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Interviews

Paul McGillion im SG-P -ExklusivInterview
12 / 2004

Stargate Atlantis Schauspieler Paul McGillion fand auf den deutschen Wolf GateDays, die von Wolfevents veranstaltet wurden, ein wenig Zeit und beantwortete unserem Mitarbeiter Tobias Mauer einige Fragen. Wenn Sie mehr über Paul wissen wollen, so lesen Sie sich einfach unser erstes Interview mit Paul durch, welches wir vor einigen Monate mit dem Schauspieler führten.

Interview geführt von: Tobias Mauer

Artikel verfasst von: Thor

(Im Namen von Tobias und SG-P bedanke ich mich bei Moni, Guy und Sib, die bei der Fertigstellung des Interviews halfen)


Paul McGillion

Paul McGillion wurde am 05.01.1969 in Paisley, Schottland als sechstes von sieben Kindern geboren.

Als er zwei Jahre alt war, zog seine Familie nach Kanada. In seiner Jugend kam er zurück nach Schottland, kehrte aber nach sieben weiteren Jahren nach Kanada zurück.
Später studierte er Biologie und Sport auf Lehramt als Hauptfach, sowie Theater als Zweitfach. Während des Studiums war er Profi im „Freestyle Wrestling“, was in Deutschland als Ringen bekannt ist. Nach seinem Abschluss unterrichtete er Theater in Toronto, Kanada.

Daraufhin konzentrierte er sich auf seine eigene Schauspielkarriere. Neben Verpflichtungen für diverse Filmprojekte finden sich auch einige Gastauftritte in bekannten Serien wie „Viper“, „Seven Days“ und „Smallville“ in seiner Filmographie.

2003 wirkte er an dem Projekt „See Grace Fly“ mit, in dem er den Missionar Dominic McKinley verkörperte und für seine Leistung für einen Leo Award als bester männlicher Hauptdarsteller nominiert wurde. Der Film, bei dem Paul auch als Produzent fungierte, bekam fünf Nominierungn und gewann vier Auszeichnungen.
2006 arbeitete er mit seinem SGA-Kollegen David Hewlett an dessen Eigenproduktion „A Dog’s Breakfast“ mit.
Anfang 2008 hat er das Lifetime-Drama „Me, Mom, Dad and Her“ abgedreht, in dem ihm die Hauptrolle zuteil wurde.

In „Stargate SG-1“ mimte er zunächst den ersten Menschen, der je durch das Stargate gegangen war: Ernest Littlefield.
Später war er bei „Stargate: Atlantis“ ab dem Pilotfilm „Aufbruch in eine neue Welt“ als Dr. Carson Beckett dabei. Seine Darstellung des schottischen Arztes kam so gut an, dass er während Staffel 1 so oft wie möglich integriert wurde und mit Staffel 2 seine Beförderung zum Maincast erfolgte. Unglücklicherweise wurde sein Charakter in der Staffel-3-Episode „Ein freier Tag“ allerdings in einer Explosion getötet.
Die Fans protestierten jedoch so heftig, dass er in der vierten Staffel für einen Zweiteiler zurückkehren durfte und auch in Staffel 5 wieder auftrat.

Deutsch

Stargate-Project.de: Wie würdest Du jemandem vollkommen Unwissenden Stargate Atlantis beschreiben?
Paul McGillion: Ich glaube, dass Stargate Atlantis eine Serie ist, die die Menschen unterhalten wird.

Paul McGillion: Ich glaube, dass Stargate Atlantis eine Serie ist, die die Menschen unterhalten wird. Man reist in eine andere Galaxie mit den Namen Pegasus und von da geht es über Wurmlöcher zu verschiedenen Planeten innerhalb dieser Galaxie. Ich glaube, dass jeder schon einmal von dem Mythos rund um die versunkene Stadt Atlantis gehört hat. Und weißt Du, als ein Kind fand ich das wirklich total faszinierend. Jetzt ist es sehr interessant, dass man eine Fernsehshow gemacht hat, die darauf basiert. Also, die Serie spielt in Atlantis. Dies ist meiner Meinung nach schon einmal ein sehr interessanter Aspekt der Show. Wie ich heute schon einmal auf dem Panel erwähnt habe, finde ich das Set der Serie wirklich spektakulär. Und es ist eine große Herausforderung an einer Show mitzuarbeiten, die ein so gewaltiges Set benutzt. Die Charaktere sind sehr fernsehfreundlich angelegt. Die Zuschauer werden mit der Zeit alle Charaktere der Show kennen lernen. Sie haben sehr viel Menschlichkeit in die Charaktere eingebaut, was ich als interessanten Aspekt der Serie sehe.

SG-P: Wenn Du die Möglichkeit hättest Dir einen der 6. Hauptcharaktere auszusuchen, ich werde Beckett jetzt mit zum Maincast zählen – für welchen würdest Du dich entscheiden?

Paul: Danke, dass du mich da mit einbeziehst. Also, als Schauspieler – ich liebe meinen Charakter – bin ich wirklich froh, dass ich genau ihn spielen darf. Am Anfang war mein Part noch nicht schottisch, als ich ihn dann übernommen habe, habe ich den schottischen Teil eingebracht. Und daraus resultierend habe ich aus dem dadurch entstandenen Charakter dann den Carson Beckett gemacht, den ihr kennt – was eine große Herausforderung war. Also, ich bin darüber glücklich wie es ist und wo ich bin, auch wenngleich McKay ein großartiger Charakter ist, aber er ist deshalb so großartig, weil David Hewlett diesen Charakter spielt. Und Sheppard ist gut, weil er von Joe Flanigan gespielt wird. Ich glaube aber, dass ich nicht sehr gut darin wäre, Teyla zu spielen. (lacht)


SG-P: Wie hast Du es gelernt, einen Doktor zu spielen? Hast du Teryl gefragt? Wie hast Du es gelernt, einen Doktor zu spielen? Hast du Teryl gefragt?

Paul: Teryl ist ein Albtraum, weißt Du (lacht sehr laut). Entschuldige (lacht noch mehr – dreht sich dann um um mit Teryl zu diskutieren, was er eben gesagt hat). Entschuldige bitte, könntest Du die Frage noch einmal wiederholen?


SG-P: (nach einer kurzen Pause, da ich die Frage vergessen hatte)
Wie hast Du es gelernt, einen Doktor zu spielen? Hast Du Teryl um Rat gefragt oder hast Du Schauspielunterricht genommen oder – wie hast Du es gelernt? Vielleicht hast Du ja sogar ER oder Scrubbs geguckt?

Paul: (lacht) Nein, ich habe glücklicherweise einen Bruder, der an seinem Doktor in Medizin arbeitet, was eine sehr praktische Sache ist. Ich habe einen kleinen wissenschaftlichen Hintergrund, aber nichts im Vergleich zu meinem Doktor. Ich denke, als Schauspieler muss man aktiver Teilnehmer an seiner Karriere sein und sich darüber bewusst sein, dass die meisten Leute Ärzten aus Sendungen wie Emergency Room und dergleichen ‘ausgesetzt’ waren. Weißt du, um sich mit diesen technischen Dialogen zu beschäftigen, die den Charakter viel beeinflussen, muss man ein umfassendes Verständnis für das was man sagt haben und ich denke, das ist…hmm…notwendig und es gibt dem Charakter Glaubwürdigkeit. Und ich betreibe Nachforschungen im Internet, ich rede mit den Produzenten und den Schreibern und schaue, was ihre Gedanken zu dem Charakter sind. Glücklicherweise ist er nicht eine bloße Informationsmaschine. Ich spucke den medizinischen Jargon nicht die ganze Zeit aus (= Ich spreche nicht die ganze Zeit im medizinisches Jargon). Ich finde, die Schreiber haben mir die Möglichkeit gegeben, einen wohlgeformten Charakter auszuarbeiten und die menschliche Seite des Charakters einzubeziehen. Und glücklicherweise habe ich viele dramatische und komische Sachen zu tun – das ist also eine großartige Angelegenheit.


SG-P: Im Panel hast Du uns erzählt, dass Du dich darüber freuen würdest, wenn Du einen langjährigen Vertrag bekommen würdest. Aber ist es nicht gerade für einen Schauspieler auch sehr gefährlich einen Charakter über so eine lange Zeit zu spielen? Immerhin könnte man dabei sehr viele Möglichkeiten verpassen, da man an den Vertrag gebunden ist!

Paul: Das ist eine gute Frage. Es ist sicherlich bis zu einem gewissen Grad ein Risiko. Sie spielen derzeit mit den Zahlen und ich weiß nicht genau, wo es dann enden wird. Ich wäre jedenfalls begeistert und geehrt, einen langjährigen Vertrag zu erhalten – als Schauspieler gibt es einem auf jeden Fall einen gewissen Grad an Stabilität, was wirklich eine klasse Sache ist. Und mit diesem Charakter – solange die Autoren weiterhin so weiter schreiben –ist es ein fantastischer Job. Weißt Du, ich liebe diesen Charakter, ich liebe es, einen schottischen Charakter zu spielen. Es ist eine große Ehre, sich so repräsentieren zu dürfen, um es mal so auszudrücken. Und ich liebe es mit allen meinen Schauspielerkollegen zu arbeiten. Also, wenn es so weitergehe würde, das wäre fantastisch. Wenn es weiterhin so viel Spaß macht, wäre ich damit zufrieden. Ich brauche dann nicht mehr, weist Du. Ich bin sehr glücklich diese Möglichkeit bekommen zu haben, bei Stargate Atlantis mitzuspielen und wenn das weitergehen würde, wäre ich ein glücklicher Camper. Ich habe eben einen kleinen independent Film abgedreht den ich co-produziert habe und ich werde auch weiterhin kleine independent Filme drehen wenn ich die Chance bekomme. Oder Theater, das würde ich liebend gerne in der Drehpause machen und ich sehe auch keinen Grund, damit aufzuhören. So hat man dann die Drehpause außerhalb einer Staffel um sich auf etwas anderes vorzubereiten und hoffentlich werden wir einen Film in dieser Zeit drehen. Wenn man das will. Unser Film wird in Kanada diesen Monat uraufgeführt und nennt sich 'See Grace Fly' und die Fans haben dadurch die Möglichkeit zu sehen, dass es auch eine ganz andere Seite des 'Dr. Carson Beckett' gibt, die man entdecken kann. Ich spiele nämlich einen Missionar in diesem Film. Also, ich mag es schon noch Sachen neben Stargate Atlantis zu machen. Ich hatte bisher eine schöne Karriere, und dies macht sie nur noch besser.


SG-P: Ich wäre dann noch auf die externen Projekte zu sprechen gekommen, um zu fragen was derzeit neben Stargate Atlantis noch ansteht?

Paul: (lacht) Ich sitze in Deutschland und spreche mit Dir. Du bist charmant, mein Freund (lacht noch immer). Also, zwischen 2 Staffeln kannst Du entweder in den Urlaub fahren – was eine schöne Sache ist – oder Du kannst auch so eine Tour wie diese machen, um deine Serie bekannter zu machen, die Fans kennen lernen die die Show anschauen. Ich bin der Meinung, dass dies fantastisch ist. Ich hatte eine wirklich tolle Zeit hier in Deutschland. Ich hatte echt viel Spaß.


SG-P: Stargate Atlantis läuft derzeit immer direkt im Anschluss an Stargate SG1. Ihr habt die höchsten Einschaltquoten, die der SciFi Channel je mit einer eigenen Serie hatte. Glaubst Du, dass Ihr auch ohne SG1 so hohe Quoten haben könntet?

Paul: Wir sind wirklich sehr glücklich darüber, dass SG1 genau vor uns läuft. Immerhin ist es das Mutterschiff (lacht) – um es so auszudrücken. Es ist sehr schön direkt im Anschluss an so eine erfolgreiche Show zu kommen und ich glaube, dass ein Grossteil unseres Erfolges mit der extrem großen und loyalen Fanbasis zu tun hat, die SG1 hat. Ob die Serie auch auf den eigenen Beinen stehen kann wird man erst noch sehen. Ich glaube, dass die beiden Serien im Format schon ziemlich ähnlich sind, aber sie haben andere Schwerpunkte. Wenngleich ich glaube, dass beide Shows großartig sind und weißt du, es ist klasse das beide Shows einen solchen Erfolg haben. Ich hoffe es zumindest, aber ich glaube auch, dass auch Stargate SG1 noch nie so hohe Quoten hatte wie in dieser Staffel. Anscheinend machen sie etwas richtig. Brad Wright und Robert C. Cooper wissen, was sie tun und sie sind sehr intelligente Männer, und ich glaube auch, dass sie ein richtig gutes Produkt herstellen. Hoffentlich machen sie noch lange weiter und wenn wir die Möglichkeit haben, uns noch eine Weile in ihrem Schatten aufzuhalten – das wäre fantastisch. Alle von Ihnen waren so hilfreich, zu mir als Schauspieler und auch zu allen anderen - Richard Dean Anderson, Amanda Tapping, Christopher Judge und Michael Shanks. Und natürlich auch die liebreizende Teryl Rothery hier in Deutschland. Es ist läuft also alles bestens.


SG-P: Deine erste Convention liegt hinter Dir. Was hast Du erwartet und was wäre die schlimmste Frage gewesen, die Dir jemand hätte stellen können?

Paul: Um ehrlich mit Dir zu sein – ich war am Anfang doch etwas nervös, da ich nicht wirklich wusste was mich erwartet. Ich hatte mit Gary Jones gesprochen, der bei Stargate SG1 mitspielt, da er schon einige Conventions hinter sich hat. Und ich habe mit Teryl gesprochen, die mir ein bisschen was beigebracht hat. Davor hatte ich überhaupt keine Ahnung um was es dabei geht. Es war sehr gut gemacht. Brian und seine Helfer haben einen fantastischen Job gemacht, alles war gut organisiert, die Leute waren sehr respektvoll. Die Fragen stören mich nicht im Geringsten. Ich hoffe immer nur, dass ich sie auf eine Weise beantworten kann, die halbwegs interessant und gleichzeitig auch lehrreich ist. Ich glaube, dass die Leute sehr respektvoll mit mir da draußen umgegangen sind und ich habe auch kein Problem damit, ein bisschen Spaß mit den Leuten da draußen zu haben, wie Du ja selbst sehen konntest.


SG-P: Und was wäre die schlimmste Frage gewesen, die man hätte stellen können? Gab es Themen, die man besser sein lassen sollte?

Paul: Ich bin eine sehr private Person. Sehr privat. Also persönliche Fragen über mein Privatleben – das versuche ich dann doch zu trennen, wenn ich kann. Aber wo ich aufgewachsen bin und alles – das stört mich nicht im Geringsten. Es gibt da glaube ich einen schmalen Grad, den Leute überschreiten können – aber niemand hat ihn hier überschritten. Ich glaube es jedenfalls nicht, also gab es auch keine unpassenden Fragen. Ich glaube, dass die Leute ihren Verstand benutzt haben und respektvoll zu den Gästen waren. Das ist eine großartige Sache und so kann man auch eine fantastische Zeit haben. Also bis jetzt gab es keine schlimmen Fragen. Aber es ist schließlich meine erste Convention, mal sehen was in Schottland und in London passiert. Alles war fantastisch, die deutschen Fans waren fantastisch und hatten viel Spaß und ich glaube wirklich, dass sie dieses Wochenende genossen haben. Also möchte ich mich bedanken, dass sie mich hier haben wollten.


SG-P: Um das Interview abzuschließen, welches eine Ehre für mich war – gibt es noch irgendetwas, was Du über die Show oder für die Fans da draußen sagen möchtest?

Paul: Ich danke den Fans hier. Wenn das hier ein Anhaltspunkt dafür ist, wie die Fans in Deutschland sind – dann WOW. Sie waren enthusiastisch, sie waren gebildet und sie waren verdammt gut drauf. Wenn wir weitermachen können die deutschen Fans so zu unterhalten, dann wäre ich begeistert, da sie so toll zu mir waren, mich so herzlich aufgenommen haben. Ich habe es wirklich genossen mit Ihnen hier sein zu dürfen. Es gibt hier wirklich sehr sehr nette Menschen. Hoffentlich werden sie von der Show gut unterhalten. Ich glaube, dass Stargate Atlantis sehr gut ausgearbeitete Charaktere hat. Die Serie hat viel Comedy zu bieten, wobei die dramatischen und actionreichen Szenen nicht zu kurz kommen. Ich glaube also, dass man jede Episode genießen kann und ich glaube auch, dass die Leute von Stargate Atlantis gut unterhalten werden. Das ist etwas, auf das Ihr euch wirklich freuen solltet.


SG-P: Danke für das Interview, Paul.

Paul: Danke auch an dich, Tobias.

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