ein wenig korrigieren, was einige der Antiker endlich mal tun.
    Natürlich kommt Kara am Besten mit Jack klar.
    Hippokrates steht bestimmt unter Beobachtung
    Du bist also Fachfrau im Nichteinmischen - sieh an

    Vielen Dank, für Dein Feedback

    = = =

    So, das war es mit Stargate: Battlestar Galactica / - Elysium. Insgesamt waren es 83 Folgen SG:BSG, verteilt auf vier Staffeln + 10 Folgen Elysium, und dazu die sehr lange überarbeitete Version Pilotfolge.
    Ich möchte mich zu allererst bei Liljana bedanken , die seit Elysium und Season 2 sehr viel Zeit und Geduld, sowie noch vieles sicherlich mehr geopfert, und als meine Beta-Leserin agiert hat.
    Auch ein Dank an Major Lee Adama , der mir bei einigen Fragen hilfreich zur Seite stand, die Battlestar Galactica betrafen.

    Und natürlich der große Dank an euch, die Leser, die von Beginn an dabei, oder auch erst später eingestiegen sind Und mich dadurch all die Jahre begleitet haben.

    Auch an die Kritiker & Danke-Button-Drücker
    Spoiler 
    Am17
    Amelius01
    Angelika
    Antiker91
    Atlan
    AsgardKlon
    Blackhunter123
    berharroel
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    Colonel Maybourne
    Commander Snyder
    Dakimani
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    Helen Magnus
    In4no
    Jaffa96
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    Skydiver
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    Tarlock
    Terra.Atlantus
    Terranische Union
    USS George Hammond
    WarriorSun
    , ein großer Dank und Lob, die mir doch hin und wieder einige Impulse gaben, oder auf Fehler hinwiesen.

    Es hat mir Spaß gemacht diese FF zu schreiben. Es gab gute und gelungene, aber natürlich auch etwas einschläfernde Folgen (so ist halt Politik nun einmal ) Als ich dann Anfang 2015 mit dem Schreiben der letzten drei Folgen dann allmählich fertig wurde, kam in mir, wie auch schließlich letztendlich beim Posten der letzten Folgen, ziemliche Wehmut auf - aber auch spürbare Erleichterung, es hoffentlich zu einem guten Ende gebracht zu haben.

    Danke nochmals für eure (langjährige) Geduld, gab ja mehrmals einige lange Pausen, und damit euer Interesse

    Herzliche Grüße
    JJO

  32. Danke sagten:


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