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Interviews

Torri Higginson im SG-P -ExklusivInterview
11 / 2011

Für drei Staffeln hat Torri Higginson zu den Hauptdarstellern von "Stargate: Atlantis" gehört und als Elizabeth Weir die Atlantis-Expedition geleitet, bevor die Figur ein tragisches Schicksal ereilte. Doch auch danach schaffte sie es noch für eine weitere Folge der vierten Staffel wieder zurück zu kommen.

Nach ihrem Aus bei "Stargate Atlantis" konnte sich die in Kanada geborene Schauspielerin eine Gastrolle in "Navy CIS" ergattern und verkörperte für zwei Folgen die Pathologin Dr. Jordan Hampton.

Es folgten noch weitere Auftritte in TV-Filmen und Serien wie "Criminal Minds". Ihre restliche Zeit widmete sie sich unter anderem wieder der Arbeit am Theater.

An der Chevron 7.7 hatten wir von Stargate-Project.de die Chance mit Torri ein Interview zu führen, in dem sie über Elizabeth Weir, ihre Arbeit am NCIS-Set und vieles mehr redet.

Ein herzliches Danke an Massive Events, Julie Caitlin Brown und natürlich Torri selbst für diese Möglichkeit.

Interview geführt von: Nicole Sälzle (shadow-of-atlantis) & Yvonne Sälzle (RodneysGirl)

Übersetzung: Nicole Sälzle (shadow-of-atlantis)


Torri Higginson

Torri Higginson wurde am 06.12.1970 in Burlington, Kanada geboren.

Ihr richtiger Name lautet Sarah Victoria Higginson. Sie wählte die seltenere Abkürzung von Victoria und wird seitdem nur noch Torri genannt. Zusammen mit ihrem Bruder Luke und ihren Eltern wuchs sie in ihrem Geburtsort auf und ging dort auch zur Schule. Als Teenager verbrachte sie ihre Freizeit gern mit ihren Freunden auf Punk-Festivals.

Als sie einmal von dem Beruf "Optometriker" hörte, wollte sie diesen Beruf später unbedingt ausüben. Jedoch verschlug es sie mit 18 Jahren nach England, um dort ein Praktikum bei der Sprech- und Texttrainerin Patsy Rodenburg zu absolvieren. Dies war ihr erster Kontakt mit der Schauspielerei.

Nachdem sie ein Jahr in der Heimat verbracht hatte, ging sie wieder nach London, um dort an der London Guildhall School of Music and Drama zu studieren. Dort war sie im Jahr 1989 in derselben Klasse wie Ewan McGregor.
Ihr Studium absolvierte sie erfolgreich und hatte daraufhin viele Theaterauftritte, wie zum Beispiel in Toronto für das World Stage Festival oder in Ungarn für das Festival der Künste.

Ihre erste Rolle bekam Torri 1991 in einem Kurzfilm mit dem Titel "The Photographer’s Wife" als Suzanne. Doch sie wirkte nicht nur als Schauspielerin mit, sondern beteiligte sich ebenfalls als Produzentin.
Ein Jahr später war sie in ihrer ersten Serienrolle als Erica in "Forever Knight" zu sehen.

Ihren ersten Kontakt mit dem Sci-Fi-Genre bildete die Serie "TekWar" und die zugehörigen Fernsehfilme, in denen sie mehrfach ihr Talent als Beth Kittridge, eine der Hauptrollen, zeigen konnte.

2000 wurde sie mit einem Gemini Award ausgezeichnet, den sie für ihre Rolle als Kathrine Stracham in "The City" in der Kategorie Beste Schauspielerin in einer Serienhauptrolle bekam.

Weitere tragende Rollen ergatterte sie in der mit einem Emmy ausgezeichneten Miniserie "Stephen Kings Sturm des Jahrhunderts" und den TV-Filmen "Family Of Cops III" mit Charles Bronson, "Szenen einer Familie" mit Anjelica Huston und Sam Neill sowie "Nichts als die Wahrheit" mit Jane Seymour.
Ihren ersten Kinoauftritt hatte sie in dem Film "Der englische Patient" von Anthony Minghellas.

Nachdem sie nach Los Angeles gezogen war, adoptierte Torri Higginson einen herrenlosen Mischlingshund und nannte ihn Paloma Sedgewick Saddie Street oder kurz 'Sedge'. Im Januar 2003 hatte sie dann nicht zuletzt wegen Sedges überraschend gutmütigem Charakter Kontakt zum Therapieprogramm "Create A Smile" aufgenommen, einer landesweit tätigen Wohltätigkeitsorganisation. Diese nutzt die Bindung zwischen Menschen und Tieren, um Patienten beim Genesungsprozess nach physischen und psychischen Beschwerden zu helfen. Gemeinsam mit Sedge besucht sie seither wenigstens einmal wöchentlich Patienten.

Außerdem verbringt sie zahlreiche Wochenenden mit unbezahlter Arbeit für "Food on Foot", einer Non-Profit-Organisation, die Obdachlose in Los Angeles mit Essen, Kleidung und anderen dringend benötigten Dingen versorgt.

Von 2004 bis 2008 war Torri Higginson als Dr. Elizabeth Weir im "Stargate"-Franchise zu sehen. Danach wurde es ruhig um die Schauspielerin, doch wirkte sie an David Hewletts Webserie "State Of Syn" mit, wo sie die Erzählstimme sprach. Außerdem widmete sie sich verstärkt dem Theater.

2015 kehrte sie schließlich mit Gastauftritten in "Dark Matter" und der Rolle der Eugenia Pikeman in der Serie "Nobility" zur Sci-Fi zurück, und ergatterte darüber hinaus die Hauptrolle in der kanadischen Dramaserie "This Life".

Deutsch

Stargate-Project: Hallo, Torri! Wie geht es dir?

Torri Higginson: Mir geht es sehr gut und euch?

SG-P: Ebenfalls gut, danke. Gefällt dir die Convention?

Torri: Ich habe hier eine tolle Zeit. Das ist nun meine zweite oder dritte Chevron und ich mag einfach die kleineren Veranstaltungen, da sich eher die Möglichkeit bietet, mit den Leuten zu sprechen.

SG-P: Was gefällt dir besonders an Conventions?

Torri: Nun ja, ich komme vom Theater, also bin ich daran gewohnt mein Publikum zu kennen. Als ich mit dem Filmgeschäft begonnen habe, war es ganz komisch für mich keine Rückmeldung zu bekommen und nicht zu wissen, ob das, was man versucht herüber zu bringen, auch klappt.

Als ich angefangen habe Conventions zu besuchen, hatte ich Angst davor, weil ich einfach von der Menge an Menschen überwältigt war. Aber nach einer Weile habe ich gelernt dies als wundervolle Möglichkeit zu sehen, mit dem Publikum in Kontakt zu treten und zu verstehen, was die Fans an dem Charakter mögen.

SG-P: Was war deine Lieblingsfolge bei „Stargate: Atlantis“ und wieso?

Torri: Ich habe ein paar Lieblingsfolgen. Das ist eine schwierige Frage, die ich oft gestellt bekomme. Wie gesagt habe ich ein paar, doch eine davon ist "The Long Goodbye" und nicht nur, weil ich Joe (Flanigan) küssen durfte. Auch weil ich zuvor einige Action-Filme in Kanada gedreht habe, wirklich schlechte B-Movies, und mir es gefallen hat mit einer Waffe herum zu rennen und Leute zu vermöbeln. Das machte irgendwie Spaß. Also habe ich es einfach genossen ein wenig mehr Action zu haben.

Ich war ein bisschen frustriert, da Weir oftmals sehr akademisch war und so war es schön, etwas Abwechslung zu bekommen. Das war also eine große Folge für mich, bei der ich die Arbeit sehr genossen habe.

SG-P: Wenn dein Charakter Elizabeth Weir die Serie nicht so früh verlassen hätte, welche Entwicklungen hättest du dir für sie gewünscht?

Torri: Ich hätte gerne... Ich habe es in meinem Panel gerade kurz angesprochen. Ich hätte gerne gesehen, wie sie zu Rachel Luttrels Charakter Teyla Emmagan gegangen wäre und gesagt hätte „Bring mir bei, wie man kämpft“. Weil, wenn wir angegriffen worden wären und sie gemerkt hätte, dass Atlantis verwundbar ist, hätte sie als Leiterin kein Risiko darstellen und nicht die Kräfte ihres Teams darauf verschwenden wollen, sie zu schützen. Und ich glaube, es wäre interessant gewesen zu sehen, wie dieser Charakter, der zuvor nichts mit dem Militär zu tun gehabt hatte, lernt, einige Aspekte des Militärs zu akzeptieren. Und dies zu lernen und so umzusetzen, dass sie zum einen Teil des Teams und zum anderen die Person gewesen wäre, die dieses Team wieder zurückgebracht hätte, wäre großartig gewesen. Aber wir haben dies zumindest im letzten Moment dieses Charakters noch gesehen.

SG-P: In Staffel 3 und Staffel 4 gab es viele Veränderungen. Wenn es nach dir gegangen wäre, wie hätte das Finale der Serie ausgesehen?

Torri: Wir würden noch immer drehten! Elf ist meine Lieblingszahl, also hoffte ich, dass wir elf Jahre schaffen würden.
Aber ich hätte mir gewünscht, dass Weir nicht auf diese Weise gehen muss. Ich hätte mir gewünscht, dass – als sie dort draußen war – wir gesehen hätten, wie sie mit sich selbst hadert, zum einen böse zu sein, zum anderen aber auch nicht, und sie versucht ist zurückzukehren, immerhin waren das ihre Leute. Diese Beziehung hätte ich gerne ein wenig erforscht. Ich mache noch immer meine Witze darüber, dass sowohl meiner als auch Rainbow Sun Francks Charakter irgendwo dort draußen ist, also sollten sie ihre eigene Serie starten.

SG-P: Das könnte das nächste Spin-Off werden.

Torri: Ja, richtig!

SG-P: An welchen Projekten hast du in letzter Zeit gearbeitet?

Torri: Ich war auf vielen Conventions! Das war mein Jahr der Conventions. Meine Güte, das ist vielleicht verrückt. Aber ich bin natürlich sehr dankbar dafür.

Es war für mich kein sehr geschäftiges Jahr im Hinblick auf die Schauspielerei. Ich hatte ein paar kleine Gastauftritte in Serien wie "The Whole Truth" und "Chase" und anderen amerikanischen Serien, aber es war nicht viel los. Deshalb haben sich eine Freundin und ich zusammengetan, um uns selbst einen Job zu beschaffen und schreiben daher an unseren eigenen Projekten, während wir auf weitere Rollen warten.

SG-P: Du hattest Auftritte in der Serie "NCIS". Denkst du, du wirst noch einmal in die Rolle der Pathologin 'Jordan Hampton' schlüpfen?

Torri: Das würde ich liebend gern. Aber ich habe das Gefühl, dass ich sie verärgert habe, weil ich fragte: "Wenn der Altersunterschied zwischen Mann und Frau fünf Jahre beträgt, kann das schon sehr anwidernd sein und ihr lasst mich die Romanze eines vierzig Jahre älteren sein, ohne dass jemand den Altersunterschied anspricht. Ich hätte das gerne etwas genauer betrachtet." Sobald ich das erwähnt hatte, haben sie mich nicht mehr gefragt, ob ich zurückkommen möchte. Also denke ich, dass ich sie verärgert habe und im Nachhinein denke ich mir, dass ich wohl lieber still gewesen wäre.

SG-P: Uns haben deine Auftritte in dieser Serie wirklich sehr gefallen.

Torri: Wirklich? Die Arbeit an der Serie hat mir gut gefallen. Ich fand, dass es eine wundervolle Serie war und bin stolz darauf ein Teil davon zu sein. Und ja, ich würde gerne zurückkehren, weil es einfach großartig war. Die Crew war fantastisch.

SG-P: Viele sagen, dass die Dreharbeiten am Set von "NCIS" sehr stressig sind. Wie war es für dich?

Torri: Es ist natürlich immer ein Unterschied, ob man Haupt- oder Gastdarsteller ist, aber für mich ist immer die Atmosphäre und die Haltung der Crew entscheidend. Sowohl Produzenten als auch der Sender sind dafür verantwortlich, wie es tagtäglich um die Energie der Beteiligten steht.

Als ich am ersten Tag zum Set kam, war Mark Harmon – einer der Produzenten [Anm. d. Red.: und Darsteller des Special Agent Gibbs] – dort und ich fragte mich schon, weshalb er hier war, da er an dem Tag nicht drehen sollte. Und dann ist mir klar geworden, dass er mich überprüfen wollte, um zu sehen, dass ich keine Diva bin oder mich schlecht aufführe. Und später erzählte er mir dann eine Geschichte von einer Schauspielerin, die nur für einen Drehtag eingeplant war, allerdings gefragt werden sollte, ob sie eine wiederkehrende Rolle übernehmen würde. Und sie saß dort und drehte sich zu ihm und sagte: "An wen muss ich mich wenden, wenn ich ein Glas Wasser will?". Er hat sie nur angesehen und erwidert "Mich?". Also ging er und holte ihr eine Flasche Wasser und sie kam nie wieder zurück. Also will er sicherstellen, dass alle am Set zusammenarbeiten. Für mich herrschte ein wirklich angenehmes Arbeitsklima.

SG-P: Wenn du die Möglichkeit hättest, welche historische Person würdest du gerne spielen?

Torri: Oh, das ist interessant. Das ist etwas, das ich noch einmal überdenken muss, weil ich zwar Leute im Kopf habe, aber jetzt, nachdem doch ein wenig Zeit vergangen ist, bin ich zu alt für die Rollen.

Es gibt eine Geschichte, bei der ich mich gerne darin versuchen würde, sie niederzuschreiben. Sie basiert auf dieser Piratin aus Irland, die vor ein paar hundert Jahren gelebt hat: Grace O'Malley. Grace O'Malley wäre wundervoll. Ich hätte gesagt Johanna von Orléans, aber inzwischen bin ich zu alt für sie. Aber ich finde sie wirklich interessant. Jemand, der so bereitwillig alles aufgibt und diesen starken Glauben hat. Es wäre sehr interessant diesen Charakter zu erforschen.

SG-P: Gibt es derzeit eine Serie, in der du gerne einen Gastauftritt oder eine wiederkehrende Rolle hättest?

Torri: "Breaking Bad". Habt ihr von "Breaking Bad" gehört? Ich denke, es ist im Augenblick eine der besten TV-Serien. Es ist einfach fantastisch. Die Serie ist sehr geschickt geschrieben, die Schauspieler sind fantastisch und die Produktion hat eine sehr hohe Qualität. Es hat mich, ehrlich gesagt, inspiriert selber eine TV-Serie zu schreiben. Das ist eines der Projekte, an denen ich mit einer Freundin arbeite. Wir versuchen eine Serie zu entwerfen und benutzen "Breaking Bad" immer wieder als Referenz in Sachen Struktur und Storybögen, was wirklich interessant angelegt ist.

Außerdem hat man mir gerade gesagt, dass "The Killing" sehr gut sein soll, was scheinbar ursprünglich aus Dänemark kommt. Ich bin mir nicht ganz sicher. Aber sie machen scheinbar ein amerikanisches Remake und beide Versionen – sowohl die europäische als auch die amerikanische – sollen sehr gut sein. Aber ich habe noch nicht reingeschaut.

SG-P: Gab es jemals eine Szene, vor der du Angst hattest?

Torri: Nun ja, ich denke jede Art von Bettszene ist sehr abschreckend. Ich musste eine oder zwei machen und es war sehr unbehaglich, ja, wirklich unbehaglich und sehr schwer zu drehen.

SG-P: Hast du noch eine Nachricht für deine deutschen Fans?

Torri: Awww, Dankeschön! [Anm. d. Red.: auf Deutsch] Danke. Und ich hoffe zurückzukommen. Ich habe noch jedes Mal in Deutschland genossen und wurde jedes Mal so warmherzig empfangen, was ich sehr schätze.

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