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Interviews

Robert Picardo im SG-P -ExklusivInterview
10 / 2007

Robert (oder Bob) Picardo wurde am 27. Oktober 1953 in Philadelphia, Pennsylvania geboren und wuchs dort auch auf. Er machte an der William Penn Charter School seinen Schulabschluss und besuchte die Universität in Yale. Dort bekam er eine Rolle in Leonard Bernsteins "Mass" und im Alter von 19 Jahren spielte er die Hauptrolle bei der europäischen Premiere von "Mass". Später machte er seinen Abschluss in Schauspiel (Bachelor of Arts) an der Universität von Yale. Er wirkte in David Mamets Schauspiel "Sexual Perversity" in Chicago mit und mit Diane Keaton in "The Primary English Class". Sein Broadway-Debüt gab er 1977 in der erfolgreichen Komödie "Gemini" mit Danny Aiello und arbeitete auch an Bernard Slades "Tribute", "Beyond Therapy", "Geniuses" und "The Normal Heart".

Aber Bob machte seinen Weg auch auf die Fernsehbildschirme. Er spielte bei den Serien "Wunderbare Jahre" und "China Beach" Hauptrollen und tauchte in verschiedenen Serien auf wie zum Beispiel "Frasier", "Ally McBeal", "Hör' mal, wer da hämmert", "Outer Limits - Die unbekannte Dimension" und "Sabrina - total verhext".
1995 bekam er die Rolle des Doktors bei "Star Trek - Voyager", wo er auch bei zwei Episoden Regie führte. Bei "Stargate SG-1" und "Stargate Atlantis" hat er eine wiederkehrende Rolle als Richard Woolsey und er wird diesen Charakter in zwei weiteren Episoden der vierten Staffel von "Stargate Atlantis" wieder spielen.

Robert hatte auch Rollen in Fernseh- und Kinofilmen wie "Star 80 - Tod eines Playmates" (1983), "Get Crazy" (1983), "Oh Gott! Du Teufel" (1984), "Die Reise ins Ich" (1987), "Gremlins II - Die Rückkehr der kleinen Monster" (1990), "Samantha - Der Satansbraten aus dem Körbchen" (1992), "Reißende Strömung - Rafting-Trips ins Verderben" (1994), "Star Trek - Der erste Kontakt" (1996) und "Small Soldiers" (1998).

Picardo hat eine Menge bevorstehender Projekte in der Schublade. Da gibt es einen animierten Abenteuer-Film namens "Quantum Quest: A Cassini Space Odyssey", der momentan produziert wird und für 2009 angekündigt ist. Bob leiht einer Figur namens Milton seine Stimme. John Travolta, Samuel L. Jackson und Christian Slater arbeiten auch an dem Film mit. Dann drehte er ein Drama namens "Chasing the Green", das für 2008 angekündigt ist, und er spielt hier den Dave Foxx. Drei weitere Projekte, an denen er in diesem Jahr gearbeitet hat, und die auch in diesem Jahr noch herauskommen sollen, sind das Drama "Universal Signs", die Action-Komödie "Ben 10: Race Against Time" und ein weiteres Drama namens "P.J.".

Wir hatten die Möglichkeit, am 6. Oktober 2007 bei einer Fan-Veranstaltung der FKM-Events das folgende Interview mit Mr. Picardo zu führen.
Wir trafen Robert um 17:00 Uhr, zwei Stunden vor dem eigentlichen Event "An Evening with... Robert Picardo", und stellten uns ihm vor. Er hatte sehr gute Laune und begrüßte uns alle auf Deutsch. Er sagte uns, dass er zwar nicht viel Deutsch sprechen kann, aber er könnte etwas für uns vorlesen. Ganz plötzlich erweckte meine Anmeldebestätigung für diese Veranstaltung seine Aufmerksamkeit und er las fast den gesamten Text vor, was sehr witzig war.
Das Wort 'Anmeldebestätigung' brachte ihn jedoch ins Stolpern und er fragte uns, was es bedeuten würde. Wir erklärten es ihm und er sagte uns dann, dass das Wort selbst genauso dämlich klingt wie das Wort 'Oberbürgermeisterin'. Auch dieses hatte er an diesem Tag bereits neu gelernt.

Interview & Übersetzung: Christian Spieler (PaxMagellanic) & Michael Bartl (Zero)


Robert Picardo

Robert (oder Bob) Picardo wurde am 27.10.1953 geboren und wuchs in Philadelphia, Pennsylvania, USA auf.

Er absolvierte die William Penn Charter School und wechselte anschließend an die Yale University, entschied sich aber gleichzeitig dazu, mehr in Richtung Schauspiel zu gehen. Noch während seines Studiums bekam er eine Rolle in dem Musical "Mass" von Leonard Bernstein. Auch ging er mit der Yale University Society of Orpheus & Bacchus, einer A-capella-Gruppe, auf Europa-Debüt-Tour, obwohl er noch keinen Abschluss hatte. Mit einem B.A. im Fach Drama schrieb er sich dann für den professionellen Theater-Workshop Circle in the Square ein.

1975 konnte man ihn am Broadway in "Gemini" sehen. Außerdem kellnerte er während dieser Zeit in einem italienischen Restaurant.

Seine schauspielerische Arbeit florierte 1976, vor allem, da er in David Mamets Stück "Sexual Perversity in Chicago" auftrat und an der Seite von Diane Keaton in "The Primary English Class" spielen durfte. 1978 folgten weitere zahlreiche Auftritte, und er sprach in diesem Jahr für mehr und mehr Rollen vor.

Im Jahr 1980 startete er dann seine TV-Karriere mit der Miniserie "The Dream Merchants", und 1981 folgte sein erster Film "The Howling" unter der Regie von Joe Dante. Ab 1989 schaffte er es, immer bessere Rollen zu bekommen: So spielte er schließlich den Highschool-Lehrer Coach Cutlip in "The Wonder Years" und war einer der Co-Stars in der anerkannten Serie "China Beach", an der er von 1988 bis 1991 mitwirkte. Daneben begann er mit dem Synchronsprechen für Serien wie "Dinosaurs" und "Batman".

Von 1995 bis 2001 stellte er dann den Holodoc in "Star Trek: Voyager" dar, seine international wohl bekannteste Rolle. Danach hatte er Gastauftritte bei "Stargate SG-1" und war auch für einige Folgen in "Stargate: Atlantis" zu sehen, wo er in der fünften Staffel sogar zum Maincast aufstieg. Er trat neben David Hewlett auch in der Episode "Trojanische List" der zweiten Staffel von "Stargate Universe" auf.

Seine umfangreiche schauspielerische Arbeit blieb nicht unbemerkt: So bekam er für seine Rollen in "The Wonder Years" und "China Beach" jeweils den Viewers For Quality Television Founder’s Award, und für seine Rolle in "The Normal Heart" gewann er einen Drama-Logue Award. Darüber hinaus wurde er bereits für einen Emmy und einen Ovation Award nominiert.

Derzeit lebt er in Kalifornien und verbringt dort seine Zeit mit seiner Frau Linda und seinen zwei Töchtern.

Deutsch

Stargate-Project.de: Meine erste Frage wäre: Was erwartest du von dem heutigen Abend? Gibt es etwas Besonderes, das du für deine Fans geplant hast? Und was wirst du machen?

Robert Picardo: Nun, normalerweise erzähle ich ihnen einige Geschichten, ich bringe sie auf den neuesten Stand über das, was ich in der letzten Zeit so gemacht habe. Ich werde zwei Lieder singen. Ich habe eine Überraschung, weil ein Fan an diesem Abend anwesend sein wird, und sie hat angefragt, ob sie mit mir ein Lied singen könnte. Also hat sie einen Song einstudiert und wird dann mit mir zusammen singen. Und sie ist gut, aber sie ist schüchtern. Aber wir hoffen, dass sie dem gewachsen sein wird. Und dann werden wir Fotos machen, einfach die normalen Dinge auf solchen Fan-Veranstaltungen wie Fotos machen und Autogramme schreiben. Aber das ist alles! Es wird keine Nacktheit geben!


SG-P: Gut, das würden sie sowieso nicht zulassen. (lacht) Im Internet habe ich gelesen, dass du am letzten Wochenende in Spanien auf einer weiteren Convention warst und dass du Ende Oktober auf der Collectormania sein wirst...

Robert: Ja, ich bin sehr beschäftigt in letzter Zeit.


SG-P: Und du besuchst eine weitere nächste Woche in Amerika.

Robert: Ja, du weißt ja alles! Ich hatte drei Fernsehauftritte nacheinander, kurz bevor ich nach Spanien aufgebrochen bin. Und jetzt fahre ich zu drei Conventions hintereinander. Ich mag es, immer alles drei Mal zu machen. Tatsächlich sind es sogar mehr als drei hintereinander. Ich war auf der spanischen Convention, die einfach großartig war. Und es war das erste Mal, dass ich die spanischen "Star Trek"-Fans getroffen habe, und das erste Mal, dass ich in Madrid war. Ich war schon ein Mal in Barcelona aber noch nie in Madrid. Es war... es ist eine wundervolle Stadt, die Veranstaltung war sehr gut organisiert, die Fans waren sehr freundlich und ich hatte viel Spaß. Und ich hatte dort auch ein spektakuläres Abendessen. Sie haben mich zu einem wirklich großartigen Essen eingeladen. Weißt du, wenn man erst ein Mal so alt ist wie ich und ein gutes Essen bekommt, dann ist man glücklich. (lacht)
Und morgen werde ich an einer kleinen Veranstaltung in Italien für meine Freunde von 'Ultimo Avamposto' teilnehmen, die morgen auch einen solchen Abend mit Bob Picardo machen wollen, nur dass es in Italienisch ist... Also ist es "An Evening with... Robert Picardo" [spricht es mit italienischem Akzent aus] oder wie auch immer sie es nennen.


SG-P: Lass uns etwas über deine Rolle des Doktors in "Star Trek - Voyager" sprechen. Ich habe gelesen, dass du eigentlich für die Rolle des Neelix vorgesprochen hattest. Wie kam es also dazu, dass sie dich dafür eingestellt haben, ihren Doktor zu spielen?

Robert: Ja. Sie haben mich gebeten, für den Doktor vorzusprechen, aber als ich das Drehbuch gelesen hatte, dachte ich, dass es viel mehr Potential in der Rolle des Neelix gab, weil sie zuallererst viel größer war und jeder Schauspieler mag es, mehr Text zu haben. Und der Doktor hatte ziemlich wenig Text im Pilotfilm und er schien, nicht unbedingt sehr witzig zu sein. Und ich war bei den Vorsprechen für die Rolle des Neelix sehr erfolgreich and habe sie sogar fast bekommen. Es ging also nur noch um mich, Ethan Phillips und einen anderen Schauspieler und ich wusste zu der Zeit nicht, wer meine Mitbewerber sind, weil Mr. Phillips und ich sehr alte Freunde sind. Wir sind heutzutage noch viel engere Freunde, aber wir kannten uns damals schon. Aber als ich dann letztendlich die Rolle doch nicht bekam, baten mich die Produzenten nochmals darüber nachzudenken, für den Doktor zu lesen und, Gott sei Dank, habe ich es mir anders überlegt. Gott sei Dank, dass ich Neelix nicht bekommen habe, weil ich sonst sechstausend Stunden im Make-Up-Stuhl hätte verbringen müssen.


SG-P: Einige von uns waren in diesem Jahr auf der FedCon. Und ich weiß, dass du die FedCon in der Vergangenheit auch schon besucht hast...

Robert: Ja, ich kenne Dirk [Bartholomä] sehr gut. Ich war schon zwei oder drei Mal auf der FedCon. Ich glaube, es waren zwei Male. Ich liebe es, nach Deutschland zu kommen. Weißt du, normalerweise übe ich mein Deutsch, bevor ich herkomme, und dieses Mal habe ich das nicht getan, und ich fühle mich deswegen schlecht.


SG-P: Aber es hat sich ausgezeichnet angehört. Niemand wird etwas anderes sagen können.

Robert: Nein! (lacht) Na gut, danke schön!


SG-P: Auf der FedCon hatten wir das Vergnügen, dem zuzuhören, was Kate Mulgrew [Captain Kathryn Janeway] und Garrett Wang [Fähnrich Harry Kim] zu sagen hatten. Sie haben einige lustige Geschichten über die Dreharbeiten der Serie erzählt. Garrett Wang zeigte eine wundervolle Parodie von Captain Janeway und war auch sehr gut, den Holo-Doc zu imitieren...

Robert: Oh, ich habe das gesehen! (lacht)

SG-P: Beide machten Witze über Janeways Hochsteckfrisur und ähnliche Dinge. Und ich würde dich gern fragen, ob du uns eine lustige Geschichte erzählen kannst, die während der Dreharbeiten zu "Voyager" passiert ist?

Robert: Nun, meiner Meinung nach habe ich die meisten guten Geschichten schon vorher erzählt. Das erste Mal, als Tuvok eine Gedankenverschmelzung durchgeführt hat - kennst du die Geschichte?

SG-P: Nein, leider nicht!

Robert: Gut, es war eine Episode, ich glaube, sie war am Anfang der zweiten Staffel und es war das erste Mal, dass Tim Russ eine vulkanische Gedankenverschmelzung durchführen sollte. Und die Idee ist, dass Tom Paris [gespielt von Robert Duncan McNeill] beschuldigt wurde, einen Mord begangen zu haben, und das auf einem Planeten, auf dem die Bestrafung dafür ist, dass der, der auch immer den Mord begangen hat, diese Erfahrung aus der Sicht des Opfers immer und immer wieder durchleben muss. Das ist sozusagen ihre Strafe. Sie müssen also... sie sind also für ewig in diesem Moment der Angst gefangen, in dem sich das Opfer befand, obwohl sich dann herausstellte, dass Tom unschuldig war. Nun gut, um Tom helfen zu können, entschied ich als Behandlung auf der Krankenstation, dass es uns helfen könnte, ihn zu behandeln, wenn Tuvok eine Gedankenverschmelzung durchführen würde.
Also, wie auch immer, wir sind also alle um das Bio-Bett herum versammelt, Tom Paris ist bewusstlos; wir haben Tuvok auf der einen Seite und Janeway auf der anderen und wir stehen alle um das Bett herum. Es ist ein sehr intensiver und stiller Moment. Und Tuvok nimmt den Kopf von Tom Paris, weißt du, fest in seine Hände und mit einem Gesichtsausdruck voller heftiger Konzentration schließt er seine Augen. Und nach einer Sekunde dieser starken Konzentration - und man hätte in diesem Moment eine Stecknadel fallen hören können - wirft er seinen Kopf zurück und brüllt: "Whoa-oa-oa! I feel good!" [Hit von James Brown] und brachte jeden damit zum lachen bis auf den Tontechniker, weil sich das Mikrofon direkt über dem Kopf von Tim Russ befand und er die Geräusche der Nasenhaare von jedem einzelnen hören konnte... wie sie sich in der Luft hin und her wogen. Und dann urplötzlich schreit Tim los, um einen Witz zu machen, und jeder lacht. Und wie ich schon sagte, bis auf den Tontechniker. Aus seinem Ohr tropfte das Blut. Aber dennoch, es war lustig!

SG-P: Sehr lustig, wirklich! (lacht) Ich glaube, wir überspringen die Fragen zu "Star Trek" und kommen zu den Fragen zu "Stargate", da wir nicht so viel Zeit haben. Ich habe irgendwo gelesen, dass du ein Fan von "Stargate SG-1" bist. Warst du zuerst ein Fan oder wurdest du einer, während du deinen Gastauftritt bei der Serie hattest?

Robert: Ich habe es zwar nicht regelmäßig verfolgt, aber ich hatte es zuvor schon gesehen. Aber ich habe den Kinofilm geliebt, und das ist wahrscheinlich das, was du gehört hast. Ich mochte den "Stargate"-Film wirklich sehr. Und dann hatte ich die Serie gesehen, aber die ersten Jahre lief sie auf Showtime und ich hatte kein Abonnement - Showtime ist so ziemlich die Nummer Zwei gleich nach HBO. Wir hatten also noch kein Showtime-Paket. Deswegen hatte ich davor noch nicht viel davon gesehen, aber ich fing an, die Serie zu schauen, als sie auf dem SciFi-Channel lief. Also ja, ich kannte sie... nicht viel davon, aber ich habe sie gesehen, bevor ich darin mitspielte. Und nachdem ich meinen ersten Auftritt darin hatte, fing ich an, ganz viel davon anzusehen, weil man, wenn man die Schauspieler erst ein Mal getroffen hat, weißt du, dann viel mehr Interesse daran hat, sie im Fernsehen zu sehen, wenn man sie erst ein Mal kennt. Ich meine, ich hatte solch eine tolle Zeit, dass ich anfing, die Serie zu schauen und ich habe auch ein paar Mal "Atlantis" angeschaut. Und ich mag auch die Produzenten der Serie sehr. Sie waren sehr freundlich zu mir. Sie mögen es, mich in der Nähe zu haben. Deswegen denken sie sich immer wieder neue Wege aus, um Mr. Woolsey zurück zu bringen, der am Anfang kein außerordentlich netter Charakter war.

SG-P: Richtig. Das war meine nächste Frage. Wolltest du einen solchen bösen Typen spielen, und als du die Rolle des Richard Woolsey damals bekommen hattest, wusstest du da schon, dass er als wiederkehrender Charakter nochmals auftauchen könnte und dass er sich zum besseren verändern und sich in der Serie wirklich weiterentwickeln würde?

Robert: Die Produzenten haben mich nur gebeten, diesen einen Gastauftritt zu machen. Ich hatte noch ein anderes Engagement, deswegen haben sie alle meine Szenen an einem Tag untergebracht. Es war also ein ziemlich anstrengender Tag. Ich flog dort hoch und hatte eine Menge Text. Aber ich hatte eine schöne Zeit, und jeder schien Gefallen daran zu finden, mit mir zusammen zu arbeiten, und ich denke, dass den Produzenten nach dieser ersten Episode der Gedanke kam, mich nochmals einzusetzen. Sie hatten zwar keine Pläne, mich zurückzubringen, aber sie wollten, dass er... die Figur war eigentlich nur ein übler Typ, der wegen einer Untersuchung herkam, um jemandem die Schuld für die Tragödie des Todes ihres Doktor-Charakters - ironischerweise ihr Doktor-Charakter - zuzuschreiben. Ich war also wirklich nur mit der Absicht da, sie einzuschüchtern, die Antworten herauszufinden und dann jemanden für das, was geschehen war, verantwortlich zu machen.
Aber in der zweiten Episode, in der ich auftrat, es war "Der neue Präsident", arbeite ich auf Weisung des bösen Senators gespielt von Ronny Cox - es ist Senator Robert Kinsey - und dann finde ich heraus, was seine bösen Absichten sind und ich wende mich dann gegen ihn. Und die Produzenten machen klar, dass ich es gut meine, obwohl ich keine sehr guten sozialen Fähigkeiten habe und nicht unbedingt ein liebenswürdiger Bürokrat bin. Sie haben also deutlich gemacht, dass Woolsey wirklich an das geglaubt hat, was er tat, nämlich die zivile Beaufsichtigung der geheimen militärischen Operationen sicherzustellen.
Und dann fanden sie eine andere Position für mich. Sie machten mich zum Verbindungsmann zwischen dem IOC - 'International Oversight Commission' - und dem SGC - 'Stargate-Kommando' - und jetzt repräsentiere ich das und es gibt einen Grund für mich, immer wieder aufzutauchen und sogar die Pegasus-Galaxie zu besuchen. Ich denke, dass es sehr nett ist, dass sie mir so viele Möglichkeiten geben. Und ich konnte jetzt mit jedem zusammenarbeiten. Endlich habe ich auch mit Richard Dean Anderson gearbeitet, was ein echtes Vergnügen war. Wir haben uns sehr gut verstanden. Und es war eine tolle Dynamik zwischen unseren Charakteren, weil er ist so... irgendwie... weißt du... er ist solch ein Rebell und so gelassen und hat diesen ironischen Humor und ich bin ihm einfach auf die Nerven gegangen. Und ich glaube, dass er sehr lustig ist, wenn er genervt wird. (lacht)

SG-P: Wie war es denn, mit all den anderen Schauspielern der beiden Serien zu arbeiten? Wie sind Amanda Tapping, Michael Shanks, Ben Browder, Torri Higginson, Joe Flanigen und Rachel Luttrell denn so?

Robert: Großartig! Sie sind alle einfach wundervoll zu mir. Amanda Tapping [Samantha Carter] war immer sehr nett zu mir gewesen. Ich weiß, dass Chris Judge [Teal'c] Zigarren mag. Und weil wir beide Zigarren sehr mögen, habe ich ihm eine oder zwei geschenkt bei einem meiner vielen Ausflüge dort hoch. Michael Shanks... sie sind alle wirklich großartig zu mir.
Und dann natürlich auch die neue Besetzung. Joe Flanigan [John Sheppard] und... Torri und Rachel natürlich... und du wirst das herausschneiden müssen, weil mir einfach sein Name nicht einfallen will. Ich kenne ihn sehr gut...

SG-P: Oh, sprichst du über Jason oder David...

Robert: McKay, David Hewlett, danke. David, vergib mir! Sag ihm bitte nicht, dass ich seinen Namen vergessen habe. (lacht)

SG-P: Nein, das werde ich nicht! (lacht)

Robert: Sie sind einfach alle wirklich großartig zu mir. Deswegen kann ich wirklich nur nette Dinge über sie sagen... Und außerdem glaube ich, dass sie einen wirklich tollen Cliffhanger geschrieben haben. Sie haben ein sehr spannendes... (flüstert) Ich werde euch natürlich nicht verraten, was es ist, aber sie haben ein sehr spannendes Staffelfinale für "Atlantis".

SG-P: Ich schätze, du sprichst über die vierte Staffel.

Robert: Die vierte Staffel... ja... die natürlich noch nicht gesendet wurde.

SG-P: Gut, aber die dritte Staffel wurde hier auch noch nicht gesendet.

Robert: Oh, wirklich? Ich bin in der letzten Episode der zweiten Staffel mit Richard Dean Anderson und dann habe ich einen ziemlich großen Part in der Premiere der dritten Staffel mit ihm. Also, werdet ihr etwas mehr von mir zu sehen bekommen. Wahrscheinlich mehr, als ihr eigentlich wollt.

SG-P: Aber es gibt eine Menge Leute hier, die diese Figur wirklich sehr mögen.

Robert: Ich weiß nicht, warum. Ich denke, der Doktor bei "Star Trek - Voyager" war gewiss liebenswürdiger. Aber sie haben Mr. Woolsey einige Schwächen gegeben. Sie machten ihn ein bisschen zu einem... nun ja... offen gesagt ist er ein ziemlicher Feigling in einer realen Situation, was ich aber sehr mag.
Für mich ist er ein Beispiel für das, was passiert, wenn Bürokraten die Kontrolle über das Militär haben, anstelle von erfahrenen Leuten aus dem Militär. Um genau zu sein, ist das irgendwie genau das, was im Moment in den Vereinigten Staaten geschieht: wenn man sich Mr. Woolsey als unseren Präsidenten und den Vize-Präsidenten und all die anderen Leute vorstellt, die den Krieg geplant haben, ohne überhaupt je eigene militärische Erfahrungen gemacht zu haben. Ich würde also gern glauben, dass Mr. Woolsey... dass es eine Lektion für jeden von uns in Mr. Woolseys Verhalten gibt... als schlechtes Beispiel natürlich.

SG-P: Wir können also das von ihm lernen?

Robert: Richtig!

SG-P: Ich nehme an, du bekommst eine Menge Fragen gestellt, wahrscheinlich Fragen, die du schon tausend Mal beantwortet hast. Aber was wäre die Frage, die du gern ein Mal gefragt werden würdest, und was wäre deine Antwort darauf?

Robert: (lacht) Oh Gott! "Wie bist du nur so hübsch geworden?" Das werde ich nie gefragt. Was noch?... "Warst du schon immer so talentiert?" Ich habe noch eine: "Wie schaffst du es, dass dein Kopf so glänzt?"... Oh nein, halt! Das wurde ich von einem "Star Trek"-Fan in Texas gefragt. Die Frau fragte mich, wie mein Kopf so glänzend wurde. Ich konnte das gar nicht glauben. Deswegen sagte ich: "Ich weiß auch nicht, meine Dame. Wie ist Ihr Hintern so groß geworden?" (lacht) [in diesem Moment lachten wir uns alle fast tot] Nein, das habe ich nicht. Es tut mir leid. Ich habe nichts davon gesagt. Ich mache nur Spaß. Bitte streichen Sie das aus dem Protokoll!
Aber was würde ich noch gern gefragt werden?... Ich glaube, ich würde gern gefragt werden: "Welches wunderschöne Geschenk aus Deutschland würden sie gern bekommen, Mr. Picardo?" (lacht) Ich scherze schon wieder. Mir wurden schon so viele Fragen gestellt. Ich muss nicht noch selbst welche hinzufügen.

SG-P: Gibt es eigentlich irgendwelche anderen Science-Fiction-Serien, die du im Fernsehen ansiehst? Was hältst du von "Battlestar Galactica" oder "Heroes"?

Robert: Ich habe "Battlestar Galactica" gesehen und es hat mir gefallen. Und, weißt du, ihr Schöpfer Ron Moore war einer von unseren Lieblingsautoren bei "Star Trek" und ein fantastischer Kerl. Ich muss jedoch zugeben, dass ich von "Heroes" noch nicht wirklich viel gesehen habe, obwohl ich immer wieder höre, dass es großartig ist. Ich habe nicht oft die Möglichkeit, um fernzusehen. Ich kann auch nicht noch mehr Serien verfallen. Die einzige Serie, nach der ich wirklich eine Zeit lang süchtig war, war "24". Ich habe das sehr oft mit meinen Kindern zusammen geschaut und ich musste es einfach ansehen.

SG-P: Die ist auch spannend, und es macht einen wahnsinnig, eine ganze Woche lang auf eine weitere neue Episode warten zu müssen.

Robert: Ja, das stimmt! Aber ich muss mehr "Heroes" gucken. Und ich erkenne, dass sie gerade damit angefangen haben Schauspieler aus "Star Trek" zu recyceln. Also, wer weiß...

SG-P: Recyceln?

Robert:"Star Trek" war schon immer ein Vorreiter des Recyclings. Jede neue Serie recycelt die gleiche Idee, verändert jedoch alles ein bisschen. (lacht) "Okay, mal sehen! Der Captain letztes Mal war ein Glatzkopf mit Toupet. Lasst uns dieses Mal einen Glatzkopf ohne Toupet nehmen... Oh, lasst uns doch jetzt einen Schwarzen nehmen... Wir hatten einen Glatzkopf mit einem Toupet, einen Glatzkopf ohne Toupet, einen Schwarzen. Nehmen wir also jetzt ein Mädel." Weißt du, was ich meine? Sie machen es immer... "Der Ingenieur beim letzten Mal war ein Schwarzer mit einer Brille, dann sollte jetzt ein vulkanisches Schnuckelchen die Ingenieurin sein." Ich weiß auch nicht.
Sie mischen die Karten zwar neu, aber spielen immer wieder die gleiche Hand aus. Tatsächlich glaube ich sogar, dass "Star Trek" diese Art des Recyclings erfunden hat. Zum Beispiel in "Voyager" spielte ich ihren Doktor und Ethan Phillips spielte ihren Neelix, und wenn man uns beide zusammenklebt, dann kommt am Ende Doktor Phlox ["Star Trek - Enterprise"] dabei heraus, wenn man darüber nachdenkt. Er wurde von einem wunderbaren Schauspieler dargestellt, John Billingsley. Aber während der Vorproduktion der Serie, denke ich, dass sie eigentlich nur uns beide zusammengeklebt haben.

SG-P: Du warst vorher schon sehr oft in Deutschland. Was magst du so an Deutschland?

Robert: Weißt du was? Als ich vom Flughafen abgeholt wurde, wurde ich direkt zu einem Supermarkt gefahren und kaufte dort sechs Tuben deutschen Senf. Ich darf nämlich ohne den Senf aus der Tube (wie Zahnpasta) nicht nach Hause kommen. Meine Kinder lieben ihn, meine Frau und ich lieben ihn. Deswegen ist das Beste für mich der Senf, den ich in Deutschland kaufen kann. (lacht) Ich weiß, das klingt nicht sehr schmeichelhaft, aber ich musste einfach zuerst in den Supermarkt.
Ich mag, wie alles hier so perfekt funktioniert. Das Flugzeug, alles bis zum Abholen des Gepäcks auf dem Flughafen, alles ist pünktlich, alles ist sauber. Die Menschen sind freundlich. Es gibt eine Menge "Star Trek"-Fans hier, was bedeutet, dass ich normalerweise sehr gut behandelt werde. Ich liebe das deutsche Bier, ich sagte dir schon, dass ich den Senf liebe, ich liebe die vielen Fleischgerichte. Was sind noch meine Lieblingsdinge an Deutschland? Und die Mädchen sind sehr nett. Und ich habe festgestellt, dass die weiblichen Fans meines Charakters in der Serie... (flüstert) ich sollte das wahrscheinlich nicht sagen, aber sie neigen dazu, viel jünger und hübscher zu sein, als in vielen anderen Ländern. (lacht) Das ist also noch ein Argument. Es haben sogar tatsächlich einige Mädchen in ihren frühen Zwanzigern mit mir geflirtet, was so ein Schock war, dass ich fast ins Krankenhaus gebracht werden musste.
Es gibt also viele Dinge, für die ich einfach gern herkomme.

SG-P: Und gibt es einen Unterschied zwischen deutschen Fans und Fans aus anderen Ländern?

Robert: Ich habe es schon vorher gesagt. Die deutschen Fans sind am Ende die besten Beifallklatscher. Niemand in der ganzen Welt klatscht länger und mit mehr Enthusiasmus als die deutschen Fans. Wenn sie sich freuen, dich zu sehen, und du eine gute Performance ablieferst und sie Spaß an deinem Bühnenauftritt haben, dann klatschen sie sehr lange. Ich war ein Mal auf einer Messe in... es war auf eurer Weltausstellung - der Expo 2000 - in Hannover und nach diesem Auftritt auf der Bühne, haben sie, denke ich, für vier oder fünf Minuten durchweg und ohne Unterbrechung geklatscht. Das war ein Rekord für mich! Das mochte ich sehr.
Außerdem hat man nie Probleme, deutsche Fans zu hören! Ein britischer Fan würde so etwas sagen wie: (flüstert) "Würde es Sie sehr stören, wenn ich ein Foto machen würde?" Ein deutscher Fan jedoch würde nur brüllen: "FOTO?" Es ist also immer alles "Ganz klar!".

SG-P: Ja, das stimmt. Wir haben das selbst auf der diesjährigen FedCon erleben dürfen: Armin Shimerman [Quark, "Star Trek - Deep Space Nine"] war dort als Gast, und er war nicht einer der größten Namen auf der Gästeliste, aber er bekam Standing-Ovations jedes Mal, wenn er nur etwas mit seinen Händen machte oder einen lustigen Witz erzählte. Das war einfach nur...

Robert: Großartig?

SG-P: Ja, es war großartig! Das war ein überwältigendes Gefühl.

Robert:Sogar als er performte?

SG-P: Ja! Und als er auf die Bühne kam, mussten sie ein Lied spielen, weil die Leute einfach nicht mit dem Klatschen aufhören wollten.

Robert: Das ist genau das, was ich meine. Und ganz nebenbei, bei der FedCon klatschen sie ewig. Ich erinnere mich noch an diese eine Veranstaltung, weil sie einfach nicht so groß wirkte wie einige andere, aber für die Größe des Publikums, klatschten sie sehr lange. Aber ja, die deutschen Fans sind die besten Beifallklatscher... und die besten Senfhersteller. (lacht)

SG-P: Okay, eine andere Frage: Wenn du die Möglichkeit hättest, ein bestimmtes historisches Ereignis oder eine historische Zeitperiode als Beobachter miterleben zu können, ohne dabei einzugreifen, wohin und in welche Zeit würdest du gehen?

Robert: Du meinst in der tatsächlichen Geschichte? Welches Ereignis? Au Backe... Ich glaube, fast jeder Amerikaner würde sagen, dass er versuchen würde, das Attentat auf Kennedy zu verhindern...

SG-P: Aber du hättest nicht die Möglichkeit, wirklich etwas zu verändern. In Wirklichkeit würdest du es einfach nur als Beobachter miterleben.

Robert: Nun gut, offensichtlich bedeutet, es miterleben zu dürfen, dass man das Geheimnis dahinter zwar lösen könnte, aber es nicht ändern könnte. Also, selbst wenn man die Wahrheit kennen würde, dürfte man sie mit niemandem teilen. Und ich glaube, dass das bedeuten würde, eine furchtbare Last tragen zu müssen. Ich nehme das also zurück.
Aber wenn ich etwas miterleben könnte... Zeuge von etwas aus der Geschichte zu sein... oh Mann... Da gibt es sicher viele, sehr viele Dinge. Ich würde wohl in den biblischen Zeiten anfangen, ich bin mir sicher, dass es da viele Dinge gibt, die ich in dieser Zeit gern beobachtet hätte. Aber ich schätze, wenn ich bei der Geschichte meines eigenen Landes bleibe, der Diskussion wegen, dann würde ich gern die Mondlandung sehen, denke ich. Was sicherlich bedeutet, von der anderen Seite des Mondes aus, und ohne die Strapazen durchleben zu müssen, um tatsächlich dort hin zu kommen. (lacht) Das wäre cool!

SG-P: Jetzt habe ich ein paar ganz schnelle Fragen: Was ist besser? Flugzeug oder Zug?

Robert: Flugzeug oder Zug? Zug! Speziell in Deutschland. Es gibt tolle Züge hier.

SG-P: Katzen oder Hunde?

Robert: Hunde!

SG-P: Holo-Deck oder Replikator?

Robert: Holo-Deck!

SG-P: Kaffee oder Tee?

Robert: Kaffee!

SG-P: Sonnenuntergang oder Sonnenaufgang?

Robert: Sonnenuntergang!

SG-P: Schnitzel oder Bratwurst?

Robert: Bratwurst! Ich mag Bratwurst.

SG-P: 'Seven of Nine' aus "Star Trek - Voyager" oder 'Number Six' aus "Battlestar Galactica"?

Robert: Seven of Nine!

SG-P: Und jetzt die allerschwierigste Entscheidung: "Star Trek" oder "Stargate"?

Robert: Ich glaube, dass das nicht wirklich fair ist, weil ich so viel Zeit bei beiden verbracht habe. Ich mag beide Serien. Tatsächlich denke ich sogar, und dafür werde ich sicherlich Ärger bekommen, dass deren Humor bei "Stargate" erfolgreicher ist, als der, den wir bei "Star Trek" hatten. Ich finde ihn witziger, und ich denke, obwohl ich stolz über den Humor bin, den ich zu "Voyager" gebracht habe, dass sie die Komik einfach besser rüber bringen, als wir das taten. Aber das machten wir mit philosophischen Themen und solchen Dingen wieder wett. Ich glaube, das war unsere Stärke.

SG-P: Das letzte wäre dann unsere spontane Antwort-Runde - Ich gebe dir ein Stichwort und du antwortest mit einem oder ein paar Worten, die dir spontan in den Sinn kommen. Das erste Wort ist 'Gewitter'.

Robert: Blitz!

SG-P: Internet?

Robert: Zugang!

SG-P: Silvester?

Robert: Party!

SG-P: Vorsprechen?

Robert: Karriere!

SG-P: Fußball?

Robert: Ball!

SG-P: Amanda Tapping?

Robert: Amanda Tapping? Süß!

SG-P: Fast Food?

Robert: Dickmacher!

SG-P: Und Verkehrsstau?

Robert: Beschissen!

SG-P: Okay, Robert, das war es dann. Vielen Dank für das Interview. Es war großartig, mit dir sprechen zu können. Ich wünsche dir für deine Karriere, deine Zukunft und für heute Abend alles Gute.

Robert: Vielen Dank. Gern geschehen. Schön, euch kennen gelernt zu haben. Entschuldigung, ich hoffe, ich habe am Anfang mit meiner Alberei nicht zu viel eurer ersten Minuten verschwendet. Aber es ist manchmal schwer, sich zu konzentrieren... Und als du 'Schnitzel oder Bratwurst' gesagt hast, hätte ich antworten sollen 'Bratwurst mit Senf'!

Englisch

Stargate-Project.de: My first question would be: What do you expect from this evening tonight? Is there something special you have planned for your fans? And what are you going to do?

Robert Picardo: Well, normally I tell them some stories, I bring them up to date with what I've been doing recently. I sing a couple of songs. I have a surprise, because there is one fan, who's attending, who has requested that she gets to sing with me. So, she has learned a song and will be singing with me. And she is good, but she's shy. But we're hoping that her courage will rise to the occasion. And then we take photographs, just the usual fan-event things like taking pictures and signing autographs. But that's it! There'll be no nudity!

SG-P: Well, they wouldn't let you anyway. (laughs) I read on the internet that you were in Spain last weekend at another convention and you're going to go to Collectormania at the end of October...

Robert: Yes, I've been very busy lately.

SG-P: And you're going to another one next week in America.

Robert: Yes, you know all this! I did three television guest stars in a row right before I left for Spain. So, now I'm doing three conventions in a row. I like to do everything in threes. Actually, I think I'm doing more than three in a row. I did the Spanish convention, which was a great deal of fun. And it was the first time I ever met the Spanish "Star Trek" fans and the first time I was ever in Madrid. I've been to Barcelona once before but never in Madrid. It was... it's a beautiful city, the event was very well run, the fans were very friendly and I really enjoyed myself. And I had one spectacular meal there, too. They took me out for a really great dinner. You know, when you get to be my age and you get a good dinner, you're happy. (laughs)
And tomorrow I do a small event in Italy for my friends from 'Ultimo Avamposto', who are having an evening with Bob Picardo except it's in Italian... So, it's "An Evening with... Robert Picardo" [speaks it with an Italian accent] or whatever they call it.

SG-P: Let's talk a little bit about your role of the Doctor on "Star Trek - Voyager". I read you actually auditioned for the role of Neelix. So, how did it happen, they hired you to be their Doctor?

Robert: Yes. They asked me to audition for the Doctor, but when I read the script, I thought, there was more potential in the role of Neelix, because first of all it was larger and every actor likes to have more lines. And the Doctor had very few lines in the pilot and he didn't seem terribly funny to me. And I auditioned very successfully for the role of Neelix and very nearly got it. So, it was down to me, Ethan Phillips and one other actor and I didn't know my two competitors at that time, because Mr. Phillips and I are old friends. We're much closer friends now, but we were friends at that time. But when I didn't get the part ultimately, the producers asked me to reconsider reading for the Doctor and, thank goodness, I've changed my mind. Thank goodness, I didn't get Neelix, because I would have spent six thousand hours in the make-up chair.

SG-P: Some of us went to FedCon this year. And I know you visited FedCon in the past, too...

Robert: Yes, I know Dirk [Bartholomä] very well. I've done FedCon two or three times. I guess it was two times. I love to go to Germany. You know, normally I practice my German, before I come, and this time I didn't do it, and now I feel bad.

SG-P: But it sounded great. Nobody will be able to tell.

Robert: No! (laughs) Well, thank you!

SG-P: At FedCon we had the pleasure to listen to what Kate Mulgrew [Captain Kathryn Janeway] and Garrett Wang [Ensign Harry Kim] had to say. They told funny stories about shooting the series. Garrett Wang did a wonderful parody of Captain Janeway and also did a great job imitating the Holo-Doc...

Robert: Oh, I have seen it! (laughs)

SG-P: Both of them made jokes about Janeway's hairdo and things like that. And I'd like to ask you, if you have a funny story you can tell us that happened on set while shooting "Voyager"?

Robert: Well, in my opinion, the most famous practical jokes I have told before. The first time Tuvok did a mind meld - have you heard that story?

SG-P: I'm afraid not!

Robert: Alright, it was an episode, I believe early in the second season and it was the first time Tim Russ had to perform a Vulcan mind meld. And the idea is that Tom Paris [played by Robert Duncan McNeill] has been accused of a murder on a planet, where the punishment is to make whoever committed the murder relive the experience over and over again from the point of view of the victim. So, that's their punishment. They must keep... they're eternally trapped in that moment of fear that their victim was placed in, even though Tom turned out to be innocent. Well, in order to try to help Tom I decided as a treatment in the sickbay that, if Tuvok created a mind meld, it might help us treat him.
So, anyway, we're all gathered around the bio-bed, Tom Paris is unconscious; we have Tuvok over here and Janeway over there and we are all gathered around the bed. It's a very quiet intense moment. And Tuvok places Tom Paris's head, you know, firmly in his hands and he closes his eyes in a look of fierce concentration. And after a second - and you could hear a pin drop at this point - of fierce concentration he throws his head back and he goes: "Whoa-oa-oa! I feel good!" [Song by James Brown] and made everyone laugh except for the sound man, because the microphone was right over Tim Russ's head and he could hear the sound of everyone's nose hairs... just waving in the air. And then all of a sudden Tim screams to make a joke and everyone laughs. And as I said, except the sound man. He had blood tripping out of his ear. But still, it was funny!

SG-P: Very funny, yeah! (laughs) I think we skip the "Star Trek" questions and come to the "Stargate" questions since we don't have so much time. I read somewhere you are a fan of "Stargate SG-1". Were you a fan first or did you become a fan while you were guest starring the show?

Robert: I didn't watch it regularly, but I had seen it before. But I loved the movie, which is, what you probably have heard. I really liked the "Stargate" movie. And then I had seen the show, but the first few years it was on Showtime and I did not subscribe to Showtime - Showtime is like the number two after HBO. So, we didn't happen to have the Showtime-package. So, I didn't see very much of it before, but then I started to watch it, when it was on SciFi-Channel. So, yes, I did see it... not a lot, but I saw it, before I was on it. And then after I did the first appearance, then I watched many of them, because, you know, when you get to meet the cast, and then you take more of an interest in watching them once you know them. I mean I had such a good time that I started to watch it and I also watched "Atlantis" a number of times. And also I'm very fond of the producers of that show. They've been very kind to me. They like having me around. So, they keep thinking up new ways to try to redeem Mr. Woolsey, who started out as not a terribly nice character.

SG-P: Right. This was my next question. Did you want to play such a bad guy, and when you got cast first for playing Richard Woolsey, did you already know he might return as a recurring character and that he would change for the better and really evolve within the series?

Robert: The producers just asked me to do the one guest star. I had another commitment, so they put all of my scenes in one day. So, it was a very difficult day. I flew up there and had a lot of dialogue. But I had a nice time, and everybody seemed to enjoy working with me and I think that the producers got the idea to use me again after the first episode. They had no plans to use me again, but they took him... the character was basically just a bad guy, who came in to investigate and lay blame for this terrible tragedy of their doctor character - ironically their doctor character - had been died. So, I was there really for the purpose of intimidating them, finding out the answer and then blaming someone for what had happened.
But in the second episode that I appeared, which was called "Inauguration", I'm working at the behest of the evil senator played by Ronny Cox - it's senator Robert Kinsey - and then I find out, what his evil intentions are and then I turn on him. And the producers show that, even though I don't have very good people skills and I'm not a very likable bureaucrat, I mean well. So, they established that Woolsey really believed in what he was doing, which was ensuring the civilian oversight of secret military operations.
And then, they found another role for me. They made me the liaison between the IOC - International Oversight Commission - and The SGC - Stargate Command - and now I represent it and there is a reason for me to appear and even to be spun over to the Pegasus galaxy. So, I think it's nice that they are giving me so many opportunities. I got to work with everyone now. Finally I worked with Richard Dean Anderson, which was a real pleasure. We got along very well. And it was a nice dynamic between our characters, because he's so... kind of... you know... he's such a rebel and laid-back and has very tongue-in-cheek humour and I got to annoy him. And I think that he is very funny, when he gets annoyed. (laughs)

SG-P: So, how was working with the other actors on both shows? How are Amanda Tapping, Michael Shanks, Ben Browder, Torri Higginson, Joe Flanigan and Rachel Luttrell like?

Robert: Great! They are all terrific to me. Amanda Tapping [Samantha Carter] has always been very nice to me. I know that Chris Judge [Teal'c] likes cigars. So, he and I both like cigars and I think I have given him one or two on my various trips up there. Michael Shanks... they are all really great to me. And then the new cast, of course, too. Joe Flanigan [John Sheppard] and... Torri and Rachel, of course... and you have to cut this out, because I blank on his name. I know him very well...

SG-P: Oh, are you talking about Jason or David...

Robert: McKay, David Hewlett, thank you. David, forgive me! Don't tell him I forgot his name. (laughs)

SG-P: No, I won't! (laughs)

Robert: They're all really great to me. So, I have nothing but kind things to say about them... And also, I think they wrote a really good cliffhanger. They have a very exciting... (whispers) I'm not going to tell you, what it is, but they have a very exciting season finale for "Atlantis".

SG-P: I guess you're talking about season four.

Robert: For season four... yes... which, of course, hasn't aired, yet.

SG-P: Well, season three hasn't yet aired here also.

Robert: Oh really? I'm in the final episode of season two with Richard Dean Anderson and then I have quite a large part in the premiere of season three with him. So, you'll be seeing a bit more of me. Probably more than you want.

SG-P: Well, there are some people here, who really like this character.

Robert: I don't know why. I think the Doctor on "Star Trek - Voyager" was certainly more loveable. But they've given Mr. Woolsey some foibles. They made him a little more... well... frankly, he's a bit of a coward in a real situation, which I like.
To me he is an example of what happens, when you have bureaucrats, who have control over the military, rather than experienced people from the military. It's kind of what is happening in the United States as a matter of fact: if you think of Mr. Woolsey as our president and vice-president and all the people that have engineered the war having had no military experience of their own. So, I like to think that Mr. Woolsey... that there's a lesson for all of us in Mr. Woolsey's behaviour... by negative example, of course.

SG-P: So, that we can learn this from him?

Robert: Right!

SG-P: I think you get a lot of questions, probably questions you have answered a thousand times. But what would be the question, you would like to be asked, and what would be your answer to it?

Robert: (laughs) Oh gosh! "How did I get so handsome?" I never get asked that. What else?... "Have you always been this brilliant?" I got another one: "How do you get your head to shine so much?"... Oh, hold it a minute! I have been asked that by a "Star Trek" fan in Texas. The woman asked me, how my head got so shiny. I couldn't believe it. So, I said: "I don't know, ma'am. How did your butt get so big?" (laughs) [that moment we were dying of laughter] No, I didn't. I'm sorry. I didn't say that at all. I'm kidding. Please, strike that from the record!
But what else would I like to be asked?... I guess I'd like to be asked: "What beautiful gift from Germany would you like to receive, Mr. Picardo?" (laughs) I'm kidding again. I've been asked so many questions. I don't need to add to it myself.

SG-P: So, are there any other science-fiction-shows you like to watch on TV? What about "Battlestar Galactica" or "Heroes"?

Robert: I have seen "Battlestar Galactica" and I enjoyed it. And, you know, their creator Ron Moore was one of our favourite "Star Trek" writers and a terrific guy. I have to admit, I haven't really seen much of "Heroes" and I hear it's excellent. I don't get the opportunity to watch things. I can't get addicted to more shows. The only show that I was addicted to for a while was "24". I used to watch that a lot with my children and I had to see it.

SG-P: That's exciting, too, and it's driving you nuts having to wait a whole week for another new episode.

Robert: Yeah, it does! But I need to watch more of "Heroes". And I understand they've just begun recycling "Star Trek" actors, too. So, who knows...

SG-P: Recycling?

Robert: "Star Trek" just has always been the fore-friend of recycling. Every new series recycles the same idea and changes all of it. (laughs) "Okay, let's see! The captain last time was a bold guy with a toupee. Let's have a bold guy without a toupee this time... Oh, now let's have a black guy... We had a bold guy with a toupee, a bold guy without a toupee, a black guy. So, let's get a girl." You know, what I mean? They like to... "The engineer last time was a black guy with glasses, now the engineer would be a Vulcan babe." I don't know.
So, they like to shuffle the deck and play a similar hand again. So, I think recycling was actually invented by "Star Trek". For example in "Voyager" they had me playing the Doctor and they had Ethan Phillips playing Neelix and, if you glue the two of us together, you come up with Doctor Phlox ["Star Trek - Enterprise"], when you think about it. He was played by a wonderful actor, John Billingsley. But conceptionally, I think they just stuck the two of us together.

SG-P: You have been to Germany before many times. What do you like about Germany?

Robert: Do you know what? When I was picked up at the airport, I was driven directly to a supermarket and I bought six tubes of German mustard. Because I'm not allowed to get home without the mustard that comes in a tube like toothpaste. My children love it, my wife and I love it. So, my favourite thing to buy in Germany is mustard. (laughs) I know that doesn't sound flattering, but I had to go straight to the market.
I love, how everything here works perfectly. The plane, everything from getting the baggage at the airport, everything runs on time, everything is clean. People are nice. There are a lot of "Star Trek" fans here, that means I'm usually treated very well. I love German beer, I told you I love the mustard, I love all the roast meats. What else are my favourite German things? And the girls are very nice. And I've noticed that the female fans of my character on the show... (whispers) I probably shouldn't say this, but they tend to be younger and prettier than in many other countries. (laughs) So, that's another reason. I've actually had girls in their early twenties flirting with me, which was such a shock that I almost had to be taken to the hospital.
So, there are many things I like about coming here.

SG-P: And is there a difference between German fans and fans from other countries?

Robert: I said it before. German fans are the best clappers at the end. No-one claps longer and with more enthusiasm anywhere in the world than German fans. If they are happy to see you and you perform well and they enjoy your stage appearance, they clap very long. I literally had a convention in... it was at your World-Expo 2000 in Hanover and after that stage appearance, I think they clapped for about four or five minutes straight without stopping. That was a record for me! So, I liked that.
Also, German fans - you never have trouble hearing them! A British fan would say something like: (whispers) "Would you mind terribly, if I took a photo?" But a German fan would scream: "PHOTO?" So, it's always "Ganz klar!".

SG-P: Yeah, that's true. We experienced that ourselves at FedCon this year: Armin Shimerman [Quark, "Star Trek - Deep Space Nine"] was there, and he wasn't one of the biggest names on the guest list, but he got standing ovations every time he did something with his hands or told a funny joke. That was just...

Robert: Great?

SG-P: Yeah, it was great! That was an overwhelming feeling.

Robert: Even when he performed?

SG-P: Yes! And also, when he came to the stage, they had to play a song, because the people wouldn't stop clapping their hands.

Robert: That's what I mean. It's true. And also, at FedCon they clap forever. I just happen to remember that one event, because it didn't seem as large as some other ones, but for the size of the audience they clapped a very long time. But yes, German fans are the best clappers... and the best mustard makers. (laughs)

SG-P: Okay, another question: If you had the chance to go back in time to witness a certain historical event or a time period in the past without interfering, where and when would you want to go?

Robert: You mean in actual history? What event? Oh boy... I think almost every American would say the Kennedy assassination to try to change that...

SG-P: But you wouldn't have the chance to change it. Actually you would be just witnessing it.

Robert: Well, obviously witnessing it means that you would solve the mystery of it, but you're not allowed to change it. So, even if you knew the truth, you couldn't share it. And I think that would be a terrible burden to bear. So, I take that back.
But if I got to witness it... witness something from history... oh man... There are a lot of them, a lot of things. I would start in biblical times, I'm sure that there are a lot of things I like to have witnessed back then. But I guess, if I stick with my own country's history, just for the sake of argument, I think I would like to witness the moon landing. Which, I guess means beyond the moon, without having to go through the trouble of actually going. (laughs) That would be cool!

SG-P: Now I have some short ones: What is better? Plane or Train?

Robert: Plane or Train? Train! Especially in Germany. Good trains here.

SG-P: Cats or Dogs?

Robert: Dogs!

SG-P: Holo-Deck or Replicator?

Robert: Holo-Deck!

SG-P: Coffee or Tea?

Robert: Coffee!

SG-P: Sunset or Sunrise?

Robert: Sunset!

SG-P: Schnitzel or Bratwurst?

Robert: Bratwurst! I like Bratwurst.

SG-P: Seven of Nine from "Star Trek - Voyager" or Number Six from "Battlestar Galactica"?

Robert: Seven of Nine!

SG-P: And now the most difficult decision: "Star Trek" or "Stargate"?

Robert: I think that's not really fair, because I spent so much time on them. I like both shows. I actually think, and I probably get in trouble for this, I think that their humour is more successful on "Stargate" than we had it on "Star Trek". I find it funnier, and even though I'm proud of the humour I brought to "Voyager", I think overall they pull off comedy better than we did. But I will go toe to toe with them on philosophical issues and stuff like that. I think that was our strength.

SG-P: The last thing would be our Quick-Shooting-Round - I give you a headword and you reply with one or a few words, which are coming into your mind spontaneously. The first word would be 'Thunderstorm'.

Robert: Lightning!

SG-P: Internet?

Robert: Access!

SG-P: New Year's Eve?

Robert: Party!

SG-P: Audition?

Robert: Career!

SG-P: Soccer?

Robert: Ball!

SG-P: Amanda Tapping?

Robert: Amanda Tapping? Cute!

SG-P: Fast Food?

Robert: Fattening!

SG-P: And Traffic Jam?

Robert: Crappy!

SG-P: Okay, Robert, that's it. Thank you very much for the interview. It has been great being able to talk to you. I wish you all the best for your career, your future and for the evening tonight.

Robert: Thank you very much. My pleasure. Nice to meet you all. Sorry, I hope I didn't waste too much of your first few minutes being silly. But it's hard to concentrate sometimes... And when you said 'Schnitzel or Bratwurst', I should have said 'Bratwurst with mustard'!

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