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Artikel

Review: Elysium

Elysium (2013)
Regisseur: Neill Blomkamp
Cast: Matt Damon, Jodie Foster, Sharlto Copley, Alice Braga, Wagner Moura



Story:

Im Jahre 2154 ist die Erde überbevölkert und die Umwelt zerstört. Die Reichen leben auf Elysium, eine Raumstation im Erdorbit, auf der es keine Krankheiten oder sozialen Problem gibt.
Auf der Erde, lebt der Rest der Menschheit unter ärmlichen Bedingungen. Als Max, ein Fabrikarbeiter mit krimineller Vergangenheit, bei der Arbeit schwer verletzt wird, hat er nur noch eine Möglichkeit zu überleben. Er muss nach Elysium.


Kritik:

Im Jahre 2009 versuchte sich der Spezial-Effekte Spezialist Neill Blomkamp, an seinem ersten Regiedepüt. Der daraus resultierende Science-Fiction Thriller „District 9“, überraschte alle Kritiker durch seine gelungene Kombination an guter Geschichte und Action. Die Geschichte einer außerirdischen Rasse, die auf der Erde gestrandet ist, was Probleme für Aliens und Menschen mit sich bringt, war ebenfalls der Durchbruch des Schauspieler Sharlto Copley, welcher auch in „Elysium“ vertreten ist und auch in Neill Blomkamps kommenden Science-Fiction Film „Chappie“ mitspielen wird. Ein Filmteam ist geboren, welches hoffentlich erneut überzeugen kann. Ist „Elysium“ wirklich das hochgelobte Paradies oder doch nur teurer Weltraumschrott?


Max (Matt Damon), träumte immer von Elysium. Das wahre Paradies im Erdorbit. Aufgewachsen als Waisenkind in den Slums, könnte er nicht weiter von diesem Traum entfernt sein, der nur den Superreichen vergönnt ist. Jung verfiel er einem als Räuber und Autodieb. Zurück auf gerader Spur und hoffnungsvoll, da er seiner Jugendliebe Frey (Alice Braga), wieder begegnet ist, erleidet er einen Arbeitsunfall und wird tödlich verstrahlt. Seine letzte Hoffnung ist Elysium, da die dortige Technik ihn retten könnte. Seine einzige Möglichkeit dort hinzukommen, ist sein früherer Arbeitgeber Spider (Wagner Moura), welcher Flüchtlinge nach Elysium schleust. Dieser verpasst Max ein Exo-Skellet, welches ihm die Kraft eines Androiden verleiht und eine mögliche Schnittstelle zu jedem Computer. Ausgerüstet für das Äußerste, gerät Max mitten in die Machtkämpfe um die Station, weswegen die Verteidigungsministerin Elysiums Delacourt (Jodie Foster), ihm den Auftragskiller Kruger (Sharlto Copley), auf den Hals hetzt.

Matt Damon, als halb Mensch, halb Kampfmaschine, halb USB-Port, spielt zwar nur seine Actionroutine ab, die er schon während Zeit als Jason Bourne perfektionierte, wirkt dabei aber weder gelangweilt noch übertrieben. Im Gegensatz zu Jodie Foster. Ihre Rolle als skrupellose Verteidigungsministerin ist weder kreativ erzählt, noch gut gespielt und vollkommen austauschbar. Das absolute Highlight ist jedoch Sharlto Copley, als verrückter Söldner und Auftragskiller Kruger, welcher eindeutig Freude an seiner Rolle hatte. So wie man als Zuschauer Spaß hat, ihm zu zusehen.

Neill Blomkamp versteht es düstere Dystopien zu erschaffen. Wie schon in „District 9“ gelingt es ihm dem Zuschauer eine bevölkerte und glaubhafte Welt vorzusetzen.
Wo man sich jedoch bei „District 9“ über die metaphorische Bedeutung streiten kann, wird man in „Elysium“ geradezu damit erschlagen. Nur leider wird die hintergründige Flüchtlingsthematik nur oberflächlich behandelt. Technisch wiederum ist alles gelungen. Nicht übertrieben aber durchaus abwechslungsreich, visualisiert Blomkamp in experimentierfreudigen Kamerafahrten die Geschichte, welche aber, gegen Ende, erzählerisch ein wenig ins Stocken gerät. Plötzliche Bremsen in den, ansonsten gelungen, Actionsequenzen und der vorhersehbare, aber dann doch nicht näher dargelegte Motivwechsel einer der Hauptfiguren, sind ein paar der wenigen Probleme von Blomkamps Zukunftsvision. Nichts zu beanstanden gibt es beim gelungen Soundtrack des Komponisten Ryan Anon, welcher für „Elysium“ seinen ersten Soundtrack komponierte.

Fazit:

Matt Damons Flucht von einer dreckigen Erde in das himmlische Elysium, weist Mängel auf, ist aber sonst ein gelungen inszenierter und realistisch wirkender Sci-Fi Thriller mit gelungener Besetzung (Bis auf Jodie Foster). Nicht so gut wie „District 9“ und auch nicht paradiesisch aber eine tolle Ablenkung von unserem, doch so tristen, Alltag auf der Erde.

7,5 von 10

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