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Interviews

Dan Shea im SG-P -ExklusivInterview
05 / 2011

Dan Shea ist den meisten Stargate-Fans als Sgt. Siler bekannt, der immer dann gerufen wird, wenn es etwas zu reparieren gibt oder der herhalten muss, wenn jemand vom SGC verletzt wird. In einer Episode kam es gar zu dem Ausruf seinerseits, weshalb stets ihm diese Unfälle passieren.

Wirft man einen Blick hinter die Kamera, ist dies kein Wunder. Als Stuntman und Stuntkoordinator für Stargate SG-1 ist er geradezu prädestiniert, eine Rolle zu spielen, die Unfälle magisch anzieht.

Zum Glück spiegelt dies nicht die Wirklichkeit wieder, weshalb die Fans in den Genuss von vielen Spezialeffekten, Kämpfen und Stunts kamen, ohne dass den Darstellern etwas passierte. Zudem war er Stuntdouble für keinen geringeren als Richard Dean Anderson.

Seit dem Ende von Stargate SG-1 ist der der Stuntkoordinator bei der Comedy-Serie Psych. Bei den Stunts, davon zum Teil auch vor der Kamera, hat er außerdem unter anderem mitgewirkt bei "I, Robot", "Replicant", "Pirates of the Carribean – Dead Man's Chest", "Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer" und "R.E.D."

Auf der Chevron 7.6 in Birmingham, England, hatten wir die Gelegenheit mit Dan Shea ein Interview zu führen. Wir danken dafür natürlich ihm und auch Massive Events, die dieses Interview arrangiert haben.

Interview geführt von: Nicole Sälzle (shadow-of-atlantis) & Yvonne Sälzle (RodneysGirl)

Übersetzung: Nicole Sälzle (shadow-of-atlantis) & Yvonne Sälzle (RodneysGirl)


Dan Shea

Dan Shea wurde am 23.12.1954 in Ontario, Kanada geboren.

Trotz seiner kleinen Rolle ist er den meisten „Stargate“-Fans bekannt, denn immer wieder taucht er als Sgt. Siler in der ein oder anderen Episode auf.

Dies ist allerdings nicht seine einzige Funktion bei „Stargate“: Für die Mutterserie „Stargate SG-1“ war er als Stuntkoordinator für die Ausführung sämtlicher Action-Szenen verantwortlich. Zudem ist er das Stuntdouble und Stand-in für Richard Dean Anderson, mit dem er bereits bei MacGyver zusammengearbeitet hatte.

Hin und wieder tauchte er auch in anderen Produktionen in kleinen Rollen auf, zumeist wenn er bei dem Projekt als Stuntkoordinator und/oder Stuntdouble beschäftigt war.
Für die Stunts war er bereits bei Projekten wie „I, Robot“, „Fantastic Four“, „Underworld: Evolution“ und „2012“ zuständig. Ab 2006 arbeitete er als Stuntkoordinator bei der erfolgreichen Serie „Psych“.

Bei „Stargate SG-1“ diente er in 170 Episoden als Stuntkoordinator und in 174 Episoden als Stuntdouble für Richard Dean Anderson. Auch bei „Stargate: Atlantis“ war er zugegen und wirkte in 57 Episoden als Stuntkoordinator und in vier Episoden als Stuntdouble für Richard Dean Anderson mit.

Deutsch

Stargate-Project: Wie geht es dir heute und wie gefällt dir die Convention?

Dan Shea: Es geht mir gut und die Convention gefällt mir sehr gut.

SG-P: Du bist der Stuntkoordinator bei der TV-Serie "Psych". Könntest du dir vorstellen, dort auch eine Rolle zu übernehmen, wie du sie bei "Stargate SG-1" als Sgt. Siler innehattest?

Dan: Das würde ich sehr gerne. Ich hatte in einer Episode eine kleine Rolle als Cowboy. Das war sehr cool. Ich durfte einen Cowboy-Hut tragen und bekam einen Revolver. Dann wurde ich von James Brolin erschossen und bin von einem Balkon gefallen. Tja, aber er ist jetzt eben tot, also kann er nicht wieder zurückkehren.

SG-P: Erzähl uns bitte ein bisschen von deinen Erfahrungen am Set von "Psych".

Dan: Es geht sehr lustig zu. Dort sind eine Menge cooler Regisseure bei der Arbeit, zum Beispiel Tim Matheson, der bei "Animal House" dabei war, und John Badham von "Saturday Night Fever" und "War Games".

Es macht sehr viel Spaß mit ihnen zu arbeiten und alles, was wir tun, hat mit Comedy zu tun, von daher haben wir viel mehr Spaß mit all den Kämpfen, die ja lustig sein müssen. Also ist es wirklich jede Menge Spaß.

SG-P: Gibt es nach so vielen Jahren im Geschäft noch immer Dinge, die dich in deinem Job erstaunen?

Dan: Oh ja, ich bin die ganze Zeit erstaunt. Es gibt so viel Spaß. Wir jagen Dinge in die Luft und dann gehen wir Mittagessen.

SG-P: Gibt es einen Stunt, den du entweder selbst geplant oder selbst ausgeführt hast, auf den du besonders stolz bist?

Dan: Oh, nein. Niemals. Ich bin nie auf etwas stolz, das ich getan habe. Eher beschämt darüber.

SG-P: Gibt es Stunts, die du anderen vorziehst? Welche schaust du dir am liebsten an und welche machst du am liebsten selber?
Dan: Ich mag es, die Stunts anzuschauen, bei denen die Leute nichts anhaben. Und meine Lieblingsstunts zu machen sind die, bei denen ich aus großer Höhe springe, zum Beispiel auf Luftkissen oder ins Wasser.

SG-P: Für welche Person würdest du gerne mal das Stuntdouble machen?

Dan: Eigentlich habe ich das schon gemacht. Für Steve Martin. Er ist mein Favorit. Ich habe ihn in Pink Panther gedoubelt.

SG-P: Hast du jemals schwere Verletzungen von einem Stunt davon getragen?

Dan: Ah, nein, nichts besonderes. Ich habe mir den Fuß gebrochen und hatte so ziemlich jeden Knochen im Leib gebrochen, meine inneren Organe sind allesamt zerfetzt. Aber ansonsten geht es mir prächtig.

SG-P: Gab es einen Stunt, vor dem du Angst hattest, ihn zu machen?

Dan: Ich habe vor allem Angst. Ich habe Angst vor dem Autogrammeschreiben. Ich habe Angst davor, die Treppen hochzulaufen. Ich bin wie der Löwe bei Dorothy [Anmerkung der Redaktion: aus "Der Zauberer von Oz"], dieser äußerst ängstliche Feigling. Das ist mein Spitzname. Der Feigling. Das ist doch ein guter Spitzname, oder? Das ist etwas, auf das man stolz sein kann, nicht wahr?

SG-P: Hast du irgendwelche Vorbilder?

Dan: Andere als Richard Dean Anderson? Wie kann es ein größeres Vorbild als ihn geben? Er ist das ultimativste Vorbild.

SG-P: Wie ist es, bei großen Filmprojekten wie "X-Men" oder "Pirates of the Carribean" dabei zu sein? Und was ist der größte Unterschied zwischen einer solchen Produktion und der Produktion einer TV-Serie?

Dan: Filmprojekte machen Spaß. Die Produktion ist größer, es dauert länger, sie zu drehen. Man verdient mehr Geld. Es dauert allein fünf oder sechs Tage ans Set zu kommen. Und es macht einfach viel mehr Spaß. Es ist viel cooler. Movies are fun.

SG-P: Nachdem du bei "Stargate" von Anfang an dabei warst, wie war es, es nun letztlich vollends gehen zu sehen?

Dan: Für mich ist es schon lange vorbei. Ich war weder bei "Stargate: Atlantis" noch bei dem anderen [Anm. d. Red.: "Stargate: Universe"] dabei. Ich habe davon keine einzige Episode gesehen. Also ist es für mich seit so langer Zeit schon vorbei. Ich ging von "Stargate SG-1" zu “Psych” und das ist es.

SG-P: Willst du deinen deutschen Fans etwas sagen?

Dan: Ich will nächstes Jahr kommen. Sagt ihm, wie auch immer er heißt, dass er mich einladen soll. Ich will kommen. Ich will eine Lederjacke [Anm. d. Red.: Lederhose?] kaufen und Schokolade essen und Bier trinken. Wenn das okay ist. Vielleicht die Lederjacke zuerst, die Schokolade zuerst und dann das Bier. Aber ich will dorthin kommen.

SG-P: Vielen Dank dafür, dass du dir für Stargate-Project.de Zeit genommen hast.

Dan: Vielen Dank für die Fragen. Danke.

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