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Interviews

Suanne Braun im SG-P -ExklusivInterview
10 / 2013

Suanne Braun spielte in "Stargate SG-1" die böse Goa'uld-Königin Hathor, die dem SG-1-Team so manches Mal Ärger machte - insbesondere durch ihr Geschick, den Männern den Kopf zu verdrehen.

Nach ihrer Zeit bei "Stargate" spielte sie unter anderem in der kurzlebigen Sci-Fi-Serie "Starhyke" mit, konzentriert sich nun vor allem aber auf ihre Karriere am Theater. Und hier hat sie - wie sie uns im Interview versichert - genug zu tun, während sie zeitgleich ihre eigenen Stand-up-Comedy-Shows entwickelt.

An der Winter London Film and Comic Con 2013 nahm sich Suanne die Zeit, einige unserer Fragen in einem Interview zu beantworten. Dafür ein herzliches Danke an Suanne!

Interview geführt von: Julia Resch (Chayiana) & Nicole Sälzle (shadow-of-atlantis)
Übersetzung von: Nicole Sälzle (shadow-of-atlantis)
Fotos vom Event von: Nicole Sälzle (shadow-of-atlantis)


Suanne Braun

Suanne Braun wurde am 29.02.1969 in Südafrika geboren.

Sie tritt zumeist am Theater und im Fernsehen auf.
Ihr Debüt gab die Schauspielerin als TV-Moderatorin in der südafrikanischen Reisesendung „Bon Voyage“, für die sie viele Länder bereiste. Des Weiteren präsentierte sie in den 90er Jahren mehrfach die „Miss World“-Wahlen.

Nach einem Aufenthalt in den USA, der eigentlich nur als kurzer Besuch geplant gewesen war, wurde sie von der dort ansässigen Agentur William Morris aufgenommen und blieb in den Staaten. Seitdem war sie in mehreren TV-Shows und Theateraufführungen zu sehen, wie z.B. „Private Lives“, „Things We Do For Love“, „Echoes“ und „Offbeat Brodway“.

Bis März 2007 spielte sie in der London West End-Produktion „Mamma Mia“ die Rolle der Tanya.
Außerdem konnte man sie in mehreren Fernsehserien wie „Just Shoot Me!“, „Silk Stalkings“ und „Starhyke“ sehen.

Deutsch

Suanne Braun: auf deutsch Guten Tag!

Stargate-Project.de: Guten Tag...!

Suanne: Das war es dann aber auch schon mit meinem Deutsch. lacht Ich muss unbedingt daran arbeiten, bevor ich nächstes Jahr nach Deutschland komme.



SG-P: Zur FedCon...

Suanne: Ja, ich komme zur FedCon. Und da mein Nachname Braun ist, sollte ich zumindest sagen können auf deutsch „Achtung! Die Polizei hat den Wagen geschleppt...“


SG-P: „Abgeschleppt“

Suanne: Ah, „abgeschleppt“. Aktuell ist mein Französisch noch besser.

SG-P: Deutsch ist eine sehr schwere Sprache.

Suanne: Ja, ich muss noch etwas üben. lacht


SG-P: Du kommt also zur FedCon und scheinst Conventions zu mögen. Was gefällt dir daran?

Suanne: Ja, mir gefallen Conventions sehr. Ich mag es, die Fans zu treffen und Leute kennenzulernen, die mich für das unterstützen, was ich in den vergangenen 16 Jahren getan habe, denn – ob man es glauben mag oder nicht – es ist immerhin schon 16 Jahre her, dass ich Hathor gespielt haben. Sie unterstützen mich so sehr.
Sie schauen sich meine Theaterstücke an, meine Stand-up-Comedy-Shows, und wenn ich singe, sind sie auch da. Dadurch habe ich ein Publikum gewonnen, das ich nie gedacht hätte, das ich haben würde. Und Sci-Fi-Fans sind so treu. Dieser Aspekt gefällt mir sehr und es gefällt mir einfach, Fans aus aller Welt kennenzulernen.


SG-P: Du hast gerade gesagt, dass du Theater spielst und Stand-up-Comedy machst. Bei welchen Shows bist du zu sehen?

Suanne: Ich habe schon so viel gemacht. So auch Dramatisches wie Shakespeare. In England stand ich zudem für Musicals auf der Bühne. Ich war zwei Jahre lang bei „Mamma Mia“ im West End dabei. Ich mache Cabaret. Aber ich spielte auch schon andere Rollen, wie z.B. eine Nazi-Prostituierte, Fräulein Kost.


SG-P: Wie unanständig...

Suanne: lacht Ja, ja, ich bin sehr unanständig... Ja viel Theater, viel Stand-up-Comedy. Dazu bin ich gekommen, als ich in L.A. gelebt habe. Ich habe einen Schauspiellehrer getroffen, der meinte: „Du bist lustig, du hast einen guten Sinn für Humor. Du solltest etwas daraus machen.“ Und dann habe ich meine eigene Comedy-Show entwickelt. Es hat ungefähr 10 Jahre gedauert, bis ich wirklich dabei war. Ich hatte kurze Auftritte hier und da und, ja, nun bin ich bei meinen eigenen 40 Minuten.


SG-P: Und du hast auch Shows in England?

Suanne: Ja, ich lebe mittlerweile in England. In London. Und habe hier auch meine Shows.


SG-P: Spielst du in England auch Shakespeare-Stücke?

Suanne: Eigentlich nicht. Shakespeare habe ich in Südafrika gespielt, wo ich herkomme. Zum Teil auch in L.A.. Aber hier in England bin ich hauptsächlich in Sachen Musical-Theater und anderen Stücken dabei.


SG-P: Um zum Thema „Stargate“ zu kommen. Was hat dir an Hathor gefallen. Und was nicht? Im Talk hast du erwähnt, dass das Kostüm sehr unbequem war.

Suanne: Ja, sehr unbequem. Ich mochte das Kostüm nicht und das war es eigentlich. Ich mochte den Charakter, da Hathor immer böse war und ein böses Spiel trieb. Zumal sie der erste glamouröse Bösewicht in „Stargate“ war.

Richard Dean Anderson hat mir erzählt, dass als sie die Bänder vom Vorsprechen durchgingen, alle Frauen super-sexy spielten und ich die einzige war, die hereinkam und sagte „Mach dies“ schnalzt mit dem Finger, „Mach das“ schnalzt erneut mit dem Finger. Und er sagte, dass es genau das war, was sie suchten, was Hathor auszeichnen sollte. Seltsamerweise war der Grund dafür der, dass ich mir den Zeh gebrochen hatte. Alle anderen trugen diese sexy und eleganten Schuhe und ich konnte solche einfach nicht anziehen.

Daher kam ich mit Flip Flops ins Vorsprechen. Kurz bevor ich vorsprechen musste, trat mir noch dazu jemand auf den Fuß, was furchtbar weh tat. Letztlich bin ich dieser Person aber sehr dankbar.

Es war einfach schön, mit all den Leuten von „Stargate“ zusammenzuarbeiten. Wir sind auch heutzutage noch gut befreundet. Ich bin noch mit Michael [Shanks] befreundet, mit Chris [Judge]; mit Richard komme ich sehr gut aus, wenn wir uns gelegentlich sehen.


SG-P: Beim Film „Stargate: Continuum“ schauten einige Goa'Uld wieder vorbei. Aber von Hathor fehlte jede Spur. Haben dich die Verantwortlichen nie gefragt oder was ist passiert?

Suanne: Sie haben mich nie gefragt.

SG-P: Das ist schade.

Suanne: Ja ist es.


SG-P: Wärst du gerne dabei gewesen?

Suanne: Ja, vor allem, da mein Freund Cliff Simon, der auch aus Südafrika ist, mit mir darüber gesprochen hat und meinte, er könne es nicht glauben, dass sie mich nicht gefragt haben.


SG-P: Zumal man Hathor ja hätte zurückbringen können.

Suanne: Ja, das schon. Und scheinbar gab es von Seiten Brad Wrights die Idee, dass sie zurückkehrt und dass sie ähnlich einer Bienenkönigin einen Schwarm von Mutationen ihrer selbst kontrolliert. Also hätte ich zwölf verschiedene Versionen von mir gespielt. Und das wäre großartig gewesen. Aber das ist nie geschehen. Leider. Denn die Fans waren aufgebracht, als Hathor getötet wurde.

Erst kürzlich arbeitete ich mit einem amerikanischen Schauspieler zusammen, der in Vancouver lebt und der nun viel mit demselben Produktionsteam zusammenarbeitet, das auch für „Stargate“ zuständig war. Er erzählte mir, dass einer der Produzenten gesagt hätte, der größte Fehler, den sie begangen hatten, war es, Hathor zu töten. Das war irgendwie schön zu hören, aber dennoch auch traurig.


SG-P: Du warst auch bei einer anderen Sci-Fi-Serie dabei. Sie heißt „Starhyke“. Wie war es, dort mitzuwirken?

Suanne: „Starhyke“ war ziemlich schwierig, weil wir kein Budget hatten. Der Mann, der „Starhyke“ geschrieben und produziert hat, hat also auch dafür gezahlt. Es hat sehr lange gedauert, wirklich damit anzufangen. Ich denke, die Scripts waren gut, hätten aber auch noch ein wenig Arbeit vertragen können, da sie manchmal nicht ganz so lustig waren, wie sie hätten sein können. Aber letztlich hatten wir keine Zeit und kein Geld.


SG-P: In Deutschland wurde „Starhyke“ leider nie gezeigt.

Suanne: Es wurde auch hier in England fast nicht gezeigt. Es hat sechs Jahre gedauert, bis die Verantwortlichen jemanden gefunden hatten, der sich dafür interessierte. Vor ein oder zwei Jahren hat ein Sender dann die Rechte daran gekauft und es wurde – soweit ich weiß – auf Sky gezeigt. Es ist auch ziemlich interessant zu sehen, dass es sich mit „Starhyke“ ähnlich wie mit „Red Dwarf“ verhält: Entweder man liebt es oder man hasst es.

Wenn man sich auf Amazon die Rezensionen zu „Starhyke“ anschaut, gibt es dort mehr schlechte als gute, aber die guten, sind von Leuten, die die Serie lieben. Ich denke, ich hatte das Glück, einen Charakter zu spielen, bei dem ich etwas Stand-up-Comedy einbringen konnte.

Mir erging es nach „Starhyke“ ziemlich gut, denn die Leute sagten plötzlich „Oh, das ist dieselbe Frau, die auch Hathor gespielt hat? Ich wusste gar nicht, dass sie auch lustige Rollen spielen kann.“ Das verhalf mir zu mehr Publikum, da die Leute sahen, dass ich viele verschiedene Situationen darstellen kann. Aber die Serie selbst umzusetzen, war sehr schwer.

Denn eigentlich hätte „Starhyke“ abheben sollen, stattdessen hat es eine Bruchlandung hingelegt. Leider passiert das im Filmgeschäft. Wie Michael im Talk auch gesagt hat. Man liest ein Drehbuch und denkt „Ja, da will ich dabei sein“ und dann kommt man ans Set und denkt: „Ohje, wieso habe ich nur je zugesagt?“

Der Teil, den ein Schauspieler zu einem Film oder zu einer Serie beiträgt ist wirklich minimal. Dann gibt es da noch Faktoren, wie zum Beispiel, wie ein Produzent sich das Ergebnis vorstellt und wie sich der Regisseur das Endergebnis vorstellt. Wenn man dann das fertige Produkt sieht, ist es etwas ganz anderes als das, was man sechs Monate zuvor gedreht hat.


SG-P: Eine weitere Frage noch: Wie sieht es mit weiteren Projekten aus?

Suanne: Ich werde am Theater und im Cabaret singen. Noch Ende diesen Monats in London. Anschließend werde ich an einem Pantomime-Spiel beteiligt sein. Wie sagt ihr dazu auf Deutsch? Zu Pantomime?


SG-P: Es ist dasselbe Wort nur anders ausgesprochen: „Pantomime“.

Suanne: Ah, gut zu wissen. Gut, also dann werde ich „Pantomime“ machen. Dazu reise ich nach Winchester, was sich rund eine Stunde außerhalb Londons befindet. Das wird den ganzen Dezember und Januar über gehen. Es ist meine erste „Pantomime“. Ich spiele die böse Königin – ja schon wieder die böse Königin! – aus Schneewittchen, also die bekannte Stiefmutter mit ihrem „Spieglein, Spieglein an der Wand“.


SG-P: Vielen Dank für das Interview.

Suanne: auf deutsch Dankeschön.

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