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Bildnachweis: (c) 2014 Syfy Media, LLC / Studiocanal
  • Von shadow-of-atlantis
  • Ferne Welten
  • Veröffentlicht am 18.08.2016

Review: Ascension auf DVD und Blu-ray
Es hätte so gut werden können

Wir durften uns passend zur DVD- und Blu-ray-Veröffentlichung von „Ascension“ die Mini-Serie genauer anschauen. Ob es sich lohnt, erfahrt ihr hier:

 

Darum geht es in „Ascension“

„Ascension“ verspricht ein tolles Konzept. Sci-Fi einmal anders. Denn in „Ascension“ befinden sich 600 Menschen auf dem gleichnamigen Raumschiff, die sich auf dem Weg nach Proxima befinden. Dort sollen Sie eine neue Heimat finden und somit die Zukunft der Menschheit sichern.

Das Besondere: Das Raumschiff „Ascension“ startete bereits in den 60er Jahren.

Zu dem Zeitpunkt, zu dem der Zuschauer in die Handlung einsteigt, leben auf dem Schiff bereits die 2. Und 3. Generation und die „Ascension“ befindet sich kurz vor dem Point of no Return, sprich bald ist der Punkt erreicht, an dem die Reserven nicht ausreichen werden, um zur Erde zurückzukehren und nur noch der Weg nach Proxima bleibt.

Doch genau zu dem Zeitpunkt stirbt eine junge Frau an Bord und der XO ist sich sicher: Es war Mord. Von da überschlagen sich die Ereignisse auf der „Ascension“ und im Verlauf der Mordermittlungen fliegen manche Intrigen auf, die sich an Bord abspielen, in die nahezu jeder in gewisser Weise verstrickt scheint.

Kritik zu „Ascension“

Ich habe lange überlegt, wie man eine spoilerfreie Kritik zu einer Eventserie schreibt, in deren Handlungsmittelpunkt eine so überraschende Offenbarung steht, wie sie bereits in der 2. Folge angesprochen wird und ab der 3. Folge immer mehr im Mittelpunkt steht.

Da diese Offenbarung den gesamten Blickwinkel auf den Auftakt der Serie verändert, habe ich mich an dieser Stelle dazu entschieden, gewisse Dinge nur vage zu besprechen und anzureißen. Gerne kann ein Austausch darüber in unserem Forum stattfinden.

Die erste Frage, die man sich bei „Ascension“ stellt, ist: Kann die Serie halten, was sie verspricht? Das Konzept klingt doch etwas gewagt. Ein Raumschiff, dass sich in den 60er Jahren auf die Reise zu fremden Planeten machte, angesiedelt im Hier und Jetzt. Das wirkt zunächst ein wenig befremdlich. Aber, hey, es ist Science Fiction! Und unter dieser Prämisse lautet die Antwort (leider): Ja und Nein.

Ja, die Serie hält, was sie verspricht. Nein, weil sie in Ermangelung einer Serienbestellung eine Eventserie bleibt und damit abrupt inmitten der Handlung endet.

Bis zu diesem Moment erlebt der Zuschauer eine neue, innovative Idee, die etwas Abwechslung in die Serienlandschaft gebracht hätte. Da ist einerseits der top-moderne Sci-Fi-Aspekt, andererseits muten Ausstattung, Kleidung und Umgebung auf der „Ascension“ an das typische 60er-Jahre-Image an, was definitiv einmal etwas Anderes ist.

Das 60er-Jahre-Motto ermöglicht es der Serie auch, kritische Themen einzubringen, die in einem neuzeitlichen oder futuristischen Setting deplatziert oder aufgedrückt wirken würden. Da gibt es die Zweiklassengesellschaft und der Kampf um den Aufstieg der Menschen auf dem Unterdeck, für die es kein höheres Ziel gibt, als es auf die oberen Decks zu schaffen, um nur ein Beispiel zu nennen, das im Fall von „Ascension“ nicht wirkt, als hätte man es unbedingt noch auf der Checkliste moralischer Themen abhaken müssen.

Andererseits werden Themen aufgegriffen, die in einem solchen Kontext natürlich nicht fehlen dürfen. Da wird darüber bestimmt, wer wen zu heiraten hat, um den Genpool möglichst frisch zu halten. Und Paare müssen ebenfalls auf das „Okay“ warten, um überhaupt Nachwuchs in die Welt setzen zu dürfen. Vor allem Kinder und Jugendliche leiden allerdings unter dem Gedanken, dass ihr Leben keinen Sinn hat, da sie sich weder dazu entschieden haben, auf der „Ascension“ zu leben, noch die Wahl haben, was sie mit ihrem Leben anfangen wollen.  

Anfangs wirkt das Konzept auf den ein oder anderen möglicherweise etwas befremdlich. Spätestens ab der zweiten oder dritten Folge, wird man von der spannenden Handlung und den komplexen Zusammenhängen in Beschlag genommen, die sich zum kontrollierten Selbstläufer entwickeln.

Ohne etwas vorwegnehmen zu wollen, treten hier auch Handlungen in den Vordergrund, die dem Zuschauer bald das Gefühl vermitteln: „Ascension“ (also der Aufstieg) bezieht sich nicht auf den Aufstieg des Raumschiffs ins All oder den Aufbruch der Menschheit zu anderen Welten und damit den Aufstieg der Menschheit mit Bezug auf ihre technischen Errungenschaften. Etwas ganz Anderes verbirgt sich hinter „Ascension“.

Während es sich im Rahmen der 6 Episoden deutlich abzeichnet, was mit „Ascension“ wirklich gemeint ist, bleiben viele Fragen ungeklärt. Die Serie endet nicht nur mit einem gewöhnlichen Cliffhanger sondern in gewisser Weise förmlich inmitten der Handlung. Das kann man sich so vorstellen, als hätte „Battlestar Galactica“ einst nach der 6-teiligen Eventserie geendet, die den Auftakt der Serie darstellte. Somit war es zwar ein netter Versuch sich an einer Sci-Fi-Größe der letzten Jahre zu orientieren und einen ähnlichen Auftakt zu feiern, allerdings wurde „Ascension“ der Erfolg nicht vergönnt, zu dem die Serie durchaus in der Lage gewesen wäre.

Fazit zu „Ascension“

Es ist äußerst bedauerlich, dass die Serie so offen endet und die Zuschauer inmitten der Handlung hängen gelassen werden. Andererseits bietet die Serie einen interessanten Ansatz, der vom üblichen Sci-Fi-Konzept abweicht und so manche Überraschung parat hält. Denn die Inhaltsbeschreibung zu „Ascension“ ist lange nicht alles, was die Serie zu bieten hat. Hier muss jeder einzelne also ganz klar abwägen, ob er sich auf eine interessante neuer Perspektive einlässt oder lieber auf eine weitere unvollendete Serie verzichtet.

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