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Episoden

Mordverdacht
Justice


Weltpremiere: 04.12.2009 Premiere DE: 14.04.2010 Regie: William Waring Drehbuch: Alan McCullough
SGP Bewertung:
Fan Bewertung:



Ein Mitglied der Besatzung wird tot aufgefunden und viele Fragen kommen auf. War es Mord oder Selbstmord? Wo ist die Waffe?

Schnell gerät Colonel Young selbst unter Verdacht, denn der Tote hatte in der Vergangenheit bereits mehrere Konfrontationen mit ihm und anderen Besatzungsmitgliedern. Das IOA nutzt diese Gelegenheit um seine eigene Politik voranzutreiben und ein Verfahren gegen den Colonel wird eröffnet.

All diese Verwirrung nutzt Dr. Rush währenddessen, um endlich ungestört am Antiker-Kontrollstuhl zu arbeiten, was ihm von Young bisher verboten wurde.

Obwohl es zunächst unmöglich scheint, wird der Mord schließlich doch aufgeklärt und ein wichtiges Besatzungsmitglied muss die Destiny verlassen. Für immer?


Rush betritt gerade den Raum. Er habe gehört, dass Glückwünsche angebracht seien, was Wray anzweifelt. Sie fragt ihn, was er wolle, und Rush entgegnet, er wolle lediglich die Kontrolle über sein Wissenschaftsteam zurück. Wray gewährt sie ihm, unter der Bedingung, dass er ihr Bericht erstattet.

Rush versammelt also das Team, bestehend aus Brody, Park, Franklin, Volker und Eli und geht mit ihnen in den Raum, in dem der Antiker-Kontrollstuhl steht. Sie besprechen, wie der Stuhl funktioniert, was er bewirkt, ob es sich vielleicht um ein früheres, begrenztes Modell handele, das das Gehirn des Benutzers nicht überfordert, wie bei Colonel O’Neill geschehen und wie man den Stuhl manuell einschränken könnte. Rush erklärt die Erforschung des Stuhls zur obersten Priorität des Teams, da er der Schlüssel zur Kontrolle des Schiffs und zum Weg zurück zur Erde sei.

Nach dem nächsten Schnitt sieht man Scott, der in Youngs Quartier umherwandert. Er scheint sich noch nicht mit dem Kommando Wrays abgefunden zu haben, er will einen geeigneten Anführer, wofür er Young hält. Er sei bereit, sein Kommando durchzusetzen, ob der Rest der Menschen auf der Destiny es wolle, oder nicht. Young entgegnet, er werde seine Position auf keinen Fall mit Gewalt durchsetzen. Scott gibt sich geschlagen, weist ihn aber darauf hin, dass er und das restliche militärische Personal ihn weiterhin als kommandierenden Offizier verstehen.

Anschließend wird wieder der Antiker-Stuhlraum gezeigt. Franklin ist gerade alleine am Arbeiten, als Eli den Raum betritt. Eli fragt, was er hier noch mache und Franklin antwortet, er habe die Spätschicht bekommen. Er erzählt außerdem, dass die Arbeit nicht besonders gut laufen würde. Der Stuhl verweigere jeden Zugriffsversuch, was ihn zu der Vermutung bringe, dass die einzige Möglichkeit der Interaktion darin bestehe, sich wirklich in den Stuhl zu setzen. Er denkt darüber nach, ob sie nicht möglicherweise schon so weit seien, diesen Schritt zu wagen, was auch Rush denkt, aber Eli meint, wenn Rush den Stuhl wirklich für sicher halten würde, dann würde er in diesem Moment darauf sitzen. Franklin stimmt ihm resigniert zu und bittet Eli, ihm etwas zu Essen aus der Kantine zu holen. Eli zögert zunächst verwirrt, da sie sich über den schlechten Geschmack des Süßkartoffel-ähnlichen Gemüses einig sind, macht sich dann aber auf den Weg. Franklin blickt nachdenklich den Stuhl an.

Young sitzt währenddessen in seinem Quartier und versucht sich anscheinend gerade erfolglos auf ein Buch zu konzentrieren, als sein Funkgerät angeht und Elis Stimme zu hören ist. Er meldet einen medizinischen Notfall und ruft nach Hilfe. Young rennt sofort los und trifft auf dem Weg Johansen. Die beiden stürmen in den Stuhlraum. Franklin sitzt in dem Stuhl, offensichtlich in keinem sehr guten Zustand, denn er zittert und verkrampft sich. Zwei Elektroden haben sich in seine Schläfen gebohrt und seine Hände werden durch Fesseln fixiert. Plötzlich löst sich alles und Franklin fällt aus dem Stuhl. Young und Johansen fangen ihn auf. Der unter Schock stehende Eli stammelt, er sei nur ein paar Minuten weg gewesen und habe ihn so vorgefunden. Rush steht neben dem Stuhl. Young blickt ihn wütend und vorwurfsvoll an.

In der nächsten Szene wird Franklin gerade von Johansen behandelt. Sie teilt den anwesenden Scott, Eli, Young, Wray und Rush mit, er befinde sich in einem komatösen Zustand und schlägt eine hohe Dosis eines Mittels vor, das ihn aufwecken könne. Sie sei sich allerdings über die Folgen nicht im Klaren. Wray ordnet an, das Mittel zu verabreichen, was Johansen kurz zum Zögern und zu einem Blick zu Young bringt, da sie keine Befehle von Wray gewohnt ist. Rush und Young verlassen den Raum und letzterer fängt sofort an Rush anzuschreien und ihn zu beschuldigen, dass er Franklin dahin gehend manipuliert habe, sich in den Stuhl zu setzen, weil er es sich nicht selber getraut habe. Wray schreitet mit dem Kommentar ein, dass es ihre Verantwortung sei, da sie Rush die Autorität gegeben habe. Young blickt sie wütend an und entgegnet sofort, dass er das sehr wohl wisse.
Scott geht und nimmt Eli mit sich und sie gehen in Elis Quartier. Scott trägt Eli auf, nochmals die Aufzeichnungen der Kinos durchzugehen, da ihm irgendetwas entgangen sein müsse. Er sagt, wenn er nichts finde, hätten sie keine andere Wahl, als die Sache selbst zu beenden.

Anschließend wird Wrays Quartier gezeigt. Sie wird von Brody angefunkt, der sich gerade im Gateraum befindet und eine Verbindung zu einem Gate meldet. Wray macht sich auf den Weg, doch als sie das Schott ihres Quartiers öffnet, steht Greer davor. Er fragt, ob sie einen Moment Zeit habe, und als sie mit der Begründung, dass sie ein Team zu dem Planeten schicken will, verneint, entgegnet Greer, das sei genau das, worüber er sprechen wolle. Er beschwert sich darüber, dass er und Andere von der Einsatzliste für Fremdwelteinsätze gestrichen wurden und verlangt, den Grund zu erfahren. Wray sagt ihm, dass er ein Verdächtiger im Mordprozess war, und wenn er damit nicht leben könne, sei das sein Problem. Sie lässt ihn stehen und läuft zum Gateraum.

Dort angekommen sagt sie dem Team, bestehend aus Lt. James, einem weiteren Marine, Volker und Caine, dass in der näheren Umgebung des Gates nichts zu entdecken sei und sie ihre Suche werden ausweiten müssen. Sie übergibt Volker das Kommando, was dieser leicht überrumpelt aufnimmt.

Eli hat währenddessen Scott in sein Quartier bestellt. Er weist ihn auf eine gelöschte Stelle in den Aufzeichnungen hin. Er habe allerdings automatische Back-ups auf seiner Laptop-Festplatte und öffnet die entsprechende Stelle in der Aufzeichnung. Die beiden starren gebannt auf den Bildschirm. Scott greift nach seinem Funkgerät und sagt Young, es gäbe etwas, das er sich ansehen müsse.

Die folgende Szene zeigt den Planeten, eine Sand- und Geröllwüste, in der gerade das Team umherwandert. Caine beschwert sich darüber, dass seine Schuhe für solche Einsätze ungeeignet seien, als das restliche Team eine Entdeckung macht. In einem nahe gelegenen Hügel steckt ein Raumschiff, etwa von der Größe eines der Shuttles von der Destiny, jedoch von einem völlig anderen Design. Das Team funkt Rush auf der Destiny an und berichtet von dem Fund. Rush sagt, er mache sich sofort auf den Weg.

Auf dem Weg in den Gateraum trifft er auf Young, der ihn aufhält und mit zu Elis Quartier nimmt. Wray ist ebenfalls dorthin gekommen. Sie sehen sich eine Aufzeichnung an, die Spencer zeigt, wie er auf dem Bett in seinem Quartier liegt. Er erzählt, dass er nicht mehr schlafen und klar denken kann, seit ihm die Pillen ausgegangen sind und dass er nicht mehr weiterwisse. Er sagt, es tue ihm leid, dass er keinen anderen Ausweg wisse, hält sich die Pistole an den Kopf und drückt ab. Die Anwesenden im Raum zucken zusammen und schauen betroffen. Eli stoppt die Wiedergabe und erzählt, die Kino-Kamera hätte zwar weiter aufgenommen, aber die Datei sei während der Übertragung auf die Festplatte beschädigt worden. Scott sagt, wichtig sei, dass die Waffe nicht mehr da war, als Spencer gefunden wurde, was bedeute, dass sie jemand mitgenommen hat. Young fragt, wie viele Leute fähig wären die Aufzeichnungen aus dem Computer zu löschen, was Eli damit beantwortet, dass es einige Leute gäbe, da das Löschen nur grundlegende Fertigkeiten im Umgang mit dem Computer erfordere. Wray entschuldigt sich bei Young und sagt, sie müssten die gegenwärtige Situation überdenken. Als sie vorschlägt, das Team von dem Wüstenplaneten zurückzurufen, sagt Rush, dass sie das nicht tun sollten, da das Schiff eine wichtige Entdeckung sei. Young stimmt ihm zu und die beiden begeben sich zum Gate.

Die nächste Szene zeigt die beiden bereits auf dem Planeten, wie sie gerade bei dem Forschungsteam eintreffen. Franklin berichtet, dass ihnen das Design des Schiffes völlig unbekannt sei, es aber definitiv nicht von den Antikern stamme. Es gebe außerdem keine messbare Strahlung ab. Auf der Unterseite ist ein Schott zu sehen, das sich jedoch nicht öffnen lässt. Rush fängt sofort an, es zu untersuchen. Young stellt fest, dass die Zeit knapp wird und befiehlt die Rückkehr zum Gate. Rush will jedoch noch einige Minuten bleiben und Young stimmt zu, dass sie beide noch kurz zurück bleiben. Das Team macht sich auf den Weg und Rush untersucht weiter das Schott. Plötzlich sagt Young, er wisse, dass Rush es gewesen sei. Rush sieht ihn an und fragt, was er meine. Young erzählt ihm, dass das Back-up der Kino-Aufzeichnung keineswegs beschädigt worden sei. Nach dem Selbstmord Spencers sei zu sehen, wie Rush den Raum betrete und die Waffe mitnehme. Rush sagt zunächst nichts. Dann fängt er an zu erzählen, wie er den Schuss der Pistole hörte und Spencer fand. Er habe gewusst, dass es nicht genug Beweise gegen den Colonel geben würde, dass er nur genug Zweifel heraufbeschwören wollte, um ihn zum Rücktritt zu zwingen. Er halte ihn für den falschen Mann für den Job, weil er sich mit schwierigen Entscheidungen, solchen ,die über Leben und Tod entscheiden, schwer tue. Seine Tat sei also letztendlich zum Wohl aller Menschen auf der Destiny gewesen, auch wenn er darauf nicht stolz war. Young schaut sein Gegenüber kurz nachdenklich an. Dann verpasst er ihm unvermittelt einen Schlag ins Gesicht und Rush geht zu Boden, nachdem der Colonel noch ein paar Mal auf ihn eingeschlagen hat. Er greift sich einen Stein und wirft ihn Young an den Kopf, um ihn zu überrumpeln. Er wirft den Colonel um und die beiden wälzen sich auf dem Boden, weiter Schläge austauschend. Schließlich gewinnt Young die Oberhand und schlägt Rush K.O. Der Colonel sieht kurz auf ihn herab, dann dreht er sich um und geht.

Als nächstes ist der Gateraum zu sehen, in dem das Team um Franklin zusammen mit Wray ungeduldig und besorgt auf Rush und Young wartet. Schließlich kommt Young alleine durch das Gate und auf die Frage wo Rush sei, antwortet er nur, er habe es nicht geschafft. Das Schiff aktiviert seinen Antrieb und springt zurück in den FTL-Flug. Rush ist auf dem Planeten gestrandet.

Die nächste Szene zeigt zunächst Johansen, die gerade eine Platzwunde von Young versorgt. Um ihn herum stehen außerdem Eli, Scott und Wray. Der Colonel erzählt, er und Rush seien zu lange auf dem Planeten gewesen und auf dem überhasteten Rückweg sei Rush einen Hang heruntergerutscht. Er selbst habe es gerade rechtzeitig zurück geschafft. Wray berichtet, dass sie die Mannschaft von dem Video informiert habe und er damit rehabilitiert sei. Alle gehen, bis auf Eli, der von Young gebeten wird noch kurz zu bleiben. Er fragt ihn, wer die Stelle in der Aufzeichnung, die Rush beschuldigt, noch alles gesehen hat. Als Eli antwortet, nur Scott und er selbst haben die Aufnahmen gesehen, bittet er ihn, die fragliche Stelle von seiner Festplatte zu löschen und hält ihm einen USB-Stick hin, auf den er vorher eine Kopie speichern soll. Eli scheint darüber nicht besonders glücklich und macht einen verwirrten Eindruck. Er sieht den Colonel an, als ob er ganz genau wisse, dass an seiner Geschichte etwas nicht stimmt. Er nimmt jedoch den USB-Stick und geht.

Nach einem Schnitt sieht man in der letzten Szene Rush auf dem mittlerweile dunklen Planeten liegen. Er kommt gerade wieder zu Bewusstsein und als er realisiert, wo er sich befindet, und dass die Destiny wegen der Dunkelheit schon lange weg sein muss, sieht er mit einer Miene von Erkenntnis und Entsetzen in den dunklen, von fremden Sternen übersäten Himmel.


Die zehnte Episode ist unumstritten eine der stärksten Episoden der ersten Staffel.

 

Während diese noch recht locker beginnt und Sgt. Greer eine exotische Frucht probiert, die alles andere als gut schmeckt, nimmt die Episode schnell Fahrt auf. Dadurch, dass ein Mord vorgetäuscht wird und Colonel Young verdächtigt wird, verhärten sich die Fronten. Die Charaktere beziehen zum Teil klare Positionen und vor allem bei Wray merkt man, dass sie die Gelegenheit nutzt, um die Militär von seiner Position zurückzudrängen und sich selbst beziehungsweise den Zivilisten die Führung zusprechen möchte.

 

Die Erzählgeschwindigkeit ist in „Mordverdacht“ schnell und ein Ereignis jagt das andere. Etwas, das in so manch vorherigen Episode gefehlt hat. Während man noch mit dem Tod von Sergeant Spencer beschäftigt ist, fällt der Mordverdacht auf Young. Nachdem es keine Möglichkeit gibt, sicher nachzuweisen, ob es sich um einen Selbstmord oder einen Mord handelte, hängt diese Handlung lange offen im Raum. Nachdem Young das Kommando abgegeben hat, bietet sich auch die perfekte Gelegenheit, den Plot rund um den Interface-Stuhl voran zutreiben und das nächste einschneidende Ereignis einzuläuten. Nach Franklins Entscheidung, sich auf den Interface-Stuhl zu setzen, schwebt er offensichtlich in Lebensgefahr. Schnell wird klar, dass sich auch dieser Handlungsstrang nicht in dieser Episode auflösen wird.

 

„Mordverdacht“ bricht nicht mit dem Stil der vorherigen Episoden und ist in der selben düsteren, tristen Atmosphäre gehalten. Allerdings hat man es nun geschafft, die ganze Episode hindurch die Spannung durch unterschiedliche Ereignisse zu halten, die für sich allein den Zuschauer bereits spekulieren lässt, wie sich die Situation auflöst. Man erfährt auch dieses Mal mehr über die Charaktere, wie sie auf bestimmte Erlebnisse reagieren, allerdings ohne dieses unnötig aufzublähen.

 

Und als man denkt, dass man den Höhepunkt erreicht hat, geht der Konflikt zwischen Young und Rush weiter und endet in einem Cliffhanger, der jeden Zuschauer sofort die nächste Episode herbeisehnen lässt.


Wie bereits zu Beginn geschrieben, ist „Mordverdacht“ eine der besten Episoden der ersten Staffel. Rasant und mit viel Spannung stolpert man von einem Erlebnis in das nächste. Dass „Stargate Universe“ nicht die selbe Stimmung bringt, wie die Vorgänger, ist klar, aber in „Mordverdacht“ findet man seinen eigenen Stil und schafft es, die Zuschauer vor den Fernseher zu fesseln.

 

Dadurch, dass dieses Mal die Charaktere nicht künstlich in den Vordergrund gestellt werden, sondern sich die Charakterentwicklung gut in die Handlung einfügt, verliert die Folge auch nicht an Erzählgeschwindigkeit.

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