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Thema: The Long Way Back Home

  1. #1
    Brigadier General Avatar von Kevin
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    Standard The Long Way Back Home

    The Long Way Back Home


    Autor: Kevin

    Serie: SG-1 / SGA
    Genre: Action, Adventure
    Raiting: PG-13

    Länge: ca. 14.000 Wörter - verteilt auf Prolog + 10 Kapitel + Epilog

    Zeitraum: Schließt an The Last Of Them an und endet einen Tag nach SGA Be All My Sins Remember'd

    Disclaimer: Stargate SG-1, Stargate Atlantis und das gesamte Stargate-Franchise ist Eigentum von MGM und SyFy. Diese FanFiction dient allein der Unterhaltung von Fan zu Fan und ist nicht geschrieben worden, um Geld zu verdienen.
    Claimer: Die Rechte an der Story und eigenen Charakteren gehören dem Autor.

    Inhalt: Nachdem Altera vernichtet wurde, befindet sich die alteranische Flotte auf dem langen Weg nach Hause.

    Feedback: Über konstruktive Kritik und sonstige Kommentare würde ich mich sehr freuen.

    Story: Kevin

    Was bisher geschah:
    Spoiler 
    The Last Of Them

    Vor Millionen von Jahren brachen die Alteraner von ihrer Heimat Celestis auf, um den fanatischen Ori und deren abstrusen Lehren zu entkommen. Amelius, der Urvater der Stargates, musste später erfahren, dass sein Vater Tyolus auf Celestis zurück geblieben war, um geheime Pläne des Rates zu erfüllen.
    Zu diesem Zweck schleuste sich Tyolus als Priester der Ori in deren Ränge und vollführte in deren Namen die Grausamkeiten, die der Glaube mit sich brachte. Ungläubige wurden verbrannt. Er hatte nicht wenige dieser Feuertode selbst veranlasst.

    Wenige Wochen nachdem Samantha Carter die Führung über Atlantis übernommen hatte, startete die Daedalus mit SG-1 an Bord, die der neuen Kommandeurin von Atlantis einen Überraschungsbesuch abstatten wollten, jedoch mittels Gatebrücke zurück zur Erde gerufen wurden.
    Dort nämlich war plötzlich ein Mann erschienen, der sich als Jagun vorstellte und die letzten seiner Spezies repräsentierte, die Alteraner.
    Lange blieb er jedoch nicht, da de Praviuner, die Feinde der Alteraner, einen Jäger zur Erde schickten, um Jagun zu fangen. Aufgrund seines persönlichen Schutzschildes war der Praviuner unverwundbar. Jagun stellte sich schließlich, um die Erde nicht zusätzlich zu bedrohen.
    Der Praviuner verschwand daraufhin wieder.

    Mithilfe des ZPMs der Odyssey gelang die Anwahl des neuen Heimatplaneten der Alteraner. General O’Neill wurde von SG-1 dorthin begleitet, doch SG-1 wurde von Praviunern gefangengenommen.

    Es wurde klar, dass die Praviuner die Stargates in der neuen Heimatgalaxie der Alteraner mittels eines Programms verwanzt haben, sodass sie angewählte Adressen sowie die zu transportierende Materie erfassen können.
    Auf diese Weise wurde SG-1 aufgespürt.

    Die Praviuner entdeckten dadurch – und wahrscheinlich auch durch Jaguns Gefangennahme – den wahren Heimatplaneten der Alteraner und fielen mit ihrer Flotte darüber her.
    Die Alteraner waren schutzlos und mussten letztlich mit Schiffen von ihrer Heimat Altera fliehen.

    Auf Atlantis entdeckte in der Zwischenzeit Rodney McKay eine Maschine, mit deren Hilfe es möglich werden sollte, ZPMs herzustellen. Jedoch fehlte das Grundmaterial, ein spezielles Kristall. Eine Mine der Antiker sollte aufgesucht werden, doch diese befand sich mitten im Wraithterritorium. Eine Mission per Schiff endete in einer Schlacht gegen Wraithschiffe, welche die Apollo beinahe nicht überstanden hätte.

    Im Gefecht mit den Darts befand sich unter anderem Sheppard in einer 302, die nach der Explosion eines Hives ihre Funktion größtenteils einstellte. Dazu kam, dass er die Apollo in den Hyperraum abdrehen sah, während er allein war, umkreist von Darts.
    Doch plötzlich verhalf ihm jemand zur Flucht aus dieser Situation. In seinen Träumen erinnerte er sich: Es war Ford!




    Prolog

    Es war fast soweit. Amelius blickte aus dem Fenster seines Quartiers hinaus auf den Schleier, der sich um das Schiff gelegt hatte, mit welchem er und sein Volk von Celestis geflohen waren.
    Der FTL-Antrieb des Schiffes war nie erprobt worden. So hatte es etwas geheimnisvolles an sich, nun die Auswirkungen, die ein Flug mit Überlichtgeschwindigkeit mit sich brachte, zu bestaunen.

    Er wusste, viel Zeit blieb nicht mehr. Auf dem ganzen Schiff wurden letzte Vorbereitungen getroffen. Er hatte von einigen, vor allem hochrangigen, Personen gehört, die mittels eines Kommunikationsgerätes ein letztes Mal einen Blick auf die alte Heimat geworfen hatten.

    Keldor hatte ihm verboten, dies ebenfalls zu tun. Er wusste, warum. Es lag an seinem Vater, der auf Celestis zurückgelassen worden war. Er war es auch, der nun, da alle Vorbereitungen fast abgeschlossen waren, die Kommunikationsendpunkte auf Celestis abschalten sollte. Wie dies aussah, konnte Amelius sich nicht vorstellen.
    Wie grausam dieser Akt letztlich war, was sein Vater Tyolus dafür tat, die Steine in seinen Besitz zu bringen und sie nach Ortus Mallum zu schaffen, wo sie letztlich unauffindbar für die Ori sein sollten, das konnte er sich ebenfalls nicht ausmalen.
    Ortus Mallum, so hatte er es von seinem engen Freund Khadrir erfahren, nannten die Ori nun den Ort, den er einst bewohnt hatte.

    Amelius wusste, sobald sie soweit waren, würde es kein Zurück mehr geben, keine Kommunikation mehr mit der alten Heimat. Dies wiederum bedeutete für ihn selbst, dass er seinen Vater, den er ohnehin schon lange für tot geglaubt hatte, nie wieder sehen würde.
    Sobald er nämlich in der neuen Heimat angekommen wäre, würden Tausende Jahre vergangen sein.

    Dies waren seine Gedanken, während er seinen Blick vom Fenster abwandte und sich wieder dem Notizbuch vor sich widmete, in welchem er komplizierte Formeln notiert hatte.
    Schon kurz vor der Abreise hatte er sich mit dieser Thematik beschäftigt und auch jetzt wollte er die Zeit noch nutzen, seine Theorien zu einem Ende zu bringen.

    Wie alles an diesem Schiff waren auch die Langzeitlebenserhaltungskapseln noch beinahe unerprobt. Niemand hatte sie länger als vier Jahre benutzt. Es war ein riskantes Vorhaben gewesen, von der Heimat zu fliehen. Man hatte die neuesten Technologien in diesem Schiff zusammengefügt und doch konnte man sich nicht sicher sein, ob es die Reise letztlich überstehen würde. Zu lange würde sie dauern, zu viele Variablen eine Rolle spielen, selbst jene, die man womöglich nicht einmal bedenken konnte, als dass jemand verlässliche Simulationen hätte erstellen können.

    So war er zu einem großen Teil auch in Sorge um sich und sein Volk, doch er war zuversichtlich, dass es funktionieren würde.

    „Amelius?“, hörte er plötzlich jemanden sagen, was ihn aus seinen Gedanken riss.

    Er drehte sich zur Tür um und erblickte Keldor, der mit nachdenklicher Miene eintrat.
    „Ich hoffe, ich störe dich nicht“, sagte der Älteste und setzte sich zu ihm.

    „Nein, natürlich nicht.“

    „Was tust du da?“

    „Ich theoretisiere nur ein wenig“, erwiderte Amelius, der seine Forschung noch nicht offenlegen wollte. Sofort klappte er sein Notizbuch zu.

    Keldor musterte ihn kurz und sagte dann: „Was immer es ist, ich hoffe, es wird irgendwann mehr als Theorie sein.“

    „Ich auch.“

    Der alte Alteraner lächelte und erhob sich wieder. „Komm.“

    Amelius sah irritiert zu ihm auf, doch er verstand. Er erhob sich und folgte Keldor aus seinem Quartier.




    Fortsetzung folgt
    Geändert von Kevin (29.03.2016 um 03:36 Uhr)


  2. #2
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    Hört sich spannend an. Freue mich schon auf mehr.

  3. #3
    Gehasst, Verdammt, Vergöttert Avatar von Colonel Maybourne
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    Interessanter Einstand und wenn ich das richtig sehe, ist dass das erste Interstellare Schiff, dass die Antiker/Alteraner je gebaut haben?
    Bis dann.
    Das Leben ist ein Schwanz und wir die Eier, die mitgeschleift werden.


    Meine aktuellen Fanfiction:


    TGE Combined Season 1 Fire of War:

    http://www.stargate-project.de/starg...ad.php?t=11836




  4. #4
    Brigadier General Avatar von Kevin
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    So, liebe Leute, heute geht's mit dem nächsten Part weiter. Zuvor jedoch erst einmal Danke an Ehre_Sei_den_Ori fürs Knöpfchendrücken und natürlich auch euch, die ihr etwas geschrieben habt.

    @Christl
    Freut mich, dass du hergefunden hast. Der nächste Teil kommt gleich.

    @Colonel Maybourne
    Freut mich, dass du wieder mit dabei bist. Und ja, ich habe mir die Freiheit genommen, die Geschichte der Alteraner etwas auszubauen. Da ich es als unpassend empfunden hätte, wären sie schon vor dem Bruch mit den Ori durchs All geflogen, habe ich das Schiff zu einer Art Prototyp werden lassen. So ist es (für uns nicht mehr, aber für die Alteraner von damals schon) fraglich, ob sie ihr Ziel überhaupt erreichen.

    So, genug der Worte, weiter geht's!


    Kapitel 1


    Fern der Milchstraße in einer von einem furchtbaren Feind bedrohten Galaxie reiste eine kleine Flotte von Schiffen überlichtschnell durch den Weltraum.

    An Bord des Führungsschiffes Spes befand sich neben dem Hohen Rat der Alteraner SG-1, welches General Jack O’Neill auf diplomatischer Mission in die letzte Heimat der Alteraner begleitet hatte.

    „Wir haben unsere Sensoren geprüft und sind uns nun sicher“, sagte Commander Inimus, der Kommandeur des Schiffes. Er fuhr an den Rat von Altera gewandt fort: „Admiral Tharus und sein Schiff sind untergegangen. Die Praviuner waren siegreich.“

    Die Ratsmitglieder, bestehend aus dem Hohen Rat Sancos, dessen Sohn Heras, der Botschafterin Kasia, sowie der bedeutendsten Wissenschaftlerin der Alteraner, Amalia, sahen betroffen zu Boden.

    „Das tut mir leid“, bekundete O’Neill, der wie SG-1 in der Kabine des Schiffes in einer Runde mit dem Rat saß.

    „Danke“, sagte Sancos und nickte dem Commander zu, der die Kabine wieder in Richtung Brücke verließ.

    „Nun gibt es wirklich nichts mehr, was wir tun können“, ließ Amalia sie alle wissen. „Unsere letzte Hoffnung ruhte auf dem Admiral.“

    „Dann steht meine Entscheidung.“

    Alle Anwesenden sahen den Hohen Rat Sancos an, der seine Pläne verdeutlichte: „Wir kehren nach Avalon zurück.“

    „Ich will mich ja nicht beschweren, geschweige denn, Ihnen diesen Plan ausreden“, begann Colonel Mitchell vorsichtig. „Aber General O’Neill hat es schon gesagt und ich denke, ich spreche für uns alle, wenn ich sage, dass wir nur ungern 30 Jahre auf diesem Schiff verbringen möchten.“

    Der Colonel berief sich auf die Zeit, welche diese Reise den ersten Berechnungen nach in Anspruch nehmen sollte.

    „Vielleicht gelingt es uns, die Reisedauer zu verkürzen“, überlegte Amalia. „Unsere Geschwindigkeit ist auf die unseres langsamsten Schiffes angepasst. Gelingt es uns, deren Leistung zu erhöhen, könnten wir sicher Zeit einsparen.“

    „Von wie viel Zeit sprechen wir hier?“, wollte Vala wissen.

    Amalia dachte kurz nach und zuckte anschließend mit den Schultern. „Nun, genau kann ich das natürlich nicht bestimmen. Jedoch lässt sich womöglich eine Verkürzung von 25% erreichen.“

    „Das ist immer noch nicht akzeptabel“, widersprach O’Neill.

    „Kann euch die Information aus Atlantis nicht weiterhelfen?“, fragte Daniel. „Ich weiß, wir haben auch Daten über den intergalaktischen Hyperantrieb der Stadt entschlüsseln können. Diese Technologie sollte euren Antriebssystemen überlegen sein und davon müsste etwas auf dem Kristall gespeichert sein.“

    „Richtig“, bestätigte O’Neill. „Neben vielen weiteren womöglich nützlichen Informationen.“

    „Daran hatte ich noch nicht gedacht, aber es wäre denkbar, dass sich da etewas machen lässt“, bestätigte Amalia. „Wir sollten den FTL-Flug unterbrechen. Sicher eignet sich eines unserer übrig gebliebenen Schiffe für Forschungen.“

    „Zunächst sollten wir diese Galaxie hinter uns lassen“, entschied Sancos jedoch. „Solange wir uns im Einflussbereich der Praviuner befinden, sind wir nicht sicher. Wir haben nichts mehr, womit wir uns verteidigen könnten. Ich will unser Volk nicht dieser Gefahr aussetzen, solange es nicht nötig ist.“

    „Wie lange dauert es, bis wir die Galaxie verlassen haben?“, fragte O’Neill. „In unserer Zeit“, fügte er hinzu.

    „Einige Wochen“, antwortete Amalia und wandte sich sogleich an Sancos: „So lange können wir nicht warten. Ich muss auf ein anderes Schiff!“

    „Wir werden uns beraten“, entschied Sancos.

    „Das ist doch unglaublich!“, rief Jack wütend. „Sie verschwenden Zeit, Sancos!“

    „Besser Zeit als Leben, General. Wir sind nun eine aussterbende Spezies. Es haben höchstens ein paar Tausend von uns überlebt. Wir können es uns nicht leisten, uns der Gefahr auszusetzen“, beschwichtigte ihn Sancos unbeeindruckt.

    Mit diesen Worten verschwand er gemeinsam mit Heras und Kasia aus der Kabine. Amalia hingegen blieb mit SG-1 und General O’Neill zurück.

    „Warum wollen Sie nicht mit gehen?“, fragte Jack und ließ sich auf das gut gepolsterte Sofa fallen.

    „Ich habe diesen Antrag gestellt. Ihn zu verhandeln, obliegt nun dem restlichen Rat“, klärte ihn Amalia auf.

    „Ich habe mal nachgedacht“, meinte nun Vala und ließ sich neben Jack auf dem Sofa nieder. „Ihr habt hier kaum genügend Nahrung für 30 Jahre. Wie wollen wir so lange überleben?“

    „Guter Punkt!“, bestätigte Mitchell.

    „Natürlich werden wir diese 30 Jahre nicht im wachen Zustand verbringen. Jedenfalls nicht alle von uns“, erklärte Amalia. „Ich werde es Ihnen zeigen.“

    Mit diesen Worten erhob sie sich und bedeutete dem Team, ihr aus der Kabine zu folgen, was dieses auch tat.

    Sie durchstreiften das Schiff und gelangten zu einer verriegelten Sektion, die Amalia öffnete.
    Dahinter verbarg sich ein langer Korridor. An beiden Seiten befanden sich Einbuchtungen in der Wand.

    „Stasiskammern“, schloss Daniel sofort aus dem Anblick.

    „Richtig“, bestätigte Amalia. „Dieses Schiff wurde konstruiert, um alle Eventualitäten für den absoluten Notfall abzusichern, wie zum Beispiel die Flucht aus dieser Galaxie.“

    „Eure Geschwindigkeit ist zu niedrig, als dass ihr eine solche Reise ohne Stasis überleben könntet“, schlussfolgerte Vala.

    „Nun, zumindest ist es nicht unsere Absicht, den Rest unseres Lebens auf einem Schiff zu verbringen“, erklärte Amalia. „Die Stasiskammern sichern uns eine Reise beliebiger Dauer, ohne dass unser Körper dabei dem degenerativen Zerfall des Alterns ausgesetzt sein muss.“

    „Das löst das Problem der Dauer nicht wirklich“, meinte Mitchell, was O’Neill mit einem Schulterzucken kommentierte.

    „Wie gesagt, werde ich mich dem Problem annehmen, sobald wir diese Galaxie hinter uns gelassen haben“, versprach Amalia und wandte sich an Daniel: „Sie sprachen von einem intergalaktischen Hyperantrieb.“

    „Ja.“

    „Was hat es damit auf sich?“

    „Nun ...“, begann Daniel.

    „Schade, dass Carter nicht da ist. Sie würde jetzt übersprudeln“, warf Mitchell flüsternd ein, was Daniel zum Schmunzeln brachte, ehe er fortfuhr: „Der Hyperantrieb generiert ein Feld um ein Schiff, durch das es sich außerhalb unserer Raumzeit fortbewegt. Die Reisedauer zu unserer Nachbargalaxie, die etwa 3.000.000 Lichtjahre entfernt ist, beträgt damit gerade einmal 18 Tage.“

    „Unglaublich“, erwiderte Amalia beeindruckt. „Überträgt man das theoretisch 1:1 zu unserer derzeitigen Position, würde die Reisedauer nach Avalon nur 216 Ihrer Tage in Anspruch nehmen.“

    „Hört sich schon vielversprechender an“, merkte Mitchell an.

    Teal’c nickte. „In der Tat.“

    „Natürlich würde es zunächst einige Zeit in Anspruch nehmen, einen Prototypen zu entwickeln, doch da Ihre Aufzeichnungen uns bereits Daten über einen funktionierenden Antrieb liefern, dürfte das keine allzu große Hürde sein“, überlegte Amalia.
    „Für den Fall, dass der Hohe Rat meine Bitte ablehnt, können wir nicht viel mehr tun, als uns in Stasis zu versetzen und die Zeit abzuwarten.“

    „Wie viele dieser Kammern habt ihr?“, wollte O’Neill wissen.

    „Wir verfügen auf jedem Schiff ausreichend Kammern für die maximale Besatzung. Ich bin sicher, Sancos wird den Befehl an alle übermitteln, sich in Stasis zu versetzen, zumindest bis wir in Sicherheit sind. Anschließend kann ich mit der Konstruktion eines Hyperantriebs beginnen“, antwortete Amalia.

    „Amalia und die Delegation der Erde, bitte auf der Brücke melden“, ertönte es über Lautsprecher.

    „Das ging schnell“, staunte Jack.

    „Es können ja nicht alle Politiker so träge sein, wie die unseren“, entgegnete ihm Daniel mit einem Grinsen, als sie sich auf den Weg machten.




    Fortsetzung folgt


  5. #5
    Gehasst, Verdammt, Vergöttert Avatar von Colonel Maybourne
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    Die bräuchten schon Carter, um dass ganze in einer angemessenen Zeit hinzubekommen, denn keiner will ein dreiviertel Jahr auf dem Schiff bleiben.
    Abgesehen davon, dass mir diese Antiker nicht gerade wie die allerhellsten vorkommen und sicher Hilfe bei all dem brauchen werden.
    Bis dann.
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  6. #6
    Second Lieutenant Avatar von Angelika
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    Ich fürchte auch, dass die das nicht so rasch hin bekommen wie Jack das gerne hätte. Allerdings ist anhalten innerhalb der Galaxie auch keine Lösung, und ein Stargate können sie auch nicht benutzen, da die Praviuner das mitbekommen würden.

  7. #7
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John´s Chaya
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    Es muss schrecklich für Amelius sein, seinen Vater, den er eigentlich schon lange für tot gehalten hatte, zurückzulassen. Und zu wissen, ihn niemals wiederzusehen. Hoffentlich geht alles gut und die Langzeitkapseln funktionieren auch die ganze Zeit.

    „Der Hyperantrieb generiert ein Feld um ein Schiff, durch das es sich außerhalb unserer Raumzeit fortbewegt. Die Reisedauer zu unserer Nachbargalaxie, die etwa 3.000.000 Lichtjahre entfernt ist, beträgt damit gerade einmal 18 Tage.“
    Mit den Daten von Atlantis, werden sie es schneller schaffen. Der hohe Rat sollte man nicht so hochnäsig sein und auf SG-1 hören. Auch wir Normalos sind doch ziemlich intelligent. Es ist wirklich sehr schade, dass Carter nicht mit an Bord ist. Aber sie werden es schon schaffen.
    Ich bin zu alt, um nur zu spielen, zu jung, um ohne Wunsch zu sein!

  8. #8
    Brigadier General Avatar von Kevin
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    So, nach einem langen Tag verabschiede ich mich mit diesem nächsten Kapitel ins Bett.
    Zuvor möchte ich jedoch Ehre_Sei_den_Ori für das "Danke" danken, ebenso euch anderen für euer Feedback!

    @Colonel Maybourne
    Richtig, Carter wäre bei der ganzen Aktion von vornherein sicher hilfreich gewesen. Allein deshalb für mich auch interessant zu schreiben gewesen, ohne jemanden mit wirklicher Expertise. Dass die Alteraner etwas zurückgeblieben zu sein scheinen, hilft da auch nicht.

    @Angelika
    Freut mich, dass du wieder mit dabei bist. Du hast es gut zusammengefasst. An sich sind die Alteraner gerade in einer ziemlich ausweglosen Situation. Den Begebenheiten muss man sich halt anpassen können.

    @John´s Chaya
    Auch zunächst einmal ein "Hallo" an dich hier bei meiner neuen kleinen Geschichte. Dein Feedback macht sehr gut deutlich, dass in dieser Geschichte die Alteraner zu jeder Zeit einen Kampf durchmachen, einen Kampf ums Überleben. Dies und weitere Mysterien des Universums wird es in (hoffentlich) vielen weiteren Geschichten zu behandeln geben. Zuvor aber muss man jetzt natürlich hoffen, dass alles gut ausgeht..

    Weiter geht's!


    Kapitel 2


    „Wie du weißt, wurde den meisten von uns ein Privileg zuteil, welches ich dir vorenthalten habe“, sagte Keldor, als er gemeinsam mit Amelius durch die Korridore des alteranischen Schiffes streifte. „Bis jetzt“, fügte er hinzu.

    Amelius blieb stehen und sah den Ältesten ungläubig an.

    „Du wirst heute ebenfalls eine Reise antreten“, erklärte Keldor. „Auf Celestis befindet sich nach wie vor ein aktiver Kommunikator.“

    „Also hatte ich recht“, murmelte der junge Wissenschaftler, als er sich wieder in Bewegung setzte. „Jedem von uns wurde ein eigener Stein zugewiesen.“

    „Gewiss“, erwiderte Keldor. „Während jedoch bei uns anderen ein zufälliger Stein bestimmt wurde, haben dein Vater und ich uns entschieden, dir eine ganz spezielle Rolle zukommen zu lassen.“

    „Warum?“, wollte Amelius wissen.

    „Das wirst du erfahren, sobald du in Kontakt getreten bist“, versicherte ihm Keldor, was Amelius jedoch keineswegs beruhigte.

    Sie erreichten die Brücke und Keldor reichte Amelius einen Kommunikationsstein, den er bis zu diesem Zeitpunkt in seiner Tasche verwahrt hatte. Er führte ihn zum Kommunikationsgerät.

    „Ich bin verunsichert“, gestand Amelius. „Was wird mich erwarten?“

    „Das musst du allein herausfinden. Ich kann es dir leider nicht sagen“, antwortete Keldor, sah ihn dabei jedoch streng und bestimmt an.

    Amelius verstand und setzte den Stein in eine der dafür bestimmten Kerben ein, um sogleich in einem fremden Körper zu erwachen.


    *****


    „Wir haben uns entschieden“, verkündete Sancos, gerade als das auf die Brücke gerufene SG-1-Team gemeinsam mit der alteranischen Wissenschaftlerin Amalia angekommen war.

    „Cool“, sagte O’Neill.

    „Wofür?“, fragte Vala sofort.

    „Wir werden in Kürze einen kurzen Halt machen, um es Amalia zu ermöglichen, sich auf eines unserer Schiffe mit wissenschaftlicher Einrichtung zu transportieren“, erklärte Sancos. „Dieser Zeitpunkt sollte jedoch klar koordiniert sein. Wir haben die entsprechenden Koordinaten bereits als Ziel ausgewählt. In wenigen Minuten wird es soweit sein. Wir möchten nur so kurz wie möglich stoppen.“

    „Verstanden“, bestätigte Amalia und machte sich sogleich auf den Weg.

    Mitchell wandte sich an Sancos: „Wie lange werden wir angreifbar sein?“

    „Den FTL abzuschalten und Amalia zu transportieren, wird einige Minuten in Anspruch nehmen entgegnete das Oberhaupt des Hohen Rates.

    „Wie ist es um die Sensoren bestellt? Können wir sicher sein, dass wir nicht auf die Praviuner treffen?“, wollte Vala wissen.

    „Ich denke schon“, begann Sancos und wirkte ein wenig amüsiert, als er fortfuhr: „Während wir uns auf dem FTL-Flug befinden, können ihre Sensoren uns nicht wahrnehmen. Ebenfalls sind ihre Sensoren auch nicht stark genug, um uns über Lichtjahre hinweg aufzuspüren.“

    „Gehen Sie dabei von Ihren eigenen Möglichkeiten aus?“, hakte O’Neill nach, was ihm verwunderte Blicke einbrachte, weshalb er ausholte: „Einer Ihrer Leute kommt auf unseren Planeten und schleppt damit einen dieser Praviuner mit, was uns womöglich diesen Feind ebenfalls aufdrängt. Sie wissen, wo die Erde ist und durch mein Team, dass sie dank der Stargates entführen konnten, wissen sie auch, dass wir eine Allianz mit Ihnen anstreben. Das bringt uns in direkte Gefahr. All das konnte passieren, weil die Praviuner etwas können, was Sie nicht können: Aktive Stargates aufzuspüren. Sie haben Ihre Verteidigung ausgeschaltet und Ihre Heimat vernichtet! Denken Sie daran, Sancos. Was, wenn sie uns aufspüren können? Das würde auch erklären, wie sie uns das letzte Mal finden konnten. Was also, wenn wir damit direkt in eine Falle gehen?“

    Daniel rückte seine Brille zurecht, war er doch von dem plötzlichen Redeausbruch seines langjährigen Freundes überrascht. Er nickte schließlich und teilte die unmittelbare Sorge um das eigene Leben. „Vielleicht sollten wir uns einen Notfallplan zurechtlegen“, meinte er und erntete nachdenkliche Gesichter.

    Der Rat war ebenso beeindruckt von der Rede des Generals, weshalb Sancos sofort zustimmte: „Sie bringen jede Menge Erfahrung mit, General. Das erkenne ich jetzt.“

    „Jetzt erst?“, flüsterte Mitchell leise Teal’c zu, der einen seiner seltenen Schmunzler von sich gab.

    „Wir haben die Konfrontation mit den Praviunern nie gesucht. Wir wissen nicht wirklich um unseren Feind“, gab Sancos zu.

    „Aber Sie haben denen auch Ihre größte Forschungseinrichtung für militärische Technologie überlassen müssen“, fügte O’Neill hinzu. „Die besitzen Wissen, an denen Ihre Leute gearbeitet haben. Wissen, dass Sie nicht haben. Wer weiß, was die alles können, was wir nicht wissen.“

    „Und man kann nichts über das Können des Feindes herausfinden, wenn man ihn nicht untersucht“, merkte Mitchell an und sah Sancos direkt an: „Soweit es mir erzählt wurde, sollen Sie noch nie einen von denen gefangengenommen haben, weder tot noch lebendig. Sie konnten nicht einmal einen töten.“

    „Das ist korrekt“, musste Sancos zugeben.

    „Wir wissen nur, dass diese Typen nach Bedarf mit einem persönlichen Schutzschild herumlaufen und dass ihre Schiffe den Ihren offenbar überlegen sind. Wir müssen herausfinden, wie man sie schlägt“, gab Mitchell weiter zu Protokoll.

    Vala schmunzelte. „Da habe ich eine Idee.“

    Daniel und Cameron sahen sie irritiert an, weshalb sie ihren Kopf breit grinsend zur Seite neigte. Jack forderte: „Na schön, Alienlady, zeigen Sie, wo’s lang geht.“

    „Darf ich mal?“, fragte Vala daraufhin den alteranischen Brückenoffizier an den Waffensystemen, lächelte ihn an und streichelte ihn am Arm, während sie auf die Konsole vor ihm deutete.

    „Entschuldigung, nein“, erwiderte er trocken. „Commander Inimus muss die Erlaubnis erteilen.“

    „Die erhält sie“, warf dieser sofort ein. „Bringen Sie ihr das System näher.“

    „Ja, Commander.“

    Vala setzte sich zu dem Offizier und er zeigte ihr die Bedienung.

    „Wir sollten neben einer womöglichen Verbesserung, oder ... was Vala da auch vor hat, auch einen Fluchtplan in der Hinterhand haben“, drängte Daniel auf eine Notlösung.

    „Die Stargates“, befand Teal’c als gute Idee.

    „Nein, nein, die werden von den Praviunern überwacht“, sagte Mitchell und dachte nach.

    Sancos jedoch schmunzelte nun leicht und hatte die Lösung schon erdacht: „Nur in dieser Galaxie.“

    „Das ist es!“, stimmte Jack zu. „Wie dauert es, bis wir in einer anderen Galaxie eintreffen?“

    Sancos war kein taktischer Offizier und hatte die Flugroute nicht im Kopf, doch sein Sohn Heras, der neben der entsprechenden Konsole stand, konnte mit wenigen Tastendrücken herausfinden: „Etwa ein halbes eines Ihrer Jahre.“

    „Halt, Stop! Moment mal!“, rief Daniel und fragte irritiert: „Es gibt auf in anderen Galaxien Stargates?“

    Botschafterin Kasia nickte und erklärte: „Wie wir bereits beiläufig anmerken konnten, sind unsere Vorfahren einst auch durch das Stargate hierher gelangt.“

    „Wie weit reicht das Netzwerk?“, wollte Daniel nun weiter wissen.

    „Nach unserem letzten Wissensstand und sich daraus resultierenden Schätzungen umfasst das Netzwerk im Moment bereits mehrere Hundert Galaxien“, erklärte Sancos.

    „Im Moment?“, fragte Mitchell.

    „Es wächst weiter?“, führte Jack den Gedanken fort.

    „Natürlich“, erwiderte Sancos. „Ihr werdet noch früh genug mehr erfahren. Teal’cs Idee ist jedenfalls die beste Lösung, die wir bislang erdacht haben.“

    „Ich stimme zu“, sagte Kasia.

    „Na schön. Können wir dann nicht auch mit dem Transport von Amalia auf ein anderes Schiff dorthin verschieben? Oder drängt die Zeit?“, wollte O’Neill wissen.

    „Korrekt. Wir werden noch eine Weile im FTL-Flug verbelieben“, sagte Sancos und Inimus funkte sofort die entsprechenden Stellen an.

    „Hey, was ist mit meiner Idee?“, warf Vala ein, doch achtete niemand auf sie.

    „Sie empfanden doch 30 Jahre als zu lang“, ließ Sancos Jack wissen.

    „Ja, aber lieber ein halbes Jahr und dann per Gate nach Hause, als das Risiko dieser Praviuner auf uns zu nehmen“, erwiderte Jack.

    Vala erhob sich von der Konsole, fühlte sich vollkommen übergangen, doch ehe sie noch etwas sagen konnte, hörte sie eine laute Stimme. Sie kam, von Heras, der rief: „Wir werden jedoch unsere Schiffe nicht zurücklassen!“

    „Sohn!“, versuchte Sancos ihn zu beruhigen.

    Vala schlich sich gebückt zu Daniel und flüsterte: „Oh man, was läuft denn jetzt?“

    „Nein, Vater!“, rief Heras und sah Jack an. „Sie sind gerade hier eingetroffen und meinen nun, uns Ihren Willen aufzwingen zu können. Dieser Rat war einst Oberhaupt unserer Welt. Nun fühle ich mich, als dürfte ich nicht mehr mitentscheiden! Unsere Ordnung muss wiederhergestellt werden. Wir haben unsere Welt verloren, da sollten wir nicht auch unsere Führungsstruktur verlieren. Erst recht werden wir uns nicht voll auf Sie verlassen, General. Wir werden nicht mit Ihnen durch das Stargate treten, um uns Ihrer Führungsriege unterzuordnen. Wir sind ein stolzes Volk. Wir haben Ansprüche. Ich glaube kaum, dass Sie uns diese erfüllen werden.“

    „Natürlich werden wir versuchen, Ihr Volk möglichst gut ...“

    „Sie, Sie, genau! Wer sagt denn, dass wir passiv bleiben und alles mit uns machen lassen? Das werden wir nicht tun! Und dafür brauchen wir unsere Schiffe“, bestand Heras auf seiner Position.

    „Ich kann meinen Sohn verstehen, jedoch entschuldige ich mich dennoch für seinen Ausbruch“, sagte Sancos. „Diese Schiffe sind das letzte Stück Heimat für uns. Würden wir einfach durch das Gate gehen und auf Ihrem Planeten landen, wüsste ich nicht, wie ich die Souveränität unseres Volkes aufrecht erhalten könnte. Wir wären Ihnen ausgeliefert und selbst wenn Sie beste Absichten haben, und die haben Sie, da bin ich mir völlig sicher, würden wir in eine Abhängigkeitsrolle fallen, die wir als Volk nicht dulden können.“

    „Dann bleibt das Stargate für Sie eine Option“, erwiderte Jack. „Mein Team und ich werden jedoch auf jeden Fall zurückkehren.“

    „Daran mag ich Sie nicht hindern. Entsprechend halte ich diesen Plan für ausführbar. Bevor wir uns für die Reise in Stasis versetzen, sollten wir noch eine Weile wach bleiben, damit wir die Zeit nutzen können, in Ruhe unsere Völker zu einen, uns auszutauschen und unsere Allianz zu festigen“, beschloss Sancos.

    „Da wäre Daniel sicher gerne dabei“, ließ Jack dem Antikerexperten und geschichtsinteressierten Alienforscher Doktor Jackson den Vortritt.

    „Oh, ähm, ja. Ich bin schon gespannt auf unsere Gespräche“, lächelte Daniel, der auf eine seltsame Weise trotz der angespannten Situation froh war, endlich mit lebendigen Antikern zu sprechen.




    Fortsetzung folgt


  9. #9
    Second Lieutenant Avatar von Angelika
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    Also wenn ich grad so besiegt worden wäre wie diese Alteraner, dann wäre ich nicht so hochnäsig. So toll sind deren Schiffe ja nun auch wieder nicht, wenn sie nicht einmal den intergalaktischen Hyperantrieb haben. Die sollten eher mit der Erde eine Koalition eingehen, und in der Milchstraße wird sich garantiert ein unbewohnter Planet finden, der ihre neue Heimat werden könnte.

    Aber wer nicht will, der hat eben schon.
    Geändert von Angelika (16.02.2016 um 02:12 Uhr)

  10. #10
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John´s Chaya
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    Ich bin gespannt, mit welchem Körper Amelius tauscht - sein Vater?
    Ich muss mich wirklich manchmal für meine Verwandtschaft schämen. Ich gebe Angelika recht, hochnäsigkeit können wir uns nicht leisten. Jacks Erfahrung, die Erfahrung des ganzen Teams, ist Gold wert. Und Jack meinte es ja nur gut, als er ihnen das Angebot machte, sie durch das Gate auf die Erde zu begleiten. Obwohl ich auch Heras etwas verstehen kann. Wir waren immer ein selbstbestimmendes Volk, hochintelligent, aber manchmal zeigen auch wir, dass wir eigentlich ziemlich menschliche Züge haben. Denn es ist nur menschlich, sich nicht jemanden unterordnen zu wollen, den man gar nicht richtig kennt und der zugegebener Maßen noch nicht so fortschrittlich ist. Aber dafür besitzen die Menschen Mut, Herz, Mitgefühl und Kampfgeist.
    Was bei meiner lieben Verwandtschaft, außer dem Mut und Kampfgeist, nicht so ganz ausgprägt ist. Es trifft aber Gott sei Dank nicht auf alle zu und ich hoffe, Amalia findet was sie sucht.
    Hoffentlich trifft hier das Sprichwort: Hochmut kommt vor dem Fall - nicht zu.
    Geändert von John´s Chaya (13.02.2016 um 19:16 Uhr)
    Ich bin zu alt, um nur zu spielen, zu jung, um ohne Wunsch zu sein!

  11. #11
    Gehasst, Verdammt, Vergöttert Avatar von Colonel Maybourne
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    Kann ich irgendwie verstehen, dass sich einige Antiker nichts von Leuten sagen lassen wollen, die vor ein paar Jahren grade mal das Torsystem entdeckt haben.
    Aber wenn man militärisch so dermaßen unterlegen ist, muss man eben seinen Stolz runterschlucken und auf Leute hören, die es besser wissen.
    Bis dann.
    Das Leben ist ein Schwanz und wir die Eier, die mitgeschleift werden.


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  12. #12
    Brigadier General Avatar von Kevin
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    Bevor es heute weiter geht, möchte ich wie üblich zunächst Ehre_Sei_den_Ori für das "Danke" danken, sowie euch anderen für euer Feedback.

    @Angelika
    Richtig, die Alteraner stehen ihren bekannten Artgenossen in Sachen Hochnäsigkeit in nichts nach. Die Probleme, die sich ergeben, sind natürlich politischer Natur und die Politik ist immer noch eine andere Welt, als die normale. Da gibt es dann häufiger solche Sturköpfe wie Heras, die ihre Macht bedroht sehen.

    @John´s Chaya
    Mit wem Amelius tauscht, finden wir bald heraus.
    Bezogen auf die Alteraner hast du deren Standpunkt gut dargelegt. Sie würden sich sicher nicht den Menschen unterordnen wollen. Entsprechend zurückhaltend zeigen sie sich hier auch. Nun, mal sehen, wie das noch weiter geht, nicht?

    @Colonel Maybourne
    Ob die Alteraner letztlich doch auf das Team hören, wird sich zeigen. Dass wir, was das Gatesystem angeht, noch in den Kinderschuhen stecken, können sie zwar nur erahnen, doch zumindest die Tatsache, dass SG-1 überhaupt diesen weiten Weg bis zu ihnen gemacht hat, sollte den Alteranern ja auch zeigen, dass die Erde durchaus ein machtvoller Verbündeter sein könnte.

    Ohne weitere große Umschweife geht es jetzt weiter!


    Kapitel 3


    Teyla erwachte inmitten der Nacht und sah sich um. Sie war etwas verwirrt, da sie nicht verstand, was sie geweckt hatte. Dann aber hörte sie, wie jemand Einlass in ihr Quartier erbat.

    Sie warf sich etwas über und ging zur Tür, um sie zu öffnen. Vor ihr stand John, schweißgebadet und in heller Aufregung.

    „Hey.“

    „John?“ Teyla sah besorgt den Korridor entlang und dann wieder zu ihm. „Was ist los?“

    „Ich ... ich bin nicht sicher, aber ... ich ...“, begann John, bedachte dann jedoch die Uhrzeit und versuchte, locker zu schmunzeln, auch wenn es ihm nicht gelang. Er kratzte sich verlegen am Hinterkopf und sagte: „Ich hoffe, ich störe nicht.“

    „Nein, schon gut“, erwiderte Teyla und musterte den Colonel besorgt, ehe sie forderte: „Komm rein.“

    John tat es.

    Sie durchquerten Teylas Quartier und traten auf den Balkon, um frische Luft zu schnappen, die, wie Teyla vermutete, John auch nötig hatte.

    „Also?“, fragte sie, nachdem sie John hatte durchatmen lassen.

    „Ich ... ich hatte einen Traum“, begann John und sah Teyla in die Augen. Er wusste, ihr konnte er seine Gedanken anvertrauen. Sie würde es verstehen.
    „Es war nicht wirklich ein Traum.“

    „Eine Vision?“, fragte Teyla, doch er schüttelte den Kopf.

    „Nein, ich ... ich denke eher ... eine Erinnerung“, entgegnete ihr John und fuhr fort: „Ich habe mich daran erinnert, was nach der Explosion des Hives geschehen ist.“

    Teyla machte große Augen. „Was ist passiert?“

    „Ich konnte mich gerade rechtzeitig aus der Gefahrenzone begeben. Da waren überall Darts. Die Apollo ... sie verschwand im Hyperraum.“

    „Wir haben alle Piloten zurückgerufen, aber von dir kam keine Rückmeldung“, erklärte Teyla.

    John nickte. „Das hatte ich mir gedacht. Meine Kommunikation war ausgefallen.“

    Nun war es Teyla, die verständnisvoll nickte.

    „Die Darts griffen an und ich musste meine 302 verlassen“, erzählte John weiter. „Eine Stimme riet mir dazu.“

    „Eine innere Stimme? Meist tut man instinktiv ...“

    „Nein, es war jemand anderes. Jemand, der einen der Darts steuerte“, widersprach John sofort, was Teyla erneut aufhorchen ließ.
    „Es war Ford“, schoss es kurz darauf aus ihm heraus.

    Es dauerte einige Sekunden, welche die beiden schweigend in den Nachthimmel starrend verstreichen ließen, ehe Teyla erneut das Wort ergriff: „Du bist dir sicher?“

    „Nun, es war ein Traum ... irgendwie. Jedoch haben wir seit Jahren nichts von ihm gehört. Wir ... wir dachten, er sei tot“, stammelte John mehr vor sich hin, als dass er mit Teyla sprach. „Was, wenn er die ganze Zeit da draußen war?“

    „Vielleicht ist er noch auf dem Planeten?“

    „Nein. Ich ... ich denke, nicht. Er ... er wollte wohl nicht mit mir zurückkehren. Er hatte die Wahl“, überlegte John. „Ich glaube, er will nicht von uns gefunden werden. Es war wohl eher ein Zufall, dass er zur gleichen Zeit am gleichen Ort war ... wenn es denn so war.“

    „Es ist jedenfalls eine Erklärung, wie du unbeschadet hierher gelangen konntest“, schloss Teyla.

    „Und eine neue Mission für uns“, ergänzte John und sah ihr direkt in die Augen: „Ich will ihn finden.“


    *****


    „Sam!“

    Die Angesprochene blieb inmitten eines Korridors in der Stadt Atlantis stehen und drehte sich um. Es war Rodney, der ihr hinterher eilte. Entnvert und mit rollenden Augen ging sie weiter.

    „Hey! Warten Sie!“

    „Rodney, es war ein langer Tag“, blockte Sam ab, doch der Kanadier ließ sich nicht abschütteln und stoppte sie. „Was gibt es denn?“, fragte sie daher.

    „Nun, ich ... ich habe eine Idee und die würde ich Ihnen gerne präsentieren“, antwortete Rodney aufgeregt.

    „Worum geht es?“

    „Den ZPM-Bau, beziehungsweise die Beschaffung des Kristalls.“

    „Rodney, das haben wir doch schon durchgekaut“, erwiderte Sam und stöhnte entnervt.

    „Ja, ich weiß, aber ....“

    „Rodney, ich bin wirklich müde und würde gerne schlafen gehen“, versuchte sich Sam aus der Situation zu befreien, doch Rodney blieb hartnäckig.

    „Sie sollen mir doch nur zuhören“, forderte er und wartete auf ihre Reaktion. Sie zuckte mit den Schultern und nickte schließlich, wenn auch ihr Gesicht nicht gerade Begeisterung darüber ausdrückte.

    „Okay, also“, setzte Rodney an und schien nach einer passenden Einleitung zu suchen, ehe er fortfuhr: „Wir haben nur das Problem, dass wir heute einfach Pech hatten. Das bedeutet nicht, dass wir es nicht erneut versuchen sollten.“

    „Rodney, wie ich mir das vorstelle, müssten Sie dann schon allein los, weil niemand Ihren Wunsch teilt, sich ins Wraithterritorium zurückzubegeben“, meinte Sam nachdenklich und ergänzte: „Und allein gehen lassen darf ich Sie nicht, auch wenn es mir manchmal ganz lieb wäre.“

    Als hätte er die letzte Bemerkung überhört, sprudelten es Rodney heraus: „Nein, nein, Sie hören mir nicht zu.“

    „Doch.“

    „Nein!“, sagte McKay entschieden und laut. „Es geht mir nicht um diesen Planeten und der Mine, die dort vielleicht, vielleicht aber auch nicht mehr existiert.“

    Nun wurde Sam hellhörig und neugierig. „Was schwebt Ihnen dann vor?“

    „Abgesehen von unseren ZPMs und ihren Erschaffern, den Antikern, kennen wir doch noch jemanden, der sie herstellen kann“, winkte Rodney mit dem Zaunpfahl.

    „Sie sprechen von den Asuranern?“, stellte Sam verwundert und zugleich verunsichert fest.

    „Wir wissen, dass sie über ZPMs verfügen. Die sind unseren gleich. Also müssen sie dieses Kristall ebenfalls irgendwo herbekommen.“

    „Eine Mine“, schlussfolgerte Sam und Rodney nickte. Er schien erwartungsfreudig, doch Sam musste den Kopf schütteln. „Tut mir leid, Rodney.“

    McKay blickte verdutzt drein. „Hä? Was?“

    „Ich schicke Sie nicht wieder ins Wraithgebiet, aber noch weniger zu den Asuranern“, erklärte sich Sam, was Rodney enttäuschte.

    „Aber ....“, begann er, doch Sam schüttelte erneut den Kopf. So setzte er anders an: „Irgendwann werden wir uns ihnen ohnehin stellen müssen.“

    Nun nickte Sam. „Da haben Sie wohl Recht, Rodney. Ich möchte das aber nicht unnötig wegen dieser Sache von der Zukunft in die Gegenwart tragen.“

    „Nein, natürlich nicht. Wir haben ja noch unseren Plan, der vorsieht, jahrelang nach einem passenden Planeten zu suchen“, erklärte Rodney höhnisch.

    „Rodney“, begann Sam und trat einen Schritt näher auf ihn zu. Sie packte seine Schulter und versprach ihm: „Wenn es aus anderen Gründen zu einer Konfrontation kommt, werden Sie Ihre Chance erhalten. Vorher nicht.“

    Rodney grinste. Mehr hatte er offenbar nicht gewollt, als zumindest eine Hoffnung auf eine im Angesicht der Bedrohung durch die Asuraner eher frühere als spätere Gelegenheit, einen Planeten mit Vorkommen des Kristalls ausfindig zu machen.
    „Gute Nacht“, meinte er daher nur und drehte sich um.

    „Gute Nacht, Rodney.“




    Fortsetzung folgt


  13. #13
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    John will also nach Ford suchen und Rodney sehnt einen neuen Zusammenstoß mit den Asuranern herbei. Also dem trau ich zu, dass er da etwas nachhilft. Nur wenn er nicht weiß wo die das Kristall abbauen, nützt ihm das auch nichts. An seiner Stelle würde ich eher eine Suchexpeditionen der Milchstraße initiieren. Das wär weitaus sicherer, und irgendwo muss es das Kristall ja hier auch geben. Die Antiker haben ja auch hier ZPM's gehabt, und nicht nur in der Pegasus Galaxie.

  14. #14
    Gehasst, Verdammt, Vergöttert Avatar von Colonel Maybourne
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    Also wenn er es regelrecht darauf anlegt, die Replikatoren zu treffen, dann hat entweder einen an der Waffel oder muss verzweifelt sein.
    Das ist ja fast noch verrückter, als Ford unter einem ganzen Haufen Wraith zu finden und zeugt ja schon von krankhaftem Ehrgeiz.
    Bis dann.
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  15. #15
    zigtausend Jahre alt ... ;-) Avatar von John´s Chaya
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    Eine ganz neue Wendung ... Da hat also Ford John gerettet. Das finde ich doch wirklich sehr nett von ihm. Gut, dass John zu Teyla gegangen ist, sie würde ihn wegen seines Traumes oder nicht Traumes niemals schief ansehen, weil sie an so etwas glaubt.
    Da hat John sich ja etwas vorgenommen, wer weiß, wo Ford sich jetzt aufhält ...

    Rodneys Idee ist wirklich super, aber ich denke auch, sie sollten erst einmal die Milchstraße weiter absuchen. Vielleicht könnten sie eine/n hilfreichen Antiker finden, der ihnen darüber Auskunft gibt? Aber wenn ich so eine meine liebe Verwandtschaft denke - besonders Hilfreich sind sie ja bis jetzt nicht gewesen.
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  16. #16
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    Heute geht es weiter. Vorher möchte ich wie üblich meinen Dank aussprechen, an Ehre_Sei_den_Ori für das "Danke" und an euch anderen für euer Feedback!

    @Angelika
    Richtig, in der Milchstraße wird eine solche Suchaktion sicher deutlich ungefährlicher, jedoch aufgrund fehlender Anhaltspunkte natürlich relativ schwierig. Dass Rodney da lieber den schnellen Weg wählen möchte, passt da ja auch besser zu ihm, als abzuwarten.

    @Colonel Maybourne
    Rodney ist halt ein verrücktest Huhn. Ob er es wirklich drauf anlegen wird, muss man sehen. Laut Serien-Canon ist das aber ja vielleicht nicht mehr nötig.
    Ford zu finden, wird da sicher noch der weitaus größere Brocken Arbeit, eine Nadel im Heuhaufen.

    @John´s Chaya
    Ich empfand Teyla auch als die passendste Ansprechpartnerin. Zu ihr hat John von Beginn an eine vertraute Beziehung und als spirituelle Person ist sie auf Traum-/Visions-/Erinnerungs-/etc.pp.-Deutung spezialisiert. Nun ist die Frage, ob man Ford wird finden können - zudem das ja dennoch nicht höchste Priorität hat. Es ist eher Johns persönliches Ziel. Jetzt, da er glaubt, dass Ford noch lebt, wovon er zuvor ja nicht länger ausgehen konnte.
    Was aus Rodneys Mission wird, zeige ich aber natürlich auf jeden Fall recht zeitnah auf.

    Weiter geht's!


    Kapitel 4

    Amelius befand sich in einer Kirche der Ori. Er saß auf einer Bank. Ein Blick offenbarte ihm seine Privatsphäre. Außer ihm war niemand anwesend.

    Plötzlich hörte er hinter sich Schritte. Er drehte sich um und erblickte einen Priester der Ori, der in ein prunkvoll mit Gold und Edelsteinen beschmücktes Gewand gekleidet die Kirche betrat.
    Der Mann setzte sich zu ihm.

    Amelius wusste nicht, wie er auf diese direkte Annäherung reagieren sollte, da sprach der Mann auch schon: „Ich freue mich, dass ich mit dir sprechen kann, Amelius.“
    Der Mann lächelte ihn an, doch Amelius empfand dies als gequält.

    „Vater?“, fragte er unsicher.

    „Ja, ich bin es“, bestätigte ihn Tyolus.

    „Wo sind wir?“

    „Du hast sicher bemerkt, dass dies eine Einrichtung der Gläubigen des Feuers ist“, antwortete Tyolus und Amelius nickte, woraufhin sein Vater fortfuhr: „Tatsächlich ist es aber mehr als das. Wir befinden uns in der Stadt der Ori, gebaut auf der Ebene von Celestis.“

    „Mir wurde davon berichtet“, sagte Amelius.

    „Natürlich“, erwiderte sein Vater und lachte auf. „Jeder auf diesem Planeten weiß von ihrer Errichtung. Die Stadt soll die Herrlichkeit und Prächtigkeit der Ori symbolisieren.“ Er schnaubte verächtlich. „Jedoch wurde sie nicht für die Gläubigen gebaut. Einzig die Priester und Hohepriester der Ori sowie deren Leibgarde haben Zutritt. Das gemeine Volk hat ihren Anblick nicht verdient. Deshalb wurde auch diese Lage gewählt. Die Erhabenheit der Heiligen muss weltlich dargeboten werden, unerreichbar und derart prachtvoll, dass ein jeder, der die Stadt zu sehen bestimmt ist, nicht mehr an der Macht ihrer religiösen Führer zweifeln würde.“

    „Was tun wir dann hier?“, wollte nun sein Sohn wissen und sogleich brodelten noch viel mehr Fragen in ihm, die er seinem lange verschollen und tot geglaubten Vater stellen wollte, doch er hielt sich zurück.

    „Dir ist sicher meine Tracht aufgefallen?“, fragte Tyolus amüsiert und deutete auf sein Gewand. „Ich bin vor langer Zeit zu dem Entschluss gelangt, dass die Ori unsere Welt ins Chaos stürzen werden. Keldor teilte diese Sorge seit jeher. Nun, nach vielen Jahren, ist es tatsächlich soweit gekommen, dass ihr geflohen seid, um der vorherrschenden Brutalität der Ori zu entgehen. Ein vernünftiger, wenn auch, wie ich Keldor ebenfalls stetig sagte, kurzsichtiger Ausweg.“

    Amelius nickte, was seinen Vater überraschte. Es trieb ihn sogar ein Lächeln ins Gesicht, als Amelius erneut nickte.

    „Die Flucht als feige zu bezeichnen, vermag ich mir nicht zu erlauben. Ich vertraue in Keldor und den Rest des Rates“, erklärte Amelius. „Jedoch bin ich der Überzeugung, dass wir den Konflikt damit nur aufschieben.“

    „Genau aus diesem Grund bin ich hier“, sagte Tyolus und war froh, diesen Bogen spannen zu können. „Es gibt keinen effizienteren Weg, mein Volk vor dem Fanatismus der Ori zu schützen, als den Fanatismus zu beschreiten.“
    Amelius verstand seinen Vater nicht und warf ihm einen entsprechend verwirrten Blick zu, weshalb dieser weiter erklärte: „Ich arbeitete vor Jahren, als du noch ein Kind warst, an einem Plan, die Bedrohung durch die Ori langfristig auszuschalten. Der Laborunfall, an dem mein Team umgekommen ist, war kein Unfall. Wir wussten, die Ori würden unsere Technologien gegen uns einsetzen, wenn sie nur in ihren Besitz kämen. Wir wussten ebenfalls, dass sie zu diesem Zweck jemanden in unseren Reihen platziert hatten.“

    „Was für Technologien?“, wollte Amelius wissen.

    „Waffen, Energie, Transportwesen, alles, was sie seit jeher dem gemeinen Volk dieses Planeten vorenthalten, wir jedoch besitzen. Die Ori wussten um unsere technologische Überlegenheit und hätten uns niemals frontal in einen Krieg gezwungen“, erklärte Tyolus. „Daher fehlte ihnen nur der Zugang zu unseren Technologien. Den hatten sie und es war meine Aufgabe, ihn stilvoll wieder zu versperren.“

    „Wie?“

    „Der Unfall, eine gigantische Explosion einer Einrichtung, die nur zu diesem Zweck errichtet wurde“, klärte Tyolus seinen Sohn auf und fuhr fort: „Die Ori festigten ihre religiöse und fanatische Kultur im gemeinen Volk, hetzten es gegen Ungläubige auf und nun fehlte es ihnen nur noch an der Möglichkeit, den Menschen die Macht zu demonstrieren, die durch den Pfad des Feuers erlangt werden könne. Selbstverständlich waren dies Technologien, die sie aus unseren Laboratorien gestohlen haben. Technologien zur Energieerzeugung, der Heilung und des Transports, wie die Ringe, habe ich zu gewissen Teilen eigens entwickelt.“

    „Was bedeutet das alles?“, fragte Amelius, der sich von der ungeheuren Menge an bislang vor ihm geheimgehaltenen Informationen erdrückt fühlte, doch auch ein Anhalten des Informationsstroms kaum ertrug, mehr wissen wollte.

    „Ich habe den Verantwortlichen Spion aufspüren können und meine Pflicht getan“, sagte Tyolus.

    „Du hast ihn getötet?“

    „Ich habe ihn ersetzt“, korrigierte ihn sein Vater. „Tatsächlich habe auch ich im Augenblick Besitz ergriffen von einer anderen Person, mittels der Steine, die auch dich und deinen vorübergehenden Wirt verbinden.“

    „Das heißt, du bist nicht du?“

    Tyolus nickte. „In den letzten Jahren habe ich durch diesen Körper im Geheimen die Ori studieren können. Es ist der des Spions, der einst unsere Technologien stahl und wurde nach der Vernichtung des Labors in die höchsten Ehren der Ori erhoben. Er galt als der Geleitete.“

    „Davon habe ich schon gehört. Es heißt, er sei von höheren Wesen auserwählt, den Letzten Pfad zu beschreiten“, erinnerte sich Amelius.

    „Korrekt. Die Ori und ihre erbärmlichen Anhänger sind jedenfalls dieser Auffassung, doch sie wurden fehlgeleitet. Indem ich den Körper unter meiner Kontrolle hatte, konnte ich das Labor durch ihn sprengen lassen. Natürlich habe ich ihn zuvor sämtliche Unterlagen in Sicherheit bringen lassen, sprich hierher. So gelangten die Ori durch mich zu all der Macht, die sie sich seitdem aufbauen konnten. Seit diesem angeblichen Unfall steigerten sie ihre Macht Tag für Tag und unser Volk wurde unterdrückt.“

    „Du hast das also durch diesen geplanten Unfall unterstützt? Du hast ihnen die Mittel für die Schandtaten, die sie anrichten, zur Verfügung gestellt, unschuldige Wissenschaftler unseres Volkes dafür geopfert?“, fragte Amelius laut, sodass es ihn der Kirche widerhallte.

    „Ja“, antwortete ihm sein Vater ehrlich und beschwichtigte ihn durch eine Geste, die Stimme zu senken. „Wir dürfen nicht auffallen. Dieses Treffen allein gefährdet unseren großen Plan bereits ungemein.“

    „Warum bin ich dann hier?“

    „Damit wir ein letztes Mal miteinander reden können, bevor es zu Ende geht.“

    „Was geht zu Ende?“, fragte Amelius angespannt.

    Tyolus erwiderte: „Mein Wirt ist bestimmt, ins Feuer zu gehen.“

    „Wie bitte?“

    „Er wird sterben. Und ich werde mit ihm durch diese Prüfung gehen. Ich werde seinen Körper nicht verlassen, nicht nachdem ich alles in die Wege geleitet habe, ihn durch seine Technologie zum wichtigsten Führer der Ori zu erheben, obwohl er selbst ein ungeschickter und dümmlicher Mensch ist. Durch meine Anwesenheit in seinem Körper konnte er sich Anerkennung verdienen, die er ohne mich nie erlangt hätte. Er ist ein treuer Diener des Pfades, denn ich lasse ihn so leben.“

    „Du lenkst jeden seiner Schritte, ohne dass er etwas davon weiß?“

    „Richtig. Erst im letzten Moment, bevor sein Körper stirbt, wird die Verbindung automatisch aufgehoben. Erst dann erkennt er, wohin ihn die Lügen der Ori geführt haben“, sagte Tyolus.

    „Ich verstehe noch nicht ganz, was der Sinn dahinter ist.“

    Tyolus lächelte. „Der Narr wird um sein Leben schreien, während er verbrennt. Es wird die Religion der Ori ein für allemal vernichten, wenn ihr großer Auserwählter letztlich erbärmlich jammernd und schreiend zugrunde geht. Es wird ihre Auffassung des Pfades infrage stellen lassen und dadurch wird ein Konflikt innerhalb der Origesellschaft ausgelöst.“

    „Du willst sie von innen heraus vernichten und akzeptierst sogar den Tod der Marionette, die du kontrollierst?“

    „Ich befürworte den Tod dieses Mannes sogar. Bevor wir um ihn wussten, hat er durch seine vorigen Diebstähle bereits unsere Position stark geschwächt. Wir hätten dem ein Ende machen können, denn wenn er eines nicht verstand, dann war es die Bescheidenheit, die uns ausmacht. Er verriet sich durch seine Art selbst und wäre nie zu solcher Größe gekommen, wenn er selbst sie auch nie erreicht hat. In die Geschichtsbücher wird er dank mir dennoch eingehen, ebenso wie der Untergang der Ori.“

    „Das macht dich kaum besser als sie“, sagte Amelius verachtend. „Es ist bereits ein Zwiespalt, die Steine zu nutzen und diesen Körper damit zu kontrollieren. Du tust dies jedoch schon seit Jahren und du ergötzt dich an deinem Plan, den du so vehement verfolgst.“

    Tyolus schwieg.




    Fortsetzung folgt


  17. #17
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    Interessanter Plan, aber er ist auch sehr kurzsichtig, wenn man bedenkt, dass die Antiker mit ihren Schiffen alle Technologien hätten wegschaffen können.
    Auch wenn sie nur Sublichtantriebe hätten, hätten sie alles auf einen Mond oder nahen Planeten ihres eigenen Sonnensystems bringen können.
    Die Ori wären nie an fortschrittliche Tech gekommen, da ihnen der Verstand gefehlt hätte, sie selbst zu entwickeln, aber so werden sie zur Gefahr.
    Klingt fast genauso kurzsichtig wie Geheimdienstops auf der Erde...
    Bis dann.
    Das Leben ist ein Schwanz und wir die Eier, die mitgeschleift werden.


    Meine aktuellen Fanfiction:


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  18. #18
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    Toller Plan. Tyolus nimmt also den Feuertod eines Menschen billigend in Kauf um seine Pläne umzusetzen, Absolut unwürdig für die hehren Ansprüche der Antiker.

    Bin echt gespannt was da daraus noch wird?

  19. #19
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    „Vater?“, fragte er unsicher.

    „Ja, ich bin es“, bestätigte ihn Tyolus.
    Hab ich es doch gewusst ...

    „Jedoch bin ich der Überzeugung, dass wir den Konflikt damit nur aufschieben.“
    Der Meinung bin ich auch, auch wenn Flucht erst einmal wohl wirklich die bessere Entscheidung war.

    „Ich habe den Verantwortlichen Spion aufspüren können und meine Pflicht getan“, sagte Tyolus.

    „Du hast ihn getötet?“

    „Ich habe ihn ersetzt“, korrigierte ihn sein Vater.
    Das klingt doch mal nach einem guten Plan.

    „Das heißt, du bist nicht du?“

    Tyolus nickte. „In den letzten Jahren habe ich durch diesen Körper im Geheimen die Ori studieren können.
    Da hat er eine Menge Dinge entdeckt.

    „Damit wir ein letztes Mal miteinander reden können, bevor es zu Ende geht.“

    „Was geht zu Ende?“, fragte Amelius angespannt.

    Tyolus erwiderte: „Mein Wirt ist bestimmt, ins Feuer zu gehen.“
    Ich kann die Flammen richtig vor mir sehen ... Armer Amelius. Da hat er gerade entdeckt, dass sein Vater noch lebt und jetzt verliert er ihn wirklich für immer.

    „Das macht dich kaum besser als sie“, sagte Amelius verachtend. „Es ist bereits ein Zwiespalt, die Steine zu nutzen und diesen Körper damit zu kontrollieren. Du tust dies jedoch schon seit Jahren und du ergötzt dich an deinem Plan, den du so vehement verfolgst.“

    Tyolus schwieg.
    Was soll Tyolus auch noch sagen? Es ist wie es ist und nicht mehr zu ändern. So kann und wird er hoffentlich, die Ori bis ins Mark erschüttern. Er hat all das getan, um die Ori zu unterwandern und somit viele andere Völker vor der Versklavung zu retten. Auch wenn der Weg vielleicht etwas zu brutal war, aber das sind die Ori auch.
    Ich hoffe, Amelius wird das eines Tages verstehen.
    Das Wohl vieler steht über dem Wohl eines Einzelnen.
    Geändert von John´s Chaya (21.02.2016 um 00:39 Uhr)
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  20. #20
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    Guten Morgen zusammen!
    Einen Kaffee neben mir stehend liefere ich euch jetzt das nächste Kapitel, bevor ich frühstücke.
    Zuvor: Danke an Ehre_Sei_den_Ori und für euer Feedback!

    @Colonel Maybourne
    Sicher ist der Plan der Alteraner kurzsichtig, doch sah man es damals (als er geschmiedet wurde) wohl als einzige Lösung. Immerhin soll er die Ori ein für allemal zerschlagen. Mal sehen, ob das funktioniert.

    @Angelika
    Sicher, der Plan sieht vor, Dinge zu tun, die gegen höchste Ethik der Alteraner verstoßen. Das zeigt natürlich den immensen Konflikt, der da brodelt, wenn man schon zu solch drastischen Mitteln greift. Auch wenn Tyolus seine Prinzipien dafür verraten bzw. aufgeben musste.

    @John´s Chaya
    Ah, du hast es geschafft!
    Ich denke auch, die Flucht war eine gute Möglichkeit, den Problemen aus dem Weg zu gehen. Doch Amelius' Worte sind, wie wir ja wissen, beinahe prophetisch.
    Du hast es gut erkannt. Tyolus ist diesen Weg gegangen. Da gibt es nichts mehr zu sagen. Es mag verwerflich sein, aber es dient noblen Zwecken. Schlimmer, als die Lade einzusetzen, ist es definitiv nicht. Insofern empfinde ich Tyolus' Handeln als humaner an, als z.B. jenes (letztliche) von SG-1.

    Und weiter geht's!


    Kapitel 5


    Es war erst einige Minuten her, dass Rodney der Führungsriege aller Verbündeter im Kampf gegen die Asuraner im Konferenzraum von Atlantis den Plan zur Vernichtung der Menschenformreplikatoren von Asuras mithilfe des dafür erschaffenen Replikators FRAN dargelegt hatte, als er von Sam in ihr Büro gerufen wurde.
    Er klopfte an der Glastür und Sam stellte ihre Kaffeetasse beiseite, um ihn zu empfangen: „Kommen Sie herein, Rodney. Schließen Sie bitte die Tür.“

    „Sie wollten mich sprechen?“, fragte der Kanadier, nachdem er getan hatte, wie ihm geheißen war.

    „Sie erinnern sich an unser Gespräch?“

    „Wir hatten viele Gespräche“, relativierte Rodney die Fragestellung, fing sich damit jedoch einen entnervten Blick ein. „Entschuldigung“, warf er daher hinterher.

    „Ich rede von dem Gespräch vor einigen Monaten, das wir nach der gescheiterten Mission nach M3M-842 geführt haben“, verdeutlichte Sam ihr Anliegen und Rodneys Miene erhellte sich sogleich.

    Er setzte sich eilig. „Sie meinen ... wir packen es an?“

    „Sehen Sie es als inoffizielles sekundäres Missionsziel an“, sagte Sam nickend.

    „Inoffiziell?“

    „Der Plan ist, dass Sie in den Kernraumder Asuraner gebeamt werden, um unsere Mission von dort zu überwachen. Bei der Gelegenheit sollten Sie die Datenbank der Asuraner durchforsten“, erklärte Carter, doch Rodney verstand nicht recht und hakte erneut nach: „Warum inoffiziell?“

    „Das primäre Missionsziel darf nicht gefährdet werden, Rodney. Aus diesem Grund sollte niemand davon wissen. Wir haben berechtigten Grund zu der Annahme, dass die Wraith, sobald die Aktion vorüber ist, wieder ihren Fokus auf uns legen. Von weitergehender Freundschaft kann man meiner Ansicht nach nur träumen“, sagte Sam. „Die Colonels Ellis und Caldwell könnten daher der Beschaffung dieser Information alles unterordnen. Ich bin selbst beim Militär und weiß, wie sie denken. Sie wollen diesen taktischen Vorteil.“

    „Damals wollte Ellis die Mission verhindern“, widersprach Rodney.

    „Dieses Mal ist es anders. Unsere Schiffe sind technisch viel besser ausgerüstet und es ist das erste Mal, dass wir beide in den Kampf schicken. Hochmut kommt vor dem Fall und ich muss verhindern, dass dieses Sprichwort nach dem heutigen Tag auf uns zutrifft. Das Gefecht muss kurz sein, ohne unnötige Verzögerungen, andernfalls könnten wir diese, unsere beste und womöglich einzige Chance, die Asuraner zu vernichten, verspielen“, teilte Sam ihre Sorgen mit ihm und Rodney verstand.

    „Ich suche, solange Zeit ist. Ich sorge dafür, dass wir nicht länger bleiben, als für die Vernichtung der Asuraner nötig ist“, versprach er daher und Sam nickte dankend.

    „Dann machen Sie sich fertig. Wir brechen bald auf“, sagte sie und sah ihm hinter, als er sich mit einem Nicken umdrehte und ihr Büro verließ.


    *****


    Es waren Augenblicke, die Tyolus schmerzten. Sein Sohn wollte die Tragweite seiner Aktionen nicht akzeptieren, doch er fand Worte: „Nachdem ich schon viele habe sterben sehen, schadet der Tod dieses hier auch nicht mehr meinem Geist, als er schon geschädigt ist. Glaube mir, es kostete mich zunächst Überwindung, aber ....“

    „Aber dann, als du selbst ebenfalls von der ansteigenden Macht profitieren konntest, begann es dir zu gefallen“, schlussfolgerte Amelius aus dem Gespräch.

    „Selbstverständlich. Das ist auch der Grund, aus dem wir eine solche machtdemonstrierende Vorherrschaft des Einzelnen ablehnen. Es verdunkelt die eigene Seele, wenn man Überlegenheit genießt. Daher musste ich diesen Pfad wählen“, erklärte Tyolus.

    „Ich verstehe immer noch nicht, was ...“, begann Amelius, doch Tyolus unterbrach ihn: „Ich bin den vorbestimmten Weg gegange..“

    „Inwiefern?“

    „Der Spion, der nun die höchsten Ehren genießt, ist letztlich ein politischer Schachzug gewesen. Der einfache Mann, treu seiner Religion und fanatisch in seinem Herzen, erbeutet Technologien, die er nutzt, um sich Ansehen zu verschaffen. Er zerstört die Einrichtung, was unserem Volk die baldige Niederlage bescheren sollte, waren doch unsere Forschungen verloren und in den Händen des Feindes. Er steigt in den Rängen der Ori auf und soll bestimmt sein, sie anzuführen. Doch wie? Mit purem Fanatismus, den ich in die Extremen getrieben habe. Das reicht, um die Ori zu begeistern. Sie leben vom Schmerz anderer, ergötzen sich an ihrer Macht. Da ist es leicht, sie zu bekämpfen, egal was es kostet. Auch wenn es mein eigener Geist ist.“

    „Du tötest dich damit selbst“, stellte Amelius fest und sein Vater nickte.


    *****


    Es war etwas mehr als ein halbes Jahr vergangen, seit die Alteraner ihre Heimat in Richtung einer fremden Galaxie verlassen hatten, als auf sämtlichen Schiffen die Beleuchtung aufflammte und die schiffsinternen Prozesse wieder zum Leben erwachten.

    So auch auf der Spes, auf deren Korridoren die Passagiere des Schiffes ihren Stasiskammern entstiegen.

    Jack O’Neill erwachte ebenfalls aus dem Kälteschlaf und sah sich nach dem Rest seines Teams um, dessen Mitglieder die Kammern neben ihm verließen.

    „Ich habe gar nichts gespürt, außer einer kurzen Kälte“, sagte Vala erstaunt, als sie aus der Kammer sprang.

    „In der Tat, ein sehr außergewöhnliches Erlebnis“, stimmte Teal’c zu.

    „Ja, ganz interessant“, meinte auch Jack. „Nicht mein erstes Mal“, fügte er grinsend hinzu.

    „Wir werden sicher auf der Brücke erwartet“, bemerkte Daniel.

    „Richtig“, bestätigte Mitchell.

    Das Team setzte sich in Bewegung, kam aufgrund der beengten Korridore und all der Alteraner, welche aus ihren Stasiskammern stiegen und sie damit noch mehr verstopften, nur langsam voran.

    Als sie es nach einigen Minuten jedoch endlich auf die Brücke geschafft hatten, war der Rat bereits versammelt.

    „Wir senken in wenigen Augenblicken die Geschwindigkeit. Wir sollten in unmittelbarer Nähe zu einem Planeten mit Stargate in die normale Raumzeit zurückkehren“, klärte sie Amalia auf.

    „Ich bin immer noch überwältigt von der Tatsache, dass das Gatenetzwerk mit jeder Minute wächst“, sagte Daniel, der nie erwartet hätte, in einer nicht von den Antikern, Alteranern, oder wie auch immer sie sich nannten, bewohnten Galaxie Stargates vorzufinden. Er hatte viel erfahren über den steinigen Aufbau des Netzwerkes, doch wirklich tief in die Materie eintauchen konnte er nicht. Es fehlte den Alteranern an Informationen, da diese vor langer Zeit verloren gingen. Doch einige interessante Details hatte er erfahren. Details, die ihn nachforschen lassenwürden und aus denen sich in naher Zukunft noch weitreichende Konsequenzen, insbesondere für eine kleine Gruppe von Menschen auf einem uralten Schiff der Antiker, ergeben sollten.

    „Wir erreichen den Planeten!“, rief Commander Inimus.

    Der Schleier um das Schiff löste sich auf und gab den normalen Raum frei. Um das Schiff herum tauchte die restliche Flotte auf.

    „Alle Schiffe sind planmäßig eingetroffen“, vermeldete Inimus.

    „Dann sollten wir beginnen“, entschied O’Neill. „Mein Team und ich werden auf die Erde zurückkehren. Wer immer aus Ihrem Volk uns begleiten will, möglicherweise auch, um von dort aus nach schnellen Wegen Ihrer Rettung zu suchen, der soll dies tun.“

    Sancos lächelte amüsiert: „Ich bin sicher, viele von uns wird dieses Angebot verlocken. Jedoch ....“

    Eine Alarmsirene unterbrach ihn. „Ein Schiff kommt auf uns zu. Es ist gerade unter FTL gefallen!“, rief Inimus. „Höchste Alarmstufe!“




    Fortsetzung folgt


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