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James Bamford im SG-P Exklusivinterview (September 2008)



Dieser Interviewbericht wurde von Zero verfasst.
Veröffentlichung: 01.11.2008

Bewertung: 
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Zugriffe: 11232 - Diskutieren



James Bamford wurde am 26. Februar 1967 in Victoria, Canada geboren. Bereits im Teenager-Alter wollte er unbedingt Stuntman werden. Diesem Traum ging er einen Schritt entgegen, als sich seine Eltern dazu entschlossen haben, ihm Karate-Stunden zu seinem 12. Geburtstag zu schenken.

Über die Jahre eignete er sich ein umfangreiches Wissen über Stunts und verschiedene Kampfkunstarten an, welches sich ihm bald als nützlich herausstellte. Mit 22 Jahren wurde er ein "Youth Corrections Officer"(Gefängniswärter) in einer Einrichtung für minderjährige Kriminelle und hatte es nun täglich mit Mördern, Vergewaltigern und Ähnlichem zu tun. Bis eines Tages ein Anruf kam und sich somit seine Kariere startete...

So erhielt er die Gelegenheit, unter anderem Michael Dudikoff in "Cobra" zu doubeln. Weitere Projekte folgten, so zum Beispiel "The Sentinel", "Ninja Turtles: The Next Mutation", "Atomic Train" und "American Dragons". Zu den bekanntesten dürften große Produktionen wie "X-Men", "The 13th Warrior", "Eragon" und "The Chronicles of Riddick" gehören. Zuletzt war er in "Alien Vs. Predator 2" als Soldat zu sehen sowie arbeitete er in der im nächsten Jahr erscheinenden Comicverfilmung "Watchmen" als Stuntman.

Bei "Stargate SG-1" übernahm er in den letzten drei Staffeln den Posten des Kampfchoreographen sowie ist er bei "Stargate Atlantis" für die Koordination der Stunts und Kämpfe zuständig; gelegentlich kann man ihn in Atlantis, wie auch in anderen Projekten in einer kleinen Walk-on-Rolle auf dem Bildschirm sehen.

Wir hatten nunmehr die Möglichkeit mit James ein ausführliches Interview. Ebenfalls wie unsere vorigen Interviews fand dieses auch in Vancouver statt. Wir wünschen viel Spaß beim lesen!

Stargate-Project: Für diejenigen, die dich und deine Arbeit nicht kennen, könntest du dich bitte kurz vorstellen?

James Bamford: Okay, mein Name ist James Bamford, oder man nennt mich BamBam, das ist mein Spitzname. Meine Arbeit: Ich bin der Stunt Koordinator bei "Stargate Atlantis". Ich bin dafür verantwortlich die Stunts und die ganzen Actionszenen in der Serie zu gestalten und ich entwerfe die Choreografien für die Martial Arts und die Kampfszenen und ich war auch der Kampfchoreograf für die letzten 2-3 Staffeln … Staffel 8, 9 und 10 von "Stargate SG-1".

Also immer wenn es eine bedeutende Kampfszene in "Stargate SG-1" gab, war ich derjenige, der die Choreografie gemacht hat und am Set sichergestellt hat, dass alles sauber gedreht wurde. Und das ist meine Arbeit und… Also ich helfe dem Regisseur zu entscheiden, wie es am besten ist eine Kampfszene oder einen Schusswechsel oder jedes Stück solcher Action, zu drehen.

Also macht das den Regisseur von mir abhängig, um das herauszufinden. Ich engagiere alle Stuntmänner und helfe dabei die Stuntmänner zu casten oder jeden, der in eine Kampf- oder Actionszene verwickelt ist.

SG-P: Wie bist du zu Martial Arts und den Stunts gekommen? Hattest du irgendwelche Vorbilder?

Bamford: Oh ja! Als ich ein Kind war, als ich sehr jung war… Zuallererst, als ich etwa 6 oder 7 Jahre als war, lief gewöhnlich diese TV-Serie… sie hieß "Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann" ("The Six Million Dollar Man") und Lee Majors hatte die Hauptrolle und es ging um… ich glaube er war ein Pilot der US Air Force und er stürzte ab und sie mussten Teile seines Körpers zu einem Roboter machen, also war er super stark und er sprang super hoch und konnte mit 60mph rennen. Er konnte... wirklich hoch springen… und als ich die Serie angeschaut habe, habe ich meinen Vater gefragt: "Wie hat er das gemacht? Wie ist er so hoch gesprungen?" Mein Vater sagte: "Das ist nicht er, mein Sohn, das ist ein Stuntman." Also meinte ich: "Das ist, was ich tun möchte, Vater, ich möchte genauso hoch springen." Und meine zwei Onkel… ich war etwa 10 Jahre alt… einer meiner Onkel lehrte Karate und der andere Tae-Kwon-Do.

Wenn ich zu ihrem Haus hinüber ging, manchmal besucht man seine Verwandten, ich ging zu ihnen, um etwas Zeit bei ihnen zu verbringen, und sie brachten mir Martial Arts bei. Und sie haben mich zusammengeschlagen und getreten und geschlagen und solche Sachen und dann nahmen sie mich in einen aktuellen Film mit, das war "Enter the Dragon", ein Bruce Lee Film, ein klassischer Bruce Lee Film und dann war ich… das war, als ich mich dazu entschied, dass ich mit Martial Arts beginnen wollte. Wegen Bruce Lee. Und dazu wollte ich etwa zu diesem Zeitpunkt… mein Vater schaute sich gewöhnlich immer gerne Boxen an und jedes Mal, wenn Muhammed Ali kämpfte ließ er es mich mit ansehen. Er ließ mich Muhammed Ali sehen. Ich würde sagen meine zwei größten Einflüsse was Martial Arts und Kampftraining betrifft waren Bruce Lee und Muhammed Ali und ich kann Bruce Lee nicht mehr treffen, dafür ist es zu spät, weil er verstorben ist, aber noch immer ist eines meiner Hauptziele im Leben Muhammed Ali’s Hand zu schütteln. Also das habe ich noch vor mir.

Aber als ich dann 12 Jahre alt war, habe ich meinen Eltern erzählt, dass ich mit Martial Art beginnen wollte und zu meinem 12. Geburtstag zahlten mir meine Eltern Karate Stunden und das eigentlich in der Schule und dort hat alles begonnen und ich habe weiter gemacht und habe unterrichtet und habe Filipino Escrima trainiert. Es ist Filipino Martial Arts, Stock und Messer Training, so ist es, Japanisches Karate, Kempo, Taek Won Do, Jui Jitsu, Muay Thai und ich begann wettkampfmäßig Vollkontakt im Ring zu kämpfen… Kickboxen… rausgehen und versuchen Leute auszuknocken… als ich etwa 16 Jahre alt.

Und ich wurde ein Youth Corrections Officer mit etwa 22 Jahren… als Youth Corrections Officer in einer Einrichtung für minderjährige Kriminelle – es waren Mörder und Vergewaltiger und solche Leute – musste ich nach ihnen sehen und ich bekam einen Anruf… mein Karate Trainer bekam einen Anruf von einem Stuntman hier in Vancouver – zu der Zeit lebte ich in Victoria – dass sie ein Stuntdouble für Michael Dudikoff ("American Fighter I + II") suchten. Er war vor langer Zeit der amerikanische Ninja. Sie starteten eine neue TV Serie mit Michael Dudikoff und die hieß "Cobra" und unser Produzent bei Stargate war eigentlich der Produzent dieser Serie und ich glaube, ich war etwa 24 Jahre alt, als ich begann und ich habe vorgesprochen, ich kam nach Vancouver und habe für diese Serie "Cobra" vorgesprochen, um Michael Dudikoff zu doubeln.

Zuallererst haben wir ein Video zusammengestellt, in dem man mich sieht, wie ich trete und springe und alle möglichen Dinge mache und dann haben wir es an die Produktion geschickt und der Stunt Koordinator dieser Serie, der den gleichen Job hatte, den ich nun mache, hat mich angerufen, sein Name war David Jacox und hat gesagt: "Hey, bist du der Kerl in dem Video?" Und ich sagte: "Ja" und er meinte: "Du musst kommen und es beweisen." Ich musste zu den Studios und treten und schlagen und eine kleine Kampfszene für sie machen und ihnen zeigen, was ich in Wirklichkeit tun konnte, weil viele Leute bei Resumés und bei Videos in der Filmindustrie nicht die Wahrheit sagen, um eine Arbeit zu bekommen, also werde ich niemanden engagieren, den ich nicht zuvor mit eigenen Augen bei einer Vorführung gesehen habe, genau das hat auch er getan und er mochte mich und sagte: "Okay, morgen arbeitest du am Set und du musst für mich eine Kampfszene choreographieren."

Es war mein erster Tag als Stuntman und er meinte: "Ich bin kein Martial Artist, ich weiß nicht, was zu tun ist." Ich durfte eine Choreographie für eine Kampfszene machen, in der ich gegen zwei andere Kerle kämpfe… also Michael Dudikoff gegen zwei Kerle. Ich habe nicht realisiert, dass er der Schauspieler war, aber ich für den Schauspieler eingestanden bin, das habe ich nicht verstanden.

Ich war dran, also seht her und … ja… so hat es begonnen. Und danach unterrichteten mich verschiedene, ältere Stuntleute in anderen Dingen, mit Feuer und Stürzen aus großer Höhe und Stuntdriving und ich ging nach Los Angeles, um weitere Kurse im Stuntfahren zu belegen und versuchte alles zu lernen, das es zu lernen gab. Und jetzt bin ich bei Stargate: Atlantis – Staffel 5, die letzte Staffel. Es war großartig. Viel Spaß.

SG-P: Wenn du Staffel 5 von Atlantis mit vorherigen Staffel vergleichst, würdest du sagen, dass du mehr mit Stunts zu tun hattest? Oder war es eine ziemlich 'normale' Staffel?

Bamford: Wir hatten keine normale Staffel. Es gibt nichts bei Atlantis, was normal wäre, weil alles hoch und runter ging. Also die erste Staffel… Ich würde sagen die erste Staffel hatte am wenigsten Action. Und in jeder Staffel hatten wir… einige Episoden, die wenig Action hatten und andere Episode mit einem Kampf alle fünf Minuten, und so war Staffel 5 genauso anstrengend… vermutlich anstrengender.

Die letzte Staffel… Staffel 4 war die Staffel, in der wir "Verschollen" ("Missing") hatten und "Das Wiedersehen" ("Reunion"), ihr wisst schon, ja, Staffel 4 war wirklich anstrengend. Staffel 5 war anstrengend, jetzt werden wir dann "Vegas" drehen. Staffel 4 und 5 sind ziemlich genau gleich, Staffel 3 und 2 waren ähnlich, von der Action her. Staffel 1 war eine langsamere Staffel. Staffel 1 bestand hauptsächlich daraus, den Ton für viele verschiedene Dinge anzugeben, so wie die Charaktere, obwohl wir da Ronon noch nicht hatten, der Ronon-Charakter kam in der 2. Staffel. In Staffel 1 bestand meine Aufgabe darin, Rachels oder Teylas Training zu entwickeln, das war für mich der wichtigste Teil in Staffel 1.

Um Teylas Vergangenheit einzubringen und wo sie all ihr Training und wie sie mit gekämpft hat, mit ihrer…ihr wisst schon; ihr Charakter kämpfte als ein Krieger und als eine weibliche Kämpferin und wie sie ins Team passt und das gleiche mit den anderen Leuten, von denen man angenommen hatte, sie würden mehr kämpfen, zum Beispiel Nahkampf, wie Ford es in der Serie getan hat… das war Rainbow, aber es hat nicht geklappt. Er hatte ein bisschen, aber nicht viel. Nur die ersten beiden Staffeln, glaube ich.

SG-P: In SG-1 hatte Dan Shea den Charakter des Sgt. Siler. Hättest du dir gewünscht einen solchen Charakter zu haben, um öfter auf dem Bildschirm zu erscheinen?

Bamford: Das wäre spaßig gewesen, aber ich glaube eher nicht… Ich denke, ich bin als Stuntkoordinator von Atlantis viel beschäftigter als Dan Shea es mit SG-1 war, so hatte ich einfach viel mehr zu tun – arbeitstechnisch gesehen. SG-1 hatte viel mehr Explosionen, diese Art von Sachen, Leute, die erschossen werden. In dieser Show (Atlantis) hatten wir auch Schusswaffen, Explosionen, etc, aber wir haben auch wichtige Kampfsequenzen und Kampfszenen, die bis zu einer gewissen Größe viel mehr Zeit in der Vorbereitung brauchen, als ein normaler Stunt, wie eine Explosion, oder jemanden der erschossen wird, diese Art von Stunt. Intensive Kampfsequenzen brauchen mehr Zeit zum Planen und Üben als andere. Das lässt mir nicht viel Zeit um eine Rolle anzunehmen, aber normalerweise würde ich das. Immer wieder sagt der Director "Wie wärs mit dir? Du kannst das machen." So habe ich verschiedene Leute gespielt. Ich war ein Wraith, ich spielte Teylas athosianischen Sparring-Partner in der ersten Staffel und das war extra gemacht. Wir dachten eigentlich, vielleicht könnten wir ihn zurückbringen, aber es gab einfach keine Möglichkeit ihn zurückzubringen, wie auch immer, so könnt ihr mich eben hier und da mal an verschiedenen Orten auftauchen sehen, aber nichts wie eine größere Rolle. Sie haben ab und an darüber nachgedacht und dann gemeint: "Er ist zu beschäftigt."

Ich diene der Show am besten hinter der Kamera, aber es wäre echt toll. Ich meine, wenn die Frage die ist, "Würdest du es mögen, das zu tun?", dann ja, sicherlich würde ich das tun wollen, das wäre so viel Spaß. Besonders Jason und ich redeten immer darüber, wie er und ich eine große Kampfszene haben. Wir haben einige Kämpfe gemacht, er als regulärer Charakter und ich wie jemanden wie Mark Dacascos’ Tyre als Gegenspieler. Er und ich treffen uns ständig wieder und wieder um zu kämpfen. Wir wollten das wirklich tun, aber wir schreiben die Serie nicht.

SG-P: Du hattest in der Staffel 4-Episode “Outcast” scheinbar einen schwierigen Stunt. Kannst du uns davon ein wenig erzählen?

Bamford: Der den ich gemacht habe?

SG-P: Ja.

Bamford: Ihr meint, als ich von dem Kran runter gesprungen bin? Ja, das war als wir uns entschieden den Replikator zu casten. Andy Mikita führte Regie und hat eigentlich auch alles geplant… Er hat mich darum gebeten, der Replikator zu sein und diese Rolle auch komplett zu spielen, aber genau zu der Zeit drehten wir "Trio" mit Carter, Keller und McKay, die in diesem Mienenschacht gefangen saßen und allerhand Dinge mit Seilen, Kisten und alldem zu tun hatten. Und da wir eben gleichzeitig "Der Ausgestoßene" ("Outcast") gedreht haben, gab es für mich ziemlich viel für mich zu tun. Also bestand für mich keine Möglichkeit mehr, den Replikator zu spielen.

Wie ich vorhin schon sagte, gäbe es für mich keine Chance auch noch in der Serie zu schauspielern und am Set zu bleiben, um all die Dialoge und das ganze Zeug zu machen, weil ich gleichzeitig woanders sein muss um jemanden herunter zu werfen und dort zu verprügeln. Somit wäre meine Zeit viel zu überzogen. Ich konnte nicht an zwei Orten gleichzeitig sein, aber was wir taten, als wir jemanden für den Replikatoren-Charakter casteten, war, einen Stuntman zu casten. Wir brachten ihn…wie gerade heute erst, was ihr verpasst habt, als ich Robert Cooper hier hatte, um die Stuntmen für einen Part in der "Vegas"-Episode zu casten. Ich tat genau dasselbe für "Outcast" mit dem Replikatoren-Part. Andy (Mikita) hat unter meiner Anleitung einen Kerl rausgesucht. Wir haben darüber diskutiert, dass er der beste wäre… Wir mussten einige Parcoure organisieren, und einiges an offenen Läufen für den Charakter.

Wir hatten nicht die Chance, es so zu tun, wie wir es wollten, wir hatten eigentlich mehr geplant. Ich war einfach zu beschäftigt. Also haben wir diesen Stuntman gecastet, der zugleich auch ein Schauspieler sein musste und mit dem wir genauso vorsichtig sein mussten, wie mit den anderen Schauspielern, um ihn nicht zu verletzen. Wenn man einen der Schauspieler verletzt, zum Beispiel, würde Jason (Momoa) sich den Arm brechen, dann wären wir nicht in der Lage Kampfszenen für… Monate zu machen und so würde die Produktion zum Stillstand kommen. Wenn also so etwas ist, muss man extrem vorsichtig damit sein, was man tut, mit dem, was man den Charakter und somit den Schauspieler tun lässt.

Ganz am Anfang beschlossen wir, den Highfall, diesen Sprung ins Wasser an den Anfang des Drehplans zu setzen, da wir vermeiden wollten, dass er verletzt wird. Die Produzenten sagten, sie wollten nicht riskieren, dass der Stuntman, der ja gleichzeitig Schauspieler war, verletzt wird. Sie wollten ihn nicht verletzen, weil… der Sprung war wirklich sehr hoch und wenn man etwas falsch macht, wenn man falsch landet, kann man sich das Bein brechen oder den Arm oder den Hals oder was auch immer, deshalb wollten sie nicht, dass der Kerl, den wir gecastet hatten, auch den Sprung macht… Sie wollten, dass ich ihn doubelte.

Also was passierte war, dass der Kerl, den sie nahmen, ein Freund von mir war, gleiche Größe und alles in etwa wie bei mir und das passiert nicht oft bei der Serie, dass wir so etwas tun mussten; es war kein normaler Stunt, kein normaler großer Sprung. Also ging ich zu Joe Mallozzi und sagte "Ich werde es tun" und er meinte "Du? Bist du verrückt?" und ich antwortete: "Ja, ich bin verrückt" und "Ja, ich werde es machen". Und so meinten sie nur "Okay, aber was, wenn du dich verletzt?". "Naaaa, ich hab das schon tausende Male gemacht" oder was auch immer.

So gingen wir ein paar Mal zum Drehort und kletterten rauf auf die Spitze und ich musste den besten Ort zum Springen heraussuchen und wir mussten berechnen, wie hoch es war, und wie es durch die unterschiedlichen Tiden beeinflusst wurde, weil der Stunt an einigen Tageszeiten um einiges Höher wurde, sobald Ebbe herrschte und manchmal war der Wasserspiegel wirklich niedrig und der Sprung wurde höher und höher um sagen wir…gut, es waren schon einige Fuß Unterschied, ich denke es waren…ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern was für eine Zahl es war, aber es war ein ordentliches Stück mehr.

Wenn wir Zeit hatten, haben wir uns versichert, dass es nicht zu rutschig wurde, wenn ich runter sprang, weil, wenn ich runtergerutscht und kopfüber runtergestürzt wäre, wäre das ein Problem gewesen. Ich hätte mir die Schulter auskugeln können oder so etwas… Aber es wurde wirklich gut und sie sagten "Action" und ich sprang hinunter und alles was ich abbekam war ein Bluterguss an meinem Hintern und…wegen der Art, wie ich ins Wasser eingetaucht bin. Ein Bein kam vor dem anderen auf, ich zog ein Bein an und das hat dazu geführt, dass das Wasser sehr hart gegen die linke Hälfte meines Gesäß geschlagen hat und ich diesen großen Bluterguss bekam… Wir mussten es nur einmal machen und sofort nachdem ich aufgetaucht war, kamen sie mit einem Boot, haben mich ins Boot gezerrt, mich umziehen und in den Wagen steigen lassen, woraufhin wir sofort zum anderen Set fuhren, wo Amanda Tappings Stuntdouble war, die für die Trio-Episode von der Decke fiel.

Das war also ein ziemlich anstrengender Tag für mich. Das war die größere Herausforderung, als den Sprung selbst zu machen, obwohl es um die 60 Fuß ins Wasser waren. Ich weiß nicht, wie viel das in Metern ist – ihr rechnet doch mit Metern, richtig? Wie viele Meter sind 60 Fuß? Ich weiß nicht, vielleicht 10? Das sind 3 Punkt, … wen interessierts? Es war hoch. Aber ich weiß nicht, es war hoch und es war genial das für Andy (Mikita) zu machen und Ivon (Bartok) hat einiges an Material für die DVDs aufgenommen, also wer das unbedingt braucht. Und es gibt einige tolle Fotos davon…die Öffentlichkeit kam und…es hat einfach Spaß gemacht, das zu tun. Ich bring mich selbst nicht allzu sehr in die Show mit rein, weil ich das einfach nicht will. Ich will anderen Leuten eine Chance geben, aber wenn ich mich selbst mit hineinbringe, dann will ich auch sicher gehen, dass es interessant ist. Das war sehr interessant.

SG-P: Was ist der Unterschied, zwischen den Stunts an einer Show wie "Stargate Atlantis" oder "Sanctuary" und einer Filmproduktion wie "X-Men"? Und was bevorzugst du?

Bamford: Zeit ist der Unterschied. Und natürlich Geld. Also nehmt Zeit und Geld und diese beiden hängen sehr dicht beieinander. Die Zeit zum Einstudieren der Kampfsequenzen. Stunts bei… die wir bei "Stargate Atlantis" gemacht haben. Wir haben einige ausgezeichnete Kampfsequenzen für Feature Filme gemacht. Ich bin sehr glücklich damit, äußerst glücklich… Sehr stolz sogar darauf, was wir in dem engen Zeitplan geschafft haben....

Was ihr bei – sagen wir "X-Men" oder irgendeiner großen Sequenz die sie als Kampfszene haben wollen – seht, da haben sie zwei bis drei Monate zum Üben einer einzigen Kampfszene. Eine von unseren Kampfszenen üben wir für maximal vier Stunden. Acht Stunden sind wirklich das Äußerste für die größte Kampfszene, die wir gemacht haben, acht Stunden… Und das ist es, was den größten Unterschied bei der Zeit ausmacht und ich denke, wenn ich zum Beispiel Jason Momoa oder Rachel (Luttrell) nehme, sie für einen Feature Film engagiere und sie uns auch die Zeit geben, die man für einen Feature Film zum Üben hat, und seien es nur zwei Wochen Kampftraining, könnten wir damit jeden vom Hocker hauen und so könnt ihr diese wirklich unglaubliche Sache sehen, die verglichen mit "X-Men" oder beispielsweise "The Dark Knight", der meiner Meinung nach stuntmäßig einige Einschränkungen hatte… Habt ihr den gesehen? Den neuesten Batman? Heath Ledger hat fantastisch geschauspielert, aber die Kampfszenen in diesem Film sind… Ich denke wir hatten bessere bei Atlantis.

Also mit mehr Zeit könnten die Sachen perfekt sein, als wenn man sie eilig und hetzend macht, okay, wenn du es eilig hast, musst du eine Menge Dinge abändern und kannst sie nicht mehr ganz so cool machen. Sie könnten größer sein, cooler, je mehr Zeit du zum Vorbereiten zur Verfügung hast und natürlich mit besserer Ausrüstung, die du benutzen kannst, wenn du nur ein klein wenig mehr Geld hast… Diese Ausrüstung, statt jener und so. Aber Zeit ist die größte Herausforderung.

SG-P: Du hast "Gambit" in "X-Men 2" gespielt. Leider wurde deine Szene aus dem Film geschnitten. Jetzt wurde Taylor Kitsch für denselben Charakter in "X-Men Origins: Wolverine" gecastet. Haben sie dir die Rolle überhaupt angeboten? Und wenn, hättest du sie angenommen?

Bamford: Sie haben mir die Rolle nicht angeboten. Wie ich überhaupt Gambit wurde war, dass sie sich dazu entschlossen hatten, die Szene, die Gambit-Szene, in der ich zu sehen war… Sie hatten quasi in letzter Minute die Idee, und Regisseur Brian Singer – ihr wisst schon, er hat "Die üblichen Verdächtigen" ("Usual Suspects") gemacht, der Regisseur der ersten beiden "X-Men"-Filme … Hört auf die Stille… Egal, sie haben dem Regisseur ein Foto von mir gezeigt – diesen alte Schwarz-Weiß-Headshot.

Sie wollten, dass Gambit ein Stuntman oder zumindest ein action-orientierter Darsteller war, weil in dieser Szene sitze ich da und spiele Karten in New Orleans und plötzlich fangen meine Venen am Arm entlang an Blasen zu bilden, so auch die Hand in der ich die Karten halte… Bowwww… sie explodiert, Feuer…es war echtes Feuer, keine Visual Effects. Und so brauchten sie einen Stuntman um das zu machen, damit alles richtig aussah und so wollten sie auch nur für den Fall, dass sie Gambit in einem anderen Film oder ähnliches zurückbringen würden, einen Kampfsportler, der wie Gambit mit einem Stab kämpfen konnte.

Aber nachdem das gedreht wurde, sah ich den Film und natürlich war die Szene nicht drin. Ich dachte "Hey! Was ist passiert?" und keiner sagte mir etwas, ich wurde nicht kontaktiert oder so. Ich denke, nachdem sie die Szene gedreht hatten, hatten sie alles überdacht und wollten für die Zukunft vielleicht einen bekannteren Schauspieler. Also machten sie in der Richtung weiter, in der sie schon begannen hatten.

Wenn sie mir die Rolle angeboten hätten, hätte ich sie natürlich angenommen. Gambit ist ein fantastischer Charakter und es wäre sehr viel Spaß gewesen. Ich hätte nur lernen müssen, wie er zu reden, weil ich nicht wirklich weiß, wie ich den Akzent hinkriegen soll. Aber wen haben sie gecastet? Taylor Kitsch? Wo hat man den gesehen? Ich weiß nicht. Ich bin mir nicht sicher, ob ich ihn kenne, aber sicherlich ist er eine gute Wahl. Habt ihr ein Foto von ihm gesehen? Ich hab noch nichts davon gehört, wann der nächste Film gedreht werden soll, aber es wäre cool, wenn sie ihn wieder hier (in Vancouver) drehen würden, weil ich dann schauen könnte, was so los ist. Diese Filme machen Spaß, daran zu arbeiten, weil "X-Men"-Filme wirklich große Projekte sind und es ist viel los und jeder ist wirklich nett. Ich liebe die Charaktere, mehr sogar als die "Fantastic Four".

SG-P: Wenn du dir die Stunts von anderen Filmen anschaust, welcher Stunt beeindruckt dich am meisten? Welcher ist dein Lieblingsstunt?

Bamford: Hm, diese Frage zu beantworten ist wirklich, wirklich extreme schwer, weil es so viele verschiedene Arten von Stunts gibt. Da gibt es die Kampfszenen, die Stürze aus großer Höhe, Feuer-Stunts, Feuer-Stunts kombiniert mit Stürzen aus großer Höhe, Autokarambolagen, Schusswechsel. Es gibt da so viele verschiedene, dass ich eben meine Lieblingsfilme habe… Ihr kennt sicherlich diese Kampfszenen aus dem Jackie Chan Film "Meals on Wheels" und Jackie Chan und Benny Urquidez das ist eine von meinen liebsten Kampfszenen. Der erste "Blade"-Film, diese Eröffnungssequenz mit dem Blutbad, ich liebe diese Kampfszene mit dem Blutbad im Club. "Matrix", als der erste "Matrix"-Film herauskam, genoss ich einige der Kampfsequenzen in dieser Matrix Cyber Welt. Ich liebe wirklich "Enter the Dragon".

Ich kann euch wirklich keine Kampfszenen nennen. Neben den Kampfsequenzen gibt es noch so viel anderes. Bob Brown, mein Favorit, wenn es um Stürze aus großer Höhe geht, ein Stuntman aus den USA, ist vor einigen Jahren aus einem Helikopter in ein Luftkissen gesprungen, und das war ziemlich beeindruckend, würde ich sagen, weil das Luftkissen ausgesehen hat, wie eine Briefmarke, und das hat mich wirklich unheimlich beeindruckt. Da gibt es so viel. Ich habe nicht… Ich kann nicht sagen, dass ich einen Favoriten habe.

Wenn ich es an einem Favoriten festmache… ich denke nicht ich wäre selbst kreativ genug, um die ganze Zeit mit verschiedenen Szenarien für meine eigene Show zu kommen, also kann ich nicht… Alles wird immer gemacht und wieder neu gemacht, anders gemacht oder besser oder schlechter. Die Dinge werden sicherer und so bekommen sicherere Sachen auch die interessanteren Stunts, während sie für mich aber nicht mehr so realistisch aussehen, weil Visual Effects dabei sind und Green Screen und alles... Da gibt es so viel, womit ich nicht einmal anfangen kann…

Oh wisst ihr was, dieser Sprung vom Schiff in einem "James Bond"–Film, einem alten James Bond Film, als sie Roger Moore damals als James Bond eingeführt haben… Dieser Sprung vom Schiff in "Leben und sterben lassen" ("Live and Let Die") ist einer meiner allerliebsten Stunts überhaupt, ganz sicher. Es gibt zu viele, nennt einfach diese. Es ist sehr schwer für mich einen Favoriten zu nennen, aber… weil ich auch nach etwas anderem Ausschau halte, das ich lieber mag… was auch immer…

SG-P: Hast du eine Nachricht an die deutschen Fans?

Bamford: Ja, vielen Dank, dass ihr die Serie schaut. Ich hatte wirklich eine großartige Zeit, während ich die Action für die Show entwickelt habe… eine wirklich, wirklich großartige Zeit, die Kämpfe für die einzelnen Charaktere zu erstellen. Ich bin traurig darüber, dass die Serie jetzt endet, weil jeder hier zur Familie geworden ist und ich hoffe, dass jeder in Deutschland die Möglichkeit hat, an die DVDs zu gelangen, damit ihr die Folgen wieder und wieder anschauen und die Action genießen könnt, die wir über die Jahre für euch kreiert haben.

Ihr solltet einfach wissen, wie leidenschaftlich all die Stuntmänner und –frauen an der Serie gearbeitet haben. Ich habe nur die bestmöglichsten Leute eingestellt, die eine Menge Schweiß, Blut, Tränen und Schmerzen reingesteckt haben, um die Serie zu ermöglichen und ich bin so froh, dass es jeder mag. Wenn man so über die Jahre hinweg zurückschaut… Wir hatten da Glenn Innes, Jason Momoas Stuntdouble in der Folge "Sateda" in der dritten Staffel, wo er sich selbst seitlich von einer Rampe hinunter, die eigentlich hier irgendwo herumstehen müsste, wo wir gerade sitzen, gegen einen Telefonmasten wirft; wir mussten die Szene zweimal machen, weil ihn der Kameramann beim ersten Mal verfehlt hatte, und er hat sich dabei ziemlich schwer verletzt. Und das ist ein paar Mal passiert, während wir an "Atlantis" gearbeitet haben, aber die Leute glauben so sehr an die Serie… die Stuntleute glauben so sehr an die Serie, dass sie wieder aufstehen und es wieder machen und bluten und…ihr wisst schon…sich verletzen, nur um die Fans daheim glücklich zu machen.

Und danke, dass ihr die Show schaut. Nur weil… Wir sind so froh darüber, jedem diese Serie zu zeigen. Das ist alles. Und fahrt nicht betrunken Auto und nehmt keine Drogen. Und geht weiterhin zur Schule. Und das ist alles.

Artikel verfasst von Michael Bartl (Zero)
Interview & Übersetzung: Yvonne Sälzle (RodneysGirl) & Nicole Sälzle (shadow-of-atlantis)
Bilder u.a. von James-Bamford.com



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