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Interviews

David Nykl im SG-P -ExklusivInterview
03 / 2012

1967 wurde David in Tschechien/Prag geboren, doch schon im Alter von 2 Jahren wanderte seine Familie mit ihm nach Kanada aus. Bereits in der Schule entdeckte er seine Leidenschaft für die Schauspielerei. Nach einigen Schulaufführungen, Werbespots und einem Theaterstück, als er sein letztes Jahr in der Highschool verbrachte, studierte er an der University of British Columbia in Vancouver die Fächer Literatur, Theater und Schauspiel.

Mit seinem Abschluss in der Tasche und einigen Theaterauftritten hinter sich, begann er mit Ironworks durch Europa zu touren, wodurch er schließlich wieder nach Prag zurück kam. Dort bekam er die Rolle des Attahualpa in dem Theaterstück "Royal Hunt of the Sun".
Danach trat er vor allem in Werbespots auf, sicherte sich aber trotzdem einige Serien- wie auch Filmauftritte. 2004 bekam er die Rolle des Radek Zelenka in Stargate: Atlantis, weshalb wir ihn seitdem in der erfolgreichen TV-Serie sehen können.

Wir hatten nunmehr die Gelegenheit, mit David Nykl ein ausführliches und sehr spannendes Interview auf dem "An Evening with..."-Event von FKM-Events zu führen. Unser Dank gilt hier unter anderem David selbst, dass er sich Zeit für uns genommen hat, sowie Filip Krejcik, dem Veranstalter des Events.

Interview geführt von: Michae Bartl (Zero), Nicole Sälzle (shadow-of-atlantis), Yvonne Sälzle (RodneysGirl)
Übersetzung: Nicole Sälzle (shadow-of-atlantis), Yvonne Sälzle (RodneysGirl)
Bilder: Bettina Schabschneider (Bez)


David Nykl

1967 wurde David Nykl in Prag, Tschechien geboren, doch schon im Alter von zwei Jahren wanderte seine Familie mit ihm nach Kanada aus. Bereits in der Schule entdeckte er seine Leidenschaft für die Schauspielerei. Nach einigen Schulaufführungen, Werbespots und einem Theaterstück während seines letzten Jahres an der Highschool studierte er an der University of British Columbia in Vancouver die Fächer Literatur, Theater und Schauspiel.

Mit seinem Abschluss in der Tasche und einigen Theaterauftritten hinter sich begann er, mit Ironworks durch Europa zu touren, wodurch er schließlich wieder nach Prag zurückkam. Dort bekam er die Rolle des Attahualpa in dem Theaterstück "Royal Hunt of the Sun".

Danach trat er vor allem in Werbespots auf, sicherte sich aber trotzdem einige Serien- wie auch Filmauftritte. 2004 erhielt er schließlich die Rolle des Radek Zelenka in "Stargate: Atlantis".

Deutsch

Stargate-Project: Hallo David. Vielen Dank, dass du dir für Stargate-Project.de Zeit nimmst. Unsere erste Frage heute ist: Wie geht es dir?

David Nykl: Mir geht es sehr gut. Es ist ein wunderschöner Tag. Frühling. Frühling in Deggendorf!

SG-P: Gefällt dir dein Aufenthalt in Deggendorf?

David: Ja, sehr. Ich kenne diese Gegend. Wir haben ein Cottage auf der anderen Seite der Berge, in Boverov, einem kleinen Ort nahe Budejovice in Böhmen in der Tschechischen Republik. Deshalb, ja ich kenne diese Region und es ist schön, mal auf der anderen Seite der Berge zu sein. Das ist ein bisschen Abwechslung und einfach nur cool.

SG-P: Denkst du, dass "Stargate" einen großen Einfluss auf das Science-Fiction-Genre hatte?

David: Gute Frage. Ich denke schon, denn was "Stargate" gemacht hat, was viele andere Science-Fiction-Serien nicht getan haben – ist es, Aspekte der Soziologie, der Anthropologie...

Und dies kombiniert mit ägyptischer Mythologie ist bis dahin nie vorgekommen. Deshalb glaube ich, dass dies ziemlich einzigartig ist wegen der Symbiose zwischen verschiedenen Genres und "Stargate" nutzte ferner den Gedanken dahinter – was in der Science-Fiction ziemlich beliebt ist – ein Team loszuschicken. "Star Trek" hat dies vorgemacht, wo ein Team auf einen Planeten ging, diesen erforschte, Kirk sich eine nette Alien-Dame angelte und dann ging man wieder zurück. Wir hatten ein Team, dass durch das Gate ging und nach getaner Aufgabe wieder zurückkehrte, was wohl etwas sehr typisches für dieses Genre ist, aber eben nicht die Mischung verschiedener Genres wie der Archäologie, der Soziologie etc.

SG-P: Was war das Lustigste, das am Set von "Stargate: Atlantis" passiert ist?

David: Oh, wir hatten die ganze Zeit unseren Spaß, was es wirklich schwer macht, etwas besonders Lustiges zu erzählen. Wir haben einander ständig Streiche gespielt und dann gab es da dieses eine Mal, als David [Hewlett] und Joe [Flanigan] ihre Flaggen tauschten und das in einer richtig großen Szene, einer, von der sie wussten, man kann sie kein weiteres Mal machen. Also sie tauschten ihre Flaggen und ich weiß nicht einmal, ob irgendjemandem das jemals aufgefallen ist, die Produzenten waren stinksauer, aber es war ziemlich lustig.

SG-P: Es ist jetzt ja doch schon ein paar Jahre her, seit "Stargate: Atlantis" gecancelt wurde. Hast du noch Kontakt zu deinen Kollegen von damals?

David: Ja, habe ich. Ich sehe Paul McGillion ziemlich oft bei Castings in Vancouver und auch einige der anderen Schauspieler. Kavan Smith zum Beispiel. Ich treffe mich mit Torri [Higginson], wann immer sich eine Chance dazu ergibt. Aber David [Hewlett] habe ich schon eine Weile nicht mehr gesehen. Er ist nach L.A. gezogen. Die meisten der Schauspieler sind nach L.A. gezogen, weshalb ich mit ihnen selten die Gelegenheit habe zu reden, aber mit denen, die noch in Vancouver sind, treffe ich mich schon.

SG-P: Hast du dir deinen Charakter manchmal anders vorgestellt und wenn du etwas hättest ändern können, was wäre das gewesen?

David: Hm, nicht wirklich. Ich meine, ich habe getan, was ich nun mal getan habe. Es entstand diese Balance zwischen dem, was die Autoren getan haben und dem, was die Schauspieler getan haben. Und ich denke, diese Balance war ziemlich gut. Mit der Zeit haben die Autoren gemerkt, welche Art Schauspieler man ist und die Schauspieler haben herausgefunden, wie die Schreiber so ticken. Man gewöhnte sich aneinander und stimmte sich aufeinander ein. Es entstand dieses ausgeglichene Zusammenspiel.

Deshalb war ich auch mit den meisten Dingen, die meinen Charakter betrafen, einverstanden und ich denke, es ist nun mal der Job des Schauspielers das zu tun, was die Schreiber sich ausgedacht haben. Ich bin der Meinung, dass es ziemlich schwierig wird, wenn der Schauspieler anfängt, sich in die Entscheidungen einzumischen, anfängt, den Charakter ändern zu wollen und denkt, er kann genau die Person erschaffen, die er gerne spielen möchte. Als Schauspieler ist man Teil eines Kollektivs. Es liegt am Schauspieler, wie er sich selbst in die Serie mit einbringt. Das ist einzigartig. Aber die Autoren verstehen mehr als der Schauspieler, wie das ganze zur Story beiträgt und ich für meinen Teil war einfach nur froh, diese Aufgabe zu erfüllen.

SG-P: Wenn "Stargate" weitergegangen wäre, hättest du Radek Zelenka auch in den kommenden Staffel gespielt?

David: Natürlich.

SG-P: Und da du viel Technogebabbel hattest, hattest du manchmal Probleme zu verstehen, was du eigentlich zu sagen hattest? Wie gefallen dir persönlich Mathe und Physik?

David: Man kann nicht in Science-Fiction mitspielen, wenn man überhaupt gar keine Ahnung davon hat, was um einen herum eigentlich vorgeht. Immerhin reden wir davon, dass Science-Fiction früher oder später Science-Facts ist.

Gebabbel ist einfach oftmals wichtig für den Plot, dazu da, die Situation zu beschreiben, zu erklären, weshalb man nicht weggehen kann oder weshalb man dies oder das nicht tun kann. "Der Naqudah-Generator ist... bla bla...", dieses Zeug eben. Das sind oftmals Dinge, die im Plot Anlass zur Sorge geben und die in der Serie ernst zu nehmen sind, brenzlige Situationen und so muss man sie auch behandeln. Es ist wie in jeder anderen Drama-Serie auch, die hier auf der Erde spielt und nur weil es sich um Science-Fiction handelt ist es nicht anders. Als Schauspieler muss man diese Stellen äußerst ernst nehmen. Und Physik.

Ja, ich bin ein großer Fan von Büchern über die Chaos-Theorie, auch von Stephen Hawkings "Eine kurze Geschichte der Zeit". Ich lese das und es ist genau diese Art von Physik, die mich interessiert, das, was wir jeden Tag in Anwendung sehen, in gewisser Weise ist es eine Spiritualität. Nicht dieses A+B+C-Zeug – das ist wichtig, keine Frage – aber das interessiert mich einfach nicht so sehr.

SG-P: Hast du dir manchmal gewünscht, dass Zelenka eine größere Rolle gehabt hätte, ähnlich der von McKay?

David: Nun ja, natürlich wäre es schöner gewesen, etwas mehr zu tun zu haben, aber ihr müsst auch verstehen, dass diese Beziehung wie ein Ying und Yang funktioniert. Wenn McKay nicht der gewesen wäre, der er war, wäre auch Zelenka nicht der gewesen, der er war. Und wäre Zelenka wie McKay gewesen, hätte es dieses Ungleichgewicht gegeben. Das ist der Punkt, an dem die Serie einfach Spaß machte, dieses Ungleichgewicht, denn McKay war einfach ein Arschloch. Er war unausstehlich und schwierig, wenn man mit ihm zusammenarbeiten musste. Und Zelenka musste genau das tun, was in gewisser Weise das widerspiegelt, was viele Menschen jeden Tag erleben. Jeder kennt das Problem, wenn man mit anderen nicht zusammenarbeiten kann, Chefs, die man hasst, zum Beispiel. Diese Art von Dynamik war wichtig. Wenn Zelenka der Chef gewesen wäre, wäre es nicht dasselbe gewesen. Also trotz dem, was ich gerne gehabt hätte, denke ich, dass es so, wie es war, gut war.

SG-P: Und wenn du dir einen anderen "Stargate: Atlantis"-Charakter hättest aussuchen können, wen hättest du sonst spielen wollen? Außer Zelenka.

David: Ich kann mir gar nicht vorstellen, jemand anderen zu spielen. Jemand anderen als Zelenka? Das ist eine verrückte Frage... vielleicht einen Wraith? Einen kleinen Wraith?

SG-P: Wenn du durch ein echtes Stargate gehen könntest, wo sollte es dich hinbringen?

David: Irgendwohin, wo es warm ist und wo es einen Strand gibt. Irgendwo in Mexiko oder Italien. Das wäre gut. Bei all den Adressen im DHD... Irgendwohin, wo es schön ist.

SG-P: Also würdest du dich überraschen lassen?

David: Ja, einfach wo hin, wo es einen Strand gibt, wie z.B. in Australien. Wobei ich dann ja kein Stargate bräuchte, sondern nur in einen Flieger steigen müsste...

SG-P: In deinem Blog hast du kürzlich die Projekte "A Christmas Story 2" mit Dan Payne und einen Sci-Fi-Thriller namens "Continuum" erwähnt, wo du ebenfalls eine Rolle hast. Was kannst du uns über diese zwei Projekte erzählen?

David: "Continuum" ist eine großartige neue Serie, die von dem in Vancouver lebenden Autor Simon Barry erschaffen wurde. Es spielt in der Zukunft, wobei, eigentlich in der Zukunft, aber es spielt heutzutage. Es dreht sich um Vancouver in der Zukunft, in dem große Firmen die vollständige Kontrolle ausüben und dann gibt es da einige Terroristen, die durch die Zeit zurückreisen, ins Jahr 2012, um zu versuchen, das zu ändern. Die Geschichte beginnt also in der Zukunft und geht dann im Hier und Jetzt weiter. So weit ich weiß sind es sechs oder sieben Episoden. Ich war im Pilotfilm dabei und spielte einen pedantischen Professor, der mit den Terroristen sympathisiert.

Und der Weihnachtsfilm mit Dan Payne war auch ziemlich cool. Wir haben erst letzte Woche die Dreharbeiten dazu abgeschlossen. Wir drehten in Nelson, ein gutes Stück im Inland Kanadas. Es war ziemlich kalt. Minus 10 Grad und es hat geschneit. Wir waren die ganze Nacht draußen. Die Geschichte an sich ist ziemlich simpel. Einige Leute müssen nachts in einer Kirche ausharren, wo sie dann den wahren Sinn von Weihnachten entdecken. Ich habe den reichen Typ gespielt mit einem SUV und einer ziemlich nervigen Frau, gespielt von der wundervollen Lori Ann Triolo.

SG-P: Du hast ebenfalls an einem Projekt namens "Klapstock Syndrom" mitgewirkt.

David: Das war ein anderes fantastisches kleines Projekt, ebenfalls von einem Vancouver Filmemacher, Mark Sawyer. Es ist die Geschichte von einem Mann, einem Politiker, der das Gefühl hat, überall wo er ist, ist diese Kamera, die ganze Zeit über, aber niemand sonst kann diese Kamera sehen. Er bekommt also langsam Angst und Panik, weil ihn die Kamera überall hin verfolgt. Deshalb kommt er zu mir – ich spiele einen Psychiater – und ich diagnostiziere ihn mit Klapstock-Syndrom. Klapstock-Syndrom nennt man es, wenn man ein so großes Ego hat, dass man denkt, man wird immer und überall beobachtet. Schlussendlich stellt sich dann heraus im Lauf der Geschichte heraus, dass er Schauspieler ist und die Kamera, die ihn verfolgt, die ist, die zum Filmen benutzt wird. Es war wirklich ein tolles Projekt. Und ja, es befindet sich derzeit in der Post-Production. Ich weiß nicht, wie der Zeitplan aussieht, aber soweit ich informiert bin, soll der Film bis Sommer fertig sein. Filme in der Post-Production nehmen oft eine Menge Zeit in Anspruch.

SG-P: Du hast früher Theater gespielt, aber mittlerweile konzentrierst du dich wohl eher auf Film und TV. Was hat dir am Theater gefallen, was vielleicht nicht und würdest du vielleicht gerne wieder öfter Theater spielen?

David: Die Sache mit dem Theater ist, dass – es war meine erste große Leidenschaft und ich liebe das Theater – es einfach zu wenig Gelegenheiten gibt, wirklich etwas zu erreichen. Natürlich stimmt das so nicht ganz. Man kann wirklich auch Vollzeit am Theater arbeiten. Das habe ich in meinen 20ern getan, damals in Prag.

Ich habe viel am Theater gearbeitet, aber in gewisser Weise habe ich das Gefühl, als hätte ich diese Welt nun durchschritten und hinter mir gelassen. Das soll nicht heißen, dass ich es ausschließe, jemals wieder Theater zu spielen. Ich finde es wichtig, dass Schauspieler am Theater spielen. Aber mich auf Film und TV zu konzentrieren ist einfach wirtschaftlich lohnender.

Bei Film und TV kann ich ein wenig Geld verdienen, genug, um davon leben zu können. Ich kann mich sehr glücklich schätzen, dass ich in Vancouver lebe, weil dort sehr viel produziert wird. Ich bin ja kein US-Bürger und lebe nicht in Los Angeles. Für einen kanadischen Schauspieler ist Vancouver die ideale Stadt.

SG-P: Am Theater hast du auch Regie geführt. Hättest du gerne mal bei "Stargate: Atlantis" Regie geführt? Oder würdest du gerne bei einem aktuellen Projekt Regie führen?

David: Würde ich bei etwas Regie führen, dann am Theater. In der Welt des TVs ist das alles ziemlich kompliziert, denn man muss auf so viele Dinge achten. Dort befindet man sich als Regisseur in einer schwierigen Lage. Man hat die Studiobosse über sich, die Schauspieler unter sich und jeder kommt zu einem, um sich zu beschweren. Es ist eine Aufgabe, bei der man viel organisieren hat. Man benötigt ein umfangreiches Wissen über alles, das mit dem Dreh einer Serie zu tun hat. Ich sage nicht, dass ich das nötige Wissen nicht hätte, aber ich bevorzuge, einen Charakter in einem bestimmten Film zu spielen und zu wissen, dass jemand anders, die Lage überblickt. Ich beschäftige mich lieber mit der Entwicklung meines Charakters anstatt damit, alles bei einem solchen Projekt überblicken zu müssen.

SG-P: Wie denkst du über Filme des SyFy-Channels, wie z.B. "Pterodactyl", in dem du eine Rolle hattest. In einem Interview mit uns (Link) meinte Garry Chalk, dass er dies nicht gerade als Science-Fiction ansieht, obwohl diese Filme auf SyFy laufen. Was ist deine Meinung dazu?

David: Hm, ja, also natürlich ist das Sci-Fi, Garry, denn es gibt solche Dinge wie einen Pterodactyl nicht. Natürlich ist es Fiktion. *lacht* Ich kenne Garry ziemlich gut, aber es ist so, dass ihr es mal so betrachten solltet: Letztlich ist es der Fall, dass über diese Filme jeder lacht aufgrund dessen, um was sie sich drehen. Aber ihr seid die Konsumenten.

Ihr schaut die Filme an, die wir machen. Ob es sich dabei nun um Science-Fiction handelt oder um einen Western, der einzige Unterschied sind die anderen Klamotten. Es kommt nicht darauf an, ob der Film gut oder schlecht oder furchtbar oder gar "Pterodactyl" ist. Es ist immer noch die Kunst, die man ausübt und in gewisser Weise nun mal das Schicksal eines Schauspielers, dass der Film an sich außerhalb des eigenen Einflussbereichs liegt.

Du kannst die beste Arbeit überhaupt abgeben. Du kannst in "Stargate: Atlantis" dabei sein und jeder liebt es, du kannst in "Hamlet" spielen und keiner schaut es. Du tust immer, was im Bereich des Möglichen liegt, aber der Inhalt des Filmes ist oft nahezu irrelevant – na ja, irrelevant ist das falsche Wort, schließlich denken sich die Autoren und Produzenten ja was dabei, aber es ist einfach diese Vision des Autors und des Regisseurs, die man umsetzt, weniger den Inhalt selbst.

SG-P: Du warst erst kürzlich bei "Mortal Kombat" dabei, das wir nun endlich als Webserie zu sehen bekommen. Wie war es, dort mitzuwirken? Erzähl uns doch bitte ein wenig davon.

David: Oh, das hat sehr viel Spaß gemacht. "Mortal Kombat" hat wirklich eine Menge Spaß gemacht. Mir gefällt die Idee, dass sie es nun als Webserie umsetzten um Publikum dafür zu gewinnen, weil sie – soweit ich es mitbekommen habe – die Filme rebooten möchten. Wir haben mit Kevin Tancharoen zusammengearbeitet, der auch am Kinofilm zu "Glee" beteiligt ist. Und ja, es war einfach eine tolle Erfahrung. Ich hatte dieses Stuntdouble, weil ich in dem Film ziemlich heftig zusammengeschlagen werde...

SG-P: Von Johnny Cage.

David: Ja, genau, von Johnny Cage. Ich spiele jemanden vom Filmstudio und habe diese Szene, in der ich eben brutal zusammengeschlagen werde. Also spiele ich meinen Teil, dann sagen sie: "Cut, das war's vorerst", der Stuntman kommt statt mir und ich habe Pause, gehe also in meinen Trailer und als ich dann zurückkam, war überall Blut, jeder war völlig aufgeregt. Ich dachte nur: "Oh, was zum...?!" Und dann sagte man mir, dass es echtes Blut ist und ich musste herausfinden, dass der eine Stuntman meinem Stuntdouble die Nase gebrochen hatte. Also haben sie ihn während des Drehs ins Krankenhaus gebracht und eigentlich ist das ziemlich typisch für die Schauspieler und Stuntleute. Der Schauspieler macht eine Pause und dann kommt er zurück und sieht, dass sich sein Stuntdouble die Nase gebrochen hat. Armer Kerl, aber nun ja, das ist der Job der Stuntleute, einfach gefährlich.

SG-P: Welcher Charakter – in einem Film, im TV oder im Theater – hat dich bislang am meisten beeindruckt?

David: Ich denke, Daniel Day Lewis ist ein fantastischer Schauspieler und so sind auch fast alle Charaktere, die er spielt, einfach genial. Dann ist Willem Dafoe noch ein solcher Schauspieler und wer mich erst kürzlich ziemlich beeindruckte, war George Clooney in "The Descendants", wo er einfach hervorragende Arbeit leistete. Das ist jetzt mal das, was mir so spontan einfällt.

SG-P: Welche deiner Rollen war für dich die inspirierendste und welche war die, die am meisten Spaß gemacht hat?

David: Oh, Zelenka hat am meisten Spaß gemacht. Und als ich bei „Warten auf Godo“ mitspielte, das war die Inspirierendste.

SG-P: In deiner Heimat ist Eishockey ein sehr beliebter Sport. Magst du Sport? Welche Arten von Sport gefallen dir?

David: Hockey! Vancouver Canucks! Dieses Jahr im Stanley Cup! Aber das ist nicht alles. Ich schaue auch Fußball, was in Nordamerika aber ziemlich rar ist – leider. Vancouver hat mit den White Caps mittlerweile seine eigene Mannschaft, aber in Kanada dreht sich alles um Hockey. Und wir sagen nie Eishockey. Es ist immer nur Hockey, weil es einfach kein anderes Hockey gibt.

SG-P: Vermutlich wirst du in Interviews wie diesem viele verschiedene Dinge gefragt, aber sicherlich auch immer wieder nach demselben. Gibt es eine Frage, die du noch nie gestellt bekommen hast?

David: Ich denke, das ist interessant, denn die Sache ist folgende: Ihr seht die fertige Serie und wir werden sehr oft dazu gefragt. Wir bekommen sehr, sehr viele Fragen dazu, aber eigentlich kaum mal eine zum Entstehungsprozess der Serie. Wie sie gedreht wird, was ziemlich interessant ist. Wie wir eine Szene blocken, wie wir üben, die ganze Technik, die dahinter steckt, um auch nur eine einzige Episode "Stargate: Atlantis" zu drehen. Dazu werden wir eigentlich kaum gefragt, wobei dies eigentlich ein ziemlich interessanter Aspekt ist.

SG-P: Hast du einen Tipp für Leute, die Schauspieler werden möchten?

David: Arbeitet weiter. Gebt nicht auf. Wann immer ihr eine Chance dazu habt, dann schauspielert, ob am Theater, beim Film, im TV, wenn Freunde von euch ein Projekt umsetzen, Webserie, andere Webprojekte. Das Wichtigste dabei ist, einfach immer weiter zu arbeiten.

SG-P: Wie sieht es mit deinen nächsten Projekten aus? An was arbeitest du gerade? Worauf können sich Fans als nächstes freuen?

David: Danke für diese Frage. Nun ja, wir haben vorhin über drei dieser Projekte gesprochen. "Continuum", was ein Sci-Fi-Projekt ist, dann natürlich der Weihnachtsfilm und "Klapstock Syndrom". Das ist es eigentlich, was von meiner Warte aus in nächster Zeit so ansteht.

SG-P: Dann sind wir auch schon bei unserer letzten Frage angekommen: Hast du eine Nachricht für deine deutschen Fans?

David: Hallo, Deutschland! Es ist schön, hier sein zu dürfen und ich freue mich bereits darauf, wieder einmal herkommen zu dürfen!

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