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Interviews

Ronny Cox im SG-P -ExklusivInterview
12 / 2004

Tobias Mauer war auf den Wolf GateDays 2004 von WolfEvents und hatte die Gelegenheit Ronny Cox einige Fragen zu stellen. Ronny wurde am 23 Juli 1938 in Cloudcroft, New Mexico, USA geboren. Er spielt Gitarre und schreibt seine Songs für die Band "Song Farmers". Seine Frau heißt Mary Cox und er hat zwei Söhne. Sein eigentlicher Geburtsname ist Daniel Ronald Cox. In Stargate SG-1 spielt Ronny Cox bereits seit der ersten Staffel "Die Invasion, Teil 2" die Rolle des Robert Kinsey, der in der 7. Staffel zum Vizepräsidenten aufgestiegen ist.
Kinsey ist bis zum Ende der 7. Staffel Senator in den vereinigten Staaten von Amerika und im NID verstrickt. Es wurde schon versucht, ihn umzubringen wobei damals die Schuld beinahme O'Neill ins Gefängnis brachte. Über die letzten Jahre hinweg versuchte Kinsey das SGC stillzulegen, doch derzeit ist sein Plan die volle Kontrolle über das SGC an sich zu reißen. Einer seiner Pläne war es, Hammond durch Erpressung abzusetzen, was ihm auch kurzzeitig geglückt ist, bis O'Neill gegen ihn wichtiges Beweismaterial in die Hände bekam. Nun ist er in der 8. Staffel in der Episode "Full Alert" wieder zu sehen.

Tobias spricht nun mit Ronny Cox über seinen Job, seine aktuellen Projekte, die Bush-Regierung sowie seine Knie-Probleme und das Verhalten von SG-1 Star Richard Dean Anderson am Set von Stargate SG-1.

Interview geführt von: Tobias Mauer

Artikel verfasst von: Thor


Ronny Cox

Ronny Cox wurde am 23.07.1938 unter dem Namen Daniel Ronald Cox in Cloudcroft, New Mexico, USA geboren.
Er war mit Mary Cox bis zu deren Tod verheiratet und hat zwei Kinder.

Seit seinem Karrierestart 1976 mit „Look Homeward, Angel“ hatte er fast jährlich mehrere Auftritte in Serien und Filmen, wobei sich beide Bereiche in etwa die Waage halten.

Er ist bekannt dafür, dass er besonders häufig autoritäre oder mit dem Schicksal konfrontierte Charaktere spielt.
Ronny Cox dürfte den meisten Fans als Senator und später Vizepräsident Kinsey aus „Stargate SG-1“ bekannt sein, der alles daran setzte, dem SGC und insbesondere dem SG-1-Teamchef Colonel O’Neill das Leben schwer zu machen.

Des Weiteren hatte er Gastauftritte in „Boston Public“, „Desperate Housewives“ und weiteren bekannten Serien, und ist darüber hinaus auch als Folk-Sänger bekannt. Sein musikalischer Stil ist eine Mischung aus Jazz, Folk und Western-Musik.

Deutsch

Stargate-Project.de: Bei Stargate bist du einer der beliebtesten wiederkehrenden Charaktere. Spielst du lieber in Serien oder in Filmen?

Ronny Cox: Sie sind alle gleich für mich. Ich war in Projekten wo ich mir aussuchen konnte welche Sachen ich machen wollte. Und Stargate ist eine meiner liebsten Sachen, denn sie haben mich immer wirklich gut behandelt dort. Und ich liebe die Leute. Und obwohl ich besonders in letzter Zeit sehr wählerisch bin welche Rollen ich spiele, werde ich Stargate jederzeit, wenn sie mich anrufen, machen.

SG-P: Ruft man dich an, wenn man dich für einen Job will, oder musst du immer noch zu Vorsprechen?

Ronny: Ich spreche fast gar nicht mehr vor. Normalerweise rufen sie mich an und bieten mir die Rollen an.


SG-P: Wie oft ruft man dich an?

Ronny: Pfff, manchmal hunderte Male. Weniger dieses Jahr. Ich hatte mein Knieproblem und spiele jetzt mehr Musik. Und ich hatte wirklich Glück, ich hatte eine wundervolle Karriere. Heutzutage müssen sie mich wirklich arg bitten und mir viel Geld bezahlen, wenn sie mich haben wollen - aber Musik spiele ich (lacht) für’n Appel und ein Ei.


SG-P: Die Industrie beschwert sich über Leute, die illegal Musik herunterladen. Aber du nimmst deine Alben und packst sie zum kostenlosen Anhören und Herunterladen online. Wieso tust du das?

Ronny: Nun, dazu gibt es 2 Sachen zu sagen. Offensichtlich weiss ich, dass es geistiges Eigentum gibt, welches man nicht kostenlos herunterladen sollte – ohne Erlaubnis. Aber ich gebe die Erlaubnis. Ich habe es lieber, dass die Fans die Musik haben, als dass sie sie nicht haben. Deshalb sage ich auf meiner Website: Wenn du runterladen willst – weisst du - Wenn man die Musik runterlädt, bitte ich darum, mir einen Dollar zu schicken, damit ich den anderen Schreibern die Tantiemen zahlen kann, aber wenn sie es nicht machen, wenn sie nicht das Geld haben, sollten sie trotzdem dennoch lieber die Musik haben. Denn mir ist es lieber wenn die Leute die Musik haben. Deshalb mache ich mir keine Sorgen… Ich treffe hier keine Entscheidungen für andere, ich habe diese Entscheidung für mich selbst getroffen. Wenn es dazu kommt, dass die Fans die Musik wollen, sie es sich aber nicht leisten können – dann sollen sie sie sich nehmen.


SG-P: Deine Frau (eine wirklich wundervolle Person) hat mir von der Energie erzählt, die du hast. Es scheint, als stecke so viel Energie in dir, dass du dich nicht mal für ein paar Tage ausruhen kannst. Du machst einfach immer weiter. Was ist dein Geheimnis, so viel Energie zu haben?

Ronny: Die Sache ist, dass ich immer mehr tun will. Und – ah – vor allem Musik spielen. Du hast die Musik gehört – sie ist etwas ganz besonderes für mich. Und deshalb ist für mich die Möglichkeit hierher zu kommen… Ich denke, wenn ich anfangen würde, darüber nachzudenken, weniger zu machen oder aufzuhören oder so was in der Richtung…das interessiert mich nicht. Ich denke…Man ist so nützlich wie man sich fühlt. Ich muss mich um mein Bein kümmern lassen weil ich mein Knie ersetzt bekomme. Aber dann werde ich wohl circa 125 Termine dieses und nächstes Jahr haben. Also bin ich schwer beschäftigt.


SG-P: Wie ist die Sache mit deinem Knie passiert? War es ein Unfall oder war es plötzlich da?

Ronny: Nun, es ist eine Frage der Abnutzung. Ich bin ein ehemaliger Marathonläufer und auch Tennisspieler. Ich habe 25 Jahre lang täglich Tennis gespielt. Und ich bin 100 Meilen in der Woche gelaufen. Ich bin Marathon gelaufen, ich bin in Marathonwettbewerben gelaufen und ich bin einfach so viele Meilen gelaufen, dass ich mein Knie einfach abgenutzt habe und der Meniskus einfach in Fetzen gerissen ist. Daher – aber es ist eine ziemlich gewöhnliche Operation – wenn es erstmal erledigt ist, ist alles wunderbar.


SG-P: Deine Frau hat mir auch erzählt, dass sie es liebt, sich deine Musik anzuhören, aber dass sie es nicht mag, am Set mit dir zu sein….

Ronny: Ja, ich mag keine Besucher am Set. Ich habe selbst keine Probleme damit, wenn jemand anderes einen Besucher hat – zum Beispiel, wenn du das Set besuchen würdest. Aber für mich privaten Besuch zu haben – das stört meine Konzentration. Schauspielern ist eine sehr genaü Sache und es bedarf eines grossen Masses an Konzentration. Und wenn sich ein Teil von mir fragt ob sich die Person langweilt oder ob sie sich ok fühlt, oder ob sie gut behandelt wird dann stört das meine Konzentration ein bisschen. Und deshalb…Mary kommt zu allen meinen Musik Shows, aber sie kommt niemals ans Set – niemand aus meiner Familie. Ich habe nie Besuch am Set – aber ich liebe es, wenn sie meine Musik Shows sehen.


SG-P: Hat einer der jüngeren Schauspieler (Teryl, Paul, Douglas) dich nach deinem Rat gefragt, wie man eine Rolle oder Szene spielt?

Ronny: Nein, keiner. Sie sind alle wundervolle Schauspieler. Sie brauchen meinen Rat nicht.


SG-P: Wenn du am Stargate Set bist, wirst du wie ein König behandelt. Normalweise ist Richard Dean Anderson der grosse Star am Set – aber wie behandelt dich Richard Dean Anderson?

Ronny: (lacht) Es ist wunderbar. Ich mein, es hört sich sehr aufgebauscht an, aber jedes Mal, wenn ich am Set bin, kommt Richard zu mir und sagt “Danke, dass du gekommen bist, danke, dass du das machst, was können wir machen…” Ich meine, mit ein Grund, weshalb ich wie ein König behandelt werde, ist, weil Richard mich wie einen behandelt. (lacht wieder)


SG-P: Reden wir über deine Show gestern Abend: Das Deutsche Publikum ist ein Publikum, das nicht die ganze Zeit Englisch spricht. Deshalb habe viele Leute nicht alles verstanden, was du gesagt hast – hast du dieses Problem bedacht, als du auf die Bühne gegangen bist?

Ronny: Es war ein wundervolles Publikum. Meinst du nicht auch? Einige meiner Geschichten – denke ich – muss man allgemein verstehen. Aber ich denke, das ist die tolle Sache an Musik – sie kann emotional kommunizieren. Und man muss nicht unbedingt jedes Wort verstehen. Ich meine, man muss wissen, was gesagt wird, aber selbst wenn man nicht alles verstanden hat, hat man sicher das Gefühl mitbekommen. Aber – ja – es war eine meiner Befürchtungen, dass die Leute nicht … Ich erzähle viele Geschichten und bei so vielen Geschichten frage ich mich ob sie nicht Redewendungen enthalten, amerikanische Redewendungen. Darüber habe ich mir ein bisschen Sorgen gemacht. Aber wenn man sich die Reaktion des Publikums ansieht, haben sie alles verstanden. Ich denke, es war ein wunderbares Publikum. Meinst du nicht auch?


SG-P: Es war fantastisch! Was ist deine Meinung zum Wahlsystem in den USA?

Ronny: Ja, das ist ein altmodisches System das geändert werden muss. Aber es wird sehr schwierig, dieses zu ändern. Vorher war es nie ein Problem, denn die Wahlen waren nie so knapp. Aber jetzt haben wir diese engen Wahlen. Aber was es macht… die Art, wie sie die Kolonien damals von England wegbekommen haben…dies war ein Weg, wie die kleineren Kolonien ein Stück der Macht abbekommen haben. Aber was ist nun passiert: Es ist unproportional. Sie haben dieses System jetzt. Einige Staaten versuchen es. Wenn sie 30 Wahlmännerstimmen haben, und die Stimmen (der Wähler) sind geteilt – dann kriegt der eine 15 Stimmen und der andere 15. Aber wie es jetzt ist, kann man einen Staat mit einer Stimme gewinnen und alle 30 Stimmen bekommen. Ich denke, wir haben ein Problem. Wir hatten ein Problem 2000 – wir haben ein Problem 2004. Wenn wir immer noch ein Problem 2008 haben, sollten wir anfangen, etwas zu ändern.


SG-P: Du hast sicher von dem Film ‘Fahrenheit 9/11’ gehört. Hast du ihn gesehen und was denkst du darüber?

Ronny: Ich habe ihn am ersten Tag gesehen, als er in die Kinos kam und ich denke, er ist brilliant. Ich denke, dass Bush der schlechteste Präsident in der amerikanischen Geschichte ist und ich denke, dass wir alles tun sollten, um ihn aus dem Weissen Haus zu kriegen.


SG-P: Da kann man wirklich nur hoffen. Vielen Dank für dieses Interview Ronny und viel Glück und Spass bei deinem kommenden Aufgaben.

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