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Interviews

Joe Flanigan im SG-P -ExklusivInterview
05 / 2010

Wir hatten die Gelegenheit auf der diesjährigen Federation Convention, kurz FedCon, mit dem "Stargate Atlantis"-Star und John Sheppard-Darsteller Joe Flanigan ein exklusives Interview zu führen. Dafür nochmals herzlichen Dank an Joe selbst für seine Zeit sowie an Brigitte Scherr, Pressesprecherin der FedCon, für die Hilfe bei der Organisation des Interviews.

Am Sonntagnachmittag war es nun endlich soweit: Unser Interview mit Joe Flanigan. Nach einer kurzen Wartezeit kam auch schon Joe mit seiner Betreuerin und begrüßte uns herzlichst.

Im Folgenden entstand nun ein Interview, bei dem uns Joe viel über sich selbst erzählte und uns zeigte, dass er einer der sympathischsten Menschen ist, die wir je kennengelernt haben.

Artikel verfasst von: Michael Bartl (Zero)
Interview: Dini Rühl (ginny81) und Bettina Schabschneider (Bez)
Fotos: Jonas Pees (Quinn1210)
Übersetzung: Dini Rühl


Joe Flanigan

Joe Flanigan wurde am 05.01.1967, als Joseph Harold Dunnigan III, in Los Angeles geboren. Ab seinem sechsten Lebensjahr lebte seine Familie in Reno/Nevada auf einer Ranch. Zu dem Namen Flanigan kam er, als sein Stiefvater ihn adoptierte.

Als Teenager besuchte er ein Internat, wo er in einer Schulaufführung Stanley Kowalski in "A Streetcar Named Desire"(Endstation Sehnsucht) von Tennessee Williams spielte. Am Anschluss begann er ein Studium an der Uni von Colorado. Dort spielte er die Titelrolle “Coriolanus“ in einem Stück von William Shakespeare. Sein Hauptfach war Geschichte, welches er erfolgreich abschloss.

Während seines Studiums bekam er die Chance, einen Teil des Studiums, im Rahmen des "Junior Year Abroad Program", in Paris zu verbringen. Nachfolgend hatte er mehrere unterschiedliche Jobs, z.B. in der einer Bank und als Barkeeper. Auch schrieb er für ein Magazin, wurde dort aber entlassen.

Im Anschluss zog es ihn nach New York. Wo er Schauspiel an der Neighborhood Playhouse Akademie studierte. Ein Nachbar soll ihn dazu animiert haben. Dort spielte er den “Eddie“ in "Rabbit Trap". Dann versuchte er sein Glück in Los Angeles.

In Werbespots machte Joe erste Erfahrungen nach dem Studium der Schauspielerei und merkte, dass dieser Job ziemlich hart war und die Konkurrenz sehr groß.

Seinen ersten Job im TV bekam er 1994. Dort spielte er die Hauptrolle in der NBC-Miniserie „Family Album“, die auch für den Emmy nominiert wurde. Er hatte auch zahlreiche Gastauftritte in Serien wie z.B.: “Proviler“, “Pretender“, Für alle Fälle Amy“ und “ER“.

Die Schauspielerin und Malerin Katherine Kousi, heiratet Joe 1996. Sie haben drei Söhne bekommen: Aiden, Truman und Fergus. 2014 wurden sie geschieden.

Joe Flanigan ist Outdoor-Fan, dazu gehören Dinge wie z.B. Skifahren, Bergsteigen, Surfen, Tennis, Mountainbiking und Reiten. Seine knapp bemessene Freizeit lässt ihm aber nicht viel Zeit dazu. Sport im TV schaut er nicht so gerne.

Für die Dreharbeiten zu Stargate Atlantis, zog Joe mit seiner Familie von Malibu nach Vancouver. Nach den Dreharbeiten zogen sie wieder nach Los Angeles. Mit "Stargate Atlantis" gelang ihm der Durchbruch.

Er war auch bereits an einigen Pilotfilmen z.B. “Thought Crimes“ beteiligt, jedoch war daraus nie eine Serie geworden. In einem Interview erzählte Joe, dass er diese Befürchtungen anfangs auch bei Stargate Atlantis" hatte, was sich, wie wir ja wissen, als unbegründet herausgestellt hatte. Auch in einigen Filmen hatte er mitgewirkt, z.B. in “Sisters“ und “Farewell to Harry“.

Die Hauptrolle des Colonel Sam Synn, spielte er 2011 in dem Film “Ferocious Planet“.

Zu Stargate Atlantis lieferte er die Story zur Episode 2x12 "Offenbarung" (Epiphany), die von Brad Wright geschrieben wurde und zu 4x15 “Outcast“ (Der Ausgestoßene). Er erzählte in einem Interview, dass er dieses gerne öfter getan hätte, sowie auch Regie zu führen.

Joe besuchte als Stargast auch einige Conventions.

 

Deutsch

Stargate-Project: Hallo Joe! Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für dieses Interview mit Stargate-Project nimmst. Wie geht es Dir heute?

Joe Flanigan: Gern geschehen. Mir geht es großartig.

SG-P: Das ist das erste Mal, dass Du in Deutschland bist – wie ist Dein erster Eindruck von Land und Leuten?

Joe: Ich bin nicht zum ersten Mal in Deutschland, aber das ist mein erstes Mal hier, seitdem ich "Stargate Atlantis" gedreht habe. Ich habe mich ein wenig umgesehen und musste mir mein Bier selbst kaufen - jetzt bin ich zurück und bekomme mein Bier umsonst, was fantastisch ist.

Ich bin beeindruckt, wie beliebt die Serie ist, und die Leute sind unglaublich nett. Was ich an Deutschland mag ist, dass Science-Fiction, und das gilt allgemein für Europa, im Vergleich zu Amerika sehr beliebt ist. Wir sind besessen von Serien wie "CSI" und anderen Dingen - Science-Fiction hat aus irgendeinem Grund dort nicht den gleichen Einfluss wie in Europa, was meiner Meinung nach kulturelle Gründe hat. Ich denke, dass Wissenschaft und Mathe in der Schule mehr anerkannt sind, als es in unserem Land der Fall ist, und ich glaube, dass die Leute sich mehr für Entdeckung, Wissenschaft und alles andere interessieren, nicht wahr?

SG-P: Du schlüpfst im Thriller "Good Day for It" in die Rolle von Deputy Brady. Kannst Du uns etwas über den Film und dessen Geschichte erzählen?

Joe: Dabei handelt es sich um einen modernen Western-Film, wo man in der Tat nicht weiß, ob die Handlung sich heute oder vor 30 Jahren abspielt, aber zumindest etwa in diesem Zeitraum. Ich spiele dort den Sheriff – Hal Halbrook (Hec) und Kathy Baker (Rose Carter) halten sich in dem Café auf, das ich oft besuche und ich bin so etwas wie ihr "Adoptivsohn". Ein paar Schurken kommen in die Stadt und sorgen für Chaos und Unruhe. Es ist wirklich ein sehr gutes Drehbuch mit hervorragenden Schauspielern und wir werden sehen, wie es ankommen wird. Ich habe es bisher nicht gesehen, aber es war eine Ehre, daran mitzuwirken und Robert Patrick (Colonel Marshall Sumner, "Stargate Atlantis") war auch mit von der Partie, er war einer der Hauptcharaktere.

SG-P: Sind in naher Zukunft irgendwelche neuen Projekte geplant? Kannst Du uns ggf. etwas darüber erzählen?

Joe: Ich stehe in Verbindung mit einer Produktionsfirma, deren Namen ich allerdings nicht nennen darf, aber ich denke, ihr könnt mit einer Science-Fiction-Show rechnen. Ich kann nicht sagen, wann es soweit sein wird oder ob es noch eine Weile dauert. Es kommt darauf an, ob es eine bestehende SciFi-Show gibt, die für mich bereit ist - dann wäre es möglich, dass ich mit dabei bin. Wenn sie aber eher die Idee mögen, etwas speziell für mich zu entwickeln, dauert das manchmal etwas länger.

SG-P: Da gibt es etwas Bestimmtes, das Deine weiblichen Fans wissen möchten: Welches Parfum / Aftershave nutzt Du?

Joe: Ich benutze nichts davon. Ich trage weder Parfum noch Aftershave - nur Deodorant. Ich nutze niemals Parfum oder Aftershave. Ich denke ich bin dafür zu faul. Es sieht so aus, als müsste ich mir mal welches kaufen und dann aufsprühen. Ich weiß gar nicht, wo man dieses Zeug aufträgt. Wo sprüht ihr es hin? Zum Beispiel hier? (Joe deutet auf seinen Hals). Was machen die Leute? Ich weiß es nicht. Ich für meinen Teil besitze weder Parfum noch Aftershave.

SG-P: Gibt es eine Rolle oder einen Charakter, die / den Du gerne mal verkörpern würdest und wenn ja, wieso?

Joe: Ich würde sagen, wenn es einen Charakter gibt, den ich am liebsten verkörpert hätte, dann wäre es entlang der Linie von "Indiana Jones" gewesen. Das ist die Idee und nicht der Charakter, den ich anstreben würde. Das Problem ist, dass actionreiche Abenteuersendungen in der TV-Produktion sehr kostspielig sind.
Ich denke aber, dass Charaktere, die generell eine gute Zeit haben, Abenteuer erleben und dennoch einen Sinn für Humor haben, die Persönlichkeiten sind, die ich spielen will. Es gibt unzählige Charaktere, die ich gerne darstellen würde.

Einen Charakter spielen zu wollen, ist eine Sache, den Charakter in einer TV-Show für fünf, sechs, sieben Jahre darzustellen, ist etwas komplett anderes. Es gibt viele Rollen, bei denen es mir nichts ausmachen würde, sie in einem Film zu spielen. Ich liebe es, Schurken darzustellen - ich mag es, alle Arten von Charakteren zu verkörpern, aber ich muss eine Rolle nicht zwangsläufig für sechs oder sieben Jahre übernehmen.

SG-P: Was hat Dich damals gereizt, die Rolle von John Sheppard in "Stargate Atlantis" anzunehmen und zu spielen?

Joe: Mein Manager hat erwähnt, dass sie an mir interessiert seien, und mich gefragt, ob ich Interesse an "Stargate Atlantis" hätte. Ich hatte keine Ahnung, was "Stargate" ist, habe es weder gesehen, noch wusste ich, was "SG-1" ist. Ich habe lediglich vermutet, dass es etwas mit Science-Fiction zu tun hat. Also habe ich gesagt, dass ich das nicht machen kann, weil ich nicht gut genug dafür sei. Ich habe wirklich geglaubt, dass ich nicht das Potenzial habe, den Stoff umzusetzen. Das ist wirklich schwierig, weil es so mit Informationen und Darstellungen überladen ist, und deshalb habe ich abgesagt.

Als ich mich mit jemandem von MGM unterhalten habe, hat er gemeint, dass es ganz und gar nicht das sei, wofür ich es halte. Das sei nicht "Star Trek", sondern "Stargate", und ich sollte mir die letzte Folge mit Richard Dean Anderson anschauen. Er nimmt die Dinge nicht allzu ernst und das hat letztlich alles verändert und ich dachte, dass es Spaß machen könnte.

SG-P: Gibt es etwas, das Du schon immer tun wolltest, Dich aber nicht getraut hast?

Joe: Ich hatte niemals Angst, etwas zu tun. Ich meine eine Sache, vor der ich keine Angst habe, ist ängstlich zu sein. Alles was ich tun will, mache ich auch und darüber bin ich wirklich glücklich. Ich lebe, wo ich leben will, ich habe die Frau geheiratet, die ich heiraten wollte, ich habe die Kinder, von denen ich geträumt habe, und ich habe Dinge getan, von denen ich geträumt habe, und ich bin viel gereist. Ich will mehr machen, ich will mehr an großartigen Projekten arbeiten, ich will mehr reisen und mehr sehen. Das Leben ist zu kurz, um alles zu realisieren, auch wenn ich es gerne tun würde.

Aber ganz nebenbei ist das eine interessante Frage, denn ich hatte Angst davor, zu schauspielern. Ich habe mich extrem davor gefürchtet – das war es, wovor ich am meisten Angst hatte. Das ist auch der Grund, wieso ich es in die Tat umgesetzt habe, denn es gab eine Sache, die mir Angst gemacht hat, und das war die Schauspielerei. Also habe ich es umgesetzt, aber nicht, um Schauspieler zu werden, sondern damit ich keine Angst mehr davor habe. Ich hatte tatsächlich Glück und bin damit erfolgreich geworden. Ich habe erkannt, dass, wenn du etwas tust, wovor du dich in deinem Leben fürchtest, dann ein interessantes Leben verlebst. Spring nicht ohne Fallschirm von einem Gebäude.

SG-P: Herzlichen Dank.


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